Jerry Lewis bei den Filmfestspielen von Cannes 2009; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Jerry Lewis wurde am 16. März 1926 als Joseph Levitsch in Newark (New Jersey) geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren schnupperte der Sohn des nicht gerade begüterten  Vaudeville-Darstellers Danny Lewis (1902 – 1980) und der Rundfunkpianistin Rae Lewis zum ersten Mal Bühnenluft bei einer Gesangeinlage in einem New Yorker Hotel. Die High School musste Jerry Lewis zehn Jahre später verlassen, weil er einen antisemitischen Lehrer verprügelt haben soll. Zunächst schlug er sich unter anderem als Hotelportier, Würstchenverkäufer und Platzanweiser im Kino durch, 1942 versuchte er dann sein Glück als Conférencier und Profispaßvogel in Nachtclubs. Auftritte im "Club 500" in Atlantic City mit dem damals noch unbekannten italienischen Schnulzensänger namens Paul Dino Crocetti alias Dean Martin1) erwiesen sich 1946 für den 20-jährigen Lewis als Glückstreffer. Wenn sich die beiden gegenseitig mit Sodawasser bespritzten oder Eiswürfel in den Ausschnitt warfen, rasten die Zuschauer vor Begeisterung. Die Masche war immer die gleiche: Lewis spielte den zappeligen Kindskopf, Dean Martin den charmanten Frauenhelden und die Seriosität in Person.
 
Foto: Jerry Lewis bei den Filmfestspielen von Cannes 2009
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons;
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.
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Produzent Hal Wallis holte das in Live- und TV-Shows bewährte Duo 1949 mit "My Friend Irma" zum Film. Von Publikum und Presse zu legitimen Nachfolgern von Stan Laurel und Oliver Hardy hochgejubelt, landete das Erfolgsteam mit jedem seiner insgesamt 16 Klamaukfilme einen Kassenknüller nach dem anderen, zu den bekanntesten zählen "Krach mit der Kompanie"2) (1950, At War With The Army) "Seemann, paß' auf!" (1951, Sailor Beware) und "Alles um Anita"2) (1956). Nach zehn Jahren trennten sich 1956 die Wege des beliebtesten Komikerpaares der USA.
Mit Hilfe seines Freundes und Hauptregisseurs Frank Tashlin blieb Lewis auch als Solokünstler erfolgreich. In Filmen wie "Der Geisha-Boy" (1958, The Geisha Boy), "Aschenblödel"2) (1960, Cinderfella) oder "Der Bürotrottel"2) (1961, The Errand Boy) war er zwar nach wie vor als Grimassen schneidender Clown zu sehen, nahm aber dabei virtuos die US-Konsumgesellschaft aufs Korn. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere erhielt der Starkomiker 1959 einen Siebenjahresvertrag von der "Paramount", die ihm für 14 Filme die Rekordsumme von 14 Millionen Dollar zuzüglich 60 Prozent vom Reingewinn garantierte. Seinem Image des trotteligen Quatschkopfes und "Lachbombe" des Kinos schlechthin zum Trotz machte sich Jerry Lewis seit Ende der 1950er Jahre auch als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur mit Filmen wie "Hallo Page"2) (1960, The Bellboy), den Charlie Chaplin einen genialen Film nannte, und "Der verrückte Professor"2) (1962, The Nutty Professor) einen Namen. "Hallo Page" verfolgte keine fortlaufende Geschichte, sondern zeigte Lewis als Hotelpagen in immer neuen Episoden, in "Der verrückte Professor" verwandelte sich der intellektuelle Tollpatsch in den oberflächlichen Schönling, und am Ende siegte der Tölpel.
 
Als Lewis Anfang der 1970er Jahre für sein ambitioniertes Projekt "The Day The Clown Cried"3) keinen Verleih fand bzw. das Holocaust-Drama aus rechtlichen Gründen nicht fertig gestellt werden durfte, zog er sich zunächst vom Leinwandgeschäft zurück. Die Geschichte handelt von einem jüdischen Zirkusclowns, der im Konzentrationslager der Nazis Kinder zum Lachen bringt. Am Ende zockelt er in einer Art Schlussbild wie aus einem Charlie-Chaplin-Film gemeinsam mit ihnen in die Gaskammer. Zuvor noch hatte Lewis mit "Wo, bitte, geht's zur Front?"2) (1970, Which Way to the Front?), einer Persiflage auf Nazis und antifaschistische Propagandafilme, in Europa Erfolge erzielt, doch danach fehlte seinen Filmen und ihm selbst der richtige Biss.
Der 1972 in Frankreich und vor allem in Schweden mit Staraufgebot inszenierte Film "The Day The Clown Cried" galt seither als verschollen und Lewis selbst schwieg mehr als vier Jahrzehnte hartnäckig. Erstmals äußerte er sich nun in einem Interview gegenüber "Grimme"-Preisträger und NDR-Redakteur Eric Friedler
3), der sich mit seiner für die ARD produzierten Dokumentation "The Clown" (EA: 03.02.2016) auf Spurensuche begab → www.sueddeutsche.de.
Ab Mitte der 1970er Jahre wurde Lewis zur einer Randfigur in der US-Filmszene. Seine Comeback-Versuche "Alles in Handarbeit"2) (1979, Hardly Working) und "Immer auf die Kleinen"3) (1984, Cracking Up) wurden selbst in Europa als Flops eingestuft. Unter der Regie von Martin Scosese bewies Lewis 1983 aber dann doch noch einmal seine Qualifikation als Charakterdarsteller: In "The King of Comedy"2) (The King of Comedy3)) verkörperte er einen erfahrenen TV-Unterhalter, der von einem fanatischen Fan entführt wird. Dieser hält sich für einen begabten Entertainer und will mit seiner Aktion den Bühnenauftritt erzwingen. Danach folgten in den 1980er Jahre nur noch wenige Kinoproduktionen, nach dem Drama "Arizona Dream"3) (1993) zeigte er sich (vorerst) letztmalig in der Tragikomödie "Funny Bones – Tödliche Scherze"3) (1995, Funny Bones) auf der Leinwand.
Der Komiker, der an einem chronischen Rückenleiden in Folge eines Bühnenunfalls, und Diabetes leidet sowie einen Herzinfarkt (1982) und eine schweren Lungenkrankheit überstehen musste, zog sich fast völlig aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und tritt in den letzten Jahren nur noch bei Galaabenden oder TV-Shows in der Öffentlichkeit auf. Gelegentlich sah man ihn noch in Fernsehfilmen als eindrucksvollen, aber eher unauffälligen Charaktertyp. Doch in jüngerer Zeit wollte er es noch einmal wissen und übernahm die Titelrolle in dem von Daniel Noah in Szene gesetzten Drama "Max Rose" (2013): Die Geschichte handelt von dem Witwer und ehemaligen Jazz-Pianisten Max Rose, dem berechtigte Zweifel an einer jahrzehntelangen glücklichen Ehe mit seiner Frau kommen und sich nun auf eine Reise in die eigene Vergangenheit begibt. Der Streifen wurde am 24. Mai 2013 erstmals bei den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt und fand auch deshalb Aufmerksamkeit, weil der über 85-jährige Jerry Lewis seit "Funny Bones – Tödliche Scherze" (1995) nach knapp zwei Jahrzehnten erstmals wieder vor der Kinokamera gestanden hatte.
Neben seiner künstlerischen Arbeit gehört Lewis Engagement heute jenen Kindern, die an einer unheilbaren Form des Muskelschwunds erkrankt sind und seine Slapsticks nie beherrschen werden. Für sie sammelt Lewis seit 30 Jahren Spendengelder, bis zu 30 Millionen Dollar pro Jahr.

