Heidi Kabel erblickte am 27. August 1914 als Heidi Bertha Auguste Kabel in Hamburg im Haus an der Große Bleichen Nr. 30 das Licht der Welt. Als junges Mädchen wollte die Tochter des Druckereibesitzers Ernst Kabel1) (1879 – 1955) und dessen Ehefrau Agnes († März 1956) Konzertpianistin werden, doch das änderte sich, als die damals 18-Jährige eine Freundin zum Vorsprechen auf der dem Elternhaus genau gegenüber liegenden "Niedersächsischen Bühne", dem Vorläufer des späteren "Ohnsorg-Theaters"1), begleitete. Zusammen mit der Freundin erhielt auch Heidi Kabel eine Rolle und gab 1932 ihr Bühnendebüt in dem Piratenstück "Ralves Carstens". Sie hatte nun Theaterluft geschnuppert und entschloss sich zu einer dreijährigen, professionellen Ausbildung als Schauspielerin, wurde von den bei den Ohnsorg-Schauspielern Käte Alving1) und Hans Langmaack1) unterrichtet.
1937 heiratete Heidi Kabel den Regisseur Hans Mahler1) (1900 – 1970), der 1949 als Nachfolger von Rudolf Beiswanger
1) (1903 – 1984) zum Leiter des "Ohnsorg-Theaters" berufen wurde. Hier spielte Heidi Kabel in den folgenden Jahrzehnten in plattdeutschen Theaterstücken resolute Ehefrauen, keifende Hausdrachen, Klatschweiber, gütige Mütter, tüchtigen Bäuerinnen oder andere liebenswerte Frauen mit Herz und avancierte schnell zum Star der Hamburger Volksbühne. Ihre Schauspielkarriere umfasste insgesamt 75 Jahre, von denen sie die meiste Zeit auf der Bühne stand.
 

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Heidi Kabel 01; Copyright Virginia Shue
Einem breiten Publikum wurde die Schauspielerin bekannt, als das Deutsche Fernsehen ab Mitte der 1950er Jahre die Aufführungen aus dem "Ohnsorg-Theater" ausstrahlte und bald gehörte Heidi Kabel neben dem Kölner Willy Millowitsch (1909 – 1999) zur beliebtesten Figur des volkstümlichen Theaters. Das erste Stück, "Seine Majestät Gustav Krause", flimmerte bereits am 13. März 1954 über die noch schwarz-weißen bundesdeutschen Bildschirme, ihre Rolle in "Tratsch im Treppenhaus"1) (Tratsch op de Trepp), wo sie 1962 neben dem unvergessenen Henry Vahl die klatschsüchtige Nachbarin Meta Boldt gab, bleibt ebenso unvergessen wie unzählige andere, einmalige Lustspiele. Die Stücke und Rollen lassen sich nicht alle aufzählen, in mehr als über 200 plattdeutschen Schwänken begeisterte sie das Publikum. Man sah Heidi Kabel beispielsweise als Ida Bodendiek in "Kein Auskommen mit dem Einkommen", sie war die "Kartenlegerin"1) Wilhelmine Lührs in dem gleichnamigen Stück, sie spielte in "Schneider Nörig", "Willems Vermächtnis", "Trautes Heim", "Mein Mann, der fährt zur See", "Wenn der Hahn kräht", "Brand-Stiftung", "Mudder is de Beste", "Ein Mann ist kein Mann"1), und und und…
Übrigens stand Heidi Kabel – wenn auch nur ein einziges Mal – mit den rheinischen "Zugpferd" Millowitsch gemeinsam auf der Bühne, unter der Regie von Hans Mahler mimte er 1968 am "Ohnsorg-Theater" den Amtsrichter Dr. Kleinfisch in "Die Kartenlegerin". Der Schwank von Wilfried Wroost1) war als Sondersendung zur ARD-Fernsehlotterie1) am 14. September 1968 ausgestrahlt worden → Übersicht (Auszug) der vom Fernsehen gesendeten Stücke aus dem "Ohnsorg-Theater" mit Heidi Kabel.
 
