Elmar Wepper wurde am 16. April 1944 als Sohn eines Juristen in Augsburg geboren; durch seinen älteren Bruder Fritz Wepper*), der bereits mit neun Jahren in Kindersendungen des bayerischen Rundfunks mitwirkte und mit elf Jahren Theater spielte, kam auch Elmar Wepper schon in jungen Jahren mit Hörfunk, Theater und Film in Berührung. Mit vierzehn Jahren stand er erstmals auf der Bühne, wirkte ebenfalls bei Kindersendungen des Bayerischen Rundfunks mit und erhielt eine Synchronrolle in der amerikanischen Serie "Fury".
Nach der Schule, die er mit dem Abitur abschloss, studierte er zunächst eine Zeit lang Theaterwissenschaften und Germanistik, stand später in München am "Theater an den Kammerspielen", am "Bayerischen Staatsschauspiel" sowie am "Volkstheater" auf der Bühne.
Ungeheure Popularität erlangte Wepper dann ab Mitte der 1970er Jahre im Fernsehen als Nachfolger seines Bruders Fritz, der Erik Ode seit 1968 bei dessen Ermittlungen in der legendären Krimi-Serie "Der Kommissar" zur Seite gestanden hatte; als Fritz Wepper zur neuen Serie "Derrick" wechselte, kam Elmar Wepper 1974 mit der Rolle des Kriminalassistenten Erwin Klein ins Ermittlerteam. Ab 1976 mimte er dann über hundert Folgen lang in der Serie "Polizeiinspektion 1"1) den Polizisten Helmut Heinl und avancierte damit zu einem der beliebtesten Darsteller auf dem Bildschirm.

Elmar Wepper bei den Filmfestspielen in Berlin (07.02.2008)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)

Elmar Wepper bei den Filmfestspielen in Berlin (07.02.2008); Copyright Bodo Petermann, BP PHOTO
Uschi Glas und Elmar Wepper; Copyright Virginia Shue In den folgenden Jahren erlebte man ihn beispielsweise als Andreas Hartinger in der Serie "Der Millionenbauer" mit Walter Sedlmayr, ab 1983 als Raimund Sommer in "Unsere schönsten Jahre"1) mit Uschi Glas als Partnerin – eine Serie, die Weppers Popularität noch steigerte. In den 80er Jahren avancierten beide zum "beliebtesten und sympathischsten Paar des deutschen Fernsehens", 1990 bekamen sie den "Bambi" als beliebtestes Filmpaar. Das Duo Wepper/Glas setzte dann ab 1989 mit "Zwei Münchner in Hamburg"1) den Serienerfolg fort: Uschi Glas ist die attraktive Julia Heininger und Abteilungsleiterin einer Münchner Bank, die eine Filiale in Hamburg übernehmen soll, Wepper der anfängliche Kontrahent Dr. Ralf-Maria Sagerer, der ebenfalls nach Hamburg versetzt wird. Im Verlaufe der turbulenten Familienserie kam es, wie es kommen musste – bald sind Julia und Ralf-Maria ineinander verliebt und heiraten.
 
Uschi Glas*) und Elmar Wepper bei den Dreharbeiten zu "Zwei Münchner in Hamburg"
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) 
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Elmar Wepper agierte darüber hinaus unter anderem in der beliebten Familiengeschichte um die "Wiesingers", war beispielsweise der 'Sepp' Josef Gruber in der Serie "Irgendwie und sowieso"1) (1986) oder stand dann erstmals Mitte der 1990er Jahre mit Bruder Fritz in der erfolgreichen Krimi-Reihe "Zwei Brüder"1) vor der Fernsehkamera: Fritz Wepper spielte den erfolgreichen Oberstaatsanwalt Christoph Thaler, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder und Kriminalhauptkommissar Peter auf unkonventionelle Weise 16 Folgen lang so manchen kniffligen Fall löste. 
Eindrucksvoll war auch die Figur des Abteilungsleiters Andreas Brandt in Dominik Grafs fesselndem Psychothriller "Bittere Unschuld"2) (1999), der seinen Chef bei einer Vergewaltigung beobachtet und sein Wissen zu einer Erpressung nutzt.
In jüngerer Zeit erlebte man Elmar Wepper als Markus in dem Melodram "Hochzeit zu viert"2) (2002) neben Harald Krassnitzer und Michaela May auf dem Bildschirm, in Markus Imbodens dramatischen Krimi "Ein Dorf sucht seinen Mörder"2) spielte er 2002 den Franz Hubensteiner und in der Komödie "Auch Erben will gelernt sein" 2003 den Leopold Schäfer. 
Im gleichen Jahr mimte er den Herbert Splitt in dem ausgelassenen Lustspiel "Mutter kommt in Fahrt"2) und hatte Gila von Weitershausen als Partnerin, war der Franz Geiger in Peter Wecks turbulenten Komödie um Liebe, Lug und Trug "Drei unter einer Decke" – wieder einmal an der Seite von Uschi Glas und Bruder Fritz sowie Heidelinde Weis. Ende Oktober 2004 war Elmar Wepper als Julius von Tallien und Onkel der Titelheldin in der melodramatischen Familiengeschichte "Plötzlich ist es Liebe" nach Motiven des Romans "Die Frauen der Talliens" von Utta Danella zu sehen.
   

