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Anfang der 80er Jahre begann auch Gaby Dohms Karriere bei Film und
Fernsehen. Begonnen hatte ihre Tätigkeit für dieses Genre in den
70ern mit kleineren Rollen in Kinoproduktionen wie "Als Mutter streikte" (1974)
oder "Das Schlangenei" (1977) sowie in Fernsehspielen wie
"Die Drei Eisbären" (1973) oder "Der Wittiber" (1977).
1982 holte sie dann Regisseur Bernd Fischerauer für die große BR-Bierbrauersaga
"Die Wiesingers" mit der Hauptrolle der Clan-Mutter Gabriele Wiesinger vor die
Fernsehkamera; in späteren Staffeln spielte sie ab 1987 die Schwägerin
des Anton Wiesinger alias Hans-Reinhard Müller. Ungeheure Popularität erlangte Gaby Dohm dann ab 1985
mit ihrer Rolle der Schwester Christa in der legendären Arzt-Serie
"Die Schwarzwaldklinik" an der Seite Klausjürgen Wussows
alias Dr. Brinkmann, dessen Filmehefrau sie dann wurde.
Dass die Schauspielerin mehr als nur "Christa Brinkmann" ist, bewies sie im Verlaufe der Jahre in zahlreichen
Fernsehproduktionen. Neben Gastauftritten in so beliebten Krimi-Serien wie
"Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte",
"Ein Fall für zwei, Ein" oder "Siska", sah man sie
beispielsweise Anfang der 90er mit Hauptrollen in den beliebten TV-Serien
"Donauprinzessin" oder "Vater braucht eine Frau" sowie in der Kaminkehrer-Serie
"Rußige Zeiten", wo sie sich von der anfangs altjüngferlichen Tante Erika Schlumberger im Laufe
der 13 Folgen vom Mauerblümchen zur "flotten Biene" entwickelte.
Eleganz, souveränes Auftreten und Diplomatie waren dann für die Titeltrolle
der Karrierefrau Cornelia Sommer in der Serie "Ihre Exzellenz, die
Botschafterin" gefragt.
Ab Mitte der 90er Jahren widmete sich Gaby Dohm wieder verstärkt ihrer Arbeit
für das Theater, blieb aber immer mit nachhaltigen Rollen auf dem Bildschirm
präsent. So spielte sie 1996 in der Romanze "Rosamunde Pilcher Eine besondere Liebe"
die Hauptrolle der Isobel Cameron, ab 1997 sah man sie mehrere Folgen lang in
"Polizeiruf 110" als Polizeipsychologin Dr. Sylvia Jansen. 1998 erheiterte
sie in Joachim Roerings feucht-fröhlichen Handwerker-Posse
"Der Kleine Dachschaden" als Ehefrau von Hajo Beck alias Uwe Friedrichsen
das Publikum, 2000 beispielsweise glänzte sie als Johanna Wiemann
in dem Familiendrama "Lebenslügen" oder ein Jahr später als an den
Rollstuhl gefesselte Susanna Hagen in dem Beziehungsdrama "Herzen in Fesseln".
Sie agierte in beliebten Reihen wie "Heimatgeschichten" oder "Traumschiff"
und in dem Mehrteiler "Klinik unter Palmen Kuba" tauchte sie dann 2002
wieder an der Seite des Dauer-Arztes Klausjürgen Wussows alias Dr. Frank Hofmann
auf und mimte die attraktive Mutter eines jugendlichen Patienten Dorothea Ebel.
Natürlich durfte die Schauspielerin in dem 90-minütigen Special "Die Schwarzwaldklinik Die nächste
Generation", welches das ZDF Ende Februar 2005 ausstrahlte
und damit das 20-jährige Bestehen der erfolgreichsten deutschen Fernsehserie aller
Zeiten feierte, nicht fehlen. Die melodramatische Geschichte knüpfte an Dr. Benjamin Brinkmann
(Alexander Wussow) an, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist und
als Assistenzarzt in der Schwarzwaldklinik arbeitet. Auch alle anderen
ehemaligen Stars der legendären Serie waren mit von der Partie, so Kausjürgen Wussow als Dr. Brinkmann,
Sohn Udo alias Sascha Hehn, Evelyn Hamann als Haushälterin
Carsta Michaelis, Eva-Maria Bauer als ehemalige Oberschwester Hildegard sowie viele mehr und
selbstverständlich
Gaby Dohm als Frau Dr. Christa Brinkmann.