Jerry Lewis 2013 bei den Filmfestspielen in Cannes
Urheber: Georges Biard; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Jerry Lewis 2013 bei den Filmfestspielen in Cannes; Urheber: Georges Biard; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Jerry Lewis organisierte seit 1966 so genannte Telethons am amerikanischen Labor Day für die "Muscular Dystrophy Association). Dabei wurden seit dieser Zeit insgesamt über zwei Milliarden US-Dollar gesammelt. 1977 wurde Lewis deshalb für den Friedensnobelpreis nominiert, erhielt ihn aber nicht. 1985 wurde Lewis mit der "Defense Medal for Distinguished Public Service" für seine Arbeit ausgezeichnet, und 2005 erhielt er für die "Telethons" zudem den Preis des Gouverneurs der "Academy of Television Arts and Sciences". In den "Telethons" waren typischerweise sehr viele Show-Stars vertreten, und sie wurden abwechselnd von Ed McMahon und Casey Kasem moderiert. Beim vierzigsten "Telethon 2005" wurden Sammlungen für die Heilsarmee zugunsten der Opfer des Wirbelsturms Katrina durchgeführt. (Quelle: Wikipedia)
Jerry Lewis bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" Jerry Lewis avancierte mit seinem absurden Pantomimenhumor zum erfolgreichsten und reichsten Entertainer der Welt. Seine Filme spielten über 800 Millionen Dollar ein. Gerade das Schrille und Bonbonfarbige macht die Einmaligkeit von Jerry Lewis und seiner Komik aus, als Tollpatsch vom Dienst stolperte der geborene Komiker durch seine zahlreichen Filme und eine eigene Fernsehshow. Seine Beine schienen aus Knetgummi zu sein und er torkelte mit atemberaubender Gesichtsakrobatik durch die Welt, im nächsten Moment knallte er steif wie ein Brett zu Boden. In Texas soll es eine Hausfrau gegeben haben, die sich über den Fratzenschneider im wahrsten Sinne des Wortes totgelacht hat. Wenn diese Anekdote auch nicht bewiesen werden kann, so wäre sie doch durchaus vorstellbar. In den USA negierte die Fachpresse allerdings sein Können auch dann noch, als er 1967 an die angesehene "University of California" als Filmprofessor berufen wurde. 
Unter anderem war Jerry Lewis 1999 für sein Lebenswerk mit dem "Goldenen Löwen" bei den Filmfestspielen von Venedig geehrt worden, 2004 erhielt er in Los Angeles den "Film Critics Association Award". Am 9. Februar 2005 wurde der Weltstar in Berlin für "40 Jahre Filmerfolg" mit dem begehrten Film- und Fernsehpreis von HÖRZU, der "Goldenen Kamera"3) ausgezeichnet; das Publikum würdigte den großen Entertainer und Komödianten mit "standing ovations". Im gleichen Jahr erschienen seine Erinnerungen unter dem Titel "Dean and Me. A Love Story". Dass Lewis zwei "Sterne" auf dem "Hollywood Walk of Fame"3) gewidmet wurden, sollte nicht unerwähnt bleiben → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.

Jerry Lewis 2005 bei der Verleihung der "Goldenen Kamera"
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Der Hollywoodstar, inzwischen mehrfacher Großvater, war seit Anfang Oktober 1944 mit Patti Palmer verheiratet, im September 1980 erfolgte trotz sechs gemeinsamer Kinder die Scheidung. Mitte Februar 1983 ehelichte er die damals 32-jährige Tänzerin Lewis SanDee Pitnick. 
Aus der Ehe mit Patti Palmer stammt sein ältester Sohn Gary Lewis4) (geb. 1946), der in den 1960er Jahren mit seiner Rock-Gruppe "Gary Lewis & the Playboys"3) mehrere Hits landen konnte. Nach der Adoption von Sohn Ronald (geb. 1949) bekam das Paar noch vier weitere gemeinsame Söhne, Scott Anthony erblickte 1956 das Licht der Welt, gefolgt von Christopher Joseph (geb. 1957), Anthony Joseph (geb. 1959) und Joseph Christopher (geb. 1964), welcher 2009 an einer Überdosis Drogen verstarb. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau adoptierte Lewis Tochter Danielle (geb. 1992) → Wikipedia (englisch).


Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Offizielle Website (in englisch): www.jerrylewiscomedy.com;
siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de

Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2)  prisma.de, 3) Wikipedia (deutsch), 4) Wikipedia (englisch)
Lizenz Foto Jerry Lewis (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. 

DER PUBERTÄRE AMERIKANER
Zum 75. Geburtstag des begnadeten Filmemachers Jerry Lewis
von Richard Oehmann *)
"Du musst den schlechten jüdischen Witz erzählen, bevor es der andere tut." Jerry Lewis
 
Der Trottel liegt im Nachtzug und kann nicht schlafen. Die Notbeleuchtung stört ihn. Eine ganze Weile wälzt er sich in verschiedensten Varianten herum. All diese mimischen Verrenkungen sind bis dahin noch einigermaßen Ansichtssache – Wer den Trottel nicht sympathisch findet, lacht eben nicht. Dann findet der Trottel eine neue Lösung: Er zieht einen Socken über die Lampe, es scheint schönste Dunkelheit zu herrschen, doch bald stellt sich heraus: An der blödesten Stelle hat der Socken ein Loch, das Spielchen geht weiter. Abblende.
Jerry Lewis ist mehr als ein Grimassenschneider, er ist ein Architekt des Humors. Sein Hang zur Übertreibung hat ihn zu einem schlechteren Komiker als Charlie Chaplin und zu einem schlechteren Regisseur als Buster Keaton werden lassen. Dennoch war Lewis bei der unermüdlichen Jagd nach abstrusen Gag-Variationen diesen beiden genialsten Komiker-Regisseuren ziemlich auf den Fersen. Die Franzosen haben ihn als erste als innovativen Künstler anerkannt, weil er besonders in den Sechziger Jahren nach besonderen Wegen suchte. Damals experimentierte er einerseits mit ungewöhnlichen Überblendungen, vertrackter Schnitt-Technik und photographischen Artistikeinlagen – größtenteils Sperenzchen, die sich als unbrauchbar erwiesen haben, aber irgendwer musste sie eben ausprobieren. Andrerseits warf er die Realitätsebenen durcheinander, ließ seinen Gummi-Körper echte Cartoon-Erfahrungen machen, verlor sich im Surrealen und stieg über so manchen Zaun, den das bornierte Studio-Hollywood der Fünfziger stehen gelassen hatte.

