Manfred Zapatka wurde am 12. Oktober 1942 als Sohn eines Redakteurs in Bremen geboren. Bevor er zu einem der renommiertesten Theater- und Filmschauspieler avancierte, erlernte er nach dem Abitur sein Handwerk in Köln sowie an der "Westfälische Schauspielschule" in Bochum. Erste Engagements führten ihn nach Freiburg (1966–1968) und Essen (1968–1972), dann kam er an das "Württembergische Staatstheater" in Stuttgart, wo er bis 1976 oft unter der Regie Claus Peymanns auf der Bühne stand. Später wechselte er an die "Münchner Kammerspiele" und brillierte dort zwei Jahrzehnte lang sowohl in klassischen als auch modernen Stücken. Er beeindruckte beispielsweise als Graf von Leicester in Schillers "Maria Stuart", begeisterte mit Titelrollen in Goethes "Clavigo" und "Torquato Tasso" ebenso wie in Büchners "Dantons Tod" oder Shakespeares "Der Sturm".
Über seine Gestaltung des Grafen Leicester in "Maria Stuart" schrieb damals Peter von Becker1) in der "Süddeutschen Zeitung" (05.07.1979) unter anderem "Ganz Günstling und Schwächling nur, denkt man, tritt er neben Elisabeth auf wie ein Tennislehrer zum Feierabend, in saloppem hellem Freizeitdreß mit Schal und Ordenstüchlein. Doch dieser Dandy ist smart und hart zugleich; ein lauernd Berechnender, sein opportunistisches Kalkül dabei nie ganz zur Gleichung bringend mit dem erotischen Interesse. Zapatka, den ich in München noch nie besser gesehen habe, macht sogar denkbar, daß Leicester für beide, Maria und Elisabeth, zuweilen und zuweilen gleichzeitig eine ihm selbst nicht recht geheure Verliebtheit empfinden mag."
*) 

Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt. © Edmond Frederik

Manfred Zapatka; Copyright Edmond Frederik
Einen großen Erfolg konnte Zapatka 1981 mit der Titelrolle in "Platonow" von Anton Tschechow feiern, so schrieb Joachim Kaiser1): "Manfred Zapatka riß die Figur heraus aus dem russischen Einerlei zwischen Oblomow und Onkel Wanja und Dorf-Don-Juan. Er hatte moderne Haltungen, übertrieb nicht, gewann gegenüber seinen glänzenden Mitspielerinnen immer mehr an Wichtigkeit, war beeindruckend jung und präzise." (Süddeutsche Zeitung, 17.03.1981)*) Und in DIE ZEIT (www.zeit.de) konnte man lesen: "Vor allem Manfred Zapatka, der vom blond frechen Alleinunterhalter zum weinerlichen Frührentner wird, kann in jedem, Augenblick den "richtigen" Ausgangspunkt seiner Wünsche nach einem besseren Leben glaubhaft machen, in aller Brutalität, aller Selbstverliebtheit. Die Figur dieses zum Zyniker werdenden Intellektuellen, der mit gebrochenen Schwingen den ausgestopften Vögeln gleicht, die im ländlichen Schulzimmer verstauben, gibt der Münchner Aufführung unerwartete Aktualität."
Zu Zu seinen jüngeren Bühnenauftritten zählte im Frühjahr 2004 – erneut im Rahmen einer Tournee – seine Rolle des Major Steve Arnold in Robert Harwoods Schauspiel "Der Fall Furtwängler" an der Seite von Charles Brauer als Dirigent und Musikgenie Furtwängler. Am "Deutschen Schauspielhaus" in  Hamburg glänzte er beispielsweise 2005 in der Komödie über Schauspieler "Ein spanisches Stück" der französischen Erfolgsdramatikerin Yasmina Reza. Von Jürgen Gosch in Szene gesetzt, mimte Zapatka den braven Hausverwalter und Kleinbürger Fernan und zog einmal mehr alle Register seines schauspielerischen Könnens; aufgrund des großen Erfolges stand das Stück Anfang 2006 erneut auf dem Spielplan. In jüngerer Zeit brillierte Zapatka in Friedrich Hebbels Trauerspiel "Maria Magdalena", welches am 12. Januar 2007 in der Regie von Jaqueline Kornmüller Premiere hatte, als selbstgerechter Tischlermeister Anton.