Weitere Arbeiten für das Fernsehen waren in letzter Zeit unter anderem die
Krimikomödie "Männer im gefährlichen Alter" (2004, mit Friedrich von Thun und Fritz Wepper),
die turbulent-schräge Geschichte "Der Boxer und die
Friseuse" (2004, mit Ulrich Noethen), das bewegende Familiendrama "Erbin
mit Herz" (2004, mit Nina Proll) und die von Ariane Zeller mit viel Witz inszenierte
romantische Komödie "Heiraten macht mich nervös" (2005, mit Suzan Anbeh
und Gregor Törzs). In der österreichischen Krimiserie "Vier Frauen und ein Todesfall"
ist sie seit Anfang 2005 neben Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel
eine der Titelheldinnen, die nach jeder Beerdigung ein Verbrechen
wittern und detektivisch aktiv werden.
Nach dem Motto "gemeinsam sind wir unschlagbar" funktioniert auch
die Komödie "Drei teuflisch starke Frauen"1), welche im November 2005
über den Bildschirm flimmerte: Hier zeigt Gaby Dohm als Karrierefrau Dana Weber einmal
mehr, dass Frauen jenseits der 50 noch lange nicht zum alten Eisen gehören:
Als ihr schnöseliger Chef sie aus Altersgründen vor die Türe setzt und sie
die luxuriöse Wohnung nicht mehr halten kann, gründet die gefeuerte Chefredakteurin eines Hochglanzmagazins
kurzerhand mit ihren Schwestern Julie (Gila von Weitershausen) und Maria (Ruth Maria Kubitschek)
eine schlagkräftige Frauen-WG. Julie hat ihren Ehemann in
Flagranti mit einer Jüngeren erwischt, Marias Sohn ist einem Immobilien-Hai
in die Finger gefallen, mit vereinten Kräften schmiedet das Trio nun ein teuflisches Komplott, um der
Männerwelt einen gehörigen Denkzettel zu verpassen
Ende Oktober bzw. Anfang November 2007 gingen die turbulenten Geschichten um
die drei "Golden Girls" mit den Folgen "Eine für alle"1) und "Die Zerreißprobe"1)
dann weiter.
Ende Februar 2006 wurde der bis in die kleinste Nebenrolle prominent besetzte
packende RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut" ausgestrahlt, welcher die Hamburger
Jahrhundert-Flut am 16./17. Februar 1962 thematisiert und melodramatisch Fakten und Fiktion mischt.
Vor dem Hintergrund der Katastrophe wird die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen
Krankenschwester Katja Döbbelin (Nadja Uhl), dem Oberarzt Markus Abt (Jan Josef Liefers)
und Katjas Exgeliebten Jürgen Urban (Benno Fürmann) erzählt.
Gaby Dohm spielte hier die Rolle der Mutter von Markus bzw. der
anfangs etwas blasierten Gattin des wohlhabenden Senatsmitglieds Karl Abt (Michael Degen),
die aufgrund der dramatischen Ereignisse auch über ihr bisheriges Leben
reflektiert.
Glänzend war Ende Februar 2007 Gaby Dohms Darstellung der weltgewandten und
attraktiven Chefeinkäuferin eines Berliner Nobelkaufhauses, die in Ariane Zellers
turbulenten, spritzigen Komödie "Was heißt hier Oma!" zur
liebevollen, zupackenden Power-Großmutter mutiert: Als die hochschwangere Tochter Henrike (Tina Ruland)
von Juliane Kostner nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert wird,
kümmert sich die alleinstehende Juliane trotz eines eher gespannten
Mutter-Tochter-Verhältnisses spontan um die beiden Enkel Nils (Benjamin Seidel)
und Sarah (Emelie Kundrun), meistert diese Aufgabe mit Bravour. Allerdings ist Henrike von "Oma
Julianes" lockeren Erziehungsmethoden alles andere als begeistert und
bald kommt es nicht nur zum familiären Eklat. Die Szenen und
Dialoge waren flott und pointiert, Gaby Dohm im Spagat zwischen
Kinderbetreuung und Karrierefrau ein Genuss, nicht zuletzt wegen der sich
trotz gegensätzlicher Charaktere anbahnenden Romanze mit dem
eigenbrötlerischen Nachbarn Johann (Rüdiger Vogler) könnte man sich
durchaus eine Fortsetzung der Geschichte vorstellen.