"Ich bin nur extrovertiert, um zu verbergen, was ich wirklich bin, nämlich introvertiert." Joseph Levitch hatte familiär bedingt schon früh den Drang zum Showbusiness. Den kleinen jüdischen Jungen aus New Jersey trieb dabei, wie er später gestand, die Angst, als Freak verhöhnt zu werden. Den Anlass für die Lacher lieferte er lieber selbst, und seinen schlechteren Filmen ist die Panik anzumerken, nicht lustig gefunden zu werden. Dieser Freak wurde zum erfolgreichsten Filmstar der Fünfziger Jahre. Sein Stil war noch geprägt vom Bühnenslapstick des Vaudevilletheaters, und nach ihm kamen nurmehr Fernseh- oder Nachtclubkomödianten, von Woody Allen bis zu den Lewis-Epigonen Steve Martin und Jim Carrey. Jerry Lewis wurde somit der letzte brilliante Slapstick-Komiker, zugleich aber auch, was oft vergessen wird, der letzte große Slapstick-Filmemacher, außerdem Nobelpreiskandidat, Universitätsprofessor und Marihuana-Befürworter ("Das beste Schmerzmittel, das der Menschheit bekannt ist.").

Der Erfolg begann, als er sich mit dem zehn Jahre älteren Dean Martin zusammentat. Zunächst auf der Bühne entwickelten Jerry und Dean  – hauptsächlich Jerry, wenn man ihm glauben darf – das Schema vom kleinen Spinner, kurz "the kid", und dem Schönling. Nach dem Erstling "My friend Irma" wurden ihre Filme atemberaubend erfolgreich. Da waren die beiden schon die besten Freunde, die auch in ihrer Freizeit alles niederblödelten, Studio-Bosse mit Butter beschmierten und unschuldige Passanten verhöhnten. Dean Martin soll dabei übrigens stets der komischere gewesen sein. Doch während Dean Comics las oder golfte, lernte der Jerry alles über Filmtechnik, drehte Privatfilme mit Kollegen, die er am Abend zuvor auf Partys schnell gecastet hatte, und mischte sich zunehmend in die Entwicklung seiner Kinokomödien ein.
Gerade als der Cartoon-Spezialist Frank Tashlin dem Duo zum künstlerischen Höhepunkt verholfen hatte, gingen Martin und Lewis im Streit auseinander. "Am 25.7.46 sind wir offiziell als Duo gestartet und am 25.7.56 , exakt zehn Jahre später haben wir uns getrennt."

Tashlin, mit dem Jerry noch sechs weitere Filme drehte, blieb sein Lehrer. Originalton Lewis: "Mr Tishman, spelled T.A.S.H.L.I.N. – He's my teacher." Das pubertäre Amerika der Fünfziger Jahre mit seiner Verklemmtheit und Aufstiegsgeilheit einerseits, mit seiner explodierenden Popkultur andrerseits, war damals das Lieblingsthema des Regisseurs, der in den Dreißigern mit Porky Pig-Cartoons bekannt wurde, und mit Jerry hatte er die ideale Karikatur des pubertierenden Amerikaners. Dass der politisch unbedarfte Lewis nie so subversiv veranlagt war wie sein Lehrmeister, sollte sich bald zeigen. Lewis begann Filme zu produzieren und wurde, nach eigenen Angaben, stetig selbstsüchtiger und größenwahnsinniger. Seine Kameraregeln lauteten damals: "Wenn ich davor bin, gibt es nichts besseres; wenn ich auf der anderen Seite bin, ist der Schauspieler ein Schmock." Die erste Regie-Arbeit ist trotzdem ziemlich niedlich ausgefallen.
"The Bell-Boy" (1960) war merklich vom trockenen Slapstick des Franzosen Jacques Tati beeinflusst. Darin findet sich auch jene großartige Nummer, in der Jerry als quasi stummer Hotelpage fünf Telefone hüten muss und es nicht schafft, trotz stetigem Klingeln einen einzigen Anruf entgegenzunehmen. Solche ewig ausgedehnten Nummern waren Jerrys Spezialität, egal ob er Luftschreibmaschine schrieb ("Who's minding the store?" 1963), eine niemals endende Showtreppe herabstieg ("Cinderfella" 1959) oder als Pfleger Patientengespräche über Krankheiten mitanhörte und dabei vor mitfühlendem Schmerz zusammenbrach ("The Disorderly Orderly" 1964). Für seine Kunst der Pointendehnung traten Zeit, Raum und Logik respektvoll beiseite.

"Jerry hasst es, ernste Szenen zu spielen." glaubte Tashlin noch 1962, doch bald drang bei Lewis eine recht vulgäre Sehnsucht nach Tiefe durch. "The kid" begegnete bei seinen Abenteuern immer häufiger armen Waisenkindern oder hatte eine traumatische Kindheit zu verarbeiten. Und manchmal suchte er sich wieder einen Dean-Martin-Ersatz, einen großen Bruder-Typen, den "the kid" toll finden konnte. In Lewis' berühmtesten Film "Der verrückte Professor", einer Variation und Parodie des Themas von "Dr. Jekyll und Mr.Hyde", übernahm er schließlich beide Rollen: Ein hässlicher, aber nette Professor verwandelt sich durch Medikamenteinwirkung zum schönen Macho.

Interessanterweise attestierte sich Lewis selbst gerne mal Schizophrenie, "weil ich den Fortschritt liebe und die Veränderung hasse." So wie der kleine Gauner Dean Martin durch den grundunschuldigen Jerry in die Gesellschaft eingegliedert wurde, mündet die Satire unter Lewis' Regie oft im triefenden Bekenntnis zum Guten und Braven. Im Leben lief es manchmal umgekehrt. Sein offener Stolz, dass sein Sohn für Amerika in Vietnam kämpfen wollte, verwandelte sich bald in lautstarke Ablehnung. Jerry landete auf einer ominösen Liste der Nixon-Feinde.

