Rudolf Kowalski wurde am 8. September 1948 in Gladbeck (Ruhrgebiet) geboren. Nach seiner Ausbildung an einer Schauspielschule in Bochum erhielt er erste Engagement in Köln und Bonn, weitere Verpflichtungen führten ihn unter anderem nach Mannheim, Stuttgart und Hamburg. Mit den Jahren avancierte der Schauspieler auf der Bühne nicht nur zu einem bedeutenden Charakterdarsteller sondern machte sich auch mit eigenen Inszenierungen wie am "Nationaltheater Mannheim", der "Württembergischen Landesbühne Esslingen" oder dem Stuttgarter "Theater im Westen" einen Namen.
Zu Kowalskis  aktuelleren Theaterarbeiten gehört die Wiederaufnahme der Beziehungskomödie "Drei Mal Leben"  der Pariser Erfolgsdramatikerin Yasmina Reza, welche ab 3. März 2005 am Hamburger "St. Pauli-Theater" gezeigt wurde. Kowalski spielte in diesen unterhaltsamen Szenen zweier Ehen – wie bereits 2001 an den "Hamburger Kammerspielen" – den Astrophysiker Hubert Finidori, der gemeinsam mit Frau Ines (Leslie Malton) auf das Ehepaar Henri und Sonja (Barbara Auer und Burghart Klaußner) trifft; die zwei Paare erfahren an einem ziemlich danebengegangenen Abend mehr voneinander, als ihnen lieb ist. Am Ende spult die Autorin den Abend zurück und fängt noch mal von vorne an, insgesamt drei Mal, die Figuren bekommen die Chance, alles besser zu machen – und nutzen sie.
 

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Rudolf Kowalski; Copyright Fabian Isensee
Bekannt und populär wurde Rudolf Kowalski durch das Fernsehen; erste Erfahrungen vor der TV-Kamera sammelte er mit verschiedenen Rollen in den berühmten Loriot-Sketchen, die zwischen 1977 und 1983 von Radio Bremen produziert wurden → Wikipedia. Hier zeigte er in den legendären Parodien mit unterschiedlichsten Figuren sein komödiantisches Talent – man denke nur an seinen Herrn Jürgens, Staubsaugervertreter der Firma Heinzelmann ("Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann"), in dem "Vertreterbesuch"-Sketch1). Viele Szenen sind bis heute unvergessen und auch anlässlich der vom Fernsehen ausgestrahlten Gala zum 80. Geburtstag von Vicco von Bülow war er am 13.11.2003 neben alten Weggefährten wie Evelyn Hamann, Edgar Hoppe und Heinz Meier als "Leiter der Überprüfungsabteilung des NDR – Herr Mendelsohn" mit von der Partie → fernsehserien.de.

