Hermann Beyer wurde am 30. Mai 1943 als Sohn eines kaufmännischen Angestellten und einer Verkäuferin in Altenburg (Thüringen) geboren. Der Bruder des Filmregisseurs Frank Beyer1) (1932 – 2006) ließ sich an der renommierten staatlichen Schauspielschule "Ernst Busch"1) in Berlin ausbilden, ein erstes Theaterengagement führt ihn an das Berliner "Maxim Gorki-Theater"1), wo er mit der Hauptrolle in "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin"1) von Peter Hacks sein Bühnendebüt gab. 1969 wechselte er an das "Hans-Otto-Theater"1) in Potsdam, spielte dort bis 1971 unter der Intendanz von Peter Kupke1) prägnante Figuren wie beispielsweise die Titelrolle in Goethes Drama "Egmont" oder den Kriegsheimkehrer Beckmann in "Draußen vor der Tür"1) von Wolfgang Borchert. 1972 wechselte er zur Berliner "Volksbühne"1), wo er bis 1980 Erfolge feierte. Für drei Jahre band er sich dann nicht mehr fest an ein Haus, war danach zwischen 1983 und 1999 festes Mitglied des von Bertolt Brecht und dessen Frau Helene Weigel gegründeten "Berliner Ensemble"1). "Beyer gehörte als Schauspieler zu den Stützen des "Berliner Ensembles" und ist einer der profiliertesten Interpreten der Texte von Heiner Müller1)." notiert das "Henschel Theaterlexikon"*).
Seit 1999 arbeitet Beyer wieder als freischaffender Schauspieler, brillierte unter anderem auch in Chemnitz, Weimar und Hamburg. An den "Münchner Kammerspielen" war er beispielsweise zur Spielzeit 2003/2004 in Lars-Ole Walburgs Inszenierung von "Antigone"1) nach Sophokles zu sehen.
 
In den letzten Jahren erlebt man den Vollblutschauspieler unter anderem im "Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin" in Anton Tschechows Drama "Die Möwe"1) , hier brillierte er mit der Rolle des Landarztes und einstigen "Frauenhelds" Jewgeni Sergejewitsch Dorn. Das nebenstehende Foto, welches mir freundlicherweise vom Staatstheater Schwerin zur Verfügung gestellt wurde, zeigt Hermann Beyer zusammen mit Ute Kämpfer*), welche die Rolle der Polina Andrejewna spielte, die seit Jahren für Dorn schwärmt. 
Zwischen 2008 und 2011 wirkte Beyer als Gast an der Berliner "Volksbühne".
 
*) Link: www.theater-schwerin.de
Im folgenden eine Auswahl der Rollen, mit denen Hermann Beyer vor allem in Bühnenwerken der Moderne im Verlauf der Jahrzehnte an den verschiedenen Bühnen Publikum und Kritiker zu überzeugen wusste (Link: Wikipedia):

Aktuell kann man Hermann Beyer seit der Premiere (21. Oktober 2016) am Theater in Konstanz in dem Zweipersonenstück "Schwarz ohne Zucker" als Partner von Irma Münch1) erleben → www.theaterkonstanz.de. Am 6. März 2015 hatte das von Kirsten Stina Michelsdatter eigens für Münch und Beyer geschriebene Stück am Dresdner "Societaetstheater"1) in einer Inszenierung von Andreas Pirl seine Uraufführung erlebt. Bereits eine Spielzeit zuvor begeisterte das Schauspielerpaar das Konstanzer Publikum in "Treffen am Nachmittag" (Premiere 16.10.2015) nach dem ursprünglich als Rundfundhörspiel konzipierten Kammerstück von Henning Mankell1)  → www.theaterkonstanz.de. Diese Bühnenadaption war schon 2012 erfolgreich am "Societaetstheater" von Andreas Pirl inszeniert bzw. uraufgeführt worden und auch Augusts Strindbergs1) Ehekrieg-Drama "Totentanz" (2010) mit Hermann Beyer als Edgar hatte positive Kritiken verzeichnen können → www.societaetstheater.de

