Ben Kingsley 01 Ben Kingsley wurde am 31. Dezember 1943 als Krishna Pandit Bhanji in Scarborough (Yorkshire, Großbritannien) geboren. Der Sohn des in Kenia geborenen Arztes Rahimtulla Harji Bhanji (1914 – 1968) mit indischen Wurzeln und des russisch-jüdischen Mannequins Anna Lyna Mary (1914 – 2010) musste von klein auf erleben musste, was es heißt, einer Minderheit anzugehören. Aufgewachsen in Pendlebury nahe Manchester besuchte er die "Manchester Grammar School" und entschied sich im Alter von 19 Jahren für die Schauspielerei. Er begann bei einer Amateurbühne, den "Salford Players" in Manchester, gab sich den Künstlernamen "Ben Kingsley", da er glaubte, nur Erfolg haben zu können, wenn er einen englischen klingenden Namen habe. Er adaptierte diesen Namen von seinem Großvater, der als Plantagenbesitzer und Exporteur von Kleidungsstücken den Spitznamen "Clothe King" trug. Eine Zeit lang tingelte er durch die Provinz, ging dann 1966 nach London, gab dort im Stück "A Smashing Day" sein Bühnendebüt und gehörte ab 1967 zum Ensemble der "Royal Shakespeare Company", obwohl er keine Schauspielausbildung vorweisen konnte.
  
  
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Kingsley brillierte vor allem in Klassiker-Rollen: Fünfzehn Jahre lang stand er in Shakespeare-Stücken wie "Der Widerspenstigen Zähmung", "Wie es euch gefällt" oder "Hamlet" auf der Bühne, doch zu wahrem Star-Ruhm gelangte er in dieser Zeit nicht.
Ab 1972 übernahm Kingsley einzelne kleinere Aufgaben in britischen Filmproduktionen, stand das erste Mal nicht sehr erfolgreich in Michael Tuchners Thriller "Fear is the Key" (Angst ist der Schlüssel) vor der Filmkamera und trat in Folge häufig im Fernsehen auf. Mit seiner erste Hauptrolle auf der Leinwand, dem Titelpart des indischen Pazifisten und Staatsgründers Mahatma Gandhi1) in Richard Attenboroughs Meisterwerk "Gandhi" (1982) kam der Durchbruch: Der inzwischen 37-jährige Schauspieler erhielt 1982 für seine Leistung den Preis der Britischen Filmakademie sowie einen "Oscar", wurde international bekannt und über Nacht zum Star. Als Vorbereitung auf die Rolle des indischen Politikers magerte der Mime um zehn Kilo ab und studierte alle nur verfügbaren Bücher über den Verfechter des gewaltlosen Widerstandes. Der Erfolg war überwältigend: Das Dreistunden-Werk erhielt insgesamt acht "Oscars".

Foto: Ben Kingsley am 14.02.1983 anlässlich der Pressevorführung von "Gandhi"
mit dem Regisseur Richard Attenborough 
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Ben Kingsley und Richard Attenbborough
 
Gandhi
Großbritannien/USA/Indien 1982
Genre: Drama/Filmbiographie
Regie und Produktion: Richard Attenborough
Drehbuch: John Briley
Musik: Ravi Shankar, George Fenton (auch Dirigent, Orchestrator)
Ausstattung: Stuart Craig, Bob Laing, Michael Seirton
Kostüme: John Mullo, Bhanu Athaiya 
Kamera: Ronnie Taylor, Billy Williams
Schnitt: John Bloom
Darsteller:
Ben Kingsley: Mahatma Gandhi, Candice Bergen: Fotoreporterin Margaret Bourke-White,
Edward Fox: General Dyer, John Gielgud: Lord Irvin,
Trevor Howard: Richter Broomfield, John Mills: Vizekönig,
Richard Griffiths: Collins, Richard Vernon: Sir Edward Gait,
Ian Charleson: Charlie Andrews, Martin Sheen: Vince Walker,
Günther Maria Halmer: Hermann Kallenbach, deutscher Architekt und Weggefährte Ghandis
 Athol Fugard: Jan Christiaan Smuts, südafrikanischer Staatsmann und Philosoph
Amrish Puri: Khan, Roshan Seth: Jawaharlal Nehru,
Ian Bannen: Polizeikommandant, und andere
(Die Links führen zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)
  