Doch erst Ende der 1980er Jahre intensivierte Rudolf Kowalski seine Arbeit für Film und Fernsehen und wurde mit seinem ausdrucksstarken, oft unaufdringlich-zurückgenommenen Spiel zum beliebten Bildschirmdarsteller. Neben wiederholten "Tatort"-Auftritten – so beispielsweise in "
Kopflos"1) (1989), "Tod im Häcksler"1) (1991), "Blutiger Asphalt"1) (1995), "Der kalte Tod"1) (1996) oder auch "Schimanski – Hart am Limit"1) (1997) – sowie verschiedenen anderen Einzelproduktionen, übernahm er dann ab 1998 die durchgehende Rolle des Literaturprofessors Simon Abendroth und Lebensgefährten der Kommissarin "Bella Block" alias Hannelore Hoger. Aus den "Bella Block"1)-Folgen war er seither nicht mehr wegzudenken, als unerlässliche Randfigur gab Kowalski den kriminalistischen Geschichten – oft mit einer gehörigen Portion Humor – eine menschliche Komponente. Die Filmbeziehung zwischen Hannelore Hoger und Rudolf Kowalski endete mit dem "Bella Block"-Zweiteiler "Das Schweigen der Kommissarin"2), welche anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der "Bella Block"-Reihe am 17. bzw. 19. Januar 2009 ausgestrahlt wurde. In der Story um einen brutalen Mord an einer jungen Frau steht auch das Privatleben von Bella Block auf dem Prüfstand, Simon Abendroth trennt sich von der eigenwilligen Kommissarin, Bella Block selbst kündigt am Ende ihren Dienst bei der Hamburger Polizei → tittelbach.tv. "Bella Block"-Fans können jedoch aufatmen, die erfolgreiche Krimi-Reihe wird laut ZDF-Fernsehspiel-Chef Pit Rampelt fortgesetzt, wenn auch in anderer Form. Hannelore Hoger bleibe der Figur treu, "Bella Block" werde auch künftig zwei Mal im Jahr als "eine Art Expertin oder Privatermittlerin" zum Einsatz kommen. Bellas Trennung von Simon Abendroth jedoch ist endgültig, Rudolf Kowalski stieg definitiv aus der Reihe aus → einige der "Bella Block"-Filme"bei prisma.de.
Neben dieser Dauerrolle war Rudolf Kowalski in den letzten Jahren in vielen weiteren interessanten Produktionen auf dem Bildschirm präsent, zu nennen sind etwa Thriller wie "Tödliche Wende" (1996), "Die Stimme des Mörders" (1996), "Kalkuliertes Risiko" (1997) oder "Mord im Haus des Herrn"2) (2002), wo Kowalski eindrucksvoll den Pastor Christoph Wagner mimte, der im Verdacht steht, seine Frau ermordet zu haben. Vorlage für das von Christian Görlitz in Szene gesetzte ZDF-Drama war dabei der reale Fall des Pastors Klaus Geyer1), der Ende der 1990er in einem spektakulären Indizienprozess zu acht Jahren wegen Totschlags verurteilt wurde, bis zum Schluss aber seine Unschuld beteuerte.
 

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Rudolf Kowalski; Copyright Edmond Frederik
In dem für den "Grimme-Preis 2000" nominierten Justizdrama "Duell der Richter"2) (1999) spielte er an der Seite von Nina Petri und Christian Berkel den Gerichtsvorsitzenden Stefan Wosil, der sich zwischen Gerechtigkeit und Karriere entscheiden muss. "Das Duell der Richter wird kein eitler Schauspielerschaukampf zwischen Nina Petri und Rudolf Kowalski. Eindringlich ist ihre Darstellung, weil sie sich bei diesem Kammerspiel jeden Theaterdonner versagen und durch überlegte Ökonomie brillieren. So was sieht man selten." (Zitat: Berliner Zeitung vom 6.8.1999)  
Zur TV-Filmografie gehören erfolgreiche Krimi-Reihen wie "Siska", "Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei", "Der Ermittler", "Anwalt Abel" oder "Die Männer vom K3", aber auch Komödien wie "Ich kaufe mir einen Mann"2) (2000) und "Traumfrau mit Verspätung" (2001) sowie Psychodramen wie "Im Chaos der Gefühle"2) (2002) oder leichte Unterhaltungskost wie "Du bist nicht allein – Die Roy Black Story"2) (1997) und "Mein Weg zu dir heißt Liebe"2) (2004). In nachhaltiger Erinnerung bleiben seine Figuren der Zeitgeschichte in ambitionierten Dokumentarspielen, so die Rolle des Egon Krenz1) in Hans-Christoph Blumenbergs hochkarätig besetztem Doku-Drama "
Deutschlandspiel"1) (2000) um die Ereignisse zwischen dem 7. Oktober 1989 und dem 3. Oktober 1990; in Oliver Storz' vielbeachtetem Zweiteiler "Im Schatten der Macht"1) (2003), dem Politdrama um den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt (dargestellt von Michael Mendl) und dessen Verstrickung in die Guillaume-Affäre, war Kowalski der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Egon Bahr1), in Horst Königsteins "Verkauftes Land"2) (2003) brillierte er mit der Hauptrolle des Treuhand-Vorstandes Klaus Schucht1) und zeigte einmal mehr seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit.
Rudolf Kowalski; Copyright Bernd Schaller Zu Kowalskis jüngeren Fernsehauftritten gehört neben den Bella Block-Folgen beispielsweise die Rolle des Kommissar Kaminski in dem Krimi "Drechslers zweite Chance"1) (2004) sowie der Tatort "Minenspiel"1) (2005) mit der zwielichtigen Figur des Dr. Wieland Schauff. Eine schöne, prägnante Nebenrolle war die des Gynäkologen Dr. Wüllner, der in Matthias Tiefenbachers tiefgründigen Komödie "Das Zimmermädchen"3) (2005) der Titelheldin (Stefanie Stappenbeck) Rätsel aufgibt, als sie in dessen Zimmer offensichtlich auf sexuelle Handlungen hindeutende Utensilien entdeckt und auch noch "Schweigegeld" erhält.
 

