| Arno Assmann |
| Arno Assmann wurde am 30. Juli 1908 als Sohn eines Prokuristen in
Breslau geboren. Nach dem Besuch der dortigen Realschule entschied er sich,
Schauspieler zu werden, wurde jedoch aufgrund seines Alters sowie seines
jugendlichen Aussehens zunächst nicht am Theater aufgenommen. Assmann, der
unter anderem Geige und Bratsche spielte, begann nun zunächst ein Musikstudium und
trat nebenher zeitweise in einer Kaffeehauskapelle auf. Nach drei
Jahren Studium machte er einen erneuten Anlauf, bewarb sich beim Theater in
Frankfurt und erhielt ein Engagement, obwohl er keine Schauspielausbildung
nachweisen konnte. Weitere Stationen seiner Bühnelaufbahn wurden dann Görlitz, Lübeck, Kiel und Wiesbaden
und in den 1930er Jahren war er Mitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses,
wo er als Charakterdarsteller, aber auch mit komischen Rollen Erfolge
feierte. Nach Ende des 2. Weltkrieges ging Arno Assmann nach Hamburg, stand dort auf verschiedenen Theaterbühnen und wirkte beim Rundfunk in in Hörspielen und Operettensendungen mit.
In Hamburg begann auch seine Filmkarriere, 1948 übertrug ihm Helmut Käutner
die Rolle des Dr. Lutz (Lucifer) in "Der Apfel ist ab" und in den
nächsten drei Jahren folgten Rollen in Filmen wie "Der Ruf" (1949),
"Hafenmelodie" (1949) oder "Die Freunde meiner Frau" (1949).
In "Gabriela" agierte er 1950 neben Zarah Leander als skrupelloser
Revuedirektor oder war 1951 als Tobias Schramm in "Weh dem, der
liebt" zu sehen. Ab Mitte der 1950er Jahre übernahm Assmann nur noch in
wenigen Kinoproduktionen Aufgaben, 1962 sah man ihn als Kommissar Friedrich
in dem Rühmann-Streifen "Max,
der Taschendieb"1) auf der Leinwand und letztmalig 1972 als
Chefredakteur Herford in
der Simmel-Adaption "Der Stoff, aus dem die Träume sind"1).
Vielmehr zeigte er sich im Fernsehen vermehrt in einer
Reihe von Literaturverfilmungen wie 1971 als fanatischer,
von Pflichterfüllung getriebener Jens Jepsen in dem Zweiteiler "Die
Deutschstunde"1) nach Siegfried Lenz, 1973 als
Lokalredakteur Hermann Stuff in der mehrteiligen Fallada-Verfilmung "Bauern, Bonzen und Bomben"2), 1975 als Major a. D. Dubslav von Stechlin
in "Der Stechlin"2)
nach Theodor Fontane oder 1979 als alter Baron Joachim von Quindt in "Jauche und Levkojen"2),
dem ersten Teil der "Poenichen"-Trilogie von Christiane Brückner,
welche das Schicksal der pommerschen Gutsbesitzerfamilie von
Quindt in der Zeit von 1918 bis 1945 beschreibt. In Erinnerung
ist Assmann auch mit der Rolle des schurkischen Dr. Downward in dem
Straßenfeger "Der
rote Schal"1) (1973) nach dem Krimi von Wilkie Collins
geblieben, noch kurz vor
seinem Tod spielte er neben Agnes Fink eine erschütternde Rolle in dem Stück
"Altmodische Komödie" (1979), von Franz Josef Wild nach einem
Theaterstück des russischen Autors Alexej Arbusow verfilmt. |
| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz |
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Siehe auch Wikipedia;
Fotos bei film.virtual-history.com Filmografie bei der Internet Movie Database |
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