Wirken (Auszug) / Filmografie
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| Richard Tauber wurde am 16. Mai 1891 im österreichischen
Linz1) geboren. Seine Mutter Elisabeth Seifferth
(1847 1938, geb. Denemy,
verwitwet nach Karl Seyfferth) wirkte als Operetten-Soubrette am Linzer Theater (heute "Landestheater Linz"1)) und heiratete
Richards Vater, den Schauspieler bzw. späteren Intendanten des
"Städtischen Theaters"1) in
Chemnitz1)
Anton Richard Tauber1) (1861 1942), Sohn eines aus
Preßburg1)
(damals Königreich Ungarn1), heute
Slowakei1)) stammenden jüdischen Weinhändlers, wohl
nicht wegen
des erheblichen Altersunterschiedes (er war vierzehn Jahre jünger);
der Eintrag im Taufregister lautete auf "Richard Denemy".
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Erst 1913 adoptierte der Vaten den Jungen, der eine Zeit lang den Doppelnamen Richard
Denemy-Tauber trug, später ließ er dann den ersten Teil des Namens weg.
Bis zu seiner Einschulung 1897 aufgewachsen in Linz bei Pflegeeltern, danach
überwiegend beim Vater, verlief die Kindheit des kleinen Richard außerordentlich unstet, vor
allem, weil er zwischen den beiden "Wanderexistenzen" seiner
Eltern hin und her geschoben wurde. Ab 1900 besuchte er in Prag1) die
"Deutsche Volksschule", wichtig für seine spätere
Entwicklung wurden ab 1903 die Jahre bei seinem Vater
in Wiesbaden1), der am
dortigen "Königlichen Theater"
(heute "Hessische Staatstheater"1))
engagiert
war und wo er bis 1908 die Realschule besuchte.*)
Richard Tauber erhielt Klavierunterricht bei dem später bekannten
Dirigenten Artur Rother1)
(1885 1972) und schwärmte für den damaligen
Heldentenor Heinrich Hensel1) (1874 1935) → operissimo.com.
Als 17-Jähriger entschied sich Tauber ebenfalls Sänger zu werden und
aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen seines Vaters zu dem Wiener
Bariton Leopold Demuth1)
(1861 – 1910) erhielt er die Gelegenheit, diesem vorzusingen. Die Beurteilung
Demuths war niederschmetternd:
"Um Gottes Willen, halte Deinen Sohn davon ab, Sänger zu werden. Was
er besitzt, ist ein Zwirnsfaden, keine Stimme", schrieb dieser damals
an Taubers Vater.
Richard Tauber, fotografiert 1916 in Dresden1)
von Bruno
Wiehr (1882nach 1935) → Info-Karte Quelle:
Deutsche
Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0156016)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr
Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1916
Quelle: www.deutschefotothek.de;
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
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Dort gab er seinen Einstand am 16. Juni 1920
als Poet Poet Rodolfo in der Oper "La Bohčme"1) von Giacomo Puccini
seinen Einstand an der Seite von
Lotte Lehmann in der Partie der Midinette1)
Mimi, ab Anfang Oktober 1921 folgte der Don José in
"Carmen"1)
von Georges Bizet1)
neben Marie Gutheil-Schoder1) als Carmen.
Er glänzte unter anderem als Student Wilhelm Meister in "Mignon"1)
von Ambroise Thomas1), als
Hoffmann in "Les
contes d'Hoffmann"1) ("Hoffmanns Erzählungen")
von Jacques Offenbach1), basierend
auf verschiedenen Erzählungen von E. T. A. Hoffmann1),
und als Don Ottavio, Verlobter von Donna Anna, der Tochter des Il Commendatore (Der Komtur),
in "Don Giovanni"
von Wolfgang Amadeus Mozart1);
mit dieser Partie trat er in Wien zwischen Mitte Oktober und Anfang Januar 1938 in
28 Vorstellungen auf, erfreute bei einem Gastspiel Ende
Mai/Anfang Juni 1924 auch das Publikum am
Pariser "Théâtre des Champs-Élysées"1). Welch
genialer Interpret von Mozart-Opern er war, bewies er auch in Wien mehrfach
mit dem Tamino in "Die
Zauberflöte"1) und dem
Edelmann Belmonte in "Die
Entführung aus dem Serail"1). Als
Puccini-Interpret brillierte Tauber mit der Partie des Malers Mario Cavaradossi in
"Tosca"1) am
22. September 1922 neben Maria Jeritza
als Floria Tosca ebenso wie als Marineleutnant Pinkerton
in "Madama Butterfly"1)
und als Prinz Calŕf in "Turandot"1).
Richard Tauber als Student Wilhelm Meister in der
Oper
"Mignon"1)
von Ambroise
Thomas1),
fotografiert 1915
von Bruno Wiehr (1882nach 1935)
Quelle: Deutsche
Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0264625)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Bruno Wiehr
Urheber: Bruno Wiehr; Datierung: 1915
Quelle: www.deutschefotothek.de;
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 |
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Zu
seinem Repertoire zählte der Hirte Pedro in "Tiefland"1)
von Eugen d’Albert1),
der Paul in "Die
tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold1). der
Amtsschreiber des Klosters Mathias Freudhofer (der "Evangelimann")
in "Der
Evangelimann" von Wilhelm Kienzl1),
der Jeník/Hans in "Die
verkaufte Braut"1) von Bedřich Smetana1)
und der Narr des Königs in "Der
Schatzgräber"1)
von Franz Schreker1).
Weiterhin zu nennen ist der junge Bauer Turiddu in
"Cavalleria rusticana"1)
von Pietro Mascagni1), der
Canio/Pagliaccio in "Pagliacci"1)
("Der Bajazzo") von
Ruggero Leoncavallo1) sowie
als Verdi1)-Sänger der Alfredo Germont, Geliebter der Kurtisane Violetta Valéry,
in "La traviata"1),
der Herzog von Mantua in "Rigoletto"1)
und der Schwedenkönig Gustaf III.1) in "Un ballo in maschera"1).