Das Fernsehen bot der Schauspielerin vor allem Ende der 1970er Jahre weitere interessante, schöne Rollen. Mit Willy Millowitsch, mit dem sie auch privat befreundet war, drehte sie die humorige Sketch-Serie "Kabillowitsch"2) (1977/78). Hier sind die beiden Komödianten voll in ihrem Element, mit unnachahmlicher Spielfreude schlüpfen sie in jeder Folge in eine andere Rolle, ob als untreuer Lebemann oder verdatterter Detektiv, als schwerhörige Grafin oder schusselige Tierfreundin.3) In der 12-teiligen Vorabend-Familienserie "… Erbin sein – dagegen sehr"1) (1985) konnte sie als Lisa Boysen, die ein Mietshaus geerbt hat, glänzen, ab Februar 1986 zeigte sie sich als "Tante Tilly"2), die in der gleichnamigen Serie Kriminalfälle löst. 1990 sah man Heidi Kabel zusammen mit der bayerischen Volksschauspielerin Erni Singerl (1921 – 2005) in den Geschichten um "Heidi und Erni"1) sowie neben Hans-Joachim Kulenkampff in einer Episode der Serie "Die große Freiheit"2), 1992 war sie die Mutter und Firmenchefin Christine Kroeger in der Komödie "Mutter und Söhne"2).
 

Heidi Kabel und Karl-Heinz Kreienbaum 01; Copyright Virginia Shue

Heidi Kabel und Karl-Heinz Kreienbaum 02; Copyright Virginia Shue
Heidi Kabel und Karl-Heinz Kreienbaum 1980 als Ehepaar Wiese
in "Mutter ist die Beste"2)
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Im November des gleichen Jahres feierte Heidi Kabel ihr 60. Bühnenjubiläum und nach zweijähriger "Ohnsorg"-Abstinenz ein gelungenes Comeback mit dem Stück "Manda Voß ward 106"2). Am Silvesterabend 1998 nahm die berühmte Volksschauspielerin – inzwischen 84-jährig – mit der Doppelrolle der resoluten Sprechstundenhilfe Trude Engel bzw. deren spleenig-aufgedonnerte (Zwillings-)Schwester Mary in dem Lustspiel "Mein ehrlicher Tag" Abschied vom "Ohnsorg-Theater"; bereits zuvor hatte Heidi Kabel im Rahmen einer Deutschland-Tournee mit diesem Stück ihre zahlreichen Fans begeistert. Ihren letzten "Ohnsorg"-Fernsehauftritt absolvierte Heidi Kabel am 1. Januar 1998  mit der Titelrolle der Trödelladenbesitzerin Clara Sperling, die sich in der von Erwin Kreker1) verfassten Komödie "Frau Sperlings Raritätenladen"2), auf ein zwielichtiges Geschäft mit dem Kunstdieb Heilig (Jürgen Lederer1)) einlässt. Fast ein Jahrzehnt später stand sie mit einer kleinen Rolle nochmals vor der Kamera: Obwohl sie sich seit 2002 zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, übernahm sie im Alter von 92 Jahren in Detlev Bucks Kinder- und Jugendfilm "Hände weg von Mississippi"1) nach dem Buch von Bestseller-Autorin Cornelia Funke1) als Oma Berta einen kleinen Part an der Seite ihrer Tochter Heidi Mahler; der Streifen kam am 22. März 2007 in die Kinos → Übersicht Filmografie.
  

