Ulrich Mühe, um 1995 fotografiert von Hans-Ludwig Böhme; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2011-a_0000140); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Hans-Ludwig Böhme; Urheber: Hans-Ludwig Böhme; Datierung: um 1995; Quelle: www.deutschefotothek.de Ulrich Mühe (Friedrich Hans Ulrich Mühe) wurde am 20. Juni 1953 als Sohn eines Kürschnermeisters im sächsischen Grimma geboren, wo er zusammen mit seinem Bruder Andreas seine Kindheit und Jugend verbrachte. Anders als sein Bruder, der später die Werkstatt des Vaters übernahm, interessierte sich Ulrich schon früh für das Theater. Er besuchte die Polytechnische Oberschule seiner Geburtsstadt, die er 1973 mit Abitur bzw. der Berufsausbildung als Baufacharbeiter abschloss, anschließend wurde er zum Wehrdienst einberufen. Nach seiner Entlassung ging Mühe 1975 nach Leipzig an die Theaterhochschule "Hans Otto"1) und ließ sich zum Schauspieler ausbilden. Parallel dazu übernahm er erste kleinere Rollen am Städtischen Theater im damaligen Karl-Marx-Stadt (seit 1990 wieder Chemnitz). Nach Beendigung des Studiums erhielt er dort 1979 ein festes Engagement, debütierte als  Lyngstrand in Hendrik Ibsens "Die Frau vom Meer" und blieb dem Haus dann vier Spielzeiten lang verbunden.
1982 war Mühe Gast an der Ostberliner "Volksbühne" und glänzte in Heiner Müllers Inszenierung von "Macbeth", 1983 folgte er einem Ruf an das "Deutsche Theater" in Ostberlin und avancierte rasch in zahlreichen klassischen und modernen Stücken mit seinem facettenreichen Spiel zu einem anerkannten Charakterdarsteller. 

Ulrich Mühe, um 1995 fotografiert von Hans-Ludwig Böhme
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2011-a_0000140)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Hans-Ludwig Böhme;
Urheber: Hans-Ludwig Böhme; Datierung: um 1995;
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Er brilliert beispielsweise als Sigismundis in Calderons "Das Leben ein Traum", interpretierte Goethes "Egmont" ebenso eindrucksvoll wie den den Patriarchen in Lessings "Nathan der Weise". Vor allem in der Zeit des politischen Umbruchs wurde er von Kritikern wie Publikum gleichermaßen hochgelobt, so etwa mit seiner Darstellung in Heiner Müllers Doppelprojekt "Hamlet/Hamletmaschine" nach William Shakespeare → Wichtige Theaterrollen bei Wikipedia.
"Mühe ist ein ungewöhnlich talentierter Schauspieler, der, ohne je zu forcieren, selbst die wahnwitzigsten, eben nicht psychologisch begründbaren Veränderungen seiner Figur mit aller Leichtigkeit entwickelt, sich einer Rolle zugleich mit der größten intellektuellen Distanz nähert und sie andererseits beherzt emotionell einnimmt. Er offenbart das Kind und den Liebhaber, den zornigen Revolutionär und den Mitmacher." schrieb 1990 der Theaterwissenschaftler und Theaterkritiker Professor Dr. C. Bernd Sucher. Über seine Zeit beim Theater sagte Mühe später einmal in einem Interview: "Das Theater war der einzige Ort in der DDR, an dem die Leute nicht belogen wurden. Für uns Schauspieler war's wie eine Insel. Wir konnten uns Kritik leisten, die in einem volkseigenen Betrieb harte Konsequenzen gehabt hätte."

Ulrich Mühe bei der Premiere des Films "Das Leben der Anderen" (15.03.2006)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann; © Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)

