Alain Delon bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2007;  Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Alain Delon wurde am 8. November 1935 im französischen Sceaux1) (Hauts-de-Seine) geboren und wuchs nach der Trennung seiner Eltern Edith Arnold-Delon and Fabian Delon bereits mit vier Jahren bei Pflegeeltern im nordfranzösischen Fresnes auf; als diese plötzlich bei einem Unfall getötet wurden, kam der damals 11-Jährige zu seiner leiblichen Mutter zurück, die inzwischen erneut geheiratet hatte. Nach einer wildbewegten Jugend – er soll Dutzende von Schulen besucht haben – sowie seiner Soldatenzeit in Indochina – mit 17 Jahren ging er als Fallschirmspringer zur französischen Marine – kam Delon 1956 nach Frankreich zurück. Zunächst hielt er sich in Paris mit diversen Gelegenheitsjobs wie Kellner, Koch, Verkäufer und Botenjunge über Wasser. Er nahm Schauspielunterricht und erhielt erste kleine Filmrollen. 1957 fiel der attraktive junge Mann dem amerikanischen Talentsucher Henry Wilson bei den Filmfestspielen in Cannes auf, die Delon mit seinem Freund Jean-Claude Brialy besuchte. Hollywoods Produzenten waren grade auf der Suche nach einem jungen Mann, der die Nachfolge von dem verstorbenen James Dean antreten könnte und man hielt Alain Delon für geeignet. Der mächtige Produzent David O. Selznick1) bot dem angehenden Schauspieler nach gelungenen Probeaufnahmen einen Sieben-Jahresvertrag an, den Delon jedoch ablehnte.
 
 
Alain Delon 2007 bei den "Internationalen Filmfestspielen von Cannes"1)
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0
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Sein Filmdebüt gab er im gleichen Jahr in Frankreich mit der Nebenrolle eines Auftragskillers in Yves Allégrets "Quand la femme s'en mêle" (Killer lassen bitten). Eine erste Hauptrolle erhielt Delon von Pierre Gaspard-Huit1) als fescher Dragonerleutnant Franz Lobheimer in dem Melodram "Christine"1) (1958), gedreht nach dem Schauspiel "Liebelei"1) von Arthur Schnitzler1). Bei den Dreharbeiten verliebte sich Romy Schneider – sie spielte die Musikertochter Christine Weiring – in den noch relativ unbekannten Alain Delon und folgte ihm nach Paris. Die beiden wurden für längere Zeit ein Paar und drehten verschiedene weitere Filme miteinander. Von Delons ersten französischen Filmen bleibt René Clements nach "Der talentierte Mr. Ripley"1) gedrehte Thriller "Plein Soleil"1) (1960, Nur die Sonne war Zeuge) erwähnenswert, in dem er den unbarmherzigen, attraktiven Mörder Tom Ripley1) mimte, auch wenn das Gespann Delon/Maurice Ronet1) nicht die frivole Morbidität der Romanfiguren von Patricia Highsmith erreichte. Der Durchbruch zum international anerkannten Schauspieler gelang Delon mit den Visconti-Meisterwerken "Rocco e i soui fratelli"1) (1960, Rocco und seine Brüder) sowie "Il Gattopardo"1) (1963, Der Leopard), wo er neben Burt Lancaster (Fürst von Salina) als dessen Neffe Tancredi auftrat. Der Franzose konnte sich nun seine Rollen nun aussuchen, an der Seite von Jean Gabin festigte Delon dann mit Henri Verneuils Krimi "Mélodie en sous-sol"1) (1963, Lautlos wie die Nacht) anschließend seinen Ruf als attraktiver Akteur in Rollen von kühl kalkulierenden Typen. Eher ein wenig unglücklich agierte Delon in den Jahren 1963 bis 1966 in französischen Filmen wie beispielsweise neben Lino Ventura in dem Drama "Les aventuriers"1) (1966, Die Abenteurer des Königs), in dem Mantel-und-Degen-Abenteuer "La tulipe noir"1) (1964, Die schwarze Tulpe) oder belanglosen englischen und amerikanischen Produktionen wie dem Actionstreifen von Mark Robson "Sie fürchten weder Tod noch Teufel"1) (1966, Lost Command); auch finanziell erwies sich sein Ausflug nach Hollywood als Desaster.
Doch Delon fing sich wieder und kehrte zu anspruchsvolleren Rollen zurück. 1967 zeigte er in Jean-Pierre Melvilles Thriller "Le samourai"1) (Der eiskalte Engel) was wirklich in ihm steckte und wurde durch diesen Film zum Mythos. In dieser gelungenen Mischung aus amerikanischem Gangsterfilm und französischem "film noir" spielte Delon den Auftragskiller Jeff Costello mit klassischer Stilsicherheit, die er in den zahlreichen nachfolgenden Variationen des Genres nie wieder erreichte. Der Ausgang von Delon-Filmen wurde voraussehbar: Der kalte Gangster oder Polizist endete in der Regel als zweiter Sieger beim Showdown, an dem zumeist ehemals Verbündete beteiligt waren.
  