Anfangs übernahm der Schauspieler nur selten Rollen für Film und Fernsehen, eine seiner ersten Rollen erhielt er von Regisseur Konrad Wolf in dessen autobiographischem Werk "Ich war neunzehn"1) (1968). Aber er wird bereits für größere Rollen engagiert, in denen er sein Talent zeigen kann. In "Männer ohne Bart"1) (1971) von Rainer Simon spielt er den Lehrer Nickel, der sich mit einem 15-jährigen Schüler auseinandersetzen muss. Er arbeitet mit Regisseuren wie Horst E. Brandt, Siegfried Kühn und Werner W. Wallroth sowie seinem Bruder Frank Beyer zusammen.
Einen enormen Schub erhält seine Filmkarriere Anfang der 80er Jahre, als Hermann Beyer freischaffend tätig ist. In der Verfilmung des Romans "Franziska Linkerhand" von Brigitte Reimann "
Unser kurzes Leben"1) (1981) unter der Regie von Lothar Warneke spielt er Schafheutlin, kommissarischer Stadtarchitekt, der längst in seinen Vorstellungen und Normen erstarrt ist. Er wird schnell zum Widersacher der jungen Architektin, die sich rigoros für Veränderungen einsetzt; macht aber auch die innere Widersprüchlichkeit der Figur deutlich. 1982 erhält er den Kritikerpreis der DDR als "Bester Darsteller", da er gleich in zwei der wichtigsten Filme des Jahres zu sehen ist. (Quelle: www.film-zeit.de)
So überzeugte er erneut unter der Regie von Lothar Warneke an der Seite von Christine Schorn in dem Film "Die Beunruhigung"1) (1981), brillierte 1982 mit der Hauptrolle des Amateurhistorikers Pötsch und Gegenspieler des Literatur-Professors Menzel alias Kurt Böwe in Roland Gräfs bitterer Satire "Märkische Forschungen"1) . 1983 wirkte er in Rainer Simons "Das Luftschiff" mit, poetisch und im Grundton zugleich heiter-komödiantisch war 1985 sein Hochgraf Julius Ortel von Rattenzuhausbeiuns, der in dem Märchenfilm "Gritta von Rattenzuhausbeiuns"1) besessen ist, eine Thronrettungsmaschine zu konstruieren. Für seine Darstellung des Jakobiners bzw. Gelehrten Georg Forster in Michael Gwisdeks vielbeachtetem, kammerspielartigen Regiedebüt "Treffen in Travers" (1988) erhielt Hermann Beyer 1989 in Karl-Marx-Stadt einen Darstellerpreis → filmportal.de.

Hermann Beyer, fotografiert von Werner Bethsold1)
© Werner Bethsold; Lizenz: CC BY-SA 4.0 
Quelle: Wikimedia Commons

