Judy Garland am 15. März 1969 anlässlich ihrer letzten Hochzeit (mit Mickey†Deans) mit ihrer Hochzeitstorte; Quelle: commons.wikimedia.org;  Urheber: Allan Warren*) (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version†1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. Judy Garland wurde am 10. Juni 1922 als Frances Ethel Gumm und Tochter des Vaudeville-Künstlers Francis Avent "Frank" Gumm (1886 – 1935) und dessen Ehefrau Ethel Marion Milne (1893 – 1953) in Grands Rapids (Minnesota) geboren. Mit knapp drei Jahren stand die kleine Frances das erste Mal im Filmtheater ihres Vaters auf der Bühne, 1929 als singendes Mädchen zusammen mit ihren älteren Schwestern Mary Jane, genannt "Suzy" (1915 – 1964) und Dorothy Virginia, genannt "Jimmie", (1917 – 1977) erstmalig vor der Kamera. Es folgten Tourneen als "Gumm Sisters", später als "Garland Sisters".
In Hollywood machte sie als Teenagerstar Karriere, nachdem sie von MGM 1935 einen Filmvertrag auf Veranlassung des Musical-Produzenten Arthur Freed erhalten hatte. Sie erhielt Aufgaben in Musikfilmen wie "Broadway Melody of 1938", war Partnerin von Mickey Rooney in der Komödien-Reihe um Andy Hardy (1938, Love Finds Andy Hardy). 1939 wurde sie als Dorothy in Victor Flemings, nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von L. Frank Baum inszenierten Märchen-Musical "The Wizard of Oz" (Der Zauberer von Oz) zum Star und erhielt für ihre Leistung den "Special Junior Oscar"; der Song "Over the Rainbow"1) avancierte zum Evergreen, erlangte durch die Interpretation des 1997 verstorbenen Hawaiianers "Iz" (Israel Kamakawiwo'Ole1)) neuerliche Popularität. 
 
Foto: Judy Garland am 15. März 1969 anlässlich ihrer letzten Hochzeit
(mit Mickey Deans) vor ihrer Hochzeitstorte
Quelle: Wikimedia Commons
Urheber: Allan Warren*) (www.allanwarren.com); Lizenz: CC BY-SA 3.0
Weitere Angaben zur Lizenz siehe hier
*) Link: Wikipedia, englisch
In den kommenden Jahren prägte Judy Garland – wie sie sich nun mit Künstlernamen nannte – entscheidend die Entwicklung des US-Film-Musicals der 1940er Jahre mit, so in Tanzfilmen von Busby Berkeley wie "For Me and My Gal"1) (1942) oder in aufwendigen Musicals ihres späteren Ehemannes Vincente Minnelli, wie "Meet Me in St. Louis"1) (1944, Heimweh nach St. Louis) oder "The Pirate"1) (1948, Der Pirat). Sehenswert ist auch ihre Titelrolle in dem Musical "Presenting Lily Mars"2) (1943, Bühne frei für Lily Mars), ebenso wie die der Hannah Brown in dem Film "Easter Parade"1) (1948, Osterparade) als Partnerin von Fred Astaire: Ein berühmter Revue-Tänzer bemüht sich auf Grund einer Wette, ein Mädchen vom Ballett zu seiner Tanzpartnerin heranzubilden. Er verliebt sich in sie und während eines Osterspaziergang kommt es zum Happy-End. Die eher belanglose Handlung diente lediglich als Vorwand für brillante Tanznummern und einige Gesangsduette zwischen Fred Astaire und Judy Garland, die hier das einzige Mal gemeinsam auftraten.