Im folgenden eine Auswahl der Rollen bzw. Stücke, mit denen Manfred Zapatka im Verlauf der Jahrzehnte an den verschiedenen Bühnen Publikum und Kritiker zu überzeugen wusste*) (wenn nicht anders vermerkt Link: Wikipedia):

An Arbeiten für das Theater ist in den letzten Jahren Urs Widmers Erfolgsstück "Top Dogs"1) zu nennen, das Regisseur Peter Ries in einer Neufassung für die "Movimentos"-Festwochen in Wolfsburg inszeniert hatte. Auch vierzehn Jahre nach der Uraufführung in Zürich hat Widmers Geschichte über das Scheitern selbsternannter Eliten in der Wirtschaft bzw. entlassener Manager und ihrer Sorgen nichts an Brisanz verloren. Premiere war am 1. Mai 2010 im 360-Grad-Kino der Autostadt, Ries lässt seine Schauspieler auf fünf Bühnen agieren. Als neu zu vermittelnden Führungskräfte, die sich in dem Stück unter ihrem eigenem Namen durch das Publikum bewegen, brillieren – neben Zapatka als einer der "Topmanager" – Alexandra-Maria Timmel, Doina Weber, Detlef Gieß, Volker Hanisch, Ulrich Jokiel, Christoph Linder, Günter Schoßböck und Frank Siebenschuh.
Bei den Nibelungen-Festspielen1) 2011 in Worms konnte man Zapatka als Minister Freiherr von Remchingen in "Jud Süß", bewundern, der Geschichte des Finanzmaklers und Bankiers Joseph Süß Oppenheimer1) (1698 – 1738), der im 18. Jahrhundert Opfer eines Justizskandals wurde. Intendant und Starregisseur Dr. Dieter Wedel kann für die Inszenierung einmal mehr auf eine Riege renommierter Charakterdarsteller zurückgreifen, so geben neben Rufus Beck in der Titelrolle des Joseph Süß Oppenheimer unter anderem Jürgen Tarrach den württembergischen Herzog Karl Alexander1) (1684 – 1737), Teresa Weißbach dessen Frau, die Herzogin Marie-Auguste1) (1706 – 1756), Peter Striebeck den alten jüdischen Patrizier Isaak Landauer, Walter Plathe den General Speckenschwardt und Felicitas Woll eine Schankmagd. Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer wurde schon oft erzählt. Berüchtigt ist der antisemitische Hetzfilm "Jud Süß"1) aus der NS-Zeit. Der israelische Autor Joshua Sobol und Festspiel-Regisseur Dieter Wedel haben den Stoff für die Nibelungen-Festspiele aus den historischen Akten heraus neu erarbeitet.3) Mit der Uraufführung von "Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt 'Jud Süß'" am 25. Juni 2011 starteten in Worms zum 10. Mal die Nibelungen-Festspiele, bis 10. Juli 2011 standen 15 weitere Aufführungen unter freiem Himmel auf dem Spielplan. Für das Festspielpublikum war Zapatka kein Unbekannter, bereits 2003, 2004 und 2005 brillierte er mit der Rolle des Hagen, die er von Mario Adorf übernommen hatte, in dem modernen Nibelungen- Stück von Autor Moritz Rinke.
