Esther Ofarim / Abi Ofarim
Die Karriere des  Gesangsduo "Esther & Abi Ofarim" begann Ende der 1950er Jahre in deren Heimat Israel1) und in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre feierte das Paar zunächst in Deutschland, später auch weltweite Erfolge.
Esther und Abi Ofarim treffen am 10. Oktober 1963 auf dem Flughafen von Schiphol ein. Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 915-6196); Urheber/Fotograf: Pot, Harry / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL Esther Ofarim erblickte am 13. Juni 1941 als Esther Zaied in dem Dorf Safed1) (bei Nazareth1), Nordbezirk Israel) das Licht der Welt und wuchs in Haifa1) auf. Bereits mit 14 Jahren sie dort bei einer Jugendtheatertruppemit, später ging die 17-Jährige zur weiteren Ausbildung an das Nationaltheater "Habimah"1) in Tel Aviv1) sowie an das von dem Tänzer und Choreographen Abraham Reichstadt1) geleitete Tanzstudio; am 11. Dezember 1958 heiratete das Paar (nach anderen Quellen 1961).
Abraham, am 5. Oktober 1937 als Abraham Reichstadt ebenfalls in Safed, geboren (sein Großvater stammte aus Österreich1)), besuchte mit 12 Jahren eine Ballettschule und stand 15-jährig zum erstenmal in Haifa auf der Bühne; bereits mit 17 Jahren war er als Choreograph tätig und besaß schon ein Jahr später ein eigenes Tanzstudio. Nachdem beide den Wehrdienst bei der israelischen Armee1) absolviert hatten, bildeten sie unter dem Künstlernamen "Esther & Abi Ofarim" (Ofarim = Rehkitz) ein Gesangsduo und traten in Israel mit hebräischen und internationalen Volksliedern auf. Schon früh kristallisierte sich eine Art "Arbeitsteilung" heraus, Esther übernahm den Gesangspart, während Abi Gitarre spielte und als Zweitstimme für den dunklen Background zu ihrer hellen Stimme sorgte. Einen ersten gemeinsamen Auftritt vor der Kamera hatten sie in dem mit Daliah Lavi gedrehten, deutsch-israelischen Abenteuerstreifen "Brennender Sand"1) (1960).
 
Esther und Abi Ofarim treffen am 10. Oktober 1963
auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol1) ein.
Rechteinhaber: Nationaal Archief 1) (Den Haag, Rijksfotoarchief;
Bestandsnummer: 915-6196)
Urheber/Fotograf: Pot, Harry / Anefo;
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz:  CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Als "Entdecker" des Duos gilt der Hollywood-Regisseur Otto Preminger1) (1905/06 – 1986), der beide mit Nebenrollen in seinem, nach dem gleichnamige Roman1) von Leon Uris1) entstandenen Filmdrama "Exodus"1) (1960) besetzte. Über diese US-amerikanische Produktion lernte das Paar Frank Sinatra (1915 – 1998) kennen, der Esther in einer sechsteiligen TV-Show als Sängerin auftreten ließ. Als einzige aller Mitwirkenden war die grazile Sängerin in allen sechs Shows dabei und wurde rasch bekannt. Neben den USA kamen nun auch aus Europa attraktive Angebote, Esther und Abi ließen sich im Schweizerischen Genf1) nieder, beschäftigten sich mit der europäischen Folklore und eroberten nach der "Neuen" nun auch die "Alte Welt".
Im Mittelpunkt stand stets die zierliche Esther mit ihrer unvergleichlichen Stimme – im Aufnahmestudio wie auf der Bühne; ihr Ehemann begleitete sie auf der Gitarre, übernahm manchmal die Zweitstimme und zog vor allem die Fäden im Hintergrund. Am 23. März 1963 vertrat Esther Ofarim die Schweiz1) beim "Grand Prix Eurovision de la Chanson" (heute "Eurovision Song Contest") in London1) mit dem Titel "T'en vas pas" (auf Deutsch unter dem Titel "Melodie einer Nacht" veröffentlicht → Wikipedia) und erreichte den zweiten Platz hinter den Dänen Jörgen1) und Grethe Ingmann1), deren Siegertitel "Dansevise" ("Jazzwalzer") stilistisch ungefähr das vorwegnahm, was das Duo "Esther & Abi Ofarim" später singen sollte. Etwa zeitgleich erhielten beide Rollen in der von Imo Moszkowicz1) gedrehten Kinokomödie "Es war mir ein Vergnügen"1) (1963), ein Jahr später errang Esther auf dem "Eurovision-Chanson-Festival" von Montreux1) die begehrte "Silberne Rose". Ebenfalls 1964 nahm das Duo mit dem Lied "Schönes Mädchen" an den "Deutschen Schlagerfestspielen"1) im "Kurhaus Baden-Baden"1) teil und erreichten von 12 Teilnehmenden  einen respektablen 4. Platz. Sie unternahmen eine USA-Tournee und 1965 erschien ihre erste LP "Songs der Welt" mit Volksliedern aus verschiedenen Ländern; 43 Konzerte, die alle ausverkauft waren, in 32 deutschen Städten schlossen sich an. Die witzig-sarkastische Nummer "Noch ein Tanz" war dann im Januar 1966 die erste Hit-Notierung des Duos. 

DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung der heute nicht
mehr existierenden "e-m-s new media AG
"

Es war mir ein Vergnügen
Im Herbst 1967 interpretierten "Esther & Abi Ofarim" eine Cover-Version des Bee Gees1)-Titels "Morning auf My Life" (→ Wikipedia (englisch)), die es in der deutschen Hitparade bis auf Platz 2 brachte. Der internationale Durchbruch gelang dann im Frühjahr 1968 mit dem Titel "Cinderella Rockefella"1), der Spitzenreiter in den britischen Charts wurde; in Deutschland stand die Nummer immerhin auf Platz 5. Aus "Noch ein Tanz" wurde jetzt in Großbritannien "One More Dance" (→ Wikipedia (englisch)), mit Platz 13 die zweite und letzte Hit-Notierung für das Duo. Im selben Jahr absolvierte das Paar eine erste Konzerttournee in Großbritannien und nach dem triumphalen Auftritt in der Londoner "Royal Albert Hall"1) wurden sie Queen Elizabeth II. vorgestellt – eine Krönung der gemeinsamen erfolgreichen Karriere. "1969 erhielten sie fünf "Goldene Schallplatten"1) und waren so bekannt, dass ihre Songs auch in arabischen Ländern wie Jordanien1) und Libanon1) im Radio gespielt wurden. Lediglich in Israel wurde das Duo in vielen Hörfunksendungen nicht gespielt, weil ihr Erfolg in Deutschland für eine Reihe dortiger Radiomacher ein vor dem Hintergrund des Holocaust1) schwer zu verkraftender Umstand gewesen sei; erst in den späteren Jahren setzte sich die Erkenntnis durch, so Abi Ofarim, dass die beiden "Israels beste Botschafter" seien." vermerkt Wikipedia.
   
"Esther & Abi Ofarim" mit Nancy Wilson anlässlich der "Grand Gala du Disque" am 6. März 1968 im "RAI Amsterdam"; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 921-1408); Urheber/Fotograf: Jac de Nijs / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz::  CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
"Esther & Abi Ofarim" mit Nancy Wilson1) anlässlich der
"Grand Gala du Disque" am 6. März 1968 im "RAI Amsterdam"1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief 1) (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 921-1408)
Urheber/Fotograf: Jac de Nijs / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz:  CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Doch bereits zu dieser Zeit kriselte es sowohl privat als auch beruflich in der Beziehung des Ehepaares: Im März 1969 gaben "Esther & Abi Ofarim" im Rahmen ihrer Welttournee in Köln1) ihr letztes gemeinsames Konzert und trennten sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Esther flog zu Dreharbeiten in die USA, Abi versuchte sich in London als Produzent, Manager, Komponist, Arrangeur und Regisseur und gründete unter anderem eine Fachschule für Nachwuchskünstler; im November 1970 wurde die Ehe geschieden.

→ Artikel zu "Esther & Abi Ofarim" bei Wikipedia (deutsch) sowie
Wikipedia (englisch; mit Diskografie (Auszug))

Esther Ofarim blieb auch nach der Trennung von ihrem Partner bzw. Ex-Mann Abi Ofarim weiterhin überaus erfolgreich und konzentrierte sich vornehmlich auf ihre Solo-Karriere. Ausflüge als Darstellerin wie in dem dreiteiligen ZDF-Straßenfeger "11 Uhr 20" (1970) waren eher die Ausnahme.
  
