Wirken (Auszug) / Filmografie
Richard Tauber wurde am 16. Mai 1891 im österreichischen Linz1) geboren. Seine Mutter Elisabeth Seifferth (1847 – 1938, geb. Denemy, verwitwet nach Karl Seyfferth) wirkte als Operetten-Soubrette am Linzer Theater (heute "Landestheater Linz"1)) und heiratete Richards Vater, den Schauspieler bzw. späteren Intendanten des "Städtischen Theaters"1) in Chemnitz1) Anton Richard Tauber1) (1861 – 1942), Sohn eines aus Preßburg1) (damals Königreich Ungarn1), heute Slowakei1)) stammenden jüdischen Weinhändlers, wohl nicht wegen des erheblichen Altersunterschiedes (er war vierzehn Jahre jünger); der Eintrag im Taufregister lautete auf "Richard Denemy".
Erst 1913 adoptierte der Vaten den Jungen, der eine Zeit lang den Doppelnamen Richard Denemy-Tauber trug, später ließ er dann den ersten Teil des Namens weg.
Bis zu seiner Einschulung 1897 aufgewachsen in Linz bei Pflegeeltern, danach überwiegend beim Vater, verlief die Kindheit des kleinen Richard außerordentlich unstet, vor allem, weil er zwischen den beiden "Wanderexistenzen" seiner Eltern hin und her geschoben wurde. Ab 1900 besuchte er in Prag1) die "Deutsche Volksschule", wichtig für seine spätere Entwicklung wurden ab 1903 die Jahre bei seinem Vater in Wiesbaden1), der am dortigen "Königlichen Theater" (heute "Hessische Staatstheater"1)) engagiert war und wo er bis 1908 die Realschule besuchte.*) Richard Tauber erhielt Klavierunterricht bei dem später bekannten Dirigenten Artur Rother1) (1885 – 1972) und schwärmte für den damaligen Heldentenor Heinrich Hensel1) (1874 – 1935) → operissimo.com.
Als 17-Jähriger entschied sich Tauber ebenfalls Sänger zu werden und aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen seines Vaters zu dem Wiener Bariton Leopold Demuth1) (1861 – 1910) erhielt er die Gelegenheit, diesem vorzusingen. Die Beurteilung Demuths war niederschmetternd: "Um Gottes Willen, halte Deinen Sohn davon ab, Sänger zu werden. Was er besitzt, ist ein Zwirnsfaden, keine Stimme", schrieb dieser damals an Taubers Vater.

Richard Tauber, fotografiert 1916 in Dresden1)
von Bruno Wiehr (1882–nach 1935) → Info-Karte
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0156016)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr
Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1916
Quelle: www.deutschefotothek.de;
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Richard Tauber, fotografiert 1916 in Dresden von Bruno Wiehr; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0156016); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr; Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1916; Quelle: www.deutschefotothek.de
Richard Tauber als Tamino in "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart fotografiert 1915 von Bruno Wiehr; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0264626); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr; Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1915; Quelle: www.deutschefotothek.de Richard Tauber ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, absolvierte eine Opern- und Operettenausbildung unter anderem an dem "Hoch'schen Konservatorium"1) in Frankfurt/M1) und besuchte auch die Dirigentenklasse, da er noch zwischen dem Beruf eines Sängers oder Dirigenten schwankte. Durch die Empfehlung seiner Dozenten wurde Tauber in der Zeit zwischen 1911 und 1912 in Freiburg im Breisgau1) Schüler von Carl Beines1) (1869 – 1950) und ließ sich im Gesang ausbilden. Dort konnte er dann auch am 12. Mai 1912 als Solist des Gesangsvereins "Concordia" öffentlich debütieren.2)
Am 2. März 1913 sang Tauber am "Theater Chemnitz"1) erstmals in einer Oper, feierte mit der Partie des Tamino in dem Mozart1)-Werk "Die Zauberflöte"1) einen  überwältigenden Erfolg. Anschließend ging er nach Dresden1), wo er ab August 1913 an der "Königlichen Hofoper"1) (heute "Semperoper"1)) engagiert war. 1919 wechselte er nach Berlin an die "Preußische Staatsoper" (heute "Staatsoper Unter den Linden"1)) an der er unter anderem den Tenor/Bacchus1) in der Oper "Ariadne auf Naxos"1) von Richard Strauss1) gestaltete. Nach vorausgegangenen Auftritten an der "Volksoper Wien"1) wirkte er zudem ab 1920 an der "Wiener Staatsoper"1)
    
