Olaf Storm vor 1929; Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (1888 – 1929); Quelle: filmstarpostcards.blogspot.de; Ross-Karte Nr. 1374/2 Olaf Storm wurde am 10. Januar 1894 im dänischen Frederiksberg geboren; über seinen Werdegang ist nichts bekannt. Wie etliche andere skandinavische Stummfilmstars begann der aufstrebende Schauspieler eine vielversprechende Karriere in deutschen Produktionen und erhielt von Regisseur Franz Hofer in dem Melodram "Das Erbe vom Lilienhof" (1919) eine erste Leinwandrolle. Hofer besetzte den jungenhaft wirkenden, attraktiven Dänen wenig später als Ferréol von Meyran in dem Drama "Ferréol. Ein Kampf zwischen Liebe und Pflicht" (1920), weitere von Hofer in Szene gesetzte stumme Geschichten wie "Der Riesenschmuggel" (1920), "Ein nettes Früchtchen" (1920), "Der rätselhafte Tod" (1921) oder "Begierde. Das Abenteuer der Katja Nastjenko"1) (1921) schlossen sich an.
Als zweites Standbein hatte der Schauspieler inzwischen in Berlin seine eigene "Olaf-Film-GmbH" gegründet, mit der er neben drei von Hofer inszenierten Filmen den Streifen "Die Minderjährige – Zu jung fürs Leben" (1921; Regie: Alfred Tostary) produzierte und als Partner von Hanni Weisse eine Hauptrolle spielte.
Mit der Figur des Nat Pinkerton in Wolfgang Neffs zweiteiligen Detektiv-Story "Das Ende des Artisten Bartolini" (1920) – unter anderem mit Bela Lugosi als Bandenchef – und "Diebesfallen" (1921) etablierte sich Olaf Storm endgültig in der Stummfilm-Szene. Für Wolfgang Neff schlüpfte Storm im 1. Teil von "Ratten der Großstadt" (1921) erneut in die Rolle eines smarten Ermittlers und mimte in dem Krimi "Die geheimnisvolle Nacht" den Detektiv Martens.
An der Seite der legendären Asta Nielsen zeigte sich Olaf Storm in Felix Baschs Strindberg-Adaption "Fräulein Julie"1) (1922), trat – zwar nur mit kleinen Parts – in stummen Meisterwerken wie Fritz Langs "Dr. Mabuse, der Spieler"2) (1922), Friedrich Wilhelm Murnaus "Der letzte Mann"3) (1924) und Fritz Langs "Metropolis"2) (1927) in Erscheinung.  
 
Foto: Olaf Storm vor 1929
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder2) (1888 – 1929)
Quelle: filmstarpostcards.blogspot.de bzw. Wikipedia
Ross-Karte Nr. 1374/2; Angaben zur Lizenz siehe hier
Dazwischen lagen Produktionen wie Fritz Bernhardts "Die Tochter des Wucherers" (1922) als Partner von Lee Parry, mit Regisseur Arthur Bergen drehte er "Die vom anderen Ufer" (1926, u.a. mit Bruno Kastner), Jacob Fleck besetzte ihn als Toni in der Ludwig Anzengruber-Verfilmung "Der Meineidbauer" (1926). Danach folgten nur noch zwei Arbeiten für den Stummfilm, Friedrich Fehérs Melodram "Verbotene Liebe" (1927, u.a. mit Magda Sonja) und Rudolf Walther-Feins Komödie "Wochenendzauber" (1927) mit Harry Liedtke. Es bleibt ungeklärt, warum Olaf Storm danach keine weiteren Filme mehr drehte, ebenso im Dunkeln liegen die Ursachen für seinen frühen Tod im März 1931 – Olaf Storm wurde nur 37 Jahre alt.
Quelle (unter anderem): www.cyranos.ch
Siehe auch Wikipedia, filmstarpostcards.blogspot.de (englisch)
Link: 1) filmportal.de, 2) Wikipedia
Lizenz Foto Olaf Storm (Urheber: Alexander Binder): Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Stummfilme
(P = Produktion)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: filmportal.de, Wikipedia, Murnau Stiftung)

Olaf Storm vor 1929; Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (1888 – 1929); Quelle: www.cyranos.ch

Foto: Olaf Storm vor 1929
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber:
Alexander Binder2) (1888 – 1929)
Quelle: www.cyranos.ch
Angaben zur Lizenz siehe hier
  • 1919: Das Erbe vom Lilienhof
  • 1920: Ferréol. Ein Kampf zwischen Liebe und Pflicht (auch P)
  • 1920: Ein nettes Früchtchen
  • 1920: Der Riesenschmuggel  (auch P)
  • 1920: Madame Bovary
  • 1920/21: Nat Pinkerton im Kampf
    • 1. Teil: Das Ende des Artisten Bartolini (1920)
    • 2. Teil: Diebesfallen (1921)
  • 1921: Was tat ich dir?
  • 1921: Der rätselhafte Tod / Mungos
  • 1921: Deines Bruders Weib
  • 1921: Begierde. Das Abenteuer der Katja Nastjenko  (auch P)
  • 1921: Die Fremde aus der Elstergasse  (auch P)
  • 1921: Ratten der Großstadt. 1. Die geheimnisvolle Nacht
  • 1921: Aus den Akten einer anständigen Frau
  • 1921: Die Minderjährige – Zu jung fürs Leben  (auch P)
  • 1922: Zwischen Nacht und Sünde
  • 1922: Wem nie durch Liebe Leid geschah!
  • 1922: Fräulein Julie
  • 1922: Dr. Mabuse, der Spieler – Ein Bild der Zeit
  • 1922: Das Straßenmädchen von Berlin
  • 1922: Die Königin von Whitechapel
  • 1922: Die Tochter des Wucherers
  • 1924: Die Stimme des Herzens
  • 1924: Der letzte Manndieterwunderlich.de, Wikipedia
  • 1926: Die vom anderen Ufer
  • 1926: Falsche Scham – Vier Episoden aus dem Leben eines Arztes
  • 1926: Der Meineidbauer
  • 1927: Metropolis → Murnau Stiftung
  • 1927: Verbotene Liebe
  • 1927: Wochenendzauber
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