1972 veröffentlichte Esther Ofarim, die als eine der besten Unterhaltungs-Sängerinnen der Welt gilt, mit der Solo-LP "Esther" Chansons und anspruchsvollen Lieder unter anderem auf Hebräisch, Djudeo-Espanyol1), Französisch und Deutsch, die recht erfolgreich wurde. "In Israel entwickelte sich ihre LP "Esther Ofarim be-Hekhal ha-Tarbut – Live in Tel-Aviv" von 1973 zum Klassiker; darauf trägt sie Teile des hebräischen Repertoires vor, das seither ein Grundstock ihrer Konzerte ist." notiert Wikipedia.

Esther Ofarim am 22. November 1969 in der
TV-Sendung "Een van de Acht" van Mies Bouwman1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief 1) (Den Haag, Rijksfotoarchief;
Bestandsnummer 923-0024: Urheber/Fotograf:  Rob Mieremet / Anefo;
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Esther Ofarim am 22. November 1969 in der TV-Sendung "Een van de Acht" van Mies Bouwman1; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer 923-0024: Urheber/Fotograf:  Rob Mieremet / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Ende der 1970er zog die Künstlerin mit ihrem 18 Jahre jüngeren Lebensgefährten, dem damals 22-jährigen Regieassistenten und späteren Filmproduzenten Philipp von Sell, Sohn des damaligen WDR1)-Intendanten Friedrich-Wilhelm Freiherr von Sell1) und dessen Gattin Barbara von Sell1), nach New York. 1982 heiratete das Paar, im Folgejahr erblickte der gemeinsame Sohn David das Licht der Welt; die Eltern trennten sich bzw. ließen sich 1992 scheiden.
In den 1980er Jahren fand die Künstlerin zudem viel Beachtung als Theaterschauspielerin, wie beispielsweise 1984 unter der Regie von Peter Zadek1) auch in dem von Joshua Sobol1) verfassten Drama "Ghetto", mit dem der israelische Autor das Schicksal der Juden im "Getto Vilnius" in der litauischen1) Hauptstadt Vilnius1) während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg thematisiert und das am 12. Juli 1984 an der Berliner "Freien Volksbühne"1) (in Kooperation mit dem Hamburger "Deutschen Schauspielhaus"1)) in der deutschsprachigen Erstaufführung Premiere feierte; hier interpretierte sie in der Rolle der Sängerin Chaja auch einige Lieder wie "Frühling" und "Unter Deinen weißen Sternen". So kann man unter anderem im Musicallexikon lesen: "In Israel hat ein arabischer Schauspieler den Ghettoführer Gens gespielt, in Berlin war die Rolle mit dem Juden Michael Degen besetzt. Otto  Tausig gab den Juden Weisskopf, wie man sich Juden im imaginären Schmierentheater vorstellt. Esther Ofarim erfüllte jedes vom Stück und vom Regisseur von ihr verlangte Klischee und erfreute mit ihren rührseligen Chansons nicht nur Kittel und Gens, sondern auch das Premierenpublikum, das sich am Ende gar nicht zu lassen wußte (vor welcher Art Begeisterung, wüßte man gern)."
 

Esther Ofarim in der "Ghetto"-Aufführung 01; Copyright Virginia Shue

Esther Ofarim in der "Ghetto"-Aufführung mit Ulrich Tukur; Copyright Virginia Shue
Esther Ofarim in der "Ghetto"-Aufführung 02; Copyright Virginia Shue
Esther Ofarim in der "Ghetto"-Aufführung 03; Copyright Virginia Shue

Esther Ofarim als Chaja
in der "Ghetto"-Aufführung
(oben rechts mit Ulrich Tukur1)
als SS-Offizier Kittel)
→ Besetzung Theatertreffen 1985 
Die Fotos wurden mir freundlicherweise von 
der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