Thema dieser monumentalen Filmbiografie ist das Leben und Wirken von Mahatma Ghandi, der am 2. Oktober 1869 in Porbandar auf der Halbinsel Kathiawar geboren wurde und am 30. Januar 1948 einem Attentat zum Opfer fiel.
Die Geschichte des indischen Freiheitskämpfers, der zunächst 1893 als Rechtsanwalt nach Südafrika ging und in den 20er Jahren dort durch einige gewaltlose Aktionen auf sich aufmerksam machte, versucht, 1915 in seine Heimat Indien zurück gekehrt, dort mit gewaltlosem Widerstand die Engländer aus seinem Land zu vertreiben. Er wird sehr schnell zur Galionsfigur für die Unterdrückten und Geschundenen. Unter hohem persönlichem Engagement schafft er es über Jahre, den Menschen ihre Würde zurückzugeben und bereitet sorgsam den Weg in die Unabhängigkeit. Mehr als 30 mühsame Jahre vergehen, bis sein Traum wahr wird und Indien am 15. August 1947 die Unabhängigkeit erhält.

Aber zuvor ist eine Teilung des Landes verfügt worden: Von jetzt an existiert auch ein Pakistan für den moslemischen Teil der Bevölkerung. Gandhi sieht in dieser Teilung "eine politische Gefahr und geistige Tragödie". Am 30. Januar 1948 geht Mahatma Gandhi, gestützt auf zwei Begleiterinnen, in den Garten des Birla-Hauses in Neu-Delhi. Fünfhundert Menschen haben sich zum Gebet mit ihm versammelt. Gandhi sagt die ersten Worte des Gebetes. Da tritt der hinduistische Fanatiker Nathuram Vinayak Godsen an ihn heran, verbeugt sich vor Mahatma und tötet ihn. Ein Tag später wird die Leiche Mahatma Gandhi im Jamana-Fluß auf ein Floß gelegt und verbrannt.

Regisseur Sir Richard Attenborough gelang mit seiner Biografie ein Meisterwerk, das trotz der enormen Länge nie langweilig wurde. 22 Millionen Dollar kostete dieses eindrucksvoll inszenierte Historiengemälde, die sich aber durch den großen Publikumserfolg und acht Oscars mehr als bezahlt machten. Kenntnisreich und in atemberaubenden Bildern erzählt Attenborough die Geschichte Mahatmas.
Besonders bemerkenswert ist die schauspielerische Leistung Ben Kingsleys als Gandhi, der die Intensität seiner historischen Figur perfekt widerspiegelte. Kingsley gehörte seitdem zur ersten Riege der Schauspielerzunft.
 
Zwanzig Jahre bereitete Attenborough die Verfilmung vor und schlug während der Zeit 40 Rollen und zwölf Regieangebote aus. Zweimal stand er während des Drehs kurz vor dem Bankrott und musste deshalb Teile seines Privatvermögens opfern. Gedreht wurde überwiegend an Originalschauplätzen. Für die Begräbnisszene wurden alleine 98.000 bezahlte Komparsen und 200.000 Freiwillige engagiert. Die Sequenz wurde damit zur größten Menschenansammlung in der Geschichte des Films.

Oscar 1983 für
"Gandhi": Bester Film
Richard Attenborough: Beste Regie
Ben Kingsley: Bester Hauptdarsteller
John Briley: Bestes Originaldrehbuch
Stuart Craig, Bob Laing, Michael Seirton: Bestes Szenenbild
Billy Williams, Ronnie Taylor: Beste Kamera
John Mullo, Bhanu Athaiya: Bestes Kostümdesign
John Bloom: Bester Schnitt
Oscar-Nominierung 1983 für
Tom Smith (Make-Up)
Ravi Shankar, George Fenton (Musik)
Gerry Humphreys, Robin O'Donoghue, Jonathan Bates, Simon Kaye (Ton)

  

Lexikon des internationalen Films:
Monumentale historische Filmbiografie über Mahatma Gandhi (Bild links), die seinen Lebensweg in den wichtigsten Stationen in episch ruhiger Erzählweise und mit sorgfältiger historischer Rekonstruktion des Lokalkolorits detailgetreu aufbereitet. Vor allem dank der herausragenden darstellerischen Leistung Ben Kingsleys gelingt es dem Film, etwas von der Ausstrahlung Gandhis und seiner Ideale der Gewaltlosigkeit, der Würde des Menschen und des Friedens auf Erden zu vermitteln. Neben der visuellen Gestaltung macht auch die humanistische Weltsicht den Film zu einem Erlebnis.

