Terence Hill wurde am 29. März 1939 als Mario Girotti im italienischen Venedig geboren. Als Kind lebte er während des 2. Weltkrieges mit seinen Eltern in Deutschland; seine Mutter Hildegard Thieme stammte aus Lommatzsch bei Dresden, sein italienischer Vater Girolamo war Chemiker und arbeitete in Lommatzsch  für die "Schering AG"; 1947 zog der junge Mario mit seinen Eltern und den beiden Brüdern Oduardo und Piero nach Italien und die Familie ließ sich in Rom nieder. Nach seinem Abitur begann er an der Universität in Rom ein Philosophie- und Literaturstudium und jobbte nebenbei als Statist beim Film; das Studium schloss er 1962 ab, um sich dann aber ausschließlich der Schauspielerei zu widmen.
Schon seit 1951 hatte der junge Girotti mit kleineren Rollen in großenteils unbedeutenden Filmen mitgewirkt; sein Leinwanddebüt hatte er als 12-Jähriger in Dino Risis "Vacanze col gangster" gegeben. In den 1960er Jahren war unter anderem – noch mit seinem bürgerlichen Namen – in den Winnetou-Filmen zu sehen: 1964 spielte er den Leutnant Robert Merril in "Winnetou II"1), im gleichen Jahr den Baker jr. in "Unter Geiern"1), 1965 war er in der Rolle des Marcello Scalzi in "Der Ölprinz"1) und als Toby in "Old Surehand"1) zu sehen.

In den deutschen Nibelungen-Produktionen1) "Siegfried" und "Kriemhilds Rache" mimte er 1966 bzw. 1967 den Giselher. Girotti erlangte mit diesen Rollen zwar einige Aufmerksamkeit, zu Starrollen führte der Erfolg dieser Filme nicht. 1967 änderte er seinen Namen in "Terence Hill" um, den Vornamen adaptierte er von dem lateinischen Schriftsteller "Terenzio", dessen Buch er während seines Studiums gelesen hatte. Unter diesem Künstlernamen konnte er dann im gleichen Jahr in dem Italo-Western "Dio perdona… Io no!"1) (Gott vergibt – Django nie!) mit der Rolle des Cat Stevens einen ersten Erfolg verbuchen, den er mit dem ähnlich gelagerten Italo-Western "Preparati la bara!"1) (1967, Joe, Der Galgenvogel) wiederholen konnte. Der Durchbruch als Star gelang ihm aber erst gemeinsam mit dem zehn Jahre älteren Bud Spencer2) durch eine Reihe von Spaghetti-Western und bald wurde Hill als blonder und blauäugiger Nachfolger von Franco Nero2) gehandelt.
 
 

DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung der heute nicht
mehr existierenden "e-m-s new media AG"

Joe, Der Galgenvogel
Vier Fäuste für ein Halleluja

Der erste internationale Erfolg des ungleichen Paares kam 1968 mit Giuseppe Colizzis "I Quattro dell'Ave Maria"1) (Vier für ein Ave Maria); den Höhepunkt ihrer Popularität erreichten Hill und Spencer 1970 mit "Lo chiamavano Trinità"1) (Vier Fäuste für ein Halleluja) unter der Regie von Enzo Barboni. In diesem Western, der mit Komödienelementen vermischt war, verkörperte Hill den sympathischen, pikaresken und todesmutigen Helden "Trinity", der sich mit Begeisterung prügelte. Das Rezept dieses und der nachfolgenden Filme hatte immer die gleichen einfachen Zutaten: altkluge Sprüche, arrogante Überlegenheit gegenüber einem großen Arsenal von Prügelknaben und slapstickhafte Keilereien, bei denen weder Blut floss noch Leichen eingesammelt werden mussten. Um auch den USA-Markt zu erreichen, wurden die Filme bald auf englisch gedreht und erreichten auch einen gewissen Bekanntheitsgrad im englischsprachigen Raum.
 