Heidi Kabel und Tochter Heidi Mahler in dem Stück "Das Kuckucksei" (1981); Copyright Virginia Shue

   Die große Heidi Kabel Kollektion: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; Quelle: presse.studio-hamburg-enterprises.de
Heidi Kabel und Tochter Heidi Mahler
in dem Stück "Das Kuckucksei"2) (1981)
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  Seit August 2014 ist
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Die Auszeichnungen, die Heidi Kabel während ihrer mehr als 70 Jahre umfassenden Karriere als Schauspielerin erhielt, können sich sehen lassen: So wurde sie unter anderem 1967 und 1972 mit dem "Goldenen Bildschirm"1) geehrt, 1983 erhielt sie den "Richard-Ohnsorg-Preis", 1984 und 1990 einen "Bambi"1) und am 23. Februar 1985 die "Goldene Kamera"1) für ihre Arbeit im "Ohnsorg-Theater". 1994 wurde sie Ehrenkommissarin der Hamburger Polizei, seit 2004 war sie Ehrenmitglied im "Ohnsorg-Theater", wurde im gleichen Jahr erneut mit einem "Bambi" geehrt – diesmal für ihr Lebenswerk. Weitere Preise sind beispielsweise 1989 die "Hermann-Löns-Medaille in Platin"1) für besondere Verdienste um die Volksmusik und die "Ehrenmedaille für Kunst und Wissenschaft" (1989) der Hansestadt Hamburg. Den Bundesverdienstorden, welchen sie erhalten solle, lehnte die Künstlerin entsprechend hanseatischer Tradition ab → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.
Nicht nur als Schauspielerin machte sich Heidi Kabel einen Namen, so veröffentlichte sie 1992 "Snack mol'n beten Platt. Plattdüütsch Leesbook", aber auch zahlreiche Kochbücher wie beispielsweise "Kartoffelhits aus Topf und Pfanne" und "Heidi Kabel's Kaffeebuch" und brachte auch ihre Lebenserinnerungen zu Papier: 1983 erschien die Autobiografie "Manchmal war es nicht zum Lachen", 1991 "Wo sind nur die Jahre geblieben? Stationen meines Lebens" und 1994 "Das Leben macht mir Freude. Erinnerungen einer lebensklugen Frau". Als Sängerin machte sie ebenfalls Furore, unvergessen ihre Lieder "In Hamburg sagt man Tschüss", "An de Eck steiht'n Jung mit’n Tüdelband"1) oder "Der Junge von St. Pauli". Wie etliche ihrer "Ohnsorg"-Kollegen bzw. Kolleginnen war auch Heidi Kabel umfangreich als Sprecherin beim "NWDR Hamburg" und beim späteren NDR, fast ausschließlich für Mundarthörspiele tätig. Zu den Arbeiten vor dem Mikrofon zählte zudem die Sendereihe "Neues aus Waldhagen"1), die in Form von Kurzhörspielen zwischen 1955 und 1985 im Rahmen des Schulfunkprogramms ausgestrahlt wurde und in der Heidi Kabel die Emma Piepenbrink sprach. Viele der anderen Mitwirkenden kamen ebenfalls vom "Ohnsorg-Theater" bzw. waren der niederdeutschen Bühne verbunden, so Rudolf Beiswanger1) (Paul Piepenbrink), Otto Lüthje (Dorfschuster Emil Ziesemann), Aline Bußmann1) (Käthe Ziesemann), Henry Vahl (Opa Negenborn), Ernst Grabbe (Krämer Schnack), Heinz Lanker1) und Hilde Sicks (Herr und Frau Grothe) sowie Karl-Heinz Kreienbaum (Landarzt Dr. Kraus) und Carl Voscherau (Bürgermeister Kienappel); Heinz Reincke fungierte mehr als drei Jahrzehnte als Erzähler → www.ndr.de. Eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen mit Heidi Kabel findet man hier.
Heidi Kabel 1980 in "Mudder is de Beste"; Copyright Virginia Shue Aus der Ehe der Künstlerin mit dem am 25. März 1970 verstorbenen Hans Mahler stammen die Söhne Jan-Rasmus (geb. 1938) und Heiko (geb. 1942) sowie Tochter Heidi Mahler1) (geb. 1944), die ebenfalls am "Ohnsorg-Theater" zum Star avancierte. Heidi Kabel war Großmutter von fünf Enkeln und lebte vier Jahrzehnte lang in ihrem Einfamilienhaus im idyllischen Hamburg-Nienstedten, Ende Oktober 2003 zog sie alterbedingt in die Seniorenresidenz "Ernst und Claere Jung Stiftung" im Hamburger Stadtteil Othmarschen1).
In jüngerer Zeit mehrten sich Berichte in der einschlägigen Boulevardpresse, dass es um den Gesundheitszustand der beliebten Schauspielerin und "Hamburger Legende" nicht zum Besten bestellt sei, sie leide unter Altersdemenz.
 
