Jack Nicholson (John Joseph Nicholson) wurde am 22. April 1937 in Neptune City (New Jersey) (nach anderen Quellen im New Yorker Stadtteil Manhattan) als unehelicher Sohn der 17-jährigen June Frances Nicholson (1918 – 1963) und eines (angeblich ständig betrunkenen) Dekorateurs bzw. Kleindarstellers geboren. Der Junge wuchs ohne Vater auf. Da seine Mutter June bei der Entbindung erst 17 Jahre alt ist, gab sich Jacks Großmutter Ethel an ihrer Stelle als seine Mutter aus, um dem Ansehen ihrer Tochter nicht zu schaden. June übernahm die Rolle der älteren Schwester. Erst 1974 erfuhr Nicholson durch einen TIME-Artikel die Wahrheit über seine Familie. Seinen Vater, den italienischstämmigen Schauspieler Don Furcillo (verstorben 1997) hat er nie gesehen. (Quelle: Wikipedia)
Nicholson besuchte die "Manasquan High School" in New Jersey, erwies sich dort als äußerst intelligenter Schüler, ging nach dem Abschluss nach Los Angeles und arbeitete zunächst bei "Metro Goldwyn Mayer" in der Zeichentrickabteilung als Botenjunge. Nach einigen belanglosen Jobs kam er bei einer Theatergruppe "The Payer's Ring" unter und nahm dann Schauspielunterricht bei Jeff Corey1), anschließend spielte er bis 1958 am Theater. 

Foto: Jack Nicholson anlässlich der Deutschlandpremiere
des Kinofilms "Das Beste kommt zum Schluss" (21.01.2008)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)

Jack Nicholson anlässlich der Deutschlandpremiere des Kinofilms "Das Beste kommt zum Schluss" (21.01.2008); Copyright Bodo Petermann, BP PHOTO
Roger Corman, Produzent und Regisseur von Billigfilmen, gab ihm 1958 die erste Rolle in dem Streifen "The Cry Baby Killer". Weitere Filme bei Corman folgten, wie die Horror-Komödie "Der Rabe – Duell der Zauberer"1) (1963, The Raven) oder der Horror-Streifen "The Terror – Schloss des Schreckens"1) (1963, The Terror). In den folgenden Jahren hielt sich Nicholson dann zunächst mit vielen sogenannten "B-Filmen" über Wasser.
Nach Produktionen wie den beiden von ihm mitproduzierten Western "Ritt im Wirbelwind"2) (1965, Ride in the Whirlwind) – hier hatte er zudem das Drehbuch abgeliefert – und "Das Schießen"1) (1967, The Shooting) kam dann 1969 kam der Durchbruch zum vielgefragten Leinwanddarsteller. Für die eindrucksvolle Darstellung des desillusionierten, versoffenen und schließlich heimtückisch von Normalbürgern erschlagenen Südstaaten-Anwalts George Hanson in Dennis Hoppers Kultfilm " Easy Rider"1) erhielt Nicholson seine erste "Oscar"-Nominierung. Von da ab war er ein hochdotierter Star und zeigte sich in den unterschiedlichsten Rollen als eines der herausragendsten Talente Hollywoods. Nicholson drehte Filme wie die Charakterstudie "Ein Mann sucht sich selbst" (1970, Five Easy Pieces) und heimste seine zweite "Oscar"-Nominierung ein, in dem Melodram "Der König von Marvin Gardens"2) (1971, The King of Marvin Gardens) beeindruckte er ebenso wie mit der Figur des hartgesottenen Soldaten Billy "Bad Ass" Buddusky in der Tragikkomödie "Das letzte Kommando"2) (1973, The Last Detail), welche ihm 1974 eine weitere "Oscar"-Nominierung einbrachte sowie eine "Goldene Palme"1) als "Bester Schauspieler" bei den Filmfestspielen in Cannes.

