Michael Mendl wurde am 20. April 1944 als unehelicher Sohn eines katholischen Priesters in Lünen geboren und gehört zu den charismatischen Charakterdarstellern sowohl auf der Bühne als auch im deutschen Film. In der Sendung "Beckmann" sprach der Schauspieler Ende Mai 2006 erstmals offen über seine schwierige Kindheit. Bereits als Jugendlicher jobbte er im Kino, bewarb sich dann als Statist am "Mannheimer Staatstheater" und ließ sich später in Essen an der "Folkwang-Schule" zum Schauspieler ausbilden. Anfangs arbeitete er fast ausschließlich für das Theater, stand an renommierten deutschsprachigen Theatern wie in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München oder bei den "Salzburger Festspielen" auf der Bühne. Am "Württembergischen Staatstheater"1) in Stuttgart gab er unter anderem den Tilmann in der Uraufführung von Tankred Dorsts "Die Villa"1) (1980, Regie: Günter Krämer1)), den Lambacher in "Der staubige Regenbogen" von Hans Henny Jahnn1) (1982, Regie: Hansgünther Heyme1)), den Geschichtsprofessor George in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"1) von Edward Albee (1983, Regie: Thomas Schulte-Michels1)), den Hauptmann in Büchners "Woyzeck"1) (1986, Regie: Jossi Wieler1)) oder den Itai, einer der vier Protagonisten, in der Uraufführung von Harald Müllers Neufassung "Totenfloß"1) (Regie: Henning Rühle) → www.zeit.de. Erfolge feierte er Mendl auch an den "Münchner Kammerspielen"1), in dem von Thomas Langhoff1) in Szene gesetzten Tschechow-Drama "Platonow"1) gestaltete er 1981 den Pferdedieb Ossip.
 

Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir freundlicherweise
von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Michael Mendl; Copyright Edmond Frederik
Von 1988 bis 1993 gehörte Mendel zum Ensemble des "Bayerischen Staatsschauspiels"1)  in München, hier spielte er unter anderem allem in Inszenierungen von Thomas Schulte-Michels. Zu nennen sind (Link: Wikipedia):

Über Mendls Interpretation des Burleigh in "Maria Stuart" schrieb C. Bernd Sucher1)  unter anderem in der "Süddeutschen Zeitung" (22.04.1991): "Mendl ist stark, zeichnet mit sparsamsten Mitteln den kalten, klugen Staatsvordenker, der immer kontrolliert, analysiert und redet. Dem passiert kein unbedachtes Wort, nicht mal ein versehentliches Stirnrunzeln oder ein besorgter Blick."*)
Bei den "Salzburger Festspielen" konnte man Mendl 1993 als Messala in "Julius Caesar"1) von William Shakespeare (Regie: Peter Stein) erleben, im Folgejahr sowie 1995 gab er den Agrippa in Steins Inszenierung von Shakespeares "Antonius und Cleopatra"1), zudem hatte er 1995 den kleinen Part eines Landstreichers in "Der Kirschgarten"1) von Anton Tschechow übernommen – ebenfalls unter der Regie von Peter Stein. In der 1995er-"Jedermann"-Inszenierung1) (Regie: Gernot Friedel) mit Gert Voss in der Titelrolle trat er als Schuldknecht in Erscheinung.
 

Ab Mitte der 1970er Jahre wurde Mendl verstärkt für Film- und Fernsehen tätig, die Zuschauer kennen den Schauspieler mit den markanten Gesichtszügen aus zahlreichen TV-Produktionen; nach anfänglichen Gastauftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte" oder "Ein Fall für zwei" hatte Mendl Ende der 1980er Jahre seinen Durchbruch auf dem Bildschirm mit der Rolle des psychopathischen Triebtäters Koslowski in dem SWF-Tatort "Die Neue"1) (1989), in dem erstmals Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts ermittelte. Es folgten unterschiedlichste Rollen in TV-Produktionen wie beispielsweise in "Killer" (1991), "Der Letzte Kosmonaut" (1993) oder in dem Dreiteiler "Das Schwein – Eine deutsche Karriere"1) (1995) mit Götz George in der Titelrolle, wo Mendl als Robert Korda agierte. 1995 sah man ihn als Reinhart in Martin Enlens Krimi "Tödliche Hochzeit", zwei  Jahre später war er in Enlens "Andrea und Marie" der Buchhändler Ralf, der mit der attraktiven Architektin Marie alias Iris Berben verheiratet ist und gleichzeitig ein leidenschaftliches Verhältnis zu der erfolgreichen, attraktiven Malerin Andrea alias Hannelore Elsner unterhält. 1998 spielte er neben Barbara Rudnik als eigenwilliger Gerichtsmedizinerin Ruth Jacoby den ruppigen Kommissar Harry Voss in dem Krimi "Gefährliche Wahrheit", in dem aufwendigen Thriller "Der blonde Affe"2) (1999) ermittelte er als Kommissar Bellmann auch gegen den Kunstfälscher Jan Vleuten alias Jürgen Prochnow. Ein Jahr später stand Mendl mit der Hauptrolle des ehemaligen Staranwalt Gerd Platzek für das Drama "Die Letzte Chance" neben Jennifer Nitsch vor der Kamera, in dem Krimi "Ein Mann steht auf"2) präsentierte er sich neben Robert Atzorn und Tina Ruland als zwielichtigen Waffenhändler Phillipp Janot.

Michael Mendl war 2000 der Dr. Helge Lührs in der melodramatischen Familiensaga "Zwei Asse und ein König"2) mit Heiner Lauterbach, Heinz Hoenig und Martin Benrath, der Patrick Stein in dem Abenteuerfilm "Der Paradiesvogel"2) und hatte dort Katja Weitzenböck zur Partnerin; neben Iris Berben zeigte er sich als deren Ehemann Paul Hoffmann in dem Thriller "Das Teufelsweib"1), neben Hannelore Elsner als kanadischer Wildbiologin Dr. Miriam Herzfeld den Dr. Karl Sellinger in der spannenden Zoo-Geschichte "Solange wir lieben"2). 2001 beeindruckte er mit der männlichen Titelrolle des Gert Bastian1) an der Seite von Dagmar Manzel als Petra Kelly in Andreas Kleinerts Polit-Stück "Kelly Bastian – Die Geschichte einer Hoffnung"2) oder war der griesgrämige Hygienefanatiker, Katzenquäler und Kunstmaler Eduard Eisenhuth in der Weihnachtskomödie "Oh du Liebezeit"2). In der italienischen Filmbiografie "Ein Leben für den Frieden – Papst Johannes XXIII"2) mit Edward Asner in der Titelrolle, die 2003 auch bei uns im Fernsehen gezeigt wurde, überzeugte er als Kardinal Domenico Tardini und anfänglicher Gegenspieler des Pontifex, in dem Ehedrama "Zu nah am Feuer"2) sah man ihn 2002 als Professor für Kunstgeschichte Richard Thomé neben Maria Furtwängler, die seine attraktive Ehefrau spielte, auf dem Bildschirm.
In jüngerer Zeit verkörperte Michael Mendl eindrucksvoll den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt und dessen Verstrickung in die Guillaume-Affäre in dem vielbeachteten Zweiteiler "Im Schatten der Macht"1) (2003) und wurde im Februar 2004 wurde für seine herausragende Leistung als "Bester Deutscher Schauspieler" mit der "Goldenen Kamera" geehrt. 