Heidi Kabel, eine der letzten großen Volksschauspielerinnen, starb am 15. Juni 2010 im Alter von 95 Jahren in Hamburg; sie sei "friedlich eingeschlafen" ließen die Familienangehörigen die Presse wissen. Ihre letzte Ruhe fand Heidi Kabel auf dem Hamburger Nienstedtener Friedhof1) an der Seite ihres verstorbenen Mannes Hans Mahler. Der Grabstein trägt die plattdeutsche Inschrift "To't Leben hört de Dood" ("Zum Leben gehört der Tod") → Foto der Grabstelle bei knerger.de sowie Wikimedia Commons.
 

Heidi Kabel 1980 in "Mudder is de Beste" ("Mutter ist die Beste")
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Anlässlich des Todes von Heidi Kabel würdigten die Medien die Lebensleistung der Bühnenlegende, "Sie war vielleicht Hamburgs größtes Wahrzeichen, bekannter als der Michel, beliebter als die Elbe und die Reeperbahn." schrieb unter anderem die "Rheinische Post". Und Thomas Wolff meinte in der "Frankfurter Rundschau": "So einfach manche Charaktere geschnitzt waren: Kabel beherrschte die Kunst, Pointen zum richtigen Zeitpunkt auszuspielen, mit dem richtigen Tonfall, dem effektvollen Augenrollen. Die Leichtigkeit und Natürlichkeit, mit der sie all das präsentierte, ließ Generationen von Zuschauern glauben, das sei ein Kinderspiel."; weitere Nachrufe unter anderem bei www.stern.de, www.welt.de und www.zeit.de.
Zahlreiche Persönlichkeiten des politischen Lebens trauerten um den "Ohnsorg"-Star, allen voran der damalige Bürgermeister der Hansestadt Bremen  Jens Böhrnsen1) mit den Worten: "Heidi Kabel hat sich in die Herzen ihres Publikums gespielt. In vielen Auftritten im Fernsehen und im Theater hat sie uns in ihrer wundervollen Art Schwächen und Stärken der Menschen vor Augen geführt – auf liebenswerteste Weise, mit großer Aufrichtigkeit, Wärme und hintersinnigem Witz. Heidi Kabel wird uns allen als eine großartige, authentisch hamburgische Volksschauspielerin und als ein ganz besonderer Mensch in Erinnerung bleiben."4) 
Für Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust1) gehörte Heidi Kabel "zu Hamburg wie der Michel1). Zu Recht als die große deutsche Volksschauspielerin gefeiert, eroberte sie mit Witz, Geradlinigkeit und Herzenswärme die Zuschauer im Sturm." Sie sei in ihren Rollen wie im wahren Leben immer hanseatisch, bodenständig und ehrlich gewesen – "eben eine echte Hamburger Deern!"4) Für den Intendanten des "Ohnsorg-Theaters", Christian Seeler1) gab es "nur wenige Menschen, die in ganz Deutschland quer durch alle Generationen so populär waren wie Heidi Kabel. Das "Ohnsorg-Theater2 trauert um eine großartige Schauspielerin, um eine wunderbare Kollegin und um einen einzigartigen Menschen."4). Auch für den NDR-Intendanten Lutz Marmor1) war Heidi Kabel eine der ganz Großen, "Mit ihren Rollen steht Heidi Kabel für beste volkstümliche Unterhaltung. Sie ist untrennbar mit Norddeutschland und dem NDR verbunden. Heidi Kabel hat dem Norden bundesweit viele Sympathien beschert. Wie kaum eine andere hat Heidi Kabel Authentizität, norddeutschen Humor und intelligente Komik verkörpert."4)
Am 25. Juni 2010 fand in der Hamburger "St.-Michaelis-Kirche"1) eine bewegende Trauerfeier statt, die auch im NDR übertragen wurde. Familienangehörige, Freunde und prominente Weggefährten wie die Schauspieler Uwe Friedrichsen und Jan Fedder nahmen Abschied von der "berühmtesten Hamburger Deern". Neben dem Hamburger Bürgermeister Ole von Beust würdigte auch der frühere Bürgermeister und Freund der Familie Henning Voscherau1) Heidi Kabel, bezeichnete sie als "große Menschendarstellerin und bescheiden gebliebenen Star." "Heidi Kabel hob nie ab", sagte Voscherau. "Heidi Kabel konnte alles – auf der Bühne und im Leben."
Das Fernsehen erinnerte an unvergessene Stunden mit Heidi Kabel, so stellte der NDR am Todestag von Heidi Kabel sein komplettes Programm um, zeigte unter anderem das 2004 entstandene Portrait zum 90. Geburtstag von Christian Stöffler "Heidi Kabel – Mein Leben" sowie zur besten Sendezeit den Klassiker "Tratsch im Treppenhaus". Um 22.15 Uhr folgte der 30-minütige Film "Ein Abend für die legendäre Heidi Kabel" von Arne Wasmuth und Cornelia Quast, gedreht anlässlich des 95. Geburtstages von Heidi Kabel im Jahre 2009. 
  