Quelle: www.prisma.de und Dirk Jasper FilmLexikon; siehe auch Wikipedia
  
Seit "Gandhi" bewies Kingsley in zahlreichen, höchst unterschiedlichen Filmen beiderseits des Atlantiks sein Talent als Charakterdarsteller. Auch mit der Bühnenkarriere des Schauspielers ging es weiter steil aufwärts. Das Einpersonenstück "Kean", von Kingsleys zweiter Ehefrau Alison Sutcliffe in Szene gesetzt, wurde 1983 in England und den USA eine sensationeller Erfolg.

Kingsley war und ist in seiner Rollenauswahl für Kino- und Fernsehproduktionen ausgesprochen wählerisch und nimmt nur qualitativ außergewöhnliche Herausforderungen an. Immer auf der Suche nach dem menschlichen Aspekt entwickelte der sympathische Schauspieler im Laufe der Jahre auf der Leinwand eine besondere Vorliebe für historische Persönlichkeiten wie 1988 in dem TV-Film "Lenin: The Train"1) (Der Zug), wo er den kommunistischen Arbeiterführer Lenin1) verkörperte. In Thom Eberhardts köstlichen Kriminalkomödie "Without a Clue"1) (Genie und Schnauze) war er an der Seite seines englischen Kollegen Michael Caine im gleichen Jahr als Dr. Watson der eigentliche Erfinder des Sherlock Holmes. In der TV-Produktion "Murders Among Us: The Simon Wiesenthal Story"1) (1988, Recht nicht Rache) spielte er wiederum beeindruckend die Hauptrolle des Nazijägers und wurde von Presse und Publikum hoch gelobt. Für sein glänzendes Porträt des Meyer Lansk in Barry Levisons Gangsterfilm "Bugsy"1), der Lebensgeschichte des Mafioso Bugsy Siegel1) (gespielt von Warren Beatty), wurde er 1991 für einen "Oscar" als "Bester Nebendarsteller" nominiert.