Im gleichen Jahr, nach den Dreharbeiten zu dem Detektivthriller "Chinatown"2) (1974), sagte Regisseur Roman Polański1) über ihn: "Er ist so gut, weil es ihm völlig egal ist, wie er in einer Rolle aussieht". In "Chinatown" verkörperte Nicholson Jack J. Gittes, einen miesen kleinen Schnüffler, der ohne sein Zutun in eine finstere Sache gerät: Bei Recherchen wird er mit einem Mord konfrontiert: je tiefer er in die verwirrende Geschichte eindringt, um so ungemütlicher wird es für ihn und den Zuschauer. Polanski erzählt die Detektivgeschichte im klassischen Stil mit sozialen und romantischen Komponenten.
Ein Jahr später machte Nicholsons mit einer weiteren Glanzleistung auf sich aufmerksam: Für seine herausragendes Spiel als Insasse und rebellischer Patient einer Nervenklinik in dem 1975 von Milos Forman gedrehten, mehrfach preisgekrönten Film "Einer flog über das Kuckucksnest"2) (One Flew Over the Cuckoo's Nest) konnte Nicholson endlich den begehrten "Oscar" als "Bester Hauptdarsteller" nach Hause tragen.
  

Einer flog über das Kuckucksnest
Originaltitel USA: One Flew Over The Cuckoo's Nest
Genre: Drama
USA, 1975
Regie: Miloš Forman
Drehbuch: Bo Goldman, Lawrence Hauben
Musik: Jack Nitzsche
Kamera: Haskell Wexler
Darsteller:
Jack Nicholson: Randall Patrick McMurphy, Louise Fletcher: Mildred Ratched,
Brad Dourif: Billy Bibbit, Danny DeVito: Martini,
Christopher Lloyd: Taber, Vincent Schiavelli: Fredrickson,
Will Sampson: "Häuptling" Chief Bromden, William Redfield: Harding
Dean R. Brooks: Dr. Spivey, Scatman Crothers: Orderly Turkle,
Lan Fendors: Schwester Itsu, Sydney Lassick: Charly Cheswick,
Josip Elic: Bancini, Nathan George: Washington,
und andere
(Die Links führen zu Wikipedia)
Der mehrfach preisgekrönte Film über die Insassen einer psychiatrischen Anstalt basiert auf dem gleichnamigen Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Ken Kesey (1935 – 2001) bzw. dem darauf beruhenden Theaterstück von Dale Wasserman (1917 – 2008).
Kurzinhalt:
Randel Patrick McMurphy (Jack Nicholson) ist ein krimineller gesellschaftlicher Außenseiter,  Mitte dreißig, ehemaliger Korea-Kämpfer, wegen Ungehorsam aus der Armee entlassen. Verbotenes Glücksspiel, Verführung Minderjähriger, Körperverletzung – die Liste seiner Taten ist lang und diesmal muss er mit einer Gefängnisstrafe rechnen.
Er wird dann auch wegen Schlägereien, Notzucht und Trunksucht in eine Strafanstalt eingeliefert. Von dort aus lässt er sich mit einem Trick zur Beobachtung in eine psychiatrische Anstalt überweisen.
In die graue Welt einer anonymen Heilanstalt wird McMurphy eines Tages eingeliefert. Er findet dort ein unmenschliches System vor, das seine hilf- und willenlosen Patienten in "Chronische" (schwere Fälle) und "Akute" (leichte Fälle) aufteilt. Obwohl McMurphy geistig völlig gesund ist, wird auch er dort wie ein Irrer behandelt. In der Nervenklinik stehen die Patienten unter der Aufsicht von Oberschwester Mildred Ratched (Louise Fletcher), die sie weniger als Menschen als eher als "Arbeitsobjekte" betrachtet. Die despotische Oberschwester unterdrückt mit einer Schar brutaler Wärter jede individualistische Regung.
Der Zustand der Kranken wird mit pharmazeutischen Mitteln oder Elektroschock-Therapie "behandelt" und dadurch noch weiter verschlechtert. In diesem System muss McMurphy wie ein Katalysator wirken…
Er stellt das System der Irrenanstalt in Frage und wiegelt die Insassen auf. Er sorgt für Heiterkeit, organisiert einen Bootsausflug und Spieleabende – sehr zum Unwillen der Oberschwester. Auf brutale Weise wird nun McMurphy selbst den Zwängen und Verhaltensmustern der Klinik "angepasst".
Dass McMurphy letztendlich den aussichtslosen Kampf gegen seine Widersacherin bzw. gegen die Institution Heilanstalt verliert, ist folgerichtig und konsequent inszeniert. 