Taubers später beeindruckende Laufbahn als Operetten-Tenor zeichnete sich
bereits Anfang der 1920er Jahre ab, am 2. Juni 1922 gab er in Wien
erstmals den Gabriel von Eisenstein in "Die Fledermaus"1)
von Johann Strauss1),
Mitte der 1930er auch den Gesangslehrer Alfred.
Die Besucher/-innen der "Salzburger
Festspiele"1) kamen 1926 ebenfalls
in den Genuss, Tauber nicht nur als Eisenstein in "Die Fledermaus"
zu bewundern, zudem trat er als Belmonte in "Die
Entführung aus dem Serail" und als Don Ottavio in "Don Giovanni"1)
auf. In den beiden letztgenannten Mozart-Opern wirkte er bereits bei
den Festspielen im Sommer 1922 mit
→ Übersicht Wirken in
Salzburg.
Richard Tauber auf der Opernbühne
(Quelle: Deutsche
Fotothek; Fremde Links: Wikipedia)
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Vor allem mit Werken von Franz Léhar1)
avancierte Tauber zu einem der
berühmtesten Tenöre seiner Zeit. mit der Berliner Premiere von Léhars
"Paganini"1) am 30. Januar 1926
und
seiner Darstellung des Gegenvirtuosen Niccolň Paganini1) begann für des
"Deutschen Caruso",
eine grandiose Karriere im Fach der "leichten Muse" bzw. auf der Operettenbühne.
Mit der Figur des russischen Thronfolgers Alexej in "Der
Zarewitsch"1) schuf Franz Lehár
eine ganz auf Tauber zugeschnittene Operette, die Uraufführung (16.02.1927)
mit dem Libretto von Bela Jenbach1) und
Heinz Reichert1) nach dem gleichnamigen Theaterstück1) von
Gabriela Zapolska1)
im Berliner "Deutschen Künstlertheater"1) geriet zum Triumph für den Tenor.
"Die teilweise
opernhaft anmutende Musik und Taubers Gesang sorgten für eine große Resonanz. Lieder
der Operette wurden auch im Radio und in Filmen gespielt, es gab
Schallplattenaufnahmen; am bekanntesten wurde das "Wolgalied"1)." notiert
Wikipedia. Als jungen Dichter Goethe1) und Partner von
Käthe Dorsch in der Titelrolle der
Friederike Brion1)
in dem am 4. Oktober 1928 im "Metropol-Theater"1) uraufgeführten
Lehár-Werk "Friederike"1)
feierte das Publikum den Sänger ebenfalls frenetisch. Ab 1929
trat Tauber als Prinz Sou-Chong in über 700 Vorstellungen in
"Das Land des
Lächelns"1) auf, einem Léhar-Stück,
dessen Vorläufer mit dem Titel
"Die gelbe Jacke"1)
sich nicht lange auf dem Spielplan gehalten hatte das nun speziell für Tauber geschaffene Lied "Dein ist mein ganzes Herz"1) aus
der Neuauflage der Operette
wurde "der Tauber-Hit" und in der englischen Überstzung
"You are my heart's delight" zum Weltschlager. Seit der
Uraufführung am 20. Januar 1934 an der "Wiener Staatsoper"1) mit dem Komponisten Lehár selbst am Dirigentenpult,
begeisterte Tauber 42 Vorstellungen lang mit der Rolle des Hauptmanns Octavio
zusammen mit "Titelheldin" Jarmila Novotná1)
in der
Operette "Giuditta"1)
→ Übersicht Wirken an der "Wiener Staatsoper".
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Meister Franz Lehar (Mitte) mit den Hauptdarstellern
Richard Tauber (Prinz Sou-Chong) und Maria
Reining1) (Lisa);
Aufnahme anlässlich der erstmaligen Aufführung von Franz Lehars
"Das Land des Lächelns" an der "Wiener Staatsoper" am 30.01.1938
Urheber: "Photo Willinger"
Wilhelm Willinger (1879 1943)
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen
Nationalbibliothek (ÖNB)
Körperschaft: Fotoagentur: "Photo. Willinger";
Datierung: 29.01.1938 → Info
Rechteinhaber/© ÖNB
Wien; Bildarchiv Austria
(Inventarnummer Pf 4986 D14)
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Darüber hinaus nahm der Künstler unzählige
Schallplatten auf und avancierte zum absoluten "Pop-Star" der 1920er Jahre. Über den Rundfunk
erreichte er Millionen, er war der Liebling
der Frauen, ein Idol der Massen, er sang sich in die Herzen und er
sang alles: Oper und Operette, Schlager und Lieder.
Seine Platten waren Melodien für Millionen, seine Konzerte und Gastspiele
stets ausverkauft,
seine Tourneen umjubelt, seine Filme Kassenschlager. Mehr als fünfzig Jahre nach
seinem Tod werden Taubers Platten noch millionenfach verkauft und sein berühmtestes Lied
"Dein ist mein ganzes Herz" wird in jeder Sprache gesungen Tauber, die Legende,
lebt.
Zum Film kam Tauber, als sich der stumme Kintopp dem Ende entgegen neigte: Als deutsche Alternative zum
US-amerikanischen
"Talkie-Star", dem Entertainer Al Jolson1), trat er
in dem im Hafenmilieu angesiedelten Streifen
"Ich glaub' nie mehr an eine Frau"1) (1930)
unter der Regie von Max Reichmann1) erstmals
als Hauptdarsteller bzw. als der ehemals umjubelte Sänger Stefan auf der Leinwand in Erscheinung.
