Gus Backus
Gus Backus (Donald Edgar Backus) wurde am 12. September 1937 in Southampton auf Long Island im amerikanischen Bundesstaat New York geboren. Bevor er zur US Air Force einberufen wurde, studierte er einige Semester Medizin; das Geld für sein Studium musste er sich mit Gelegenheitsjobs verdienen und er war sich auch nicht zu schade, zeitweise als Schuhputzer zu arbeiten.
Bereits während seiner Militärzeit in den USA gründete er 1955 die Gesangsgruppe "The Del-Vikings", die bei einer TV-Show den ersten Preis gewann. Die Gruppe, die aus aus drei Schwarzen und zwei weißen Sängern bestand, erhielt bald einen Plattenvertrag und konnte 1957 zwei "Top 10 Hits" mit "Come go with me" und "Whispering Bells" landen. Im gleichen Jahr kam Backus mit seiner Einheit nach Wiesbaden und leitete hier unter anderem eine Soldatenband.

Nach Beendigung der Militärzeit blieb Backus in Deutschland und begann eine Karriere als Schlagersänger. Zunächst nahm er eine deutschsprachige Version des Elvis-Songs "A Fool Such As I" als "Ab und zu" auf und es folgten weitere deutschsprachige Cover-Versionen, beispielsweise von Lloyd Price und Paul Anka. Im Herbst 1960 kam sein erster großer Erfolg in Deutschland mit der Johnny Preston-Version von "Running Bear", die bei Backus zu "Brauner Bär und weiße Taube" wurde. Im Verlaufe seiner Karriere als Schlagersänger nahm Backus unzählige Platten auf und stieg in den 1960er Jahren zum ausgesprochenen Idol aller Schlagerfreunde im deutschsprachigen Raum auf.
Bis 1962 schaffte Backus alleine acht "Top-Hits" und seine mit unverwechselbarem Akzent gesungenen Lieder "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" (1961), "Der Mann im Mond" (1961), "Sauerkrautpolka" (1962) oder "Bohnen in die Ohr'n" (1966) wurden rasch echte "Ohrwürmer". Außerdem war er in den 1960er Jahren auch in einer Reihe von Unterhaltungsfilmen wie "Unsere tollen Tanten" (1961) oder "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" (1962) auf der Leinwand zu sehen, war Moderator der TV-Sendung "Party-Geschichten", schrieb Schlagertexte und komponierte Filmmusiken.

Anfang der 1970er Jahre verließ Backus, der heute aus seiner damaligen Tabletten- und Alkoholsucht, hervorgerufen durch den enormen beruflichen Druck, keinen Hehl macht, auch aufgrund des nachlassenden Erfolgs seine Familie und kehrte für längere Zeit in die USA zurück, arbeitete unter anderem in Texas als Vorarbeiter auf Ölfeldern. Sowohl seine erste als auch seine zweite Ehe war in die Brüche gegangen, 1986 zog es ihn nach dem frühen Tod seiner dritten, amerikanischen Ehefrau Byra wieder nach Deutschland und Backus konnte mit dem Titel "Wennst koa Katz hast, bist a armer Hund" im Bereich des volkstümlichen Schlagers Fuß fassen.
Ein privates Glück fand der sympathische Künstler wieder mit seiner zweiten Frau Heidelore, von der er sich 1968 hatte scheiden lassen, um sie 28 Jahre später erneut zu heiraten.1) Die Schlagerlegende, welche im September 2007 seinen 70. Geburtstag beging, ist Vater von fünf Kindern und mehrfacher Großvater; mit seiner Frau lebt er in der Nähe von München und denkt noch lange nicht daran, sich aufs Altenteil zu setzen.
Von einem Anfang 2010 erlittenen Schlaganfall konnte sich Backus nicht zuletzt Dank der Hilfe seiner Frau Heidelore wieder gut erholen. Sein bewegtes Leben hat er aktuell in "Ich esse gar kein Sauerkraut – Die Autobiografie" niedergeschrieben, welche am 20. September 2011 auf den Markt kam.
 

Quelle: 1) www.mdr.de (Sendung "Brisant" vom 23.11.2011); Seite nicht mehr aufrufbar Stand November 2013
Webpräsenz: www.gusbackus.de
siehe auch Wikipedia, covergalerie.org
   
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia)
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