Richard Tauber als Tamino in "Die Zauberflöte"
von Wolfgang Amadeus Mozart1)
fotografiert 1915 von Bruno Wiehr (1882–nach 1935)
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0264626)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr
Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1915
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Dort gab er seinen Einstand am 16. Juni 1920 als Poet Poet Rodolfo in der Oper "La Bohčme"1) von Giacomo Puccini seinen Einstand an der Seite von Lotte Lehmann in der Partie der Midinette1) Mimi, ab Anfang Oktober 1921 folgte der Don José in "Carmen"1) von Georges Bizet1) neben Marie Gutheil-Schoder1) als Carmen. Er glänzte unter anderem als Student Wilhelm Meister in "Mignon"1) von Ambroise Thomas1), als Hoffmann in "Les contes d'Hoffmann"1) ("Hoffmanns Erzählungen") von Jacques Offenbach1), basierend auf verschiedenen Erzählungen von E. T. A. Hoffmann1), und als Don Ottavio, Verlobter von Donna Anna, der Tochter des Il Commendatore (Der Komtur), in "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart1); mit dieser Partie trat er in Wien zwischen Mitte Oktober und Anfang Januar 1938 in 28 Vorstellungen auf, erfreute bei einem Gastspiel Ende Mai/Anfang Juni 1924 auch das Publikum am Pariser "Théâtre des Champs-Élysées"1). Welch genialer Interpret von Mozart-Opern er war, bewies er auch in Wien mehrfach mit dem Tamino in "Die Zauberflöte"1) und dem Edelmann Belmonte in "Die Entführung aus dem Serail"1). Als Puccini-Interpret brillierte Tauber mit der Partie des Malers Mario Cavaradossi in "Tosca"1) – am 22. September 1922 neben Maria Jeritza als Floria Tosca – ebenso wie als Marineleutnant Pinkerton in "Madama Butterfly"1) und als Prinz Calŕf  in "Turandot"1).

Richard Tauber als Student Wilhelm Meister in der Oper
"Mignon"1) von Ambroise Thomas1), fotografiert 1915
von Bruno Wiehr (1882–nach 1935)
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0264625)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr
Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1915
Quelle: www.deutschefotothek.de;
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Richard Tauber als Wilhelm Meister in "Mignon" von Ambroise Thomas,fotografiert 1915 von Bruno Wiehr; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0264625); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr; Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1915; Quelle: www.deutschefotothek.de
Zu seinem Repertoire zählte der Hirte Pedro in "Tiefland"1) von Eugen d’Albert1), der Paul in "Die tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold1). der Amtsschreiber des Klosters Mathias Freudhofer (der "Evangelimann") in "Der Evangelimann" von Wilhelm Kienzl1), der Jeník/Hans in "Die verkaufte Braut"1) von Bedřich Smetana1) und der Narr des Königs in "Der Schatzgräber"1) von Franz Schreker1). Weiterhin zu nennen ist der junge Bauer Turiddu in "Cavalleria rusticana"1) von Pietro Mascagni1), der Canio/Pagliaccio in "Pagliacci"1) ("Der Bajazzo") von Ruggero Leoncavallo1) sowie als Verdi1)-Sänger der Alfredo Germont, Geliebter der Kurtisane Violetta Valéry, in "La traviata"1), der Herzog von Mantua in "Rigoletto"1) und der Schwedenkönig Gustaf III.1) in "Un ballo in maschera"1).
Taubers später beeindruckende Laufbahn als Operetten-Tenor zeichnete sich bereits Anfang der 1920er Jahre ab, am 2. Juni 1922 gab er in Wien erstmals den Gabriel von Eisenstein in "Die Fledermaus"1) von Johann Strauss1), Mitte der 1930er auch den Gesangslehrer Alfred.
Die Besucher/-innen der "Salzburger Festspiele"1) kamen 1926 ebenfalls in den Genuss, Tauber nicht nur als Eisenstein in "Die Fledermaus" zu bewundern, zudem trat er als Belmonte in "Die Entführung aus dem Serail" und als Don Ottavio in "Don Giovanni"1) auf. In den beiden letztgenannten Mozart-Opern wirkte er bereits bei den Festspielen im Sommer 1922 mit → Übersicht Wirken in Salzburg.