Michael Mendl in "Im Schatten der Macht"; Copyright Ziegler Film

Michael Mendl in "Im Schatten der Macht" mit Matthias Brandt als als Günter Guillaume; Copyright Ziegler Film

Michael Mendl in "Im Schatten der Macht" (rechts mit Matthias Brandt1) als Günter Guillaume1))
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In der Familienkomödie "Herzlichen Glückwunsch"2) (2003) mimte er neben Gudrun Landgrebe mit der Titelrolle der Vera deren ehemalige Jugendliebe Charly und in dem TV-Liebesdrama "Meine große Liebe"2) (2005) war er der Ehemann Andreas der Lederdesignerin Vera Klunert alias Thekla Carola Wied, die sich nach 25 Ehejahren zwischen ihm und ihrer Jugendliebe Werner alias Peter Bongartz entscheiden muss. In dem historischen Zweiteiler "Sterne über Madeira" um Intrigen, Liebe und Leidenschaft , den Marco Serafini in Szene gesetzt hatte, agierte Mendl Ende Mai 2005 mit einer für ihn eher ungewöhnlichen Rolle auf dem Bildschirm: In dem Melodram um eine junge Novizin (Denise Zich), die während einer Schiffspassage nach Madeira dem Klosterleben entflieht, indem sie die Identität ihrer plötzlich verstorbenen Kabinengenossin Emma von Hohenburg annimmt, mimte er den hartherzigen Familienpatriarchen und Weingutsbesitzer Arnold von Greifenberg und zog in dem Stück einmal mehr alle theatralischen Register seiner Schauspielkunst. 
Szenenfoto "Hengstparade"; Copyright Ziegler Film Eine schöne Rolle war auch die des sympathischen "Naturburschen" Kurt Schleyer, der sich in der kriminalistisch angehauchten Liebeskomödie "Hengstparade"1) (2005), das Michael Kreindl nach dem gleichnamigen Bestseller von Erfolgsautorin Gaby Hauptmann gedreht hatte, in die weltgewandte und scharfsinnige Gerichtsreporterin Hella Fischer alias Christiane Hörbiger verliebt. 
  
 
Szenenfoto "Hengstparade"
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Mit einer Liebhaber-Rolle tauchte Mendl auch Anfang April 2006 in dem Drama "Eine Chance für die Liebe"2) auf: der charismatische Philipp trifft auf seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Marianne (Jutta Speidel), die aufgrund der Diagnose "Krebs" in eine tiefe Lebenskrise gestürzt wird und auch ihr bisheriges Leben an der Seite ihres Ehemannes Paul (Rudolf Kowalski), der nur seine Arbeit kennt, in Frage stellt. Um zu sich selbst zu finden beginnt Marianne eine kurze Affäre mit dem Jugendfreund…
 
Offensichtlich abonniert auf reife, charmante Verführer agierte Mendl wenig später als Partner von Christiane Hörbiger in dem Ende April 2006 von der ARD gezeigten vielbeachteten Fernsehspiel "Mathilde liebt"2), das sich – von Regisseur Wolfram Paulus in Szene gesetzt – mit dem Thema "Sex im Alter" beschäftigt. Mendl gab den reifen ehemaligen Entwicklungshelfer Carlo Sturm, in den sich die 65-jährige Witwe und Mutter dreier Kinder Mathilde Kramer (Christiane Hörbiger) nach einem leidenschaftlichen "One-Night-Stand" verliebt. Als der verheiratete, geheimnisvolle Carlo danach jedoch erst einmal von der Bildfläche verschwindet, versucht die enttäuschte Mathilde die Affäre zu vergessen … Übrigens war Mendls damals dreizehnjährige Tochter Joana Fink-Mendl hier erstmals in einem Film mit einer Hauptrolle zu sehen; erste Erfahrungen vor der Kamera hatte sie bereits 1998 mit einem kleinen Part an der Seite ihres Vaters in Karola Hattops modernem TV-Heimatmelodram "Jagdsaison" gesammelt.
Eher zurückgenommen war Mendls Spiel im September 2006 in dem packenden Melodram "Meine Tochter, mein Leben"2) mit Thekla Carola Wied als alleinerziehender Mutter und erfolgreicher Marketing-Chefin Ruth Lorentz, die ihr Leben ganz auf ihre inzwischen erwachsene Tochter Lea (Chiara Schoras) ausgerichtet hat. Hier agierte er als erfolgreicher Anwalt, der sich zwischen seiner Karriere und seiner Loyalität gegenüber Ruth entscheiden muss. In einer Doppelrolle sah man ihn Anfang November 2006 in der melodramatischen Familien-Saga "Afrika – Wohin mein Herz mich trägt"2), die vor einer Traumkulisse in der namibischen Landschaft gedreht wurde. Anfangs trat Mendl als Vater der Protagonistin Antonia Vogt (Sophie Schütt) auf, die nach sieben Jahren zum ersten Mal wieder die Farm ihrer Eltern in Namibia besucht, dort mit ihrer Vergangenheit bzw. ihrer ehemaligen Liebe konfrontiert wird und auch den plötzlichen Unfalltod ihrer Eltern verkraften muss; im zweiten Teil mimte er den als verschollen geltenden Zwillingsbruder Martin, der seit mehr als 30 Jahren bei den Buschmännern lebt.
Ebenso wie das Melodram "Eine Liebe in Kuba"2) (2007) mit Frauenschwarm Erol Sander war Mitte April 2007 die Beziehungskomödie "Freie Fahrt ins Glück"2) nette Unterhaltungskost, in der Mendl seine schauspielerische Vielseitigkeit jedoch nicht so ganz ausleben konnte. Der Film ist eine von Ariane Zeller leichtfüßig inszenierte heitere Familiengeschichte mit Gila von Weitershausen und Michael Mendl als Paar, das sich trotz aller Schwierigkeiten wieder zusammenrauft.
 

