Wirken (Auszug) / Filmografie
Die später weltberühmte Sopranistin Maria Cebotari wurde am 10. Februar 1910 als Maria Cebutaru in Kischinau (Chisinău1), damals Hauptstadt der russischen Provinz Bessarabien1), heute Hauptstadt der Republik Moldau1) geboren und war das fünfte von zwölf Kindern eines Lehrers. Schon als kleines Mädchen sang sie mit ihrer wunderschönen Stimme bei Familienfesten und in Kirchenchören. 
Portrait Maria Cebotari; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0163357); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Quelle: www.deutschefotothek.de Entdeckt wurde sie 1928 während eines Gastspiels in Kischinau von dem in Kiew1) (damals Russisches Kaiserreich1), heute Ukraine1)) geborenen Schauspieler Graf Alexander Wyrubow2) (1882 – 1962), Leiter des nach Prag1) ausgewanderten Teils des berühmten "Moskauer Künstlertheaters"1). Fasziniert von der jungen Frau, verpflichtete er sie als Sängerin und Schauspielerin für seine Tournee von Osteuropa bis Paris und gab ihr den Künstlernamen "Cebotari". "In der französischen Hauptstadt erreichte Wyrubow das Angebot der Ufa für seinen dritten deutschen Film, "Die Herrin und ihr Knecht"1) (1929) von Richard Oswald1). Inzwischen hatte er beschlossen, nicht mit seinen Kollegen nach Prag zurückzukehren, sondern mit Maria Cebotari in Berlin zu bleiben." notiert filmportal.de. Auch privat waren beide inzwischen ein Paar, am 11. August 1930 ;heiratete die Künstlerin in Kischinau den 27 Jahre älteren Alexander Wyrubow.
Bereits zuvor hatte Maria Cebotari in Berlin ein Studium bei dem Gesangspädagogen Oskar Daniel begonnen und zudem rasch die deutsche Sprache erlernt. Als Wyrubows filmische Laufbahn aufgrund der neuen Tonfilm-Ära einbrach, fungierte er als Manager seiner Frau, die nun eine fulminante Karriere als Sängerin startete.
   
Portrait Maria Cebotari → Info-Karte
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0163357)
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Quelle: www.deutschefotothek.de
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
1931 gab Maria Cebotari an der "Staatsoper Dresden"1) (heute "Semperoper") ihr Bühnendebüt  mit der Partie der Mimi in der Puccini-Oper "La Bohčme"1), im selben Jahr trat sie erstmals bei den "Salzburger Festspielen"1) auf, gestaltete den Amor1) in "Orfeo ed Euridice"1) von Christoph Willibald Gluck1) und den ersten Knaben in "Die Zauberflöte"1) von Wolfgang Amadeus Mozart1). Mit der Zeit wurden auch dort die Aufgaben größer, bis Ende der 1940er Jahre wirkte Maria Cebotari in Salzburg nahezu regelmäßig, zuletzt gab sie dort 1948 im "Salzburger Landestheater"1) in der Inszenierung von Oscar Fritz Schuh1) bzw. unter der musikalischen Leitung von Ferenc Fricsay1) in der deutschsprachigen, szenischen Uraufführung (15.08.1948) des weltlichen Oratoriums "Le vin herbé"1) (dt. "Der Zaubertrank") von Frank Martin1), basierend auf der mittelalterlichen Geschichte von Tristan und Isolde1), die Iseut la Blonde (Isolde die Blonde) an der Seite von Julius Patzak1) als Tristan. Gleichzeitig brillierte sie zwischen dem 28. Juli und 16. August 1948 in der "Felsenreitschule"1) sechs Vorstellungen lang in Glucks "Orfeo. ed. Euridice" – diesmal mit der Titelpartie der Euridice1) unter dem Dirigat von Herbert von Karajan1) sowie einmal mehr unter der Regie von Oscar Fritz Schuh; zudem konnte man ihre Gesangskunst im August 1948 noch in zwei "Domkonzerten" bewundern → Übersicht Wirken in Salzburg siehe hier.