Der eiskalte Engel
Titel Frankreich: Le Samouraï
Frankreich, 1967
Regie und Drehbuch: Jean-Pierre Melville
Musik: Francois de Roubaix
Kamera: Henri Decaë
Darsteller:
Alain Delon: Jef Costello, François Périer: Superintendant
Nathalie Delon: Jane Lagrange, Cathy Rosier: Valerie, die Pianistin,
Catherine Jourdan: Garderobemädchen, und andere
(Die Links führen zu Wikipedia)
Kurzinhalt:
Wenn der einsame Pariser Profikiller Jeff Costello (Alain Delon) seine Arbeit aufbricht, um einen Auftrag auszuführen, zieht er ruhig seinen hellen Trenchcoat an und setzt einen eleganten Hut auf. Routiniert, präzise und regungslos erschießt er den Besitzer eines Nachtclubs. Natürlich hat er auch für ein perfektes Alibi durch seiner Freundin Jane gesorgt. Der ermittelnde Kommissar ist zwar überzeugt, dass Costello der Täter ist, verhaftet ihn, kann ihm aber nichts nachweisen und muss ihn wieder frei lassen. Weil seine Auftraggeber wissen, dass die Polizei ihn weiter beobachten wird, wird er nun für sie zum Sicherheitsrisiko.
Sie versuchen ihn zu beseitigen und so wird der Killer zum Gejagten. Angeschossen, von Polizei und Verbrechern gejagt, erkennt Costello, dass es keinen Ausweg mehr für ihn gibt. Er bedroht er das Mädchen, das er töten sollte, mit einem ungeladenen Revolver und provoziert damit die Polizei, ihn zu erschießen. Er arrangiert seinen eigenen Tod –  eiskalt wie bei seinen Auftragsmorden.
 
Quelle: www.dieterwunderlich.de

"Der eiskalte Engel" ist wohl der bekanntste und beste Film von Alain Delon. Als skrupelloser Killer entwickelte er seine Markenzeichen – stechender Blick und zurückhaltende Mimik – und prägte seinen Ruf als geheimnisvoller Einzelgänger. Nach dem Vorbild der US-Gangsterfilme mit James Cagney und Humphrey Bogart inszenierte Jean-Pierre Melville diesen unbeirrbar konsequenten Klassiker.
"Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, es sei denn die eines Tigers im Dschungel", lautet das Bushido-Motiv aus dem Vorspann und erklärt damit den Originaltitel. notiert prisma-online. Jeff Costello ist beides – der Samurai, der seine Arbeit nach festgelegtem Ritual verrichtet, und der Tiger, der im Dschungel der Großstadt kämpft.
 
Lexikon des internationalen Films:
Ein in Regie und Darstellung perfekt gestalteter Gangsterfilm, der sich bewusst nicht an der Wirklichkeit orientiert. Kino von hohem ästhetischem Reiz.
 