  
Im Frühjahr 1995 arbeitete Ester Ofarim, die seit geraumer Zeit im Hamburger Grindelviertel1) nahe der Alster1) lebte, mit Udo Lindenberg1) zusammen und es entstand das Duett/Lied "Salomon" ("Das hohe Lied").  Ebenfalls 1995 gab sie mit der israelischen Rockmusikerin Jehudit Ravitz1) ein vielbeachtetes Konzert, das live im israelischen Fernsehen übertragen wurde und in dem sie im Duett mit Ravitz Lieder aus deren Feder interpretierte. Nach fast 15 Jahren Pause trat sie ab 1998 fast regelmäßig mit einem Soloprogramm in den "Hamburger Kammerspielen"1) auf. Ihre Konzerte mit Liedern und Balladen für Kinder und Erwachsene, aber auch Pop und Rock waren ein Erlebnis und stets ausverkauft. Seit Ende 2003 präsentierte sie das Programm im Hamburger "St. Pauli-Theater"1), 2004 folgten Auftritte in Dessau ("Kurt-Weill-Fest"1)) und Dortmund. Im Mittelpunkt ihres Repertoires standen in der neu-hebräischen Sprache Ivrit1) vorgetragene Pop-Songs und hebräische Lieder. Klassiker wie "Dirty Old Town"1) oder der "Beatles"1)-Hit "She’s Leaving Home"1) gehörten ebenso dazu wie eine Interpretation des "Alabama-Song"1) von Bertolt Brecht1) (Text) und Kurt Weill1) (Musik) sowie die Erfolgs-Titel Hits aus vergangenen Tagen.
Ebenfalls 2003 startete Esther Ofarim ihre erste "Tournee" seit mehr als 20 Jahren. In Begleitung des israelischen Pianisten und Komponisten Yoni Rechter
(→ Wikipedia (englisch)) am Klavier und des Geigers Michail Paweletz1) trat sie mit einem neuen Repertoire aus jüdischen Volksliedern, Kurt-Weill- und Beatles-Songs sowie amerikanischen Evergreens in Hamburg und Frankfurt auf. Im April und Mai 2005 ging sie auf eine kleine Tournee mit dem Titel "Eine Reise durch Jahrhunderte und Kontinente", während der sie in Dresden1) in der "Semperoper"1), in München im "Prinzregententheater"1), in Leonberg1) und Bochum1) auftrat. Im Oktober 2007 gab sie ein Konzert im "Theaterhaus Stuttgart"1).2)
Mit ihrer 2009 veröffentlichten CD "I'll see you in my dreams – LIVE 2009" erntete die Künstlerin überaus positive Kritiken, aufgenommen wurde das Album während der beiden Konzerte am 1. und 2. Februar 2009 im Hamburger "St. Pauli Theater". Am 21. Januar 2012 präsentierte Esther Ofarim erneut am Hamburger "St. Pauli Theater" ihr Programm "I'll see you in my dreams",  das sie zusammen mit ihrem Arrangeur und musikalischen Begleiter Yoni Rechter erarbeitet hatte.
Auch in jüngerer Zeit stand Esther Ofarim auf der Bühne, gab 2020 Konzertabende in Hamburg, Dortmund und im israelischen Cholon1). 2021 trat die damals 80-Jährige in Hamburg, Tel Aviv1) und Jerusalem1) auf, sowie in den Jahren 2022/2023 zusammen mit dem israelischen Sänger Jehoram Gaon1) ebenfalls in Tel Aviv sowie in Kirjat Motzkin1) bei Haifa1). Sie ist weiterhin künstlerisch aktiv und erfreut das Publikum immer mal wieder mit Liederabenden.

Aktuelles zu Esther Ofarim bei www.esther-ofarim.de;
siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch), www.laut.de sowie
Filmografie bei der Internet Movie Database
Fotos bei Wikimedia Commons

Abi Ofarim am 8. März 1968 in der TV-Sendung "Fenklup" ("Fanclub") des niederländischen Senders VARA; Urheber: A. Vente / A & F. van Geelen; Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos von "Beeld en Geluid Wiki"; Lizenz: CC BY-SA 3.0

