Bevor der am 15. Oktober 1947 in München geborene Jan Niklas zu einem der renommiertesten Darsteller sowohl auf der Bühne als auch bei Film und Fernsehen avancierte, ließ er sich in London sowie drei Jahre lang an der Max-Reinhard-Schule in Berlin zum Schauspieler ausbilden. Nach seinem Abschluss stand er an so bedeutenden Theatern wie beispielsweise dem Berliner Schillertheater, dem Regensburger Stadttheater, dem Hessischen Staatstheater in Wiesbaden, dem Hamburger Thalia-Theater, dem Residenztheater in München oder dem Theater in der Josefstadt in Wien auf der Bühne.
Zum Film und Fernsehen kam der Schauspieler Mitte der 1970er Jahre, trat anfangs mit kleineren Rollen in TV-Stücken wie in Rolf von Sydows "Das Ohnmächtige Pferd" (1975), dem Mehrteiler "Theodor Schindler – Die Geschichte einer deutschen Familie" (1979) oder Stephan Meyers "Der Richter" (1981) auf. 1985 konnte man ihn in "Oberst Redl"1) neben Klaus Maria Brandauer als Baron Christoph von Kubinyi auf der Leinwand erleben, im gleichen Jahr hatte er seinen internationalen Durchbruch in Marvin Chomskys mehrteiliger Hollywood-Produktion "Peter the Great"2), in der er den jungen Zaren "Peter den Großen" an der Seite so berühmter Kollegen wie Maximilian Schell, der den älteren Zaren spielte, Vanessa Redgrave, Omar Sharif, Laurence Olivier, Trevor Howard und Lilli Palmer verkörperte. Für seine Leistung wurde Jan Niklas mit drei "Emmy Awards" ausgezeichnet, für einen "Golden Globe" nominiert und von den Kritikern als "Entdeckung des Jahres" gefeiert.
 
  

Das Foto wurde mir freundlicherweise von Jan Niklas
zur Verfügung gestellt und zur Veröffentlichung freigegeben.

an Niklas
Ein Jahr später folgte wieder unter der Regie von Marvin Chomsky der amerikanische TV-Film "Anastasia: The Mystery of Anna" (Anastasia) und seine Rolle des Prinzen Erik an der Seite von Rex Harrison und Olivia de Havilland mit einer erneuten Nominierung für den "Golden Globe", der ihm dann auch verliehen wurde. Im Verlaufe der nächsten Jahre folgten zahlreiche Rollen in deutschen als auch internationalen TV- und Kinoproduktionen – oftmals an der Seite großer Hollywood-Stars. So sah man ihn  beispielsweise 1989 in dem Drama "The Rose Garden" (Der Rosengarten) neben Liv Ullmann und Maximilian Schell, 1990 als Leutnant Claus Hartman in dem Thriller "Docteur M." (Dr. M) zusammen mit Alan Bates und Jennifer Beals, in der Literaturverfilmung "The House of the Spirits"1) (Das Geisterhaus), nach dem Bestseller-Roman von Isabel Allende, agierte er 1993 als Jean de Satigny zusammen mit Meryl Streep, Glenn Close und Jeremy Irons auf der Leinwand. Zu seinen letzten Kinoproduktionen zählt 2001 Paul Harathers rabenschwarze Komödie "Die Gottesanbeterin"2), wo er an der Seite Christiane Hörbigers den Ulrich Stein spielte.

Ab den 1990er Jahren war Jan Niklas auch wieder vermehrt auf dem Bildschirm präsent; so beispielsweise 1995 mit der Hauptrolle des Alexander West in dem Thriller "Blutige Spur", ein Jahr später als Alex Neumann in dem Krimi "Ein Tödliches Vergehen" oder als Zirkusmanager Martin Kier in "Zirkusblut" (La dame du cirque). 1997 mimte er den Philip in "Geisterstunde – Fahrstuhl ins Jenseits" neben Rolf Hoppe und Corinna Harfouch und 2001 beispielsweise beeindruckte er in dem amerikanischen Zweiteiler "Anne Frank: The Whole Story"1) neben Ben Kingsley und Brenda Blethyn mit der Darstellung des jüdischen Fritz Pfeffer. In jüngerer Zeit sah man Jan Niklas mit der Rolle des Staatsanwalts Gerd Puttgammer in dem ZDF-Melodram "Gestern gibt es nicht – eine Liebe sucht ihren Weg" (2003) an der Seite von Suzanne von Borsody sowie als Oscar Blundell in der hochkarätig besetzten Pilcher-Verfilmung "Wintersonne" – unter anderem auch mit Geraldine Chaplin und Sir Peter Ustinov. Sehenswert ist auch der spannende "Tatort" mit dem Titel "Die Spieler"1) (2005; → prisma.de), wo Niklas unter der Regie von Michael Verhoeven den passionierten Spieler und Anwalt Louis Sobeke mimte, dessen Frau spurlos verschwunden ist – Hauptkommissarin Klara Blum alias Eva Mattes hat einen schwierigen Fall zu lösen. Pränant seine Rolle auch in dem US-amerikanisch-kanadisches Filmdrama von Paul Shapiro aus dem Jahre 2004. Der Film "(The) Plain Truth"1) (Mord im Schilf) basiert auf dem Roman "Die einzige Wahrheit" von Jodi Picoult und wurde am 10. Juli 2006 im ZDF erstmals in Deutschland ausgestrahlt. Niklas verkörperte den der Amish-Religion anhängenden Aaron Fitch, dessen Tochter Katie (Alison Pill) der Kindstötung angeklagt ist.
Im Herbst 2006 abgedreht hatte er das von Sharon von Wietersheim in Szene gesetzte, bewegende Melodram über Freundschaft und Lebenssinn mit dem Titel "Die Zeit, die man Leben nennt"1), wo er neben Kostja Ullmann, Hinnerk Schönemann und Katja Weitzenböck als Musikkritiker bzw. Manager Jargonov zu sehen war (Erstausstrahlung 4. Januar 2008 bei ARTE).
  
Der populäre Schauspieler, der in Amerika wegen seiner ausdrucksstarken Augen auch "Eye" genannt wird, ist verheiratet und lebt mit seiner Familie wechselweise in München und Los Angeles.

 

Link: 1) Wikipedia, 2)  prisma.de Stand: Dezember 2014
Weitere Informationen findet man bei www.janniklas.com 
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia
Filmografie bei der
Internet Movie Database
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