Es folgten drei weitere, von Max Reimann in Szene gesetzte, ganz auf Tauber
zugeschnittene Kinofilme, bei
denen der attraktive Star zudem mit seiner "Richard Tauber Tonfilm GmbH",
die jedoch wegen
Misswirtschaft nach wenigen Jahren pleite ging, als Produzent fungierte: In "Das
lockende Ziel"3) (1930) zeigte er
sich als der singende Bauernbursche Toni, der von einem Manager (Karl Elzer1))
für die Opernbühne "entdeckt" wird, in der Operetten-Adaption
"Das Land des Lächelns"1) (1930)
als exotischer Fürst/Prinz Sou Chong und in "Die
große Attraktion"3) (1931)
als Sänger und Leiter einer erfolgreichen Varieté-Truppe Ricardo, in
den sich das Tanz-Girl Kitty (Marianne Winkelstern)
verliebt. In der von Georg Jacoby gedrehten Komödie
"Melodie der Liebe"1) (1932) kam er als
der wohlhabende, verwitwete Kammersänger Richard Hoffmann und Vater
der kleinen Gloria (Petra Unkel1)) daher, der
sich in die betrügerische Lilly (Alice Treff) "verguckt", aber mit Hilfe seiner
Tochter schließlich in der blonden Bildhauerin Escha (Lien Deyers)
ein neues Glück findet.
Mit der so genannten "Machtergreifung"1) der
Nationalsozialisten1)
endete in Deutschland die steile Karriere des berühmtesten Tenor seiner
Zeit. Der Sohn eines nach dem damaligen Jargon
"Halbjuden" durfte ab 1933 nicht mehr in Deutschland
auftreten, für die Nazi-Presse war der Sänger jedoch schon länger ein Symbol für den
"sittenlosen Kulturverfall" der "Weimarer Republik"1).
Tauber war von Geburt an römisch-katholisch (in Linz getauft), seine Mutter
ebenfalls römisch-katholisch und sein Vater als Jugendlicher zum römisch-katholischen
Glauben konvertiert. Tauber selbst sah sich stets als Katholik und verstand
zeitlebens nicht, dass er von den Nationalsozialisten verfolgt wurde, nur
weil seine Großeltern väterlicherseits praktizierende Juden waren.
Tauber verließ 1933 Deutschland und ging zunächst nach Österreich.
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Seine Leinwandkarriere setzte er aufgrund der sich gewandelten politischen
Verhältnisse bzw. der anti-semitischer Ausschreitungen in Großbritannien fort, unter der Regie von
Paul Ludwig Stein1)
entstand die musikalische Romanze "Dein
ist mein Herz"1) (1934, "Blossom Time"), in der er den
Komponisten Franz Schubert1) verkörperte,
der sich unglücklich in die junge Vicki Wimpassinger (Jane Baxter1))
verliebt. Die Produktion geriet zum Kassenschlager, nicht zuletzt wegen der von Richard Tauber gesungenen Schubert-Lieder.
Auf Grund der Beteiligung prominenter jüdischer Künstler, unter anderem Paul Graetz,
durfte der Streifen im Nazi-Deutschland nicht gezeigt werden, die Deutschlandpremiere fand daher erst im April 1949 statt.
Es folgten einige weitere Kinofilme, so die von Karl Grune1)
inszenierte Adaption "Pagliacci"1)
(1936, "Der Bajazzo"),
basierend auf der gleichnamigen Oper1) von
Ruggiero Leoncavallo1) mit Tauber als Canio alias "der Bajazzo" und
Steffi Duna1) als dessen Ehefrau
Nedda; erwartungsgemäß durfte auch dieser Film in Deutschland nicht
aufgeführt werden. Nach Kriegsende stand Tauber nur noch für zwei
Produktionen mit kleinen Rollen vor der Kamera → Übersicht Filmografie.
Mit Spontaneität
und Humor individualisierte der Tenor auf der Leinwand die steifen Rollen der Opern-
und Operettenrollen, die er auch auf den Bühnen darstellte. Er spielte in
Sängerfilmen Troubadoure, Komponisten, Opernhelden, trat aber auch als
Heurigensänger auf und erfreute sein anhängliches Publikum durch seinen natürlichen
Habitus ein Star der internationalen Glamourwelt, König der
Operette; ohne ihn sind Berlin und der Zeitgeist der "Goldenen Zwanziger" nicht denkbar.
Richard Tauber
Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen
Nationalbibliothek1) (ÖNB)
Körperschaft: Residenzatelier (Wien); Datierung: ungenannt
© ÖNB
Wien; Bildarchiv Austria (Inventarnummer Pf 3.372 : C (2)) |
| Oft wird vergessen, dass sich Tauber als Komponist hervortat, er schuf
Lieder im populären Genre für die eigenen Filme, und einige Operetten im Stile von Franz Lehár wie
"Der singende Traum" → tamino-klassikforum.at. Dieses
romantische Werk mit dem Libretto von Ernst Marischka1) und
Hermann Feiner1)
gelangte am 31. August 1934 unter der musikalischen Leitung
von Anton Paulik1) am Wiener "Theater an der Wien"1)
zur Uraufführung, verzeichnete aber eher mäßigen Erfolg,
lediglich das Lied "Du bist die Welt für mich"
wurde nicht zuletzt durch Tauber selbst oder später durch
Kollegen wie Rudolf Schock weltberühmt → Theaterzettel einer Aufführung vom 29.10.1934
bei digital.wienbibliothek.at. In Großbritannien brachte er
am 21. September 1942 im "Prince of Wales Theatre" in Birmingham1)
erstmals seine Operette "Old Chelsea" (→ tamino-klassikforum.at)
mit sich selbst in der männlichen Hauptrolle auf die Bühne, die beim Publikum
besser
ankam. |
Nach dem so genannten "Anschluss Österreichs"1)
im März 1938 emigrierte Tauber endgültig nach
Großbritannien. Am 2. Mai 1938 gab er am "Royal
Opera House"1) im Londoner "Covent Garden"1)
sein Debüt in der Mozart-Oper "Die Zauberflöte", trat dann dort bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges immer wieder
auf; nach Kriegsende gestaltete der bereits an Lungenkrebs Erkrankte letztmalig am 27. September 1947 in London einmal mehr
den Don Ottavio in Mozarts "Don Giovanni "1),
wobei er besser denn je gesungen haben soll.