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia

  
Zwei weitere Melville-Filme, der düstere Gangsterstreifen "Le cercle rouge"1) (1970, Vier im roten Kreis) und der Krimi "Un flic"1) (1972, Der Chef) zeigten Delon erneut in beachtenswerten Rollen, einmal als "Einbrecherkönig" Corey sowie als zynisch-skrupelloser Pariser Polizeikommissar Edouard Coleman. Mit Romy Schneider und Jacques Derray als Regisseur drehte er den sehenswerten Thriller "La piscine"1) (1968, Der Swimmingpool), ein Jahr später mit Jean Gabin und Lino Ventura als Partnern den Gangsterfilm "Le clan des Siciliens"1) (1969, Der Clan der Sizilianer), im gleichen Jahr erneut unter der Regie von Jacques Derray den Kassenschlager "Borsalino"1) an der Seite von Jean-Paul Belmondo. In der ohne Belmondo gedrehten Fortsetzung mit dem Titel "Borsalino & Co."1) (1974) gab Delon dann einmal mehr den eiskalten, gnadenlosen Bandenchef Rich Siffredi. Ob als Revolverheld in dem Western "Soleil rouge"1) (1971, Rivalen unter roter Sonne) oder als Geheimagent in "Scorpio"1) (1983, Scorpio, der Killer), Alain Delon blieb seinem Image als eiskalter Einzelkämpfer, der außerhalb des Gesetzes steht, treu.
1976 spielte er dann mit großem Einfühlungsvermögen den Kleinbürger "M. Klein"1) (Monsieur Klein) in Joseph Loseys Studie über das Frankreich der deutschen Okkupationszeit. Robert Klein ist ein gerissener, zynisch-charmanter Geschäftsmann, der die Zwangslage reicher Juden auszunutzen weiß, bis es ihm selbst an den Kragen geht. In den 1980er Jahren blieb Delon durch seine zum Teil zynischen Actionfilme populär, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Auftritte wie in Volker Schlöndorffs Literaturadaption "Un amour de Swann"1) (1984 Eine Liebe von Swann), René Manzors utopischem Filmmärchen "Le passage" (1986, Le Passage – Eine Reise in die Unendlichkeit) oder Jean-Luc Godards Streifen"Nouvelle vague"(1990)  bewiesen dagegen, dass der Schauspieler durchaus differenzierte Darstellungsmöglichkeiten besaß.

Erst 1985 wurde er mit dem französischen Filmpreis "César"1) für seine Rolle des alkoholabhängigen Tankwarts in Bertrand Bliers "Notre histoire" (Geschichte eines Lächelns) ausgezeichnet. Trotz des kommerziellen Misserfolgs von "Le retour de Casanova"1) (1992, Die Rückkehr Casanovas), gedreht nach der Novelle "Casanovas Heimfahrt"1) von Arthur Schnitzler1), mit Delon als ergrautem Lebemanns Giacomo Casanova1), spielte er 1996 in der von Bernard-Henri Lévy1) in Szene gesetzten umstrittenen, internationalen Produktion "Le jour et le nuit" (Der Tag und die Nacht) an der Seite von Lauren Bacall als Schriftsteller Alexandre erneut einen tiefsinnigen, gealterten Beau. Der romantische Streifen wurde von der französischen Filmkritik verrissen und als "schlechtester Film seit Jahrzehnten" (Cahiers du cinéma) bzw. "schlechtester Film der Geschichte" (Slate Magazin) bezeichnet.
1998 schließlich stand Delon fast 30 Jahren nach "Borsalino" erneut mit Jean-Paul Belmondo vor der Kamera: In dem actionreichen Comedy-Drama "Une chance sur deux"2) (Alle meine Väter) mimte er den erfolgreichen Juwelendieb Julien Vignal, der zusammen mit dem früheren Fremdenlegionär Léo Brassac (Belmondo) die schöne Alice Tomaso (Vanessa Paradis1)), die der Russen-Mafia 50 Millionen Dollar abgenommen hat, vor ihren Verfolgern schützt.
Im gleichen Jahr hatte Alain Delon das Ende seiner Kinokarriere erklärt. Nur große Namen wie Roman Polanski oder Marlon Brando könnten ihm noch einmal Lust auf einen Kinofilm machen, sagte er damals. Delon blieb seinem Publikum, wenn auch nur sporadisch, jedoch erhalten, so spielte er beispielsweise die Titelrolle in dem TV-Dreiteiler "Fabio Montale"3) (2001; "Rache für Leila"2); "Der Sohnmörder"2); "Blutiges Finale"2)), tauchte im darauffolgenden Jahr als Protagonist in der 6-teiligen Fernsehserie "Frank Riva"1) auf. Weitere Auftritte hatte er in dem abenteuerlichen TV-Familiendrama "Le lion" (2003), für Frédéric Forestiers Kinofilm "Asterix bei den olympischen Spielen"1) (Astérix aux jeux olympiques) mit Clovis Cornillac1) als Astérix und Gérard Depardieu1) als Obélix übernahm er den Part des römischen Kaisers Gaius Iulius Caesar1); das Spektakel kam am 31. Januar 2008 in die deutschen Kinos. Zuletzt stand Delon für den französisch-belgischen TV-Film "Un mari de trop"1) (2010) sowie die russische Produktion "Happy New Year, Mommies!" (2012, S Novym godom, mamy!) vor der Kamera. Laut der Internet Movie Database hat er aktuell einen Film mit Juliette Binoche1) als Partnerin gedreht, "La maison vide" heißt die Geschichte von Regisseur Patrice Leconte1) → Übersicht Filmografie.
Alain Delon bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2010; Quelle: Wikimedia Commons; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Auch am Theater war Alain Delon in den vergangenen Jahren wieder aktiv, seit Oktober 2004 stand mehr als 100 Mal in dem Stück "Les Montagnes Russes" ("Achterbahn") von Éric Assous auf der Bühne. Seit Frühjahr 2007 spielte er gemeinsam mit Mireille Darc1) am Pariser "Théâtre Marigny" in dem Stück "The Bridges of Madison County" von Robert James Waller, das bereits erfolgreich von und mit Clint Eastwood sowie Meryl Streep1) für die Leinwand adaptiert worden war → "Die Brücken am Fluss"1) (1995). 
Neben der Schauspielerei war Delon zudem in anderen Sparten viel beschäftigt, bereits 1968 hatte er seine eigene Produktionsgesellschaft, die "Adel-Film", gegründet, die es ihm ermöglichte sich an zahlreichen Filmen finanziell zu beteiligen und eigene Pläne zu realisieren. 1981 stand er auch als Regisseur hinter der Kamera und gab sein Debüt mit dem Krimi "Rette deine Haut, Killer"1) (Rette Deine Haut, Killer), zwei Jahre später folgte die Co-Regie bei dem Polizeifilm "Le battant"1) (1983, Der Kämpfer) – natürlich mit sich selbst in der Hauptrolle. In den 1980er Jahren versuchte er sich als Sänger, bereits 1967 war eine Schallplatte mit der Filmmusik zu "Die Abenteurer" erschienen, auf der Delon als Interpret zu hören ist.
 