Szenenfoto "Freie Fahrt ins Glück"
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Szenenfoto "Freie Fahrt ins Glück"; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto "Niete zieht Hauptgewinn"; Copyright Ziegler Film Nach seiner Rolle des "Traummannes Christian" in der turbulenten Geschichte "Drei teuflisch starke Frauen – Die Zerreißprobe"2) (2007) mit den Protagonistinnen Gaby Dohm, Gila von Weitershausen und Ruth Maria Kubitschek war er am 25. November 2007 erneut in einem Afrika-Melodram zu sehen und spielte in "Mein Herz in Afrika"2) neben Tanja Wedhorn und Hannelore Elsner den Tierarzt Dr. George Hill. Gerade abgedreht hatte er die humorvolle Lovestory "Niete zieht Hauptgewinn"2) (2007), erneut mit Traumpartnerin Christiane Hörbiger. 
 
Szenenfoto "Niete zieht Hauptgewinn"
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In dem hochkarätig besetzten, spektakulären ZDF-Zweiteiler "Die Gustloff"2), der die größte Schiffskatastrophe der Geschichte am 30. Januar 1945 thematisiert, agierte er unter der Regie von Joseph Vilsmaier als Alt-Kapitän Johannsen. Die Anfang März 2008 ausgestrahlte, aufwendige Produktion fand ein geteiltes Echo (siehe auch Wikipedia). 
Daneben erlebt man den Schauspieler seit Jahren immer wieder mit prägnanten Rollen in vielen populären Krimi-Reihen wie beispielsweise in "Tatort", "Siska", "Wolffs Revier" oder "Ein starkes Team"; zu seinen Serien-Auftritten gehören auch prägnante Figuren, beispielsweise in "Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für Zwei", "Der Bulle von Tölz" oder wie im Oktober 2005 in der Krimikomödie mit Ruth Drexel "Agathe kann's nicht lassen", wo er in der Geschichte "Mord im Kloster"2) als Abt auftauchte. 
 
Die darstellerische Bandbreite Mendls zeigt sich jedoch grade in konträren Rollen: Am 30. März 2006 wurde im ZDF anlässlich des ersten Todestages von Papst Johannes Paul II. das Dokudrama "Karol Wojtyla – Geheimnisse eines Papstes"1) ausgestrahlt, welches die wichtigen Stationen aus dem Leben Karol Wojtylas aufzeigt. Unter der Regie von Gero von Boehm, der prominente Zeitzeugen wie den früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und den Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl zur Wort kommen lässt, spielte Devid Striesow den jungen Karol Wojtyla, Michael Mendl verkörperte den charismatischen, außergewöhnlichen Pontifex und rückte mit seiner authentischen Darstellung vor allem das Menschliche dieser berühmten Persönlichkeit in den Vordergrund.
In dem von Elisabeth Wicki-Endriss, der Witwe des großen Regisseurs und Schauspielers Bernhard Wicki, über ihren Mann gedrehten rund zwei Stunden langen Dokumentarfilm "Verstörung und eine Art von Poesie. Die Filmlegende Bernhard Wicki" ergänzte Mendl authentisch Wickis Gedanken aus Schriften und Briefen; die filmische Liebeserklärung von Elisabeth Wicki-Endriss gelangte im Juni 2007 in den Verleih. Diese dokumentarische Filmerzählung zeigt sehr persönlich Bernhard Wickis Weg von der Geburt bis zum Tod und gleichzeitig ein Stück deutsche Geschichte. Sie lässt teilhaben an Wickis Freuden, seinen Begierden, seinem Hochmut, seiner Unbestechlichkeit, seiner Wucht und seiner Wut; seiner Angst, seiner Einsamkeit, seinen Erschütterungen und seiner Scham. Neben den Video- und Audioaufzeichnungen Bernhard Wickis tritt Maximilian Schell als Erzähler auf, Klaus Maria Brandauer zitiert aus Wickis Gedichten und Michael Mendl ergänzt mit Zitaten, wo keine Aufzeichnungen von Bernhard Wicki existieren. Der Film wurde an Originalschauplätzen der Lebensstationen Wickis gedreht.
(Quelle: www.br-online.de; siehe auch www.prisma.de)

Eine starke Leistung zeigte Mendl Mitte Oktober 2008 in der Neuverfilmung von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der Besuch der alten Dame"1), mit der die ARD die "Grande Dame" des deutschen Fernsehens, Christiane Hörbiger, anlässlich ihres 70. Geburtstages am 13. Oktober 2008 ehrte. In dem behutsam modernisierten, hochkarätig besetzten Klassiker gab die Hörbiger unter der Regie von Nikolaus Leytner die Titelfigur der Multimilliardärin Claire Zachanassian, die nach über 40 Jahren zurückkehrt, um auf makabre Weise Rache an ihrem ehemaligen Geliebten Alfred Ill zu nehmen – eindrucksvoll interpretiert von Michael Mendl. Claire hat den Bürgern der bankrotten Provinzstadt Güllen ein unmoralisches, zutiefst verwerfliches Angebot gemacht, bietet eine horrende Geldsumme – falls Alfred "stirbt".
 

Szenenfoto "Der Besuch der alten Dame"
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Szenenfoto "Der Besuch der alten Dame"
Mendl überzeugte wieder einmal auf ganzer Linie, seine Verkörperung eines Mannes, der von seiner schäbigen Vergangenheit eingeholt, als Jäger zum Gejagten wird und am Schluss wegen der verlogenen Moral seiner Mitbürger den Tod findet, war eine grandiose, schnörkellose Darstellung neben einer ebenso brillant spielenden Christiane Hörbiger. (siehe auch www.dieterwunderlich.de)
Nach der "Inga Lindström"-Geschichte "Sommer in Norrsunda"2) (EA: 19.10.2008) und seiner Rolle des pedantisch-eigenwilligen Komponisten Sten Sörenson konnten sich die Zuschauer am 17.11.2008 erneut auf den Charakterkopf Mendl freuen: In dem hochspannenden Thriller "Der Tote in der Mauer"2) gab er unter der Regie von Markus Imboden den kurz vor seiner Pensionierung stehenden Kommissar Hagen Dudek, der gerade seine Dienstgeschäfte an seinen jungen Nachfolger Klaus Wendt (Frank Giering) übergibt. Als bei Abbrucharbeiten in einer Gebäudewand eine einzementierte Leiche entdeckt wird, muss der schwerkranke Dudek noch einmal ran, klärt gemeinsam mit seinem Nachfolger einen ungewöhnlichen Mordfall auf. Regisseur Markus Imboden und Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt ist erneut ein origineller Dorfkrimi gelungen, in dem die Ereignisse eine haarsträubende Wendung nehmen. Als junge Polizistin bezaubert Anna Maria Mühe, in einer Doppelrolle glänzt Devid Striesow. (Quelle: www.filmfest-hamburg.de)
 
