| Benny Goodman |
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Benny Goodman wurde am 30. Mai 1909 als Benjamin David Goodman und
neuntes Kind jüdischer Einwanderer aus Russland, die vor den dortigen Pogromen
geflohen waren, in Chicago geboren. Sein Vater, der in Russland Schneider
gewesen war, musste seine Familie in Amerika mit harter Arbeit in Schlacht-
und Viehhöfen durchbringen und zusammen mit seinen zwölf Geschwistern wuchs
der junge Benjamin in ärmlichen Verhältnissen im jüdischen Chicagoer Ghetto auf.
Schon mit neun Jahren machte der spätere "King of Swing" erste
Übungen auf der Klarinette, erhielt mit Unterstützung seiner Eltern David and Dora Goodman
wie einige seiner Brüder Musikstunden in der örtlichen Synagoge,
nicht zuletzt weil die Eltern glaubten, dass dies ein Weg aus der Armut sein
könnte. Als seine Eltern das musikalisches Talent ihres Sohnes erkannten, schickten sie ihn zum "Hull House", einer sozialen Organisation, wo er seine Studien fortsetzen konnte. Später ermöglichten sie ihm ab 1919 eine zweijährige Ausbildung bei dem Klassiklehrer Franz Schoeppe vom "Chicago Musical College". Als sein Vater starb, musste der vierzehnjährige Junge zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, verließ die Schule und spielte als professioneller Musiker auf Ausflugsdampfern des Michigansees sowie in örtlichen Nachtclubs. Mit 16 Jahren kam er dann zu der Band von Art Kassel, anschließend zum Bandleader und Drummer Ben Pollak, wo er sich zwischen 1925 und 1929 in dessen Ensemble als Klarinettist einen Namen machte; sein erstes auf Schallplatte veröffentlichtes Solo "He's the Last Word" mit der Pollack-Band erschien 1926.
Bald avancierte Goodman in New York zu einem gefragten
Studiomusiker und gründete dann1934 seine eigene erste 13 Mann starke
Bigband, der unter anderem Bunny Berigan an der Trompete, Jess Stacey am Klavier
und Gene Krupa am Schlagzeug angehörte. Vorher hatte er bereits
als "Benny Goodman&His Orchestra" Platten veröffentlicht; seine erste Hitnotierung
findet man in den US-Charts bereits im Januar 1931 mit "He's Not Worth
Your Tears". Schon ab 1934 hatte mit seiner Bigband eigene Radioprogramme gestaltet, wie die dreistündigen Live-Radio-Show "Let's Dance" und zwischen 1937 und 1949 ging er mit der Sendung "Camel Caravan" regelmäßig auf Sendung. Im Gegensatz zu Glenn Miller vollzog Goodman nie den letzten Schritt zur reinen Tanz- oder Schlagermusik und seine unnachahmliche Art, mit virtuoser Technik auf der Klarinette schwierigste Passagen zu zelebrieren, blieb bis heute unerreicht. Im Laufe seiner Karriere brachte es Goodman auf rund 160 Hiteintragungen in den amerikanischen Charts, darunter waren so erfolgreiche Titel wie "Moon Glow" (1934), "How High The Moon" (1940), "Jersey Bounce" (1942), "Take Me" (1942), "Why Don't You Do Right" (1943), "It's Only A Paper Moon" (1945), "A Gal In Calico" (1947), "On A Slow Boat To China" (1948) oder "Memories Of You" (1956), um nur einige wenige Titel zu nennen.
Goodman veröffentlichte unzählige
Schallplatten, trat in in Filmen, Radio- und Fernsehshows, wurde auf
zahlreichen Tourneen rund um den Globus unter anderem auch 1962
in Russland als amerikanische Idolfigur gefeiert und mit seiner Swing-Musik begeistert
er noch heute seine unzähligen Fans weltweit. Gespaltener Meinung waren die
Kritiker über Goodmans klassische Aufnahmen mit Werken von Mozart, Brahms,
Bartók, Debussy, Händel, Bernstein, Stravinsky oder Hindemith.
Einige Biografen berichten, dass Benny Goodman menschlich schwierig gewesen sein soll; von
vielen wurde er als launisch, jähzornig und geizig beschrieben und seine
Bandmitgliedern hatten es wohl nicht immer leicht mit ihm, einem Mann, der
für Perfektion und eiserne Disziplin bekannt war. Manche Musiker, die mit ihm
zusammenspielten, entwickelten eine Art Hass-Liebe zu Goodman. |
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Englischsprachige Website: www.bennygoodman.com Siehe auch Wikipedia, www.dhm.de |
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