Szenenfoto "Mutter kommt in Fahrt" mit
Gila von Weitershausen*)
Foto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG

Szenenfoto "Mutter kommt in Fahrt"
In der Rolle des erfolgreichen Scheidungs- und Familienanwalts sowie passionierten Hobbykochs Rainer Maria Beerlitz konnte der Schauspieler dann Ende November 2004 in der Komödie "Im Zweifel für die Liebe"2) erneut eine Glanzleistung abliefern. Als seine Frau, gespielt von Saskia Vester, sich von ihm scheiden lassen will, kündigt er seinen Job und macht ein Praktikum als Koch, um endlich das Hotel unter Palmen eröffnen zu können, das er seiner Gattin eigentlich schon vor 17 Ehejahren versprochen hat…  
Ende Februar 2006 wurde der bis in die kleinste Nebenrolle prominent besetzte packende RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut"1) ausgestrahlt, welcher die Hamburger Jahrhundert-Flut am 16./17. Februar 1962 thematisiert und melodramatisch Fakten und Fiktion mischt. Vor dem Hintergrund der Katastrophe wird die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Krankenschwester Katja Döbbelin (Nadja Uhl), dem Oberarzt Markus Abt (Jan Josef Liefers) und Katjas Exgeliebten Jürgen Urban (Benno Fürmann) erzählt. Wepper spielte hier den Paul Döbbelin und Vater der Protagonistin Katja, der sich als ehemaliger Bundeswehrpilot für die dramatischen Rettungsaktionen zur Verfügung stellt und – als er seinen Sohn Stefan (Gil Ofarim) vom Hubschrauber aus in Sicherheit bringen will – selbst ums Leben kommt.
Wenig später mimte Wepper den fröhlichen, bodenständigen Rentner Hannes, der sich in dem Ende April 2006 von der ARD ausgestrahlten Fernsehspiel "Mathilde liebt"2) mit der verwitweten Mathilde Kramer (Christiane Hörbiger) zusammentut. Das von Regisseur Wolfram Paulus in Szene gesetzte vielbeachtete Melodram beschäftigt sich mit dem Thema "Sex im Alter" und beginnt mit der leidenschaftlichen Affäre einer 65-jährigen Frau und Mutter dreier erwachsener Kinder mit dem gleichaltrigen ehemaligen Entwicklungshelfer Carlo Sturm (Michael Mendl). Als dieser nach einem "One-Night-Stand" von der Bildfläche verschwindet, findet Mathilde in Hannes einen umsichtigen und treuen Lebensgefährten; dann aber taucht unversehens Carlo wieder auf und plötzlich steht Mathilde zwischen zwei Männern …
Christiane Hörbiger war erneut Weppers Partnerin bzw. eher Gegenspielerin in dem unterhaltsamen
TV-Film "Zwei Ärzte sind einer zu viel"2), der im Rahmen des ZDF-Sonntagsfilms Mitte November 2006 ausgestrahlt wurde. Hier waren Elmar Wepper als versnobter Mediziner Stefan Wolf zu sehen, dem die frisch gebackene, engagierte Ärztin Anna Louise Albrecht einen Strich durch seine Pläne macht, die ehemalige Praxis eines verstorbenen Kollegen in eine moderne Wellness-Klinik umzuwandeln: Anna Louise Albrecht hat es mit Mitte Fünfzig geschafft. Die frisch gebackene Ärztin soll im schönen Auberg am See die Praxis des scheidenden Landarztes übernehmen. Was Anna nicht ahnt: Unter der Hand wurde das malerische Grundstück bereits an den Internisten Stefan Wolf vergeben, der plant, dort seinen Traum von einer modernen Wellnessklinik zu verwirklichen. Zwischen den ungleichen Kollegen entbrennt sogleich ein gnadenloser Wettstreit, da Anna nicht gewillt scheint, die Packelei hinzunehmen.3)