Am Ende seiner Glückssträhne, nach der irrwitzigen Nazi-Farce "Which way to the front?" (1969), hatte Lewis finanzielle Einbrüche, war wegen seiner Rückenschmerzen tablettenabhängig geworden und kriegte die Organisation zu neuen Projekten nicht mehr in den Griff. 1972 versuchte er sich an einem Drama über einen Clown im KZ und scheiterte völlig. Nichts von dem gedrehten Material ist je in die Kinos gekommen. Nach der Entgiftung wurde er plötzlich für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wegen seines Engagements für Opfer muskulärer Krankheiten. Es folgten matte Comeback-Versuche mit "Hardly Working" (1979), "Slapstick" (1981), "Smorgasboard" (1982) und zwei hinfällige Klamotten, die er 1984 bei seinen ewigen Anhängern in Frankreich fabrizierte. Ansonsten trat Lewis im Fernsehen und in Nacht-Clubs auf, hielt Vorträge auf Filmschulen und wurde u.a. zum Förderer des jungen Spielberg.
Da hatte ihn Hollywood schon in die Vitrine gestellt. Nur ein paar Schlaue holten ihn manchmal heraus. Zuerst gab ihm Martin Scorsese die Rolle des sauertöpfischen Entertainers in der Mediensatire "King of Comedy" (1983), die übrigens dem Geist Tashlins recht nah ist. Einen ähnlich kalten Showgeschäft-Profi spielte Lewis später in "Funny Bones" (1994) von Peter Chelsom, nur am Ende von Emir Kusturicas "Arizona Dream" (1991) kehrte er zu seinen alten Blödelrequisiten, dem falschen Gebiss und der riesigen Hornbrille zurück.

"I love film, I love what I've done. I am not ashamed of anything I've done. I just wish the fuck I could have done it better." Die Geschichte des Jerry Lewis ist einmal mehr eine verpatzte Komiker-Biographie, die aber viele glorreiche Momente hat, so wohl die Premiere im Pariser "Olympia" im Jahr 1970: "In der ersten Reihe saßen Jean-Luc Godard, Francois Truffaut, Catherine Deneve, ganz Paris kam zur Premiere. Maria Callas saß in der dritten Reihe." Und im Beleuchterraum hatte sich Charlie Chaplin versteckt, um unbemerkt zuzusehen. "Wenn ich ein Erlebnis nennen müsste, das für mein ganzes Leben steht, dann wäre es dieser Abend. Es war unglaublich."

Seit dem 16. März ist Jerry Lewis bereits 75 Jahre alt, also deutlich aus der Pubertät heraus, und man mag gar nicht darüber nachdenken, was er in den letzten 25 Jahren – 17 Sekunden davon war er übrigens tot – alles nicht gedreht hat. Doch nach der Eddie-Murphy-Version von "Der verrückte Professor" stehen nun einige Remakes von Lewis-Filmen an, er scheint wieder besser ins Geschäft zu kommen. Im letzten Jahr ließ er verlauten, er plane endlich wieder einen eigenen Film. Denn das kann ja noch nicht alles gewesen sein.

*) Quelle: Text gefunden bei www.artechock.de
auf dieser Seite aufgenommen mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Kinofilme als Schauspieler (Auszug)
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de)
Filmografie bei der
Internet Movie Database sowie
Wikipedia (englisch) mit weiterführenden Links
1949: My Friend Irma
 
Siehe Wikipedia (englisch)
1950: Irma, das unmögliche Mädchen (My Friend Irma Goes West)
Ein Sänger erhält nach unwahrscheinlichen Abenteuern in der mondänen Welt von Las Vegas doch noch einen Vertrag in Hollywood. Einfallsloses, reichlich albernes Lustspiel. Alternativtitel: "Irma im goldenen Westen"
 
Quelle: Filmlexikon; siehe auch Wikipedia (englisch)
1950: Krach mit der Kompanie (At War With The Army)
Als Varietékünstler bringen Puccinelli (Dean Martin) und Korwin (Jerry Lewis) jeden Abend ihr Publikum zum Lachen. Auch privat verstehen sie sich prima. Das ändert sich, als sie zum Militärdienst eingezogen werden. Puccinelli nämlich bringt es schnell zum Feldwebel, während Korwin als ein einfacher Schütze im Schlamm robben oder Küchendienst schieben muss. Als ob das nicht genug Grund für Spannungen wäre, taucht eines Tages auch noch Puccinellis Ex-Freundin Millie auf. Inzwischen interessiert sich Puccinelli jedoch mehr für die charmanten Helen. Was Ärger gibt…
Dieser frühe Lewis/Martin-Film präsentiert das später weltberühmte Komikerduo zum ersten Mal in Hauptrollen.
 
Quelle: www.prisma.de
1951: That's My Boy
 
Siehe Wikipedia (englisch)
1951: Seemann, pass auf! (Sailor Beware)
Melvin (Jerry Lewis) hat ein großes Problem: Er ist allergisch auf Frauen, genauer: auf ihr Make-up, das bei ihm schreckliche Hustenanfälle auslöst. Also geht Melvin zur Navy, wo er den Nachtclubsänger Al Crowthers (Dean Martin) kennen lernt, der ebenfalls nicht aus Vaterlandsliebe bei der Marine gelandet ist. Der tollpatschige Melvin wird schnell zum Alptraum seiner Vorgesetzten. Als er die Krankenschwester Hilda kennen lernt, ist es um ihn geschehen: Sie benutzt kein Make-up!
Als Melvin jedoch zum Schiedsrichter in einem Kuss-Wettbewerb ernannt wird und die Bewerberinnen förmlich über ihn herfallen, lässt Hilda den vermeintlichen Frauenhelden fallen. Als wäre das nicht Kummer genug, wird Melvin von seinen Kameraden auch noch zu einer fast unmöglichen Wette überredet: Er soll in Honolulu einen Kuss von Corinne Calvet ergattern, dem Schwarm aller Matrosen. Das ist umso schwieriger, als Corinne mit Seemännern nichts im Sinn hat…

Einer der vielen Filme des Duos Martin/Lewis, die diesmal als Matrosen wieder ausgelassene Streiche aushecken.
 
Quelle: Nicht mehr existente Jerry Lewis-Fanpage; siehe auch film.at, prisma.de

1952: Der Prügelknabe (The Stooge)
Dean Martin spielt einen Sänger in Music-Halls, der mit einer Ziehharmonika auftritt. Um seine Nummern attraktiver zu machen, mietet er sich einen trottelligen Typ (Jerry Lewis).
 
Quelle: Nicht mehr existente Jerry Lewis-Fanpage; siehe auch film.at
1952: Road to Bali (Der Weg nach Bali) – Cameo-Auftritt
1952: Schrecken der Division (Jumping Jacks)
Chick Allen (Jery Lewis) absolviert eine Ausbildung bei den Fallschirmspringern. Eines Tages bekommt er in der Kaserne Besuch von Hap Smith (Dean Martin), seinem früheren Tanz- und Gesangspartner, der bei der Musterung als untauglich zurückgestellt wurde. Chick überredet Hap, bei seiner neuen Show mitzumachen. General Timmons gefällt, was er sieht, doch Chick und seine Kumpane fürchten, dass sie geliefert sind, wenn herauskommt, dass Hap Zivilist ist. Kurzerhand wollen sie aus Chicks Freund einen Fallschirmspringer machen. Doch der ungeschickte Hap entwickelt sich bald zum Schrecken der Division…

Eine derbe Komödie mit einem Feuerwerk an schrägen Nummern, zumal sich hier die beiden langjährigen Partner Jerry Lewis und Dean Martin in bester Spiellaune präsentieren.
 