Maria Cebotari auf einer Fotografie
von Georg Fayer1) (1892 – 1950)
Quelle: cyranos.ch
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier

Maria Cebotari auf einer Fotografie von Georg Fayer (1892–1950); Quelle: cyranos.ch; Lizenz: gemeinfrei
Bis 1943 fand Maria Cebotari ihre künstlerische Heimat an der "Staatsoper Dresdner", seit 1935 zudem acht Jahre lang an der "Berliner Staatsoper"1) (heute "Staatsoper Unter den Linden"), daneben gab sie Gastspiele an großen europäischen Bühnen und ging auf Tourneen. Bis kurz vor ihrem Tod stand die bereits 1934 zur "Kammersängerin"1) ernannte Sopranistin auch an der "Wiener Staatsoper"1) auf der Bühne und begeisterte seit ihrem Debüt am 21. Mai. 1936 – Titelpartie der Euridice in Glucks "Orfeo. ed. Euridice" – ebenfalls das Wiener Publikum. "1947 gehörte Maria Cebotari zu den Mitwirkenden des ersten Nachkriegsgastspiels der "Wiener Staatsoper" am Londoner "Royal Opera House"1) in Covent Garden1)1) und trat an der Seite des schon vom Krebs gezeichneten Richard Tauber in Mozarts "Don Giovanni"1) auf." vermerkt Wikipedia. → Wirken an der "Wiener Staatsoper siehe hier.
Maria Cebotari als Maddalena (Madeleine) di Coigny und Helge Roswaenge als Andrea (André) Chénier, ein Poet, in der Oper "Andrea Chénier" von Umberto Giordano im April 1942 an der "Berliner Staatsoper"; Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Körperschaft: Scherl Bilderdienst; Copyright ÖNB/Wien; Datierung: 22.04.1942; Bildarchiv Austria (Inventarnummer S 226/49) Zu ihren Glanzrollen zählten Partien in den Opern von Richard Strauss1), sie brillierte als Aminta, Frau des Henry Morosus (Martin Kremer1)), in der Dresdener Uraufführung (24.06.1935 → Besetzungszettel) von "Die schweigsame Frau"1), als Sophie in "Der Rosenkavalier"1), als Gräfin Madeleine in "Capriccio"1), mit den Titelpartien in "Daphne"1), Ariadne auf Naxos"1) und "Salome"1), so soll Strauss eigens für sie die Orchestrierung von "Salome" geändert haben. Maria Cebotari galt als herausragende Interpretin in den Werken von Wolfgang Amadeus Mozart1), so, neben der Zerlina bzw. Donna Anna in "Don Giovanni"1), als Susanna, später als Gräfin Almaviva in "Die Hochzeit des Figaro"1), als Konstanze in "Die Entführung aus dem Serail"1) und als Pamina in "Die Zauberflöte"1). Darüber hinaus feierte sie beispielsweise Triumphe als Protagonistin in "Carmen"1) von Georges Bizet1), in "Manon"1) von Jules Massenet1), in "La traviata"1) von Giuseppe Verdi1) sowie in den ebenfalls hochdramatischen Opern "Turandot"1) und "Madame Butterfly"1) von Giacomo Puccini1). Ihr Repertoire umfasste unter anderem die Gilda, Tochter des Rigoletto, in Verdis "Rigoletto"1), die Tatjana in "Eugen Onegin"1) von Peter Tschaikowski1), die Mařenka/Marie in "Die verkaufte Braut" von Bedřich Smetana1), die Stella/Antonia in "Les contes d'Hoffmann" ("Hoffmanns Erzählungen") von Jacques Offenbach1) oder die Frau Fluth in "Die lustigen Weiber von Windsor"1) von Otto Nicolai1).
    
