Emmy Wyda vor 1929; Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (18881929); Quelle: Wikipedia; NPG-Karte Nr. 663 (Ausschnitt) Die Schauspielerin Emmy Wyda wurde am 2. März 1876 als Emmy Wiede in Danzig (heute Gdansk, Polen) geboren. Über ihren familiären Hintergrund bzw. ihren Werdegang ist nichts bekannt. Gesichert ist, dass sie seit 1896 auf etlichen Provinzbühnen wie in Lüneburg, Barmen (heute Wuppertal-Barmen) und auf Norderney erste Theatererfahrungen sammelte und auch in Stuttgart und Köln auftrat. 1904 kam sie nach Berlin an das "Schillertheater", wirkte in den nachfolgenden Jahren am "Thalia-Theater", am "Theater am Nollendorfplatz", am "Theater im Admiralspalast", am "Kleinen Theater" und zuletzt am "Rose-Theater".
Emmy Wyda wandte sich schon früh der aufstrebenden Kinematographie zu und trat bereits 1913 in dem Lustspiel "Ilse und ihre drei Freier"1) sowie in dem Henny Porten-Streifen "Komtesse Ursel"1) in Erscheinung, wo sie als gestrenge Erzieherin eine Rolle mimte, die ihr auf den Leib geschneidert schien. Die Schauspielerin machte zwar nie mit den großen Hauptrollen von sich reden, gehörte jedoch ab Mitte der 1910er Jahre in zahllosen Produktionen zu den unverzichtbaren Nebendarstellerinnen. Ihre Domäne waren die Gouvernanten, Hofdamen, Mütter und immer wieder Tanten, mitunter adeligen Geblüts, denen sie vor allem in den Komödien jener Jahre Kontur verlieh.
 

Foto: Emmy Wyda vor 1929
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder2) (1888 – 1929)
Quelle: Wikipedia; NPG-Karte Nr. 663 (Ausschnitt)
Angaben zur Lizenz siehe hier
Emmy Wyda wurde von renommierten Regisseuren wie Joe May (1919: "Veritas vincit"2)), Erich Schönfelder (1919: "Die beiden Gatten der Frau Ruth"1)) oder Georg Jacoby (1919: "Komtesse Doddy"2)) besetzt, arbeitete mit Friedrich Wilhelm Murnau bei den Stummfilm-Klassikern "Der letzte Mann"2) (1924) und "Faust – eine deutsche Volkssage"2) (1926) zusammen, stand auch für Georg Wilhelm Pabsts Drama "Tagebuch einer Verlorenen"2) (1929) vor der Kamera.
Im Tonfilm fand Emmy Wyda als "komische Alte" ihren Platz, auch hier waren es immer wieder Tanten und ältliche Damen, die sie unverwechselbar zu gestalten wusste.
 
Emmy Wyda, die auch einige ostpreußische Mundart-Gedichte wie "Mädchen vom Land" verfasste (→ www.ostpreussen-humor.de) bzw. 1939 das Buch mit lustigen Versen "Greift nur hinein" veröffentlichte, starb am 22. Januar 1942 im Alter von 65 Jahren in Berlin; ihre letzte Ruhestätte fand die heute vergessene Schauspielerin auf dem dortigen Südwestkirchhof Stahnsdorf1) (Block Reformation).
Quelle (unter anderem): Wikipedia, www.cyranos.ch
Link: 1) Murnau Stiftung, 2) Wikipedia
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Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie
www.earlycinema.uni-koeln.de (frühe Stummfilme)
(Link: Murnau Stiftung, Wikipedia, filmportal.de)
Stummfilme Noch: Stummfilme
  • 1928: Der Ladenprinz
  • 1928: Polnische Wirtschaft
  • 1928: Sechzehn Töchter und kein Papa
  • 1928: Lemkes sel. Witwe
  • 1929: Der Herr vom Finanzamt
  • 1929: Der Zigeunerprimas
  • 1929: Fräulein Fähnrich
  • 1929: Ja, ja, die Frauen sind meine schwache Seite
  • 1929: Das närrische Glück
  • 1929: Kehre zurück! Alles vergeben!
  • 1929: Tagebuch einer Verlorenen → Murnau Stiftung
  • 1930: Fräulein Lausbub
Tonfilme
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