Lutz Mackensy  wurde am 11. März 1944 in niedersächsischen Hameln geboren. Nach der Schule entschied er sich für den Beruf des Schauspielers und ließ sich am renommierten "Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel"1) in Berlin entsprechend ausbilden. Sein Bühnendebüt gab er 1965 unter Boleslaw Barlog in Walentin Petrowitsch Katajews "Quadratur des Kreises" am Berliner "Schiller-Theater", gehörte für die nächsten vier Jahre zum Ensemble und brillierte dort unter anderem in Büchners "Dantons Tod" und "Woyzeck". Dann wechselte er nach Hamburg an das "Deutsche Schauspielhaus", spielte dort bis 1975 in vielen erfolgreichen Inszenierungen wie beispielsweise in Shakespeares "Richard II., Hauptmanns "Die Ratten" und Sternheims "Die Hose". Dann verließ er das Ensemble und arbeitete als freischaffender Schauspieler, zeigte jedoch bei Gastspielen, beispielsweise an den "Hamburger Kammerspielen", und bei zahlreichen Tourneen immer wieder seine darstellerische Vielseitigkeit, die vornehmlich im komischen Charakterfach liegt.
 
Einen breiten Raum nimmt seit Mitte der 1960er Jahre die Arbeit für das Fernsehen ein, immer wieder taucht seither sein Gesicht sowohl in Serien als auch Einzelproduktionen auf dem Bildschirm auf. Zur Serien-Filmografie zählen populäre Reihen wie "St. Pauli Landungsbrücken", "Der Andro-Jäger", "Tiere und Menschen", "Geschichten aus der Heimat", "Der Landarzt", "Großstadtrevier", "Polizeiruf 110", "Rosa Roth", "Die Männer vom K3" oder "Tatort".

Foto (Privatfoto) freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lutz Mackensy:
die Rechte liegen bei
Lutz Mackensy.

Lutz Mackensy; Foto (Privatfoto) freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lutz Mackensy
In dem von Heinz Schirk inszenierten Mehrteiler über die Augsburger Handelsdynastie der Fugger "Vom Webstuhl zur Weltmacht"2) (1983) überzeugte Mackensy als Jakob Fugger der Ältere, beim "Landarzt" alias Walter Plathe  mimte er ab 1987 mehr als 20 Folgen lang den Hagen Dröge, als Ernst Sperling tauchte er 1993 in der Serie "Immer wieder Sonntag"3) auf und beim dem Quotenrenner "Großstadtrevier"1) zeigte er sich gleich mit zwei unterschiedlichen Figuren: In den Folgen 3 bis 32 (1986–1991) trat er als Kripo-Beamte Thomas Lang in Erscheinung, ab 1991 (Folge 36) als der arrogante Kriminalhauptkommissar bzw. spätere Kriminalrat Iversen; nach 86 weiteren Episoden verließ Mackensy dann endgültig die Serie.
Seit 1995 hatte er nämlich eine andere, ähnlich gelagerte Dauerrolle gefunden, die ihm noch größere Popularität einbrachte – als Ermittler Bernd Zimmermann in der beliebten Krimi-Reihe "Stube – Von Fall zu Fall"1), der regelmäßig in den Folgen um den unkonventionellen Fahnder Stubbe alias Wolfgang Stumph auftaucht. In den meisten "Von Fall zu Fall"-Episoden ist der mitunter etwas arrogante "Kollege Zimmermann" zunächst auf der falschen Spur, legt sich mit Stubbe an und zieht den Kürzeren. Doch trotz aller Gegensätzlichkeiten sind beide ein gutes Gespann und lösen nun schon seit vielen Jahren so manchen kniffligen Fall .
Die Sendung entwickelte sich zum "Dauerbrenner", nicht zuletzt wegen der gekonnten Mischung aus Kriminalfällen und heiteren, liebenswürdigen Familiengeschichten; einige sehenswerten Krimis werden bei prisma.de beschrieben (siehe auch Wikipedia mit der Übersicht zu den bisher gezeigten Folgen): Die 47. Folge "Blutsbrüder"4) wurde 12. Januar 2013 ausgestrahlt, am 21. Dezember 2013 die weihnachtlich-spannende Geschichte "Tödliche Bescherung" gelöst  → www.tittelbach.tv. Im Sommer 2013 gab Stumph bekannt, dass nach zwei weiteren "Stubbe"-Folgen bzw. der 50. Krimi-Geschichte Schluss sei mit diesem erfolgreichen Dauerbrenner, 2014 verabschiede sich Kommissar Stubbe in den Ruhestand. "Irgendwann ist halt mal Schluss" sagte Stumph in einem Interview, er wolle einen Schlussstrich ziehen, wenn es am Schönsten sei. Die Dreharbeiten in Hamburg und Umgebung zur 50. und somit letzten Folge mit dem Titel "Mordfall Maria" (Regie/Drehbuch: Peter Kahane) begannen Ende Juni 2013. Die vorletzte Folge mit dem Titel "Der König ist tot" ging am 4. Januar 2014 auf Sendung, "Mordfall Maria"4) am 18. Januar 2014. Mit dem 50. Fall endete nach rund 20 Jahren ein Stück Fernsehgeschichte, die Zuschauer mussten nicht nur von "Stubbe" Abschied nehmen, sondern auch von anderen liebgewonnenen Figuren wie dem "Kollegen Zimmermann" (Lutz Mackensy) und "Tante Charlotte" (Margret Homeyer) sowie nicht zuletzt von Stubbe-Tochter Christiane (Stephanie Stumph), die mit der Reihe erwachsen wurde und auch im richtigen Leben Tochter des Titelhelden ist.
 
