Bette Davis im September 1987 anlässlich des "Festivals des amerikanischen Films" im französischen Deauville;  Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia; Urheber: Roland Godefroy;  Lizenz Foto Bette Davis (Urheber Roland Godefroy): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziertlizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. Bette Davis wurde am 5. April 1908 als Ruth Elisabeth Davis in Lowell (Massachusett) geboren. Die Tochter des Rechtsanwaltes Harlow Morrell Davis und einer Porträtfotografin wuchs gemeinsam mit ihrer Schwester Barbara, genannt "Bobby" auf und wurde ab ihrem siebten Lebensjahr von der Mutter Ruth ("Ruthie") alleine erzogen – ihre Eltern hatten sich 1915 scheiden lassen. Bette Davis absolvierte nach der Schule ein Schauspielstudium, unter anderem an der New Yorker "School of Theatre", nach ihrem erfolgreichen Broadway-Debüt  (1929) in New York in dem Stück "Broken Dishes" bekam das hoffnungsfrohe Nachwuchstalent ihre erste Leinwandaufgabe in dem Film in "Bad Sister"1) (1931) an der Seite von Humphrey Bogart; diese Erstlingsrolle gilt jedoch als misslungen.
Erst nachdem sie von den "Universal-Film-Studios" zu "Warner Brothers" gewechselt hatte, konnte sie mit ihrem siebten Film "The Man Who Played God" (1932) endlich ihr Talent beweisen. Nach Streifen wie dem Drama "The Cabin in the Cotton"1) (1932, Die Hütte im Baumwollfeld) oder dem Gefängnisfilm "20.000 Years in Sing Sing"1) (1932, 20.000 Jahre in Sing Sing → prisma.de) gelang ihr schließlich der Durchbruch mit einer Prostituierten-Rolle in der Somerset Maugham-Adaption "Of Human Bondage"1) (1934, Des Menschen Hörigkeit").
 
 
Foto: Bette Davis im September 1987 anlässlich des
"Festivals des amerikanischen Films" im französischen Deauville
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In der von William Dieterle in Szene gesetzten spritzigen Komödie "Fashions"2) 1934, Liebe ohne Zwirn und Faden) begeisterte sie zusammen mit William Powell als Betrügerpärchen, in dem Melodram "Bordertown"2) (1935, Stadt an der Grenze) tauchte sie als fiese "femme fatale" auf. 1935 erhielt Bette Davis für die Verkörperung des Ex-Stars Joyce Hearth in Alfred E. Greens "Dangerous"1) (1935) ihren ersten Oscar als "Beste Darstellerin". Zwei Jahre später konnte Bette Davis mit der Titelrolle und als Partnerin Henry Fondas in William Wylers Gesellschaftsdrama "Jezebel"2) (1938, Jezebel – Die boshafte Lady1)) ihrem zweiten "Oscar"-Erfolg verbuchen – sie mimte brillant eine dickköpfige Südstaatenschönheit, die ihren geliebten Mann vertreibt.
In den folgenden Jahren spielte Bette Davis häufig die boshafte, neidische, vom Leben betrogene Frau. Sie war vor allem in Gesellschaftsdramen, Melodramen, Gangster- und Kriminalfilmen, seltener in Komödien, Western oder Musikfilmen zu sehen. Unter ihren rund 100 Filmen sind einige Produktionen bzw. Bette Davis als eindrucksvolle Mimin in nachhaltiger Erinnerung geblieben. So beispielsweise in
Sehenswert ist auch ihre Darstellung als gealterte, einsame englische Königin Elizabeth I. in Michael Curtiz' Historiernfilm "The Private Lives of Elizabeth and Essex"2) (1939, Günstling einer Königin1)) mit Errol Flynn als Partner, ebenso wie die unglückliche Ehefrau in King Vidors Melodram "Beyond the Forest"2) (1949, Stachel des Bösen1)) oder die "Apfel-Annie" in Frank Capras amüsanten Gesellschaftskomödie "Pocketful of Miracles"1) (1961, Die unteren Zehntausend2)). Grandios ihre Rolle als wahnsinniger, gealterter Kinderstar in dem Horrorstreifen "What ever happened to Baby Jane?"1) (1962, Was geschah wirklich mit Baby Jane?2)), dem deutschen Publikum wurde sie auch mit der Figur der Charlotte in Robert Aldrichs Psychothriller "Wiegenlied für eine Leiche"1) (1964, Hush hush sweet Charlotte2)) bekannt, einem Film, der für sieben "Oscars" nominiert war.  
In ihren letzten Film- und Fernsehauftritten konzentrierte sich die Davis auf markante Charakterrollen wie beispielsweise als Mrs. Taggart in der schwarzen Komödie "The Anniversary"1) (1968, Die Giftspritze) oder der Figur der Marie van Schuyler in John Guillermins Agatha Christie-Verfilmung "Tod auf dem Nil"1) (1978, Death on the Nile2)). Zu ihren letzten Arbeiten für das Kino zählen der Thriller "The Watcher in the Woods"1) (1980, Schreie der Verlorenen) und die Bühnenadaption "The Whales of August"1) (1987, Wale im August).
Seit den 1970er Jahren übernahm Bette Davis auch verschiedentlich Aufgaben für das Fernsehen, zu nennen ist etwa das Melodram "Right of Way"1) (1983, Am Ende des Weges), wo sie das erste (und letzte Mal) gemeinsam mit James Stewart auftrat.
Neben ihrer Arbeit für den Film stand Bette Davis gelegentlich auf der Bühne, so in New York in der Revue "Twoís Company" (1952), der dramatisierten Lesung "The World of Carl Sandburg" (1960) sowie in dem Drama "Die Nacht des Leguan" (1961) von Tennessee Williams; wegen Differenzen mit den Co-Darstellern Margaret Leighton1) (1922 – 1976) und Patrick O'Neal1) (1927 – 1994) verließ Bette Davis die Broadway-Produktion bereits vier Monate nach der Premiere – offiziell wegen "chronischer Krankheit".
1962 erschien ihre Autobiographie "The Lonely Life". Weitere Biographien veröffentlichte der Star 1987 unter dem Titel "This 'n' That" sowie 1990 "I'd Love to Kiss You: Conversations mit Bette Davis".