Bereits Anfang 2009 war Mendl gleich in mehreren Produktionen auf dem Bildschirm präsent und schaffte wieder einmal den Spagat zwischen seichter und anspruchsvoller Unterhaltung. In dem melodramatischen Thriller "Alle Sehnsucht dieser Erde"1) mit den Publikumsmagneten Christine Neubauer und Erol Sander kam er am 9. Januar 2009 als Dr. Giesel daher, skrupelloser und krimineller Vorstandsvorsitzender eines internationalen Versicherungsriesen. In dem sehenswerten, dreiteiligen Nachkriegsdrama "Die Rebellin"2), der Geschichte des außergewöhnlichen Lebensweges einer jungen, Technik-begeisterten Frau (Alexandra Neldel) im Deutschland der Fünfzigerjahre, agierte er als zwielichtiger Rundfunkingenieur Ferdinand Möbius (EA: 5./7./11.01.2009; siehe auch Wikipedia). Am 1. Februar 2009 ging die Episode "Hochzeitsvorbereitungen" aus der ZDF-Reihe "Meine wunderbare Familie" auf Sendung, den (zu Herzen gehenden) Geschichten um die Rudertrainerin Hanna Sander (Tanja Wedhorn) und dem Kaffeeröster Jan Kastner (Patrik Fichte); Mendl und Gila von Weitershausen spielen Jans Eltern Renate und Klaus, die sich auseinandergelebt haben und nun trennen wollen.
In der bis auf die kleinste Nebenrolle prominent besetzten ARD-Komödie "So ein Schlamassel"1) gehörte Michael Mendl neben Publikumslieblingen wie beispielsweise Hans-Peter Hallwachs, Rolf Hoppe, Gudrun Landgrebe oder Marianne Sägebrecht ebenfalls zur Schauspielerriege und spielt den Benno Grüngras. Dieser Fernsehfilm, produziert von Dr. Alice Brauner (Tochter von Filmmogul Artur Brauner), wurde vorab präsentiert und erntete bei den Hofer Filmtagen (27.10. bis 1.11.2009) gute Kritiken; die Ausstrahlung in der ARD war am 29. Januar 2010. Kurz zuvor hatte Mendl am 15. November 2009 in Cobinian Lippls Drama "Totentanz"3), der Geschichte über einen mysteriösen Tod in den Voralpen, erneut seine darstellerische Vielseitigkeit unter Beweis gestellt und in dem neuen BR-Heimatfilm dem grantigen Jak, Pächter eines alten Sägewerks, authentische Züge verliehen.
 
Bereits im Sommer 2009 abgedreht hatte er die Romanze "Eine Nonne zum verlieben"3), welche nach Motiven des Utta Danella-Romans "Die Jungfrau im Lavendel" entstanden war und am 23. April 2010 in der ARD auf Sendung ging. Neben Michaela May als sanftmütiger Schwester Barbara mimte Mendl den knorriggen Alfons, von dem sich die Nonne Barbara vor Jahrzehnten getrennt hatte, um ihr Leben in den Dienst Gottes zu stellen. In der Inga Lindström-Folge "Zwei Ärzte und die Liebe"2) (EA: 30.03.2010) war Michaela May ebenfalls seine Partnerin, als charmanter Peter Garpendahl zog Mendl einmal mehr alle Register, um vor der idyllischen Kulisse einer schwedischen Schäreninsel die patente Caféhausbesitzerin Elsa (Michaela May) zu bezirzen.
Auf einen weiteren Fernsehfilm mit Michael Mendl in einer tragenden Rolle, "Schatten der Erinnerung"1) (EA: 28.05.2010), durften sich die Zuschauer ebenfalls freuen. Die Story, eine gelungene Mischung aus modernem Heimatfilm und Öko-Drama, spielt in den Alpen und wurde in der Steiermark gedreht; hier mimt der Charakterschauspieler den schwer an Krebs erkrankten, griesgrämigen Vater Gottfried der Geologin Lena Simmerauer (Julia Stemberger), die vor vielen Jahren von ihrem Vater verstoßen wurde. Als sie sich doch dazu entschließt, den todkranken Vater zu besuchen, wird sie nicht nur mit ihrer einstigen Jugendliebe Anton (Thure Riefenstein) sondern auch mit einem Umweltskandal konfrontiert. Regie führte Hartmut Griesmayr und stützte sich auf Motive des Hochland-Romans "Der laufende Berg" von dem berühmten Heimat-Schriftsteller Ludwig Ganghofer1) (1855 – 1920). Bereits 1941 war die Geschichte von Hans Deppe1) mit Hansi Knoteck, Paul Richter, Maria Andergast, Fritz Kampers und Beppo Brehm in den Hauptrollen verfilmt worden. 
In dem Islam-Thriller bzw. Familiendrama "Takiye – Spur des Terrors"2) (EA: 25.08.2010) spielte Mendl ebenso wie in dem von Tim Trageser atmosphärisch kühl inszenierten ZDF-Psychothriller "Racheengel – Ein eiskalter Plan"2) (EA: 27.12.2010; mit Gesine Cukrowski als Kriminalkommissarin Tina Campenhausen) prägnante Figuren.
In regelmäßigen Abständen taucht der Charakterdarsteller überdies seit Mitte der 1980er Jahre beim "Tatort" auf, so in letzter Zeit am 13. Dezember 2009 in dem BR-Krimi "Wir sind die Guten"1) neben dem Ermittlerduo Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl). In dem spannenden Krimi aus München, in dem Batic vom Jäger zum Gejagten wird, präsentierte er sich als der finstere LKA-Kommissar Stolze. In der vieldiskutierten "Tatort"-Doppelfolge "Wegwerfmädchen"1) (EA: 09.12.2012) und "Das goldene Band"1) (EA: 16.12.2012) mit Maria Furtwängler als Kriminalhauptkommissarin Charlotte Lindholm spielte er den dubiosen Rechtsanwalt Gregor Claussen, der in die Machenschaften um Mädchenhandel, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung verwickelt ist.
Michael Mendl in Berlin bei der Eröffnung des "Boulevard der Stars" (10.09.2010); Urheber: Franz Richter (User:FRZ); Lizenz: CC-by-SA 3.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons Eine starke Rolle war auch die des Jakob Bergmann in dem Krimi "Tödliches Schweigen"3) (EA: 16.04.2011) aus der Reihe "Ein starkes Team", wo er als Ex-Geliebter der Ermittlerin Verena (Maja Maranow) zur Klärung eines politisch brisanten Falls beiträgt. 
Als zaubermächtiger wilder Naturgeist Eisenhans zeigte sich Mendl am 24. Dezember 2011 in der Märchenverfilmung "Der Eisenhans"1) frei nach der gleichnamigen Geschichte der Gebrüder Grimm, sowie als wohlhabender Schmuckdesigner bzw. Patriarch einer großen Schmuckdynastie Lorenzo Sabrini in dem ZDF-Krimi "Das Geheimnis der Villa Sabrini"1) (EA: 04.03.2012), gedreht von Marco Serafini nach dem Buch "Die Gärten der Villa Sabrini" von Cristina Camera. "Auf der Spur des Löwen"3) (EA: 09.04.2012) hieß ein weiterer TV-Film mit Michael Mendl, der in der ZDF-Reihe "Herzkino" ausgestrahlt wurde. Hier verkörperte er den todkranken Fred, Priester und Leiter eines afrikanischen Waisenhauses bzw. Bruder der menschenscheuen Kinderbuch-Illustratorin Eleonore Krämer (Jutta Speidel), welche ihre Angststörung überwindet und in Südafrika ein neues, erfülltes Leben findet → www.presseportal.de
In dem 18. "Donna Leon"-Fall "Schöner Schein"3) (EA: 14.04.2012) trat Mendl als Maurizio Cataldo in Erscheinung, der in das Visier von Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) gerät, in der "Lilly Schönauer"-Geschichte "Liebe auf den zweiten Blick"3) (EA: 31.08.2012) als Vater des charmanten jungen Bankers Julian (Andreas Kiendl), der seine Gefühle für seine einstige Jugendliebe, die Bio-Bäuerin Sophie (Henriette Richter-Röhl), neu entdeckt.
  
