Anne-Marie Blanc wurde am 2. September 1919 als Tochter eines Grundbuchverwalters und Älteste von drei Kindern im Schweizerischen Vevey am Genfer See (Kanton Waadt) geboren. Ihre Mutter Valentine Chevallier entstammt einer Bankiersfamilie und ist erst 22 Jahre alt, als sie sich in den gutaussehenden, wesentlich älteren, verwitweten Grundbuchverwalter Louis Blanc mit vier schulpflichtigen Kindern verguckt und die große – und noch weiter anwachsende – Familie übernimmt. Doch der Vater ist ein Trinker und Schürzenjäger. 1930 verläßt ihn die Mutter und zieht mit ihren Kindern Anne-Marie, Françoise und Jaques zu ihrer Schwester, die in Bern ein Höhere-Töchter-Pensionat führt, wo sie als Hausdame arbeiten kann. Das Unglück der Mutter ist Anne-Maries Glück: Sie findet dort zwei Lehrerinnen, die sich ihrer annehmen – von der einen lernt sie so gut Deutsch, daß sie ins Progymnasium eintreten kann, und die andere fördert Anne-Maries künstlerische Ambitionen.*)
Nach dem Besuch der Primarschule und dem Humanistischen Gymnasium in Bern, welches sie mit der Matura abschloss, begann sie 1938 als Elevin am "Schauspielhaus Zürich", ließ sich gleichzeitig von Ernst Ginsberg1) (1904 – 1964) und Wolfgang Heinz1) (1900 – 1984) zur Schauspielerin ausbilden, nahm zudem Sprechunterricht bei Ellen Widmann2) (1894 – 1985). Bis 1952 gehörte Anne-Marie Blanc als festes Ensemblemitglied dem "Schauspielhaus Zürich" an, danach war sie freischaffend tätig.

Anne-Marie Blanc als Gritli Störteler in "Die missbrauchten Liebesbriefe" (1940)
Quelle/Link:  cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich,
mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); © Praesens-Film AG