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Nach weiteren Erfolgen wie beispielsweise "Lo chiamavano Trinità"1) (1970, Die rechte und die linke Hand des Teufels) oder "Più forte, ragazzi!"1) (1972, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle) bewies Terence Hill ein Jahr später mit "Il Mio nome è Nessuno"1) (Mein Name ist Nobody3)), dass er auch ohne Bud Spencer erfolgreich sein konnte. Allein oder mit Spencer als Partner spielte Hill in den folgenden Jahren zumeist unter der Regie von Clucher oder Sergio Corbucci und genoss bis in die 1980er Jahre die Gunst des Publikums. Danach wechselte er mit seinen Rollen erfolgreich zum Typ "Abenteurer" und weiter zum Kriminalgenre, wobei viele seiner Filme trotz meist anspruchslosem Inhalts zu großen Kassenschlagern wurden.
Anfang der 1970er Jahre ging das Duo dann auseinander, um nach mehrjähriger Trennung mit anhaltendem Erfolg wieder gemeinsam vor der Kamera zu stehen; beispielsweise drehten sie in Italien "Io sto con gli ippopotami"1) (1979, Das Krokodil und sein Nilpferd), in den USA "Chi trova un amico, trova un tesoro"1) (1981, Zwei Asse trumpfen auf) und waren dann zunächst letztmalig 1985 in "Miami Supercops"1) (Die Miami Cops) gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. 1994 erschienen die beiden dann noch einmal in "Botte di Natale"1) (Die Troublemaker) im Kino; insgesamt spielten Hill und Spencer bisher in 17 Filmen zusammen und fanden besonders außerhalb Italiens – vor allem in Deutschland und Südamerika – trotz der zum Teil einfältigen und stereotypen Handlungen großen Anklang. 
 

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Die rechte und die linke Hand des Teufels
Das Krokodil und sein Nilpferd 1983 inszenierte Hill das Remake der "Don Camillo&Peppone"-Filme und spielte in "Don Camillo"1) (Keiner haut wie Don Camillo) die Titelrolle. Es war jedoch eher der missglückte Versuch, den Erfolg der Filme mit Fernandel und Gini Cervi aus den 1950er und 1960er Jahren zu wiederholen. 1991 produzierte er die zweiteilige Comedy-Reihe "Lucky Luke"1), in der er auch die Titelrolle übernahm. Danach wurde es zunächst stiller um den Schauspieler, seit 2000 war er im Fernsehen als "Don Matteo"1) in einer gleichnamigen italienischen TV-Serie zu sehen, in der er als Priester auf den Spuren eines Detektivs auftaucht; bis 2014 wurden 194 Folgen in insgesamt 9 Staffeln ausgestrahlt, zu Beginn des Jahres 2014 startete die neunte Staffel auf Rai 1. Außerdem zeigte er sich in einigen weiteren TV-Produktionen, bei denen er zum Teil auch für die Regie verantwortlich zeichnete wie 2009 als Protagonist in den beiden Geschichten um den Doc West (Doc West – Nobody ist zurück/ Doc West – Nobody schlägt zurück1)). Anders als der Titel vermuten lässt, sind diese für das italienische Fernsehen produzierten Streifen jedoch keine Fortsetzung des Klassikers "Mein Name ist Nobody" aus dem Jahre 1973.Das Filmportal video.de meinte zu dem "Comeback" des damals 70-Jährigen unter anderem: "Publikumsliebling Terence Hill sieht immer noch blendend aus, und auch wenn die Bewegungen bedächtiger geworden sind, besitzt er immer noch das markante Funkeln in den Augen, das ihn einst zu einem der beliebtesten europäischen Filmstars werden ließ."
  
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Seit 2010 zeigt sich Terence Hill zudem in einer weiteren Fernsehserie mit dem Titel "Un passo dal cielo" (deutsch etwa "Nur ein Schritt bis zum Himmel"), hier mimt er den Förster Pietro, der zurückgezogen in Südtirol lebt und der Polizei ebenfalls bei der Verbrechensbekämpfung hilft; bisher wurden drei Staffeln gedreht.
Heute lebt der inzwischen über 75-jährige Terence Hill zurückgezogen auf seiner Ranch in Massachusetts (USA), wenn er nicht für Filmverpflichtungen in Italien weilt; mittlerweile besitzt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Seit 1967 ist er mit der bayerischstämmige Amerikanerin Lori Zwicklbauer verheiratet, aus der Verbindung stammt Sohn Jess1), der am 7. November 1969 in Rom geboren wurde; 1973 adoptierte das Paar den zweiten Sohn, den Waisenjungen Ross1), der mit nur 16 Jahren am 15. Januar 1990 bei einem Autounfall ums Leben kam.
Seit Anfang April 2012 ist das von Ulf Lüdeke veröffentlichte Buch "Terence Hill: Die exklusive Biografie" auf dem Markt.
Offizielle deutschsprachige Homepage: www.terencehill.de
Italienische Website: www.terencehill.it
Die "Bud Spencer & Terence Hill"-Fanpage: www.budspencer.de
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia, www.whoswho.de
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3)  prisma.de Stand Juni 2015
Filme als Darsteller (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de, dfl.de)
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