 
Foto: Michael Mendl in Berlin anlässlich der
Eröffnung des "Boulevard der Stars" (10.09.2010)
Urheber: Franz Richter (User:FRZ); Lizenz: CC-by-SA 3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
In dem von Peter Adler und Gordian Maugg in Szene gesetzten 45-minütigem Doku-Spiel "Mein Kampf mit Hitler"3) (EA: 31.01.2013) nach dem Bestseller Bestseller "Geschichte eines Deutschen" des Publizisten Sebastian Haffner1) (dargestellt von Ludwig Blochberger), gab Mendl Haffners Vater ein Gesicht, der die drohende braune Gefahr nicht wahr haben will und an einen kurzen Spuk glaubt → www.presseportal.de. Bereits in Bernd Fischerauers szenischen, zweiteiligen Dokumentation "Reichsgründung" und "Die nervöse Großmacht" (EA: BR alpha 24.11.2012/01.12.2012) mit Torsten Münchow als Fürst Otto von Bismarck hatte Mendl die historische Figur des Kaiser Wilhelm I. verkörpert.
Michael Mendl stand auch für die historische, knapp 3-stündige ZDF-Familiensaga "Die Holzbaronin"1) (EA: 26.02.2013) nach Motiven des Romans "Die Holzbarone" des Unternehmers, Journalisten und Verlegers Casimir Katz1) (1925 – 2008) vor der Kamera. "Die Holzbaronin" erzählt die Geschichte der Unternehmerin Elisabeth "Elly" Seitz (Christine Neubauer), die im Wirtschaftswunder-Deutschland der frühen 1950er Jahre zur Aufsichtsratsvorsitzenden eines traditionsreichen, holzverarbeitenden, mittelständischen Unternehmens im Schwarzwald gewählt wird. Doch das Glück währt nicht lange, Elly wird beschuldigt, ihren Mann Alfred Brauer (Dirk Borchardt) im Jahr 1944 ermordet zu haben … Zusammen mit Nicole Heesters spielt Michael Mendl in dem von Marcus O. Rosenmüller inszenierten Film das Großelternpaar der Hauptfigur, die Dreharbeiten fanden in Wien, Baden-Baden und im Schwarzwald statt → www.pressemeldungen.com. Ein weiterer Dreh fand seit Anfang Mai 2012 im oberbayerischen Alpenvorland statt, Mendl gehörte neben Hauptdarsteller Mario Adorf zur hochkarätigen Schauspieler-Riege der von Urs Egger in Szene gesetzte ZDF-Tragikomödie "Krokodil"3) (EA: 29.03.2013). Adorf spielt den ehemals erfolgreichen, eigenbrötlerischen Schriftsteller Richard, der sich in sein Landhaus bzw. vom Leben zurückgezogen hat, bis eine junge Frau (Alwara Höfels) mit ihrem kleinen Sohn alles durcheinanderwirbelt, Mendl dessen einzigen Freund Gabriel. Der Film entstand nach einer Kurzgeschichte des französischen Bestseller-Autors Philippe Djian → www.ufa.de.
Abgeschlossen waren auch die aufwendigen Dreharbeiten (unter anderem in Malaysia) zu dem im Jahre 1939 auf Java angesiedelten historischen ARD-Film mit dem Titel "Liebe und Tod auf Java"2), in dem sich Mendl als schwerkranker Tabakplantagenbesitzers Arthur Landgraf neben Muriel Baumeister (Hellen Landgraf) und Francis Fulton-Smith (Hans Jakob Braun) erneut mit einer tragenden Rolle präsentierte; zur Ausstrahlung gelangte das Melodram am 29. März 2013 →  www.presseportal.de und www.tittelbach.tv.
Eine weitere Arbeit für das Fernsehen ist die Tragikomödie "Zurück ins Leben"2) (Regie: Nikolaus Leytner), in der Michael Mendl einmal mehr als Partner von Christiane Hörbiger aufspielte. In der emotionalen Geschichte verkörpern sie zwei Bewohner einer Seniorenresidenz. Maria Niemann (Christiane Hörbiger ist eine recht aktive ältere Dame, die zum Ärger der Heimleitung schon mal für Turbulenzen sorgt, Mitbewohner Jakob (Michael Mendl) dagegen ein mehr in sich gekehrter Typ, der in Erinnerungen an seine ostpreußische Heimat und den Jugendfreund Paul (Hans-Michael Rehberg) schwelgt. Gemeinsam begibt sich das ungleiche Paar auf eine Reise in die Vergangenheit bzw. bricht nach Danzig auf, um den verschollenen Freund Paul zu suchen  → www.presseportal.de sowie www.tittelbach.tv. "Unkitschige Hommage an das Leben, an die Träume und an Christiane Hörbiger" konnte man als Programmhinweis anlässlich der Erstausstrahlung am 18. Oktober 2013 in der TV-Zeitschrift HÖRZU lesen, fünf Tage zuvor hatte die Schauspielerin am 13. Oktober ihren 75. Geburtstag feiern können. "Die Rollen der beiden Hauptdarsteller sind, beinahe logisch, als Gegensatz-Paar angelegt: der ruhige Künstler mit dem melancholisch umflorten Blick einerseits und andererseits die quirlige Dame. Und das Paar funktioniert prächtig. Nicht nur auf dem Papier: Christiane Hörbiger und Michael Mendl ergänzen sich prächtig wie zwei Seiten einer Medaille. Sie knüpfen bei ihrer langjährigen Film-Partnerschaft da an, wo sie zuletzt, beim "Besuch der alten Dame" (2008) aufgehört haben." notierte unter anderem www.derwesten.de.