Zu Zapatkas Theaterwirken zählte seit der Premiere am 18. Oktober 2011 am Münchener "Residenztheater" die deutschsprachige Erstaufführung des Schauspiels "Die Götter weinen" (Regie: Dusan David Parízek) von Dennis Kelly
1), in dem er mit sarkastischer Ironie den wahnsinnigen Colm, Chef eines global agierenden Unternehmens, interpretierte, der mit brutalen Folgen – wie König Lear – Macht und Einfluss an seine Nachfolger verteilt → www.residenztheater.de sowie www.theaterkritiken.com. Ende April 2012 folgte die Uraufführung des Missbrauchsstücks "Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind" von Franz Xaver Kroetz1) → www.residenztheater.de sowie ab 22. Mai 2012 die tragische, gesellschaftskritische Komödie "Der Kirschgarten"1) von Anton Tschechow, in der Zapatka unter der Regie von Calixto Bieito den Leonid Andrejewitsch Gajew gestaltete, Bruder der Gutsbesitzerin Ranjewskaja (Sophie von Kessel). "Leise Töne, die umso nachdrücklicher im Gedächtnis bleiben: Manfred Zapatka als sanft geschwätziger Gajew mit einem symathischen Schuss Selbstironie …" schrieb www.merkur-online.de. Aktuell überzeugt Zapatka seit der Premiere am 24. September 2016 am "Residenztheater" als Karsky in dem Drama "Die schmutzigen Hände"1) von Jean Paul Sartre (Inszenierung: Martin Kušej1)) → www.nachtkritik.de. Ab 10. November 2016 kann man den Charakterdarsteller erneut in dem Stück mit Musik "Kongress der Autodidakten" – hier spielt er sich als Gastredner eines Kongresses selbst (→ www.theaterkritiken.com) –, ab 16. November 2016 in dem Familienstück "Robin Hood" als König Johann erleben.
2003 gab der Mime sein Debüt als Theaterregisseur und präsentierte ein Stück des Komponisten und Kabarettisten Georg Kreisler: Das Kammermusical "Lola blau" erzählt die Geschichte einer jüdischen Sängerin, die in den 1930er Jahren in Amerika zum Star wird.
 
Ab Anfang der 1980er begann auch Zapatkas Karriere als erfolgreicher Fernsehschauspieler; neben Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie beispielsweise "Tatort", "Der Alte", "Die Männer vom K3", "Wolffs Revier", "Derrick" oder "Ein Fall für zwei" erlangte er vor allem Ende der 1980er Jahre ungeheure Popularität durch seine Rolle des hinterhältigen Pferdebesitzers Hans-Otto Gruber in der TV-Serie "Rivalen der Rennbahn"
1), den Geschichten um Liebe und Intrigen rund um einen Rennstall. Von da an schien Zapatka auf zwielichtige und dunkle Charaktere festgelegt, durchbrach dieses Klischee aber immer wieder wie 1997 mit seiner herausragenden Darstellung des Altkanzlers Helmut Schmidt1) in Heinrich Breloers zweiteiligem, preisgekrönten TV-Doku-Thriller "Todesspiel"1), welches die dramatischen Wochen des sogenannten "Deutschen Herbsts" 1977 und die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer1) – gespielt von Hans Brenner – thematisierte.  
Auch mit seinen Rollen in TV-Adaptionen großer Klassiker wie beispielsweise Goethes "Egmont" (1984) oder Shakespeares "König Lear" (1992) bewies er immer wieder seine enorme Wandlungsfähigkeit. Zapatka stand für herausragenden Fernsehproduktionen vor der Kamera wie beispielsweise 1989 als Oberleutnant Kraft in der mehrteiligen Hans Hellmut Kirst-Verfilmung "Fabrik der Offiziere"1), 1992 in Dieter Wedels Vierteiler "Der große Bellheim"1) oder 1995 als Harry in Romuald Karmakars zweiteiligem Drama "Frankfurter Kreuz". Zu Zapatkas jüngeren Fernsehproduktionen zählen beispielsweise Raffaele Mertes' Jesus-Legende "Thomas"1) (2001, Gli amici di Gesù – Tommaso) und sein Part des Veturius sowie 2002 Peter Hennings und Claudia Prietzels Drama "Der Puppengräber", wo er zum ersten Mal gemeinsam mit Sohn Fabian zu sehen war. Herausragend war 2000 Manfred Zapatkas Rolle als Heinrich Himmler in Romuald Karmakars filmischen Experiment "Das Himmler-Projekt"1): Der Schauspieler liest die berüchtigte Rede Heinrich Himmlers, die dieser am 4. Oktober 1943 vor dem Führungskorps der Waffen-SS in Posen gehalten hat; für seine Leistung wurde Zapatka 2002 mit dem "Grimme-Preis"1) in Gold ausgezeichnet. Beeindruckend war auch seine Darstellung des Bundeskanzlers an der Seite von Martina Gedeck als Wissenschaftlerin Sara M. Kardow  in Markus Imbodens Politdrama "Spiele der Macht – 11011 Berlin"1) (2005), in dem es um Intrigen, zwielichtiger Machenschaften und Parteispendenaffären in den Schaltstellen einer Regierung geht. Weitere Arbeiten waren unter anderem die Krimis "Unter Verdacht – Beste Freunde" (2004), "Rosa Roth – Freundeskreis" (2004), "Mord am Meer" (2005) und "Falscher Bekenner" (2005). 2006 erlebte man den Schauspieler in dem Geisterhaus-Melodram "Das Schneckenhaus"1) als Tom Wagner, in Diethard Klantes düsterem Thriller "Tod einer Freundin" (2006) glänzte er als sarkastischer Vater und abgehobener Professor der Chirurgie.