Nur wenig später sahen
die Zuschauer eine weitere turbulente Geschichte mit Gaby Dohm in der
Hauptrolle; in Dietmar Kleins "Hilfe, die Familie kommt!" spielte
sie die seit über 30 Jahren mit Leo (Günther Maria Halmer), Chef einer traditionsreichen Installationsfirma,
verheiratete, dynamische und erfolgreiche Münchner Verlegerin Susanne Bredemeyer:
Anlässlich des 60. Geburtstages von Susanne, beschließt das Paar dem
Alltagstrott zu entfliehen und will in dem gemeinsamen Feriendomizil im
malerisch-ländlichen Schweden wieder mehr zueinander finden. Doch es kommt
alles anders, der gesamte Bredemeyer-Clan taucht in der Idylle auf und die
fast schon banalen Konflikte beginnen von neuem alles in allem unterhaltsame
Fernsehkost. Mitte April 2007 überzeugte Gaby Dohm dann mit der Episodenrolle
der undurchsichtigen Äbtissin Rohrbach in "Braun unter Verdacht"
aus der vergnüglichen Krimireihe um den schwergewichtigen "Pfarrer
Braun" alias Ottfried Fischer, der seine Fälle nicht nur mit Gottes Hilfe
und kriminalistischer Logik, sondern auch mit seinem ganz speziellen Humor
löst.
Als selbstbewusste Reederin Astrid Wünsche, die ein kleines traditionsreiches Familienunternehmen
mit Ausflugsschiffen leitet, erfreute Gaby Dohm Ende April 2007 erneut die
Zuschauer. In dem von Ilse Hofmann humorvoll inszenierten Familienfilm "Die großen und die
kleinen Wünsche David gegen Goliath" war Günther Maria Halmer als
charmanter Albert Marquard erneut ihr Partner, der es als Manager einer expandierenden Großreederei
auf die Anlegeplätze der Reederei Wünsche abgesehen hat, gleichzeitig aber
zarte Bande zu der geschiedenen Astrid knüpft Konflikte waren da
vorprogrammiert. In der eine Woche später ausgestrahlten Fortsetzung "Amors Pfeile"
ging die vergnüglich-romantische Geschichte dann weiter, Gaby Dohm und Günther Maria Halmer
überzeugten einmal mehr als ungleiches "Traumpaar".
Nette Unterhaltungskost bot auch der Anfang Oktober 2007 in der ARD gezeigte,
von Peter Weck inszenierte romantische Liebesfilm "Die
Rosenkönigin". Neben den Protagonisten Mirjam Weichselbraun, Erol Sander, Maximilian Schell und Peter Weck selbst mimte die Dohm diesmal eine
elegante, erfolgreiche Bankiersfrau bzw. Mutter von Bernhard Reichenberg (Erol Sander), der ebenso wie
sie in die Intrigen rund um eine traditionsreiche
Parfüm-Firma hineingezogen wird.
Am 23. März 2008 ging im ZDF unter dem Titel "SOKO 5113
Die Akte Göttmann" das 90-minütige "Abschieds"-Special auf
Sendung, in dem sich der neben neben Michael Ande (Assistent in "Der
Alte") dienstälteste Ermittler im deutschen Fernsehen, Kommissar Horst Schickl
alias Wilfried Klaus, nach 30 Jahren und 394 Folgen von seinen
Zuschauern in den Ruhestand verabschiedete. Wie viele alte SOKO-Mitglieder
bzw. prominente Schauspieler beispielsweise Heinz Baumann,
Bernd Herzsprung, Olivia Pascal, Ingeborg Schöner, Christine Döring
und Ilona Grübel war auch Gaby Dohm mit von der Partie und
mimte die Jasmila Dräger, Schirmherrin einer sich um die Integration von
Migranten kümmernden Organisation, die sich
am Ende der spannenden Geschichte als skrupellose Chefin einer Gangsterbande entpuppt.
Kurze Zeit vorher hatte man sie in der "Traumhotel"-Folge
"China" sowie in dem modernen Heimatfilm "Zwei Herzen und ein
Edelweiß" erleben können, wo sie neben ihrem ehemaligen Filmstiefsohn
aus der "Schwarzwaldklinik", Sascha Hehn, als resolute Mutter
agierte, die ihre Tochter Bettina (Julia Jäger) beim Verkauf eines Hofguts
unterstützt.
