Ray Milland wurde am 3. Januar 1907 als Alfred Reginald Jones in Cymla Mountain (Neath1)) an der Westküste von Wales1) als Sohn des Bauingenieurs Alfred Jones und dessen Ehefrau Elizabeth Truscott geboren. Er hatte drei Schwestern, seine Eltern trennten sich, als er noch ein Kind war und er wuchs abwechselnd bei seinem Vater, seiner Mutter und anderen Verwandten auf. Nach der Wiederverheiratung seiner Mutter nahm er mit dem Namen seines Stiefvaters Mullane an. 
Wikipedia führt aus: "Als Jugendlicher verdiente er sich in den Sommermonaten mit Gelegenheitsarbeit als Knecht, Arbeiter in einem Stahlwerk oder als Schiffsjunge seinen Lebensunterhalt. Ein Architekturstudium an der "University of Wales"1) in Cardiff1) brach er nach einem Jahr ab, um im Büro eines Stahlwerks zu arbeiten. Unzufrieden über seine Berufsaussichten trat er 1925 oder 1926 der "Household Cavalry"1) bei und war in London stationiert, wo er das Partyleben genoss. Zwar gewann er die Militärmeisterschaften im Pistolen- und Gewehrschießen, sah aber nie eine berufliche Zukunft bei der britischen Gardekavallerie. Durch die Bekanntschaft mit der US-amerikanischen Schauspielerin Estelle Brody (1900 – 1995) wandte er sich dem Film zu und nahm einen Künstlernamen an."
Er erhielt erste kleine Rollen an Provinzbühnen und gab 1928 sein Leinwanddebüt mit einem winzigen Part in E. A. Duponts1) ganz auf Olga Tschechowa zugeschnittenen Stummfilm "
Moulin Rouge"1). Seit der ersten größeren Rolle ein Jahr später in "The Flying Scotsman" (1929, "Der Schottland-Express") nannte er sich "Raymond Milland", diesen Künstlernamen adaptierte er von einer Ebene nahe seines Geburtsortes, welche "mill lands" hieß. Jetzt war auch Hollywood auf den Nachwuchsschauspieler aufmerksam geworden und er erhielt von "Metro-Goldwyn-Mayer"1) (MGM) einen Vertrag. Von 1930 bis 1932 war er in einigen Streifen als Nebendarsteller beschäftigt, entschied sich dann für eine kurze Rückkehr in seine Heimat, wo er als Jockey bei Hindernisrennen arbeitete.

Ray Milland, aufgenommen 1973 in seinem Garten in Beverly Hills (Kalifornien)
Urheber: Allan Warren1) (www.allanwarren.com);  Lizenz: CC BY-SA 3.0;
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Ray Milland, aufgenommen 1973 in seinem Garten in Beverly Hills (Kalifornien);  Quelle: commons.wikimedia.org; Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
1933 ging er dann endgültig in die USA zurück und blieb fast 20 Jahre bei "Paramount Pictures"1) unter Vertrag. Er diente sich von Kleinstrollen bis zum kompetenten Darsteller empor, bestach durch lockere Nonchalance, beredten Charme und ironisch-arrogantes Selbstbewusstsein. Milland arbeitete mit allen Spitzenregisseuren der "Paramount" zusammen und avancierte rasch zum Hauptdarsteller, vor allem in leichten romantischen Komödien, wie unter der Regie von Billy Wilder1) als Partner von Ginger Rogers in "Der Major und das Mädchen"1) (1942, "The Major and the Minor"). Aber auch in Horror- und Abenteuerfilmen – beispielsweise neben John Wayne in dem Abenteuer "Piraten im karibischen Meer"1) (1942, "Reap the Wild Wind") – sowie Musicals spielte er seine Rollen überzeugend. Sehenswert ist auch der von Fritz Lang1) in Szene gesetzte Spionagefilm  Ministerium der Angst"1)  (1944, "Ministry Of Fear") nach dem Roman von Graham Greene1), wo er den aus der Nervenheilanstalt entlassene Stephen Neale mimte, der in einen Ring von Nazi-Spionen geriet.