Neben dem Dauereinsatz in "Von Fall zu Fall" verkörpert Lutz Mackensy auch sporadisch andere Fernsehfiguren, so erlebte man ihn beispielsweise in Matti Geschonnecks Psychothriller "Angst hat eine kalte Hand"5(1996), der Komödie "Die Spesenritter"1) (1999, mit Harald Juhnke), in der Pilcher-Verfilmung "Liebe im Spiel" (2004) oder in der heiteren Geschichte "Kampf bis aufs Skalpell" (2008) aus der losen Reihe "Zwei Ärzte sind einer zu viel" mit Christiane Hörbiger und Elmar Wepper. Ausflüge zum "Tatort" machte er beispielsweise in den Folgen "Mordnacht" (1995), "Mord hinterm Deich" (1997), "Engelchen flieg" (1998) und "Bienzle und der steinerne Gast" (2004).
In der Pilcher-Verfilmung "Das Geheimnis der weißen Taube"6) (EA: 08.04.2012) konnte Mackensy jüngst beweisen, dass er mehr zu bieten hat, als den Dauer-Ermittler in den "Stubbe"-Fällen zu mimen. Der Schauspieler machte als kauziger Butler James eine gute Figur, der nach dem Tod seines Herrn Lord Willoughby alle Fäden in der Hand hält, um der rechtmäßigen Erbin Stella (Ivonne Schönherr) zu ihrem Glück zu verhelfen. Als netter Polizeichef Maxwell Breckett, der im beschaulichen Cornwall seinen Dienst tut, tauchte Mackensy am 31. März 2013 in einer weiteren Pilcher-Geschichte auf, in "Die Frau auf der Klippe"6) mit den Protagonisten Mira Bartuschek und Daniel Buder stand ihm Heide Keller als Ehefrau Adele zur Seite.
Filmplakat zu "Der Beste"; Urheber: Rasmus Borowski1) and Arne Jysch; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons Auf der Leinwand agierte Mackensy unter anderem in Reinhard Hauffs Gefängnisdrama "Die Verrohung des Franz Blum"1) (1974), in der Komödie "Otto – Der Film"1) (1985) und "Sass"1) (2001), der Geschichte der Einbrecher-Brüder Sass1). Der mehrfach ausgezeichnete 15-minüütige Kurzfilm "Der Beste"1), eine cool-witzige Homage an das Horror-Film Genre der 1950er Jahre, wurde von Arne Jysch und Rasmus Borowski1) gedreht bzw. produziet. Hier spielt Mackensy den alternden Profi Harry, der von einer geheimnisvollen Frau "Lady X" (Petra Schellmann) für einen lukrativen Job in ihr Gruselschloss gelockt wird → www.derbeste.net.
In der animierten Action-Komödie "Kung Fu Panda 3"1), der im deutschsprachigen Raum am 17. März 2016 in die Lichtspielhäuser kam, ist Lutz Mackensy die deutsche Stimme von Mr. Ping.
   

Filmplakat zu "Der Beste"
Urheber: Rasmus Borowski1) and Arne Jysch
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons

Lutz Mackensy ist darüber hinaus ein gefragter Synchronsprecher, so leiht er beispielsweise berühmten Kollegen wie Al Pacino, Christopher Lloyd, Philipp Michael Thomas und Richard Dreyfuss seine unverwechselbare Stimme. In "Jim Knopf" (2000), der 52-teiligen deutsch-französischen Zeichentrickserie nach dem Buch von Michael Ende, spricht er den Schildnöck Uschaurischuum. Als Erzähler hört man ihn unter anderem in Kinderhörspielen wie "Elea Eluanda", "Fünf Freunde" und "Die Hexe Schrumpeldei" sowie mit Rollen in zahlreichen anderen Hörspielen wie beispielsweise in den "Gespenster-Krimis" oder den Abenteuern um "TKKG".
 
Webpräsenz des Schauspielers: www.lutz-mackensy.de
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de, 4) prisma.de, 5) filmportal.de, 6) tittelbach.tv Stand: April 2016
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