Hermann Beyer, fotografiert von Werner Bethsold; Copyright Werner Bethsold; Quelle: Wikimedia Commons
Zu Beyers weiteren Kinoproduktionen zählen beispielsweise die Kriminalkomödie "Der Bruch"1) (1989) mit seiner Rolle des Polizeikommissars Kollmorgen, unter der Regie seines Bruders Frank Beyer an der Seite von Götz George und Rolf Hoppe, sowie 1991 Roland Gräfs "Der Tangospieler", wo er als einen DDR-Richter auftrat, der der keine Schwierigkeiten damit hat, Unrechts-Urteile zu verkünden. 1992 stand Hermann Beyer als Paul Johann Anselm von Feuerbach für Peter Sehrs "Kaspar Hauser"1) vor der Kamera oder wirkte 1998 in Marco Mittelstaedts Kurzfilm "Ein Tag zurück" mit. In Joseph Orrs "Ninas Geschichte" sah man ihn 2002 mit der Rolle des Alfred, in F. O. Spoonmans Drama "Ein Schiff wird kommen" übernahm er 2003 die Rolle des Vaters ebenso wie in Oskar Roehlers eindringlicher Liebesgeschichte "Der Alte Affe Angst"1) und in dessen preisgekröntem Film "Elementarteilchen"1) (2006). Danach spielte Beyer eine Kinorolle in Max Färberböcks eindringlichen Geschichte "Anonyma – Eine Frau in Berlin"1) (2008) sowie in Matti Geschonnecks Verfilmung des Romans "Boxhagener Platz"1) von Torsten Schulz; Premiere feierte letztgenannter Film am 16. Februar 2010 im Rahmen der "Berlinale", Kinostart war der 4. März 2010. Die tragikomische Geschichte, in der Beyer Oma Ottis (Gudrun Ritter) sechsten Ehemann Rudi mimt, spielt im Jahre 1968 in Ost-Berlin und erzählt von Oma Otti und ihrem zwölfjährigen Enkel Holger (Samuel Schneider) in der Zeit von Studentenunruhen und sexueller Revolution im Westen, aber auch den Panzern in Prag. Und auf dem Ostberliner "Boxhagener Platz" erleben Oma Otti und ihr zwölfjähriger Enkel Holger ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit "revolutionären" Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt … (Quelle: www.cinefacts.de; siehe auch prisma.de
Einen kleineren Part übernahm er in dem von Jungregisseur Andreas Kannengießer inszenierten Spielfilm mit dem Titel "Vergiss dein Ende"1), in dem Renate Krößner neben Dieter Mann die weibliche Hauptrolle spielt; die Dreharbeiten zu dem "Melodram auch mit komischen Zügen" begannen im September 2009 auf Rügen: Die 65-jährige Hannelore (Renate Krößner) pflegt seit vier Jahren ihren fast 70-jährigen demenzkranken Ehemann Klaus (Hermann Beyer) und stößt an die Grenzen ihrer Kräfte. Als Nachbar Günther (Dieter Mann) nach dem Tod seines Lebensgefährten eine Reise antritt, folgt Hannelore ihm heimlich, lässt ihren Mann alleine zu Hause zurück …; Kinostart war der 5. Mai 2011, mehr bei www.spielfilm.de. Anlässlich der Verleihung der "Deutschen Filmpreise 2012" ("Lola") am 27. April 2012 im Berliner Friedrichstadt-Palast erhielt Beyer für seine darstellerische Leistung eine Nominierung für die "Bester männliche Nebenrolle", unterlag jedoch seinem Mitbewerber Otto Mellies ("(Halt auf freier Strecke").
Abgedreht war der DFFB-Abschlussfilm bzw. visionäre Film noir "Dr. Ketel" (2011) der jungen Filmemacher Anna und Linus de Paoli mit Ketel Weber in der Titelrolle; hier agiert Beyer neben dem amerikanischen Filmstar Amanda Plummer, die die weibliche Hauptrolle übernommen hat. In jüngerer Zeit zeigte sich Beyer in Jakob M. Erwas impressionistischem Psychodrama "HomeSick"5), welches am 9. Februar 2015 im Rahmen der "Berlinale 2015" in der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" seine Weltpremiere feierte, und spielte den schrulligen Helmut, Ehemann der zwielichtigen Nachbarin Hilde Domweber (Tatja Seibt1)). In dem tragikomischen Roadmovie "Becks letzter Sommer"5), von Frieder Wittich gedreht nach dem gleichnamigen Roman von Benedict Wells mit Christian Ulmen in der Titelrolle eines verliebten Musiklehrers in der Krise, ist er als Hans Zankl zu sehen; der Streifen ging am 23. Juli 2015 an den Start. Abgedreht ist zudem der Kurzfilm "Winterreise" (2015) von Susanne Boeing sowie der von Nicolette Krebitz in Szene gesetzte  Kinofilm "Wild"1) (2016).
Erwähnt werden sollte auch die mit szenischen Darstellungen durchsetzte Dokumentation "Aghet – Ein Völkermord"1), mit der Regisseur Eric Friedler den Völkermord an den Armeniern aufzeigt. Diese entstand 2009 nach mehrjährigen umfangreichen Recherchen und erhielt 2010 den "Deutschen Fernsehpreis" in der Kategorie "Beste Dokumentation". Neben anderen renommierten Schauspielern verkörperte Hermann Beyer den Politiker Theobald von Bethmann Hollweg1) (1856 – 1921), Reichskanzler des deutschen Reiches zwischen 1909 und 1917. 
Der Schauspieler, der sich stets oberflächlichen Serienangeboten verweigerte, trat in den 1990er Jahren mehrfach in Etuden von Filmstudenten auf, darunter 1995 in "Der Kontrolleur" an der Seite seines Sohnes Eugen Krößner. Gleichzeitig wurde er mit anspruchsvollen Rollen in Krimi-Reihen wie "Polizeiruf 110" oder "Tatort" sowie TV-Adaptionen von Theaterstücken auch bundesweit einem breiten Publikum bekannt. In der NDR-"Tatort"-Folge "Arme Püppi"1) beispielsweise beeindruckte er 1998 als Ludger Hansen und eifriger Mitarbeiter der gemeinnützigen Organisation Minar. 1996 sah man ihn unter anderem als Gangster Ernesto Roma in der Brecht-Adaption "Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui"1) auf dem Bildschirm, in der Zuckmayer-Verfilmung "Der Hauptmann von Köpenick"1), inszeniert von Bruder Frank, verkörperte er ein Jahr später den Friedrich Hoprecht.  
  

