Filmografie
Benny Goodman wurde am 30. Mai 1909 als Benjamin David Goodman und neuntes von zwölf Kindern eines jüdischen Einwanderers in Chicago1) (Illinois1)) in ärmliche Verhältnise hineingeboren. Vater David Goodman (1873 – 1926) war 1892 aus Warschau1), das seit der Zerschlagung des Königreichs Polen1) vom Russischen Kaiserreich1) regiert wurde ("Kongresspolen"1)), vor den zaristischen Progromen geflohen und arbeitete als Schneider. Mutter Dora Grisinsky (1873 – 1964) stammte aus Kaunas1), beide lernten sich in Baltimore1) (Maryland1))  kennen und zogen noch vor Goodmans Geburt nach Chicago. "Mit geringem Einkommen und einer großen Familie zogen sie in das Viertel an der "Maxwell Street"1), ein damals überfülltes Elendsviertel in der Nähe von Bahnhöfen und Fabriken, das von deutschen, irischen, italienischen, polnischen, skandinavischen und jüdischen Einwanderern bevölkert war. Geld war ein ständiges Problem. Sonntags nahm sein Vater die Kinder zu kostenlosen Band-Konzerten im "Douglass Park" mit, wo Goodman zum ersten Mal professionelle Live-Auftritte erlebte.
Um seinen Kindern einige Fertigkeiten und ein Gefühl für Musik zu vermitteln, meldete sein Vater den zehnjährigen Benjamin und zwei seiner Brüder ab 1919 zum Musikunterricht in der örtlichen "Kehelah-Jacob-Synagoge" an." notiert Wikipedia.Bereits in diesem Alter machte der spätere "King of Swing" erste Übungen auf der Klarinette, erhielt zusätzlich zwei Jahre lang Unterricht von Franz Schoepp, einem deutschstämmigen, in klassischer Musik ausgebildeten  Klarinettisten bzw. Mitglied des "Chicago Symphony Orchestra"1). Mit zwölf Jahren spielte Goodman bereits in einem Theaterorchester und in verschiedenen Tanzkapellen der Stadt, unter anderem auch in der Jugend-Band der sozialen Organisation "Hull House" – Franz Schoepp war von all dem wenig begeistert. Doch Goodman hate seine Leidenschaft für die "moderne Musik" entdeckt. Als der Vater 1926 bei einem Verkehrunfall ums Leben kam, verließ er die Schule und spielte als professioneller Musiker auf Ausflugsdampfern des Michigansees sowie in örtlichen Nachtclubs. Ebenfalls 1926 trat er dem Orchster von Ben Pollack1) (1903 – 1971) bei, einer der damals führenden Bands in Chicago, mit der er auf Tournee ging und 1926 seine ersten Schallplatten aufnahm, darunter am 17. Dezember die erste Aufnahme eines von ihm gespielten Klarinetten-Solos mit dem Titel "He’s the Last Word".

Benny Goodman ca. Juli 1946
Urheber/Rechteinhaber: William P. Gottlieb1) (1917 – 2006)
Quelle: Wikimedia Commons;
→ Originalfoto bei "The Library of Congress"1)
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier

Benny Goodman ca. Juli 1946; Urheber/Rechteinhaber: William P. Gottlieb (1917–2006); Quelle: Wikimedia Commons von "The Library of Congress"; Lizenz: gemeinfrei
Zwei Jahre später zog er nach New York City1), wo er für den Rundfunk und als Session-Musiker arbeitete, unter anderem für die Band-Leader Ben Selvin1) (1898 – 1980) und Paul Whiteman1) (1890 – 1967) sowie als Theatermusiker am Broadway1).
Rasch avancierte Goodman in New York zu einem gefragten Studiomusiker, formierte dann 1934 im "Club Billy Rose's Music Hall"1) seine erste eigene 13 Mann starke Bigband, der unter anderem Bunny Berigan1) (1908 – 1942) an der Trompete, Jess Stacey1) (1904 – 1995) am Klavier und Gene Krupa1) (1909 – 1973) am Schlagzeug angehörte. Vorher hatte er bereits als "Benny Goodman&His Orchestra" Platten veröffentlicht; seine erste Hitnotierung findet man in den US-Charts bereits im Januar 1931 mit "He's Not Worth Your Tears".
 