    
Richard Tauber auf der Opernbühne
(Quelle: Deutsche Fotothek; Fremde Links: Wikipedia)
An der "Königlichen Hofoper" in Dresden, fotografiert von Bruno Wiehr (1882–nach 1935;  → magnus-hirschfeld.de),
in der Rolle des …
Richard Tauber, fotografiert von Bruno Wiehr (1882–nach 1935), an der "Königlichen Hofoper" in Dresden als Marineleutnant Pinkerton in der Oper "Madama Butterfly" von Giacomo Puccini; Quelle: www.deutschefotothek.de (Weltpostkarte (mit Autograph) wohl 1913); file: df_pos-1988-a_0000159; Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 Richard Tauber, fotografiert von Bruno Wiehr (1882–nach 1935), an der "Königlichen Hofoper" in Dresden als Don José in der Oper "Carmen" von Georges Bizet; Quelle: www.deutschefotothek.de (Weltpostkarte mit Widmung vom Dezember 1915); file: df_hauptkatalog_0260814; Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 Richard Tauber, fotografiert von Bruno Wiehr (1882–nach 1935), an der "Königlichen Hofoper" in Dresden als Handwerksbursche Florian in der Oper "Die Schneider von Schönau" von Jan Brandts-Buys; Quelle: www.deutschefotothek.de (Weltpostkarte mit Widmung von 1917); file: df_pos-1996-a_0000043; Eigentümer/Copyrights Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
… Marineleutnant Pinkerton in
"Madama Butterfly"
von Giacomo Puccini
Quelle: www.deutschefotothek.de
Weltpostkarte (mit Autograph) wohl 1913
 (file: df_pos-1988-a_0000159)
 
… Don José in "Carmen"  
con Georges Bizet
Quelle: www.deutschefotothek.de
Weltpostkarte mit Widmung vom Dezember 1915
 (file: df_hauptkatalog_0260814)
 
… Handwerksburschen Florian
in "Die Schneider von Schönau"
von Jan Brandts-Buys
Uraufführung: 01.04.1916
  in der "Dresdner Hofoper"
Quelle: www.deutschefotothek.de
Weltpostkarte mit Widmung von 1917
 (file: df_pos-1996-a_0000043)
 
Auf Fotografien anderer Urheber in der Rolle des …
Richard Tauber, fotografiert von Hugo Erfurth (1874–1948), an der "Königlichen Hofoper" in Dresden als Hirt Pedro in "Tiefland" von Eugen d'Albert; Quelle: www.deutschefotothek.de (Weltpostkarte 1918); file: df_pos-1987-a_0000011; Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Hugo Erfurth; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 Richard Tauber, fotografiert von Hugo Erfurth (1874–1948), an der "Königlichen Hofoper" in Dresden als Lenski in "Eugen Onegin" von Peter Tschaikowski; Quelle: www.deutschefotothek.de (Weltpostkarte mit Widmung von 1917); file: df_pos-1987-a_0000012; Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Hugo Erfurth; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 Richard Tauberals Don Ottavio in "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart; Urheber: Berliner "Fotoatelier Rembrandt", betrieben von Else Cohn (1891–1955) und Alfred Cohn (1873–1941); (Weltpostkarte ( mit Autogramm), bezeichnet Leipzig, ?. April 1933; Quelle: www.deutschefotothek.de (file: df_pos-2019-a_0000183_001); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
… Hirt Pedro in "Tiefland"
von Eugen d'Albert an der
"Königlichen Hofoper" in Dresden
Urheber/Fotograf: Hugo Erfurth (1874–1948)
(Weltpostkarte 1918)

Quelle: www.deutschefotothek.de
(file: df_pos-1987-a_0000011
… Lenski in "Eugen Onegin"
von Peter Tschaikowski an der
"Königlichen Hofoper" in Dresden
Urheber/Fotograf: Hugo Erfurth (1874–1948)
(Weltpostkarte mit Widmung von 1917)
Quelle: www.deutschefotothek.de
(file: df_pos-1987-a_0000012)
 
… Don Ottavio in "Don Giovanni"
von Wolfgang Amadeus Mozart
Urheber: Berliner "Fotoatelier Rembrandt",
betrieben von Else Cohn (1891–1955)
und Alfred Cohn (1873–1941)
(Weltpostkarte ( mit Autogramm),
bezeichnet Leipzig, ?. April 1933
Quelle: www.deutschefotothek.de
(file: df_pos-2019-a_0000183_001)
 