Besonders in den Filmen von Mitchell Leisen1) und John Farrow1) realisierte er einen eigenen "Milland"-Stil, wie beispielsweise in Leisens Komödie "Mein Leben in Luxus"1) (1937, "Easy Living"), wo er den Millionärssohn und "Nichtsnutz" John Ball Jr. an der Seite von Jean Arthur1) spielte. Diesen ihm eigenen Stil wahrte er auch in dem Kostümstreifen "Eine Lady mit Vergangenheit"1) (1945, "Kitty)"), hier sah man ihn als verarmten, adligen Lebemann Sir Hugh Marcy, der die Taschendiebin Kitty (Paulette Goddard) zur Dame der Gesellschaft erzieht. 1949 trat Milland in John Farrows Film Noir "Agent aus der Hölle"2) ("Alias Nick Beal") als die geheimnisvolle und diabolische Nick Beal in Erscheinung, für seine bestürzenden Studie des erfolglosem Schriftstellers und Langzeit-Alkoholikers Don Birnam an der Seite von Jane Wyman in dem von Billy Wilder gedrehten Drama "Das verlorene Wochenende"1) (1945, "The Lost Weekend") nach dem Roman (dt. Titel: "Fünf Tage") von Charles R. Jackson1) erhielt Milland auch internationale Anerkennung und wurde für seine Leistung am 7. März 1946 mit einem "Oscar"1) als "Bester Hauptdarsteller"1) ausgezeichnet. Zuvor hatte er bereits 1945 einen "National Board of Review Award"1) erhalten, weitere Preise 1946 waren der "Golden Globe Award"1) als "Bester Hauptdarsteller"1), der "Darstellerpreis" beim "Internationalen Filmfestival von Cannes"1) und der "New York Film Critics Circle Award"1) als "Bester Hauptdarsteller"1).
  
Mit zunehmendem Alter wechselte der Schauspieler in das Rollenfach des eher finsteren, undurchsichtigen Mannes mit Geheimnis, wie in dem meisterlichen Hitchcock-Thriller "Bei Anruf Mord"1) (1954, "Dial M for Murder"). Hier war Milland grandios der eiskalt kalkulierende, ehemaligen Tennisspieler Tony Wendice, der einen alten Schulkameraden (Robert Cummings1)) erpresst, die eigene Ehefrau (Grace Kelly) zu ermorden. Seinen stechenden Blick setzte Milland wirkungsvoll als "Der Mann mit den Röntgenaugen"1) in dem gleichnamigen Sciencefiction-Streifen (1963, "X – The Man with the X-Ray Eyes") ein. Millands faszinierende Ausstrahlung veranlasste auch Regisseur Roger Corman1), ihn in seinem Horrorstreifen "Lebendig begraben"1) (1962, "The Premature Burial") nach der Kurzgeschichte "Das vorzeitige Begräbnis"1) von Edgar Allan Poe1) als den vermögenden, unter Taphephobie1) leidenden Guy Carrell, Ehemann von Emily Gault (Hazel Court1)), zu besetzen.
In den 1950er und 1960er Jahren versuchte sich Milland zudem als Regisseur und Produzent, spannende Regiearbeiten mit sich in der Hauptrolle waren der Western "Ein Mann allein"3) (1955, "A Man Alone") und ein Jahr später der Krimi "Geheimzentrale Lissabon"4) (1956, "Lisbon") mit Maureen O'Hara als .Partnerin. Weiterhin setzte er den Spionagestreifen "Safeknacker Nr. 1"4) (1958, "The Safecracker"), den Science-Fiction-Film "Panik im Jahre Null"1) (1962, "Panic in Year Zero!") und das Drama "Hostile Witness – Im Netz gefangen"5) (1968, "Hostile Witness") in Szene.