Zwischen 1935 und 1938 feierte Goodman mit seiner Band die größten Erfolge und erreichte eine Popularität, die beispiellos ist. Erster Höhepunkt seiner Karriere war wohl am 16. Januar 1938 sein Konzert in der berühmten New Yorker "Carnegie Hall"1), in der bis dahin ausschließlich klassische Konzerte stattgefunden hatten. Neben dem 28-jährigen Benny Goodman an der Klarinette waren beispielsweise so legendäre Jazz-Größen wie Harry James1) (Trompete), Teddy Wilson1) (Klavier), Jess Stacy1) (Klavier), Lionel Hampton1) (Vibraphon), Allan Reuss1) (Gitarre), oder Gene Krupa1) (Schlagzeug) vertreten → siehe auch "The Famous Carnegie Hall Concert 1938" bei Wikipedia. Alle Genannten hatten schon als Solisten und/oder Bandleader Erfolge aufzuweisen, doch es war Benny Goodmans Verdienst, dass in seiner Band erstmals weiße und schwarze Musiker gemeinsam auftraten und damit das Tabu der in den USA damals praktizierten "Rassentrennung"1) durchbrochen wurde. Das im Vorfeld skeptisch gewesene Publikum feierte mit frenetischem Beifall die Musiker und erfreulicherweise ist dieses unvergleichliche Konzert nicht für immer verloren, denn Goodman hatte dafür gesorgt, dass es heimlich aufgezeichnet wurde. Es kam allerdings erst 1950 auf den Markt, wurde aber ein grandioser Erfolg, gehörte über die Jahre hinweg zu den am meisten verkauften Schallplatten der Musik-Geschichte.
In der Folgezeit spielte Benny Goodman immer mit wechselnden Musikern, die er mal als Combo mal als Trio, Quartett oder Sextett einsetzte, in Ballsälen, bei Rundfunkveranstaltungen und zahllosen Konzerten und sein Swingstil wurde unverwechselbar. Nach 1940 löste Goodman die Bigband auf und trat von da ab öfter mit einem Septett auf.
Schon ab 1934 gestaltete er mit seiner Bigband eigene Radioprogramme, wie die dreistündigen Live-Radio-Show "Let's Dance", zwischen 1937 und 1949 ging er mit der von der Zigaretten-Marke "Camel" gesponsorten "CBS"1)-Programm "Camel Caravan" regelmäßig auf Sendung → Wikipedia (englisch).

Benny Goodman 1972 in Hamburg
Urheber: Heinrich Klaffs (www.hklaffs.de)
Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Lizenz: CC-BY-SA 2.0.