Anne-Marie Blanc als Gritli Störteler in "Die missbrauchten Liebesbriefe" (1940); Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich",mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); Copyright Praesens-Film AG
Sie gastierte in Basel am "Stadttheater" und an der "Komödie", trat am "Stadttheater Luzern" und insbesondere am "Ateliertheater" in Bern auf. Zudem spielte sie im Rahmen von Theatertourneen an zahlreichen deutschen und österreichischen Bühnen, so in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin, Wien und Innsbruck sowie bei verschiedenen Festspielen.
Am "Zürcher Schauspielhaus" gehörte sie schon bald zu den herausragenden Charakterdarstellerinnen, überzeugte unter anderem 1942 unter der Regie von Leopold Lindtberg1) als Schülerin Thea in Frank Wedekinds Drama "Frühlings Erwachen"1). Sie gestaltete die großen Frauenrollen der klassischen Bühnenliteratur, beispielsweise die Desdemona in Shakespeares "Othello"1) (1944), die Hedwig in Schillers "Wilhelm Tell"1) (1946), die Prinzessin von Eboli in Schillers "Don Karlos"1) (1950), die Portia in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig"1) (1950), war aber auch in Stücken der Moderne erfolgreich. So erlebte man sie unter anderem als Waltraut von Mohrungen, genannt "Pützchen" in der gefeierten Uraufführung (14.12.1946) von Carl Zuckmayers Drama "Des Teufels General"1) in einer Inszenierung von Heinz Hilpert1) mit Gustav Knuth2) in der Titelrolle, mit Werner Kraut3) erarbeitete sie die Figur der Rea in Friedrich Dürrenmatts Komödie "Romulus der Große"1) (1949). Weitere Erfolge konnte sie unter anderem als Margie in O'Neills Schauspiel "Der Eismann kommt" (1950) oder als Elmire in Molières "Tartuffe"1) (1951) verbuchen. Nachdem sie bisher überwiegend das Leichte, Elegante und Komödiantische vertreten hat, wechselt sie in den 1970er Jahren ins Charakterfach. Spektakulär ist ihr Auftritt als versoffene Obdachlose in dem Stück "Der Krüppel von Inishmaan", eine Gedächtnis-Glanzleistung der zweieinhalbstündige Bühnenmonolog in "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe"1). Ihren Bühnenabschied gibt Anne-Marie Blanc 2004 mit dem Zweipersonenstück "Savannah Bay" von Marguerite Duras1). Ihre Bühnenpartnerin ist ihre Enkelin Mona Petri-Fueter.*) → mehr zum Theaterwirken im "Theaterlexikon der Schweiz" → online tls.theaterwissenschaft.ch.
Anne-Marie Blanc als "Gilberte de Courgenay" (1941); Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich",mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); Copyright Praesens-Film AG Eine erste Rolle im Film erhielt Anne-Marie Blanc von Regisseur Leopold Lindtberg als Sonja Witschi, Tochter des erschossen aufgefundenen Handelsreisenden Wendelin Witschi, in dem in schweizerdeutsch gedrehten Krimi "Wachtmeister Studer"1) (1939), basierend auf dem Roman "Schlumpf Erwin Mord"1) des Schweizer Autors Friedrich Glauser1) → cyranos.ch. Es folgte Lindtbergs, ebenfalls in schweizerdeutsch realisierte Komödie Die missbrauchten Liebesbriefe1) (1940) nach der gleichnamigen, amüsant-ironischen Geschichte aus dem Novellenzyklus "Die Leute von Seldwyla"1) (1865) von Gottfried Keller1), wo sie als Gritli Störteler und Partnerin Paul Hubschmids verstärkt Aufmerksamkeit erregte. Zum absoluten Publikumsliebling bzw. ersten weiblichen Filmstar der Schweiz avancierte die 21-Jährige mit der Titelrolle in Franz Schnyders Biopic "Gilberte de Courgenay"1) (1941) über die Schweizer Kellnerin Gilberte Montavon1) (1896 – 1957), die unter dem Namen "Gilberte de Courgenay" während des 1. Weltkrieges zum Soldatenidol bzw. später zur patriotischen Kultfigur wurde. Der Streifen, welcher am 17. April 1941 in Zürich Premiere feierte, gilt als einer der besten Filme, welche die Schweizer " Geistige Landesverteidigung"1) hervorgebracht hat → cyranos.ch, mit umfangreichem Fotomaterial.
 
Anne-Marie Blanc als "Gilberte de Courgenay" (1941)
Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich,
mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); © Praesens-Film AG
Leopold Lindtberg nutzte das schauspielerische Potential von Anne-Marie Blanc in zwei weiteren schweizerdeutschen Produktionen, in dem Historienfilm "Landammann Stauffacher"1) (1941) mit Heinrich Gretler als Werner Stauffacher1) verkörperte sie dessen Tochter Margret, in "Marie-Louise"1) (1944), der Geschichte eines französischen Mädchens, das im Zuge der Kinderhilfe des Schweizerischen "Roten Kreuzes" 1940, während des deutschen Vormarsches in Frankreich, in eine Schweizer Familie aufgenommen wird, spielte sie an der Seite der kleinen Titelheldin Josiane Hegg die Helferin Heidi Rüegg, welche Marie-Louise zu sich nach Hause holt → cyranos.ch.
Nach Kriegsende wurde die Mimin in Paris von Jean Boyer in dem Krimi-Melodram "So stirbt man nicht" (1946, On ne meurt pas comme ça) besetzt und spielte mit Erich von Stroheim, im darauffolgenden Jahr erlebte man sie in der von Sigfrit Steiner gedrehten und Ehemann Heinrich Fueter produzierten Literaturadaption "Matura-Reise" (1947) sowie in dem britischen Film "White Cradle Inn" (1947). Einen Sieben-Jahres-Vertrag in Hollywood lehnte Anne-Marie Blanc übrigens 1947 aus familiären Gründen ab.
 