Maria Cebotari als Maddalena (Madeleine) di Coigny und
Helge Roswaenge als Poet Andrea (André) Chénier in
der Oper "Andrea Chénier"1) von Umberto Giordano1)
im April 1942 an der "Berliner Staatsoper"
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB)1)
Körperschaft: Scherl Bilderdienst; © ÖNB/Wien; Datierung: 22.04.1942
Bildarchiv Austria (Inventarnummer S 226/49)
Maria Cebotari beeindruckte auch in Werken der Moderne, gab die Julia in der am 13. April 1940 an der "Staatsoper Dresden" uraufgeführten neoromantischen Oper "Romeo und Julia"1) von Heinrich Sutermeister1), basierend auf der gleichnamigen Tragödie1) von William Shakespeare1) – am Dirigentenpult stand Karl Böhm1). Eine weitere Uraufführung (06.08.1947) war die im Rahmen der "Salzburger Festspiele" präsentierte  Oper "Dantons Tod"1) von Gottfried von Einem1), dem das gleichnamige Drama1) von Georg Büchner1),als Vorlage diente. Hier sang Cebotari in den von Oscar Fritz Schuh1) in Szene gesetzten sechs Aufführungen unter der musikalischen Leitung von Ferenc Fricsay1) die Lucile, Gattin des Camille Desmoulins1) (im Wechsel Julius Patzak/Horst Taubmann1)), Paul Schöffler1) (bzw. Mathieu Ahlersmeyer1) gestaltete den Georges Danton1), unter anderem Josef  Witt1) den Revolutionär Robespierre1) → Besetzung. Eine Übernahme der Produktion erfolgte im November 1947 (4 Vorstellungen) zudem an der "Wiener Staatsoper" in nahezu der gleichen Besetzung.
Mitunter machte Maria Cebotari Ausflüge in das Fach der "leichten Muse", erfreute seit Mitte Mai 1948 an rund 30 Abenden auch das Wiener Publikum als das Sinti/Roma1)-Mädchen Saffi in der Operette "Der Zigeunerbaron"1) von Johann Strauss1) (Musik) mit dem Libretto von Ignaz Schnitzer1), basierend auf der Novelle "Sáffi" von Mór Jókai1), inszeniert von Hubert Marischka1). Ende März 1949 kam es dann noch zu drei Vorstellungen mit Cebotari als Laura in der Operette "Der Bettelstudent"1) von Carl Millöcker1) (Musik) mit dem Libretto von Camillo Walzel1) alias "F. Zell" und Richard Genée1) nach dem Stück "Les noces de Fernande" ("Fernandos Hochzeit") von Victorien Sardou1) mit Fred Liewehr als Symon Rymanowicz, der "Bettelstudent". Gezeigt wurde die Operette am 27./29./31.03.1949 in der "Volksoper Wien"1) in der Einrichtung für die "Wiener Staatsoper" von Anton Paulik1) und Adolf Rott1) mit Paulik am Dirigentenpult → archiv.wiener-staatsoper.at.

Maria Cebotari als Laura und Fred Liewehr als der "Bettelstudent"
Symon Rymanowicz in der Opereztte "Der Bettelstudent"
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB)
Urheber: Trude Dietrich (1907–1981) bzw. "Fotoagentur "Dietrich & Co"
Datierung: 28.03.1949; © Trude Dietrich/ÖNB/Wien; Bildarchiv Austria
(Inventarnummer/Signatur 415.803–B)

Maria Cebotari als Laura und Fred Liewehr als der "Bettelstudent" Symon Rymanowicz in der in der Opereztte "Der Bettelstudent" Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Urheber: Trude Dietrich (1907–1981) bzw, "Fotoagentur "Dietrich & Co": Datierung: 28.03.1949; Copyright Trude Dietrich/ÖNB/Wien; Bildarchiv Austria (Inventarnummer/Signatur 415.803–B)
Maria Cebotari und Gustav Diessl verlassen nach der Hochzeit mit ihrem Trauzeugen, Staatsrat Hans Hinkel, das Standesamt in Berlin-Charlottenburg; Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Körperschaft: Weltbild; Datierung: 19.08.1938; Copyright ÖNB/Wien; Bildarchiv Austria (Inventarnummer S 197/10) Neben ihrem Ruhm als Sopranistin auf der Bühne avancierte Maria Cebotari Mitte der 1930er Jahre auch zum Leinwandstar. Bereits 1930 erlebte man sie als Sängerin in dem von Wladimir Strijewski1) mit Olga Tschechowa, Hans Adalbert Schlettow und Hilde von Stolz in den Hauptrollen gedrehten Melodram "Troika"1). In dem Streifen "Mädchen in Weiß"2) (1936) mimte sie dann unter der Regie von Victor Janson die titelgebende Figur der jungen Schülerin Daniela, Verlobte des Grafen Feodor Ivanowitsch Schuwalow (Iván Petrovich), die unbedingt Opernsängerin werden will, im Folgejahr die Opernsängerin Marina Marta in dem von Herbert Maisch1) inszenierten, antikommunistischen NS-Propaganda-Melodram "Starke Herzen"2) (1937), eine Produktion, die jedoch, vom Nazi-Regime1) und nach Kriegsende von den Alliierten Militärregierungen1) verboten, erst am 13. Januar 1953 zur Uraufführung gelangte → Murnau Stiftung.
Während der Dreharbeiten zu letztgenanntem Film lernte sie den populären Filmschauspieler Gustav Diessl (1899 – 1948) kennen und lieben, der in der Rolle des Rittmeisters Alexander von Harbin ihr Filmpartner war.. Seinetwegen ließ sie sich von Alexander Wyrubow scheiden, was einen gehörigen Medienrummel auslöste; Mitte August 1938 heiratete das Paar.