Ulrich Mühe bei der Premiere des Films "Das Leben der Anderen" (15.03.2006)
Bereits seit Ende der 1970er Jahre war Mühe durch verschiedenste Aufzeichnungen von Bühneninszenierungen auch im Fernsehen bekannt geworden, seine erste TV-Hauptrolle spielte er 1983 in Vera Loebners Anna Seghers-Adaption "Der Mann und sein Name". In DEFA-Produktionen wurde er zunächst nur mit kleineren Aufgaben betraut, so in dem artistischen Trümmerfilm "Olle Henry" (1982) von Ulrich Weiß und "Die Frau und der Fremde"1) (1985) von Rainer Simon nach der Novelle "Karl und Anna" von Leonhard Frank. Doch mit Herrmann Zschoches Filmbiografie "Hälfte des Lebens"1) (1985) und der Titelrolle des Johann Friedrich Hölderlin gelang Mühe der Durchbruch zum Leinwandstar. Für seine eindrucksvolle Darstellung des glücklich-unglücklich verliebten Dichters an der Seite von Jenny Gröllmann als angebetete Bankiersgattin Susette Gontard wurde er ein Jahr später mit dem Kritikerpreis "Große Klappe" ausgezeichnet. Nach Bernhard Wickis Alfred Andersch-Verfilmung1) "Sansibar oder Der letzte Grund"2) (1987) und der Rolle des Dr. Grote vertraute ihm Wicki in seiner preisgekrönten Joseph Roth-Adaption "Das Spinnennetz"1) (1989) neben Klaus Maria Brandauer und Armin Mueller-Stahl die Figur des karrieresüchtigen, gewissenlosen Leutnant Theodor Lohse an, womit Mühe nun auch internationale Beachtung fand und wenig später den "Bayrischen Filmpreis" als "Bester Darsteller" mit nach Hause nehmen konnte. Dazwischen lagen Auftritte in verschiedenen ambitionierten TV-Produktionen, etwa in der zweiteiligen Geschichte "Das Buschgespenst"1) (1986) nach Karl May oder der Romanze "Nadine, meine Liebe" (1988). Von der Kritik hoch gelobt wurde Mühe als artistischer Rezitator von Büchner-Texten in Konrad Herrmanns experimentellem dokumentarische Dichterporträt "Lieb Georg" (1988).
Johanna Schall und Ulrich Mühe sprechen bei der Berliner Großdemonstration am 4. November 1989; Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-1989-1104-034; Fotograf: Hubert Link / Datierung: 4. 11.1989 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Auch nach der so genannten "Wende" blieb Mühe ein vielgefragter Darsteller, der sich sowohl auf der Bühne, im Fernsehen als auch auf der Kinoleinwand als vielschichtiger Charakterdarsteller empfahl. Die Theaterzuschauer konnten ihn unter anderem 1990 bei den Salzburger Festspielen als König Alphons in Franz Grillparzers "Die Jüdin von Toledo" in einer Inszenierung von Thomas Langhoff erleben, Gastspiele am Wiener "Burgtheater", an den "Hamburger Kammerspielen" oder auch bei den "Wiener Festwochen" sind nur einige Stationen seiner Bühnentätigkeit. Darüber hinaus war Mühe ein begnadeter Rezitator, erfreute das Publikum mit Lesungen und Literaturveranstaltungen.
 
Foto: Ulrich Mühe und Johanna Schall (Link Wikipedia) sprechen bei der Berliner Großdemonstration am 4. November 1989
 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-1989-1104-034;
Fotograf: Hubert Link / Datierung: 4. 11.1989 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
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Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv Bild 183-1989-1104-034 bzw. Wikimedia Commons
Den Fernsehzuschauern bleibt Mühe vor allem mit der Figur des scharfsinnigen, von seinem fast besessen wirkenden Gerichtspathologen Dr. Robert Kolmaar in der spannenden, preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge"1) in nachhaltiger Erinnerung, seit 1998 machte er mit dieser Rolle in mehr als 60 Folgen bis zum Schluss Furore. Dass er sich nie auf einen bestimmten Rollentypus festlegen ließ, bewies der charismatische Schauspieler in unterschiedlichsten Einzelproduktionen. Peter Vogel besetzte ihn als Protagonisten in seiner Thomas Mann-Adaption "Der Kleine Herr Friedemann" (1990), in Michael Knofs Psychodrama "Jugend ohne Gott" (1991) nach Ödön von Horváth spielte er überzeugend den Lehrer Rockstroh, der mit seinen humanistischen Bildungsidealen in Widerspruch mit den Nationalsozialisten gerät, in Frank Beyers Kriegsdrama "Das letzte U-Boot"1) (1991) gab er den U-Bootkommandanten Gerber. Der Pfarrer Ohlbaum in Frank Beyers zweiteiligen Fernsehversion von Erich Loests "Nikolaikirche"1) (1995), der gescheiterte Rechtsanwalt Stefan Phillis in Fred Breinersdorfers Psychothriller "Das Tödliche Auge"2) (1996) oder der dem Tode nahe Krebskranke in dem Sat1-Thriller "Sterben ist gesünder" (1997) sind weitere Figuren, mit denen Mühe die Fernsehzuschauer in seinen Bann zog. In dem Thriller "Todesengel"2) (1999) mimte er den Dr. Leon Stein, in dem vielbeachteten Zweiteiler "Im Schatten der Macht"1) (2003), dem von Oliver Storz in Szene gesetzten Doku-Spiel um Bundeskanzler Willy Brandt und dessen Verstrickung in die Guillaume-Affäre, verkörperte er neben dem Protagonisten Michael Mendl den ständigen Vertreter der Bundesrepublik in der DDR, Günther Gaus1) (1929 – 2004). Unterhaltsam war das Abenteuer "Das Geheimnis von St. Ambrose"2) (2006), wo Mühe als Professor Nicolas Cramer auftauchte, darüber hinaus war er auch mit Gastrollen in so populären Krimi-Reihen wie "Rosa Roth", "Siska" und natürlich "Tatort" zu sehen.
 