Dass Gaby Dohm nicht auf einen Rollentypus festzulegen ist, bewies sie Anfang
Mai 2008 in der TV-Romanze "Sommerwellen" als etwas verhärmte Haushälterin
und Dauerverlobte Henriette. Vor der malerischen Kulisse der Müritzer Seenplatte
wird die Geschichte der erfolgreichen, verwitweten Schiffsbauerin Maren (Katja Weitzenböck)
erzählt, die nach Jahren mit ihrem Sohn in ihre alte Heimat kommt gerufen
von ihrem Onkel, dem Bootsverleiher Georg (glänzend Michael Degen als alter
Grantler). Noch ahnt Maren nicht, dass Georg todkrank ist und sein Leben bzw.
seine Nachfolge ordnen möchte. Er will endlich seine Haushälterin Henriette heiraten, doch
es kommt anders
Eine weitere Zusammenarbeit mit Michael Degen gab es in dem Rosamunde
Pilcher-Melodram "Entscheidung des Herzens" (EA: 13.04.2009),
diesmal spielte Gaby Dohm die Ehefrau des Unternehmers George Winston (Michael Degen),
der eine traditionsreiche Tuchmacherei leitet, bzw. Mutter der jungen,
talentierte Modedesignerin Antonia (Maxi Warwel).
Nette Unterhaltungskost war am 31. Oktober 2009 auch die kriminalistisch
angehauchte ARD-Romanze "Für immer Venedig"1), bei der auch der Humor
nicht zu kurz kam. Diesmal war Christian Wolff als ehemaliger
Versicherungsexperte Partner von Gaby Dohm, die in die Rolle der
Trattoria-Besitzerin Mia Remo schlüpfte. Vor der romantischen Kulisse der
Lagunenstadt erlebt das ungleiche Pärchen den Raub einer wertvollen Vase aus
altvenezianischem Glas und heftet sich an die Fersen der dreisten Diebe. Dass
die beiden Hobby-Detektive nicht nur in Sachen Verbrechens-Aufklärung
erfolgreich sind, sondern sich auch privat näher kommen, versteht sich von
selbst. Rund zwei Wochen zuvor hatte man Gaby Dohm in der Inga Lindström-Geschichte
"Mia und ihre Schwestern"1) (EA: 11.10.2009) sehen können; hier
spielte sie die Mutter der jungen Fotografin Mia Högberg (Alma Leiberg).
In der SAT.1-Komödie (EA: 19.01.2010) "Kein Geist für alle Fälle"1)
tauchte sie als standesbewusste Margot von Fürstenberg auf, Mutter des
schwerreichen Max (Lucas Gregorowicz). Abgedreht ist der Fernsehfilm mit dem
Arbeitstitel "Hopfensommer", in dem Gaby Dohm neben Elmar Wepper
und Fritz Karl zu sehen sein wird; mehr bei www.presseportal.de.
Auch in der turbulenten Beziehungskomödie "Urlaub mit kleinen Folgen"3) (EA:
04.05.2010) mit Muriel Baumeister
und Tim Bergmann hat Gaby Dohm wieder eine
Mutterrolle übernommen, ebenfalls mehr dazu bei www.presseportal.de.
Zuletzt stand die beliebte Schauspielerin seit Februar 2010 für den
Weihnachtsfilm "Die Liebe kommt mit dem Christkind" vor der
Kamera, spielt in dieser ORF/ARD Produktion unter der Regie von Peter Sämann an der Seite der Hauptdarsteller Erol Sander und Valerie Niehaus
(siehe auch www.cinefacts.de).
Eine weitere Arbeit ist der Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel
"Hopfensommer", in dem Gaby Dohm neben Elmar Wepper und
Fritz Karl zu sehen sein wird (mehr bei www.presseportal.de),
sowie die Utta Danella-Adaption "Liebe mit Lachfalten" (AT), in der
sie eine erfolgreiche Chirurgin mimt. Die Dreharbeiten, unter anderem mit den
Schauspielerkollegen Dirk Galuba und Günther Maria Halmer, begannen laut www.bavaria-film.de
Mitte Mai 2010.
In Kinoproduktionen war Gaby Dohm eher selten zu sehen, in jüngerer Zeit
übernahm sie Rolle der Baroness von Eschenbach in Margarethe von Trottas
"Rosenstraße"2) (2003).
Die populäre Schauspielerin Gaby Dohm, die für ihre Leistungen mit zahlreichen Fernsehpreisen wie dem
"Bambi" oder der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet wurde, lebt in München.
Aus der Ehe mit dem Kameramann und Dokumentarfilmer
Adalbert Plica stammt Sohn Julian. Seit ihrer Scheidung im Jahre 1994 ist der
Regisseur Peter Deutsch ihr Lebensgefährte.
Seit 2003 ist die Schauspielerin Schirmherrin für den Verein "Der kleine Nazareno e.V.",
der sich um Straßenkinder in Brasilien kümmert.
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