Maria Cebotari und Gustav Diessl verlassen nach
der Hochzeit mit ihrem Trauzeugen, Staatsrat Hans Hinkel1),
das Standesamt in Berlin-Charlottenburg1)
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB)1)
Körperschaft: Weltbild; Datierung: 19.08.1938;
© ÖNB/Wien; Bildarchiv Austria (Inventarnummer S 197/10)
Mite Dezember 1937 erschien sie in dem von Carmine Gallone1) realisierten Drama bzw. der deutsch-italienischen Produktion "Mutterlied"2) erneut auf der Leinwand, diesmal an der Seite ihres legendären Kollegen Beniamino Gigli, Ihre nachfolgenden Filme entstanden ebenfalls unter der Regie von Carmine Gallone, so das Biopic "Drei Frauen um Verdi" (1938, "Giuseppe Verdi" → filmdienst.de) mit Fosco Giachetti1) in der Titelrolle des Giuseppe Verdi1) und Cebotari als die Sopranistin Teresa Stolz1), die später Verdis Muse und (vermutlich) Geliebte wurde. In "Il Sogno di Butterfly"2) (1939, "Premiere der Butterfly" → filmdienst.de), fußend auf der Handlung der berühmten Puccini-Oper1), trat sie mit der Titelrolle der Rosi Belloni/Madame Butterfly in Erscheinung, einmal mehr mit Fosco Giachetti als Partner. Es folgten die Romanze "Amami, Alfredo!" (1940, "Melodie der Liebe") und das Kriegsepos "Odessa in fiamme" (1942, "Odessa in Flammen"). Letzmalig stand sie für Guido Brignone1) vor der Kamera und stellte in dem Melodram "Maria Malibran" die französische Opernsängerin María de la Felicidad Malibran1) dar. Rossano Brazzi1) trat als der belgische Violinist und Komponist Charles Auguste de Bériot1) auf, mit dem Malibran in "wilder Ehe" lebte und diesen erst nach der offiziellen Annullierung ihrer ersten Ehe mit dem wesentlich älteren François Eugčne Malibran (1781–1836) heiraten konnte (im Film Ernesto Malibran, gespielt von Renato Cialente1)) → Übersicht Filmografie.
 
Am 20. März 1948 starb Ehemann Gustav Diessl, der bereits zwei Schlaganfälle erlitten hatte im Alter von nur 48 Jahren in Wien1) . Die Sängerin selbst war zu diesem Zeitpunkt bereits unheilbar erkrankt, ohne dass sie es selbst wusste – man hatte ihr die Diagnose "Leberkarzinom"1) verschwiegen. Auf dem Höhepunkt ihres Ruhms erlag Maria Cebotari am 9. Juni 1949 in ihrem Domizil im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing1) 39-jährig ihrem Leberkrebsleiden.
"Am 13. Juni 1949 defilierten ab 10.00 Uhr mehr als 10.000 Einwohner/-innen Wiens an dem im Foyer der Kriegsbedingt zerstörten "Wiener Staatsoper"1) errichteten Katafalk1) vorbei. Um 15.00 Uhr fand die Trauerfeier mit der Einsegnung statt, die von den "Wiener Philharmonikern"1) unter Leitung von Josef Krips1) mit dem ersten Satz der "Sinfonie in h-Moll"1) ("Die Unvollendeter") von Franz Schubert1) musikalisch umrahmt wurde. Zu den Trauergästen sprachen unter anderem der damalige Wiener Bürgermeister Theodor Körner1) sowie "Staatsopern"-Direktor Franz Salmhofer1). Danach wurde der Sarg mit einem Prunkleichenwagen der "Städtischen Bestattung"1) zum "Döblinger Friedhof"1) gebracht." (Quelle: Wikipedia) 

