Werner Stocker
Werner Stocker wurde am 7. April 1955 im oberbayerischen Flintsbach am Inn geboren. Bereits vor seiner Ausbildung zum Schauspieler (1976 – 1979) an der "Otto-Falckenberg-Schule"1) in München hatte er in dem französischen TV-Film "Les Rebelles" (1976) mitgewirkt. Erste, auch internationale Filmangebote beim Fernsehen schlossen sich an, so agierte er unter anderem in "Der Richter" (1981), mit Curd Jürgens, Hans Christian Blech und Margot Werner spielte er unter der Regie von Peter Schulze-Rohr in dessen mehrteiligen Stefan Heym-Adaption "Collin" (1981) sowie in Tom Toelles "Warum hast du so traurige Augen?" (1982); mit einer kleinen Rolle erlebte man ihn in "Inside the Third Reich" (1982), einem hochkarätig besetztem TV-Film, den Marvin Chomskys nach dem Buch von Albert Speer in Szene gesetzt hatte.
  
Mit der Figur des Medizinstudenten Christoph Probst1) (1919 – 1943) gelang Werner Stocker in Michael Verhoevens Kinofassung über die Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose"1) (1982) der Durchbruch im Filmgeschäft, bereits ein Jahr später wurde er mit dem "Deutschen Darstellerpreis"1) als "Bester Nachwuchsschauspieler" ausgezeichnet. 1984 überzeugte der Schauspieler mit der Rolle des Walter bzw. Armand in Radu Gabreas "Ein Mann wie EVA" an der Seite von Eva Mattes, die in diesem Film den legendären Regisseur Rainer Werner Fassbinder verkörperte. 1985 folgte Alexandra von Grotes Kriegsfilm "Novembermond"1), ein Jahr später, erneut mit Eva Mattes, Christel Buschmanns Melodram "Auf immer und ewig" sowie 1988 die Hauptrolle des Kriminellen Tom in Jobst Oetzmanns Erstlingswerk "Der Condor". In Joseph Vilsmaiers "Herbstmilch"1) (1989), nach der gleichnamigen Autobiografie von Anna Wimschneider1) (1919 – 1993), spielte Stocker erstmals mit Dana Vávrová2) (1967 – 2009) zusammen. Für seine Darstellung des Albert Wimschneider und Ehemannes dieser vom Schicksal nicht verschonten Bäuerin wurde er 1989 gemeinsam mit Dana Vávrová mit dem "Deutschen Filmpreis"1) in "Gold" ausgezeichnet und konnte zusammen mit seiner Partnerin auch den "Bayerischen Fernsehpreis"1) entgegennehmen. Als 1991 Joseph Vilsmaiers Nachkriegsmelodram "Rama Dama"1), erneut mit Stocker und Dana Vávrová in den Hauptrollen, in die Kinos kam, wurden beide von Presse und Publikum als "das neue Traumpaar des deutschen Kinos" gefeiert. Werner Stocker spielt in diesem Film den aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrten Hans Stadler, der sich in der Trümmerlandschaft Münchens eine neue Existenz aufbaut und sich dabei in das Mädchen Kati Zeiler verliebt.
An weiteren Arbeiten Stockers für das Kino sind unter anderem Peter Patzaks Literaturverfilmung "St. Petri Schnee" (1991, mit Iris Berben), Christof Vorsters Thriller "Schatten der Liebe" (1992, mit Leslie Malton) und Keith McNallys Drama "Far from Berlin" (1992, mit Armin Mueller-Stahl) zu nennen; seine letzte Kinorolle, die männliche Hauptfigur Emil, spielte Stocker in Radu Gabreas tragischen Romanze "Rosen-Emil"3) (1993) mit seiner "Traumpartnerin" Dana Vávrová.

Im Fernsehen erlebte man Werner Stocker neben den bereits erwähnten Filmen unter anderem in "Die Fünfte Jahreszeit"4) (1983), dem Mehrteiler über die Anfänge des Skilaufens, ein Jahr später beeindruckte er als Xaver in "Rambo Zambo" (1984) neben Walter Sedlmayr, in der populären Familienserie um eine Münchener Bierbrauerfamilie "Die Wiesingers"1) (1984) mimte er den Ferdinand 'Ferdl' Wiesinger. 1985 verkörperte er die Figur des Mechanikers Adolph Klausmann, der in Gordon Flemyngs Sechsteiler "Flug in die Hölle"4) (Flight Into Hell) gemeinsam mit dem Flugpionier Hans Bertram (Helmut Zierl) im Februar 1932 in dem einmotorigen Junkers-Wasserflugzeug "Atlantis" von Köln aus zu einem dramatischen Flug in Richtung Australien aufbricht; die Reihe war nach dem gleichnamigen Tatsachenbericht von Hans Bertram1) (1906 – 1993) entstanden. Darüber hinaus trat Stocker in einigen beliebten Krimiserien wie "SOKO 5113", "Derrick", "Der Alte" und "Ein Fall für Zwei" auf, stand für Bernd Fischauers Mehrteiler "Schafkopfrennen"4) (1986) sowie die internationalen Produktionen "The Dirty Dozen: The Deadly Mission" (1987, Das dreckige Dutzend Teil 3 – Die tödliche Mission) und "The Private War of Lucinda Smith" (1990) vor der TV-Kamera. Im Ausland ungeheuer populär wurde er noch kurz vor seinem Tod durch seine Rolle des unsterblichen Priesters Darius in der kanadisch-französischen TV-Serie "Highlander"1), den er ab 1992 in der ersten Staffel verkörpert hatte.

Werner Stocker erlag mit nur 38 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit am 27. Mai 1993 in München den Folgen eines Gehirntumors. Die letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof seiner Geburtsgemeinde Flintsbach am Inn → Foto der Grabstelle bei knerger.de
Siehe auch Wikipedia
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) filmportal.de, 4) www.fernsehserien.de
 
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database

(Link: Wikipedia, fernsehserie.de, filmportal.de)
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