Aufgrund der positiven Zuschauerresonanz – laut Medienberichten begeisterten sich mehr als sieben Millionen Zuschauer an dem Duell der konkurrierende Ärzte vor der idyllischen Kulisse des schönen Tegernsees – wurden drei weitere Episoden gedreht. Am 30. Januar 2008 flimmerte die Folge "Kampf bis aufs Skalpell"
2) über den Bildschirm, schon der Titel ließ nichts Gutes für die patente Ärztin Anna Louise Albrecht ahnen. Wepper als intriganter, schlitzohriger Mediziner Dr. Wolf zog wieder alle Register, um die ungeliebte Rivalin bzw. deren Dorfpraxis los zu werden. Eine weitere melodramatische Geschichte "Wer im Glashaus sitzt …"2) wurde Mitte März 2008 ausgestrahlt, der Sendetermin für die vierte "Weißkittelkomödie vor Alpenpanorama" mit dem vielversprechenden Titel "Der Schatz im Silbersee" war dann der 27. Mai 2009. Unter der Regie von Karsten Wichniarz agieren neben Christiane Hörbiger und Elmar Wepper unter anderem so prominente Kollegen wie Wolfgang Fierek, Dietrich Mattausch und Enzi Fuchs, das Drehbuch schrieb erneut Michael Baier. Der am 28. Oktober 2009 gezeigte fünfte Teil "Reif für die Insel"2) spielte dann ausnahmsweise auf Mallorca.
Als liebenswürdiger, sympathischer Feriengast "Herr Wolters" quartierte Wepper sich Anfang Februar 2007 in dem SAT.1-Thriller "Unter Mordverdacht – Ich kämpfe um uns"2) bei Katharina (Bettina Zimmermann) und ihrem Mann Michael (Kai Wiesinger) auf dem Land ein. Das Paar führt eine überaus glückliche Ehe, die Idylle wird jäh zerstört, als Michael unter Mordverdacht gerät. Katharina begibt sich auf die Suche nach dem wahren Mörder, erst gegen Ende der spannenden Story wird der Zuschauer schließlich damit konfrontiert, dass sich hinter der Maske des netten Herrn Wolter ein psychopatischer Racheengel verbirgt – wieder mal eine schauspielerische Glanzleistung von Elmar Wepper.
Bereits 2006 hatte Wepper als Werner Wallner in Christine Kabischs heiter-melancholischen Ehekomödie "Der Traum vom Süden"
2) mit Filmehefrau Henriette alias Gila von Weitershausen einige Turbulenzen durchstehen müssen, Anfang März 2007 fand die unterhaltsame Geschichte mit "Ich heirate meine Frau"2) eine Fortsetzung. Das Paar ist inzwischen nach über 25-jähriger Ehe geschieden, während Henriette die Trennung gut verkraftet und als selbst ernannte "Managerin" im florierenden Tortenladen ihrer Tochter Elke aufblüht, setzt der von Liebeskummer geplagte Werner alles daran, seine Frau zurückzugewinnen …3)

  

Foto: Elmar Wepper 2007
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia/Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Urheber: Michael Lucan (fotobox.lucan.org)