Eigentümer der jeweiligen Fotos / © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Vor allem mit Werken von Franz Léhar1) avancierte Tauber zu einem der berühmtesten Tenöre seiner Zeit. mit der Berliner Premiere von Léhars "Paganini"1) am 30. Januar 1926 und seiner Darstellung des Gegenvirtuosen Niccolň Paganini1)  begann für des "Deutschen Caruso", eine grandiose Karriere im Fach der "leichten Muse" bzw. auf der Operettenbühne. Mit der Figur des russischen Thronfolgers Alexej in "Der Zarewitsch"1) schuf Franz Lehár eine ganz auf Tauber zugeschnittene Operette, die Uraufführung (16.02.1927) mit dem Libretto von Bela Jenbach1) und Heinz Reichert1) nach dem gleichnamigen Theaterstück1) von Gabriela Zapolska1) im Berliner "Deutschen Künstlertheater"1) geriet zum Triumph für den Tenor. "Die teilweise opernhaft anmutende Musik und Taubers Gesang sorgten für eine große Resonanz. Lieder der Operette wurden auch im Radio und in Filmen gespielt, es gab Schallplattenaufnahmen; am bekanntesten wurde das "Wolgalied"1)." notiert Wikipedia. Als jungen Dichter Goethe1) und Partner von Käthe Dorsch in der Titelrolle der Friederike Brion1) in dem am 4. Oktober 1928 im "Metropol-Theater"1) uraufgeführten Lehár-Werk "Friederike"1) feierte das Publikum den Sänger ebenfalls frenetisch. Ab 1929 trat Tauber als Prinz Sou-Chong in über 700 Vorstellungen in "Das Land des Lächelns"1) auf, einem Léhar-Stück, dessen Vorläufer mit dem Titel "Die gelbe Jacke"1) sich nicht lange auf dem Spielplan gehalten hatte – das nun speziell für Tauber geschaffene Lied "Dein ist mein ganzes Herz"1) aus der Neuauflage der Operette wurde "der Tauber-Hit" und in der englischen Überstzung "You are my heart's delight" zum Weltschlager. Seit der Uraufführung am 20. Januar 1934 an der "Wiener Staatsoper"1) mit dem Komponisten Lehár selbst am Dirigentenpult, begeisterte Tauber 42 Vorstellungen lang mit der Rolle des Hauptmanns Octavio zusammen mit "Titelheldin" Jarmila Novotná1) in der Operette "Giuditta"1)  → Übersicht Wirken an der "Wiener Staatsoper".

Meister Franz Lehar (Mitte) mit den Hauptdarstellern Richard Tauber und Maria Reining; Aufnahme anlässlich der erstmaligen Aufführung von Franz Lehars "Das Land des Lächelns" in der "Wiener Staatsoper" am 30.01.1938; Urheber: "Photo Willinger" (Wilhelm Willinger (1879–1943); Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Körperschaft: Fotoagentur: "Photo. Willinger"; Datierung: 29.01.1938; Rechteinhaber/Copyright ÖNB Wien; Bildarchiv Austria  (Inventarnummer Pf 4986 D14)

Meister Franz Lehar (Mitte) mit den Hauptdarstellern
Richard Tauber (Prinz Sou-Chong) und Maria Reining1) (Lisa);
Aufnahme anlässlich der erstmaligen Aufführung von Franz Lehars
"Das Land des Lächelns" an der "Wiener Staatsoper" am 30.01.1938 
Urheber: "Photo Willinger" Wilhelm Willinger (1879 – 1943) 
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB)
Körperschaft: Fotoagentur: "Photo. Willinger"; Datierung: 29.01.1938 → Info
Rechteinhaber/© ÖNB Wien; Bildarchiv Austria  (Inventarnummer Pf 4986 D14)

Darüber hinaus nahm der Künstler unzählige Schallplatten auf und avancierte zum absoluten "Pop-Star" der 1920er Jahre. Über den Rundfunk erreichte er Millionen, er war der Liebling der Frauen, ein Idol der Massen, er sang sich in die Herzen – und er sang alles: Oper und Operette, Schlager und Lieder. Seine Platten waren Melodien für Millionen, seine Konzerte und Gastspiele stets ausverkauft, seine Tourneen umjubelt, seine Filme Kassenschlager. Mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod werden Taubers Platten noch millionenfach verkauft und sein berühmtestes Lied "Dein ist mein ganzes Herz" wird in jeder Sprache gesungen – Tauber, die Legende, lebt.
Zum Film kam Tauber, als sich der stumme Kintopp dem Ende entgegen neigte: Als deutsche Alternative zum US-amerikanischen "Talkie-Star", dem Entertainer Al Jolson1), trat er in dem im Hafenmilieu angesiedelten Streifen "Ich glaub' nie mehr an eine Frau"1) (1930) unter der Regie von Max Reichmann1) erstmals als Hauptdarsteller bzw. als der ehemals umjubelte Sänger Stefan auf der Leinwand in Erscheinung. Es folgten drei weitere, von Max Reimann in Szene gesetzte, ganz auf Tauber zugeschnittene Kinofilme, bei denen der attraktive Star zudem mit seiner "Richard Tauber Tonfilm GmbH",  die jedoch wegen Misswirtschaft nach wenigen Jahren pleite ging, als Produzent fungierte: In "Das lockende Ziel"3) (1930) zeigte er sich als der singende Bauernbursche Toni, der von einem Manager (Karl Elzer1)) für die Opernbühne "entdeckt" wird, in der Operetten-Adaption "Das Land des Lächelns"1) (1930) als exotischer Fürst/Prinz Sou Chong und in "Die große Attraktion"3) (1931) als Sänger und Leiter einer erfolgreichen Varieté-Truppe Ricardo, in den sich das Tanz-Girl Kitty (Marianne Winkelstern) verliebt. In der von Georg Jacoby gedrehten Komödie "Melodie der Liebe"1) (1932) kam er als der wohlhabende, verwitwete Kammersänger Richard Hoffmann und Vater der kleinen Gloria (Petra Unkel1)) daher, der sich in die betrügerische Lilly (Alice Treff) "verguckt", aber mit Hilfe seiner Tochter schließlich in der blonden Bildhauerin Escha (Lien Deyers) ein neues Glück findet.
Mit der so genannten "Machtergreifung"1) der Nationalsozialisten1) endete in Deutschland die steile Karriere des berühmtesten Tenor seiner Zeit. Der Sohn eines nach dem damaligen Jargon "Halbjuden" durfte ab 1933 nicht mehr in Deutschland auftreten, für die Nazi-Presse war der Sänger jedoch schon länger ein Symbol für den "sittenlosen Kulturverfall" der "Weimarer Republik"1). Tauber war von Geburt an römisch-katholisch (in Linz getauft), seine Mutter ebenfalls römisch-katholisch und sein Vater als Jugendlicher zum römisch-katholischen Glauben konvertiert. Tauber selbst sah sich stets als Katholik und verstand zeitlebens nicht, dass er von den Nationalsozialisten verfolgt wurde, nur weil seine Großeltern väterlicherseits praktizierende Juden waren. Tauber verließ 1933 Deutschland und ging zunächst nach Österreich.