Daneben war Milland im Fernsehen 1954/55 als "Professor Ray McNutly" in der Serie "The Ray Milland Show" zu sehen und 1959/60 in der Serie "Stunde der Entscheidung"5) ("Markham"), wo er den wohlhabend, eleganten Anwalt Ray Markham spielte, der sich als Privatdetektiv niederlässt. Ende der 1960er Jahre schwenkte Milland auf Hauptrollen in Billig-Produktionen um und stand auf diese Weise neben weiteren TV-Arbeiten bis Ende der 1970er Jahre regelmäßig vor der Kamera. Seine Charakterrolle als Oliver Barrett III., vermögender, steif-konservativer Vater von Oliver Barrett (Ryan O'Neal), in den Melodramen "Love Story"1) (1970) und der Fortsetzung "Oliver's Story"4) (1978) nach dem Roman von Erich Segal1) oder seine Mitwirkung als Firmen-Anwalt Fleishacker in Elia Kazans1) Porträt "Der Letzte Tycoon"1) (1976, "The Last Tycoon") nach dem gleichnamigen Roman1) von F. Scott Fitzgerald1) und dem Drehbuch von Harold Pinter1) mit Robert De Niro1) in der Titelrolle blieben vielbeachtete Ausnahmen. Erwähnenswert ist auch seine Mitwirkung in der TV-Serie "Reich und Arm"1) (1976/77, "Rich Man, Poor Man") nach dem Roman "Aller Reichtum dieser Welt" (Originaltitel: "Rich Man, Poor Man") von Irwin Shaw1). Hier spielte er den Kaufhaus-Besitzers Duncan Calderwood und erhielt für seine Darstellung eine "Emmy"1)-Nominierung in der Kategorie "Bester Nebendarsteller – Dramaserie", unterlag jedoch Anthony Zerbe1) als Lieutanant Trench in der Krimiserie "Harry O"1).
Die Liste der Produktionen, in denen der Schauspiel-Veteran mitgespielte, scheint endlos, die "Internet Movie Database" weist mehr als 170 Produktionen aus. Milland war fast 60 Jahre auf der Leinwand und im Fernsehen präsent und man hat ihn auch heute noch als verbindlichen britischen Gentleman in Erinnerung. Einige seiner Filme wie etwa die Horrorstreifen "Frogs – Killer aus dem Sumpf"1) (1972, "Frogs") oder "Das Ding mit den 2 Köpfen"1) (1972, "The Thing with Two Heads") waren weniger bemerkenswert, aber immer bemühte er sich, dass das Publikum auch diesen Produktionen durch seine Darstellung eine interessante Seite abgewinnen konnte. Einen seiner letzte Auftritte hatte er in "Hydra – Die Ausgeburt der Hölle"4) (1985, "Serpiente de mar") des spanischen Horrorfilm-Spezialisten Amando de Ossorio1) → Übersicht Kinofilme (Auszug).
 
Ray Milland starb am 10. März 1986 kurz nach seinem 79. Geburtstag im kalifornischen Torrance1) an den Folgen seiner Lungenkrebs-Erkrankung. Die Asche seiner sterblichen Überreste wurde am Redondo Beach1) verstreut.
Aus der Ehe mit seiner ehemaligen Studienkollegin Muriel Frances Weber, die er am 30. September 1932 geheiratet hatte und mit der er bis zu seinem Tod zusammen blieb, ging der 1940 geborene Sohn Daniel David hervor, der sich im März 1981 im Alter von 41 Jahren das Leben nahm; außerdem adoptierte das Paar Tochter Victoria Francesca (geb. 1941).
Seine Autobiografie veröffentlichte Milland, der in den 1940er Jahren in den USA eingebürgert wurde, bereits 1974 unter dem Titel "Wide-eyed in Babylon".
Ein am 8. Februar 1960 eingelassener "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) erinnert bei der Adresse 1621 Vine Street an den Briten, der in Hollywood Karriere machte.
Textbausteine des Kurzportraits von prisma.de
Siehe auch Wikipedia, zauberspiegel-online.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) der-film-noir.de, 3)  wunschliste.de, 4) filmdienst.de, 5) fernsehserien.de
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Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie Wikipedia (englisch)
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