Elmar Wepper 2007: Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia/Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Urheber: Michael Lucan (fotobox.lucan.org)
Der etwas kitschige Titel des ARD-Fernsehfilms "Ich trag dich bis ans Ende der Welt"1) (EA: 26.03.2010) ließ ein seichtes Melodram erwarten, die Geschichte überraschte dann jedoch durch Tiefgang und eine exzellent aufspielende Schauspielerriege, allen voran Elmar Wepper und Ann-Kathrin Kramer in den Hauptrollen. Inszeniert von Christine Kabisch, wird die Geschichte des ehemaligen Schulrektors Horst (Elmar Wepper) erzählt, der sich zur Pilgerreise auf den berühmten spanischen Jakobsweg aufmacht. Als seine Tochter Anna (Ann-Kathrin Kramer) mit der Untreue ihres Ehemannes (Bernhard Schir) konfrontiert wird, entschließt sich die zweifache Mutter spontan, den Vater zu begleiten, auch um über ihr bisheriges Leben im "goldenen Käfig" nachzudenken. Vater Horst ist davon anfangs wenig begeistert, im Verlaufe der Wanderung kommen sich der Vater und die Tochter, deren Verhältnis seit Jahren angespannt ist, näher … Elmar Wepper und Ann-Kathrin Kramer harmonieren großartig in diesem spirituellen Familiendrama über einen Vater und eine Tochter, die ihre konfliktreiche Beziehung auf der berühmtesten Pilgerroute der Welt klären.Unterhaltungsspezialistin Christine Kabisch drehte an Originalschauplätzen des spanischen Jakobsweges von Léon über Santiago de Compostella bis hin zum Kap Finisterre. (Quelle: DasErste.de)
In der Beziehungskomödie "Adel Dich"2) (EA: 20.04.2011) zeigt Wepper sich als frisch pensionierter Lokalreporter Wendel Overmann, der den Verdacht hat, als Kind in den Kriegswirren vertauscht worden zu sein. Wendel begibt sich auf Spurensuche, schleicht sich in die adelige Familie derer von Felsen-Hepp ein und verliebt sich prompt in die resolut-exzentrische Gräfin Walli (Gisela Schneeberger); in weiteren Rollen agieren unter anderem Friedrich von Thun als Graf Lorenz von Felsen-Hepp und Rita Russek als Wendels Exfrau Lydia. Der Film ist eine schwarzhumorige Liebeskomödie, die mit Augenzwinkern in die bayrische Adelswelt eintaucht, über eine späte Suche nach der wahren Identität und den immer wieder überraschenden Wendungen des Lebens. (Quelle: www.br.de; siehe auch kundendienst.orf.at). Nur drei Tage später erlebte man Wepper erneut auf dem Bildschirm, in der Folge "Am Ende muss Glück sein"2) (EA: 23.04.2011) aus der Reihe "Kommissarin Lucas" mit Ulrike Kriener als kompetent-sachlicher Regensburger Ermittlerin, überzeugte er als Rentner Ferdinand Bolte, dessen 60-jährige Frau Maria (Renate Krößner) ermordet wurde. Bald stellt sich heraus, dass Maria die schmale Haushaltskasse auf ungewöhnliche Art und Weise aufbesserte, indem sie ihre Liebesdienste auf der Straße anbot. Ohne Effekthascherei wird mit dieser vielschichtigen Geschichte das Thema "Altersprostitution" angesprochen, Wepper als gebrochener Witwer zeigte einmal mehr seine schauspielerische Vielseitigkeit.
 