Richard Tauber; Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Körperschaft: Residenzatelier (Wien); Datierung: ungenannt; Copyright ÖNB Wien; Bildarchiv Austria (Inventarnummer Pf 3.372 : C (2)) Seine Leinwandkarriere setzte er aufgrund der sich gewandelten politischen Verhältnisse bzw. der anti-semitischer Ausschreitungen in Großbritannien fort, unter der Regie von Paul Ludwig Stein1) entstand die musikalische Romanze "Dein ist mein Herz"1) (1934, "Blossom Time"), in der er den Komponisten Franz Schubert1) verkörperte, der sich unglücklich in die junge Vicki Wimpassinger (Jane Baxter1)) verliebt. Die Produktion geriet zum Kassenschlager, nicht zuletzt wegen der von Richard Tauber gesungenen Schubert-Lieder. Auf Grund der Beteiligung prominenter jüdischer Künstler, unter anderem Paul Graetz, durfte der Streifen im Nazi-Deutschland nicht gezeigt werden, die Deutschlandpremiere fand daher erst im April 1949 statt. Es folgten einige weitere Kinofilme, so die von Karl Grune1) inszenierte Adaption "Pagliacci"1) (1936, "Der Bajazzo"), basierend auf der gleichnamigen Oper1) von Ruggiero Leoncavallo1) mit Tauber als Canio alias "der Bajazzo" und Steffi Duna1) als dessen Ehefrau Nedda; erwartungsgemäß durfte auch dieser Film in Deutschland nicht aufgeführt werden. Nach Kriegsende stand Tauber nur noch für zwei Produktionen mit kleinen Rollen vor der Kamera → Übersicht Filmografie
Mit Spontaneität und Humor individualisierte der Tenor auf der Leinwand die steifen Rollen der Opern- und Operettenrollen, die er auch auf den Bühnen darstellte. Er spielte in Sängerfilmen Troubadoure, Komponisten, Opernhelden, trat aber auch als Heurigensänger auf und erfreute sein anhängliches Publikum durch seinen natürlichen Habitus – ein Star der internationalen Glamourwelt, König der Operette; ohne ihn sind Berlin und der Zeitgeist der "Goldenen Zwanziger" nicht denkbar.
 