Benny Goodman 1972 in Hamburg; Urheber: Heinrich Klaffs (www.hklaffs.de); Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com; Lizenz: CC-BY-SA 2.0.
Im Gegensatz zu Glenn Miller (1904 – 1944) vollzog Goodman nie den letzten Schritt zur reinen Tanz- oder Schlagermusik und seine unnachahmliche Art, mit virtuoser Technik auf der Klarinette schwierigste Passagen zu zelebrieren, blieb bis heute unerreicht.
Im Laufe seiner Karriere brachte es Goodman auf rund 160 Hiteintragungen in den US-amerikanischen Charts, darunter waren so erfolgreiche Titel/Instrumentalversionen wie "Basin Street Blues"1) (1931), "Moonglow"1) (1934), "Blue Moon"1) (1935), "Sometimes I’m Happy"1) (1935), "King Porter Stomp"1) (1935), "Jingle Bells"1) (1935), "These Foolish Things"1) (1936), "In a Sentimental Mood"1) (1936), "St. Louis Blues"1) (1936), "Bei mir bistu shein"1) (1937), "Sing, Sing, Sing"1) (1937), "Rose of Washington Square"1) (1939), "Darn That Dream"1) (1939), "How High The Moon"1) (1940), "There’ll Be Some Changes Made"1) (1941), "Jersey Bounce" (1942;  → Wikipedia (englisch)), "Take Me" (1942), "Why Don't You Do Right?"1) (1943), "It's Only A Paper Moon"1) (1945), "A Gal In Calico"1) (1947), "For Every Man There's a Woman" (1947), "On A Slow Boat To China" (1948) oder "Memories Of You" (1956) – um nur einige der zahlreichen Stücke zu nennen → siehe auch Liste der "Top-30-Schellackplatten bei Wikipedia.
Goodman veröffentlichte unzählige Schallplatten, trat in Kinofilmen, Radio- und Fernsehshows, wurde auf zahlreichen Tourneen rund um den Globus – unter anderem auch 1962 in Russland – als amerikanische Idolfigur gefeiert und mit seiner Swing-Musik begeistert er noch heute seine unzähligen Fans weltweit.
Benny Goodman am 30. Oktober 1959 in Basel; Urheber: Hans Gerber / "Comet Photo" ("Comet Photo AG", Zürich); dieses Bild stammt aus der Sammlung (Bildarchiv)  der ETH-Bibliothek und wurde auf Wikimedia Commons im Rahmen einer Kooperation mit Wikimedia CH veröffentlicht; Quelle: www.e-pics.ethz.ch; Urheber: Hans Gerber, Comet Photo AG (Com_C08-143-002.tif); Lizenz: CC BY-SA 4.0 Gespaltener Meinung waren die Kritiker über Goodmans Interpretationen/Aufnahmen klassischer Werke. Hierzu zählen das "Klarinettenquintett"1) von Wolfgang Amadeus Mozart1), das er unter anderem im Juli 1956 beim "Berkshire Festival"1) mit dem "Boston Symphony String Quarte" darbot, sowie Mozarts "Konzert in A-Dur KV 622"1) für Klarinette und Orchester, welches er bei derselben Veranstaltung mit dem "Boston Symphony Orchestra"1), dirigiert von Charles Münch (1891 – 1968), aufführte; beides wurde 1957 vom Label "RCA Records"1) auf LP, später als Live-Album ("Benny Goodman Plays Mozart") veröffentlicht. Weitere Aufnahmen entstanden mit Kompositionen von Carl Maria von Weber1), so mit dem "Chicago Symphony Orchestra"1) unter der Leitung von Jean Martinondas1) (1910 – 1976) das "Klarinettenkonzert Nr. 1"1) und das "Klarinettenkonzert Nr.  2"1).
     
Benny Goodman am 30. Oktober 1959 in Basel
Urheber: Hans Gerber / "Comet Photo"1) ("Comet Photo AG", Zürich)
Dieses Bild stammt aus der Sammlung (Bildarchiv1))  der ETH-Bibliothek1) und
wurde auf Wikimedia Commons im Rahmen einer Kooperation mit Wikimedia CH
veröffentlicht;Quelle: www.e-pics.ethz.ch; Urheber: Hans Gerber 
Comet Photo AG (Com_C08-143-002.tif); Lizenz: CC BY-SA 4.0
 