Anne-Marie Blanc als …
Margret Stauffacher in "Landammann Stauffacher" (1941); Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich",mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); Copyright Praesens-Film AG Margret Stauffacher in "Landammann Stauffacher" (1941); Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich",mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); Copyright Praesens-Film AG Anne-Marie Blanc als Sonja Witschi in "Wachtmeister Studer" (1939); ; Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich",mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); Copyright Praesens-Film AG
Margret Stauffacher in "Landammann Stauffacher"4) (1941) Sonja Witschi in
"Wachtmeister Studer"4) (1939)
Quelle: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich,
mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); © Praesens-Film AG
  
In den 1950er Jahren trat Anne-Marie Blanc in einer Vielzahl von Kinoproduktionen in Erscheinung, zeigte sich mit Käthe Dorsch und Hans Holt in dem in Österreich gedrehten Volksstück "Das Kuckucksei" (1950), mit Attila Hörbiger und Adrian Hoven in dem Melodram "Gefangene Seele" (1952), wurde von Volker von Collande in der ebenfalls dramatischen Geschichte "Ich warte auf dich" (1952) besetzt. In dem humorvollen Unterhaltungsstreifen "Palast Hotel"4) (1952) tauchte sie als Hotelbesitzerin neben Frauenschwarm Paul Hubschmid auf, mimte, erneut an der Seite von Hubschmid sowie Sonja Ziemann, die verwitwete Aline Deshuges in Paul Martins Romanverfilmung "Mit siebzehn beginnt das Leben"1) (1953). Es folgte die Rolle der Großherzogin Christine in der musikalischen Komödie "Hoheit lassen bitten" (1954), mit Rudolf Prack und Winnie Markus spielte sie in dem Melodram "Roman eines Frauenarztes" (1954), mit dem Kinderstar Oliver Grimm in "Frühlingslied"1) (1954). Eine schweizerdeutsche Dialektfassung entstand unter dem Titel "'s Vreneli vom Eggisberg", der deutsche Fernsehtitel lautete "Heidi und ihre Freunde".
Nach mehrjähriger Pause trat Anne-Marie Blanc erst wieder für Victor Vicas' Streifen "SOS – Gletscherpilot"1) (1959), eine semi-dokumentarische Darstellung von Bergnot und Rettungsaktionen, vor die Kinokamera, der Gletscherpilot Hermann Geiger1) wurde von dem Schweizer Rettungsflieger und Pionier des Gletscherflugs selbst verkörpert. In Paul Mays prominent besetzten John Knittel-Verfilmung "Via Mala"1) (1961) stellte sie die Frau von Richenau dar, um dann nach erneuter Pause in den beiden Karl May-Adaptionen "Durchs wilde Kurdistan"1) (1965) und "Im Reiche des silbernen Löwen"1) (1965) in das Kostüm der Königin Mara Durimeh5) zu schlüpfen.
Die Leinwandauftritte in den folgenden Jahren waren eher sporadisch, eine Hauptrolle übernahm sie unter anderem als Senta von Meissen, die in dem Krimi "Klassezämekunft"1) (1988) acht Schulkameraden zu einem Klassentreffen einlädt, in Gertrud Pinkus' Sittengemälde "Anna Göldin – Letzte Hexe"1) (1991) über die der Hexerei bezichtigten und hingerichteten Anna Göldi1) (1734 – 1782) stellte sie die Ehefrau von Annas Dienstherrn Melchior Zwicky (Frank Demenga) dar.

Anne-Marie Blanc als Frau Gruber in "SOS – Gletscherpilot" (1959)
Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich,
mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); © Praesens-Film AG

Anne-Marie Blanc als Frau Gruber in "SOS – Gletscherpilot" (1959); ; Quelle/Link: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich",mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich); Copyright Praesens-Film AG
Danach erlebte man sie noch mit der Nebenrolle der Schweizer Rechtsanwältin Dr. Schröder in Ottokar Runzes Literaturverfilmung "Der Vulkan"6) (1999), basierend auf dem autobiografisch gefärbten Roman "Der Vulkan. Roman unter Emigranten" von Klaus Mann1). Einen letzten Leinwandauftritte hatte sie als Richterin Gottscheid in der deutsch-schweizerischen Produktion "Im Namen der Gerechtigkeit" (2001) → Filmlexikon.
 