Das Publikum liebte ihn, Tauber ging auf
umfangreiche Tourneen, gab Gastspiele rund um den Globus, sang im Exil neben seinen Operettenliedern von vielen
"Hits" gibt es englischsprachige Versionen wie " You are my heart's delight" auch
weiterhin Tenor-Arien, Serenaden, Elegien und Schlager und blieb auch nach
Ende des Krieges in England, wo er im Londoner Westend1)
lebte. Sein Gastspiel in den USA, wo er am New Yorker
"Broadway"1) in der
englischsprachigen Fassung von "Das Land des
Lächelns" ("The Land of Smiles") auftrat, geriet auch
zum finanziellen Desaster das Ende einer glanzvollen
Karriere zeichnete sich ab.
Foto: Richard Tauber 1932 vor einem Auto stehend,
im Hintergrund das "Brandenburger Tor"1)
Quelle: Deutsches
Bundesarchiv, Digitale
Bilddatenbank, Bild
102-13848E;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: 1932 / Lizenz: CC-BY-SA
3.0
Originalfoto/Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv
Bild 102-13848E bzw.
Wikimedia Commons
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Während des gesamten Zweiten Weltkriegs blieb Tauber in Großbritannien und trat
u. a. in vielen Städten
zur Truppenbetreuung auf. 1940 wurde ihm dann auch die britische Staatsbürgerschaft verliehen. Verschiedentlich wirkte er
zudem als Dirigent beim
"London Philharmonic Orchestra"1). 1941 konnte Tauber mit seiner Operette
"Old Chelsea" in London eine weitere Premiere feiern. Die offizielle Kritik verlieh ihm auf Grund seines Äußeren den Namen
"Der Mann mit dem Monokel". 1946 gab Tauber in Zürich1) ein Abschiedskonzert (ein Mitschnitt der Radiosendung
ist erhalten) und widmete sich die nächsten zwei Jahre fast ausschließlich dem Komponieren und Dirigieren.2)
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Seine erste Ehe ging der Tenor mit der Hamburger Soubrette Carlotta Vanconti1)
(1894 1964) ein, die er 1924 kennen gelernt hatte und 1926 heiratete. Bereits Anfang Dezember 1928
wurde die
Verbindung in Berlin geschieden, allerdings nur mit Gültigkeit im Rechtsgebiet des
Deutschen Reichs1),
erst im März 1936 erfolgte die offizielle Bestätigung auch nach österreichischem Recht.
Diese Scheidung, der Erpressungsversuche, ein "bühnenwirksamer", weitgehend inszenierter
Selbstmordversuch der Vanconti und gegenseitige Klagen vor Gericht vorausgegangen war, sorgte
für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass Taubers Ex.Frau mit einer Million
Reichsmark1)
abgefunden worden war; die Tagespresse nannte Vanconti "äußerlich eine Soubrette und innerlich ein Krokodil"2)..
Taubers Liebesaffäre mit der Sängerin
Mary Losseff^1) (1907 1972
→ Foto4))
begann schon während seiner Ehe mit Carlotta Vanconti, für sie
komponierte er das Lied "Du bist die Welt für mich" aus
seiner Operette "Der singende Traum", doch die
Beziehung endete nicht zuletzt wegen der Alkoholprobleme der Geliebten.
Foto (Originalbeschreibung): Der berühmte Kammersänger
Richard Tauber läßt
sich scheiden!
Der berühmte
Kammersänger Richard Tauber hat die Scheidung
seiner
Ehe mit der Sängerin Charlotte Tauber-Vanconti beantragt.
Letzte
Aufnahme des Ehepaares Tauber (November 1928).
Quelle: Deutsches
Bundesarchiv, Digitale
Bilddatenbank, Bild
102-06802;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: November 1928 / Lizenz CC-BY-SA
3.0
Originalfoto/Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv Bild
102-06802 bzw. Wikimedia Commons
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1935 lernte Tauber die britische Schauspielerin Diana Napier1) (1904 1982)
während der
Dreharbeiten zu dem musikalischen Melodram "Heart's Desire" ("Wien, Wien, nur du
allein" → Wikipedia (englisch)) kennen und heiratete sie im
darauffolgenden Jahr. Auch dieser Ehe war letztlich kein Glück
beschieden, das Paar ging während des 2. Weltkrieges oft getrennte
Wege. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Tauber mit seiner neuen Liebe Esther Moncrieff
(1914 1981. Der Journalist und Buchautor Michael Jürgs1)
(1945 2019) erzählt in seiner Biografie "Gern hab'
ich die Frau'n geküßt" (2000) das Leben eines Mannes,
der vom und für den Glanz der öffentlichen Auftritte lebte, zugleich aber
ein Getriebener und Heimatloser war. Er erzählt von den frühen Tingeltouren
durch die Provinz. Von der zweifachen Vertreibung des "Halbjuden" Tauber durch
die Nazis: zunächst aus Berlin, ein paar Jahre später aus Wien. Er beschreibt
auf Grund von Interviews mit Zeitzeugen Taubers gefeierte Auftritte in den
berühmtesten Theatern der Welt. Und recherchierte präzise das ganz private Leben
des Mannes, der publikumswirksam zahllose Affären inszenierte, aber in Wahrheit
erst spät zum Mann
wurde.
Am 4. September 2003 brachte die ARD eine mit Spielszenen durchsetzte
Dokumentation von Regisseur Kai Christiansen1) über den "König der
Operette" mit der samtweichen, verführerischen Stimme unter dem
Titel "Richard Tauber Dein ist mein ganzes Herz"5). Die Biografie
von Michael Jürgs diente als Grundlage für diese 90-minütige
Erinnerung; Armin Rhode1) gab den "Jahrhundertsänger" als linkischen, unbeholfenen dicklichen Mann,
alte Schmalfilmaufnahmen zum Teil selbst von dem Hobbyfotografen Richard Tauber
gedreht zeigten den Künstler wie er "leibt und lebt": mit Monokel und Zylinder,
umgeben von schönen Frauen in Glanz und Glamour.