  
Seit Februar 2007 gehörte Zapatka zum Team der neuen ZDF-Krimiserie "KDD – Kriminaldauerdienst"1), mimte hier überzeugend und facettenreich den eigenbrötlerischen, oft cholerischen Ermittler Jan Haroska. Die zweite Staffel wurde vom 2. Mai bis 4. Juli 2008 ausgestrahlt und umfasste neben der Pilotfolge acht weitere Folgen, Staffel 3 mit ebenfalls acht Episoden zwischen dem 9. April und 21. Mai 2010 auf Sendung; inzwischen sind alle drei Staffeln auf DVD im Handel erhältlich. Bei der Verleihung des "Deutschen Fernsehpreises 2007" Ende September 2007 im Kölner Coloneum wurde die Reihe als "Beste Serie des Jahres 2007" ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde Zapatka mit dem "Bayerischen Fernsehpreis 2009", dem "Blauen Panther" als "Bester Darsteller" in der Kategorie "Serien und Reihen" für seine Rolle in "KDD-Kriminaldauerdienst" geehrt. Die Bayerischen Fernsehpreise wurden am 15. Mai 2009 im Rahmen eines Festaktes im Münchner Prinzregententheater zum 21. Mal verliehen. Zapatka konnte den Preis nicht selbst entgegennehmen, da er seit 8. Mai bei den "Internationalen Maifestspielen 2009" in Wiesbaden auf der Bühne stand. In dem von Karin Beier inszenierten Schauspiel "Das Goldene Vlies" von Franz Grillparzer war er als Aietes, König der Kolcher, bzw. Kreon, König von Korinth, zu bewundern.

Sehenswert ist ebenfalls das erstklassig besetzte und von Lars Becker inszenierte TV-Drama "Die Weisheit der Wolken"1) (2008), wo Zapatka einmal mehr als Uni-Dekan bzw. wohlhabender Vater der Protagonistin Marie (Ina Weisse) überzeugt. Eine interessante Figur war auch die des zwielichtigen Philipp Hardenberg in dem packenden, nach einem Roman von Petra Hammesfahr gedrehten Thriller "Die Lüge"2) (EA: 15.09.2008) mit Natalia Wörner in einer Doppelrolle.
