Heinz Hoppe erblickte am 26. Januar 1924 als zweites von sieben Kindern und Sohn eines Landwirts im heute nordrhein-westfälischen Saerbeck das Licht der Welt, wuchs in der Bauernschaft Middendorf im Münsterland auf. Mit nur 17 Jahren wurde er im April 1941 während des 2. Weltkrieges als Soldat eingezogen, kämpfte an der Ostfront und geriet in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1948 – schwer gezeichnet vom Lagerleben in Sibirien – heimkehrte. Danach beschloss er, seine schöne Naturstimme ausbilden zu lassen und erhielt an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold ein Stipendium. Seine Ausbildung erhielt er unter anderem von Prof. Fritz Husler, der den anfänglichen Bariton zum lyrischen Tenor umschulte.
Sein Bühnendebüt gab Heinz Hoppe 1953 mit der Titelpartie in Händels "Xerxes"1) an den Städtischen Bühnen in Münster, eine weitere Verpflichtung führte ihn 1955 nach Bremen, 1957 wurde er als Erster lyrischer Tenor an die Staatsoper nach Hamburg engagiert, wo er bis 1973 seine künstlerische Heimat fand. Von 1976 bis 1989 war Hoppe Professor für Sologesang an der "Staatlichen Hochschule für Musik" in Heidelberg-Mannheim und Leiter der dortigen Opernschule.
  
Während seiner erfolgreichen Karriere unternahm Heinz Hoppe zahlreiche Gastspielreisen, die ihn rund um den Globus führten; er glänzte unter anderem in Frankfurt, München, Lissabon, Paris und Madrid ebenso wie an der New Yorker "Metropolitan Opera" und an die Mailänder "Scala", hinzu kamen Konzerte und Oratorien-Aufführungen an den bedeutendsten europäischen Musikzentren. Sein Repertoire war breit gefächert, Hoppe brillierte vor allem mit den großen Mozart-Partien, beeindruckte aber auch in Opern moderner Komponisten, wie beispielsweise in der deutschen Erstaufführung von Benjamin Brittens "Ein Sommernachtstraum"1). Hoppe interpretierte rund 45 große Opernpartien, Liederzyklen von Mendelssohn-Bartholdy, Schubert oder Schumann, Operetteneinspielungen und ein sehr großes Repertoire an Einzelliedern zeugen auch auf zahlreichen Tonträgern von Hoppes stimmlicher Vielseitigkeit.
Enorme Popularität erlangte der sympathische Tenor durch viele Rundfunkauftritte, auch das Fernsehen trug später zur Beliebtheit des Sängers bei. Man erlebte ihn unter anderem – vor allem mit Operettenarien –  in populären Unterhaltungssendungen wir "Melodie der Welt", "Der Goldene Schuss"1), "Zum Blauen Bock"2) oder in den Quiz-Shows von Hans-Joachim Kulenkampff, in Peter Frankenfelds "Musik ist Trumpf"1) sowie in Dieter Thomas Hecks "Melodien für Millionen".
  
Heinz Hoppe, der bereits 1962 durch den Senat der Stadt Hamburg zum damals jüngsten Kammersänger in der Bundesrepublik ernannt worden war, erlag am 7. April 1993 im Alter von 69 Jahren in einer Mannheimer Klinik den Folgen einer Operation.
Er war seit 1974 mit der Journalistin Claudia Brauckmann verheiratet und hinterließ die gemeinsame Tochter Xenia Katinka (geb. 1975).
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Siehe auch Wikipedia
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