Else Quecke 01; Copyright Virginia Shue Else Quecke, jüngere Schwester des Politikers und NS-Regimekritikers Hans Quecke1) (1901 – 1945), wurde am 5. September 1907 in Duisburg geboren, wo sie auch ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Nach dem Entschluss, Schauspielerin zu werden, ließ sie sich in Düsseldorf an der von Louise Dumont1) (1862 – 1932) gegründeten Schauspielschule ausbilden, 1930 erhielt sie ein erstes Engagement in Osnabrück; zwei Jahre später wechselte nach Augsburg, wo sie bis 1934 auf der Bühne stand. Über ihr Wirken in den folgenden Jahre haben die Recherchen nichts ergeben, nach Ende des 2. Weltkrieges kam Else Quecke unter der Intendanz von Ida Ehre an die "Hamburger Kammerspiele", seit 1950 war sie Mitglied der "Münchner Kammerspiele". Dort gehörte sie bis 1976 zum Ensemble, danach gab sie dort noch einige Jahre lang Gastspiele.

Zum Film kam die Schauspielerin erst relativ spät, meist übernahm sie prägnante Nebenrollen wie unter der Regie von Robert Siodmak in ihrem Leinwanddebüt "Nachts, wenn der Teufel kam"1) (1957). Zur Kino-Filmografie gehören weiterhin beispielsweise Hans Deppes Unterhaltungsstreifen "Der Haustyrann"1) (1959) mit Heinz Erhardt, Kurt Hoffmanns Komödie "Liselotte von der Pfalz"1) (1966) mit Heidelinde Weis sowie Peter Fleischmanns Literaturverfilmung "Jagdszenen aus Niederbayern"1) (1969).
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
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Vor allem aber durch das Fernsehen erlangte die Schauspielerin ungeheure Popularität, in zahllosen Serien und Einzelproduktionen war sie seit den 1960ern regelmäßig auf dem Bildschirm präsent. Zu den TV-Arbeiten zählen verschiedenste Rollen in Krimis und Unterhaltungsserien, so tauchte sie in einigen "Tatort"-Folgen auf, war in Quotenrennern wie "Die Schwarzwaldklinik", "Diese Drombuschs", "Der Landarzt" oder "Freunde fürs Leben" zu sehen. Weitere Auftritte hatte sie beispielsweise in den Serien "Kümo Henriette" (1979), "Die Knapp-Familie"" (1981), "Christian und Christiane" (1982), "Tiere und Menschen" (1984), "Berliner Weiße mit Schuß" (1984), Die Montagsfamilie" (1986), "Oppen und Ehrlich" (1992), "Die Stadtindianer" (1994) und zuletzt in "Adelheid und ihre Mörder" (1996) sowie in der Episode "Mut zum Glück"(1996) aus der Serie "Bruder Esel".
 

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Else Quecke 02; Copyright Virginia Shue
Unter anderem stand sie mit Wolfgang Kieling für Axel von Ambessers "Das Abgründige in Herrn Gerstenberg" (1966) als Mutter Meiners vor der Kamera, man erlebte sie in der Hedwig Courths-Mahler-Verfilmung "Die Bettelprinzess" (1974) oder in Tom Toelles "Der Aufregende Fall des Studienrats Adam Juracek" (1976). In nachhaltiger Erinnerung bleibt ihre Verkörperung der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir1) in William A. Grahams dramatischem Fernsehspiel über das Geiseldrama während der Olympischen Spiele 1972 in München "21 Hours at Munich"1) (1976, Die 21 Stunden von München).
Noch bis ins hohe Alter wirkte Else Quecke in TV-Produktionen mit, so agierte sie in der Traumschiff-Folge "Norwegen" (1992), spielte mit Hans Clarin in der Komödie in "Hochwürden erbt das Paradies" (1993) oder mit Christiane Hörbiger in "Von Frau zu Frau: Die Sammlerin" (1994).

Die sympathische Schauspielerin Else Quecke, die auch für die Synchronisation sowie verschiedene Audio-Produktionen tätig war, starb am 19. Juni 2004 im Alter von 96 Jahren im oberbayerischen Bad Wiessee an den Folgen einer Lungenentzündung; ihre letzte Ruhe fand sie auf dem dortigen Bergfriedhof an der Seite (ihres Ehemannes ?) Dr. Ernst Frank (1901 – 1980) → Foto der Grabstätte bei knerger.de.
  
Link: 1) Wikipedia
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
Else Quecke auf der Theaterbühne in "Über die Dörfer" von Peter Handke1)
Die Fotos wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
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Else Quecke auf der Theaterbühne in Peter Handkes "Über die Dörfer" 01; Copyright Virginia Shue Else Quecke auf der Theaterbühne in Peter Handkes "Über die Dörfer" 02; Copyright Virginia Shue Else Quecke auf der Theaterbühne in Peter Handkes "Über die Dörfer" 03; Copyright Virginia Shue
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