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In dem bereits 2004 unter der Regie von Dirk Kummer entstandenen unkonventionellen Familienfilm "Charlotte und ihre Männer"3), der ganz auf seine Hauptdarstellerin Marianne Sägebrecht zugeschnitten ist, sah man Kowalski bereits Ende August 2005 bei ARTE, dann Anfang September 2006 in der ARD als ebenbürtigen Partner der Protagonistin. Hier mimte er den erfolgreichen PR-Berater Leo Humboldt, der sich von der gutherzige Physiotherapeutin Charlotte (Marianne Sägebrecht) behandeln lässt und ihr näher kommt: Der erfolgsbewusste Strippenzieher ist sofort sehr angetan von Charlottes Fähigkeiten. Der eigentlich ausgeglichenen Charlotte hingegen geht seine "Jeder ist käuflich"-Haltung ziemlich gegen den Strich. Als Leos Schmerzen Überhand nehmen und ihm die Presse einen Bestechungsskandal anhängen will, beschließt er, unterzutauchen und schafft es, sich bei Charlotte einzuquartieren. Unter ihren "magischen Händen" schreitet seine Genesung voran. Im Gegenzug kümmert er sich rührend um den Enkel, gibt Charlottes Nachwuchs in gewohnter PR-Manier Tipps, wie sie ihre Ziele erreichen können und bringt Charlotte selbst der Erkenntnis näher, dass sie ihre Kinder den eigenen Weg gehen lassen muss. Als Charlottes anfänglicher innerer Widerstand langsam schwindet und sie schon glauben will, Mann Nr. 3 gefunden zu haben, eröffnet ihr Leo nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht, dass sie einfach zu unterschiedlich sind für eine gemeinsame Zukunft…4)
In dem Drama "Eine Chance für die Liebe"2) erlebte man Kowalski Anfang April 2006 als tüchtigen Polizeibeamten Paul Lienhardt, der mehr mit seinem Beruf als mit seiner Ehefrau Marianne (Jutta Speidel) verheiratet zu sein scheint. Als diese aufgrund einer Krebsdiagnose in eine tiefe Lebenskrise stürzt und dann auch noch ihren Jugendfreund, den charismatischen Philipp (Michael Mendl), wieder trifft, muss Paul um sein Glück kämpfen …
 