Besonders bekannt wurde Goodmans Aufnahme der "Sonate Nr. 2 Es-Dur op. 120/2" für Klarinette und Klavier von Johannes Brahms1), eingespielt mit der US-amerikanischen Pianistin Nadia Reisenberg1) (1904 – 1983). Außerdem zu nennen ist das Stück "Contrasts" für Violine, Klarinette und Klavier von Béla Bartók1), das Bartók im Auftrag Goodmans im Sommer 1939 in Budapest komponiert hatte und sowohl diesem ala auch dem Violinvirtuosen Joseph Szigeti1) (1892 – 1973) gewidmet war (→ kammermusikfuehrer.de / Wikipedia (englisch)). Darüber hinaus spielte Goodman die "Première Rhapsodie" für Klarinette und Klavier von Claude Debussy1), das "Klarinettenkonzert"1) von Aaron Copland"1) oder mit seiner Band das "Ebony Concerto" von Igor Strawinsky1) (→ Wikipedia (englisch)). Paul Hindemith1) widmete ihm das 1947 während seines Exils in den USA entstandene "Klarinettenkonzert in A-Dur", Leonard Bernstein1) komponierte "Prelude, Fugue and Riffs" (1949) für Soloklarinette und Jazz-Ensemble; eine bekannte Aufnahme mit Goodman entstand unter anderem 1963 unter Bernsteins Leitung (→ Wikipedia (englisch)). Mit "Watergame I – River Dance" und "Watergame – II – Sea Song" (veröffentlicht mit dem "Opera Swing Quartet") schlug der "King of Swing“" eine Brücke zwischen Swing und dem Werk des Barock-Komponosten Georg Friedrich Händel1) ("Wassermusik"1)).
 
Im Kinofilm wirkte Goodman meist mit seinen Orchester in unterhaltsamen Musikfilmen wie "Birth of the Blues"1) (1941), "Stage Door Canteen"1) (1943), "The Gang's All Here"1) (1943) und "Sweet and Low-Down"1) (1944) mit; letztgenannte Produktion befasste sich fiktiv mit einem Lebensabschnitt des Musikers und es wurden verschiedene seiner Stücke präsentiert. Eine Ausnahme bildete die von Howard Hawks1) gedrehte Komödie "Die tollkühne Rettung der Gangsterbraut Honey Swanson"1) (1948, "A Song Is Born") mit Virginia Mayo1) in der Titelrolle der Honey Swanson und Danny Kaye in der männlichen Hauptrolle des Musikwissenschaftlichers Prof. Hobart Frisbee, in der er Frisbees Kollegen Professor Magenbruch mimte und mit dieser Figur einen zentralen Part spielte. Zahlreiche bedeutende Jazz- und Swingmusiker jener Ära, darunter Tommy Dorsey, Louis Armstrong, Lionel Hampton1) oder das "Golden Gate Quartett" machten den ansonsten eher mäßig beurteilten Film dennoch sehenswert.
Von Regisseur Valentine Davies1) entstand nach eigenem Drehbuch das Biopic "Die Benny Goodman Story"1) (1956, "The Benny Goodman Story"), in der er zwar nicht selbst auftrat, aber zahlreiche seiner berühmten Interpreationen zu hören waren bzw, er selbst die Klarinettenmusik für den Soundtrack eingespielt hatte  – Steve Allen1) stellte Goodman dar, Donna Reed1) dessen Ehefrau Alice. Goodman selber äußerte sich einmal dazu, dass die Musik ganz gut sei, die Biografie jedoch nicht stimme.2) → Übersicht Filmografie.
  
Ab Ende der 1970er Jahre widmete sich Benny Goodman vermehrt dem Privatleben, trat aber bis weit in die 1980er Jahre immer wieder mal live auf; sein letztes Konzert fand sechs Tage vor seinem Tod statt.