Neben der Arbeit für den Film war Judy Garland gleichzeitig für den Rundfunk tätig, machte Schallplattenaufnahmen sowie später wiederholt Konzerttourneen durch Amerika und Europa. Der Preis für diese Traumkarriere war hoch, ein übervoller Terminkalender, fristlose Kündigung bei Veränderung der Stimme oder Figur sowie Korsetts und Pillen vom Filmstudio um den Babyspeck wegzukriegen. Der private Teufelskreis begann: Tabletten zur Beruhigung, zum Schlafen und zum Aufwachen. Depressionen, Migräne und Wutausbrüche – die Garland wurde unzuverlässig und launisch am Drehort. Die Filmgesellschaft MGM zog Konsequenzen und verlängerte 1950 den Vertrag nicht mehr.
Ihr dritter Mann Sidney Luft half ihr dabei, eine erfolgreiche zweite Karriere als Sängerin aufzubauen. Judy Garland konzentrierte sich nun auf Shows und Tourneen durch Europa und die USA. 1954 hatte sie ein triumphales, wenn auch nur kurzfristiges Leinwand-Comeback mit der weiblichen Hauptrolle der Vicky Lester in George Cukors Musical "A Star is Born"2) (1954, Ein Neuer Stern am Himmel1)), wurde für ihre schauspielerische Leistung mit einer "Oscar"-Nominierung sowie dem "Golden Globe"1) als "Beste Komödien- bzw. Musicaldarstellerin" belohnt. Nach zahlreichen Skandalen spielte sie 1961 die dramatische Nebenrolle des Nazi-Opfers Irene Hoffmann in Stanley Kramers preisgekröntem Gerichtsdrama "Judgment at Nuremberg"1) (Das Urteil von Nürnberg), erhielt eine neuerliche "Oscar"-Nominierung als "Beste Nebendarstellerin". Weitere Leinwandauftritte hatte Judy Garland in John Cassavetes' sensiblem Film "A Child Is Waiting"1) (1963, Ein Kind wartet) und in dem Melodram "I Could Go on Singing" (1963, Bretter, die die Welt bedeuten). Ein weiterer Höhepunkt war 1963/64 ihre TV-Serie "The Judy Garland Show" beim Sender CBS.
 
Lebenslang führten psychische, private und gesundheitliche Probleme zu Schwankungen in der Karriere der Judy Garland und letztlich zu körperlicher Zerrüttung. Judy Garland bekam weder ihre Tabletten- noch Alkoholsucht in den Griff. Fünf Ehen, eine Psycho-Therapie, Entzugskuren von Tabletten und Alkohol halfen ihr nicht. Am 22. Juni 1969 starb Judy Garland 12 Tage nach ihrem 47. Geburtstag in London, vermutlich an einer versehentlich eingenommenen Überdosierung ihres Schlafmittels; die Beisetzung fand am 27. Juni 1969 auf dem "Ferncliff Cemetery" in Hartsdale (New York) statt → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Der von Jackie Cooper1) mit Andrea McArdle in der Titelrolle in Szene gesetzte TV-Film "Judy Garland – Lehrjahre eines Hollywood-Stars"1) nach der gleichnamigen Biographie "Rainbow" aus dem Jahre 1975 von Christopher Finch wurde erstmals am 6. November 1978 beim US-Sender "National Broadcasting Company (NBC)" ausgestrahlt, die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 10. Januar 1981 im ZDF.
Judy Garland war fünf Mal verheiratet: Ende Juli 1941 hatte die damals 19-Jährige den Komponisten David Rose1) (1910 – 1990) geheiratet, knapp drei Jahre später wurde das Paar Anfang Juni 1944 geschieden. Dem Regisseur Vincente Minnelli1) (1903 – 1986) gab sie Mitte Juni 1945 das Ja-Wort, Tochter Liza Minelli3), die später eine erfolgreiche Hollywoodkarriere startete, erblickte am 12. März 1946 das Licht der Welt. Doch auch dieser Verbindung war kein langes Glück beschieden, Ende März 1951 erfolgte die offizielle Trennung. Ehemann Nummer 3 wurde Anfang Juni 1952 der Produzent Sidney Luft1) (1915 – 2005), aus dieser Ehe stammen Tochter Lorna Luft1) (geb. 1952) und Sohn Joey Luft (geb. 1955). Nach der Scheidung von Sidney Luft Mitte Mai 1965 ehelichte Judy Garland wenige Monate später den Schauspieler Mark Herron4) (1928 – 1996), die Scheidung erfolgte Anfang Januar 1969. Der wesentlich jüngere Nachtclub-Besitzer Mickey Deans4) (1934 – 2003), den sie Mitte März 1969 heiratete, war ihr letzter Ehemann.
Die Töchter Liza Minnelli und Lorna Luft haben ebenfalls als Sängerinnen und Schauspielerinnen internationale Karriere gemacht.
 