Quelle: Nicht mehr existente Jerry Lewis- Fanpage; siehe auch Wikipedia, prisma.de

1953: Der tollkühne Jockey (Money from Home)
Honey Talk Nelson hat beim Pferderennen ein Vermögen verloren. Dummerweise sind alle seine Schuldscheine bei Jumbo Schneider, dem König der Buchmacher, gelandet und mit dem ist nicht gut Kirschen essen. Schneider verlangt von Nelson, dafür zu sorgen, dass der Favorit des großen Rennens von Maryland, "My Sheba", verliert. Zusammen mit Virgil Yokum, seinem Cousin, macht sich Nelson auf den Weg nach Maryland. Dort lernt er die hübsche Phyllis Leigh kennen, der "My Sheba" gehört und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Virgil fühlt sich unterdessen zu der jungen Tierärztin Autumn Claypool hingezogen. Nelson weiß nicht mehr, was er tun soll. Führt er seinen Auftrag aus, schadet er nicht nur Phyllis, sondern auch Autumn, die ihr ganzes Geld auf den Sieg von "My Sheba" gesetzt hat. Widersetzt er sich Schneiders Befehlen, muss er um seine Gesundheit fürchten. Schließlich ringt er sich dazu durch, auf sein Herz zu hören. Als Jumbos Leute davon erfahren, kidnappen sie Bertie Searles, den Jockey, der "My Sheba" zum Sieg reiten sollte. Kurzentschlossen springt Virgil in die Bresche…

Ein Film des Duos Martin/Lewis mit viel Liebesschmalz und einer Menge meist abgegriffener Komik. Aber wer die Faxen und Fratzenschneidereien von Lewis mag, kommt auch hier auf seine Kosten. 
 
Quelle: Nicht mehr existente Jerry Lewis- Fanpage; s
iehe auch Wikipedia, prisma.de

1953: Starr vor Angst (Scared Stiff)
Zwei Nachtclubkomiker verstricken sich in kriminalistische Gruselabenteuer, als sie der Erbin eines Spukschlosses in der Karibik gegen ihre Hausgeister beistehen wollen. 
Überdrehte Horrorgroteske für ausgemachte Jerry-Lewis-Fans. Remake von "The Ghost Breakers" USA 1940, Regie: George Marshall, mit Bob Hope und Paulette Goddard.
 
Quelle: Filmlexikon von www.kabeleins.de; siehe auch prisma.de
1953: Der Tollpatsch (The Caddy)
Jerry Lewis und Dean Martin, zum Revue-Erfolgsduo aufgestiegen, präsentieren sich in Sketchen auf dem Golfplatz: Jerry, ein linkisch gehemmter, golfbegeisterter Möchtegernmeister, assistiert seinem Partner als Caddy beim Wettkampf. 
Überwiegend auf Lewis Pechvogelkomik beschränkte Groteske, mehr Klamauk als zündender Witz.
 
Quelle: Filmlexikon von www.kabeleins.de; siehe auch prisma.de
1954: Der sympathische Hochstapler1) / Patient mit Dachschaden (Living It Up) 1954: Der Zirkusclown (3 Ring Circus)
1955: Der Gangsterschreck (You're Never Too Young2)) 1955: Der Agentenschreck1) (Artists and Models)
1956: Alles um Anita (Hollywood or Bust2)) 1956: Wo Männer noch Männer sind (Pardners2))
1957: Der Regimentstrottel1) (The Sad Sack) 1957: Dümmer als die Polizei erlaubt (The Delicate Delinquent)
1958: Der Babysitter / Fünf auf einen Streich (Rock A Bye Baby) – auch Produzent
Clayton Poole könnte eigentlich mit seinem Leben zufrieden sein. Mit Leidenschaft repariert er die defekten Fernsehgeräte in seinem kleinen Heimatstädtchen, wenn auch nicht immer zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden. Und dann ist da seine brennende, aber unerwiderte Liebe zur attraktiven Carla, die dem Provinzleben allerdings eine Karriere in Hollywood vorzieht. Gerade als sie dort eine Rolle ergattert hat, stellt sie fest, dass sie schwanger ist. So muss Jugendfreund Clayton bald die Pflege für ein strammes Drillingspaket übernehmen …

Quelle: www.prisma.de
  
Aus diesem Film stammt der Song "Rock-A-Bye Your Baby With A Dixie Melody".
1958: Geisha Boy/Jerry außer Rand und Band (The Geisha Boy) – auch Produzent
Der drittklassige Zauberer Gilbert Wooley reist mit einer Künstlergruppe zur Truppenbetreuung nach Japan. Nachdem der Unglücksrabe bereits auf dem Flug für allerlei Aufregungen gesorgt hat, verbreitet er auch nach der Ankunft in Japan Chaos und Tumult. Doch so entsetzt die Offiziere der US-Army über den trotteligen Zauberer auch sein mögen, Gilbert hat schon bald einen echten Bewunderer: Den kleinen Waisenjungen Mitsuo, der bei seiner jungen Tante lebt, der hübschen Dolmetscherin Kimi. Golbert, Mitsuo und Kimi freunden sich schnell an, doch während der kleine Japaner dem tollpatschigen Magier gar nicht mehr von der Seite weichen will, verstehen dessen Vorgesetzte keinen Spaß: Gilbert wird nach Korea versetzt, um der in der vordersten Linie aufzutreten. Aber auch das geht nicht lange gut, denn die hungrigen Soldaten in den Gräben interessieren sich vor allem für Gilberts weißes Kaninchen. Schließlich wird der Magier wieder nach Amerika zurückgeschickt. Doch kurz vor der Landung entdeckt er im Flugzeug einen blinden Passagier – seinen kleinen Freund Mitsuo…
 
Quelle: Nicht mehr existente Jerry Lewis- Fanpage; siehe auch Wikipedia (englisch)
1959: Keiner verlässt das Schiff (Don't Give Up The Ship)
Militärgroteske, in der ein verschwundenes Kriegsschiff den Grimassenkomiker Jerry Lewis in mehr oder weniger erheiternde Verlegenheiten bringt.
 