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Ben Kingsley 02
Mit Robert Redford drehte er den Thriller "Sneakers"1) (1992, Sneakers – Die Lautlosen), erlangte dann erneut weltweite Beachtung mit zwei weiteren außergewöhnlichen Filmen: Als eher ängstlicher amerikanischer Vizepräsident Gary Nance in Ivan Reitmanns Komödie "Dave"1)  und als gewissenhafter jüdischer Buchhalter Itzhak Stern in Steven Spielbergs preisgekröntem Drama "Schindler's List"1) (Schindlers Liste), der authentische Geschichte des Nazi-Mitglieds und Kriegsgewinnlers Oskar Schindler1) (1908 – 1974), der das Leben von mehr als 1.100 Juden während des Holocaust rettete, stützte Kingsley 1993 mit solider Darstellungskunst die eigentlichen Stars dieser Filme. Nach dem Schach-Drama "Searching for Bobby Fischer" (Das Königsspiel) folgte Roman Polanskis brutales Psychodrama "Death and the Maiden"1)  (1994, Der Tod und das Mädchen). Als Gegenspieler von Sigourney Weaver gab Kingsley überzeugend den zwielichtigen Dr. Miranda, der als angeblich einstiger Folterer von einem ehemaligen Opfer gepeinigt wird und erhielt glänzende Kritiken. Die Figur eines Regierungsbeamten in dem Science-Fiction Thriller "Species"1) (1995) sowie die Hauptrolle in dem Agententhriller "The Assignment"1) (1997, The Assignment – Der Auftrag) waren weitere Kino-Highlights mit Ben Kingsley.
Im Jahre 2000 zeigte er sich in "Sexy Beast"1), einem tiefschwarzen Krimifilm, und gestaltete nach Meinung der Kritiker seine beste Rolle seit "Gandhi": Er verkörpert einen Mann, vor dem alle zittern. Als Don Logan platzt er in eine Idylle von Gangster-Rentnern und ihrer Ehefrauen, die an der Costa del Sol die Früchte ihres kriminellen Tuns genießen wollen. Ausgerechnet der Mann, der in den Meisterwerken "Gandhi" und "Schindlers Liste" als sensibler Menschenfreund überzeugte, mutierte hier zu einem unberechenbaren Monstrum – eine Bestie, die kalt, gewalttätig und sexy ist. Für sein angsteinflößendes Spiel wurde der britische Schauspieler mit einer Oscar-Nominierung und dem Europäischen Filmpreis belohnt (…) Ein britischer Gangsterfilm, der keine Wünsche offen lässt. Anfangs wirkt alles noch wie eine schwarze Komödie, bis Ben Kingsley wie ein Felsbrocken ins Geschehen rollt. Ein erbarmungsloser Zweikampf mit messerscharfen Dialogen und einer stetig steigenden Anspannung entzündet sich auf der Leinwand. Dabei kommt selbst der Zuschauer ins Schwitzen und möchte sich vor der Bestie Ben Kingsley nur noch verstecken. (Quelle: www.bz-berlin.de)
Eine erneute "Oscar"-Nominierung erhielt der Schauspieler für seine Rolle des Exil-Iraners Massoud Amir Behrani in Vadim Perelmans Erstlingswerk "House of Sand and Fog"1) (2003, Haus aus Sand und Nebel), einer Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von André Dubus III, der den Konflikt zwischen einem iranischen Einwanderer und einer gestrandeten Bürgerin (Jennifer Connelly) in den USA thematisiert. Bösewichte bzw. zwielichtige Gestalten mimte Kingsley in dem Science-Fiction-Abenteuer "Thunderbirds"1) (2004) und dem Thriller "Suspect Zero"1) (2004, Suspect Zero – Im Auge des Mörders) um dann mit einer weiteren Paraderolle auf der Leinwand zu erscheinen.
Sir Ben Kingsley anlässlich der Veranstaltung "Cinema For Peace 2009"; Copyright Christian Behring In Roman Polanskis Neuverfilmung des Charles Dickens-Romans "Oliver Twist"1) (2005, Oliver Twist2) ) mimte er eindrucksvoll, unter der Maske kaum erkennbar, neben dem zehnjährigen Protagonisten Barney Clark1) den bösen Bandenführer Fagin. Zu seinen jüngeren Arbeiten vor der Kamera zählen der Thriller "Lucky Number Slevin"1) (2006) mit der Figur eines Rabbi sowie das historische Action-Abenteuer "The Last Legion"1) (2007, Die letzte Legion), wo er den weisen Schamanen Ambrosinus mimte.
  
