Lieselotte Quilling
Lieselotte Quilling wurde am 24. November 1921 in Frankfurt a. Main geboren und wuchs auch dort auf. Gleich nach ihrem Abitur ließ sie sich ab 1940 zwei Jahre lang an der Frankfurter "Hochschule für Theater" zur Schauspielerin ausbilden, anschließend debütierte sie an den Städtischen Bühnen, wo sie bis 1945 wirkte.
Nach Ende des 2. Weltkrieges gehörte sie ab 1947 zwei Jahre lang zum Ensemble des Darmstädter Theaters, 1949 wechselte sie nach Essen, wo sie bis 1954 viele großen Rollen interpretierte. Dann ging Lieselotte Quilling nach Freiburg im Breisgau, seit 1956 war sie für viele Jahre freischaffende Schauspielerin, erst 1982 kehrte sie an die Städtischen Bühnen Darmstadt zurück.
Mit prägnanten Rollen war Lieselotte Quilling rasch zu einer bedeutenden Bühnendarstellerin avanciert, zu ihrem breit gefächerten Repertoire zählten beispielsweise die Titelrolle in Hauptmanns "Und Pippa tanzt" oder die Emily in Wilders "Unsere kleine Stadt". Als Rosalinde in Shakespeares "Wie es euch gefällt" beeindruckte sie ebenso wie als Luise in Schillers "Kabale und Liebe" oder als Linda in Millers "Der Tod des Handlungsreisenden" – um nur einiges zu nennen.

Seit Anfang der 1960er Jahre übernahm Lieselotte Quilling neben ihrer umfangreichen Theatertätigkeit sporadisch Aufgaben für das Fernsehen, zu ihren frühen TV-Auftritten zählt eine kleine Rolle in der legendären Familienserie um die "Hesselbachs"1), man erlebte sie in der Kultserie "Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion"1) ebenso wie in einigen "Kommissar"-Folgen. Sie agierte in Einzelproduktionen wie in Ludwig Cremers "Die Sündigen Engel" (1962) nach dem Bühnenstück von James Costigan oder in Fritz Umgelters Camus-Adaption "Der Belagerungszustand" (1963). 1970 tauchte sie als Frau Urban in "Die Unverbesserlichen und die Liebe" auf, in dem Mehrteiler "PS – Geschichten ums Auto"2) (1975) bzw. "PS – Brodzinski" (1978) mimte sie die Frau Lohmeier, Eberhard Itzenplitz besetzte sie in der Zuckmayer-Verfilmung "Die Fastnachtsbeichte" (1976) und Rolf Busch in seiner gleichnamigen Doku über Walter Hasenclever (1977). Nach ihrer Rolle einer Deutschlehrerin in Claus Peter Witts Sechsteiler "Tod eines Schülers"1) (1981) sowie einem kleineren Part in dem Quotenrenner "Diese Drombuschs"2) (1983) wurde es still um die beliebte Schauspielerin.
 
Leider haben die Recherchen über Lieselotte Quillings weiteres Wirken nichts ergeben. Informationen zufolge ist die Schauspielerin und Mutter von zwei Töchtern am 16. Juni 1997 im oberpfälzischen Pentling gestorben.
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
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