Für das ZDF drehte Rudolf Kowalski eine neue Freitags-Krimireihe mit dem Titel "Stolberg"1) (ab Staffel 2: "Kommissar Stolberg"), die erstmals am 27. Oktober 2006 mit der Folge "Todsicher" auf Sendung ging. In allen sechs Folgen der 1. Staffel agierte der Schauspieler unter der Regie von Matti Geschonneck, der sich auch die Geschichten ausgedacht hat, als Chef einer Mordkommission in Düsseldorf und mimt einen klassischen und sehr sachlichen Ermittler-Typ, einen eher spröden Mann ohne Privatleben. Aufgrund der positiven Zuschauerresonanz wurden weitere Folgen produziert, in der am 21. September 2007 ausgestrahlten spannenden Episode "Der Sonnenkönig" (u.a. mit Axel Milberg) hatten es der geradlinige Ermittler und sein Team, der Kommissar Florian Glade (Aurel Manthei1)) und die Kommissarin Sofia Lechner (Victoria Mayer1)), mit einem Entführungsopfer zu tun, am 26. Oktober bzw. 30. November 2007 folgen dann in der Reihe "ZDF-Freitagskrimi" die Geschichten "Vermisst" und "Gekauftes Glück". Bei der 2. Staffel (8 Folgen, EA: 21.09.2007 bis 29.02.2008) führten Ulrich Zrenner und Markus Imboden Regie, zwischen 7. November 2008 ging dann die dritte Staffel1) mit vier weiteren spannenden Geschichten auf Sendung. Ab 6. März 2009 setzte das ZDF die beliebte Krimiserie mit Rudolf Kowalski fort, Stolberg und sein Team lösten erneut Freitags ab 20:15 Uhr mysteriöse Mordfälle in Düsseldorf. Am 23. Oktober 2009 ging dann mit der Episode "Kreuzzug" (Regie: Michael Schneider) die vierte Staffel1) an den Start, unterstützt wurde Stolberg nach dem Ausscheiden von Victoria Mayer von Oberkommissarin Catharina Brand, gespielt von Annett Renneberg1), die den Zuschauern als "guter Geist" Elettra Zorzi aus den Verfilmungen der "Donna Leon"-Krimis bekannt ist. Die fünfte Staffel1) mit acht weiteren spannenden Geschichte sowie dem "Neuzugang" Wanja Mues1) als Kriminaloberkommissar Nico Schreiber wurde seit dem 12. November 2010 (bis 20.05. 2011) ausgestrahlt, seit der sechsten Staffel1) bzw. seit dem 7. Januar 2012 (Episode "Krieger") ermittelte Stolberg nun Samstags um 21:45 Uhr, am 14. Januar 2012 ging es mit "Der Mann, der weint" weiter, in der darauffolgenden Woche mit "Blutsbrüder" und am 28.01.2012 mit "Tödliches Netz". Mit den Geschichten "Trance" (03.07.2012), "Unter Feuer" (10.07.2012), "Im Dunkeln" (17.07.2012) und "Klassenkampf" (24.07.2012) gingen Dienstags um 20:15 Uhr weitere Episoden auf Sendung. Seit dieser siebten Staffel1) erleben die Zuschauer mit Jasmin Schwiers1) eine neue Ermittlerin an der Seite von Rudolf Kowalski und Wanja Mues.
Kowalski selbst sagte in einem Interview einmal zu der Figur des "Stolberg": "Er ist wortkarg, kann aber gut zuhören. Ein Typ, der seine Arbeit macht. Bei ihm steht der Fall im Mittelpunkt, und das soll auch so bleiben." → stolberg.zdf.de. Jüngst ging durch die Presse, dass das ZDF nach weiteren vier Folgen im Jahre 2013 die Erfolgsreihe nicht mehr fortsetzen werde. Gesendet wurde am 12. Januar 2013 mit "Der verlorene Sohn" die erste Geschichte der 8. Staffel1), es folgten jeweils Samstags um 21:45 Uhr "Himmel und Hölle (26.01.2013), "Die Frankenberg-Protokolle" (09.02.2013) und "Die Unsichtbaren (EA: 02.03.2013) → Episodenguide bei fernsehserien.de.
    