Abi Ofarim, der Ende der 1960er kurzzeitig mit Iris Berben liiert gewesen sein soll, zog nach London1) und versuchte dort im Musikgeschäft Fuß zu fassen. Als dies eher erfolglos blieb, ging er nach München zurück und betätigte sich weiter als Manager, Komponist, Produzent und Schauspieler. Mit dem Musiker Tom Winter gründete er das kurzlebige Duo "Ofarim & Winter", das eine gleichnamige kaum beachtete LP veröffentlichte. Doch Anfang der 1970er Jahre war der Name des ehemaligen Stars mehr durch "Skandälchen", Drogen- und Alkoholexzesse in der einschlägigen Presse vertreten. "Im Januar 1979 wurde Ofarim wegen Drogenbesitzes und des Verdachts auf Steuerhinterziehung verhaftet. Er verbrachte vier Wochen in der "JVA Stadelheim"1) in Untersuchungshaft und wurde später zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt." vermerkt Wikipedia.

Abi Ofarim am 8. März 1968 in der
TV-Sendung "Fenklup" ("Fanclub")
des niederländischen Senders VARA1)
Urheber: A. Vente / A & F. van Geelen
Quelle: Wikimedia Commons
(Ausschnitt des Originalfotos
von "Beeld en Geluid Wiki"
Lizenz: CC BY-SA 3.0; mehr zur Lizenz siehe hier

Er fing sich wieder und machte sich einen immer besseren Namen als Produzent, so unter anderem der Primaballerina und Chansonsängerin Margot Werner1). Zudem managte er seinen am 13. August 1982 geborenen Sohn Gil Ofarim1) (aus Ofarims dritten Ehe (1983 004) mit Sandra Hirt), der sich einen Namen als anerkannter und viel gefragter Künstler in der Rock-Szene machte, in jüngeren Zeit jedoch auch durch den so genannten "Davidstern-Skandal"1) sowie zuletzt Anfang 2026 durch seine Teilnahme in der RTL-Reality-Show "Dschungelcamp"1) für Schlagzeilen sorgte, aus der er als Sieger hervorging. Auch Gils jüngerer Bruder Tal Ofarim ging in die Musik-Branche, begann eine Solokarriere als Sänger und erlangte nicht zuletzt als Kandidat (2013) bei der Castingshow "The Voice of Germany"1) einen gewissen Bekanntheitsgrad.
  
Abi Ofarim startete 2007 noch einmal neu durch, versuchte 25 Jahre nach der Veröffentlichung seines letzten Albums ein Comeback als Sänger und trat mit dem Titel "Mama, oh Mama" erneut auf. Das Album des damals über 70-Jährigen erschien Ende Mai 2009 unter dem Titel "Too Much Of Something", die neue, reich bebilderte Autobiografie "Licht und Schatten" kam im Februar 2010 auf den Markt. Mit dem Bühnenprogramm "Rock'n'Read" war Ofarim auch 2012 wieder unterwegs. Seine Erinnerungen "Der Preis der wilden Jahre" brachte der Musiker bereits 1982 auf den Markt.
Im April 2014 gründete er gemeinsam mit Lebensgefährtin Kirsten Schmidt in München die Begegnungsstätte "Kinder von gestern e. V", ein so genanntes "Jugendzentrum für Senioren" – "ein soziales Projekt gegen Armut und Einsamkeit im Alter, welches Abi Ofarim sehr am Herzen lag. Die Schirmherrschaft übernahm der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude1)." schreibt Wikipedia.
 
Abi Ofarim starb nach langer, schwerer Krankheit am 4. Mai 2018 im Alter von 80 Jahren in seiner Wohnung in Münchener Stadtteil Schwabing1). Schon im Januar 2017 musste er aufgrund einer besonders hartnäckigen Grippe und einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert und ins Koma versetzt worden, zudem musste er sich einer Herzoperation unterziehen.
Am 8. Mai 2018 fand im Münchener Stadtteil Freimann1) die Beisetzung auf dem "Neuen Israelitischen Friedhof"1) statt, neben der Familie nahmen Freunde Wegbegleiter und Fans Abschied von dem Musiker. Zu den Trauergästen zählte auch Münchens ehemaliger Bürgermeister Christian Ude, der eine bewegende Trauerrede hielt → Foto der Grabstelle bei knerger.de sowie Wikimedia Commons.

Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
  Filmografie bei der Internet Movie Database
Fotos bei Wikimedia Commons

Fremde Links 1) Wikipedia
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 16.01.2012)
Um zur Seite der Oldie-Stars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de