Filmografie
Johnny Hallyday bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2009; Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Quelle: Wikimedia Commons Johnny Hallyday wurde am 15. Juni 1943 als Jean-Philippe Léo Smet in der französischen Hauptstadt Paris1) geboren; sein Vater Léon Smet2) (1908 – 1989), ein Schauspieler, Sänger und Tänzer, stammte aus Belgien, Mutter Huguette Clerc (1920 – 2007) aus Frankreich. Bereits acht Monate nach der Geburt trennten sich die Eltern, da sich Huguette nun als Mannequin betätigte und wenig Zeit für ihr Kind hatte, wuchs der kleine Jean-Philippe bei seiner Tante väterlicherseits Hélène Mar auf;  diese unterstützte ihre Töchter Menen und Desta auf Tourneen und nahm ihn stets mit. Desta Mar heiratete Ende der 1940er Jahre den US-Amerikaner Lemoine Ketcham (1927 – 2023; → Wikipedia (englisch)), der unter dem Namen "Lee Halliday" als Tänzer und Varieté-Künstler auftrat; mit den Schwestern bildete er auch das Akrobatik-Tanztrio "Desta, Menen und Lee", mit dem er drei Jahre lang durch ganz Europa zog. Nachdem Menen die Formation verließ, gründeten Desta und Lee das Duo "Les Halliday's" und zeigten weitere sechs Jahre lang auf verschiedenen europäischen Bühnen ihre Kunst, stets begleitet von Hélène Mar, die sich um Logistik, Kostüme sowie Jean-Philippes schulische und künstlerische Ausbildung kümmerte. So kam Jean-Philippe früh mit dem Show-Business in Berührung, lernte schon als Jugendlicher Gitarre und Violine spielen – Lee Halliday wurde zu einer Art "Ersatzvater" sowie Mentor für ihn; bereits zu Beginn seiner Karriere nahm er "Hallyday" als Künstlernamen an.
  
Johnny Hallyday 2009 bei den
"Internationalen Filmfestspielen von Cannes"1)
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
Sein großes Idol war Elvis Presley1) und durch ihn beeinflusst, brachte er im Februar 1960 beim Label "Disques Vogue"1) mit "T'aimer follement", einer Coverversion des umstrittenen Floyd Robinson-Songs "Makin' Love" (→ Wikipedia (englisch)), seine erste Single heraus, gefolgt von unter anderem im Juni 1960 "Itsy bitsy, petit bikini", der französischen Version des Brian Hyland1)-Hits "Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini"1), und im November "Le P'tit clown de ton coeur", der Coverversion des Milionensellers "Cathy's Clown"1) der "Everly Brothers"; im selben Jahr kam am 31. Oktober 1960 auch das Debüt-Album "Hello Johnny" heraus – damit läutete Johnny Hallyday die "Rock'n'Roll"1)-Ära in Frankreich ein. Nach seinem Wechsel (1961) zum Label "Philips"1), bei dem er (über die Nachfolgefirma "Universal"1)) bis 2006 unter Vertrag blieb, erfolgten weitere, kommerziell erfolgreiche Veröffentlichungen, mit "Viens danser le twist", seiner französischen Version des Chubby Checker-Songs "Let's Twist Again" (→ Wikipedia (englisch)), in der er französische und englische Worte mixte, erlangte er im September 1961 auch internationale Aufmerksamkeit bzw. Star-Status und avancierte zum Teenie-Idol. Der Titel verkaufte sich Millionenfach und brachte ihm eine "Goldene Schallplatte"1) ein, weitere Hits verzeichnete er beispielsweise mit "Da dou ron ron" (1963), der Coversion von "Da Doo Ron Ron"1) der US-amerikanischen Girlgroup "The Crystals"1), oder "O Carole" (1964), seiner Interpretation des Chuck Berry-Titels "Carol" → Wikipedia (englisch), die auch auf seinem fünften Studio-Album "Johnny, reviens! Les Rocks les plus terribles" im Juli 1964 erschien.