Trauerzug für Maria Cebotari auf der Wiener
"Ringstraße"1) am 13. Juni 1949
Quelle: Wikimedia Commons von der
Österreichischen Nationalbibliothek1) (ÖNB)
Körperschaft: "United States Information Service" (USIS)
Signatur: US 8620 POR MAG

Trauerzug für Maria Cebotari auf der Wiener "Ringstraße" am 13. Juni 1949; Quelle: Wikimedia Commons von der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Körperschaft: "United States Information Service" (USIS); Signatur: US 8620 POR MAG
Dort fand Maria Cebotari an der Seite ihres verstorbenen Gatten in einem Familiengrab (Gruppe 28, Reihe 1, Nr. 6) die letzte Ruhe → Foto der Grabstelle bei knerger.de sowie  Wikimedia Commons. Aus der Ehe mit Gustav Diessl hnterließ die gefeierte Künstlerin die gemeinsamen Kinder Peter (* 1941) und Fritz (* 1946), Maria Cebotari verfügte in ihrem Testament, dass beide Söhne in der Obhut ihrer langjährigen Erzieherin, Hedwig (Deta) Cattarius (17.02.1904 – 19.07.1953), bleiben sollten, im Falle einer Adoption die Kinder nicht getrennt werden dürften und Hedwig bei ihnen bleiben müsse; als Vormund fungierte zunächst der Wiener Rechtsanwalt Hugo Zörnlaib3) (1886 – 1967). Bei Wikipedia (Stand: 06.08.2008) kann an lesen: "Insbesondere war jedoch das Künstler-Ehepaar Clifford Curzon1) und Lucille Wallace-Curzon (1898 – 1977), in dessen Villa in Seewalchen am Attersee1) die durch die zweite österreichische Währungsreform1) mittellos gewordenen Kinder wiederholt den Sommer verbrachten, an einer Adoption interessiert. Ende 1950 hatten sie deswegen mit dem Bezirksgericht Döbling1) Kontakt aufgenommen. Zuvor hatten auch Curt Goetz und dessen Ehefrau Valérie von Martens Interesse an einer Adoption von Peter und Fritz, was jedoch aufgrund ihrer häufigen Reisen scheiterte. Der Lebensunterhalt der Kinder wurde zu diesem Zeitpunkt aus den Mieteinnahmen der Cebotari-Villa bestritten. Als Hedwig Cattarius im Juli 1953 glaubte, eine Adoption durch das Ehepaar Curzon stehe unmittelbar bevor, wählte die 49-Jährige den Freitod. 1954 wurden die Söhne dem Ehepaar Curzon zugesprochen." → siehe auch den Artikel bei www.rheinpfalz.de
    
Als Interpretin der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss setzte Maria Cebotari bleibende Maßstäbe, auch durch ihre Filmauftritte gehörte sie zu beliebtesten Sängerinnen ihrer Generation. Anlässlich der Trauerfeier sagte der damalige Wiener Bürgermeister Theodor Körner1) unter anderem "Ihre Erfolge in Wien waren es, die dieser gottbegnadeten Künstlerin auch den Weg zum internationalen Ruhm freimachten. Nun ist dieser strahlende Stern am Himmel der Kunst erloschen und die Wiener stehen trauernd an ihrer Bahre."
Gedenktafel für Maria Cebotari. Hessenallee 12, Berlin-Westend. Enthüllt am 11. Juli 2000; Urheber des Fotos: Axel Mauruszat, Berlin Maria Cebotari hatte Wohnungen in Berlin, wo sie zwischen 1938 und 1945 lebte, sowie in Dresden. An ihrem ehemaligen Wohnhaus in Berlin-Westend1) erinnert seit 2000 eine Gedenktafel an die gefeierte Künstlerin. In Dresden-Johannstadt1) wurde am 9. Juni 1993 die "Maria-Cebotari-Straße" nach ihr benannt, bereits am 3. Dezember 1958 im Wiener Gemeindebezirk Döbling1) (Nussdorf1)) der "Cebotariweg"; im Salzburger1) Stadtteil Parsch1) gibt es seit 1969 ebenfalls eine "Maria-Cebotari-Straße"4).