Rudolf Kowalski gehört inzwischen zu den Gesichtern auf dem Bildschirm, die sowohl in ambitionierten TV-Spielen als auch spannungsgeladenen Krimis den Zuschauer zu fesseln vermögen. So auch Anfang November 2006 in dem Psychodrama "Der Mann im Smoking"3) aus der Reihe "Bloch"1) mit dem schwergewichtigen Dieter Pfaff als Psychotherapeut Dr. Maximilian Bloch. Kowalski war eindrucksvoll der "Mann im Smoking", der sich an nichts mehr erinnern kann, unter "dissoziativer Fugue" leidet und ohne Papiere ziellos durch die Stadt irrt, bis er auf Bloch trifft. Mit seinen unkonventionellen Methoden will dieser dem offensichtlich traumatisierten Namenlosen helfen. Überzeugend war auch Anfang April 2008 sein Rabbi Seelig in der "Pfarrer Braun"-Folge "Die Gärten des Rabbiners"1). In der Krimikomödie mit dem schwergewichtigen, kriminalistisch begabten Protagonisten Ottfried Fischer als Schnüffel-Pfarrer glänzte Kowalski einmal mehr als der in einen Mordfall verwickelte jüdische Geistliche, der witzig, wenn auch eher wortkarg, seinem katholischen Kollegen durchaus das Wasser reichen konnte.
In "Eine Frage des Vertrauens"1), einem von Miguel Alexandre in Szene gesetzten TV-Drama um eine erfolgreiche Ärztin ohne Examen mit Silke Bodenbender und Wotan Wilke Möhring, spielte Kowalki die kleinere, dennoch einprägsame Rolle des Oliver Kremp, der in der Ärztekammer als Sachbearbeiter für die fehlende Approbationsurkunde der attraktiven Medizinerin Marie Hansen (Silke Bodenbender) zuständig ist und deren Urkundenfälschung für sich auszunutzen versucht; die ZDF-Produktion feierte am 28.9.2009 im Rahmen des Hamburger Filmfestes 2009 seine Premiere und wurde am 08. März 2010 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt.
In der turbulent-witzigen ZDF-Geschichte mit dem bezeichnenden Titel "Familie Fröhlich – Schlimmer geht immer"3) (EA: 13.12.2010) gehörte auch Kowalski zu den brillant aufspielenden Protagonisten in der von Thomas Nennstiel pointenreich, recht realitätsnah inszenierten Story: Der seit vielen Monaten arbeitslose Bernd Fröhlich (Jürgen Tarrach) hat notgedrungen die Rolle des Hausmannes übernommen, Ehefrau Petra (Simone Thomalla) bessert die Haushaltskasse neben ihrem Job als Kosmetikerin mit dem Verkauf von neckischen Dessous auf. Bernd Fröhlich unternimmt alles, um einen Job zu bekommen – mit eher lustloser Unterstützung seines Fallmanagers Wolf Lämmle (Rudolf Kowalski). Kowalski verleiht dem gefrusteten Beamten klischeehafte Züge und die Geschichte bekommt eine überraschende Wendung, als sich herausstellt, dass gerade Lämmle der Vater von Jakob (Jörn Schlönvoigt) ist, dem Freund der 19-jährigen Tochter (Henriette Confurius) der Fröhlichs …
 
Eine interessante Nebenrolle war die des fiktiven Professor Schubert, Leiter des Hämophilie-Zentrums in Hannover, in dem Drama "Blutgeld"1) (EA: 28.10.2013), mit dem Regisseur René Heisig an einen Arzneimittelskandal der 1980er Jahre erinnerte. Thematisiert wurde das Problem mit HIV-kontaminierten Blutprodukten, welches sogenannten "Blutern" als lebensrettendes Medikament verabreicht wurde. Alle handelnden Personen, so auch die Protagonisten bzw. die drei Brüder Ralf (Max Riemelt), Thomas (David Rott) und Stefan Seifert (Fabian Busch), waren zwar frei erfunden, standen jedoch stellvertretend für damals mehr als 1.840 mit HIV infizierte Bluter (von rund 4.000), von denen 423 an Aids starben. Etwa 60 Prozent der durch kontaminierte Blutprodukte ausgelösten HIV-Infektionen wären verhindert worden, wenn Politik, Ärzte und Pharmaindustrie verantwortungsbewusst rechtzeitig die Notbremse gezogen hätten → www.tittelbach.tv.
Nach der Figur des Bischofs Benedikt in der Märchenverfilmung "Vom Fischer und seiner Frau"1) (EA: 25.12.2013) erlebte man Kowalski in der berührenden, von Marcus Ulbricht in Szene gesetzten Geschichte "Der Geruch von Erde"3) (EA: 12.01.2014). Hier spielte er einmal mehr überzeugend den verwitweten, dickköpfigen Milchbauern Anton Bischoff, der nach einem schweren Herzinfarkt die Bewirtschaftung seines heruntergekommenen, vor dem Ruin stehenden Hofes gezwungenermaßen seiner Tochter Ellen (Maria Simon) überlassen muss. Die promovierte Agrarwissenschaftlerin wird durch ihre Rückkehr nach Jahren mit der Vergangenheit konfrontiert, der alte Zwist mit ihrem Vater bricht erneut auf, das Wiedersehen mit ihrer einstigen Jugendliebe Felix Kleiber (Sebastian Bezzel) reißt alte Wunden auf. "Dieser moderne Heimatfilm zeigt, wie viel Gefühl – ohne dabei ins Schmonzettenhaft-Romantische abzudriften – sich mit Landschaft erzählen lässt, wenn die Dramaturgie stimmt, wenn der Regisseur sein Handwerk versteht und wenn man großartige, für ihre Rollen bestens gecastete Schauspieler zur Verfügung hat. Unaufgeregt & angenehm alltagsnah." notiert www.tittelbach.tv. Und www.daserste.de schreibt: "Ein "Heimatfilm" im besten Sinne: Das romantische Drama von Regisseur Marcus Ulbricht begreift den Heimat-Begriff nicht als Ansammlung von Postkarten-Klischees, sondern nutzt ihn zur ernsthaften Auseinandersetzung mit einer ruralen Kultur und Lebensform, die sich in heutigen Zeiten massiven Krisen und wichtigen Neuorientierungen gegenübersieht. Der Konflikt zwischen traditioneller Landwirtschaft und ökologischen Perspektiven dient dabei als kritischer Aufhänger für eine sehr emotionale Geschichte um Liebe, Familie, Zugehörigkeit und Loyalität, bei der die Hauptdarsteller Maria Simon, Sebastian Bezzel, Muriel Baumeister und Rudolf Kowalski mit einfühlsamem Spiel überzeugen. Für die wundervollen Bilder aus dem Allgäu zeichnet Kameramann Ludwig Franz verantwortlich."
 