  
Johnny Hallyday am 31. März 1963 bei einer Show in den Niederlanden; Urheber: "Fotopersbureau De Boer"; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright); Ausschnitt des Originalfotos bei (Quelle): Wikimedia Commons von "Noord-Hollands Archief"; (Inventar-Nr. NL-HlmNHA_1478_00710K02_08)
Johnny Hallyday am 31. März 1963 bei einer Show in den Niederlanden
Urheber: "Fotopersbureau De Boer"; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Ausschnitt des Originalfotos bei (Quelle): Wikimedia Commons von "Noord-Hollands Archief"
(Inventar-Nr. NL-HlmNHA_1478_00710K02_08)

Am 12. April 1965 heiratete Hallyday seine Sangeskollegin Sylvie Vartan1), die als Top-Star der französischen Yéyé1)-Generation galt, und feierte als Sänger weiterhin Erfolge: Konzerte im legendären Pariser "Olympia"1) –  unter anderem 1966 mit Jimmy Hendrix noch als Vorband – waren stets ausverkauft, Tourneen rund um den Globus brachten ihm bald den Ruf eines französischen Elvis Presley1) ein. 
"Hallyday unternahm zudem einige Versuche, auch auf dem deutschen Plattenmarkt Fuß zu fassen, unter anderem mit "Ja, der Elefant" (1962; Original: "Wap-dou-Wap"), "Das alte Haus in New Orleans" (1963; Oroginal: "The House of the Rising Sun"1) von "The Animals"1)), "Mein Leben fängt erst richtig an" (1964; deutsche Version von "Pour moi la vie va commencer"), oder zusammen mit Achim Reichel1) und den "Rattles"1) "Lass' die Leute doch reden" (1965; Original: "Keep Searchin' (We'll Follow the Sun)" von Del Shannon1)) – alle erschienen auch auf der LP/CD "Johnny Hallyday meets the Rattles". Seinem ersten öffentlichen Auftritt in Deutschland in der "Musikhalle Hamburg" (heute: Laeiszhalle1)) im Rahmen einer Studio-Session sah die Boulevardzeitung "Bild"1) mit einer "gewissen Katastrophengeilheit", das Magazin "DER SPIEGEL"1) fragte "Was kommt da auf uns zu?". Nach einem Auftritt Hallydays auf dem Pariser "Place de la Nation"1) randalierten Anfang der 1960er rund 150.000 Personen, zerstörten Schaufenster, U-Bahnhöfe und Pkws, lieferten sich Straßenkämpfe mit der Polizei. Dieses Phänomen setzte sich bei Hallydays Konzerten im übrigen Land fort. Überwiegend jugendliche Fans aus der Arbeiterschaft versammelten sich um seine Konzerte und brachten ihre Unzufriedenheit über ihre gesellschaftliche Lage zum Ausdruck." (Quelle: nach Wikipedia) 
Gegen Ende der 1960er Jahre wandelte sich sein Musik-Stil mehr hin zum "Rythm and Blues"1), Mitte der 1970er Jahre sattelte er voll auf "Hard Rock"1) um und 1980 integrierte er den Synthesizer1). Bis zuletzt blieb Johnny Hallydays, auch durch seine schillernde Bühnenpräsenz geprägter Starruhm ungebrochen, zum Konzert am Fuße des Eiffelturms1) am 10. Juli 2000 pilgerten Hunderttausende aus aller Welt, um ihr Idol zu sehen. Während seiner über 50-jährigen Karriere verkaufte er über 85 Millionen Tonträger mit rund 1.000 Songs, absolvierte über 180 Tourneen bei denen er mehr als 15 Millionen Zuschauer/-innen begeisterte.