Fertiggestellt war der ARD-Fernsehfilm mit dem Titel "Hopfensommer"2) (EA: 24.08.2011), in dem sich Elmar Wepper als sturer  Bauer Josef Singhammer neben Gaby Dohm als dessen Frau Franziska und Fritz Karl als Singhammers Sohn Karl, der den Hof vor Jahren im Streit verließ, präsentierte. Am 5. Juli 2011 starteten dann in in München und in Hof bei Nürnberg die Dreharbeiten für den ZDF-Krimi "Das unsichtbare Mädchen"2), in dem Wepper unter der Regie von Dominik Graf an der Seite von Ronald Zehrfeld, Ulrich Noethen, Silke Bodenbender, Lisa Kreuzer und Tim Bergmann als pensionierter Kommissar Altendorf auftaucht, der aus aktuellem Anlass gemeinsam mit dem jungen Hauptkommissar Tanner (Ronald Zehrfeld) ein längst vergessen geglaubtes, unheimliches Verbrechen wieder aufrollt; Ulrich Noethen überzeugt in einer "Bösewicht-Glanzrolle" als deren Gegenspieler bzw. Chef der Kriminalpolizei. Der Thriller, angelehnt an das Verschwinden bzw. den Mord an der neunjährigen Peggy aus Lichtenberg im Jahre 2001, feierte am 29. Oktober 2011 bei den 45. Internationalen Hofer Filmtagen seine Premiere, wurde dann erstmals am 30. März 2012 auf Arte gezeigt; die Ausstrahlung im ZDF erfolgte am 29. Oktober 2012. prisma.de notiert unter anderem: "Mit Elmar Wepper in der Rolle des ehemaligen Polizisten Altendorf und Ronald Zehrfeld als Kommissar Tanner hat Graf zwei Charaktere gefunden, denen auf beeindruckende Weise ein glaubhaftes und gleichzeitig emotionales Zusammenspiel gelingt." → www.presseportal.de und Wikipedia.
Das TV-Drama "Zwei allein"2) nach einem Drehbuch des vielfach ausgezeichneten Krimiautors Friedrich Ani1), von dem auch schon das Script zu "Das unsichtbare Mädchen" stammte, konnten die Zuschauer erstmals am 25. Juli 2014 auf ARTE sehen. Hier überzeugte Wepper als Busfahrer Benedikt 'Bene' Sattler, der mit der Schuhverkäuferin Henriette, genannt Henri (Gundi Ellert), eine fast schon symbiotische Beziehung führte – ein Paar, das ein halbes Leben miteinander verbrachte. Doch das Glück endet jäh, als Henri an Krebs erkrankt und zudem wenig später auf offener Straße von einem maskierten Raubmörder erschossen wird. Bei Schwester Linda (Johanna Bittenbinder), der einzigen Zeugin der Tat, und dem ermittelnden Kommissar Franke (Simon Licht) kommen allerdings nach und nach Zweifel auf. "Was bleibt – das sind die Erinnerungen an den geliebten Menschen. (…) Busfahrer Benedikt frisst den Schmerz in sich hinein und entzieht sich seiner Schwägerin, die nicht weniger leidet als er. Allein macht er sich immer wieder auf an die gemeinsamen Orte seiner großen Liebe. Stephan Wagner entwickelt einen dem Thema angemessenen Erzählrhythmus, der ganz von der Subjektivität des Trauernden getragen wird. (…) Elmar Wepper gibt einmal mehr Zeugnis seiner großen Fähigkeit, aus dem Alltäglichen das Tragische herauszuschälen." schreibt www.tittelbach.tv. Für die "Berliner Zeitung" spielte Wepper "uneitel große Gefühle", siehe auch www.welt.de, www.tagesspiegel.de.
 
Auf der Kinoleinwand war Elmar Wepper eher selten vertreten. sein Leinwanddebüt hatte er 1957 als Jugendlicher (zusammen mit Bruder Fritz) in Harald Philipps Filmlustspiel "Heute blau und morgen blau"1) gegeben, 1970 sah man ihn in der Simmel-Verfilmung "Schmetterlinge weinen nicht"1), 1973 in Michael Verhoevens "Sonja schafft die Wirklichkeit ab oder… ein unheimlich starker Abgang" → filmportal.de. Er stand für Hans Horns Katastrophenfilm "Wolpodzilla – Der Schrecken vom Tegernsee" (1994) vor der Kamera, war 2001 der Richter Becker und Vater der Hauptfigur Stefan alias Lucas Gregorowiczl in Christian Züberts Comedy "Lammbock"1) sowie der Dr. Franz Daxenberger in Werner Kranwetvoges Kurzfilm "Space Zoo" (2002). 2005 erlebte man Wepper als Herrn Wagenbach in Doris Dörries absurd-komischen Märchenadaption "Der Fischer und seine Frau"2).
Elmar Wepper, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Copyright Christian Behring Nach der Weltpremiere (Wettbewerbsfilm) bei den 58. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (7. bis 17. Februar 2008) kam am 6. März 2008 das von Doris Dörrie gedrehte Drama "Kirschblüten–Hanami"1) in die Kinos, in dem er neben Filmpartnerin Hannelore Elsner einfühlsam einen unheilbar an Krebs erkrankten Mann spielt. Die am 18. Januar 2008 im Münchner Prinzregententheater mit dem Bayerischen Filmpreis als "Bester Film des Jahres 2007" ausgezeichnete Liebesgeschichte, die erst nach dem Tod ihre Erfüllung findet, war auch für Wepper ein weiterer Erfolg seiner Karriere, er erhielt für seine Leistung den renommierten "Pierrot" als "Bester Hauptdarsteller". Am 25. April 2008 konnte der Schauspieler im Rahmen der feierlichen Gala im Berliner Palais am Funkturm den "Deutschen Filmpreis", die "Lola 2008", entgegen nehmen. Wepper erhielt die Auszeichnung der Deutschen Filmakademie "Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle" für seine einfühlsame Interpretation des trauernden Witwers Rudi in "Kirschblüten–Hanami", der Film selbst konnte die "Lola in Silber" als "Bester Spielfilm" erringen.
 