Alain Delon 2010 bei den "Internationalen Filmfestspielen von Cannes"
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Die Medien beschäftigten sich über Jahrzehnte mit Alain Delon und interessierten sich sowohl für den Privatmann Delon als auch für seine geschäftlichen Kontakte. Bereits Ende der 1950er Jahre hatte Delon als Frauenheld und hatte angeblich Affären mit Mylène Demongeot1), Jeanne Moreau und Juliette Gréco. Als Romy Schneider 1958 seine Partnerin in dem Film "Christine" wurde und beide sich medienwirksam ineinander verliebten bzw. verlobten, waren beide Zielscheibe der einschlägigen Boulevardmagazine. Die Verlobungszeit dauerte fünf Jahre, 1964 trennte sich das Paar und die Verlobung wurde annulliert.
Zu den schillerndsten Aspekten seiner Karriere gehörten der Skandal um den Tod seines Leibwächters und der Exfrau des Schauspielers Mickey Rooney im Jahre 1965; für die Polizei war es Doppelselbstmord. Drei Jahre später wurde sein Freund und Leibwächter Stevan Marković erschlagen in einem Müllsack aufgefunden. Delon und seine damalige Frau, die Schauspielerin Nathalie Delon, wurden im Verlauf des nie restlos aufgeklärten Mordfalls in einen sich ausweitenden Drogen- und Sex-Skandal hineingezogen und der nachfolgende Prozess erregte großes Aufsehen, da Delon Kontakte zur Unterwelt zugegeben haben soll → Marković-Affäre1). Halbpornographische Comics in Italien bedienten sich Alain Delons ebenso wie Skandalblätter auf der Suche nach intimsten Details. Auch seine finanzielle Beteiligung an Projekten der französischen Rüstungsindustrie wurde seinerzeit in der Presse eingehend erörtert. Delons Karriere und seinem Ruf als Topstar des französischen Kinos konnten die Skandale jedoch nichts anhaben und er blieb eine Institution des französischen Films.