Als Filmschauspieler verbuchte Johnny Hallyday ebenfalls Erfolge, sein Leinwanddebüt gab er  – zwar noch ungenannt – in dem von Henri-Georges Clouzot1) nach dem Roman "Celle qui n'était plus" von Pierre Boileau1) und Thomas Narcejac1) gedrehten, berühmten Psychothriller "Die Teuflischen"1) (1955, "Les diaboliques") und mimte einen der Schüler des Internats, das von dem sadistischen Michel Delasalle (Paul Meurisse1)), Ehemann von Christina (Véra Clouzot1)) sowie Geliebter der Lehrerin Nicole Horner (Simone Signoret), geleitet wird. Nach seinem Auftritt in dem Episodenfilm "Pariserinnen"3) (1962, "Les Parisiennes") in dem Segment "Sophie" als Partner von Catherine Deneuve  untermauerte er als Titelheld in dem Krimi "Wo kommst Du her, Johnny?"3) (1963, "D'où viens-tu Johnny?") an der Seite von Sylvie Vartan1) seinen Star-Status. Ab Mitte der 1960er Jahre war er dann regelmäßiger auf der Leinwand präsent, zeigte sich beispielsweise als der seinen Bruder rächende Hud (in der deutschen Synchronfassung: Brad), der sich in dem Italo-Western "Fahrt zur Hölle, ihr Halunken"1) (1969, "Gli specialisti") mit dem mächtigen "El Diablo" (Mario Adorf) anlegt, spielte sich selbst in der von Claude Lelouch1) mit Jacques Brel, Lino Ventura und Charles Denner1) in Szene gesetzten Gaunerkomödie "Die Entführer lassen grüßen"1) (1972, "L'aventure, c’est l'aventure") oder mimte unter der Regie von Costa-Gavras den Ex-Häftling/Familienvater Louis in der Krimikomödie "Ehrbare Ganoven"1) (1986, "Conseil de famille"). Mit der Rolle des alternden Rockstars Lennox blickte der Sänger, Komponist und Schauspieler Johnny Hallyday in "Love Me!"4) (2000; Regie: Laetitia Masson1)) vielleicht auf sein eigenes Leben zurück. Zu Hallydays jüngeren Arbeiten für das Kino zählte seine glänzend gespielte, mit einem "Jean-Gabin-Preis"1) prämierte Rolle des wortkargen "Fremden", der in der von Patrice Leconte1) kammerspielartig inszenierten Geschichte "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier"1) (2002, "L'Homme du train") auf den pensionierten Lehrer Monsieur Manesquier (Jean Rochefort) trifft. Überwiegend positive Kritiken erhielt die von Brad Mirman1) gedrehte, französisch-kanadische Gaunerkomödie "
Crime Spree – Ein gefährlicher Auftrag"1) (2003, "Crime Spree"), hier tauchte er als Marcel Burot auf, der die Einbrecher-Gruppe Daniel Foray (Gérard Depardieu1)), Julien Labesse (Stéphane Freiss1)) und Raymond Gayet (Albert Dray) sowie Sami Zerhouni (Saïd Taghmaoui1)) und den Killer Zero (Renaud1)) im Auftrag von Boss Laurent Bastaldi (Richard Bohringer1)) begleitet. "Flotte Actionkomödie mit einem Feuerwerk an Gags und inszenatorischen Einfällen, die auch die Technik des Splitscreen1) zum sinnvollen Einsatz bringen. Ein ebenso humorvoller wie intelligenter Filmspaß." meint filmdienst.de. Für cinema.de war die Produktion ein "deftiger Ganovenklamauk", die sich "zu einer handfesten Gangsterposse entwickelt: finster, grotesk, wendungsreich und stylish. Fazit: Spaßiger Raubzug durch Krimi und Komödie."