Quelle: Filmlexikon
1960: Aschenblödel (Cinderfella) – auch Produzent
Nach dem Tod seines Vaters wird der liebenswerte Einfaltspinsel Fella von seiner boshaften Stiefmutter und deren hochnäsigem Sohn Rupert schikaniert: Er muss im Haus alle schmutzigen Arbeiten erledigen und wird permanent beschimpft. Als die Prinzessin Charmant eine Party gibt, um ihren Gemahl zu suchen, ist Fella dank einer männlichen Fee zur Stelle. Beim Ball wird er tatsächlich zum "Prince Charming" gekürt…

Jerry Lewis spielt in dieser amüsanten Umkehrung des Grimmschen Märchen "Aschenputtel" den Titel-Tölpel. Lewis selbst hat diese Märchengroteske produziert. So bleibt ihm hier reichlich Gelegenheit, mit viel Grimassen alle Register seines komödiantischen Könnens zu ziehen.
Quelle: www.prisma.de

Jerry Lewis hat in diesem umgestülpten Märchen reichlich Gelegenheit, seine Possen zu reißen, ehe er als "Aschenblödel" die schöne Prinzessin erobert – wenn auch nicht gerade im Sturm. Bei der Super-Party im Hause der Stiefmutter gibt ein anderer Star musikalisch den Ton an: Count Basie mit seinem Orchester.
 
Siehe auch Wikipedia

1960: Hallo Page! (The Bellboy) – auch Produzent und Regie
Der Page Stanley (Jerry Lewis) arbeitet in einem renommierten Luxushotel in Miami Beach. Stanley spricht nie ein Wort, und deswegen weiß niemand, was – und vor allem wie – er denkt. Stanley gibt stets sein Bestes, doch genau dies führt immer wieder zu chaotischen Missverständnissen. Weil er seine Aufgaben gerne wortwörtlich nimmt, gerät der beflissene Hoteldiener nicht selten in haarsträubende Auseinandersetzungen mit den Tücken der Technik und den Ansprüchen versnobter Gäste. Wer mit dem VW Käfer vorfährt, sollte diesen Pagen nicht dazu auffordern, den Kofferraum auszuräumen. Ansonsten kann es vorkommen, dass der Hotelgast den Motor seines Wagens selbst wieder einbauen muss. Vertritt Stanley den Empfangschef, so ist das Chaos mit den wild durcheinander klingelnden Telefonen vorprogrammiert. Und unter der dampfenden Bügelmaschine verwandelt sich die Hose eines ahnungslosen Hotelgastes in ein starres Brett…

"Hallo, Page" ist einer der originellsten Jerry-Lewis-Filme und zugleich das Regiedebüt des US-Starkomikers. Charly Chaplin zählte zu den Bewunderern dieses Films, in dem Lewis eine liebenswürdige Figur kreierte, deren anarchisches Potenzial die seelenlose Maschinerie eines Grandhotels vergnüglich durcheinander wirbelt. Der Film stützt sich weniger auf eine dramatisch zugespitzte Handlung als vielmehr auf die episodische Abfolge turbulenter Situationen und wahnwitziger Gags, die der auch für das Buch verantwortlich zeichnende Komiker sich selbst auf den Leib geschrieben hat. Berühmt geworden ist jene Nummer, in der Jerry Lewis ein unsichtbares Orchester dirigiert.

Quelle: www.prisma.de

1960: Jerry der Astronautenschreck (Visit to a Small Planet)
Utopische Komödie um den Besuch "Fliegender Untertassen" auf der Erde mit grellen Gags, amüsanten Tricksequenzen und Jerry Lewis als Außerirdischem.
 
Quelle: Filmlexikon von www.kabeleins.de
1961: Zu heiß gebadet / Ich bin noch zu haben (The Ladies Man) – auch Produzent, Regie, Drehbuch
Jerry Lewis als mehr oder minder komischer Hausdiener einer Damenpension in einem von ihm selbst produzierten und inszenierten Blödelfilm.
 
Quelle: Filmlexikon von www.kabeleins.de
1961: Der Bürotrottel (The Errand Boy) – auch Drehbuch, Regie
Für alle Jerry-Lewis-Fans ein echtes Schmankerl, gespickt mit klassischen Gags: Als Bürobote und Spitzel für die Bosse löst Trottel Morty S. Tashman eine Katastrophe nach der anderen im Filmstudio aus. Dort herrscht ohnehin schon Krisenstimmung. Grund: Die Höhe der Produktionskosten steht in keinem Verhältnis mehr zu den Einspielergebnissen. Jemand soll also den Teams auf die Finger schauen und jegliche Verschwendung sofort den Studiogewaltigen melden. Unglücklicherweise hat man dazu Morty ausgesucht…

Quelle: www.prisma.de

Der Film erzählt die groteske Geschichte eines kleinen Büroangestellten, der unfreiwillig zum Filmkomiker in Hollywood wird. Jerry Lewis zweite Regiearbeit (nach "Hallo, Page") verulkt ausgiebig den Betrieb der amerikanischen Traumfabrik und liefert zugleich eine eigenwillige Variation des "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Themas. (Quelle: Nicht mehr existente Jerry Lewis- Fanpage)
 
Siehe auch Wikipedia

1962: Geld spielt keine Rolle (It's Only Money)
Ein Radiomechaniker, der unbedingt Detektiv werden möchte, entpuppt sich als Nachkomme eines genialen Millionärs und entgeht vielfachen Anschlägen auf sein Leben. 
Groteske Komödie mit Jerry Lewis, inszeniert in der bekannt hektischen Machart.
 
Quelle: Filmlexikon von www.kabeleins.de
1963: Der verrückte Professor (The Nutty Professor) – auch Drehbuch, Regie
Die Geschichte des schüchternen, unauffälligen Chemieprofessors Julius S. Kelp, der sich mit Hilfe eines Extrakts in den von Frauen umschwärmten Muskelprotz Buddy Love – was für ein Name! – verwandeln kann, aber schließlich seinen Irrweg erkennt…

Eine wirklich köstliche und gelungene "Jekyll-&-Hyde"-Variante, die Jerry Lewis selbst entwickelte. Dies ist zweifellos einer der besten Filme von ihm, denn er zündet hier ein wahres Feuerwerk an Komik und Slapstick – achtet z. B. auf die brillante Schleich-Sequenz. Ein Lachmuskeln-Traktat, bei dem man hinterher nach Erholung lechzt, von wegen Zwerchfell-Muskelkater und so.

Quelle: www.prisma.de; siehe auch www.moviemaster.de, Wikipedia

1963: Der Ladenhüter (Who's Minding The Store?)
Barbara ist ein sehr reiches Mädchen, welches sich in den armen Norman Phiffier verliebt. Sie erzählt ihm nicht, wer sie in Wirklichkeit ist und will ihn heiraten, obwohl ihre Mutter dagegen ist, da sie eine bessere Partie für ihre Tochter bevorzugt. So heuert sie Norman als Verkäufer in einem ihrer Warenhäuser an und gibt ihm besonders schwierige und entwürdigende Arbeiten. Sie hofft, dass ihre Tochter dadurch die Achtung vor ihrem zukünftigen Ehemann verliert und Norman verlässt. Aber ihre Rechnung geht nicht auf…

Leroy Anderson komponierte für diesen Film das bekannte Stück "The Typewriter", wo Lewis eine Schreibmaschine als Musikinstrument benutzt.
 