In dem ARD-Melodram "Den Tagen mehr Leben!"2) (EA: 04.06.2010) hatte Zapatka wieder eine einprägsame Hauptrolle. In dem von Jan Ruzicka inszenierten Film spielte er an der Seite von Thekla Carola Wied und dem schwedischen "Kommissar Beck"-Darsteller Peter Haber den Kleinunternehmer Norbert, dessen Ehe mit seiner Frau Anne  (Thekla Carola Wied) nach nach fast vierzig Jahren zunehmend durch Sprachlosigkeit und Langeweile gekennzeichnet ist. Nun möchte sich Anne einen Herzenswunsch erfüllen und gemeinsam mit Norbert eine Reise nach Norwegen antreten, um die malerischen Fjorde zu sehen und Wale zu beobachten. Es kommt zum Zerwürfnis, zum ersten Mal in ihrer 40-jährigen Ehe auf sich alleine gestellt, findet Anne in dem sensiblen Meeresbiologen Konrad (Peter Haber ) einen guten Freund und Verehrer. Nicht zuletzt durch ihn realisiert sie, wie sehr sie in ihrer Ehe ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigt hat. Als Norbert in Dänemark auftaucht, um sich mit Anne zu versöhnen, trifft er auf eine völlig veränderte Frau – die sich nicht sicher ist, ob ihre Ehe noch eine Zukunft hat … (Quelle: prisma.de)
Unter der Regie von Josh Broecker hatte Zapatka das TV-Drama "Die Zeit der Kraniche"1) (EA: 15.9.2010) abgedreht. In der einfühlsamen MDR/ORF-Koproduktion spielte er den Kommissar Mohnhaupt, der den mysteriösen Fund eines neugeborenen kleinen Jungen in der einsamen Unteren Havelniederung zu klären hat. Eine weitere Arbeit ist der ZDF-Krimi "Marie Brand und die Dame im Spiel"2) (EA: 14.04.2011), einer neuen spannenden Geschichte mit der unkonventionellen Ermittlerin Marie Brand, gespielt von Mariele Millowitsch, und deren schnoddrigen Kollegen Jürgen Simmel (Hinnerk Schönemann). Hier zeigte sich Zapatka als brutaler, skrupelloser Rotlicht-Mogul Bülow, der auf eigene Weise den Mord an seiner Tochter rächen will. Überzeugend war seine Darstellung des "Geisterjägers" bzw. Parawissenschaftlers Professor Angerer in dem von Lars Henning Jung für ProSieben realisierten, auf Gänsehaut-Effekte abzielenden Mystery-Thriller "Schreie der Vergessenen"1) (EA: 27.10.2011), mit dem auch der fast vergessene Völkermord an den Sinti und Roma thematisiert wird.
Hartmut Schoens Drama "In den besten Jahren"1), eine Geschichte um Schuld und Sühne bzw. Opfer von Gewaltverbrechen mit Senta Berger in der weiblichen Hauptrolle der traumatisierten Polizistenwitwe Erika Welves, ist fertiggestellt. Die mit Stars wie Matthias Brandt, Manfred Zapatka, Burghart Klaußner und Ellen Schwiers in Nebenrollen hochkarätig besetzte WDR-Produktion feierte seine Premiere beim "22. Festival für Deutsche Filme" in Lünen (10.–13.11.2011;  zur Ausstrahlung gelangte der bewegende Film am 14. Dezember 2011. Zapatka präsentierte sich (wie immer meisterlich) in einer kurzen Sequenz als der Ex-Kollege des ermordeten Polizisten Anton Welves (Matthias Koeberlin), DER SPIEGEL (Christian Buß, 13.12.2011) notierte unter anderem: "In den besten Jahren" überzeugt als Drama über eine Polizistenwitwe, die noch heute überall RAF-Mörder sieht. Nicht nur dank Senta Berger ein großes Schauspieler-Stück, in dem der Deutsche Herbst bedrohlich in die Gegenwart wabert.
Anfang September 2012 begannen in den Kärntner Alpen die Dreharbeiten zu einem prominent besetzten ZDF-Familien-Wirtschaftskrimi mit dem Titel "Der Tote im Eis"2), als Regisseur und Drehbuchautor zeichnete Niki Stein verantwortlich. Zapatka tritt als dominanter, millionenschwerer Bauunternehmer Karl Kress in Erscheinung, dessen ältester Sohn Christoph nach einer Bergtour seit 20 Jahren als verschollen gilt. Kai Wiesinger spielt Christophs jüngeren Bruder Mark, Aglaia Szyszkowitz Kress' Tochter Verena, Benjamin Sadler deren Ehemann Gregor, Ulrich Tukur den Staatssekretär Thomas Gruber, der Kress erpresst, sowie Hanns Zischler den Dr. Lutz Conrad  → www.presseportal.de. Auch wenn das am 20. Mai 2013 ausgestrahlte 120-minütige alpenländische Drama bei der Kritik nicht ganz so gut weg kam, bot es doch streckenweise spannende Unterhaltung, nicht zuletzt wegen eines glänzend aufspielenden Manfred Zapatka, der dem einsamen, um seine Alzheimer-Erkrankung wissenden Familienpatriarchen Kontur verlieh. "Manfred Zapatka ist in der Rolle des Kress unbedingt sehenswert. Von Herrschsucht und Eitelkeit geblendet, kann er am Ende weise werden oder irre. Dass sein letzter Aufstieg zu seinem Untergang führt, ist das Beste an diesem Film." notiert www.faz.net; siehe auch www.tittelbach.tv.