Der Musikdramaturg Marcel Prawy1) und Biograf Michael Jürgs
kamen ebenso zu Wort wie Zeitzeugen und Bewunderer
des begnadeten Sängers. Von Taubers unzähligen Plattenaufnahmen sind im Film auch Klassiker wie
"Ich küsse Ihre Hand, Madame", "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" oder das Liebesbekenntnis
"Du bist die Welt für mich" zu hören → filmdienst.de.
Sehr frei thematisiert der von Ernst
Marischka1) gedrehte Kinofilm "Du
bist die Welt für mich"1) (1953) die künstlerische Entwicklung Richard Taubers und seine Liebschaft mit einer Tänzerin;
in den Hauptrollen sind Rudolf Schock und
Annemarie Düringer zu sehen.
"Rührselige und banale Künstlerbiografie, in der Hauptrolle mit Rudolf Schock besetzt, der
in verschiedenen Gesangspartien wenigstens musikalisch einiges zu bieten hat."
urteilt filmdienst.de.
Taubers Witwe Diana Napier1) brachte die Biografie "Tauber: Richard Tauber" (1949) sowie die Erinnerungen
"Tauber: My heart and I" (1959) auf den Markt. Eine
weitere, in Zusammenarbeit mit Charles Castle (1939 2013) verfasste Biografie "This was Richard Tauber"
erschien 1971 anlässlich Taubers 80. Geburtstag und bildete
zudem die Grundlage für die gleichnamige TV-Dokumentation, die in der BBC1)-Reihe "Omnibus" gezeigt wurde.. Außer
Michael Jürgs1) befassten sich verschiedene
andere Autoren mit dem legendären Tenor, der als von den Nazis Verfolgter seine Heimat verließ und ebenso wie sein nicht minder
berühmte Kollege Joseph Schmidt viel zu früh verstarb. Unter anderem publizierte der
Regisseur, Dramaturg und Musikschriftsteller Otto Schneidereit1) das Werk "Richard Tauber: ein Leben eine Stimme" (1974/1988
(überarbeitet und ergänzt)) und die österreichische Schriftstellerin
Evelyn Steinthaler1) das Buch
"Morgen muß ich fort von hier. Richard Tauber. Die Emigration eines Weltstars" (2011)
→ mehr Literatur bei Wikipedia.
Zu Lebzeiten wurde der von der "Wiener Staatsoper" und der
"Preußischen Staatsoper" zum "Kammersänger" ernannte Richard Tauber
1926 mit dem schwedischen "Königlichen Wasaorden 1. Klasse"1)
("Kungliga Vasaorden") ausgezeichnet. An seinem (ehemaligen) Geburtshaus
(heute Neubau) in Linz (Herrenstraße 11) erinnert seit 1952 eine Gedenktafel an ihn → Foto
bei Wikimedia Commons. Im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling1) (Hackhofergasse 18)
wird ebenfalls mit einer Tafel seiner gedacht. → Foto
bei Wikimedia Commons. In
Bad Ischl tragen der
"Richard Tauber Steg" (eine gusseiserne Fußgängerbrücke über die
Traun1))
und im 23. Wiener Gemeindebezirk
Liesing1)
seit 2021 der "Richard-Tauber-Weg" seinen Namen; letzterer als Ersatz für die
"Richard-Tauber-Gasse" (2007), die zeitgleich in "Josef-Prangl-Straße"6) umbenannt wurde.
Seit 2013 verleiht der "Verein Freunde des Linzer Musiktheaters"
jährlich im Rahmen einer feierlichen Gala im "Musiktheater Linz"1)
die "Richard Tauber Medaille" an von
Besuchern/Besucherinnen gewählte Publikumslieblinge des Ensembles
in den Sparten Oper/Operette und Musical.
Erwähnenswert ist noch die "Villa Tauber" in der Rosa-Luxemburg-Straße 24 in
Potsdam-Babelsberg1). Dieses
Gebäude bewohnte Richard Tauber, wenn er sich bis 1933 in der
"Villenkolonie Neubabelsberg"1)
während seiner Filmaufnahmen bei der UFA1) aufhielt.
Dann diente es unter anderem als Filmkulisse für den mit Lilian Harvey und
Willy Fritsch
gedrehten UFA-Streifen
"Schwarze Rosen"1) (1935), ab 1936 war es Sitz der Kreisverwaltung der NSDAP1). In den 1970er Jahren
nutzte die
"Hochschule für Film und Fernsehen
Potsdam-Babelsberg"1) das Haus als Bibliotheks- und Internatsgebäude;
heute befindet es sich in Privatbesitz →
mehr bei potsdam-wiki.de
sowie Foto
bei Wikimedia Commons.
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Siehe auch
Wikipedia,
cyranos.ch,
deutsche-biographie.de,
Österreichisches Biographisches Lexikon,
Österreichisches Musiklexikon,
Deutsches
Rundfunkarchiy.
Fotos bei virtual-history.com,
Wikimedia
Commons |
*) Quelle: Ralph-Günther Patocka:
"Tauber (eigentlich Denemy, seit 1913 Denemy-Tauber), Richard" in:
"Neue Deutsche Biographie 25 (2013, S. 801-802)
→ online-Version: deutsche-biographie.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmportal.de, 4) cyranos.ch,
5) fernsehserien.de, 6) geschichtewiki.wien.gv.at
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 05.10.2011)
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Wirken (Auszug)
(Fremde Links: Wikipedia, biographien.ac.at, musiklexikon.ac.at; R = Inszenierung/Regie)
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"Wiener
Staatsoper" → archiv.wiener-staatsoper.at
- 16.06.192027.02.1938 (11 Vorstellungen): Poet
Rodolfo in "La
Bohčme" von Giacomo Puccini
(Musik),
mit dem Libretto von Luigi
Illica und Giuseppe
Giacosa nach dem Roman "Scčnes de la vie de bohčme"
von Henri
Murger
- 09.10.192125.11.1934 (11 Vorstellungen): Don
José in "Carmen"
von Georges
Bizet (Musik), mit dem Libretto
von Henri
Meilhac und Ludovic
Halévy, basierend auf der gleichnamigen
Novelle von Prosper
Mérimée
- 12.10.192116.12.1924: Student Wilhelm Meister in
"Mignon"
von Ambroise
Thomas (Musik),
mit dem Libretto von Jules
Barbier und Michel
Carré, basierend (ein kleiner Teil) aus dem zweiten Buch
des
Romans "Wilhelm
Meisters Lehrjahre"
von Johann
Wolfgang von Goethe; in der Inszenierung von Hans Breuer
- 15.10.192103.11.1924: Hoffmann in "Les
contes d'Hoffmann" ("Hoffmanns Erzählungen")
von Jacques
Offenbach (Musik),
mit dem Libretto von Jules
Barbier, basierend auf verschiedenen
Erzählungen von E.