Siehe auch Wikipedia, film.at

1964: Die Heulboje (The Patsy) – auch Drehbuch, Regie
Starkomiker Wally Brand ist mit dem Flugzeug abgestürzt und hat ein nun arbeitsloses Produzententeam hinterlassen. Caryl, Ellen, Chic, Harry und Morgan denken über einen möglichen Ersatz nach. In ihre Überlegungen platzt der Hotelpage Stanley Belt. Sein Versuch, ein paar Drinks zu servieren, eskaliert zur unfreiwilligen Komik. Sofort wird Stanley unter Vertrag genommen. Die Maschinerie kommt in Gang. Nach kurzem Besuch beim Schneider, beim Gesangs- und Tanzlehrer präsentieren die findigen Produzenten dem Fernsehen in Windeseile einen neuen Star. Alles scheint gut zu gehen, bis Stanley seinen ersten Live-Auftritt hoffnungslos in den Sand setzt. Er kann sich die einstudierten Witze nicht merken und wirkt auf der Bühne wie ein Häufchen Elend. Doch die gezielt in Umlauf gebrachten Gerüchte von einem genialen Komiker haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Obwohl Stanley eine Niete zu sein scheint, ist er in aller Munde…

Diese spaßige Persiflage auf die Abgebrühtheit der Unterhaltungsindustrie zeigt Starkomiker Jerry Lewis als Darsteller und Regisseur, der hier sozusagen Teile der eigenen Biografie verarbeitet hat. Denn Lewis debütierte wie sein alter ego Hotelpage Stanley Belt tatsächlich in der Ed-Sullivan-Show. Neben der sich selbst darstellenden Hollywood-Klatschkolumnistin Hedda Hopper ist hier Peter Lorre in seiner letzten Rolle zu sehen.
 
Quelle: www.prisma.de; siehe auch Wikipedia

1964: Der Tölpel vom Dienst (The Disorderly Orderly)
Ein tölpelhafter Krankenpfleger in einer kalifornischen Privatklinik für Gemütskranke hat es zumeist mit reichen, eingebildeten Kranken zu tun. 
Episodische Klamauk-Komödie um Jerry Lewis und seine Verrenkungs- und Grimassenkomik, angereichert mit den üblichen Personal- und Patienten-Karikaturen. Die faustdicken Blödeleien und die zahllosen Grotesksituationen verkommen oft zu billigem Krampf, während manche munteren Seitenhiebe auf hypochondrische Tricks und Verschrobenheiten ebenso amüsieren wie die luxuriöse Farbigkeit von Tashlins Inszenierungsstil.
 
Quelle: Filmlexikon von www.kabeleins.de; siehe auch Wikipedia
1965: Das Familienjuwel (The Family Jewels) – auch Produzent, Drehbuch, Regie
Als Donna sechs Jahre alt ist, verliert sie beide Eltern. Ihr Vater, ein reicher Industrieller, hat ein ungewöhnliches Testament hinterlassen: Donna kann sich unter seinen sechs Brüdern selber denjenigen aussuchen, bei dem sie fortan leben will. Dazu muss Donna ihre Onkel zunächst einmal kennenlernen. Chauffeur Willard, der sich rührend um das kleine Mädchen kümmert, begleitet sie auf ihrer Reise von Onkel zu Onkel. Bis Donna von einem der Brüder ihres Vaters entführt wird. Willard läuft zur Hochform auf, um das Mädchen zu befreien…

Ein witziger Filmspaß, den Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent in Hochform und in gleich sieben verschiedenen Rollen zeigt: Als Chauffeur Williard und als die sechs Onkel der kleinen Donna. Witziges am Rande: In einer der Anfangsszenen sitzt Lewis als Williard vor einem Plattenspieler und hört das Stück "This Diamond Ring". Der Song war der größte Hit von Lewis' Sohn Gary, der in den Sechzigerjahren mit der Rock-'n'-Roll-Band "Gary Lewis & The Playboys" Erfolge feierte.
 
Quelle: www.prisma.de; siehe auch Wikipedia

1965 Boeing Boeing
Filmadaption der erfolgreichen, gleichnamigen 1960 in Paris uraufgeführten Boulevardkomödie des französischen Schriftstellers Marc Camoletti.
 
Mehr bei Wikipedia
1966: Drei auf einer Couch1) (Three On A Couch) – auch Produzent, Regie
1966: Das Mondkalb1) (Way… Way Out)
1967: Der Spinner (Don't Raise The Bridge, Lower The River)
1967: Ein Froschmann an der Angel (The Big Mouth) – auch Produzent, Regie
Der harmlose Buchhalter Gerald Clamson wollte eigentlich nur angeln. Doch ehe er sich versieht, hat er einen Gangster am Haken, der kurz vor seinem Ableben noch ein millionenschweres Geheimnis preisgibt: Er verrät Gerald das Versteck einer Diamantenbeute. Gerald ist jetzt nicht nur gefährdeter Mitwisser, der Gnagster sieht ihm zu allem Überfluss auch noch ähnlich. Und so hat der bald zwei Gangsterbanden und die Polizei an den Fersen. Einziges Trostpflaster: die hübsche Suzie…

In dieser köstlichen Groteske entfaltet Komikerstar Jerry Lewis sein ganzes Können und strapaziert die Lachmuskeln seines Publikums bis zum letzten. Lewis, in den Fünfzigerahren in Frankreich zum "König der Verrücktheit" gekürt, übernahm in dem Film nicht nur die Produktionskosten, er war auch Autor, Hauptdarsteller und Regisseur.
 
Quelle: www.prisma.de

1969: Jerry, der Herzpatient (Hook, Line & Sinker) – auch Produzent
Ein ahnungsloser Familienvater wird von seiner Frau und dem Hausarzt für todkrank erklärt, dann wieder gesund- und schließlich "tot"-geschrieben, durchkreuzt aber das teuflische Spielchen mit ebenso makabren Mitteln.
Formal durchschnittliche Jerry-Lewis-Komödie, deren Grundidee weniger witzig als geschmacklos ist." 
 
Quelle: Filmlexikon
1970: Wo, bitte, geht's zur Front? (Which Way To The Front?) – auch Produzent, Regie
Der gelangweilte, wohlstandsmüde Milliardär Brendan Byers III möchte das Weltgeschehen während des Zweiten Weltkriegs auch an der Front bestimmen. Sein Problem: Er wurde ausgemustert. Doch Mr. Byers ist nicht der Mann, für den ein Nein eine Antwort ist. Und so tritt auf der Seite der Alliierten bald eine neue Macht in den Krieg ein: Mr. Byers hat kurz entschlossen eine Privatarmee auf die Beine gestellt, die sogar hinter die deutschen Linien gelangt, wo sie einen hohen Nazi-Offizier kidnappt…

Jerry Lewis, zugleich Produzent und Regisseur, spielt den reichsten Mann Amerikas. Diese nicht nur militärische sondern auch dramaturgische Strategie erlaubte Lewis, in die Rolle einer nationalsozialistischen Obrigkeit zu schlüpfen und sie mit komischen Effekten, nicht zuletzt seiner berühmten virtuosen Grimassentechnik, ins Lächerliche zu ziehen. "Which Way to the Front?" fällt in eine Dekade in Lewis' überaus umfangreichen Filmschaffen, in der er, der sich nun als "total filmmaker" verstand, sowohl Regisseur als auch Hauptdarsteller seiner Filme war.
  