In dem Action-Thriller "Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse"1) (2004, "Les rivières pourpres II – Les anges de l'apocalypse") gab er neben den Protagonisten Jean Reno1) und Benoît Magimel1) den einäugigen Eremiten. Nach einem kleinen Auftritt in der Komödie "Der rosarote Panther 2"1) (2009, "The Pink Panther 2") erschien er in dem Action-Streifen "Vengeance – Killer unter sich"1) (2009, "Vengeance") als der sich auf einem Rachefeldzug befindende, französische Ex-Gangster bzw. nun Restaurantbesitzer Francis Costello, dessen Familie von drei bewaffneten Männer aus Hongkong fast vollständig getötet worden war. "Ebenso spannender wie witziger Culture-Clash-Thriller, der dem französischen Alt-Rocker Johnny Hallyday auf den Leib geschrieben wurde. Johnnie To1) inszeniert brillant, indem er neben ausgefeilten Action-Sequenzen immer wieder für Ruhe und Gaumenfreuden sorgt." urteilt filmdienst.de → Übersicht Filmografie.

Zu seinem 60. Geburtstag am 15. Juni 2003 bezeichneten manche französische Boulevardblätter den Alt-Rocker, der nach wie vor mit dunkler Sonnenbrille, Lederjacke, Cowboystiefeln und Goldkettchen auf der Brust auftrat, als "Gott der Musikszene". Er feierte diesen runden Geburtstag mit einem Mega-Spektakel im riesigen Pariser Stadion "Parc des Princes"1) zusammen mit mehr als 75 000 Fans. Über die Jahrzehnte realisierte und produzierte er immer wieder – auch bei Kritikern – vielbeachtete Konzeptalben bis hin zu "Hamlet" (1976), die sich mit dem Lebensgefühl der älter werdenden Fangemeinde befassten. 20 seiner Alben erreichten Platin-Status. Er schrieb zahlreiche Chansons und wirkte an der Musik vieler Filme mit.
2009 begann er seine Abschiedstour, die im November nach einer Bandscheibenoperation ein jähes Ende fand und er sich nach Komplikationen mehrere Tage im künstlichen Koma befand. Nach der künstlichen Beatmung musste er das Sprechen und Singen erneut erlernen und stand erst wieder am 15. Juni 2010 anlässlich seines Geburtstages auf einer Bühne. In dieser Zeit revidierte Hallyday seine Entscheidung bzgl. der Tourneen und veröffentlichte 2011 sein neues Album "Jamais Seul", sein letztes Live-Album "Rester vivant" erschien 2016..
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Johnny Hallyday Ende März 2014
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Johnny Hallyday Ende März 2014; Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Doch nicht nur als Sänger und Filmschauspielwe war Hallyday aktiv, ab März 2005 gab er gemeinsam mit seinem offiziellen Fan-Club das dreimonatlich erscheinende Magazin "Limited Access" heraus, mit seinem Freund, dem Designer Christian Audigier1) (1958 – 2015), führte er bis 2011 das Mode-Label "Smet". Auf der Theaterbühne konnte man ihn erstmals 2011 ebenfalls bewundern, in der französischsprachigen Fassung des Einakters "Kingdom on Earth" ("Le paradis sur terre") von Tennessee Williams1), das Ende März 1968 am New Yorker "Broadway"1) unter dem Titel "The Seven Descents of Myrtle" (dt. "Myrtles sieben Abstiege") zur Uraufführung gelangte, gab der damals 68-Jährige seit der Premiere am 6. September 2011 unter der Regie des Intendanten Bernard Murat1) im Pariser "Théâtre Edouard VII" (→ Wikipedia (englisch)) sein Debüt mit der Figur des scherzhaft genannten "Chicken", Julien Cottereau spielte dessen Halbbruder, den neurotischen, an Tuberkulose erkrankten und heimlichen Transvestiten Lot (Loth), Audrey Dana1) Lots Ehefrau bzw. das einstige Showgirl bzw. die zeitweilige Prostituierte Myrtle. Die Aufführungen waren ein voller Erfolg, die Tickets schon Monate vorher ausverkauft und Hallydays eindrucksvolle, nuancenreiche Bühnenpräsenz wurde hoch gelobt. Die Tageszeitung "Le Figaro" schrieb unter anderem "In einem prachtvollen Bühnenbild, mit perfekt abgestimmter Beleuchtung und Musik, hätte Bernard Murat keine schönere Kulisse für Johnny Hallydays Bühnendebüt schaffen können. (…) Er hat eine echte Präsenz, körperlich, animalisch, ungeschliffen, schmerzhaft, die eines rauen Wesens, das unter der Unfähigkeit leidet, seine inneren Qualen auszudrücken. Er ist bewegend." Die letzte Vorstellung am 19. November 2011 wurde live vom Pay-TV-Sender "Paris Première" ausgestrahlt  → Foto bei Wikimedia Commons sowie Info zum Stück bei Wikipedia (englisch)
  