Richard Tauber
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek1) (ÖNB)
Körperschaft: Residenzatelier (Wien); Datierung: ungenannt
© ÖNB Wien; Bildarchiv Austria (Inventarnummer Pf 3.372 : C (2))
Oft wird vergessen, dass sich Tauber als Komponist hervortat, er schuf Lieder im populären Genre für die eigenen Filme, und einige Operetten im Stile von Franz Lehár wie "Der singende Traum" → tamino-klassikforum.at. Dieses romantische Werk mit dem Libretto von Ernst Marischka1) und Hermann Feiner1) gelangte am 31. August 1934 unter der musikalischen Leitung von Anton Paulik1) am Wiener "Theater an der Wien"1) zur Uraufführung, verzeichnete aber eher mäßigen Erfolg, lediglich das Lied "Du bist die Welt für mich" wurde nicht zuletzt durch Tauber selbst oder später durch Kollegen wie Rudolf Schock weltberühmt → Theaterzettel einer Aufführung vom 29.10.1934 bei digital.wienbibliothek.at. In Großbritannien brachte er am 21. September 1942 im "Prince of Wales Theatre" in Birmingham1) erstmals seine Operette "Old Chelsea" (→ tamino-klassikforum.at) mit sich selbst in der männlichen Hauptrolle auf die Bühne, die beim Publikum besser ankam.
Nach dem so genannten "Anschluss Österreichs"1) im März 1938 emigrierte Tauber endgültig nach Großbritannien. Am 2. Mai 1938 gab er am "Royal Opera House"1) im Londoner "Covent Garden"1) sein Debüt in der Mozart-Oper "Die Zauberflöte", trat dann dort bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges immer wieder auf; nach Kriegsende gestaltete der bereits an Lungenkrebs Erkrankte letztmalig am 27. September 1947 in London einmal mehr den Don Ottavio in Mozarts "Don Giovanni "1), wobei er besser denn je gesungen haben soll.
Das Publikum liebte ihn, Tauber ging auf umfangreiche Tourneen, gab Gastspiele rund um den Globus, sang im Exil neben seinen Operettenliedern – von vielen "Hits" gibt es englischsprachige Versionen wie " You are my heart's delight" – auch weiterhin Tenor-Arien, Serenaden, Elegien und Schlager und blieb auch nach Ende des Krieges in England, wo er im Londoner Westend1) lebte. Sein Gastspiel in den USA, wo er am New Yorker "Broadway"1) in der englischsprachigen Fassung von "Das Land des Lächelns" ("The Land of Smiles") auftrat, geriet auch zum finanziellen Desaster – das Ende einer glanzvollen Karriere zeichnete sich ab.

Foto: Richard Tauber 1932 vor einem Auto stehend,
im Hintergrund das "Brandenburger Tor"1) 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-13848E;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: 1932 / Lizenz: CC-BY-SA 3.0
Originalfoto/Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv
Bild 102-13848E bzw. Wikimedia Commons

Richard Tauber 1932 vor einem Auto stehend, im Hintergrund das Brandenburger Tor; Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-13848E; Fotograf: Unbekannt / Datierung: 1932 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Während des gesamten Zweiten Weltkriegs blieb Tauber in Großbritannien und trat u. a. in vielen Städten zur Truppenbetreuung auf. 1940 wurde ihm dann auch die britische Staatsbürgerschaft verliehen. Verschiedentlich wirkte er zudem als Dirigent beim "London Philharmonic Orchestra"1). 1941 konnte Tauber mit seiner Operette "Old Chelsea" in London eine weitere Premiere feiern. Die offizielle Kritik verlieh ihm auf Grund seines Äußeren den Namen "Der Mann mit dem Monokel". 1946 gab Tauber in Zürich1) ein Abschiedskonzert (ein Mitschnitt der Radiosendung ist erhalten) und widmete sich die nächsten zwei Jahre fast ausschließlich dem Komponieren und Dirigieren.2) 
Richard Tauber singt im August 1932 anlässlich einer Wohltäigkeits-Matiné im Berliner Zoologischen Garten; Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-13781; Fotograf: Unbekannt / Datierung: August 1932 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Ende 1947 unterzog sich Tauber im Londoner "Guy’s Hospital"1) einer Operation, als der Tenor dann am 8. Januar 1948 im Alter von nur 56 Jahren an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung in London1) starb, war er nicht zuletzt wegen seines luxuriösen Lebens sowie seiner Beziehungen zu Frauen bankrott. Nun hinterließ der Sänger, der während seiner Glanzzeiten zwei Villen in Berlin sowie eine Sommerresidenz im österreichischen Bad Ischl1) besessen hatte, 750.000 Mark Steuerschulden –  das Geld für sein Begräbnis wurde unter den Gästen anlässlich der Trauerfeier in der "Royal Albert Hall"1) gesammelt. Die letzte Ruhe fand Richard Tauber auf dem "Brompton Cemetery"1)  in einem Ehrengrab im Londoner Stadtbezirk "Royal Borough of Kensington and Chelsea"1), ein Gedenkstein befindet sich auf dem Friedhof in Bad Ischl → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons und knerger.de sowie der Gedenkstein auf dem "Friedhof Bad Ischl"1).
   