Foto: © Werner Bethsold1)
Das Foto entstand 1991 während einer Hörspielproduktion.

Hermann Beyer; Copyright Werner Bethsold
In Frank Beyers TV-Film über Manfred Krug "Abgehauen"1) agierte er 1998 als "Frank B" oder war im gleichen Jahr in Jo Baiers mehrteiligen, preisgekrönten Familiensaga "Der Laden"1) nach der Romanvorlage Erwin Strittmatters als jähzornige Müller Sastupeit zu sehen. Einprägsam war auch seine Verkörperung des Hans Modrowow1) in Hans-Christoph Blumenbergs vielbeachtetem szenischen Doku-Zweiteiler "Deutschlandspiel"1) (2000) über die deutsche Geschichte der Jahre 1989 bis 1990 bzw. über den Fall der Mauer. 2003 übernahm er die Rolle des Peter Armknecht in Martin Eiglers Thriller "Tod im Park"2).
Zu Beyers jüngeren TV-Produktionen zählt seine Rolle des polnischen Mafioso Pawel Sikorsky, der in dem Zweiteiler "Das Konto"2) (2004) dem unter Mordverdacht geratenen Top-Manager eines fiktiven Lebensmittelkonzerns Michael Mühlhausen alias Heino Ferch bei der Suche nach den wahren Tätern zur Seite steht. Eine kleine, dennoch prägnante Rolle war die des Vaters des erfundenen ostdeutschen Nachrichtensprechers Jan Landers (Jan Josef Liefers) in der ZDF-Produktion "Die Nachrichten"1) (2005), eine Nachwende-Geschichte, welche Matti Geschonneck nach dem gleichnamigen Roman des Journalisten Alexander Osang in Szene gesetzt hatte. 
Seit 2001 sahen die Zuschauer den Charakterdarsteller als eigenbrötlerischen, DDR-nostalgischen Wilhelm Hinrichs, Vater des Ermittlers Jens Hinrichs alias Uwe Steimle, in den "Polizeiruf 110"-Folgen aus Schwerin, so beispielsweise in "
Winterende"3) (2004), "Farbwechsel"2) (2007), "Eine Maria aus Stettin"2) (2008) und "Die armen Kinder von Schwerin"2) (2009).  Man erlebte Beyer unter anderem in der Episode "Zug um Zug" (2007) aus der Serie "Der Dicke" mit dem Protagonisten Dieter Pfaff, in Dauerbrennern wie "Großstadtrevier", "In aller Freundschaft" oder "SOKO Leipzig". Prägnante Figuren spielte er außerdem in den Doku-Dramen "Das Wunder von Berlin"1) (2008) und "Kinder des Sturms"1)  (2009) sowie als Bodo Tankmann bzw. Vater der jungen Tanja (Nadja Uhl) in dem ZDF-Krimi "Der Tote im Spreewald"2) (2009). Auch in "Eine tödliche Legende"2) (EA: 01.10.2012), der vierten spannenden Geschichte aus der ZDF-Reihe "Spreewaldkrimi"1) mit dem eher spröden Kriminalkommissar Thorsten Krüger (Christian Redl), tauchte Beyer mit der Gastrolle des inzwischen im Gefängnis sitzenden ehemaligen LPG-Vorsitzenden Bodo Tankmann erneut auf. Angesiedelt in Lübbenau und Umgebung, geht es in dem in sich verschachtelten, vielschichtigen Thriller um alte Legenden bzw. das sorbische Volksmärchen vom Schlangenkönig, projiziert auf die neuere Geschichte der "Wende"-Zeit. Neben Redl zeigten sich unter der Regie von Torsten C. Fischer weitere so hervorragende Schauspieler(innen) wie Rüdiger Vogler, Muriel Baumeister, Ulrike Krumbiegel und Rolf Hoppe.
 