Die zweite Regie-Arbeit des gebürtigen Tschechen Milos Forman ist ein bissiger Rundumschlag gegen Bevormundung und gesellschaftlichen Druck. Der Film wurde ein Riesenerfolg, vor allem wegen Jack Nicholson, der sich in seiner Rolle nach Herzenslust ausleben konnte. Regisseur Forman brachte das Kunststück fertig, dafür die fünf wichtigsten Oscars zu gewinnen. Es hatte lange gedauert, bis sich jemand an das angeblich im Drogenrausch verfasste und 1962 herausgegebene Meisterwerk Ken Keseys herantraute. Jack Nicholson wird für die Verkörperung des Strafgefangener Frank McMurphy noch heute die Rolle seines Lebens attestiert. Wie schrieb die Presse: "Ein Film, bei dem niemand weiß, ob lachen, weinen oder beides tun soll."

Lexikon des internationalen Films
Eine unterhaltsame Tragikomödie, überzeugend in der Schauspielerführung und Milieuzeichnung, zugleich aber fragwürdig in der eher oberflächlichen, auf Lach- und Schockeffekte spekulierenden Schilderung des "Irrsinns".

  
Oscar 1976 für
"Einer flog über das Kuckucksnest": Bester Film
Miloš Forman: Beste Regie
Lawrence Hauben, Bo Goldman: Beste Drehbuch-Adaption
Jack Nicholson: Bester Hauptdarsteller
Louise Fletcher: Beste Hauptdarstellerin

Oscar-Nominierung 1976 für
Haskell Wexler, Bill Butler (Kamera)
Jack Nitzsche (Musik)
Brad Dourif (Nebendarsteller)
Richard Chew, Lynzee Klingman, Sheldon Kahn (Schnitt)
 
Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon; siehe auch Wikipedia, www.filmzentrale.com, www.prisma.de
  
1976 war Jack Nicholson dann der ebenbürtige Gegner von Marlon Brando in dem Spätwestern "Duell am Missouri"2) (The Missouri Breaks), seinem besten Western neben "Der Galgenstrick"1) (1978, Goin' South), in dem der Schauspieler auch selbst Regie führte.
Ende der 1970er, Anfang der 1880er Jahren drehte der wandlungsfähige Mime mit dem "Killerlächeln", so einmal das "Time-Magazin", einen Hit nach dem anderen: In Stanley Kubricks Stephen-King-Verfilmung "Shining"2) (1979) erschreckte er als wahnsinnig gewordener Familienvater, als er mit der Axt auf seine Ehefrau losging. In Bob Rafelsons Thriller "Wenn der Postmann zweimal klingelt"2) (1980, The Postman Always Rings Twice), nach dem Krimi-Klassiker von James M. Cain, verführte er als vagabundierender Arbeiter Frank Chambers Filmpartnerin Jessica Lange in der Küche.
  
Wenn der Postmann zweimal klingelt
Originaltitel USA: The Postman Always Rings Twice
Genre: Thriller
USA 1980
Regie: Bob Rafelson
Drehbuch: David Mamet
nach einem Roman von
James M. Cain  
Musik: Michael Small
Kamera: Sven Nykvist
Darsteller:
Jack Nicholson: Frank Chambers, Jessica Lange: Cora Papadakis,
John Colicos: Nick Papadakis, Michael Lerner: Mr. Katz,
John P. Ryan: Kennedy, Anjelica Huston: Madge,
und andere

(Die Links führen zu Wikipedia)