Vorhersehbar war die Katie Fjorde-Romanze "Diagnose Liebe"3) (EA: 20.10.2013), in der Mendl an der Seite eines anderen Mitglieds der Hörbiger-Dynastie zu sehen war: Christiane Hörbigers Schwester Maresa Hörbiger zeigte sich in dieser Geschichte als vermeintlich todkranke wohlhabenden Olivia Grant, Mendl als deren Hausarzt und langjähriger Freund. Als weitere Protagonisten sah man Fiona Coors in der Rolle der dickköpfigen Pflegerin Madison Carter, die ein dunkles Geheimnis umgibt, und Thomas Unger als Olivias verwitweten Schwiegersohn John – ein Happy End war vorprogrammiert. Spannung pur bot der Psychothriller "In Gefährlicher Nähe"3) (EA: 08.01.2014) mit Julia Koschitz, Matthias Koeberlin und Johanna Klante in den Hauptrollen. Mendl präsentierte sich hier als erfolgreicher Rechtsanwalt und Kanzlei-Chef Peter Jung bzw. Vater der jungen, kühl agierenden Juristin Lea (Julia Koschitz), die zunehmend in den Sog des smarten, wegen Vergewaltigung angeklagten Jungunternehmers Nick Storm (Matthias Koeberlin) gerät, für den sie einen Freispruch erwirkt hatte. In der "SOKO Köln"-Story "Der große Wurf"4) (EA: 01.04.2014) übernahm er die Gastrolle des ins Visier der Ermittler geratenen stadtbekannten Firmenchefs Günther Reimann, spielte bei der "Kripo Holstein – Mord und Meer" in der Folge "Die letzte Vorstellung"4) (EA: 19.11.2014) den Kiesgrubenbesitzer Willem Thomsen, dessen unehelicher, geistig eingeschränkter Sohn Ole (Tim Oliver Schultz) des Mordes an seinem älteren Halbbruder verdächtigt wird.
In das Kostüm des Graf von Gehlen schlüpfte Mendl in dem historischen Liebesfilm "Das goldene Ufer"3) (EA: 05.04.2015), gedreht nach einem im deutschen "Vormärz"1) der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angesiedelten Romans von Iny Lorentz: "Gisela (Miriam Stein) und Walther (Volker Bruch), die vor zehn Jahren als Waisenkinder nach Gut Rennitz kamen, verdingen sich dort inzwischen als Hausmagd und Knecht. Doch Gisela weiß, dass das Leben mehr zu bieten haben muss als einen Tag ohne Demütigungen durch Gräfin Elfreda von Rennitz (Ulrike Folkerts) und die Hoffnung auf einen zweiten Sack Stroh zum Schlafen. Sie glaubt an ein Recht auf Glück und Selbstbestimmung und versucht unter Einsatz ihres eigenen Lebens, einem verfolgten Knecht (Hans Peter Hallwachs) zu helfen, der aus Hunger einen Laib Brot gestohlen hat. Walther dagegen bekommt die Chance, im bestehenden System aufzusteigen: Als Graf von Rennitz (Walter Sittler) erkennen muss, dass der Adel nicht mehr wie selbstverständlich privilegiert behandelt wird, versieht er Walther mit einer neuen Aufgabe und schickt ihn zu Vertragsverhandlungen auf die Holzmesse nach Göttingen – sehr zum Unmut seines Sohnes Diebold (Trystan Pütter), der im Wetteifern um die Gunst des Vaters einen heimtückischen Plan schmiedet …" schreibt presseportal.zdf.de zum Inhalt der Geschichte.
Nach der Gastrolle des für den Bundesnachrichtendienst tätigen Agenten Wolfram Dahlkamp in der Episode "Staatseigentum"4) (EA: 12.06.2015) aus der Krimi-Serie "Letzte Spur Berlin"1) zeigte sich Mendl mit dem eher kleinen Part des todkranken, vermögenden Unternehmers Günther Berger, der in dem Krimi "Tödliches Vermächtnis"3) (EA: 17.10.2015) aus der ZDF-Reihe "Ein starkes Team"1) ermordet wird → www.presseportal.de, fernsehserien.de.
In dem zweiteiligen spannenden, bis fast zum Schluss sehr undurchsichtigen Thriller "Böser Wolf"3) (EA: 11./12.01.2016) aus der ZDF-"Taunuskrimi"-Reihe nach dem gleichnamigen Bestseller von Nele Neuhaus ging es um perfiden Kindesmissbrauch und einen skrupellosen Kinderpornoring bzw. um Zwangsprostitution junger Schutzbefohlener. Hier spielte Mendl unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller die kleine, dennoch wichtige Rolle des (scheinbar) honorigen Arztes Josef Finkbeiner, der mit dem Waisenhaus "Burg Sonnenschein" eine Jugendhilfe-Einrichtung leitet, wo schließlich alle Fäden des brisanten Falls zusammenlaufen, bei dem die Kommissare Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) und Pia Kirchhoff (Felicitas Woll) anfangs vor einem schier unlösbaren Rätsel stehen. Einen winzigen Auftritt als ehemaliger Staatsanwalt, der dem Ermittler Robert Marthaler (Matthias Koeberlin) einen Tipp geben kann, hatte er in der "Kommissar Marthaler"-Folge "Engel des Todes"3) (EA: 18.09.2016). Im Sommer 2016 stand Mendl für die Katie Fforde-Geschichte "Bellas Glück" vor der Kamera → presseportal.zdf.de.
Die Kinozuschauer hatten Mendl erstmals 1992 mit einer kleinen Rolle in dem Beziehungsdrama "Leise Schatten"1) auf der Leinwand sehen können, noch im gleichen Jahr tauchte der Schauspieler in Sönke Wortmanns Publikumsrenner "Kleine Haie"1) auf. 1995 sah man den vielseitigen Schauspieler als Nulf in Joseph Vilsmaiers Welterfolg "Schlafes Bruder"1), der preisgekrönten Verfilmung nach dem Bestseller von Robert Schneider über den jungen Bauernsohns Johannes Elias Alders, der durch seine musikalische Genialität zu einem Außenseiter innerhalb einer kleinen, durch Inzucht geprägten Dorfgemeinschaft wird. Zwei Jahre später brillierte Mendl in dem Knast-Thriller "14 Tage lebenslänglich"1) mit der Hauptrolle des "Knacki" Czernetzky neben Kai Wiesinger; für seine Leistung wurde Michael Mendl 1998 mit dem "Bayerischen Filmpreis" ausgezeichnet.