 
Foto: Sir Ben Kingsley anlässlich der Veranstaltung "Cinema For Peace 2009"
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Den spannenden Krimi "Transsiberian"1) (Weltpremiere: 18. Januar 2008) von Regisseur Brad Anderson hatte er gerade abgedreht, ebenso wie die Satire "War Inc. – Sie bestellen Krieg: Wir liefern"1) (War, Inc., Weltpremiere: 28. April 2008) mit John Cusack als Partner sowie das Liebes-Drama mit dem Titel "Elegy"1) (2007, Elegy oder die Kunst zu Lieben2)), wo er neben Penélope Cruz die Hauptrolle des alternden Kulturkritikers David Kepesh spielt; die Weltpremiere fand am 7. Februar 2008 anlässlich der "58. Internationalen Filmfestspiele" in Berlin statt. Danach entstand Jonathan Levines Komödie "The Wackness – Verrückt sein ist relativ"1) (2008, The Wackness) mit Kingsley als verwirrtem Psychiater Dr. Squires sowie die eher zu vernachlässigende Filmkomödie "The Love Guru"1) (2008, Der Love Guru), die am 2. Oktober 2008 in den deutschen Kinos an den Start ging. In dem Krimi-Drama "Der Spitzel – 50 Dead Men Walking"1) (2008, Fifty Dead Men Walking), mit dem Regisseur Kari Skogland die jüngere irische Bürgerkriegsgeschichte thematisiert, zeigt sich Ben Kingsley neben Hauptdarsteller Jim Sturgess als Kleinganove McGartland, der von den Briten als Spitzel angeworben wird, als dessen Verbindungsoffizier. Eine weitere aktuellere Arbeit ist Leena Yadavs Bollywood-Thriller "Teen Patti" (2010), eine packende Story über Habsucht, Täuschungen, Fantasie und mathematische Wahrscheinlichkeiten, in dem Kingsley den weltbesten Mathematiker Perci Trachtenberg mimt. "Teen Patti" ist übrigens der Name für eine Poker-Varinate, der Streifen kam Anfang Mai 2010 in die Kinos. Deutschlandweiter Start für Martin Scorsese Psycho-Thriller "Shutter Island"1) war der 4. März 2010, an der Seite von Leonardo DiCaprio ist Kingsley hier als Dr. John Cawley zu sehen. Die Dreharbeiten zu der Videospielverfilmung "Prince of Persia: The Sands of Time"1) (Prince of Persia: Der Sand der Zeit) begannen bereits im Juli 2008, hier hatte Kingsley für Regisseur Mike Newell die Rolle des adligen Bösewichts Nizam übernommen; Kinostart war der 28. Mai 2010. In dem von Martin Scorsese inszenierten Kinofilm "Hugo Cabret"1) (Hugo) nach dem gleichnamigen Jugendbuch-Bestseller von Brian Selznick fand Kingsley an der Seite von Protagonist Asa Butterfield mit der Figur des Papa Georges1) ebenfalls Beachtung, deutschlandweiter Kinostart war der 9. Februar 2012. Danach sah man den Mimen in der Komödie "Der Diktator"1) (2012) sowie in dem Action- bzw. Science-Fiction-Streifen "Iron Man 3"1), der bei uns am 1. Mai 2013 in die Kinos kam. Seit 25. Dezember 2013 konnten sich die Kinogänger Philipp Stölzls Literaturadaption "Der Medicus"1) nach dem historischen Roman "The Physician"1) des US-amerikanischen Schriftstellers Noah Gordon anschauen. Kingsley überzeugt hier als das berühmte persische Genie Ibn Sina1), an dessen Universität der angehende Mediziner Rob Cole (Tom Payne1)) studiert.
Auch im Jahre 2014 gelangten eine Reihe Produktionen, in denen Kingsley mitwirkte, in die Kinos. Unter anderem lieh er dem verschlagenen Archibald Snatcher in dem Animationsfilm "The Boxtrolls"2) (Die Boxtrolls) seine Stimme, tauchte in Ridley Scotts monumentalem, opulent ausgestattetem Bibel-Epos "Exodus: Gods and Kings"1) (Exodus: Götter und Könige) als Sklavenältester Nun auf, der Moses (Christian Bale1)) seine Bestimmung vorhersagt; in Deutschland startete das Spektakel am 25. Dezember 2014. Zuvor war bei uns am 18. Dezember 2014 mit "Night at the Museum: Secret of the Tomb"1) (Nachts im Museum: Das geheimnisvolle Grabmal) das dritte "Museum"-Abenteuer angelaufen, in dem Kingsley in die Maske eines ägyptischen Pharao schlüpfte, seit 30. Januar 2015 ist der Psychothriller "Stonehearst Asylum" (Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen) direkt auf DVD und Blu-ray erhältlich. In dieser Story, basierend auf der Kurzgeschichte "The System of Doctor Tarr and Professor Fether" von Edgar Allan Poe, agiert er als Dr. Silas Lamb, Leiter einer abgelegenen Nervenheilanstalt. In dem seit 26. März 2015 in Deutschland im Handel erhältlichen Fantasy-Abenteuer bzw. der Direct-to-DVD-Produktion "Dragonheart 3: The Sorcerer's Curse" (Dragonheart 3: Der Fluch Des Druiden) ist er im Original die Stimme des mächtigen Drachen Drago. Als Starttermin für den Thriller "Self/Less" (Self/Less – Der Fremde in mir) mit Kingsley als milliardenschwerem Industriellen Damian Hale wird der 25. August 2015 genannt → www.filmstarts.de. Ebenfalls im August (06.08.2015) kam in Deutschland die Komödie "Learning to Drive"2) (Learning to Drive – Fahrstunden fürs Leben) der katalanischen Regisseurin Isabel Coixet in die Kinos. Erzählt wird die Geschichte der gerade von ihrem Mann verlassenen emanzipierten New Yorker Schriftstellerin Wendy (Patricia Clarkson), die Fahrstunden bei dem gestrengen, aber sanftmütigen indischen Taxifahrer Darwan (Ben Kingsley) nimmt, um mobiler zu sein → www.filmstarts.de
. Der Film "Learning to Drive" nun lebt in großem Maße vom famosen Zusammenspiel der beiden Darsteller. Wie sich Wendy, die so smarte wie verzweifelte New Yorker Intellektuelle und Darwan, der gläubige, aus Indien kommende Taxifahrer allmählich füreinander zu interessieren beginnen, das wird von Clarkson und Kingsley glaubwürdig und auch lustig auf die Leinwand gebracht. notierte www.stern.de.
Auf dem Bildschirm verlieh der charismatische Schauspieler ebenfalls vielen Figuren eindrucksvolle Präsenz, aus der Vielzahl seiner TV-Arbeiten und hochkarätigen Rollen ist beispielsweise die Figur des "Moses" (1995, Die Bibel – Moses1)) und die des "Potifars" (1995 in "Joseph"1)) in Roger Youngs Bibel-Verfilmung zu nennen sowie der "Porfiry" in Joseph Sargents Dostojewski-Adaption "Crime and Punishment" (1998, Schuld und Sühne). In "Anne Frank: The Whole Story"1) (2001, Anne Frank), den Robert Dornhelm nach der Biografie "Das Mädchen Anne Frank" von Melissa Müller in Szene gesetzt hatte, verkörperte er den Vater Otto Frank und wurde für seine Leistung mit einer "Emmy"-Nominierung belohnt. Darüber hinaus verfügt Kingsley über eine sehr angenehme Stimme, so dass er oft auch als Erzähler gefragt ist. Er war unter anderem in den Originalfassungen von "Liberation" (1994), "A Force More Powerful", "Peace Is Every Step" (beide 1999) und "A.I. – Künstliche Intelligenz"1) (2001) zu hören.
Ben Kingsley genießt den Ruf, einer der anerkanntesten und vielseitigsten Schauspieler im derzeitigen Filmgeschäft zu sein. 1998 wurde er zum Jury-Präsidenten der "Berlinale" gewählt; dies galt als eine Hommage an einen Mann, der sich auch als Gründungsmitglied der " European Film Academy" wie kaum ein anderer um den europäischen Film verdient gemacht hat. Im Jahre 2001 erhielt er von Queen Elizabeth II den Ritterschlag ("Knight Bachelor"1)) und darf den Titel "Sir" tragen; seitdem besteht er darauf, mit seinem britischen Adelstitel abgesprochen zu werden → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Moritz Schell zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Moritz Schell (www.moritzschell.com)
© Moritz Schell