Kurzinhalt:
Der vagabundierende Arbeiter Frank Chambers (Jack Nicholson) treibt sich während der großen Depression durch das Land findet einen Job an einer Tankstelle, die von Nick (John Colicos) betrieben wird. Frank beginnt mit dessen junger Ehefrau Cora (Jessica Lange) eine intensive Liebesbeziehung; Cora, die unglücklich mit dem Tankstellenbesitzer verheiratet ist, und Frank versinken im Rausch ihrer Leidenschaft und schmieden einen mörderischen Plan.
Nach einiger Zeit beschließen sie, sich des Ehemanns zu entledigen, doch der Plan misslingt und Nick überlebt, nur kann er sich nicht mehr erinnern, wer ihm so übel mitgespielt hat. Später starten Frank und Cora einen zweiten Versuch und inszenieren einen Autounfall, wobei Nick tatsächlich stirbt. Leider nimmt man dem Pärchen die Unfall-Story nicht ab, ganz besonders, da sich plötzlich herausstellt, dass der Tote eine hohe Lebensversicherung hatte. Das ist allerdings nur der Anfang vom Ende; nach vollbrachter Tat beginnt der Weg in die Selbstzerstörung…

Im Gegensatz zu der Visconti-Fassung "Besessenheit" aus dem Jahre 1942 arbeitete Rafelson mit recht plakativer Erotik. Unvergessen wohl die Szene, in der Jack Nicholson Jessica Lange auf dem Küchentisch nimmt.
Jack Nicholson konnte hier wieder mal als lebende Zeitbombe brillieren und auch Jessica Lange war mehr als bemerkenswert. Alles in allem ein Liebesdrama der etwas anderen Art.

Den melodramatischen Kriminalfilm drehte Regisseur Bob Rafelson nach dem Script von David Mamet ("Haus der Spiele", "Glengarry Glen Ross"), der wiederum einen Roman von James M. Cain adaptierte. Der Film zeigt mit Hilfe sorgfältiger Milieuzeichnung und mit wohldosierten sozialkritischen Akzenten ein Bild Amerikas, das in der Depressionszeit von Gewalt und Hoffnungslosigkeit bestimmt ist.

Quelle: www.prisma.de; siehe auch Wikipedia

  
Jack Nicholson bei den Filmfestspielen von Cannes 2002; Quelle: Wikimedia Commons; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Einen weiteren "Oscar" für die "Beste Nebenrolle" erhielt Nicholson 1983 als kauzig-balzender Liebhaber von Shirley MacLaine in James L. Brooks' Melodram "Zeit der Zärtlichkeit"1) (Terms of Endearment), zu seinen herausragenden Rollen gehörte auch sein Auftritt als Killer Charley Partanna und Partner von Kathleen Turner in John Hustons Mafia-Komödie "Die Ehre der Prizzis"2) (1985, Prizzi's Honor). Nach der Komödie "Sodbrennen"1) (1986, Heartburn) mit Filmpartnerin Meryl Streep waren beide ein Jahr später als Pennerpaar in dem Drama "Wolfsmilch"1) (1987, Ironweed) erneut auf der Leinwand zu bewundern. Am diabolischsten aber erlebten die Kinogänger den Vollblutschauspieler 1986 als teuflischen Daryl Van Horne in George Millers schwarzen Komödie "Die Hexen von Eastwick"1) (The Witches Of Eastwick) nach dem gleichnamigen Roman von John Updike. Herrlich auch seine Figur des "Joker", dem teuflischen Widersacher des smarten "Batman"2) in dem 1989 von Tim Burton gedrehten gleichnamigen Leinwandspaß. Der Streifen brach alle Kassenrekorde, wohl auch nicht zuletzt wegen des brillanten Spiels von Jack Nicholson.
 