Michael Mendl, aufgenommen anlässlich 
des Events "CINEMA FOR PEACE 2008"
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)

Michael Mendl, aufgenommen anlässlich des Events "CINEMA FOR PEACE 2008"; Copyright Christian Behring
2000 sah man ihn als Mörder in Oliver Dieckmanns Kurzfilm "Geliebter Alltag" und 2001 in dem Remake "So weit die Füße tragen"1) als krebskranken Lagerarzt Dr. Stauffer, der der Titelfigur Clemens Forell (Bernhard Bettermann) die Flucht aus dem sibirischen Kriegsgefangenenlager Kap Deschnew ermöglicht. In der hochkarätig besetzten deutsch-französischen Produktion "Der Stellvertreter"1) (Amen.), einem Film von Costa-Gavras, der Rolf Hochhuths Drama in Bilder zu fassen versucht, verkörperte er 2002 den Monsignore Hudal1), mit der Rolle des Gerhard war er in dem packenden Drama "Hiçbiryerde – Im nirgendwo Land"2) (2002) des jungen türkischen Autors Tayfun Pirselimoglu zu sehen. Im Herbst 2004 konnten die Kinozuschauer Michael Mendl in Oliver Hirschbiegels "Der Untergang – Hitler und das Ende des Dritten Reiches"1), neben Bruno Ganz in der Titelrolle, als General Helmuth Weidling1) auf der Leinwand erleben. Weitere Aufgaben übernahm er in Simon Aeby's historischem Drama "Shadow of the Sword – Der Henker"1) (2004, The Headsman) sowie in Til Schweigers Tragikkomödie "Barfuss"1) (2005). In dem Fantasy-Kinderfilm "Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan"2) mimte er den weisen König Nandi; Kinostart war der 17. Februar 2011.
Fertiggestellt ist der neue Film des Berliner Produzenten Artur Brauner mit dem Titel "Wunderkinder"2), neben Michael Mendl als Aaron Kaplan zählen unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller unter anderem zur Besetzung Kai Wiesinger, Catherine Flemming, Gedeon Burkhard, Gudrun Landgrebe, Konstantin Wecker, Brigitte Grothum und Natalia Avelon sowie die Kinder Elin Kolev, Imogen Burell und Mathilda Adamik. Erzählt wird die Geschichte von drei musikalisch hochbegabten Kindern zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, der Pianistin Larissa (Imogen Burrell), dem Violinisten Abrascha (Elin Kolev) und Hanna (Mathilda Adamik), Tochter des deutschen Brauers Max Reich (Kai Wiesinger) und dessen Frau Helga (Catherine Flemming), deren tiefe Freundschaft durch die Kriegswirren auseinandergerissen wird; der Film lief am 6. Oktober 2011 in den Kinos an. Einen Gastauftritt als Filmvater von Til Schweiger absolvierte Mendl in der von Simon Verhoeven inszenierten Komödie "Männerherzen… und die ganz ganz große Liebe"1) (Kinostart: 15.09.2011).
Am 6. März 2014 feierte der Film "Pater Rupert Mayer" im Münchener "Rio Filmpalast" seine Weltpremiere. Das mit fiktiven Elementen durchsetzte, von Hollywood-Regisseur Damian Chapa gedrehte Biopic erinnert an den Jesuiten und Präses der "Marianischen Männerkongregation" Rupert Mayer1) (1876 – 1945), der in der Zeit des Nationalsozialismus zum katholischen Widerstand gehörte und am 3. Mai 1987 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wurde. Mendl ist hier neben Protagonist Oliver Gruber mit der Rolle des Jacob Rosenberg zu sehen. In der von Christian Alvart mit Rapper Sido1) (Julian), "Tatort"-Kommissar Fahri Yardim1) (Yasin) und Comedian Tedros Teclebrhan1) (Ademola) in den Hauptrollen gedrehten Krimikomödie bzw. dem schrägen Road-Movie "Halbe Brüder" (Kinostart: 09.04.2015) präsentiert sich Mendl mit der Nebenrolle des Dr. Blöckers, Stiefvater des schnöseligen Türken Yasin → filmportal.de. Abgedreht ist ebenfalls Axel Steinmüllers Crowdfunding-Projekt "Warum Siegfried Teitelbaum sterben musste", ein "absurdes Killer-Märchen mit doppeltem Boden", das mit einem "Spendenaufruf" im Internet startete und bei dem populäre Schauspieler wie Michael Mendl oder "Rosenheim-Cops"-Star Joseph Hannesschläger1) ohne Gage mitwirkten → www.teitelbaum.de. In dem von Nachwuchsfilmer Moritz Boll gedrehten Roadmovie "Elise", das Mitte März 2016 an den Kinostart ging, stellte er den älteren Familienfreund Dorsday Uckhaus der jungen Titelheldin und Abiturientin Elise (Maren Kraus) dar; auch hier hatte Mendl ohne Gage gespielt → moritzbollfilms.de.
Am 2. April 2016 fand in Frankfurt am Main die Uraufführung von Gordian Mauggs Film "Fritz Lang"5) statt, in dem Heino Ferch den legendären Regisseur Fritz Lang1) (1890 – 1976) verkörpert. Ausgehend von realen Personen und Ereignissen ist "Fritz Lang" ein in schwarz-weiß gedrehter, packender Kinospielfilm über einen der größten Regisseure der deutschen Filmgeschichte und die Entstehung seines Meisterwerks bzw. ersten Tonfilms "M –  Eine Stadt sucht einen Mörder"1) (1931), mit dem Lang auch den Fall des Serienmörders Peter Kürten1), genannt der "Vampir von Düsseldorf", aufgriff. Samuel Finzi spielt den Peter Kürten, Michael Mendl dessen Vater, den Alkoholiker Anton; allgemeiner Kinostart war Mitte April 2016 → wfilm.de/fritz-lang.
 