Für das Kino hatte Mühe 1992 in Helmut Dietls Oscar-nominierten Satire "Schtonk"1) die Rolle des Verlagschefs Dr. Wieland übernommen, mit Manfred Krug spielte er in Lienhard Wawrzyns die Stasi-Vergangenheit thematisierenden Drama "Der Blaue" (1994). Dass er auch in Unterhaltungsstreifen durchaus eine gute Figur machte, hatte er als stressgeplagter Dr. Heinrich Gützkow in Peter Timms witzigen Geschichte "Rennschwein Rudi Rüssel"1) (1995) bewiesen, es folgten Produktionen wie Carlo Rolas Komödie "Peanuts – Die Bank zahlt alles" (1996, u.a. mit Iris Berben) und Helke Misselwitz's eindringliche Studie "Engelchen"1) (1996).
Michael Haneke realisierte mit ihm den umstrittenen medienkritischen Psychothriller "Funny Games" (1997) sowie "Das Schloß" (1997) nach der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka, mit Mühe in der Hauptrolle des "Landvermessers K." Dies war nach "Benny's Video"1) (1992) und "Funny Games"1) (1997) die dritte gemeinsame Arbeit mit dem österreichischen Regisseur Haneke. "In der gelungenen Literaturverfilmung verkörpert Ulrich Mühe die Hauptfigur eindringlich und bringt die ganze Absurdität der Verhältnisse mit seinem Spiel auf den Punkt." notiert hierzu die DEFA-Stiftung.
Mühe schlüpfte auch auf der Leinwand in die unterschiedlichsten Masken, mimte den feingeistigen Autor Eschbach in Peter Fratzschers humorvollen Horrorthriller "Sieben Monde"1) (1998), den korrekten Bankier Jacob Gontard in Nina Grosses "Feuerreiter" (1998) oder den Staatssekretär Markus Paufler in Thomas Bohns Action-Streifen "Straight Shooter"1) (1999).

Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Ulrich Mühe 2005; Copyright Edmond Frederik
Herrlich seine Doppelrolle des Harry Geduldig bzw. Joseph Goebbels in Kai Wessels Politsatire "Goebbels und Geduldig"1) (2000), bedrückend sein zynischer, menschenverachtender KZ-Arzt in Constantin Costa-Gavras' Hochhuth-Verfilmung "Amen."1) (2002, Der Stellvertreter2)). Für Hans W. Geissendörfers "Schneeland"1) (2005) nach dem gleichnamigen Roman von Elisabeth Rynell stand Mühe als tyrannischer Bauer Knövel zusammen mit Julia Jentsch und Thomas Kretschmann vor der Kamera, dann folgte mit Florian Henckel von Donnersmarcks Debütfilm "Das Leben der Anderen"1) (2006) und der Rolle des Stasi-Hauptmanns Gerd Wiesler, der damit beauftragt wird, einen bekannten DDR-Theaterschriftsteller zu bespitzeln, seine Regimetreue aber mit der Zeit revidiert, die Krönung von Mühes bisheriger Leinwandkarriere. 
Ulrich Mühe und Martina Gedeck bei der Premiere des Films "Das Leben der Anderen" (15.03.2006) Bei der Oscar-Verleihung 2007 wurde das Drama in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" ausgezeichnet. Mühe selbst hatte ein Jahr zuvor für seine darstellerische Leistung den "Deutschen Filmpreis 2006" als "Bester Hauptdarsteller", den "Europäischen Filmpreis 2006" als "Bester Darsteller" sowie die "Goldene Henne"1) entgegen nehmen können, eine Auszeichnung, die seit 1995 jährlich im Friedrichstadtpalast in Berlin zur Erinnerung an die 1991 verstorbene Sängerin und Entertainerin Helga Hahnemann3) (Spitzname "Henne"; 1937 – 1991) verliehen wird.
 

Ulrich Mühe und Martina Gedeck1) bei der Premiere des Films
"Das Leben der Anderen" (15.03.2006)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Seinen letzten Auftritt im Kino hatte Ulrich Mühe an der Seite von Helge Schneider in der im Vorfeld kontrovers diskutierten Hitler-Satire "Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler"1) (2007) von Regisseur Dani Levy. Mit der Rolle des jüdischen Schauspielers Adolf Grünbaum, der Hitler alias Helge Schneider Unterricht geben soll, verbuchte er zu Lebzeiten einen letzten großen Kinoerfolg. Das bereits 2006 abgedrehte kammerspielartige Drama "Nemesis"1) mit Ehefrau Susanne Lothar als Partnerin feierte nach langem Rechtsstreit erst  am 27.10.2010  im Rahmen der "Internationalen Hofer Filmtage" seine Premiere. "Im Spielfilmdebüt von Nicole Mosleh verkörpern Mühe und Lothar zum letzten Mal ein Paar, das in Abgründe blickt. Still und mit aller Gewalt, schrill und mit aller Zärtlichkeit." notierte unter anderem Ulrich Amling in DER TAGESSPIEGEL" anlässlich der Vorstellung Mitte Oktober 2011 im Berliner Kino "Babylon", allgemeiner Kinostart war der 15. November 2012 → nemesis.limagofilm.com