Nach dem Romy Schneider-Biopic "Romy"1) mit Jessica Schwarz in der Hauptrolle (EA: 11.11.2009), wo er kurz als
Heinrich Böll1) auftrat, konnte Beyer mit der Nebenrolle des Bestatters Jörg Riemann an der Seite des Protagonisten Helge (Hinnerk Schönemann) auch in dem überaus spannenden Nordsee-Thriller "Mörder auf Amrum"1) (EA: 11.01.2010) punkten und komplettierte die sehenswerte Schauspielerriege (u.a. Thomas Thieme, Barbara Rudnik) in dieser rabenschwarzen, ungewöhnlichen Geschichte. Wenig später überzeugte Beyer in Miguel Alexandres TV-Drama um eine Ärztin ohne Examen "Eine Frage des Vertrauens"2) (EA: 08.03.2010) als Vater der Medizinerin Marie Hansen (Silke Bodenbender), die mit der gefälschten Kopie ihrer Approbationsurkunde erfolgreich und engagiert an einem Hamburger Klinikum arbeitet. In Markus Imbodens skurrilem Dorfkrimi "Mörderisches Wespennest"1) (EA: 21.02.2011) mit Hinnerk Schönemann als Privatdetektiv Finn tauchte er als Dr. Hess auf. Danach zeigte sich Beyer in der Episode "Drei Frauen" (2011) aus der Krimi-Serie "Kommissar Stolberg" sowie als alter Barkassenunternehmer Hinrich Stemmler in der Folge "Begleiterinnen"2) (EA: 07.01.2012) der ZDF-Reihe "Stubbe – Von Fall zu Fall"1). In der ZDF-Krimireihe "Die Chefin"1) mit Katharina Böhm als weiblicher Chefermittlerin der Münchener Mordkommission Vera Lanz agiert Beyer neuerdings als deren nicht immer pflegeleichter Schwiegervater bzw. ehemaliger Polizist Georg Lanz, gehört mit dieser Figur seit der ersten Staffel bzw. Februar 2012 zur Besetzung, seither wurden bis Mai 2016 sechs Staffeln produziert.
Den alten Vater von Susanne Windscheidt (Anja Kling) spielte er in der nachdenklich stimmenden, mit witzigen Elementen durchsetzten ZDF-Geschichte um eine Patchwork-Familie "Familie Windscheidt – Der ganz normale Wahnsinn"2) (EA: 19.11.2012) → www.presseportal.de. Abgedreht war das von Marcus O. Rosenmüller in der malerischen sächsischen Bergstadt Wolkenstein inszenierte Schwesterdrama "
Am Ende der Lüge"3) (EA: 03.04.2013), in dem er als Herbert Althoff, Besitzer einer Uhrenmanufaktur und Vater der rivalisierenden Töchter Susanne Scheuregger (Katharina Böhm) und Mia Althoff (Aglaia Szyszkowitz) in Erscheinung trat. Wenig später gelangte die sehenswerte, unter anderem in Cuxhaven gedrehte ZDF-Verfilmung "Der Tote im Watt"3) (EA: 08.04.2013) nach dem Roman "Blaufeuer" von Alexandra Kui zur Ausstrahlung, wo er an der Seite von Petra Schmidt-Schaller, Thomas Thieme und Max von Thun den Chefkonstrukteur Birger Harms spielte. Zuvor hatte man Beyer mit kleineren Parts in zwei Thrillern sehen können, als Arthur Meckenstock, Schwiegervater des Waldarbeiters-Chefs Harald Kurtz (Andreas Lust), in der SAT.1-Folge "Tod im Wald" aus der Reihe "Hannah Mangold & Lucy Palm"2) mit Anja Kling (Hannah Mangold) und Britta Hammelstein (Lucy Palm) als jungem, unkonventionellem Ermittlerteam sowie neben Protagonistin Anna Loos als ehemaligen Stasi-Generalleutnant Horst Merzig in Thomas Bergers "Zeugin der Toten"2) (EA: 25.03.2013), in Szene gesetzt nach dem gleichnamigen Roman von Elisabeth Herrmann. In der Geschichte "Der letzte Vorhang" (EA: 30.09.2014) aus der witzigen Krimiserie "Mord mit Aussicht"1) trat Beyer als pensionierter Geschichtslehrer Kredder in Erscheinung → fernsehserien.de.
 
