Ingrid Steeger wurde am 1. April 1947 als Ingrid Anita Stengert und drittes Kind von Kurt und Käthe Stengert in Berlin geboren. Nach der Handelsschule arbeitete sie einige Zeit als Sekretärin in einem Architekturbüro, dann wurde die attraktive junge Frau von dem Fotografen Frank Quade entdeckt. Ihr Foto erschien in verschiedenen Magazinen, 1968 wurde Ingrid Steeger, wie sie sich nun nannte, in Berlin zur "Miss Filmfestival" gewählt. Dann stand sie bald selbst vor der Kamera, nach einigen freizügigen Auftritten in Sex-Streifen wie "Schulmädchenreport" oder "Hausfrauen-Report" folgten dann anspruchsvollere, wenn auch kleine Rollen in TV-Serie wie "Der Kommissar" oder "Derrick".
 

Ingrid Steeger am 10. Februar 2012 anlässlich der
WDR-Aufzeichnung "Kölner Treff"1)
Urheber: © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Ingrid Steeger am 10. Februar 2012 anlässlich der WDR-Aufzeichnung "Kölner Treff"; Urheber: © Superbass/CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Ungeheure Popularität erlangte Ingrid Steeger ab 1973 mit Michael Pfleghar's Kult-Serie "Klimbim"1), der deutschen Version der amerikanischen Comedy-Serie "Laugh In". Als Mitglied der verrückten Klimbim-Familie war sie der absolute Liebling der Fernsehnation, neben Elisabeth Volkmann2) (1936 – 2006) als schrille Mutter Jolanthe von Scheußlich, Horst Jüssen2) (1941 – 2008) als genervter Stiefvater Adolar, Wichart von Roëll1) als Opa Klimbim und Peer Augustinski2) in verschiedenen Rollen mimte sie bis 1979 die Horror-Tochter Gaby mit Zahn-Lücke.
End der der 1970er Jahre entstand ein so genanntes "Spin-off" von "Klimbim" mit dem Titel "Zwei himmlische Töchter"1) (1978), in der sich Ingrid Steeger neben Iris Berben
1) erneut unter der Regie von Michael Pfleghar1) (1933 – 1991) über den Bildschirm alberte; nach sechs Folgen wurde die Serie dann eingestellt.
Bis heute bleibt der Name Ingrid Steeger fest mit "Klimbim" verbunden, 2004 erlebte die Chaosfamilie in der Originalbesetzung auf der Bühne eine rasante Wiedergeburt mit der chaotischen Komödie "Die Klimbim-Familie lebt!", ein Stück mit dem die Klimbim-Mannschaft bis August 2005 bundesweit  Furore machte.

Dass Ingrid Steeger mehr als nur die Ulk-Nudel der Nation sein konnte bewies sie in den kommenden Jahren "nach Klimbim" mit zahlreichen bundesweiten und internationalen Film- und Fernseharbeiten, darüber hinaus konnte und kann die Schauspielerin in Boulevardtheatern sowie auf Freilichtbühnen, im Charakterfach von Krimi bis Komödie Erfolge feiern. Im Fernsehen erlebte man sie beispielsweise in dem Mehrteiler "Münchner Geschichten"(1974) neben Therese Giehse, in den 80ern folgten Produktionen wie "Losberg" (1986), "Justitias kleine Fische" (1988) oder "Wilder Westen, inclusive" (1988). Sie stand unter anderem für die beliebte Serie "Freunde fürs Leben" (1992) vor der Kamera, Dieter Wedel gab ihr die Rolle der Mona in seinem hochkarätig besetzten Mehrteiler "Der Große Bellheim" (1993) und auch in "Rosamunde Pilcher – Eine besondere Liebe" (1996) war sie zu sehen. Zu Ingrid Steegers jüngeren Arbeiten für das Fernsehen zählen die Serien "Bewegte Männer" (2003) und "Ein Pfunfskerl" (2005) sowie die Komödien "Crazy Race 2 – Warum die Mauer wirklich fiel"1)  (2004) und die Komödie "Goldene Zeiten"1) (2006).
 