Bette Davis 1981 zusammen mit Elizabeth Taylor
Urheber: Alan Light; Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com (= Originalfoto)

Bette Davis 1981 zusammen mit Elizabeth Taylor; Urheber: Alan Light; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com (= Originalfoto)
Bette Davis wurde 1941 für ein Jahr zur Präsidentin der amerikanischen "Academy of Motion Picture Arts and Sciences"1) gewählt, die vor allem durch die Verleihung des "Academy Awards" ("Oscar"1)) bekannt geworden ist.. Bereits 1946 hatte sie zudem ihre eigene Filmgesellschaft gegründet. Das "American Film Institute" zeichnete sie 1977 als erste Frau mit dem "Life Achievment Award"1) für ihr beeindruckendes Lebenswerk aus. So war Bette Davis 1962 die erste Person, die zehn "Oscar"-Nominierungen als "Beste Schauspielerin" oder "Bester Schauspieler" auf sich vereinigen konnte, zudem wurde sie als erste Schauspielerin fünf Jahre hintereinander für den Oscar nominiert (1939–1943). Im Laufe ihrer Karriere häuften sich die Preise nicht nur für ihre schauspielerischen Leistungen, so wurde Bette Davis 1982 die Ehre zuteil, mit der "Distinguished Civilian Service Medal" die höchste zivile Auszeichnung des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten zu erhalten. Die Medaille würdigte ihre Gründung (zusammen mit John Garfield1)) bzw. umfangreiche Mitarbeit am Projekt "Hollywood Canteen"1) während des Zweiten Weltkriegs. An weiteren Auszeichnungen sind unter anderem zu nennen der "Award of Excellence" (1982) des "Film Advisory Boards", der "Crystal Award" (1983), der "Life Achievement Award" (1983) der "American Theater Arts" und der "César d’honneur"1) (1986). 1987 wurde Davis von der französischen Regierung zum Mitglied der "Ehrenlegion" für ihre Verdienste für den Film ernannt, im gleichen Jahr erhielt sie den "Kennedy-Preis"1) → Übersicht der schauspielerischen Auszeichnungen bei Wikipedia.
Sie gilt vielen als das bad girl. Sie spielt in ihrer langjährigen Karriere zahlreiche habgierige Erbinnen, mörderische Ehefrauen oder verschmähte, eifersüchtige und unversöhnliche Geliebte. Die Frauen, die sie verkörpert, sind klug und beherrscht, unabhängig und scharfzüngig, hart und berechnend. Sie besitzen immer eine ganz eigenwillige Individualität. Ihre Rollen spielt Bette Davis mit einer Leidenschaft und Intensität, die ihr selten jemand nachmachen kann. Sie brilliert im film noir durch bissige Kaltschnäuzigkeit, behauptet sich selbstbewußt in der Männerwelt. notiert www.film-zeit.de.
  