Benny Goodman spielt am 28. August 1962
mit der "Disneyland Band"
Quelle: Wikimedia Commons
von "UCLA Library Digital Collection"
Urheber: "Los Angeles Times"1)
Lizenz: CC BY 4.0 Deed

Benny Goodman spielt am 28. August 1962 mit der "Disneyland Band"; Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: "Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed
Der wohl größte Jazz-Klarinettist starb am 13. Juni 1986 im Alter 77 Jahren in seinem New Yorker1) Domizil bzw. in seiner Wohnung im "Manhattan House"1) während des Schlafs an einem Herzinfarkt; in einige Quellen heißt es, er sei gestorben, als er grade auf seiner Klarinette eine Sonate von Brahms gespielt habe. Goodman fand seine letzte Ruhe auf dem "Long Ridge Cemetery" in Stamford1) (Connecticut1)) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Der Künstler war seit dem 21. März 1942 bis zu deren Tod mit Alice Hammond Duckworth (02.09.1905 – 04.02.1978), der Schwester des bekannten Jazz-Kritikers bzw. Produzenten John Hammond1) (1910 – 1987), verheiratet; aus der Verbindung gingen die Töchter Rachel (* 1943) und Benjie (* 1946) hervor, die das musikalische Talent ihres Vaters erbten, Benjie als Cellistin und Rachel als Konzertpianistin. Zudem zog er die drei Töchter aus der ersten Ehe (Scheidung Februar 1942) seiner Gattin mit dem britischen Politiker Arthur Duckworth (1901 – 1986) auf .
Benny Goodman 1971 anlässlich eines Konzerts in Nürnberg; Urheber: Hans Bernhard (Schnobby); Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons DER SPIEGEL1) (25/1986) schrieb unter anderem anlässlich Goodmans Tod: "Seine Art Musik zu spielen war herzbewegend und wunderschön: jubilierendes Forte, gehauchtes Pianissimo, stets blies der Bandleader klar und fein. Dabei war das Goodman-Rezept einfach: vier Takte Einleitung durch die Rhythmusgruppe, 32 Takte eines meist schlichten Themas, die der Mann mit der Klarinette spielte, der Rest war Improvisation. Benny Goodman war die Galionsfigur einer Ära, deren Lebensgefühl "Swing" hieß."

Benny Goodman 1971 anlässlich
eines Konzerts in Nürnberg1)
Urheber: Hans Bernhard (Schnobby)
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Und Wikipedia notiert: "Die Musik des Bandleaders Benny Goodman war in erster Linie darauf ausgerichtet, ihn in seiner Rolle als Solisten auf der Klarinette herauszustellen, wenngleich er auch stets andere hervorragende Solisten und Vokalisten, etwa Helen Ward1), Peggy Lee oder Ella Fitzgerald, in seiner Band hatte. Goodman war zwar kein Innovator etwa im Range eines Duke Ellington oder Count Basie, es stammen auch nur verhältnismäßig wenige seiner Stücke aus eigener Feder. Die akribischen Arrangements seiner Titel waren jedoch meist sehr eingängig und so konnte er mit seinem virtuosen Spiel im Kreise der perfekt eingespielten Bandkollegen und sicher auch aufgrund der Hautfarbe damals ein größ:eres Publikum erreichen als diese. Stilistisch markierte seine Musik den Mainstream des Swing und zusammen mit dem ebenfalls Klarinette spielenden Artie Shaw1) war er der populärste weiße Bandleader der Swing-Ära, der auch in der Nachkriegszeit noch große Erfolge feierte."
 