Viel Beachtung fand der von Kaspar Heidelbach inszenierte ARD-Psychothriller "Besondere Schwere der Schuld"2) (EA: 01.11.2014), in dem Götz George eindrücklich die zentrale Figur des "Berufsverbrechers" Joseph Komalschek, der nach dreißig Jahren hinter Gittern in die Freiheit entlassen wird, gestaltete. Manfred Zapatka bereicherte als pensionierter Ex-Polizist Klaus Barner (Manfred Zapatka), der Komalschek damals verhaftete, bzw. Vater des jungen Polizisten Tom (Hanno Koffler) die hochkarätige Schauspielerriege, zu der auch Hannelore Elsner als seine Filmehefrau Agnes sowie Thomas Thieme und Hans-Martin Stier als Barners pensionierte Kollegen gehörten. "Wegen besonderer Schwere der Schuld verbringt Joseph Komalschek 30 Jahre hinter Gittern. Den Mord an seiner schwangeren Nachbarin und deren neugeborenem Kind hat er aber nicht gestanden. Auch die Leichen tauchten nie auf. Nun kehrt die "Bestie" in ihre idyllische Heimatstadt zurück, wo der Ex-Polizist Klaus Barner und seine Kollegen, die damals für die Verhaftung des Mörders sorgten, ihren Ruhestand genießen. Zwischen den pensionierten Beamten und dem entlassenen Sträfling beginnt ein seltsames Katz-und-Maus-Spiel. Barners Sohn Tom, ebenfalls Polizist, ahnt noch nicht, dass er selbst der Schlüssel zur Lösung dieses mysteriösen Falles ist." heißt es in der Kurzbeschreibung von www.presseportal.de. "Ein von Zapatka bis Elsner stimmiges Ensemble und mit Götz George ein Hauptdarsteller, der aus jeder seiner Rollen stets noch eine Nuance mehr herausholt als so mancher Kollege …" schreibt unter anderem tittelbach.tv. Am 8. Dezember 2014 wurde die Komödie "Die Lichtenbergs – Zwei Brüder, drei Frauen und jede Menge Zoff"2) mit Axel Prahl in der Doppelrolle der Zwillingsbrüder Jochen und Dr. Christian Lichtenberg ausgestrahlt, in dem Zapatka als Christians dubioser Schwiegervater das prominente Schauspielerensemble bereicherte → www.tittelbach.tv.
Spannende Unterhaltung bot der Thriller "Tiefe Wunden"4) (EA: 02.02.2015) aus der ZDF-"Taunus"-Krimireihe mit Hauptkommissar Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) und dessen Kollegin Pia Kirchhoff (Felicitas Woll), gedreht von Marcus O. Rosenmüller nach einer Romanvorlage der Bestsellerautorin Nele Neuhaus → www.dieterwunderlich.de; Premiere feierte der Film bereits am 26. September 2014 im Rahmen des "Filmfestes Hamburg". Die Geschichte führt das Ermittlerteam in die düstere Nazi-Zeit, nachdem der 92-jährige Holocaust-Überlebende David Joshua Goldberg (Dieter Schaad) in seinem Haus per Genickschuss regelrecht hingerichtet wurde und auch noch weitere mysteriöse Morde gleichen Musters an hochbetagten Personen folgen – die Spur führt immer wieder zu der im Taunus lebenden renommierten Unternehmerfamilie Kaltensee. Manfred Zapatka in der Rolle des Siegbert Kaltensee lieferte wie der Rest des Ensembles – u.a. Nicole Heesters als dessen Mutter bzw. wohlhabende (vermeintlich adelige) Unternehmerwitwe und Mäzenin Dr. Vera Kaltensee mit dunkler Vergangenheit – in dieser komplexen Geschichte einmal mehr ein überzeugendes Spiel ab. In dem "Polizeiruf 110"-Krimi "Grenzgänger"1) (EA: 20.12.2015) mit der ehemaligen Potsdamer Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon), die in der Grenzregion um Frankfurt/Oder bei einer deutsch-polnischen Mordkommission neu anfängt und mit ihrem neuen Partner, dem Deutsch-Polen Adam Raczek (Lucas Gregorowicz), einen dramatischen Fall zu lösen hat, gehörte Zapatka ebenfalls zur Besetzung und spielte den undurchsichtigen Anwalt Hans Vogel → www.tittelbach.tv. Der Film wurde übrigens zeitgleich im polnischen Fernsehen ausgestrahlt.