Bette Davis, die schon zu Lebzeiten als die "First Lady" der amerikanischen Filmszene bezeichnet wurde, stand, obwohl es ihr in den letzten Jahren gesundheitlich nicht gut ging, bis zuletzt vor der Kamera. Sie erlag am 6. Oktober 1989 im Alter von 81 Jahren im "Amerikanischen Krankenhaus" von Neuilly-sur-Seine (Frankreich) ihrem Brustkrebsleiden; wenige Tage zuvor hatte sie im spanischen San Sebastián das Filmfestival besucht und den Ehrenpreis "Donostia Lifetime Achievement Award" entgegengenommen. Ihre letzte Ruhe fand Bette Davis auf dem "Forest Lawn Memorial Park" (Hollywood Hills), neben ihrer Mutter Ruth (1885 – 1961) und ihrer Schwester Barbara (1909 – 1979) → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons. Auf ihrem Grabstein steht geschrieben "She did it the hard way" (dt.: Sie nahm den harten Weg), ein Epitaph, welches sie in ihrer Biografie "Mother Goddam" erwähnte und ihr vom Regisseur Joseph L. Mankiewicz kurz nach Beendigung der Dreharbeiten zu "Alles über Eva" vorgeschlagen wurde. 1997 gründeten ihre Testamentsvollstrecker Michael Merrill, ihr Sohn, und ihre ehemalige Assistentin Kathryn Sermak die "Bette Davis Foundation", die mit College-Stipendien junge Schauspieler und Schauspielerinnen fördert.3)
 
Das Privatleben der Leinwandlegende war oft nicht unbedingt als glücklich zu bezeichnen, drei ihrer insgesamt vier Ehen endeten vor dem Scheidungsrichter. Die Mitte August 1932 geschlossene Ehe mit dem Trompeter Oscar Harmon Nelson zerbrach Anfang Dezember 1938, zwei Jahre später trat Bette Davis Ende Dezember 1940 mit dem Restaurantbesitzer Arthur Farnsworth vor den Traualtar, der am 25. August 1943 verstarb. Ehemann Nummer 3 wurde am 30. November 1945 der Boxer, Maler und Physiotherapeut William Grant Sherry, von dem sie sich trotz der gemeinsamen Tochter Barbara (geb. 1947) am 3. Juli 1950 scheiden ließ. Nur wenige Wochen später ehelichte Bette Davis am 28. Juli 1950 ihren Schauspielkollegen aus "Alles über Eva", Gary Merrill4) (1915 – 1990), die Scheidung erfolgte am 6. Juli 1960. Gemeinsam mit Merrill adoptierte sie das Mädchen Margot und den Jungen Michael. Die leibliche Tochter Barbara Davis-Hyman veröffentliche 1985 unter dem Titel "My Mother’s Keeper" ein Buch, dass kritisch die Mutter-Tochter-Beziehung des Leinwandidols beleuchtet.

Im Hamburger "St. Pauli Theater" wurde seit 12. Juni 2007 unter der Regie von Horst Königstein das Programm "Solo für Bette – Die Bette Davis Show" aufgeführt. Loni von Friedl spielt diese Schauspielerin alterslos – irgendwo zwischen 50 und 70 Jahre alt. Königstein hatte bereits vor einigen Jahren mit großen Erfolg das Leben von Bette Davis' ärgsten Widersacherin Joan Crawford in "Nächte mit Joan" mit Nadja Tiller auf die Bühne gebracht. Auch im Herbst 2010 wurde die Hommage an die legendäre Film-Ikone Bette Davis erfolgreich aufgeführt, so im Berliner "Theater O-TonArt"; mehr auf der Webseite von Loni von Friedl, www.vonfriedl.de.
Zwei "Sterne" auf dem "Hollywood Walk of Fame" erinnern an die außergewöhnliche Schauspielerin, 1999 wählte sie das "American Film Institute" auf Platz zwei der 25 größten Hollywood-Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts, hinter Katharine Hepburn. Anlässlich ihres 100. Geburtstags ehrte der "United States Postal Service" Bette Davis 2008 mit einer Sondermarke, die Marke zeigt ein Bild von Davis in ihrer Rolle als Margo Channing in dem Film "Alles über Eva".
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Offizielle (englischsprachige) Website: www.bettedavis.com
siehe auch Wikipedia und www.fembio.org
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie Wikipedia
Link: 1) Wikipedia, 2)  prisma.de, 4) Wikipedia, englisch
Quelle: 3) Wikipedia
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