Zwischen den vielfältigen Aufgaben am Theater sowie vor der Kinokamera wirkte Anne-Marie Blanc seit Ende der 1950er Jahre in etlichen Fernsehspielen mit. So sah man sie beispielsweise unter der Regie von Falk Harnack als Mrs. Edgar Rice in dem Gerichtskrimi "Der Prozeß Mary Dugan"7) (1960), als Lady Caroline in Theo Metzgers spannenden Story "Gäste auf Woodcastle"7) (1960) und als Ehefrau des scheinbar so großmütigen Edgar Marr (Konrad Georg) in "Der Zinnkrug"7) (1961), gedreht nach dem Theaterstück "The Tin Cup" von Richard Reich. Sie gehörte unter anderem zur Besetzung des TV-Spiels "Der Gefangene der Botschaft"1) (1964), neben Mathias Wieman2) und Willy Birgel2), die die Hauptrollen verkörperten, traten hier eine Reihe weiterer Darsteller vom "Schauspielhaus Zürich" in Erscheinung.
Anne-Marie Blanc mit Christian Wolff in der "Scheingemahl"; Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von "Pidax film", welche die Romanverfilmung Anfang Februar 2014 auf DVD herausbrachte Für Regisseur Wolfgang Becker gab sie die Miss Patrick in dem mit Joachim Fuchsberger, Nadja Tiller und Karin Hübner prominent besetzten ZDF-Krimi "Hotel Royal"1) (1969), mimte die verwitwete, verarmte Baronin Oldenau in der von Gert Westphal in Szene gesetzten Hedwig Courths-Mahler-Verfilmung bzw. dem nostalgischen Adelsepos "Der Scheingemahl" (1974) mit Christian Wolff2) als deren Sohn Baron Horst von Oldenau und Herlinde Latzko2) als Unternehmertochter Margot Hartmann, die sich in den feschen Horst verliebt. Man sah Anne-Marie Blanc mit tragenden Rollen in dem Psychothriller "Nestbruch" (1980), in der Komödie "Haus im Süden" (1984) und in der heiter-melancholischen Geschichte "Konzert für Alice" (1985).
 
Anne-Marie Blanc mit Christian Wolff in der "Scheingemahl"
Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von "Pidax film",
welche die Romanverfilmung Anfang Februar 2014 auf DVD herausbrachte
In der von Peter Weck inszenierten Krimikomödie "Abschiedsvorstellung"1) (1986) kam sie als die vermeintlich einst gefeierte Sängerin Elisabeth Wisotzki daher, und auch ein "Tatort" gehört zu ihrer TV-Filmografie: In "Marion"1) (1992), in dem Kommissar Reto Carlucci (Andrea Zogg) in Bern einen Mord innerhalb einer verstrittenen Aristokratenfamilie aufklären muss, geriet auch sie als Helen Egner-von Stampfli in das Visier des Ermittlers. Mehrere Folgen lang (91–116) spielte sie 2001/2002 in der Schweizer TV-Soap "Lüthi und Blanc"1) die Esther Weiss, betagte Tante von Alex (Raphael Clamer), die den Holocaust überlebt hat; diese Figur verkörperte sie dann noch einmal 2004/2005 in den Episoden "Im Rampenlicht" (Folge 177) und "Der liebe Onkel" (Folge 219) → fernsehserien.de.
Eine interessant Rolle war die der Hedwig Pringsheim1) (1855 – 1942), Mutter der mit dem Nobelpreisträger Thomas Mann1) verheirateten Katia Mann1), in Heinrich Breloers hochgelobtem, preisgekröntem Dreiteiler "Die Manns – Ein Jahrhundertroman" (2001), unter anderem mit Armin Mueller-Stahl als Schriftsteller Thomas Mann und Monica Bleibtreu als Katia Mann.
 