Foto: Judy Garland am Hochzeitstag (15. März 1969) mit Ehemann Nummer 5 Mickey Deans
Quelle: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia
Urheber: Allan Warren*) (www.allanwarren.com); Lizenz: CC BY-SA 3.0
Weitere Angaben zur Lizenz siehe hier
*) Link: Wikipedia, englisch

Judy Garland am Hochzeitstag (15. März 1969) mit Ehemann Nummer 5 Mickey Deans; Quelle: commons.wikimedia.org bzw. Wikipedia;  Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert; Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.whoswho.de, www.djfl.de

Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) prisma.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 4) Wikipedia (englisch)
Lizenz Fotos Judy Garland (Urheber Allan Warren): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Der Zauberer von Oz (auch: Das zauberhafte Land)
Originaltitel: The Wizard of Oz 
Spielfilm, USA 1939
Genre: Fantasy, Kinderfilm, Musical
Regie: Victor Fleming
Musik; Harold Arlen, Herbert Stothart
Darsteller:

Judy Garland: Dorothy Gale, Frank Morgan: Der Zauberer von Oz, 
Ray Bolger: Vogelscheuche, Jack Haley: Zinnmann
Bert Lahr: Löwe, Billie Burke: Glinda, die gute Hexe des Nordens
Margaret Hamilton: Die böse Hexe des Westens, Charley Grapewin: Onkel Henry
Buchvorlage: Lyman Frank Baum1) (1856 – 1919): "The Wonderful Wizard of Oz"1)
(Links: Wikipedia)
 

Toto, Dorothys geliebter Hund, hat die reiche Miß Gulch gebissen und soll deswegen eingeschläfert werden. Dorothys Pflegeeltern Tante Em und Onkel Henry können nichts dagegen unternehmen und auch die drei Farmgehilfen sind keine Hilfe.
Was bleibt Dorothy anderes übrig, als auszureißen. Doch ein Wirbelsturm treibt sie zurück zum Haus. Sie schafft es gerade noch in ihr Zimmer, da trifft sie ein aufspringendes Fenster und sie fällt in Ohnmacht. Das Haus steigt mit dem Wirbel auf.
Als Dorothy aufwacht, befindet sie sich in ihrem Traumland Oz – jenseits des Regenbogens. Auf Anraten einer Fee macht sich Dorothy auf den Weg zum Zauberer von Oz, der ihr den Heimweg zeigen kann. Drei seltsame Gestalten schließen sich ihr an: eine Vogelscheuche, die den Zauberer um Verstand bitten möchte, ein Zinnmann, der sich ein Herz wünscht und ein Löwe, dem der Mut fehlt.
Als die vier Gestalten endlich in der smaragdenen Stadt beim Zauberer von Oz ankommen, ist das Abenteuer jedoch noch längst nicht vorbei …

Quelle: www.kinderfilm-online.de

Lexikon des internationalen Films:
Ein Musical-Klassiker, der einiges an Patina angesetzt hat, heute nur in Einzelszenen gelungen scheint, aber nach wie vor gute Unterhaltung bietet.
www.deutsches-filminstitut.de:
Ein voll Phantasie und skurriler Einfälle überbordender Fantasyfilm, der auch heute noch Zuschauer jeden Alters verzaubert und zu den größten Klassikern des phantastischen Kinos zählt. Den Oscar als bester Film gewann damals ein anderer (ebenfalls von Victor Fleming inszenierter und ebenso populär gebliebener) Film: VOM WINDE VERWEHT.
 
Auszeichnungen siehe Wikipedia

Weitere Infos zum Film bei Dirk Jasper Filmlexikon, www.dieterwunderlich.de, Wikipedia, prisma.de

    

Sonstige Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de)
  • 1929: The Big Revue
  • 1929: A History In Storyland
  • 1929: The Wedding Of Jack And Jill
  • 1929: Bubbles
  • 1935: La Fiesta De Santa Barbara
  • 1936: Every Sunday
  • 1936: Pigskin Parade
  • 1937: Broadway Melodie 1938 (Broadway Melody of 1938)
  • 1937: Thoroughbreds Donít Cry
  • 1938: Vorhang auf für Judy (Everybody Sing)
  • 1938: Love Finds Andy Hardy
  • 1938: Listen, Darling
  • 1939: Musik ist unsere Welt (Babes in Arms)
  • 1940: Andy Hardy Meets Debutante
  • 1940: Heiße Rhythmen in Chicago (Strike Up the Band)
  • 1940: Little Nellie Kelly
  • 1941: Mädchen im Rampenlicht (Ziegfeld Girl)
  • 1941: Life Begins for Andy Hardy
  • 1941: Babes On Broadway
  
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