  
Foto: Richard Tauber singt im August 1932
anlässlich einer Wohltäigkeits-Matiné im
Berliner "Zoologischen Garten"1).
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-13781;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: August 1932 / Lizenz: CC-BY-SA 3.0
Originalfoto/Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv
Bild 102-13781 bzw. Wikimedia Commons
Seine erste Ehe ging der Tenor mit der Hamburger Soubrette Carlotta Vanconti1) (1894 – 1964) ein, die er 1924 kennen gelernt hatte und 1926 heiratete. Bereits Anfang Dezember 1928 wurde die Verbindung in Berlin geschieden, allerdings nur mit Gültigkeit im Rechtsgebiet des Deutschen Reichs1), erst im März 1936 erfolgte die offizielle Bestätigung auch nach österreichischem Recht. Diese Scheidung, der Erpressungsversuche, ein "bühnenwirksamer", weitgehend inszenierter Selbstmordversuch der Vanconti und gegenseitige Klagen vor Gericht vorausgegangen war, sorgte für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass Taubers Ex.Frau mit einer Million Reichsmark1) abgefunden worden war; die Tagespresse nannte Vanconti "äußerlich eine Soubrette und innerlich ein Krokodil"2).. Taubers Liebesaffäre mit der Sängerin Mary Losseff^1) (1907 – 1972 → Foto4)) begann schon während seiner Ehe mit Carlotta Vanconti, für sie komponierte er das Lied "Du bist die Welt für mich" aus seiner Operette "Der singende Traum", doch die Beziehung endete nicht zuletzt wegen der Alkoholprobleme der Geliebten.

Foto (Originalbeschreibung): Der berühmte Kammersänger
Richard Tauber läßt sich scheiden! Der berühmte
Kammersänger Richard Tauber hat die Scheidung seiner
Ehe mit der Sängerin Charlotte Tauber-Vanconti beantragt.
Letzte Aufnahme des Ehepaares Tauber (November 1928). 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-06802;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: November 1928 / Lizenz CC-BY-SA 3.0
Originalfoto/Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv Bild 102-06802 bzw. Wikimedia Commons

Foto (Originalbeschreibung): Der berühmte Kammersänger Richard Tauber läßt sich scheiden! Der berühmte Kammesänger Richard Tauber hat die Scheidung seiner Ehe mit der Sängerin Charlotte Tauber-Vanconti beantragt. Letzte Aufnahme des Ehepaares Tauber (November 1928); Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-06802; Fotograf: Unbekannt / Datierung: November 1928 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
1935 lernte Tauber die britische Schauspielerin Diana Napier1) (1904 – 1982) während der Dreharbeiten zu dem musikalischen Melodram "Heart's Desire" ("Wien, Wien, nur du allein" → Wikipedia (englisch)) kennen und heiratete sie im darauffolgenden Jahr. Auch dieser Ehe war letztlich kein Glück beschieden, das Paar ging während des 2. Weltkrieges oft getrennte Wege.  Seine letzten Lebensjahre verbrachte Tauber mit seiner neuen Liebe Esther Moncrieff (1914 – 1981. Der Journalist und Buchautor Michael Jürgs1) (1945 – 2019) erzählt in seiner Biografie "Gern hab' ich die Frau'n geküßt" (2000) das Leben eines Mannes, der vom und für den Glanz der öffentlichen Auftritte lebte, zugleich aber ein Getriebener und Heimatloser war. Er erzählt von den frühen Tingeltouren durch die Provinz. Von der zweifachen Vertreibung des "Halbjuden" Tauber durch die Nazis: zunächst aus Berlin, ein paar Jahre später aus Wien. Er beschreibt auf Grund von Interviews mit Zeitzeugen Taubers gefeierte Auftritte in den berühmtesten Theatern der Welt. Und recherchierte präzise das ganz private Leben des Mannes, der publikumswirksam zahllose Affären inszenierte, aber in Wahrheit erst spät zum Mann wurde.
Am 4. September 2003 brachte die ARD eine mit Spielszenen durchsetzte Dokumentation von Regisseur Kai Christiansen1) über den "König der Operette" mit der samtweichen, verführerischen Stimme unter dem Titel "Richard Tauber – Dein ist mein ganzes Herz"5). Die Biografie von Michael Jürgs diente als Grundlage für diese 90-minütige Erinnerung; Armin Rhode1) gab den "Jahrhundertsänger" als linkischen, unbeholfenen dicklichen Mann, alte Schmalfilmaufnahmen – zum Teil selbst von dem Hobbyfotografen Richard Tauber gedreht – zeigten den Künstler wie er "leibt und lebt": mit Monokel und Zylinder, umgeben von schönen Frauen in Glanz und Glamour. Der Musikdramaturg Marcel Prawy1) und Biograf Michael Jürgs kamen ebenso zu Wort wie Zeitzeugen und Bewunderer des begnadeten Sängers. Von Taubers unzähligen Plattenaufnahmen sind im Film auch Klassiker wie "Ich küsse Ihre Hand, Madame", "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" oder das Liebesbekenntnis "Du bist die Welt für mich" zu hören → filmdienst.de.
Sehr frei thematisiert der von  Ernst Marischka1) gedrehte Kinofilm "Du bist die Welt für mich"1) (1953) die künstlerische Entwicklung Richard Taubers und seine Liebschaft mit einer Tänzerin; in den Hauptrollen sind Rudolf Schock und Annemarie Düringer zu sehen. "Rührselige und banale Künstlerbiografie, in der Hauptrolle mit Rudolf Schock besetzt, der in verschiedenen Gesangspartien wenigstens musikalisch einiges zu bieten hat." urteilt filmdienst.de.