Im August 1964 heiratete Delon Nathalie (Francine) Canovas1), am 30. September 1964 wurde Sohn Anthony1) geboren, der sich ebenfalls zum vielbeschäftigten Schauspieler gemausert hat, an die Erfolge seines Vaters jedoch nicht anknüpfen kann. Die Verbindung ging nach wenigen Jahren in die Brüche, 1969 erfolgte die Scheidung. Seine Beziehung mit der Schauspielerin Mireille Darc1) dauerte immerhin von 1969 bis 1984, 1987 lernte Delon das 30 Jahre jüngere niederländische Model Rosalie van Breemen1) kennen und ging mit ihr eine langjährige Beziehung ein. Das Paar hat zwei Kinder, Tochter Anouchka (geb. 1990) und Sohn Alain-Fabien (geb. 1994), der bereits an der Seite seines Vaters in einer Fernsehserie aufgetreten ist. Im September 2002 gab der Star bekannt, dass er und Rosalie van Breemen beschlossen hätten, sich zu trennen; über die Gründe wurde nichts bekannt. Aus seiner kurzen Affäre mit der Schauspielerin und Popsängerin Nico1) Anfang der 1960er Jahre soll der 1962 geborene Sohn Aaron, genannt Ari, Päffgen stammen. Delon bestritt stets diese Vaterschaft, was seinerzeit auch zum Zerwürfnis mit seiner Mutter, Edith Boulogne, führte; größtenteils bei ihr wuchs Ari Päffgen ab Ende der sechziger Jahre in der Nähe von Paris auf; später wurde er durch die Familie adoptiert.4)

Der Pferdenarr und engagierte Tierschützer Alain Delon lebt auf seinem Landsitz im französischen Douchy, seit Jahren kümmert er sich um Hunderte von herrenlosen Hunden, die von ihren Besitzern gequält oder ausgesetzt wurden. Douchy ist ein kleiner Ort im Departement Loiret, etwa 130 Kilometer von Paris entfernt. Rund 120 Hektar Land, drei Swimmingpools, ein Hubschrauberlandeplatz, eine Kapelle, ein Hundefriedhof mit 35 Gräbern und mehrere kleinere Gebäude umgeben das Haupthaus, das innen aussieht wie eine Kreuzung aus überdimensionaler Trapperhöhle und komfortablem Schweizer Chalet. (Quelle: "Stern"-Artikel aus Heft 44/2005)
Delon wohnt dort abgeschirmt von der Öffentlichkeit mit seinen Hunden und einer Katze, gibt nur wenige Interviews. Anlässlich seines 70. Geburtstages am 8. November 2005 ließ er sich nicht wie viele seiner Kollegen feiern, lehnte Galas oder sonstige Veranstaltungen ab.
Noch im Herbst 2005 war er wegen Herzproblemen im Krankenhaus behandelt worden. Zur selben Zeit sorgte er für Schlagzeilen, als er in Interviews seine Einsamkeit beklagte und über das Thema Selbstmord philosophierte: "Es ist alles zusammen: eine gewisse Müdigkeit, die Zeit, die vergeht, die verstorbenen Freunde, die auseinander gebrochene Familie."
4)
Auch der 75. Geburtstag der Filmlegende am 8. November 2010 wurde von den Medien gebührend gewürdigt, beispielsweise strahlte die ARD vom 8. bis zum 17. November filmische Highlights mit Alain Delon aus. Fünf Jahre später titelte DER SPIEGEL anlässlich des 80. Geburtstages "Engel, Bengel, Herzensbrecher" → www.spiegel.de.

Alain Delon 2013 bei den "Internationalen Filmfestspielen von Cannes"
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons;
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Alain Delon bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2013; Quelle: Wikimedia Commons; Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0

Textbausteine des Kurzportraits www.prisma.de 
Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de, www.cyranos.ch
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) prisma.de, 3) fernsehserien.de
4) Quelle: Wikipedia (abgerufen 28.03.2011)
Stand August 2018
Lizenz Fotos Alain Delon (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. 
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(Link: Wikipedia , prisma.de (Originaltitel), fernsehserien.de)
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