Maria Körber Maria Körber wurde am 23. Juni 1930 als Maria Christiane Harlan in Berlin geboren und wuchs auch dort auf. Die Tochter des Regisseurs Veit Harlan1) (1899 – 1964) und der Schauspielerin Hilde Körber1) (1906 – 1969) ließ sich nach der Schule zur Schauspielerin ausbilden, absolvierte die Schauspielschule des Berliner Hebbel-Theaters unter Ernst Schröder und nahm Unterricht bei Marlise Ludwig2) (1886 – 1982).
1948 gab Maria Körber ihr Bühnendebüt in in Sartres "Die Fliegen", Engagements führten die junge Schauspielerin im Verlaufe der nächsten Jahre unter anderem nach Oldenburg an das Staatstheater, an das Stadttheater Bielefeld und das "Mannheimer Nationaltheater". Sie brillierte in Berlin an der "Tribüne" ebenso wie am "Theater am Kurfürstendamm" und "Renaissancetheater", stand am "Hessischen Staatstheater" in Wiesbaden, in Bremen und am "Thalia-Theater" in Hamburg auf der Bühne. Zwischen 1960 und 1974 arbeitete Maria Körber als freischaffende Schauspielern und gab Gastspiele an vielen bedeutenden deutschsprachigen Theatern, danach war sie Ensemblemitglied der "Staatlichen Schauspielbühnen" Berlins.

 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Jan Sobottka zur Verfügung gestellt.
© Jan Sobottka / © www.catonbed.de (Webportal der Berliner Kunstszene)

Zum Film kam die Schauspielerin Anfang der 1950er Jahre und gab ihr Leinwanddebüt mit einer kleinen Rolle in der von Carl Froelich in Szene gesetzten Liebesgeschichte "Drei Mädchen spinnen"2) (1950). Es folgten sporadisch Auftritte in Kinoproduktionen wie "Sommerliebe" (1955), 1963 erlebte man sie neben Erik Schumann als dessen Ehefrau in Frank Wisbars, auf tatsächlichen Begebenheiten beruhenden Flucht-Drama "Durchbruch Lok 234"2). In nachhaltiger Erinnerung ist Maria Körber sicherlich als spröde Lehrerin bzw. Tante Rose in der turbulent-heiteren Geschichte "Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung"2) (1968) geblieben, gedreht von Kurt Hoffmann nach dem gleichnamigen Roman von Eric Malpass. An aktuelleren Arbeiten vor der Kinokamera ist Jan Bonnys Spielfilmdebüt "Gegenüber"3) (2007) mit Matthias Brandt und Victoria Trauttmansdorff zu nennen; mit dem Ehedrama thematisiert Bonny die Problematik der häuslichen Gewalt, die von einer Frau ausgeht.
  
Das Fernsehen bot Maria Körber vor allem ab den 1970er Jahren ein breites Betätigungsfeld. Neben Gastauftritten in beliebten Krimi-Reihen wie "Ein Fall für zwei", "Großstadtrevier" oder den "Tatort"-Folgen "Mit nackten Füßen"2) (1980), "Usambaraveilchen"2) (1981) und "Tod einer Ärztin" (1990) erlebte man die Charakterdarstellerin unter anderem in populären Serien wie "Cafe Wernicke", "Die Laurents", "Berliner Weiße mit Schuß" oder "Unser Charly". Man sah sie in Fernsehspielen wie beispielsweise "Ein Typischer Fall" (1980), "Der Bettler vom Kurfürstendamm" (1989) oder "Oh du Liebezeit" (2001). Zu Maria Körbers jüngeren TV-Produktionen zählen unter anderem "Brüder" (2002), "Verkauftes Land" (2003), die Pilcher-Verfilmung "Wolken am Horizont" (2005) sowie zuletzt der Krimi "Sippenhaft" (2006) aus der Reihe "Ein starkes Team".
Maria Körber Neben ihrer umfangreichen Tätigkeit für das Theater, welches immer ihren künstlerischen Mittelpunkt bildete, sowie für Film und Fernsehen, fand die Künstlerin auch noch Zeit für interessante Aufgaben beim Rundfunk und Hörbuchproduktionen. Außerdem machte sie sich seit Anfang der 1950er Jahre als deutsche Stimme von Leslie Caron, Joan Collins, Lee Remick, Julie Andrews und Debbie Reynolds einen Namen.
  
Maria Körber, die viele Jahre in Berlin das angesehene "Schauspielstudio Maria Körber" leitete, war in erster Ehe mit ihrem Kollegen Walter Buschhoff1) (1923 – 2010) verheiratet; aus der Verbindung stammt Sohn Sebastian. In zweiter Ehe ist sie mit dem Schauspieler Joachim Kerzel1) verheiratet.

Quelle: © Werner Bethsold2)
Das Foto entstand 1981 während einer Hörspielproduktion.
Siehe auch Wikipedia sowie Agentur Ute Nicolai
Filmografie bei der Internet Movie Database
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz, 2) Wikipedia, 3) filmportal.de Stand: November 2015
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