Die junge Gudrun Genest (links) als Rosalinde zusammen mit Hildegard Knef (Celia) in "Wie es euch gefällt" von William Shakespeare, im April 1946 am Berliner "Schlossparktheater" in einer Inszenierung von Boleslaw Barlog; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df pk 0000067 007); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek (19011983; Datierung: 1946.04 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Gudrun Genest wurde am 16. August 1914 in Braunschweig geboren und wuchs auch dort auf; ihr Onkel ist der bekannte Schauspieler Hubert von Meyerinck1) (1896 – 1971), der im Film gerne blasierte, skurrile , exzentrisch-liebenswerte Offiziere oder Adelige mimte.
Gudrun Genest gab nach einer Ausbildung zur Schauspielerin ihr Theaterdebüt 1931 an der Berliner "Volksbühne", weitere Verpflichtungen führten sie nach Köln sowie wieder zurück nach Berlin, wo sie an den "Staatlichen Bühnen" wirkte.
Zum Film kam die Theaterschauspielerin Anfang der 1950er Jahre und spielte sporadisch kleinere Rollen in erfolgreichen Filmen wie "Semmelweis – Retter der Mütter"2) (1950), "Bezaubernde Arabella" (1959), "Die Ehe des Herrn Mississippi"2) (1963) oder "Kohlhiesels Töchter"2) (1962) und tauchte auch in dem Wallace-Streifen, "Die Blaue Hand"2) (1967) auf.
 
 
Die junge Gudrun Genest (links) als Rosalinde zusammen mit
Hildegard Knef1) (Celia) in "Wie es euch gefällt" von William Shakespeare,
im April 1946 am Berliner "Schlossparktheater"
in einer Inszenierung von Boleslaw Barlog
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df pk 0000067 007)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983; Link Wikipedia)
Datierung: 1946.04 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
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dieser Webpräsenz wurde am 12.11.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia
Doch vor allem durch das Fernsehen erlangte die Schauspielerin in den 1980er Jahren große Popularität: 1980 erlebte man sie in Hartmut Griesmayrs Literaturverfilmung "Meister Timpe"3) an der Seite von Hans Christian Blech als dessen Filmehefrau Karoline Timpe. Im gleichen Jahr sah man sie als die Mutter des Titelhelden alias Dieter Hallervorden in der Komödie "Mein Gott, Willi!"2) (1980) und auch für die Hallervorden-Serie "Die Nervensäge"2) (1985) stand sie vor der Kamera. Wolfgang Staudte besetzte sie neben Klaus Maria Brandauer in seiner Sternheim-Adaption "Der Snob" (1984), ab 1986 zeigte sie sich dann fünf Staffeln lang mit der Rolle der altjüngferlichen Sekretärin Fräulein Glaubrecht in der beliebten Fernseh-Serie "Die Wicherts von nebenan"2) . In der Serie "Wie gut, dass es Maria gibt"2), den Geschichten um die Nonne Maria alias Thekla Carola Wied, sah man sie als Frau Weber und auch in den Serien "Immer wieder Sonntag"2) (1993) und "Der Mond scheint auch für Untermieter" (1995) wirkte sie mit. Daneben tauchte sie in so beliebten Krimi-Reihen wie "Der Alte" und "Derrick" auf, zu den letzten Arbeiten für das Fernsehen zählen unter anderem die Pilcher-Verfilmung "Das Haus an der Küste" (1996), Matti Geschonnecks Drama "Angeschlagen" (1997) sowie ein Auftritt in der TV-Serie "Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen" (2002).

Die Schauspielerin machte sich auch einen Namen als vielgefragte Synchronsprecherin; so lieh sie beispielsweise Maureen O'Hara, Jane Wyman, Angela Lansbury, Kathleen Ryan oder Helen Hayes ihre unverwechselbare Stimme.
Gudrun Genest, die zuletzt in Berlin lebte, war bis zu dessen Tod im Jahre 1961 mit dem bekannten Charakterschauspieler Aribert Wäscher1) (1895 – 1961) verheiratet; Tochter Corinna Genest1) (geb. 1938) aus einer früheren Beziehung ihrer Mutter mit Rudolf Diels2) (1900 – 1957), zählt ebenfalls zu den renommierten Darstellerinnen bei Theater, Film und Fernsehen. 
Gudrun Genest starb am 6. Februar 2013 im Alter von 98 Jahren in Berlin; ihre letzte Ruhe fand sie auf dem Berlin-Dahlemer St. Annenfriedhof im Urnengrab ihres Ehemannes Aribert Wäscher → Traueranzeige sowie Foto der Grabstelle bei knerger.de.
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3)  www.deutsches-filmhaus.de
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
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