Foto: Jack Nicholson bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2002
Quelle: Wikimedia Commons;
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Lizenz zur Veröffentlichung siehe hier
Die beginnenden 1990er Jahre waren geprägt von erfolgreichen Kinoproduktionen wie der Komödie "Man Trouble – Auf den Hund gekommen"2) (1991), dem Gerichtsdrama "Eine Frage der Ehre"2) (1992, A Few Good Men, mit Tom Cruise), der Filmbiografie über den mächtigen Gewerkschaftsboss "Jimmy Hoffa"2) (1992) oder dem Fantasythriller "Wolf – Das Tier im Manne"2) (1993, Wolf). 1995 erlebte man ihn in dem Familiendrama "Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße"2) als Freddy Gale, der versessen den Unfalltod seiner Tochter rächen will. Es folgte Bob Rafelsons Streifen "Blood & Wine – Ein tödlicher Cocktail"2) (1996), eine Mischung aus Thriller und schwarzem Familiendrama, sowie Robert Harlings Melodram "Jahre der Zärtlichkeit"2) (1996, The Evening Star), der Fortsetzung des Anfang der 1980er gedrehten Films "Zeit der Zärtlichkeit". Tim Burtons hochkarätig besetzte, fast schon absurde Sciencefiction-Satire "Mars Attacks!"2) (1996) zeigte Jack Nicholson herrlich in einer Doppelrolle, als US-Präsident James Dale und schmierigen Immobilienhai Art Land, in James L. Brooks' Komödie "Besser geht's nicht"2) (1997, As Good as It Gets) zog er dann als exzentrischer Schriftsteller und Menschenfeind Melvin Udall einmal mehr alle Register seines komödiantischen Talents und erhielt für seine schauspielerische Leistung einen "Golden Globe".
Danach wurde es zunächst etwas ruhiger um den charismatischen Darsteller, erst 2001 sah man ihn wieder in Sean Penns Drama "Das Versprechen"2) (The Pledge) als Detektiv Jerry Black; die Geschichte entstand nach dem mehrfach verfilmten gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt (u. a. 1958: "Es geschah am hellichten Tag"1) mit Heinz Rühmann, Michel Simon und Gert Fröbe). Seine brillant gespielte Hauptrolle des desillusionierten Ex-Versicherungsvertreters Warren Schmidt in Alexander Paynes Tragikkomödie "About Schmidt"2) (2002) brachte Nicholson einen erneuten "Golden Globe" sowie die "Oscar"-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" ein.
Anschließend folgte die heitere Geschichte "Die Wutprobe"2) (2003, Anger Management) mit Nicholson als etwas irrem Psychologen Dr. Buddy Rydell, der eigentlich selbst auf die Couch gehört. Im gleichen Jahr mimte er den Musikmanager Harry Langer in der heiter-turbulenten Romanze "Was das Herz begehrt"2) (2003, Something's Gotta Give) an der Seite einer herausragenden Diane Keaton. Zu Nicholsons jüngeren Kinoproduktionen gehört Martin Scorseses Thriller "Departed – Unter Feinden"2) (2006), dem Remake von "Internal Affairs – Trau' ihm, er ist ein Cop"1) aus dem Jahre 1990 mit Richard Gere; der Film ging Anfang Dezember 2006 in Deutschland an den Kinostart. An der Seite von Leonardo DiCaprio und Matt Damon agiert der Hollywoodstar hier als fieser Gangsterboss Frank Costello. Danach stand Nicholson unter der Regie von Rob Reiner mit Morgan Freeman für das amüsante Roadmovie "Das Beste kommt zum Schluss2)" (2007, The Bucket List) vor der Kamera.

Foto: Diane Keaton1) und Jack Nicholson während der Berlinale 2004
bzw. der Vorstellung des Films "Was das Herz begehrt"
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)