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Heidi Kabel 02; Copyright Virginia Shue
Um 23.45 Uhr folgte dann "Frau Sperlings Raritätenladen", das letzte "Ohnsorg"-Stück mit Heidi Kabel, in dem sie die Inhaberin eines Antiquitätenladens mimte. Der  ZDFtheaterkanal änderte sein Juni-Programm und strahlte am 16. und 28. Juni 2010 (jeweils ab 16.40 Uhr) sowie am 20. Juni 2010 (11.40 Uhr) das Volksstück "Die Kartenlegerin" in einer Aufzeichnung (1982) aus dem Hamburger "St. Pauli-Theater"1) aus. Ebenfalls am 20. Juni 2010 (16:49 Uhr) sendete der "Hessische Rundfunk" (HR) einen Film von Dörte Petsch und Jan Gerckens mit dem Titel "Heidi Kabel – Herz, Humor und Happy End".
Denkmal für Heidi Kabel vor dem Bieberhaus, "Heidi-Kabel-Platz 1",dem neuen Domizil des "Ohnsorg-Theaters"; Copyright (Foto) Virginia Shue
Denkmal für Heidi Kabel
vor dem Bieberhaus, "Heidi-Kabel-Platz 1",
dem neuen Domizil des "Ohnsorg-Theaters"
Foto: © Virginia Shue
Rund ein Jahr nach dem Tod der legendären Künstlerin setzte das "Ohnsorg-Theater" ihrer einstigen Prinzipalin ein Denkmal, Tochter Heidi Mahler enthüllte am 4. September 2011 vor dem "Bieberhaus" neben dem Hamburger Hauptbahnhof (gegenüber dem "Deutschen Schauspielhaus") unter großem Beifall zahlreicher Hamburger Bürger – mehr als 1.000 Besucher, unter ihnen auch Prominente wie Moderatorin Ina Müller1), waren gekommen – eine lebensgroße, freundlich lächelnde Bronze-Skulptur ihrer Mutter; die Künstlerin Inka Uzoma aus dem niedersächsischen Donstorf (Ortsteil von Eydelstedt1)) hatte die Statue im Auftrag des "Hamburger Abendblatts" geschaffen. Außerdem ehrte die Hansestadt die berühmte Volksschauspielerin, ein Teil des Hachmannplatzes vor dem neuen Domizil des "Ohnsorg-Theaters" wurde offiziell in "Heidi-Kabel-Platz" umbenannt. Der amtierende Erste Bürgermeister Olaf Scholz1) überreichte das neue Straßenschild an den "Ohnsorg"-Intendanten Christian Seeler. Eine Feier zu Ehren der Schauspielerin in den neuen Räumen des traditionsreichen Hamburger Volkstheaters schloss sich an5). Auch der ehemalige Erste Bürgermeister Henning Voscherau wohnte der Feier bei und sagte in seiner Laudatio unter anderem "Sie war Hamburg: klar, offen, spröde, verlässlich, herzlich, handfest, burschikos. (…) "Eine starke Frau, eine große Persönlichkeit, stets persönlich ganz bescheiden, keinerlei Allüren. Und dafür liebte ihr Publikum sie, liebten wir alle sie und lieben sie heute noch."4)
 