Bereits Anfang August 2014 fiel die erste Klappe zu dem Melodram "Zweimal zweites Leben"4) (EA: 17.04.2016) aus der ZDF-Reihe "Herzkino. Hier trat Zapatka zusammen mit Lisa Kreuzer als Elternpaar der mit dem Journalisten Leo (Benno Fürmann) verheirateten Ännie (Heike Makatsch) auf, die nach einem schweren Reitunfall ins Koma fällt. Als Leo im Krankenhaus die Bekanntschaft von Esther (Jessica Schwarz) macht, deren Freund ebenfalls im Koma liegt, kommen sich die Beiden näher … → www.presseportal.de. Einmal mehr überzeugend war Zapatkas Darstellung des inhaftierten, verbitterten Wissenschaftlers und ehemaligen Forschungschef eines Biotechnologiekonzerns Dr. Urs Render in der spannenden "Tatort"-Folge "Der hundertste Affe"4) (EA: 16.05.2016) mit den Bremer Kommissaren Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen). Render ist in diesem Öko-Politthriller die Schlüsselfigur für eine Gruppe um die Umweltaktivistin Luisa Christensen (Friederike Becht), welche die Stadt terrorisieren und zahlreiche Tote in Kauf nehmen. Gewohnt routiniert meisterte der Schauspieler die Rolle des distinguiert daher kommenden Wilfried von Bensen, skrupellos-intriganter Vorstandvorsitzender der "Bank der Deutschen" in dem Thriller "Dead Man Working"4) (EA: 02.11.2016) – für den SPIEGEL "ein kleines Meisterwerk, das den katastrophal gescheiterten Umbau der deutschen Finanzindustrie ins Visier nimmt." → www.spiegel.de, filmportal.de; am 31. März 2017 erhielt die Produktion den renommierten "Grimme-Preis"1).

Sporadisch präsentiert(e) sich der Charakterdarsteller auch auf der Kinoleinwand: Bereits in der Willy Kramp-Adaption "Das Lamm"1) (1964) war er von Regisseur Wolfgang Staudte mit einem kleinen Part besetzt worden, in der szenischen Dokumentation "Krieg und Frieden"5) sah man ihn 1983 in der 5. Episode "Gespräche im Weltraum"5) als Nikolai Raiski – Regie führten Alexander Kluge (Episode 1–3), Volker Schlöndorff (Episode 4–8), Stefan Aust (Episode 9–10) und Axel Engstfeld (11. Episode). In jüngerer Zeit wirkte er 2000 in Michael Herbigs Klamauk-Streifen "Erkan und Stefan"1)  sowie in Matthias Lehmanns Komödie "DoppelPack"5) mit. Im gleichen Jahr agierte er erneut unter der Regie Karmakars in dessen Melodram "Manila"4), mimte 2002 den Box-Manager Gerd Hermsbach in Züli Aladags "Elefantenherz"5) und war 2004 als Vater in Romuald Karmakars Drama "Die Nacht singt ihre Lieder"1) zu sehen. Zu seinen aktuelleren Arbeiten für das Kino zählt Matthias Glasners Kriminal-Drama "Der freie Wille"1) (2006) mit der Rolle des Vaters der Protagonistin Netti, die ihr ganzes Leben lang von ihm psychisch misshandelt worden ist. In Didi Danquarts "Offset"5) (2006), einem Liebesdrama inmitten des heutigen Bukarest mit Alexandra Maria Lara und Felix Klare, übernahm er erneut die Rolle eines Vaters (Herr Fischer), ebenso wie in Michael Hofmanns Drama "Eden"1) (2006) mit Charlotte Roche in der weiblichen Hauptrolle sowie in Timon Modersohns Kurzfilm "Wigald" (2006).