T. A. Hoffmann
- 16.10.192111.01.1938 (28 Vorstellungen): Don Ottavio,Verlobter
von Donna Anna, der Tochter des
Il Commendatore (Der Komtur), in "Don
Giovanni" von Wolfgang
Amadeus Mozart (Musik), mit dem
Libretto von Lorenzo
Da Ponte
- 25.10.192110.03.1937 (11 Vorstellungen): Hirte
Pedro, Freund des Nando, beide im Dienste des reichen Grundbesitzers
Sebastiano stehend, in "Tiefland"
von Eugen
d’Albert (Musik), mit dem Libretto von Rudolf
Lothar, basierend
auf dem Schauspiel "Terra baixa"
von Ŕngel
Guimerŕ
- 22.09.192205.01.1927 (4 Vorstellungen): Maler
Mario Cavaradossi in "Tosca"
von Giacomo
Puccini (Musik),
mit dem Libretto von Giuseppe
Giacosa und Luigi
Illica, basierend auf dem Drama "La Tosca" von Victorien
Sardou
- 25.09.192204.02.1938 (8 Vorstellungen):
Marineleutnant Benjamin Franklin Pinkerton in "Madama
Butterfly"
von Giacomo
Puccini (Musik), mit dem Libretto von Giuseppe
Giacosa und Luigi
Illica, basierend auf der Erzählung
"Madame
Butterfly" von John
Luther Long sowie der Tragödie "Madame Butterfly. A
Tragedy of Japan" von David
Belasco
- 1. Vorstellung 25.09.1922: R: Wilhelm von Wymétal, Dirigent:
Carl Alwin
(mit Gertrud Geyersbach (1884?) als Cio-Cio-San, genannt
"Butterfly") → Besetzung
- Letzte Vorstellung 04.02.1938: R: Wilhelm von Wymétal, Dirigent: Carl Alwin
(mit Margherita Perras (19081984 → Wikipedia (englisch)) als Cio-Cio-San, genannt
"Butterfly") → Besetzung
- 19.10.192110.02.1938 (9 Vorstellungen): Tamino
in "Die
Zauberflöte" von Wolfgang
Amadeus Mozart (Musik),
mit dem Libretto von Emanuel Schikaneder
- 1. Vorstellung 19.10.1921: R: Keine Angabe, Dirigent: Franz Schalk
(mit u. a. Nicola Zec (Fürst Sarastro),
Hedwig de Debicka (Königin der Nacht), Claire Born (Pamina),
Alfred Jerger
(Papageno),
Karola
Jovanović (Papagena))
→ Besetzung
- Letzte Vorstellung 10.02.1938: R: Lothar
Wallerstein, Dirigent:
Josef Krips
(mit u. a. Herbert Alsen (Fürst Sarastro),
Maria Gerhart (Königin der Nacht),
Maria Reining (Pamina), Alfred Jerger
(Papageno),
Dora Komarek (Papagena)) → Besetzung
- 02.06.192231.12.1937: Operette "Die
Fledermaus" von Johann
Strauss (Musik), mit dem Libretto
von Karl
Haffner und Richard
Genée
- 02.06.192208.01.1925 (15 Vorstellungen):
Partie des Gabriel von Eisenstein
- 1. Vorstellung 02.06.1922: R: Hans Breuer, Dirigent:
Bernhard Tittel
(mit u. a. Vera Schwarz
(Eisensteins
Ehefrau Rosalinde), Olga Bauer von Pilecka (Prinz Orlofsky),
Leo Slezak (Gesangslehrer Alfred),
Elisabeth Schumann (Kammerzofe Adele), Karl Norbert (Gerichtsdiener
Frosch)) → Besetzung
- Letzte Vorstellung 08.01.1925: R: Woldemar
Runge, Dirigent:
Hugo Reichenberger
(mit u. a. Vera Schwarz (Eisensteins
Ehefrau Rosalinde), Olga Bauer von Pilecka (Prinz Orlofsky), Karl
Aagard-Řstvig
(18891968 → Wikipedia (englisch))
Gesangslehrer Alfred),
Elisabeth Schumann (Kammerzofe Adele), Karl Norbert (Gerichtsdiener
Frosch))
→ Besetzung
- 16.12.1922 (Vorstellung zugunsten notleidender Studierender der
"Technischen Hochschule"):
R: Alfred Jerger, Dirigent
der Ouvertüre:
Alfred Jerger, Dirigent des 2. Aktes:
Hans
Duhan
Richard Tauber: Interpret von "Das
zerbrochene Ringlein" /
"Gib mir dein Herze" /
"Du kleine Madonne" → Besetzung
- 31.12.1933: R: Hans
Duhan, Dirigent: Josef Krips
Richard Taube zusammen mit Jarmila
Nowotnar: Konzerteinlagen im 2. Akt
→ Besetzung
- 31.12.193531.12.1936 (4 Vorstellungen):
Gesangslehrer Alfred; Regiedienst: Hans
Duhan
(auch Rolle des Dr. Falke (31.12.1935/02.02.1936/31.12.1936;
25.02.1936: Hermann
Wiedemann)
- 04.06.192210.01.1927 (8 Vorstellungen): Paul in
"Die
tote Stadt" von Erich
Wolfgang Korngold (Musik), mit einem
Libretto von Paul
Schott (Pseudonym von Julius Korngold und dessen Sohn Erich Wolfgang Korngold),
basierend auf
dem Roman "Das
tote Brügge" ("Bruges-la-Morte") von Georges
Rodenbach
- 1. Vorstellung 04.06.1922: R: Keine Angabe, Dirigent: Hugo Reichenberger
(mit u. a. Vera Schwarz
als
Tänzerin Marietta sowie deren Erscheinung) → Besetzung
- Letzte Vorstellung 10.01.1927: R: Woldemar
Runge, Dirigent: Erich Wolfgang Korngold
(mit u. a. Anny Münchow (18881968) als Tänzerin Marietta sowie deren
Erscheinung)
→ Besetzung
- 08.06.192204.01.1938 (12 Vorstellungen): Der Amtsschreiber des Klosters Mathias Freudhofer (der
"Evangelimann"),
jüngerer Bruder des Johannes Freudhofer, dem Lehrer zu St.
