Die Schauspielerin Elfriede Heisler wurde am 31. März 1885 als Elfriede Quabius in Breslau geboren. Sie entschied sich als junges Mädchen für eine Laufbahn als Schauspielerin und konnte am Berliner "Königlichen Schauspielhaus"1) Erfolge vornehmlich in Rollen der jugendlichen "Naiven" feiern. Elfriede Heisler schlüpfte auch schon mal in Hosenrollen, etwa in Posen 1905 (Provinzial-Theater) als Kadett in dem Lustspiel "Das Liebesmanöver" von Curt Kraatz und Freiherr von Schlicht oder ein Jahr später als Husarenfähnrich in dem Schwank "Ein Manöverbild" ebenfalls von Freiherr von Schlicht bzw. H. Gordon am Stadttheater.
Anfang der 1910er Jahre begann Elfriede Heisler eine vielversprechende Karriere als Stummfilm-Darstellerin, stand in ihren ersten beiden Filmen "Der Dritte"2) (1912) und "Fürstenliebe"2) (1912) für Emil Albes1) vor der Kamera. Ab 1916 trat sie dann regelmäßiger, vornehmlich in den Melodramen jener Jahre in Erscheinung, mimte beispielsweise die Tochter des Rittergutsbesitzers Krafft (Leopold von Ledebur) in dem patriotischen Streifen "Schwert und Herd" (1916). Mit von Ledebur sowie Rosa Valetti und Bruno Eichgrün spielte sie in "Die lachende Maske" (1918) oder wurde erneut von Emil Albes in "Seltsame Seelen" (1918) mit einer Hauptrolle besetzt.

Foto: Elfriede Heisler vor 1920 auf einer
Fotografie von Nicola Perscheid1) (1864 – 1930)
Quelle: Wikimedia Commons; Verlag Hans Dursthoff (Berlin), Karte 1904
Angaben zur Lizenz siehe hier

Elfriede Heisler vor 1920 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid (1864  1930); Quelle: Wikimedia Commons; Verlag Hans Dursthoff (Berlin), Karte 1904
Als im März 1919 ihr letzter Film, das von Ernst Reicher und Uwe Jens Krafft aufwendig produzierte altbiblische Monumental-Epos "Das Buch Esther" mit Reicher in der Hauptrolle des König Ahasver in die Lichtspielhäuser kam, lebte Elfriede Heisler nicht mehr. Sie hatte sich am 21. Februar 1919 – rund vier Wochen vor dem 33. Geburtstag – in Berlin aus unbekannten Gründen mit dem Schlafmittel "Veronal" das Leben genommen. Ihre letzte Ruhestätte fand die Schauspielerin auf dem Berliner Südwestkirchhof Stahnsdorf1). Ihr Grabdenkmal wurde mit ihrem Porträt-Relief sowie der Inschrift "Der Kunst entrissen durch Leid und Not, zerbrochen dein junges Leben, der Welt, die dir so wenig bot, du hast ihr viel gegeben" versehen → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Quellen (unter anderem): Wikipedia, www.cyranos.ch
Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung
Lizenz Foto Elfriede Heisler (Urheber: Nicola Perscheid): Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
    
Stummfilme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie
www.earlycinema.uni-koeln.de
(Link: Murnau Stiftung, Wikipedia, www.earlycinema.uni-koeln.de,
Kurzportrait innerhalb dieser HP)
  • 1912: Der Dritte (Regie: Emil Albes)
  • 1912: Fürstenliebe (Regie: Emil Albes)
  • 1912: Die Tarantella (Regie: ?)
  • 1916: Schwert und Herd (Regie: Georg Viktor Mendel)
  • 1918: Die lachende Maske (Regie: Willy Zeyn sen.)
  • 1918: Ich habe dich geliebt bis in den Tod (Regie: ?)
  • 1918: Frauchen in Nöten (Regie: William Karfiol)
  • 1918: Das Glück im Rinnstein (Regie: ?)
  • 1918: Die Liebe fand den rechten Weg (Regie: ?)
  • 1918: Seltsame Seelen (Regie: Emil Albes)
  • 1919: Das Buch Esther (Regie: Ernst Reicher/Uwe Jens Krafft)
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de