Insgesamt spielte Anne-Marie Blanc im Laufe ihrer langen, erfolgreichen Karriere über 250 Theater-, Film- und Fernsehrollen. Ihr Name blieb bis ins hohe Alter unzertrennlich mit der "Gilberte de Courgenay" verbunden, welche sie als junge Schauspielerin berühmt machte. "Schon damals offenbarte sich der ganz spezielle Zauber, der Anne-Marie Blanc auch heute noch umwebt: "Leichtigkeit, Humor und Noblesse", wie es  986 treffend in der Laudatio für den "Hans-Reinhart-Ring hiess." notierte www.swissinfo.ch anlässlich ihres 85. Geburtstages.
Ihre herausragenden Leistungen lassen sich an etlichen Preisen ablesen, so erhielt sie 1981 als erste Schauspielerin den "Armin-Ziegler-Preis" (→ Armin-Ziegler-Stiftung), 1986 folgte der "Hans Reinhart-Ring"1) für ihre Darstellungskunst. 1989 konnte sie die "Goldene Nadel" des "Zürcher Schauspielhauses" entgegennehmen, 1995 wurde sie mit dem Preis der "Bürgi-Willert-Stiftung" (→ www.buergi-willert.ch), 1996 mit dem "Ehren-Prix Walo"1) ausgezeichnet und ein Jahr später in Italien mit der "Goldenen Maske" (Maschera d'oro). 2004 wurde ihr nach ihrem letzten Bühnenauftritt am "Zürcher Schauspielhaus" von Stadtpräsident Elmar Ledergerber1) die "Anerkennungsmedaille der Stadt Zürich für kulturelle Verdienste" überreicht.
2001 entstand von der Schweizer Schriftstellerin und Regisseurin Anne Cuneo1) die Dokumentation "La petite Gilberte. Anne-Marie Blanc, comédienne (La petite Gilberte. Anne-Marie Blanc, ein Porträt).
 
Die Charakterdarstellerin und "Grande Dame" des Schweizer Films Anne-Marie Blanc starb am 5. Februar 2009 im hohen Alter von 89 Jahren in einem Alterswohnheim in Zürich-Enge (Schweiz), wo sie seit 2006 lebte. Eine Trauerfeier bzw. ein Gedenk- und Abschiedsgottesdienst fand am 14. Februar 2009 in der Kirche "St. Peter" in Zürich statt, neben Familienangehörigen und Freunden erwiesen zahlreiche Schweizer Schauspielerinnen und Schauspieler Anne-Marie Blanc die letzte Ehre; beigesetzt wurde sie zu einem späteren Zeitpunkt im engen Familienkreis. Der Nachlass ("Anne-Marie Blanc-Archiv") befindet sich im Stadtarchiv Zürich → amsquery.stadt-zuerich.ch (PDF).
Seit 1940 war sie mit dem Filmproduzenten und Gründer der Schweizer "Condor Film A.G."1) Heinrich Fueter1) (1911 – 1979) verheiratet gewesen und Mutter von drei Söhnen, dem Filmproduzenten Peter-Christian Fueter1) (* 28.12.1941), dem Filmproduzenten, Regisseur, Kameramann und Pionier des Schweizer TV-Spots Martin A. Fueter8) (* 07.08.1944) sowie dem Musiker und Komponisten Daniel Fueter3) (* 25.09.1949). Dessen Tochter Mona Petri1) ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf und trat somit in die Fußstapfen ihrer Großmutter.
Quellen (unter anderem) Wikipedia, www.cyranos.ch, tls.theaterwissenschaft.ch,
Historisches Lexikon der Schweiz, www.fembio.org
*) Quelle: www.fembio.org
Link:
1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) tls.theaterwissenschaft.ch, 4) cyranos.ch, 
5) karl-may-wiki.de, 6) filmportal.de, 7) Die Krimihomepage, 8) www.whoswho.de
    
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Link: Wikipedia, cyranos.ch, filmportal.de, Die Krimihomepage)
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