Sein musikalisches Lebenswerk wurde noch kurz vor seinem Tod anlässlich der  "Grammy"1)-Verleihung am 25. Februar 19861) mit dem "Lifetime Achievement Award" gewürdigt. Zuvor war er 1980 mit dem "Award of Merit" der "American Music Awards"1), die zu den bedeutendsten US-amerikanischen Musikpreisen zählen, ausgezeichnet worden. Eine hohe Ehre wurde ihm  1982 mit dem "Kennedy-Preis"1) zuteil, vergeben vom "John F. Kennedy Center for the Performing Arts"1) an Künstler/-innen für deren "außergewöhnliche Beiträge zur amerikanischen Kultur mit ihrem Lebenswerk durch ihre dargestellten Künste". 
"Stern" für Benny Goodman auf dem "Hollywood Walk of Fame"; Urheber des Fotos: Copyright Dietmar Rabich; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons Bereits 1957 nahm man ihn in die "DownBeat Jazz Hall of Fame"1) auf, seit 1983 war er in der "NAB Broadcasting Hall of Fame" (Sektion "Radio") der "National Association of Broadcasters"1) vertreten. Weitee "Ruhmeshallen" sind die "Big Band and Jazz Hall of Fame"1) (seit 1978) und die "Radio Hall of Fame"1) (seit 1988). Etliche renommierte Universitäten verliehen ihm den Ehrendoktor-Titel, unter anderem die "University of Illinois"1), die "Brandeis University"1), die "Columbia University"1) und die "Harvard University"1) sowie (posthum) die "Yale University"1). Seit 8. Februar 1960 besaß er einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr.: 6101 Hollywood Blvd.) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording").
 
"Stern" für Benny Goodman auf
dem "Hollywood Walk of Fame"
Urheber des Fotos: © Dietmar Rabich;
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons
Einige Biografen berichten, dass Benny Goodman menschlich schwierig gewesen sein soll. Mitunter wird er als launisch, jähzornig und geizig beschrieben und seine Band-Mitgliedern hatten es wohl nicht immer leicht mit ihm, einem Mann, der für Perfektion und eiserne Disziplin bekannt war. Manche Musiker, die mit ihm zusammen spielten, sollen eine Art Hass-Liebe zu Goodman entwickelt haben.
Etliches ist über Benny Goodman, sein Leben und seine Karriere geschrieben worden: Im Februar 1993 erschien von dem US-amerikanischen Autor Ross Firestone die Biografie "Swing, Swing, Swing: The Life & Times of Benny Goodman", im Juli 2000 kam von Jonah Winter das Buch "Once upon a Time in Chicago: The Story of Benny Goodman" mit Zeichnungen von dessen Mutter Jeanette Winter (1939 – 2025) auf den Markt. Hierin zeigt der Autor den fast märchenhaften Weg des Benny Goodman vom armen kleinen Jungen im Chicagoer Ghetto bis hin zum "King of Swing" auf. Zu den weiteren Publikationen zählen unter anderem "Benny Goodman: Listen to His Legacy (Studies in Jazz)" (April 1988) sowie "Benny Goodman: Wrappin' It Up (Studies in Jazz)" (November 1996) von D. Russell Connor. Der Journalist und Jazz-Autor James Lincoln Collier1) verfasste das Werk "Benny Goodman and the Swing Era" (1989) → mehr Literatur bei Wikipedia.
Benny Goodman selbst veröffentlichte bereits 1939 gemeinsam mit Irving Kolodin1) (1908 – 1988) seine Autobiografie unter dem Titel "The Kingdom of Swing (dt. "Mein Weg zum Jazz") und seit 1989 ist "Benny Goodman Clarinet Method" auf dem Markt.
Englischsprachige Website: bennygoodman.com
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Liste der Top-30-Schellackplatten),
Wikipedia (englisch; mit Diskografie (Auszug)) sowie,
Stiftung Deutsches Historisches Museum und die Fotostrecke bei spiegel.de
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 09.09.2011)
Lizenz Foto Benny Goodman (
(Urheber: William P. Gottlieb: This photograph (2023867767) is from the William P. Gottlieb Collection which was purchased by the "Library of Congress"  in 1995. The collection consists of jazz photographs taken from 1938 to 1948 by writer-photographer William P. Gottlieb. In accordance with the wishes of Gottlieb, the photographs in this collection entered into the public domain on February 16, 2010.
    
Filme (Auszug)
(als er selbst bzw. mit seiner Band, wenn nicht anders vermerkt)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia;  R = Regie)
Mit der Musik von Benny Goodman, der den Großteil der Klarinettenmusik für den Soundtrack selbst eingespielt hatte
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