Am 21. Mai 2014 gelangte das historische Drama "Sternstunde ihres Lebens"1) zur Ausstrahlung, die Dreharbeiten für die WDR-Produktion begannen am 15. Oktober 2013. Thematisiert wurde die Entstehung des Artikels 3 des Grundgesetzes, nach dem Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Die SPD-Politikerin Elisabeth Selbert1) (1896 – 1986), verkörpert von Iris Berben, war eine der vier "Mütter des Grundgesetzes"1) – die Aufnahme der Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung war zum großen Teil deren Verdienst. In dem historischen TV-Drama, mit dem Regisseurin Erica von Moeller Selberts Kampf für den Gleichberechtigungsartikel nachzeichnete, spielte Kowalski den Adam Selbert. Zur hochkarätigen Besetzung zählten unter anderem Anna Maria Mühe (Irma Lankwitz), Lena Stolze (Frieda Nadig1)), Eleonore Weisgerber (Helene Wessel1)), Walter Sittler (Albert Finck1)), Max von Thun (Heinrich Bode), Dietrich Mattausch (Konrad Adenauer1)) und Klaus Mikoleit (Theodor Heuss1)) → www.wdr.de sowie → www.presseportal.de.
Danach zeigte sich Kowalski als Jürgen Behnke, Vater eines verdächtigen Schülers, in der Episode "Tod eines Lehrers"1) (EA: 16.09.2014) aus der ZDF-Krimi-Serie "Die Chefin"1), seit der 14. Staffel der Serie "SOKO Leipzig"1) bzw. der Folge "Der einzige Zeuge" (EA: 21.11.2014; → fernsehserien.de) war er bis 2016 (Folge 295) mit der Figur des Psychotherapeuten Dr. Breugel auf dem Bildschirm präsent. Zudem mimte er in dem Krimi "Späte Rache"3) (EA: 25.10.2014) der Reihe "Ein starkes Team"1) den Rolf Becker, alter Freund des Amerikaners Alwin Elliott (August Zirner), der mit Ehefrau Christiane (Katja Flint) mitten in Berlin nur knapp einem Attentat entgeht. Am 18. Januar 2015 machte Kowalski einen Ausflug zur ZDF-Reihe "Herzkino" und spielte an der Seite von Henriette Richter-Röhl in der Katie Fforde-Geschichte "Vergissmeinnicht"2) die zentrale Figur des Landarztes Dr. Daniel Wayne: Als er sich nach einem Unfall selbst aus dem Krankenhaus entlassen hat, wird seine Tochter Natalie (Richter-Röhl), eine in der Forschung tätige erfolgreiche Ärztin, informiert. Nach vielen Jahren der Trennung reist Natalie zu ihm, schon bald erkennt sie, dass ihr Vater geistige Defizite aufweist. Erst eine Untersuchung bringt die traurige Gewissheit einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung. Über diesen Schicksalsschlag finden Vater und Tochter wieder zueinander, Natalie selbst findet endlich zu ihrer wahren Berufung als Ärztin. "Rudolf Kowalski versieht den Dorfdoktor mit einer glaubwürdigen Mischung aus Ruppigkeit und Liebenswürdigkeit." meint tittelbach.tv.
Mit der Nebenrolle des Verlegers Kerstmann, Chef der kinderlosen Single-Frau und erfolgreichen Lektorin Sophie alias Christiane Paul zeigte sich Kowalski dann in der amüsanten Romanze "Mein gebrauchter Mann"3) (EA: 29.10.2015), in der sich Sophie in den geschiedenen Zahnarzt Fritz (Fritz Karl) verliebt und mit dessen zwölfjährigem Sohn Vincent (Louie Betton) konfrontiert wird.