In dem von Christian Schwochow mit witzigen, fast schon grotesken Elementen inszenierten ARD-Film "Bornholmer Straße"1) (EA: 05.11.2014) über den Abend des 9. November 1989 bzw. die Öffnung der DDR-Grenzen gehörte Beyer als Oberleutnant bzw. Lageoffizier Heinz Wachholz zu den DDR-Grenzern, die mit der Situation total überfordert sind. Im Zentrum steht der (wunderbar) von Charly Hübner1) verkörperte Harald Schäfer (in der Realität Harald Jäger1)), Leiter des Grenzübergangs Bornholmer Straße1), der als diensthabender Oberstleutnant Anweisungen für weiteren Grenzkontrollen braucht. Von seinem Vorgesetzten, Oberst Hartmut Kummer (Ulrich Matthes1)), erhält er keine eindeutigen bzw. nichtssagende Aussagen, schließlich fällt Schäfer auf eigene Faust die mutige Entscheidung und öffnet um 23:30 Uhr den Schlagbaum von Ost- nach Westberlin. "Das ist star-besetzt bis in die niedersten Dienstränge. Herrlich, wie Milan Peschel1) immer wieder mit dem Hund dazwischen grätscht. Wie Hermann Beyer trotz allem sein Protokoll fertigstellen will. Und Ulrich Matthes den Stasimuff aus jeder Pore spüren lässt. Zwischen ihnen aber ein überragender Charly Hübner, der die Truppe beisammen halten muss und dem trotzdem immer der Darm dazwischen kommt. Der Mauerfall, eine Knallchargennummer!." schrieb unter anderem die "Berliner Morgenpost". Der Film basierte auf dem 2007 publizierten Buch "Der Mann, der die Mauer öffnete. Warum Oberstleutnant Harald Jäger den Befehl verweigerte und damit Weltgeschichte schrieb" von Gerhard Haase-Hindenberg1) → tittelbach.tv.
Danach tauchte Beyer mit einem eher kleinen Part in dem spannenden Thriller "Kommissarin Heller – Der Beutegänger"1) (EA: 12.11.2014 ZDFneo, 15.11.2014 ZDF) auf und spielte den alten Vater des seit Jahren toten Rafael, dessen Identität von dem Psychopaten Robert Jansen (Godehard Giese) angenommen wurde. Wenig später sah man ihn als Dr. Paul Hollerbach in der "SOKO Köln"-Episode "Die Unverbesserlichen"4) (EA: 08.12.2014), war als Dr. Gernot Sieveking auch in der "SOKO-Wismar"-Folge "Goldener Herbst"4) (EA: 25.03.2015) auf dem Bildschirm präsent. Eine kleinere Nebenrolle, die des ehemaligen Geigenbauers Hermann Schröder, mimte Beyer in der Ostalgie-Tragikomödie "Anderst schön"2) (EA: 12.06.2015) mit Charly Hübner als schüchternem, stets hilfsbereitem Hausmeister Roger Müller, der in einer tristen Schweriner Plattenhaus-Siedlung seinen Dienst versieht → www.presseportal.de.
Hermann Beyer, in den letzten Jahren auch Spezialist für kleine prägnante Film- und Fernsehrollen, gehörte zur Besetzung der überaus gelungenen Siegfried Lenz-Adaption "Schweigeminute"1) (EA: 31.10.2016) und spielte den alten Vater der weiblichen Protagonistin Stella Petersen (Julia Koschitz).
 
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Theater, Film und Fernsehen wirkte Hermann Beyer schon zu DDR-Zeiten in etlichen Hörspielen mit, Produktionen, die in der ARD Hörspieldatenbank gelistet sind, findet man hier am Ende dieser Seite.
 
Der Charakterdarsteller Hermann Beyer lebt in Berlin. Laut eines Artikels in der "Berliner Morgenpost" soll er eine Zeit lang mit seiner Kollegin Renate Krößner liiert gewesen sein, aus der Verbindung stamme der gemeinsame, 1968 geborene Sohn Eugen-Daniel Krößner, der ebenfalls als Schauspieler arbeitet und gemeinsam mit Krößner und Beyer für den Kinofilm "Vergiss dein Ende"1) (2011) vor der Kamera stand.
Textbausteine des Kurzportraits aus "Lexikon der DDR-Stars"
von Frank-Burkhard Habel und Volker Wachter (Ausgabe 1999)
Siehe auch Wikipedia, www.defa.de, www.film-zeit.de, filmportal.de
*) Henschel Theaterlexikon (Hrsg.: Bernd C. Sucher; Henschel Verlag, 2010, S. 76/77)
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2)  tittelbach.tv, 3) prisma.de, 4) fernsehserien.de, 5) filmportal.de
Stand: November 2016
    
Filme (Auszug)
Kinofilme / Fernsehen / Fernsehen –Polizeiruf 110
 
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, filmportal.de,defa-stiftung.de, fernsehenderddr.de,  prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug) Fernsehen – "Polizeiruf 110"-Folgen
(ab 2001 als Wilhelm Hinrichs, Vater des Ermittlers Jens Hinrichs = Uwe Steimle)
  
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia)
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