Manfred Zapatka im Hörspiel-Studio – er spricht den Gutsbesitzer Esteban Trueba in der 6-teiligen Fassung des Romans "Das Geisterhaus" nach dem gleichnamigen Roman von Isabel Allende; Foto mit freundlicher Genehmigung der SWR Media Services GmbH; Quelle: ARD Hörspieldatenbank; Copyright SWR/Peter A. Schmidt Neben seiner umfangreichen Tätigkeit für Theater, Film und Fernsehen hat sich der populäre Schauspieler, der zur Elite der deutschen Schauspielerriege zählt, auch einen Namen als Sprecher in zahlreichen Hörbüchern gemacht, hält er Lesungen und Rezitationsabende ab. So spricht er beispielsweise den von Hass und Rache erfüllten Kapitän Ahab aus Herman Melvilles Roman "Moby Dick". Im März 2009 konnte Manfred Zapatka  den "Deutschen Hörbuchpreis 2009" in der Kategorie "Bester Interpret" für seine Sprecherleistung in Homers "Ilias" entgegennehmen. Seine vielseitige Stimme beschere dem Hörer rund zwanzig Stunden lang epische Intensität, befand die Jury. Zapatka ist der einzige Sprecher der Produktion und übernimmt Hunderte verschiedener Rollen in dem 2500 Jahre alten Schlachtenepos. Der vom Nachrichtenmagazin FOCUS, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Kölner Literaturfest "lit.Cologne" und dem Westdeutschen Rundfunk 2003 gestiftete "Deutsche Hörbuchpreis" zeichnet die besten und innovativsten Hörbücher eines Erscheinungsjahres aus; die Verleihungsgala fand am 15. März 2009 während der "lit.Cologne" im WDR-Funkhaus Köln statt.
Eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten zahlreichen Hörspielproduktionen, in denen Zapatka seit den 1970er Jahren mitwirkte, sind hier aufgeführt.

Manfred Zapatka im Hörspiel-Studio – er spricht den
Gutsbesitzer Esteban Trueba in der 6-teiligen Fassung des Romans
"Das Geisterhaus" nach dem gleichnamigen Roman1) von Isabel Allende
Foto mit freundlicher Genehmigung der SWR Media Services GmbH
Quelle: ARD Hörspieldatenbank; © SWR/Peter A. Schmidt

Zapatka, der als einer der wandlungsfähigsten und vielseitigen Charakterdarsteller der deutschen Theater- und Filmszene gilt, ist nach der Scheidung von Schauspielerin Regine Vergeen seit 1978 in zweiter Ehe mit seiner Frau Margarete, einer Managerin, verheiratet und lebt in Berlin. Seine Kinder sind inzwischen erwachsen, Sohn Christoph aus Zapatkas ersten Ehe wurde 1966 geboren, Tochter Katharina Zapatka1) erblickte 1970 das Licht der Welt und wurde ebenfalls Schauspielerin. Aus der Verbindung mit Margarete stammen Sohn Fabian (*1978) und Tochter Sarah (*1984), zur Familie gehört weiterhin Florian (*1966), den er als Sohn seiner zweiten Ehefrau adoptiert hat.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de; weitere Quelle: "Henschel Theaterlexikon"*)
Siehe auch Wikipedia, filmportal.de
Kontakt: Agentur Hübchen
*) Henschel Theaterlexikon (Hrsg. C. Bernd Sucher; Henschel Verlag, 2010, S. 969/970)
Link:  1) Wikipedia, 2) prisma.de,  4) tittelbach.tv, 5) filmportal.de
3) Quelle: www.swr.de (Seite nicht mehr existent)
Stand: April 2017
  
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de

(Link: Wikipedia (deutsch/englisch),  deutsches-filmhaus.de, filmportal.de, 
Kurzportrait innerhalb dieser HP,fernsehserien.de,  Die Krimihomepage, prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
   
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia (deutsch/englisch))
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