Nach langjähriger Abstinenz kehrte der Charaktermime am 5. September 2013 (Premiere) mit dem Thomas Bernhard-Stück "Vor dem Ruhestand"1) am Wiener "Theater in der Josefstadt" auf die Bühne zurück und gab unter der Regie von Elmar Goerden an der Seite von Nicole Heesters (Vera) und Sona MacDonald (Clara) den Gerichtspräsidenten und ehemaligen SS-Offizier Rudolf Höller. "Michael Mendl, ein aus Fernsehen und Film bekanntes Qualitätsgesicht, erstmals auf einer Wiener Bühne, ist von großartiger Präsenz und schauerlicher Selbstverständlichkeit." schrieb Renate Wagner bei www.der-neue-merker.eu. Und "Die Presse" meinte "Ein echter Gewinn für die Josefstadt ist Michael Mendl (bei seinem Theater-Comeback nach vielen Jahren TV- und Kinofilm), selbst wenn er noch leichte Anpassungsprobleme an den Wiener Ton hat, mit dem er konfrontiert wird. Aber er zeigt starke Präsenz, auch durch seine melodiöse Stimme, und verleiht dieser bizarren Kunstfigur (auf Kosten des Dämonischen) menschliche Züge." → www.oe24.at, diepresse.com.
An der "Oper Frankfurt" seit der Premiere bzw. Uraufführung am 14. September 2014 in der Oper "Sirenen – Bilder des Begehrens und des Vernichtens" mit Texten des Frankfurter Komponisten Rolf Riehm1) nach der "Odyssee" des Homer den schauspielerischen Part des alten Odysseus, die Gesangsrolle des jungen Odysseus interpretiert der Amerikaner Lawrence Zazzo1). "Odysseus selbst hat Riehm in zwei Personen aufgespalten: als singenden Countertenor, der dessen Seele verkörpert, und als sterbenden Menschen in einer Sprechrolle. Letztere verschafft dem populären TV- und Theatermimen Michael Mendl strapaziöse Auftritte, denn Mendl schont sich nicht." notierte unter anderem die "Frankfurter Neue Presse" → www.oper-frankfurt.de.
Zur Spielzeit 2015/2016 konnte man Michael Mendl am Berliner "Renaissance Theater" in dem tragikomischen Generationenstück "Haus auf dem Land" des amerikanischen Dramatikers und Pulitzer-Preis-Trägers Donald Margulies als Freund der Familie Michael erleben, eine Theaterproduktion, die ab Februar 2017 auf dem Spielplan des Hamburger "St. Pauli Theaters" steht → www.renaissance-theater.de.
 
Zu erwähnen ist auch, dass der Schauspieler seit den 1970er Jahren bei Audioproduktionen mitwirkt, eine Auswahl der Stücke, die in der ARD Hörspieldatenbank gelistet sind, findet man hier am Ende dieser Seite. Als Synchronsprecher lieh er unter anderem Timothy Dalton1) in "Die Hure des Königs" (1990), Rob Reiner1) in "Schlaflos in Seattle"1) (1993), Sean Connery6) in "Forrester – Gefunden!"1) (2000), Stellan Skarsgård1) in "King Arthur"1) (2004) und Rolf Lassgård1) in dem TV-Film "Ellas Geheimnis"3) (2010) seine Stimme → mehr bei www.synchronkartei.de.
Neben seiner unfangreichen künstlerischen Arbeit findet Mendl stets Zeit, sich für soziale Belange zu engagieren, so ist er seit 2000 Mentor des außerschulischen Münchener Bildungs- und Ferienprogramms "LILALU"1), seit 2003 macht er sich für den Verein "Faszination Regenwald e. V." unter anderem in Französisch-Guayana stark. 2007 entstand darüber die WDR-Dokumentation "Mein Leben am seidenen Faden". Weiterhin fungiert er seit November 2008 als Schirmherr des Vereins "Gegen Noma e. V." zur Bekämpfung der Kinderkrankheit "Noma"1), zudem ist er Botschafter der "SOS-Kinderdörfer"1).
   
Der populäre Schauspieler Michael Mendl, zu dessen Hobbys das Restaurieren alter Möbel gehört, war seit vielen Jahren mit seiner über 20 Jahre jüngeren Kollegin Carolin Fink1) liiert und hat mir ihr die gemeinsame Tochter Joana sowie Sohn Marlon; der erwachsene Sohn Adrian stammt aus Mendls ersten Ehe. Im Sommer 2009 ging durch die Medien, das Paar habe sich nach einer mehr als zwanzig Jahre langen Beziehung "in Freundschaft" getrennt. Seit einigen Jahren ist nun Gesine Friedmann als neue Partnerin an Mendls Seite.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de,
Weitere Quelle: "Henschel Theaterlexikon"*)
Offizielle Webpräsenz: www.michaelmendl.de, unter anderem mit aktuellen Informationen;
siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, filmportal.de
Kontakt: www.agentur-reuter.com
*) Henschel Theaterlexikon (Hrsg.: Bernd C. Sucher; Henschel Verlag, 2010, S. 581)
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de, 3)  tittelbach.tv, 4) fernsehserien.de, 5) filmportal.de, 6) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Stand: November 2016
   
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Link: Wikipedia, filmportal.de, fernsehserien.de, prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
   
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia (deutsch/englisch))
 
Michael Mendl als Ambrose Bierce in dem Hörspiel "Ambrose Bierce verschwindet"  (EA: 08.04.2014); Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR (Presse und Information, Redaktion Bild); Copyright WDR/Sibylle Anneck
Michael Mendl als Ambrose Bierce in dem Hörspiel
"Ambrose Bierce verschwindet" (EA: 08.04.2014)
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR
(Presse und Information, Redaktion Bild)
© WDR/Sibylle Anneck

  
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