In den letzten Jahren war es um Ingrid Steeger still geworden, auch finanziell ging es dem einstigen Publikumsliebling laut Medienberichten nicht gerade rosig. Mit einem Engagement an dem Privat-Theater "Komödie Kassel" ging es dann wieder aufwärts. Am 10. Februar 2011 feierte dort das Stück "Jackpot", eine Komödie des Dresdner Autors Gunter Antrak, Premiere. Ingrid Steeger spielte bis Mitte April 2011 eine Figur, deren Lebenssituation ihr nur zu gut bekannt sein dürfte: Ein satter Lottogewinn stellt das Leben der Schneiders komplett auf den Kopf. Sie träumen nun von schönen Reisen, Kaviar satt und schnellen Autos. Kein Wunder, denn das Ehepaar Schneider (Ingrid Steeger/Michael Oenicke) ist vom Leben nicht verwöhnt: Mehr als eine bescheidene Wohnung war bislang für den arbeitslosen Schauspieler und Hartz IV-Empfänger nicht drin. Daran konnte auch Frau Schneiders öder Bürojob nichts ändern. Jetzt hat sie den Jackpot geknackt. Ein Leben in Saus und Braus steht bevor. Muss ausgerechnet da der neue Nachbar auftauchen, Frau Schneider schöne Augen machen, unangenehme Fragen stellen? Und dann auch noch vor der Mafia warnen? Die Ehe der Schneiders wird auf eine harte Probe gestellt … (Quelle: www.komoedie-kassel.de) 
Auch 2012 konnte man Ingrid Steeger wieder an der "Komödie Kassel" bewundern, am 3. Mai 2012 feierte die schwarze englische Komödie "Gatte gegrillt" von Debbie( Isitt (Original: "The Woman Who Cooked Her Husband") mit der Schauspielerin in der Hauptrolle Premiere.
Darüber hinaus begab sich Ingrid Steeger zusammen mit ihrem "Klimbim"-Kollegen Peer Augustinski 2012 auf Lese-Tour, "Herzgeschichten – Erotisches und heiter Besinnliches von Goethe bis Marilyn Monroe" hieß das Programm, mit dem sie bereits zwischen 1998 und 2001 gemeinsam mit dem Journalisten Achim Lottermoser das Publikum erfreute.3)
Aktuell begeistert(e) Ingrid Steeger zwischen Mitte Mai und Ende Juni 2013 in der Frankfurter "Komödie" in der amüsanten Geschichte "Der Kurschattenmann" als naive, an Minderwertigkeitskomplexen leidende Dauerpatientin Edith. Gemeinsam mit der lasterhaft-emanzipierten Oda (Simone Rethel), der Powerfrau Alice (Christiane Rücker) und der mürrisch-vertrockneten Klinikärztin Isabel (Sibylle Nicolai) nahm das pfiffig-munteres Damenquartett den in die Jahre gekommenen charmanten Frauenhelden bzw. Hochstapler Ulrich (Volker Brandt) aufs Korn und verpasste ihm eine gehörige Lektion → www.op-online.de. Die Premiere des Stücks hatte bereits am 23. November 2012 im Kölner "Theater am Dom" stattgefunden, in der Erstbesetzung mit Christine Schild als Alice und Beatrice Richter als Klinikärztin. Nach den großen Erfolgen in Köln, Bonn und Frankfurt wurde "Der Kurschattenmann" seit 13. November 2013 (Premiere) im Düsseldorfer "Theater an der Kö" präsentiert und stand dort bis 12. Januar 2014 auf dem Spielplan – diesmal wieder mit Christine Schild sowie Christiane Rücker als zickige Isabel; vom 28.08. – 20.09.2014 sowie 26.10. – 08.11.2014 wurde bzw. wird das Erfolgsstück im Essener "Theater im Rathaus" gezeigt.
 
Das turbulente Privatleben der Steeger wurde von der einschlägigen Presse immer wieder weidlich ausgeschlachtet. Nach ihrer 1973 geschlossenen Ehe mit dem Kameramann Lothar Elias Stickelbrucks1), die bereits zwei Jahre später geschieden wurde, war sie seit 1974 mit dem Klimbim-Schöpfer Michael Pfleghar liiert, danach lebte sie ab 1977 für ein Jahr mit dem Großwildjäger Peter Koenecke in Kenia zusammen. 1983 folgte bis 1987 die Lebensgemeinschaft mit dem französischen Schauspieler Jean-Paul Zehnacker1), die ebenso scheiterte wie die Verbindung mit TV-Regisseur Dieter Wedel1) von 1988 bis 1992. Danach ging ihre kurze Ehe mit dem amerikanischen Indianer-Poeten und Umweltschützer Tom LaBlanc durch die Gazetten, von dem sie sich 1995 trennte, um ab 1996 ein Jahr lang mit dem österreichischen Schauspieler Bernd Seebacher in Zürich zusammen zu leben. 1997 machte Ingrid Steeger Hamburg zu ihrer neuen Heimat und seither lebte die Hundenärrin dort allein mit ihrem dritten Dackel Lucky Luke. Heute wohnt sie zurückgezogen in München.
In ihrem Buch "Meine MANNschaft", welches 2004 auf den Markt kam, gewährt Ingrid Steeger dem Leser Einblicke in ihr Privatleben und erzählt von ihren schwierigen Beziehungen zu Männern.

Ingrid Steeger engagiert sich privat für geistig Behinderte und AIDS-kranke Kinder, Sie ist Ehrenmitglied von "Kinder für Rumänien e.V." und Leiterin von "SUBway". Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Drogenabhängige von der Straße zu holen, sie zu betreuen, zu verpflegen und ihnen Hilfe und eine Perspektive zu bieten.
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Zahlreiche Medienpreise belegen, wie beliebt und populär Ingrid Steeger ist bzw, war, vier Mal erhielt sie den "Bavo Otto" (Bronze: 1976; Silber: 1976, 1977; Gold: 1978), 1976 wurde ihr von der Fernsehzeitschrift HÖRZU die "Goldene Kamera" verliehen, 1990 konnte sie einen begehrten "Bambi" entgegen nehmen.
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Quelle: 3) www.ingridsteeger.de
Stand: Oktober 2014 
Webpräsenz: www.ingridsteeger.de
Siehe auch Wikipedia; Ingrid Steeger zum 60. bei www.spiegel.de
Filmografie bei der
Internet Movie Database
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