Neben den erwähnten Preisen war Mühe unter anderem Träger der "Helene-Weigel-Medaille"1) und des "Gertrud-Eysoldt-Rings"1), 1992 konnte er einen "Bambi"1) entgegen nehmen, 1994 wurde er mit der "Kainz-Medaille"1) ausgezeichnet. Zwei Mal erhielt er den "Deutschen Fernsehpreis"1) (1998, 2005), 2006 würdigte man seine Leistungen mit dem "Bernhard-Wicki-Filmpreis"1). Posthum wurde ihm 2007 die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Grimma verliehen, seit 12. April 2011 hat auch Mühe einen Stern auf dem Berliner "Boulevard der Stars"1). Der politisch engagierte Künstler – im Herbst 1989 gehörte auch Ulrich Mühe zu den DDR-Künstlern, die am 4. November an der Großdemonstration in Berlin teilnahmen und sich für eine Demokratisierung des Landes aussprachen – war Mitglied der " Akademie der Künste" München und Berlin/Brandenburg.
Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe in Walbeck (Sachsen-Anhalt) mit nur 54 Jahren an den Folgen seiner Magenkrebserkrankung; bereits kurz nach der Oscar-Verleihung im März 2007 hatte er sich einer Operation unterziehen müssen. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Walbecker Friedhof → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
Mühe hinterließ seine dritte Ehefrau, die Schauspielerin Susanne Lothar3), sowie seine fünf Kinder; Susanne Lothar starb im Juli 2012 im Alter von 51 Jahren in Berlin, ihre Asche wurde vor der norddeutschen Küste auf See bestattet.

Ulrich Mühe und seine Frau Susanne Lothar
Das Foto (einschl. Hintergrund) wurde mir freundlicherweise
von dem Fotografen Kai-Uwe Heinrich (www.kai-uwe-heinrich.de)
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Kai-Uwe Heinrich.
© Kai-Uwe Heinrich

Ulrich Mühe und seine Frau Susanne Lothar
In erster Ehe war der Schauspieler mit der Dramaturgin Annegret Hahn1) verheiratet gewesen, aus dieser Verbindung stammen die zwei Söhne, der Fotograf Andreas Mühe1) (geb. 1979) und Konrad Mühe (geb. 1982), der Bildende Kunst an der Berliner "Universität der Künste" studierte. Von 1984 bis 1990 war Mühe mit Schauspielerkollegin Jenny Gröllmann3) (1947 – 2006) verheiratet, mit der es noch kurz vor deren frühen Tod zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kam. Die 1985 geborene gemeinsame Tochter Anna Maria Mühe1) hat sich inzwischen ebenfalls als herausragende Schauspielerin profiliert. Aus Mühes geschlossenen Ehe mit Susanne Lothar stammen Tochter Sophie Marie (geb. 1995) und Sohn Jakob (geb. 1998).
Die Beisetzung fand auf Wunsch des Schauspielers drei Tage später in aller Stille im engsten Familienkreis auf dem Friedhof in Walbeck statt, dem Ort, wo seine Mutter Isolde und Bruder Andreas leben.

Freunde, Weggefährten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens brachten ihre Anteilnahme zum Ausdruck, einhellig wurde Mühe als einer der "ganz Großen" in der deutschen Theater- bzw. Filmlandschaft bezeichnet. Der Westdeutsche Rundfunk würdigte Ulrich Mühe für seine beindruckende "Hingabe an die Schauspielkunst", WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff sagte unter anderem "In seinen zahlreichen Rollen im Fernsehen, im Kino sowie im Theater berührte und begeisterte er sein Publikum". Die Worte des Kulturstaatsministers Bernd Neumann stehen stellvertretend für die "Verbeugungen" vor einem der großen Mimen unserer Zeit: "Mit seiner Kunst und der ihm eigenen enormen Wandlungsfähigkeit, mit seiner leisen und bescheidenen Art hat Mühe das Publikum und die Kritiker immer wieder aufs Neue fasziniert. (…) Ulrich Mühe wird vor allem für Cineasten und Freunde des Theaters unvergessen bleiben".
  

Link: 1) Wikipedia, 2)  prisma.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de sowie
DEFA-Stiftung; ein Nachruf bei www.spiegel.de
   
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database

(Link: filmportal.de, Wikipedia, prisma.de)
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