Diane Keaton und Jack Nicholson während der Berlinale 2004
Nach längerer Pause drehte Nicholson in jüngerer Zeit die humorvolle Romanze "Woher weißt du, dass es Liebe ist"1) (2010, How Do You Know) an der Seite von Reese Witherspoon, Paul Rudd und Owen Wilson. In der von Regisseur und Drehbuchautor James L. Brooks inszenierten Komödie mimt der Hollywood-Veteran den Filmvater von Reese Witherspoon; Kinostart in Deutschland war der 20. Januar 2011. 
Neben seinen erfolgreichen Kinofilmen trat Nicholson vor allem in seinen Anfängen als Schauspieler immer wieder auch vor die TV-Kamera, agierte in Serien und populären Fernsehshows. Darüber hinaus machte er sich in den 1960ern einen Namen als Drehbuchautor, so schrieb er unter anderem die Storys für das Filmabenteuer "Flight to Fury" (1964) und den Western "Ritt im Wirbelwind" (1965, Ride in the Whirlwind). Als Regisseur zeichnete er neben dem erwähnten humorvollen Western "Der Galgenstrick" (1978, Goin' South) auch verantwortlich für den Krimi "Die Spur führt zurück – The two Jakes"1) (1990, The Two Jakes), wo er gemeinsam mit Harvey Keitel einen der Protagonisten spielte.
In den letzten Jahren bzw. seinem letzten Kinofilm hat sich Nicholson fast vollsäändig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und stand auch nicht mehr vor der Kamera. In den Medien wird als Grund dafür genannt, der Star solle angeblich an Alzheimer erkrankt sein → www.gala.de.
 
Elf Mal wurde Jack Nicholson bisher für einen "Oscar" nominiert, drei Mal konnte er als "Bester Hauptdarsteller" in " Einer flog über das Kuckucksnest", dann als " Bester Nebendarsteller" in "Zeit der Zärtlichkeit" und 1998 erneut als "Bester Hauptdarsteller" in "Besser geht's nicht" die begehrte Trophäe entgegennehmen. 1994 wurde Jack Nicholson vom American Film Institute als 22. Preisträger mit dem " Lifetime Achievement Award" für sein Lebenswerk geehrt → Liste der Auszeichnungen bei Wikipedia. Der vielleicht erfolgreichste und bestverdienende Schauspieler der 1980er Jahre sagte einmal über sich: "Ich könnte heutzutage eine taubstumme Greisin spielen, die zwei Kinostunden lang in einer dunklen Ecke sitzt, und jedes Hollywood-Studio würde sich glücklich schätzen, diesen Film finanzieren zu dürfen".
Nicholson, der am 22. April 2012 seinen 75. Geburtstag feierte, gehört zu jener Generation charismatischer Schauspieler wie Robert De Niro oder Dennis Hopper, die mit eigenwilligen Interpretationen ungewöhnlicher Charaktere Karriere machten. Nicholson bevorzugt meist solche "Typen, deren Normalität in Extremsituationen zerbricht.

"Weltweit kennen die Menschen sein typisches Lächeln. Nur seine nächste Umgebung weiß aber, dass er das Haus nie ohne seine Zigarren verlässt, dass er nie mit einem Aufzug fährt und dass er eine panische Angst vor dem Tod hat." (Quelle: Österreichische Fanpage)

Jack Nicholson war seit 1962 in erster Ehe mit Schauspielerkollegin Sandra Knight verheiratet; trotz der 1963 geborenen gemeinsamen Tochter Jennifer wurde die Verbindung bereits wenige Jahre später am 8. August 1968 geschieden. Langjährige Lebensgefährtin war Anjelica Huston1), Tochter des berühmten Regisseurs John Huston1) (1906 – 1987), die sich Ende der 1990er Jahre von Nicholson trennte, nachdem dessen Verhältnis mit der Kellnerin Rebecca Broussard bekannt wurde. Aus dieser Verbindung stammt die 1990 geborene Tochter Lorraine, zwei Jahre später erblickte Sohn Raymond das Licht der Welt. Von 1999 bis 2001 lebte Nicholson mit der Schauspielerin Lara Flynn Boyle1) zusammen. 2006 ging durch die Gazetten, dass der Schauspieler Vater der 1981 geborenen Honey Hollman sei, die aus Nicholsons Affäre mit dem Dänischen Supermodel Winnie Hollman stammen soll. 

Vereinzelte Textbausteine des Kurzportraits von
www.prisma.de und Dirk Jasper FilmstarLexikon

Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de sowie
den Artikel zum 75. Geburtstag (2012) bei www.stern.de
Link:  1) Wikipedia, 2) prisma.de Stand August 2015
Lizenz Foto Jack Nicholson (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. 
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