Ben Kingsley 03
Von 1966 bis 1972 war Sir Ben Kingsley mit der britischen Schauspielerin Angela Morant3) verheiratet; aus der Ehe stammen die Kinder Thomas und Jasmine. 1978 heiratete er die Theaterregisseurin Alison Sutcliffe3), trotz der beiden gemeinsamen Söhne Edmund (geb. 1982) und Ferdinand3) (geb. 1988) endete die Beziehung 1992 vor dem Scheidungsrichter. Einige Jahre lebte der Schauspieler mit Alexandra Christmann, einer wesentlich jüngeren Berlinerin mit eher vager Berufsbezeichnung "ehemalige Werbekauffrau" zusammen. Das Paar zog 2002 auf Kingsleys Landgut bei Oxford; dass zwei Kinder des Oscar-Gewinners älter seien als sie selbst, fand Christmann in einigen Interviews "unerheblich". Im Oktober 2003 fand die Hochzeit statt, die Scheidung erfolgte im November 2005. Ehefrau Nummer 4 wurde die rund 30 Jahre jüngere brasilianische Schauspielerin Daniela Lavender3), die Hochzeitszeremonie fand am 3. September 2007 in Kingsleys Herrenhaus in North Leigh (Oxfordshire) statt.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de und www.djfl.de  
Link: 1) Wikipedia (deutsch),  2) prisma.de, 3) Wikipedia (englisch) Stand August 2015
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de)
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