Im März 2017 ging durch die Presse, Hallyday sei an Lungenkrebs erkrankt, am 6. Dezember 2017 starb er im Alter von 74 Jahren in Marnes-la-Coquette1), westlich von Paris an den Folgen dieser Krankheit. Noch im Sommer war mit den beiden Chanson-Größßen Jacques Dutronc1) und Eddy Mitchell1) unter dem selbstironischen Titel "Vieilles Canailles" ("Alte Halunken") durch Frankreich, Belgien und die Schweiz getourt; das gleichnamige Live-Album ("Les vieilles canailles – Les Best of Dutronc / Hallyday / Mitchell") "mit ihren jeweils größten Erfolgen erschien posthum Anfang November 2019.
Laut Angaben der Polizei nahmen am 9. Dezember 2017 zwischen 800.000 und eine Million Menschen Abschied von "ihrer " Rock-Legende. Mit einem Trauerzug, dem rund 700 Motorradfahrer folgten, wurde der Sarg mehrere Kilometer durch die französische Hauptstadt Paris bis hin zur zur Kirche "La Madeleine"1) geleitet. Bei der anschließenden Trauer-Zeremonie, welche die Franzosen live im Fernsehen verfolgen konnten, waren neben Stars aus der Musik- und Filmbranche auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron1) sowie seine Vorgänger Nicolas Sarkozy1) und François Hollande1) mit ihren Gattinnen anwesend. Macron sprach in seiner bewegenden Trauer-Rede von einer "Liebesbeziehung" der Franzosen zu Hallyday, er sei "ein Teil Frankreichs" gewesen. "Ähnlich große Menschenmengen kamen für einen verstorbenen Künstler nur zweimal in der jüngeren französischen Geschichte zusammen: Nach dem Tod von Chanson-Sängerin Edith Piaf 1963 begleiteten rund 500.000 Menschen ihren Sarg bis zum Friedhof "Père Lachaise"1); im Jahre 1885 kamen zu der nationalen Trauerfeier für den Schriftsteller Victor Hugo1) laut der Presse der damaligen Zeit rund zwei Millionen Menschen." schrieb spiegel.de in einem Nachruf.
Die letzte Ruhe fand der Künstler auf dem Friedhof der katholischen "Église de Lorient" auf der zum französisches Überseegebiet gehörenden Karibik-Insel Saint-Barthélemy1), wo er ein Anwesen besaß → Foto der Grabstätte bei Wikimedia Commons sowie knerger.de.
Das Allround-Talent Johnny Hallyday war vom 12. April 1965 bis 4. November 1980 mit Sylvie Vartan1) verheiratet; aus der Verbindung ging der am 14. August 1966 geborene Sohn David Michael Benjamin Smet hervor, der unter dem Künstlernamen David Hallyday1) in die Fußstapfen seines Vaters trat und ebenfalls ein erfolgreicher Musiker/Songwriter wurde. Nach der Scheidung ehelichte er am 1. Dezember 1981 das Model Babeth Étienne, von der er sich bereits nach zwei Monaten und zwei Tagen wieder scheiden ließ. Danach lebte Hallyday ab 1982 mit der französischen Schauspielerin Nathalie Baye1) zusammen, 1983 erblickte die gemeinsame Tochter Laura Smet1) das Licht der Welt, 1986 trennte sich das Paar. Seit 1990 war er mit der Schauspielerin Adeline Blondiau (* 1971) verheiratet, die er nach der Scheidung im Jahre 1992 ein zweites Mal (1994) heiratete, um sich nach weniger als einem Jahr erneut von Blondieu scheiden zu lassen. Seit 25. März 1996 war die "lebende Rock-Legende" Hallyday mit der über 30 Jahre jüngeren Laeticia Boudou (* 18.03.1975) verheiratet. Das Ehepaar adoptierte im November 2004 bzw. am 24. Dezember 2008 zwei in Vietnam geborene Mädchen, die sie Jade (* 03.ß8.2004) und Joy (* 27.07.2008) nannten.