Hatte man Kowalski bereits in der "Stralsund"1)-Folge "Freier Fall"3) (EA: 30.12.2013) als abgründigen Peter Schuhmacher gesehen, der nur als "Victor" bekannt war und einem Drogenring vorstand, tauchte er mit dieser inzwischen im Gefängnis einsitzenden Figur noch einmal kurz in der Episode "Schutzlos"3) (EA: 15.10.2016) auf. Eigentlich recht sympathisch kam er in dem Psychotriller "Kalt ist die Angst"3) (EA: 14.01.2017) als Peter Hagedorn daher, väterlich-fürsorglicher Freund der gerade zur Witwe gewordenen Protagonistin Claire Heller (Caroline Peters). Doch bald schon ahnte man, dass der Chef eines Entwicklungshilfe-Unternehmens in kriminelle Machenschaften und schmutzige Geschäfte in Afrika verwickelt ist. Die kleine Gastrolle des Bodo Wehner, Vorgesetzter der Oberkommissarin Maxi Schweiger (Fritzi Haberlandt), übernahm er in der Krimikomödie "Der Chef ist tot"3) (EA: 22.05.2017).
Nach der einprägsamen Rolle des pensionierten Polizisten Max Zerner in der spannenden Geschichte "Mord am Engelsgraben"1) (EA: 09.06.2017, ARTE/ZDF: 18.11.2017), der ersten Folge der im Saarland spielenden ZDF-Reihe "In Wahrheit" mit der Saarbrücker Kriminalkommissarin Judith Mohn (Christina Hecke) und ihrem Team, präsentierte sich Kowalki in "Jella jagt das Glück"3) (EA: 27.08.2017) als Filmehemann von Maren Kroymann. Erzählt wird die Geschichte des Ehepaares Klaus und Jella, die als Ruheständler von Hamburg nach Oberbayern in die Nähe ihrer drei erwachsenen Kinder ziehen. Statt mit Klaus den neuen Lebensabschnitt zu genießen, wünscht sich Jella nichts sehnlicher als Enkelkinder und geht damit ihren Kindern gehörig auf die Nerven. Bei ihrem Kontrollwahn setzt die ehemalige Lehrerin ihre eigene Beziehung aufs Spiel … → tittelbach.tv.
Am 8. September 2017 wurde bei ARTE das Nachkriegsdrama "Ich werde nicht schweigen"3) mit Nadja Uhl in der Hauptrolle der um ihr Recht kämpfenden Kriegswitwe Margarete Oelckers ausgestrahlt. In dem auf realen Tatsachen basierenden Film spiel Kowalski den Landarzt Dr. Paul Ahrens: Deutschland 1948: Die Kriegswitwe Margarete Oelkers (Nadja Uhl) verdingt sich als Näherin. Sie beantragt Witwenrente, um für ihre beiden Söhne sorgen zu können. Als ihr diese verweigert wird, dreht Margarete durch und randaliert. Landesarzt Dr. Paul Ahrens (Rudolf Kowalski) diagnostiziert einen schizophrenen Schub und weist sie in die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen ein. Ein Jahr später wird Margarete als geheilt entlassen. Der Aufenthalt in Wehnen hat sie gezeichnet, doch sie will für ihre Rehabilitation und das Sorgerecht für ihre beiden Kinder kämpfen. Als sie sich mit der jungen Antje Eversen (Janina Fautz) anfreundet, deren Mutter in Wehnen starb, keimt in Margarete ein schrecklicher Verdacht. Wie kam es zu ihrer Einweisung und was geschah wirklich in der Psychiatrie von Wehnen? Keiner will mit Margarete über die Vergangenheit sprechen, denn die Drahtzieher von einst befinden sich noch immer in ihren Ämtern und halten die bürokratischen Fäden der jungen deutschen Demokratie in ihren Händen.5) Erstmals vorgestellt wurde die ZDF-Produktion im Juni 2017 im Rahmen des "28. Internationalen Filmfest Emden-Norderney".
Auch auf der Leinwand war Rudolf Kowalski seit einigen Jahren sporadisch mit kleineren, dennoch prägnanten Rollen präsent, sein Kinodebüt hatte er er 1996 in Rolf Silbers Beziehungskomödie "Echte Kerle"1) gegeben, ein Jahr später zeigte er sich als Bruno in Einar Heimissons1) Nachkriegsgeschichte "Maria" (1997). In Sönke Wortmanns Adaption des Romans "Der Campus"2) von Dietrich Schwanitz agierte er 1998 als Universitätsleiter Schacht, in Andreas Prochaskas heiter-kriminalistischem Jugendabenteuer "Die 3 Posträuber"2) (1998) als Gauner "Der Gerade Otto" und in Franziska Buchs modernisierten Kästner-Verfilmung "Emil und die Detektive"1) (2001) machte er als der Lehrer Hummel eine gute Figur.
 

Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH

Die 3 Posträuber; Copyright Einhorn-Film
Rudolf Kowalskis Liebe gilt trotz seiner umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen sowie interessanten Audio-Produktionen nach wie vor der Bühne, auch wenn er in letzter Zeit wegen seiner vielen TV-Verpflichtungen seine Arbeit am Theater einschränkte. Aktuell konnte man Kowalski als den Erzähler "Realist" an der  "Deutschen Oper am Rhein" in Düsseldorf  erleben. Unter der Regie von Claus Guth gelangte Helmut Oehrings "SehnSuchtMEER oder Vom Fliegenden Holländer" zur Uraufführung (08.03.2013), eine Komposition Oehrings im Auftrag der "Rheinoper" als Beitrag zum Wagner-Jahr.
Mit seiner markanten Stimme war Kowalski seit Ende der 1970er Jahre in etlichen Hörspiel-Produktionen, oft Kriminalgeschichten präsent, eine Auswahl von Stücken, die bei der ARD-Hörspieldatenbank gelistet sind, wurden hier aufgeführt.
 
Der Vater einer erwachsenen Tochter (Milena wurde 1990 geboren) ist seit 1989 mit Schauspielerkollegin Eva Scheurer verheiratet und lebt mit seiner Familie in St. Augustin, in der Nähe von Köln. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er das "Triangeltheater", wo unter anderem szenische Lesungen dargeboten werden (siehe auch www.triangeltheater.de).  
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de
Kontakt:  Agentur Heppler
Link: 1) Wikipedia, 2)  www.prisma.de,  3) tittelbach.tv
Quelle: 4)  www.daserste.de,  5) www.studio-hamburg.de
Stand: November 2017
  
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, filmportal.de, prisma.de,  Die Krimihomepage, fernsehserien.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
    
Arbeiten für das Hörspiel (Auszug)
Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia (deutsch/englisch), krimi-couch.de)
 
Rudolf Kowalski spricht den Kommissar Groll in dem Hörspiel "Das Böse in geweihten Stätten" (5 Teile, EA: 10./11.2010); Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR (Presse und Information, Redaktion Bild); Copyright WDR/Sibylle Anneck
Rudolf Kowalski spricht den Kommissar Groll in dem
Hörspiel "Das Böse in geweihten Stätten" (5 Teile, EA: 10./11.2010)
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR
(Presse und Information, Redaktion Bild)
© WDR/Sibylle Anneck
  
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