Plakette vor dem Denkmal für Heidi Kabel vor dem Bieberhaus, "Heidi-Kabel-Platz 1", dem neuen Domizil des "Ohnsorg-Theaters"; Copyright (Foto) Virginia Shue

Plakette vor dem Denkmal
für Heidi Kabel

Foto: © Virginia Shue

  
1999 publizierten Christoph Schramowski und Marion Schröder "Das große Heidi Kabel Album. Ihr Leben, ihre Rollen" und lassen darin mit zahlreichen Fotos die Stationen des künstlerischen und privaten Lebensweges der Schauspielerin Revue passieren. Im Februar 2004 erschien rechtzeitig zum dem 90. Geburtstag das Buch "Heidi Kabel – Sag ja zum Leben" von Enkel Jan Hinnerk Mahler und dem Journalisten Carsten Wittmaack auf dem Markt. Das Buch zeichnet den gesamten Lebensweg der beliebten Volksschauspielerin nach, Heidi Kabel selbst kommt mit Anekdoten, Einschätzungen und Zitaten zu Wort, darüber hinaus werden viele bislang unveröffentlichte Fotos aus dem privaten Familienarchiv gezeigt.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Heidi Kabel für ihr besonderes soziales Engagement bekannt war. Beispielsweise sammelte sie 1992 im Hamburger Hafen Geld für die "Aktion Sorgenkind"1), wandte sich 1994 mit einer Petition an den Hamburger Senat, um auf das Schicksal einer von Abschiebung bedrohten jugoslawischen Familie von Kriegsflüchtlingen aufmerksam zu machen. Sie unterstützte unter anderem Hamburger Obdachlosenprojekte, das Kinderheim von St. Pauli und den Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck1).

Siehe auch Wikipedia, whoswho.de, filmportal.de, www.ndr.de
Fremde Links: 1) Wikipedia,  2) fernsehserien.de
Quelle: 3) www.fernsehserien.de, 4)  ndr.de (Seite nicht mehr abrufbar), 5) .welt.de  (Seite nicht abrufbar)
    
Filme
Kinofilme / TV-Produktionen / Aufzeichnungen aus dem "Ohnsorg-Theater"
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: filmportal.de, Wikipedia, Die Krimihomepage, fernsehserien.de, vvb.de, .mahnke-verlag.de)
Kinofilme Fernsehen (ohne Aufzeichnungen aus dem "Ohnsorg-Theater", Auszug) Fernsehen (Aufzeichnungen aus dem "Ohnsorg-Theater", Auszug)
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia, mahnke-verlag.de, niederdeutsche-literatur.de)
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