 
Elmar Wepper, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008
(Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin  
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Am 10. Oktober 2010 fiel in Nürnberg die erste Klappe zu Christian Züberts Tragikomödie "Dreiviertelmond"1), in der Wepper den mürrisch-verbohrten Taxifahrer Hartmut Mackowiak spielt, dessen Leben aus den Fugen geraten ist, nachdem ihn seine Frau nach 30 Ehejahren verlassen hat. Der Misanthrop Mackowiak zieht sich immer mehr zurück, lässt Niemanden mehr an sich heran. erst durch die schicksalhafte Begegnung mit einem kleinen türkischen Mädchen (Mercan-Fatima Türköglu) lernt Mackowiak das Leben neu zu werten. "Zübert hat die Hauptrolle ganz auf Elmar Wepper zugeschrieben. Ein Mann, der viel zu lange unterschätzt und vom Kino sträflich übersehen worden ist. Der viel zu lange auf das Fernsehen reduziert war. Und auf das Schicksal, der kleine Bruder von Fritz Wepper zu sein. (…) … als Hartmut zeigt er nun einmal mehr, dass er zu Unrecht übersehen wurde. Sehr genau weiß er die Balance zwischen Grantlertum und Empathie zu halten, ohne seine Figur je zu verraten." notierte unter anderem www.welt.de. Bundesweiter Kinostart für die BR-Koproduktion war der 13. Oktober 2011, den der Film mit seiner Premiere in der Essener "Lichtburg" in Anwesenheit von Wepper und Regisseur Christian Zübert feierte.
Aktuell gehörte Wepper zur Besetzung von Markus Gollers humorvollen Weihnachts-Romanze bzw. Episofenfilm "Alles Ist Liebe"1) mit Publikumslieblingen wie Nora Tschirner, Christian Ulmen, Wotan Wilke Möhring und Heike Makatsch (Kinostart: 4. Dezember 2014).


Elmar Wepper hat sich auch einen Namen als vielgefragter Synchronsprecher gemacht; so lieh er beispielsweise internationaler Stars wie Mel Gibson, Dudley Moore, Gene Wilder oder Ryan O'Neal seine Stimme. Verschiedentlich wirkte er bereits seit Ende der 1950er Jahre bei Hörspielen des "Bayerischen Rundfunks" mit, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier am Ende dieser Seite.
Zu den Hobbys des beliebten Schauspielers, der Vater des 1979 geborenen Sohnes Elmar ist, zählen das Golfspiel sowie das Fliegenfischen. Im März 2004 ging durch die Presse, Wepper habe in Kapstadt seine langjährige Lebensgefährtin Anita Schlierf geheiratet.
 
Neben den erwähnten Auszeichnungen für seine darstellerischen Leistungen wurde Elmar Wepper am 9. Juli 2009 mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt und konnte im Rahmen eines Festaktes in der Münchener Residenz den weiß-blauen "Pour le Mérite" aus der Hand des bayerische Ministerpräsidenten Horst Seehofer entgegennehmen. Der Schauspieler engagiert sich unter anderem im Stiftungsbeirat der "Tabaluga Kinderstiftung" für Kinder in Not.
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia, filmportal.de
Link: *) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 1) Wikipedia, 2) prisma..de
3) Quelle: www.prisma.de
Stand: November 2016
      
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Link: Wikipedia, fernsehserien.de, Die Krimihomepage, deutsches-filmhaus.de,
 prisma.de, tvspielfilm.de, filmportal.de)
Kinofilme Fernsehen (Auszug) Noch: Fernsehen (Auszug)
   
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia, whoswho.de)
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