Max Eckard wurde am 25. Oktober 1914 als Sohn eines Kinobesitzers in Kiel geboren.  Seine Theaterlaufbahn begann 1934 in Berlin, später wechselte er nach Leipzig. Von 1939 bis 1940 stand Eckard an den "Münchner Kammerspielen" auf der Bühne, ab 1942 kurze Zeit am "Staatstheater" in Berlin. Dann wurde seine Karriere unterbrochen, da er während des 2. Weltkrieges zum Wehrdienst eingezogen wurde, nach Kriegsende erhielt er zunächst ein Engagement am "Theater am Schiffbauerdamm" in Berlin. 
Szenenfoto aus dem Stück "Die kleine Stadt" von Thornton Wilder am Deutschen Theater in Berlin im August 1945; Max Eckard als George (links), Ruth Schilling als Emily (Mitte) und Bruno Hübner (rechts); Copyright: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek; Datierung: 1945.08 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Szenenfoto aus dem Stück "Unsere Kleine Stadt"1) von Thornton Wilder am "Deutschen Theater" in Berlin im August 1945
Max Eckard als George (links), Ruth Schilling als Emily (Mitte)
und Bruno Hübner1) (rechts)
 
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pk_0000008_011)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983; Link Wikipedia)
Datierung: 1945.08 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
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Originalfoto und Beschreibung: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia
1948 wechselte Eckard an das "Düsseldorfer Schauspielhaus", wo er bis 1955 unter Gustaf Gründgens1) (1899 – 1963) viele eindrucksvolle Rollen spielte; Gründgens besetzte ihn auch 1960 als Valentin in seiner legendären "Faust"-Verfilmung2), ab 1956 gehörte der Charakterdarsteller zum Ensemble des "Deutschen Schauspielhauses" in Hamburg.
Ungeheure Popularität erlangte Eckard 1963 durch seine Titelrolle in dem mehrteiligen Straßenfeger "Tim Frazer"1) nach dem Kriminalroman von Francis Durbridge. Die Krimireihe um Tim Frazer wurde ein Jahr später unter dem Titel "Tim Frazer – Der Fall Salinger"3) fortgesetzt, in der Max Eckard erneut die Hauptrolle unter der Regie von Hans Quest spielte. Im Verlaufe der kommenden Jahre wirkte der Schauspieler mit tragenden Rollen in verschiedensten Fernsehproduktionen mit. Man sah ihn beispielsweise 1966 mit der Titelrolle in "Wilhelm Tell", ein Jahr später agierte er neben Rosemarie Fendel in "Der Mann aus dem Bootshaus" auf dem Bildschirm, 1968 brillierte er in der Fernsehfassung von Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" neben Fritz Kortner, der den Shylock verkörperte.
  
Erste Filmerfahrungen hatte Eckard 1934 als Bauernbursche in der volkstümlichen Komödie "Krach um Jolanthe"4) gemacht, nach Produktionen wie "Zwei Welten"4) (1940) und der Lessing-Adaption "Das Fräulein von Barnhelm"4) (1940) übernahm er 1945 die Titelrolle in "Der Puppenspieler"5) nach der Novelle "Pole Poppenspäler" von Theodor Storm; der Film wurde jedoch nicht vollendet, ebenfalls unvollendet blieb der Streifen "Sag endlich ja"5) (1945). Im Nachkriegsfilm sah man ihn unter anderem 1947 in der Büchner-Verfilmung "Wozzeck"2) neben Kurt Meisel in der Titelrolle auf der Leinwand, in der legendären Spielfilm-Adaption von Goethes "Faust"2) war er 1960 der Valentin. 1966 zeigte er sich mit  der männlichen Hauptrolle des Peter in dem Kinodrama "Zwei wie wir… und die Eltern wissen von nichts" und hatte Susanne Beck als Partnerin → Filmlexikon
Neben seiner Arbeit für Theater, Film und Fernsehen machte sich Max Eckard auch einen Namen als Synchronsprecher und lieh so berühmten Kollegen wie beispielsweise Randolph Scott, Raf Vallone, Yves Montand und Sean Connery seine Stimme. Vor allem an zahlreichen Hörspielproduktionen des NWDR und des  BR war Eckard, oft als Hauptdarsteller beteiligt → Hörspiele (Auswahl) bei Wikipedia..
 
Max Eckard  starb am 6. Dezember 1998 im Alter von 84 Jahren. Er war mit der in Graz geborenen, österreichischen Schauspielerin Solveig Thomas2) verheiratet, die oft an seiner Seite in tragenden Rollen am "Hamburger Schauspielhaus" zu sehen war.
 
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
Ein frühes Foto bei film.virtual-history.com
Link: 1) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) Die Krimihomepage, 4) filmportal.de, 5) Murnau Stiftung
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