Othmar in "Der
Evangelimann"
von Wilhelm
Kienzl (Musik/Libretto);
- 1. Vorstellung 08.06.1922: R: Wilhelm von Wymétal, Dirigent:
Bernhard Tittel
(mit u. a. mit Franz Markhoff
als Friedrich Engel, Pfleger/Justiziar des Klosters St. Othmar, Hermann
Wiedemann als Johannes Freudhofer,
Berta Kiurina-Leuer alsMartha Engel, Friedrich Engels Nichte und Mündel sowie Liebste von
Mathias,
Bella Paalen als Magdalena, Marthas Freundin) → Besetzung
- Letzte Vorstellung 04.01.1938: R: Hans
Duhan, Dirigent: Felix von Weingartner
(mit u. a. mit Carl Bissuti
als Friedrich Engel, Pfleger/Justiziar des Klosters St. Othmar, Alfred Jerger
als Johannes Freudhofer,
Luise Helletsgruber als Martha Engel, Friedrich Engels Nichte und Mündel sowie Liebste von
Mathias,
Rosette Anday
als Magdalena, Marthas Freundin) → Besetzung
- 13.10.192205.03.1938 (19 Vorstellungen): Jeník / Hans
in "Die
verkaufte Braut" von Bedřich
Smetana (Musik),
mit dem Libretto von Karel
Sabina
- 18.10./24.10.1922; Der Narr des Königs in "Der Schatzgräber"
von Franz Schreker (Musik(Libretto),
in der Inszenierung von Woldemar
Runge, Dirigent: Franz Schalk
(mit
Nicola Zec als der König,
Katharina Loitelsberger als die Königin)
- 12.09.192427.01.1927: Der junge Bauer Turiddu, Sohn
der Lucia sowie Geliebter der
jungen Bäuerin Santuzza, in "Cavalleria
rusticana" von Pietro
Mascagni (Musik), mit dem Libretto von
Giovanni
Verga, Giovanni
Targioni-Tozzetti und Guido
Menasci, basierend auf der gleichnamige Erzählung
von Giovanni Verga aus der Novellensammlung "Vita
dei campi" ("Landleben");
in der Inszenierung von Woldemar
Runge, Dirigent: Carl Alwin
- 16.09.192416.03.1928: Edelmann Belmonte,
Geliebter der Konstanze, in dem Singspiel
"Die
Entführung aus dem Serail" von Wolfgang
Amadeus Mozart (Musik), mit dem Libretto von Johann
Gottlieb Stephanie
(zwischen 1. und 2. Akt: "Türkischer Marsch"
(3.
Satz der Mozart-"Klaviersonate Nr. 11")
- 22.10.192426.01.1938 (5 Vorstellungen):
Canio/Pagliaccio in "Pagliacci"
("Der Bajazzo") von Ruggero
Leoncavallo
- 06.11.192409.01.1925: Alfredo Germont, Geliebter
der Kurtisane Violetta Valéry (Selma Kurz), in "La
traviata"
von Giuseppe
Verdi (Musik), mit dem Libretto von Francesco
Maria Piave, basierend auf dem Roman "La
dame aux camélias"
von Alexandre
Dumas d. J. (Inszenierung: Keine Angabe)
- 29.11./28.12.1924: Riccardo, Graf von Warwick/Schwedenkönig
Gustaf
III. in "Un
ballo in maschera"
("Ein Maskenball") von Giuseppe
Verdi (Musik), mit dem Libretto von Antonio
Somma, basierend auf der Oper
"Gustave
III. ou Le bal masqué" von Daniel-François-Esprit
Auber, mit dem Libretto von Eugčne
Scribe;
Spielleitung: Hans Breuer, Dirigent: Carl Alwin
- 14.12.192618.03.1928 (5 Vorstellungen):
Prinz Calŕf, Sohn des entthronten Tatarenkönigs Timur,
in "Turandot"
von Giacomo
Puccini (Musik), mit dem Libretto von Giuseppe
Adami und Renato
Simoni, basierend auf
dem gleichnamigen
Theaterstück von Carlo
Gozzi; in der Inszenierung von Lothar
Wallerstein
- 20.01.1927: Zweiter Jägerbursche Max in "Der
Freischütz" von Carl
Maria von Weber (Musik),
mit dem Libretto von Friedrich Kind;
in der Inszenierung von Hans Breuer, Dirigent:
Robert Heger
(mit u. a. Karl Renner (Böhmische Fürst Ottokar),
Karl Ettl (Fürstlicher Erbförster Kuno),
Claire Born
(dessen
Tochter Agathe und Braut von Max)) → Besetzung
- 12.04.1928: Gefangene Florestan, Ehemann von Leonore
alias "Fidelio" (Helene
Wildbrunn)
in "Fidelio"
von Ludwig
van Beethoven (Musik), mit dem Libretto von Joseph
Sonnleithner, Stephan
von Breuning
und Georg
Friedrich Treitschke, basierend auf der Oper "Léonore,
ou L’amour conjugal" von Pierre
Gaveaux (Musik,
Libretto: Jean
Nicolas Bouilly); in der Inszenierung von
Lothar
Wallerstein, Dirigent: Franz Schalk
→ Besetzung
- 20.01.193407.03.1938 (42 Vorstellungen):
Hauptmann Octavio in der Operette "Giuditta"
von Franz
Lehár (Muusik),
mit dem Libretto von Paul
Knepler und Fritz
Löhner-Beda → Übersicht der Vorstellungen
- 1. Vorstellung 20.01.1934 (Uraufführung):
R: Hubert
Marischka. Dirigent: Franz Lehár
(mit Jarmila Novotná
