Achim Grubel
Achim (Hans-Joachim) Grubel wurde am 7. Januar 1944 in Mülhausen (Elsass) geboren. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler an der von Fritz Kirchhoff in Berlin gegründeten Schauspielschule "Der Kreis"1) stand Grubel im Verlaufe der nächsten Jahre an verschiedensten Berliner Theatern auf der Bühne, zu nennen sind etwa die "Kammerspiele", das "Schlosspark"- und das "Schillertheater". Mitte der 1980er Jahre gehörte Grubel zu den Begründern der Spandauer Sommerfestspiele, die seit 1986 jährlich auf der Freilichtbühne Zitadelle stattfinden.

Grubels Arbeit für Film und Fernsehen begann Ende der 1970er Jahre mit kleineren Rollen, auf der Leinwand sah man ihn unter anderem in den Hallervorden-Streifen wie "Der Schnüffler"1) (1983) und "Didi – Der Doppelgänger"1) (1984). In nachhaltiger Erinnerung bleibt der Schauspieler mit der Titelrolle in Dietmar Kleins TV-Satire "Der Erdnussmann" (1992), eine exzellent inszenierte Karikatur der Ost-West-Befindlichkeiten, die noch im gleichen Jahr mit dem "Max-Ophüls-Preis"1) ausgezeichnet wurde. Weitere prägnante Rollen in humorvollen TV-Produktionen spielte Grubel beispielsweise in der Kishon-Adaption "Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht" (1986) oder in Joachim Roerings sehenswerten Satire "Halali oder Der Schuss ins Brötchen"1) (1994), so richtig populär wurde der Schauspieler jedoch durch seine Auftritte in verschiedenen "Tatort"-Folgen sowie seit Mitte der 1990er Jahre in den Krimis um den Hauptkommissar Sperling alias Dieter Pfaff → Sperling1). Hier zeigte er sich seit der ersten Folge "Sperling und das Loch in der Wand" im Jahre 1996 als wortkarger, grauhaariger Berliner Ermittler Norbert Wachutka, der das Team um Sperling komplettiert. Zu Grubels Filmografie zählen Auftritte in so beliebten Serien wie "Ein Fall für Zwei", "Polizeiruf 110", "Adelheid und ihre Mörder" oder "Der Fahnder", in der RTL-Comedy-Reihe "Ritas Welt" mit Gaby Köster mimte er 2000 mehrere Episoden lang den Opa Hermann Kruse.

Während der Planung zu einer neuen "Sperling"-Folge, in der der kauzige Ermittler Wachutka in den Mittelpunkt rücken sollte, starb Achim Grubel am 4. August 2004 im Alter von 60 Jahren nach einer schweren Erkrankung; er war in seiner Berliner Wohnung tot aufgefunden worden. Das Drehbuch zu dem Krimi wurde umgeschrieben, mit der Geschichte "Sperling und der Fall Wachutka"2) (Erstausstrahlung 16. September 2006) wurde der Schauspieler posthum geehrt. Grubel ist nur in wenigen Szenen zu sehen, die aus früheren "Sperling"-Folgen hineinmontiert wurden. "Ein anderer Abschied, etwa durch die Erwähnung von Wachutkas Pensionierung, wäre nicht so würdig gewesen", sagte Pfaff damals in einem Interview.
 
Grubel war drei Mal verheiratet, unter anderem mit der aus der Fernsehserie "Drei Damen vom Grill"1) bekannten Schauspielerin Gabriele Schramm1). Er hinterließ einen unehelichen Sohn.3)
   
Siehe auch Wikipedia, Filmografie bei der Internet Movie Database
Link: 1) Wikipedia, 2)  prisma.de
Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 01.02.2012)
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