Taubers Witwe Diana Napier1) brachte die Biografie "Tauber: Richard Tauber" (1949) sowie die Erinnerungen "Tauber: My heart and I" (1959) auf den Markt. Eine weitere, in Zusammenarbeit mit Charles Castle (1939 – 2013) verfasste Biografie "This was Richard Tauber" erschien 1971 anlässlich Taubers 80. Geburtstag und bildete zudem die Grundlage für die gleichnamige TV-Dokumentation, die in der BBC1)-Reihe "Omnibus" gezeigt wurde.. Außer Michael Jürgs1) befassten sich verschiedene andere Autoren mit dem legendären Tenor, der als von den Nazis Verfolgter seine Heimat verließ und ebenso wie sein nicht minder berühmte Kollege Joseph Schmidt viel zu früh verstarb. Unter anderem publizierte der Regisseur, Dramaturg und Musikschriftsteller Otto Schneidereit1) das Werk "Richard Tauber: ein Leben – eine Stimme" (1974/1988 (überarbeitet und ergänzt)) und die österreichische Schriftstellerin Evelyn Steinthaler1) das Buch "Morgen muß ich fort von hier. Richard Tauber. Die Emigration eines Weltstars" (2011) → mehr Literatur bei Wikipedia.

 
Zu Lebzeiten wurde der von der "Wiener Staatsoper" und der "Preußischen Staatsoper" zum "Kammersänger" ernannte Richard Tauber 1926 mit dem schwedischen "Königlichen Wasaorden 1. Klasse"1) ("Kungliga Vasaorden") ausgezeichnet. An seinem (ehemaligen) Geburtshaus (heute Neubau)  in Linz (Herrenstraße 11) erinnert seit 1952 eine Gedenktafel an ihn → Foto bei Wikimedia Commons. Im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling1) (Hackhofergasse 18) wird ebenfalls mit einer Tafel seiner gedacht. → Foto bei Wikimedia Commons. In Bad Ischl tragen der "Richard Tauber Steg" (eine gusseiserne Fußgängerbrücke über die Traun1)) und im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing1) seit 2021 der "Richard-Tauber-Weg" seinen Namen; letzterer als Ersatz für die "Richard-Tauber-Gasse" (2007), die zeitgleich in "Josef-Prangl-Straße"6) umbenannt wurde. Seit 2013 verleiht der "Verein Freunde des Linzer Musiktheaters" jährlich im Rahmen einer feierlichen Gala im "Musiktheater Linz"1) die "Richard Tauber Medaille" an von Besuchern/Besucherinnen gewählte Publikumslieblinge des Ensembles in den Sparten Oper/Operette und Musical.
Erwähnenswert ist noch die "Villa Tauber" in der Rosa-Luxemburg-Straße 24 in Potsdam-Babelsberg1). Dieses Gebäude bewohnte Richard Tauber, wenn er sich bis 1933 in der "Villenkolonie Neubabelsberg"1) während seiner Filmaufnahmen bei der UFA1) aufhielt. Dann diente es unter anderem als Filmkulisse für den mit Lilian Harvey und Willy Fritsch gedrehten UFA-Streifen "Schwarze Rosen"1) (1935), ab 1936 war es Sitz der Kreisverwaltung der NSDAP1). In den 1970er Jahren nutzte die "Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg"1) das Haus als Bibliotheks- und Internatsgebäude; heute befindet es sich in Privatbesitz → mehr bei potsdam-wiki.de sowie Foto bei Wikimedia Commons.
Siehe auch Wikipedia, cyranos.ch, deutsche-biographie.de,
Österreichisches Biographisches Lexikon, Österreichisches Musiklexikon,
Deutsches Rundfunkarchiy.
Fotos bei virtual-history.com, Wikimedia Commons
*) Quelle: Ralph-Günther Patocka: "Tauber (eigentlich Denemy, seit 1913 Denemy-Tauber), Richard" in: "Neue Deutsche Biographie 25 (2013, S. 801-802)
 →  online-Version: deutsche-biographie.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmportal.de, 4) cyranos.ch, 5) fernsehserien.de, 6) geschichtewiki.wien.gv.at
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 05.10.2011)
   
Wirken (Auszug)
(Fremde Links: Wikipedia, biographien.ac.at, musiklexikon.ac.at; R = Inszenierung/Regie)
"Wiener Staatsoper" → archiv.wiener-staatsoper.at "Salzburger Festspiele"
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: filmportal.de, Wikipedia; 
R = Regie )
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