als Giuditta, wesentlich ältere Ehefrau des Manuele Biffi
(Hermann
Wiedemann))
 |
Jarmila Novotná in der
Titelrolle zusammen mit
Richard Tauber als "Octavio"
in der Uraufführung der
Operette "Giuditta", fotografiert
von Trude Dietrich (1907 1981)
→ Besetzung
Foto mit freundlicher Genehmigung der
Österreichischen
Nationalbibliothek (ÖNB)
Körperschaft/Urheberin: Trude Dietrich;
Datierung: 20.01.1934 → Info
Rechteinhaber/© ÖNB
Wien, Trude Dietrich;
Bildarchiv Austria
(Inventarnummer 269.326 -
C)
|
- Letzte Vorstellung 07.03.1938; Inszenierung: Hubert Marischka. Regiedienst: Josef
Hietz (18981939),
Dirigent:
Carl Alwin
(mit Jarmila Novotná als Giuditta, u. a. Hermann Wiedemann als Manuele
Biffi)
→ Besetzung
- 03.01.193722.02.1937 (7 Vorstellungen): Gioacchino Rossini
in der komischen Oper "Rossini in Neapel"
von Hans Adler (Libretto)
mit Musik nach Gioacchino Rossini, arrangiert von Bernhard Paumgartner;
das Stück spielt in Neapel um das Jahr 1820 und greift historische und fiktive Anekdoten aus Rossinis
turbulenter Zeit in Neapel auf; in der Inszenierung
von Lothar
Wallerstein, Dirigent: Josef Krips
- 14.11.1937: Der Herzog von Mantua in "Rigoletto"
von Giuseppe
Verdi (Musik), mit dem Libretto von
Francesco Maria
Piave, basierend auf dem Melodrama "Le roi s’amuse" von
Victor Hugo;
R: Erich von
Wymetal, Dirigent: Carl Alwin
(mit Lawrence Tibbett als Rigoletto, Hofnarr des Herzogs
und Vater von Gilda (Julie Moor)) → Besetzung
- 12.01.193828.01.1938: Unteroffizier Primus Thaller
in "Der
Kuhreigen" von Wilhelm Kienzl (Musik),
mit dem Libretto von Richard
Batka, frei nach der Novelle "Die kleine
Blanchefleur" von Rudolf Hans Bartsch;
in der Inszenierung von Wilhelm von Wymétal
(mit
Margit Bokor als Blanchefleur, Gattin des Kommandanten/
Kanzlers Marquis Massimelle)
- 12.01.1938: Dirigent: Felix von Weingartner
(mit u. a. Raimund Loibnegger als
Marquis Massimelle) → Besetzung
- 21.01.1938: Dirigent: Felix von Weingartner (mit u. a. Hermann Reich als Marquis
Massimelle) → Besetzung
- 28.01.1938: Dirigent: Wolfgang Martin († 1970) (mit u. a. Raimund Loibnegger als Marquis
Massimelle) → Besetzung
- 30.01.1938–23.02.1938 (5 Vorstellungen): Prinz Sou-Chong
in der Operette "Das
Land des Lächelns"
von Franz
Lehár (Musik), mit dem Libretto von Ludwig
Herzer und Fritz
Löhner-Beda;
in der Inszenierung von Lothar
Wallerstein
- 21.09.1947: Konzert im Londoner "Royal Opera House" in
Covent Garden
mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
und Johann
Strauss (Sohn); Dirigenten: Josef Krips,
Clemens Krauss; Mitwirkende: Richard Tauber (Tenor),
Hilde Konetzni, Elisabeth Schwarzkopf (Sopran)
→ Besetzung
"Salzburger Festspiele"
- 1922, 1926; Edelmann Belmonte, Geliebter der Konstanze, in dem Singspiel
"Die
Entführung aus dem Serail"
von Wolfgang
Amadeus Mozart (Musik), mit dem Libretto von Johann
Gottlieb Stephanie
- 1922: Inszenierung: Hans
Breuer, Dirigent: Franz Schalk
(mit u. a. Gerhard Stehmann als Bassa Selim,
Elisabeth Rethberg (25./29. 08.),
Selma Kurz
als Konstanze, Karola Jovanović (25. 08.),
Elisabeth Schumann als deren Zofe
Blonde)
→ Besetzung Anmerkung: 21.08.1922
Georg Maikl als Belmonte
- 1926: Inszenierung: Alois Mora (18721947; eigentlich Alois Morawitz), Dirigent:
Bruno Walter
(mit u. a. Hans Duhan als Bassa Selim,
Maria, Gerhart als Konstanze,
Anni Frind (09.08.), Stella
Eisner (28.08.)
als deren Zofe Blonde) → Besetzung
- 1922, 1926: Don Ottavio, Verlobter von Donna Anna, der Tochter des Il Commendatore (Der Komtur),
in "Don Giovanni" von Wolfgang
Amadeus Mozart (Musik), mit dem Libretto von Lorenzo
Da Ponte
- 24./29.08.1926: Gabriel von Eisenstein in "Die
Fledermaus" von Johann
Strauss (Musik), mit dem Libretto
von Karl
Haffner und Richard
Genée; Inszenierung: Josef Hietz (18981939), Dirigent: Bruno Walter
(mit u. a. Wanda Achsel (Eisensteins Ehefrau Rosalinde),
Rosette Anday (Prinz Orlofsky),
Paula Beck (29.08.), Fritzi Massary (Kammerzofe Adele),
Hans Moser (Gerichtsdiener
Frosch))
→ Besetzung
Anmerkung: Gabriel von Eisenstein 13.08./16./19.08.1926: Karl Ziegler
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