Quelle: www.prisma.de

1972: The Day the Clown Cried  – auch Regie
(unvollendet, nie aufgeführt)
 
Jerry Lewis spielte die Titelrolle des abgehalfterten Clowns Helmut Dork und führte auch Regie. Er unternahm mit dieser ambitionierten Produktion einen "Versuch, 1972 mit einem sehr ernsthaften Stoff über das KZ-Dasein eines Clowns während des 2. Weltkriegs … als Regisseur zu reüssieren".1) Dieses filmische Experiment, "das einen gänzlich anderen, nachdenklichen und stillen Lewis präsentierte"1), schlug jedoch fehl.
 
Quelle: Wikipedia
 
1) Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films (Band 5, S. 19, Berlin 2001)
1980: Alles in Handarbeit (Hardly Working) – auch Regie
Der arbeitslose Clown Bo Hooper findet zwar ein Quartier bei seiner Schwester Claire, doch sein Versuch, auf dem "normalen" Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, endet regelmäßig im Chaos. Nach einigen weiteren Missgeschicken nutzt er seine letzte Chance. Bo wird ein musterhafter Postbote und verliebt sich in die reizende Millie, die Tochter seines Chefs. Doch eines Tages bricht wieder der Clown in ihm durch. Bo ergreift die Flucht nach vorne …

Jerry Lewis ist der Hauptdarsteller und Regisseur dieser Slapstick-Komödie über die Sehnsucht nach Freiheit und die Zwänge des Arbeitsmarktes. Doch von der Turbulenz älterer Lewis-Filme ist hier nicht viel geblieben. So ist dies ein durchschnittliches und somit eher enttäuschendes Werk des großen Komödianten. 
 
Quelle: www.prisma.de; siehe auch Wikipedia

1983: Slapstick1) (Slapstick Of Another Kind)
1983: King of Comedy (The King of Comedy)
Allabendlich präsentiert Star-Komiker Jerry Langford (Jerry Lewis) seine "Jerry Langford-Show". Wer bei ihm zum abendlichen Talk eingeladen ist, der hat es geschafft. Und es ist das ideale Sprungbrett für alle Nachwuchs-Comedians. Das denkt sich auch der schmierige Möchtegern-Entertainer Rupert Pupkin (Robert De Niro), der sich selbst für reif hält mit seinen lauen Witzchen die Unterhaltungswelt zu erobern. So lauert er eines Nachts Jerry nach der Show auf und will ihn von seinem Talent überzeugen. Der Talk-Master hört sich alles geduldig an und verweist Rupert dann an sein Büro.
Dort ruft der Nachwuchs-Star dann auch ständig an – handelt sich aber im Endeffekt eine Absage an. Damit möchte er sich jedoch auf keinen Fall zufrieden geben. Zu lange hat er zuhause bei Muttern vor dem Spiegel geübt.
Zusammen mit seiner Freundin Rita (Diahnne Abbott) rückt er ihm in seinem Landhaus auf die Pelle – und wird wieder rausgeschmissen; jetzt reicht es Rupert. Gemeinsam mit Freundin Masha (Sandra Bernhard) plant er, Jerry zu entführen und als Lösegeld einen Auftritt in der Show zu erzwingen…
 
Quelle: www.moviemaster.de 
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia
1983: Immer auf die Kleinen (Cracking Up) – auch Regie, Co-Drehbuch
Ein notorischer Pechvogel und Tolpatsch schildert nach missglückten Selbstmordversuchen einem Psychiater seine Misere, wodurch dieser selbst den Verstand verliert. 
Jerry-Lewis-Komödie, die neben wenigen gelungenen Szenen viel holprig inszenierten Klamauk bietet.
 
Quelle: Filmlexikon; siehe auch Wikipedia
1984: Jerry der Privatdetektiv (Par où t'es rentré? On t'a pas vu sorti)
Ein Privatdetektiv soll im Auftrag einer Frau, die sich scheiden lassen und ihren Liebhaber heiraten will, ihren Ehemann beschatten. Doch die beiden Männer freunden sich an, reisen zusammen nach Marokko und erleben dort haarsträubende Abenteuer. 
Dumme Komödie voller Klischees. Der Hauptdarsteller Jerry Lewis bietet nur noch einen matten Abglanz seines einstigen komödiantischen Talents.
 
Quelle: Filmlexikon
1984: Jerry, der total beknackte Cop (Retenez Moi... Ou Je Fais Un Malheur)
Läppische Kriminalgeschichte um eine internationale Gangsterbande, die das Umfeld einer gefeierten Operndiva für ihre Geschäfte mißbraucht. Jerry Lewis stolpert, eine Anthologie seiner Gags zum besten gebend, als Agent durch Straßburg. Ein peinlicher und langweiliger Abgesang auf einen großen Clown.
 
Quelle: Filmlexikon
1987: An einem Freitagabend / Mein Kind darf nicht sterben (Fight for Life)
Eine amerikanische Familie kämpft darum, ein noch nicht zugelassenes Medikament zur Behandlung ihrer an Epilepsie erkrankten Adoptivtochter anwenden zu dürfen. Nach vielen Rückschlägen entschließt sich der Vater, mit Hilfe der Presse für die Arznei zu kämpfen, bis er sie illegal, aber erfolgreich anwenden kann. Fürs Fernsehen aufbereitetes Sozio-Drama, das die Gefahren unausbalancierter Medikamente zugunsten eines vagen Erfolges verharmlost.
 
Quelle: Filmlexikon
1989: Cookie / Cookie – Die Tochter des Paten (Cookie)
Krimikomödie mit Peter Falk in der Hauptrolle
 
Informationen zum Film bei Wikipedia
1992: Der Letzte Komödiant (Mr. Saturday Night) – als er selbst
 
Informationen zum Film bei Filmlexikon
1993: Arizona Dream (Arizona Dream)
 
Informationen zum Film bei Wikipedia
1995: Funny Bones – Tödliche Scherze (Funny Bones)
 
Informationen zum Film bei Wikipedia
2013: Max Rose 
Der alternde Witwer Max Rose (Jerry Lewis) genießt seinen Lebensabend. Eines Tages kommen ihm aufgrund eines Zwischenfalls jedoch berechtigte Zweifel an seiner Ehe mit seiner verstorbenen Frau und er begibt sich auf eine Reise in seine Vergangenheit. Dort trifft der ehemalige Jazzpianist auf zahlreiche Persönlichkeiten einer längst vergangenen Ära und findet langsam heraus wer er eigentlich ist.
 
Quelle: www.filmstarts.de
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