Johnny Hallyday Ende November 2012
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Johnny Hallyday Ende November 2012; Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Zu den Auszeichnungen, die Johnny Hallyday im Laufe seiner Karriere erhielt und mit denen man sein künstlerisches Schaffen würdigte, zählten die "Médaille de la Ville de Paris"1) (1985), die ihm der damalige Pariser Bürgermeister und spätere Staatspräsident 1995–2007) Jacques Chirac1) überreichte. 1995 wurde er von Kulturminister Jacques Toubon1) zum "Ritter" ("Chevalier") des "Ordre des Arts et des Lettres"1) ernannt, 1997 von Staatspräsident Jacques Chirac zum "Ritter" der Ehrenlegion1) ("Chevalier de la Légion d’Honneur"). 1999 erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Carcassonne1), 2001 folgte der Offiziers-Rang des belgischen "Ordre de la Couronne"1) ("Kronenorden"). Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Musikpreise, darunter mehrfach bei den "Victoires de la Musique"1), wo er unter anderem 1987 in der Kategorie "Künstler des Jahres" und 2001 in der Kategorie "Musical, Tour und Konzert des Jahres" für seine Konzerte am "Eiffelturm", im Pariser "Olympia" sowie die Tournee ausgezeichnet wurde. 2009 konnte er ebenso wie Jean-Loup Dabadie1) den "Ehrenpreis" entgegennehmen – insgesamt bekam er diesen, häufig als französische Version des "Grammy"1) angesehenen Musikpreis zwischen 1987 und 2016 zehn Mal, so zuletzt am 12. Februar 2016 in der Kategorie "Album des Jahres" für "De l’amour". Den "Jean-Gabin-Preis"1) (ab 2008: "Patrick-Dewaere-Preis") gewann er 2003 für seine Rolle in dem Film "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier" (2002, "L'homme du train").
Gedenkplakette für Johnny Hallyday; Urheber des Fotos:  Wikimedia-User Polymagou; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons Zudem tragen ihm zu Ehren verschiedene Straßen/Plätze seinen Namen, unter anderem seit 5. Juni 2019 in Toulouse1)  die "Esplanade Johnny Hallyday". Auf dem "Chemin des étoiles", einer französischen Variante des "Hollywood Walk of Fame"1), auf der "L'esplanade Georges Pompidou" in Cannes1), findet sich auf der entsprechenden Platte sein Namenszug mit einem Handabdruck → Foto bei Wikimedia Commons. Im 9. Pariser Arrondissement1) erinnert an dem Wohnhaus (3 rue de la Tour-des-Dames), in dem er aufwuchs, eine Gedenkplakette an den gefeierten Künstler.
 
Gedenkplakette für Johnny Hallyday am
ehemaligen Wohnhaus in Paris
Urheber des Fotos:  Wikimedia-User Polymagou;
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons
Textbausteine des Kurzportraits von prisma.de
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch),
den ausführlichen, französischen Wikipeda-Artikel sowie
die Nachrufe bei spiegel.de und sueddeutsche.de
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) findagrave.com, 3) filmdienst.de, 4) berlinale.de
Quelle: 5) Wikipedia (abgerufen 13.01.2012 bzw. 06.12.2017)
      
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia;  R = Regie)
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