 
Gedenktafel für Maria Cebotari, Hessenallee
2 (Berlin-Westend); enthüllt am 11. Juli 2000.
Urheber: Axel Mauruszat, Berlin;
Lizenz siehe hier; Quelle:  Wikimedia Commons
Wikipedia (Stand: 07.08.2026) vermerkt: "In ihrer Heimat wurde Maria Cebotari nach dem 2. Weltkrieg wie eine Unperson behandelt, weil sie mit dem nationalsozialistischen Deutschland kollaboriert hatte. Nach der Unabhängigkeit der Republik Moldau1) wurde sie jedoch zu einer Art Nationalheldin erhoben. In ihrer Heimatstadt Chisinău1) ist das Staatstheater nach ihr benannt, ebenso einer der Hauptboulevards der Stadt sowie der Staatspreis. Interessanterweise versucht auch die rumänische Kulturszene, sich ihrer Figur zu bemächtigen, nachdem sie bis weit in die 1990er Jahre hinein namentlich nicht genannt werden durfte. Nun aber besinnt man sich an der "Opera Națională București"1), dass Bessarabien/Moldau1) zwischen 1919 und 1940 Rumänien1) und somit Maria Cebotari zum rumänischen Teil der moldauischen Bevölkerung gehört hatte; so erscheint sie in neueren Listen als rumänische Sängerin."
1994 brachte die moldauische Post eine Briefmarke mit Cebotaris Konterfei heraus → Foto bei Wikimedia Commons. Antonio Mingotti (1900 – 1974) veröffentlichte 1950 das Werk "Maria Cebotari – Das Leben einer Sängerin", im Jahre 2004 erschien von der Autorin Vera Malov der biografische Roman "Recviem pentru Maria" ("Requiem für Maria"). 2021 publizierte die Historikerin Dr. Rosemarie Killius mit "Maria Cebotari: "Ich lebe, um zu singen" eine als "Opernlegende und Filmstar" untertitelte Biografie über die so früh verstorbene Primadonna mit zahlreiche Fotografien und Abbildungen → Murnau Stiftung, klassik-begeistert.de.
Als sie in Wien starb, war sie 39 Jahre alt und noch lange nicht am Ende ihrer erstaunlichen Entwicklung. Maria Cebotari besaß keine Stimme, die man sofort unter Hunderten heraushört. Die Eigenart ihrer künstlerischen Leistung liegt in der staunenerregenden Vielfalt ihres Repertoires, dem von der Zerlina (in "Don Giovanni"1)) und Sophie (in "Der Rosenkavalier"1)) über die "Arabella"1) und "Salome"1) bis zur "Carmen"1) nichts Sopranhaftes fremd war – einzig die Wagnerschen1) Rollen lagen außerhalb ihrer Spannweite. Die Schallplattenaufnahmen, die ohne die Attraktivität ihrer Bühnenerscheinung auskommen müssen, lassen dennoch das Fluidum dieser Sängerpersönlichkeit spüren, eine Aura von nervöser Gespanntheit, von in höchstem Grade vibrierender Intensität, die das eigentliche Markenzeichen der Cebotari war. Streicht man Glamour und Tragik einer ungewöhnlichen Karriere ab, bleibt musikalisch-sängerisch immer noch genug zu bewundern, und selbst die unerträglichen Spielfilme, in denen sie mitwirkte, vermitteln etwas vom Magnetismus dieser Persönlichkeit, verbunden mit dem Reiz eines süßen lyrischen Soprans, ohne jede gutturale Beimischung, wie sie so viele Frauenstimmen aus Osteuropa aufweisen. (Zitat: "Große Stimmen" von Jens Malte Fischer1)5))

Maria Cebotari 1947 bei den "Salzburger Festspielen"
in der Garderobe des "Festspielhauses" auf ihren Auftritt wartend,
 im Kostüm der Gräfin Almaviva aus der Mozart-Oper
"Die Hochzeit des Figaro"1) (Dirigent: Josef Krips/
Otto Klemperer1); Regie: Lothar Wallerstein1))
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek1) (ÖNB)
Urheber/Körperschaft: United States Information Service (USIS)1);
Datierung: 28.07.1947;© ÖNB/Wien, Bildarchiv (Inventarnummer US 20.196)

Maria Cebotari 1947 bei den "Salzburger Festspielen" in der Garderobe des Festspielhauses auf ihren Auftritt wartend; im Kostüm der Gräfin Almaviva in "Die Hochzeit des Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart (Dirigent: Josef Krips/Otto Klemperer; R: Lothar Wallerstein); Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Urheber/Körperschaft: United States Information Service (USIS); Datierung: 28.07.1947;  Copyright ÖNB/Wien, Bildarchiv (Inventarnummer US 20.196)
Siehe auch Wikipedia, cyranos.ch, filmportal.de, geschichtewiki.wien.gv.at,
musiklexikon.ac.at, stadt-salzburg.at sowie
die Artikel bei oe1.orf.at, www.ku-spiegel.de
Fotos bei virtual-history.com, Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) geschichtewiki.wien.gv.at, 4)  sn.at
5) Quelle: Jens Malte Fischer: "Grosse Stimmen. Von Enrico Caruso bis Jessye Norman" (Metzler, Stuttgart, 1993; S.  369)
Lizenz Foto Maria Cebotari (Urheber: Georg Fayer (1892–1950)): Die Schutzdauer (von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers) für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen; es ist daher gemeinfrei.
Lizenz: Der Urheber gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft. Weiterverbreitung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung sind gestattet.
        
Wirken (Auszug)
(Fremde Links: Wikipedia, operissimo.com, whoswho.de, musiklexikon.ac.at,
geschichtewiki.wien.gv.at; R = Inszenierung/Regie)
An der "Berliner Staatsoper" unter anderem als Julia in "Romeo und Julia" von Heinrich Sutermeister, basierend auf der
gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare, in der Berliner Erstaüfführung (1944)
Quelle der Fotos: Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek (1901 – 1983)
Eigentümer/© Abraham Pisarek/SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
   
Maria Cebotari als Julia in "Romeo und Julia" von Heinrich Sutermeister an der Berliner Staatsoper"; Quelle: Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983), file: df_pk_0000828_045; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 Maria Cebotari als Julia mit Erich Witte als Romeo in "Romeo und Julia" von Heinrich Sutermeister an der Berliner Staatsoper"; Quelle: Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983), file: df_pk_0000828_026; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Soloaufnahme sowie
Quelle: www.deutschefotothek.de
file: df_pk_0000828_045
mit Erich Witte als Romeo
Quelle: www.deutschefotothek.de
file:
df_pk_0000828_026

"Wiener Staatsoper" → archiv.wiener-staatsoper.at

"Salzburger Festspiele"
Abbildung Maria Cebotari auf einem Sammelbild aus der Serie "Bühnenstars und ihre Autogramme", die 1933 den "Gold-Saba"-Zigaretten der "Garbaty"-Zigarettenfabrik von Josef Garbáty beilagen. Urheber: Fotograf Adolf Dous, Dresden; Quelle: Wikimedia Commons: Lizenz: gemeinfrei Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de; R = Regie)
 
Abbildung Maria Cebotari auf einem Sammelbild aus der Serie
"Bühnenstars und ihre Autogramme", die 1933 den
"Gold-Saba"-Zigaretten der "Garbaty"-Zigarettenfabrik
von Josef Garbáty beilagen.
Urheber: Fotograf Adolf Dous, Dresden
Quelle: Wikimedia Commons
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier
Lizenz Foto/Abbildung Maria Cebotari, Urheber Adolf Dous: Der Dresdener Fotograf findet eine erste Erwähnung 1914, seit den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 gilt er als verschollen; ein exaktes Sterbedatum ist nicht überliefert. Das Werk ist daher gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 80 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.
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