"Kapitän Harmsen": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte "Kapitän Harmsen – Geschichten um eine Hamburger Familie" hieß die Serie, die am 24. August 1969 zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr im ZDF auf Sendung ging. Zunächst wurden sechs Folgen bis 12. Oktober 1969 ausgestrahlt, ab 4. Januar 1970 kamen die Zuschauer in den Genuss sieben weiterer Episoden, mit der Geschichte "Das Quiz" (EA: 05.04.1970) verabschiedete sich die Familie vom TV-Publikum. Erzählt wurden immer Sonntags 45-minütige, eher harmlose Situationen aus dem Alltagsleben von Kapitän Wilhelm Harmsen, gespielt von Hans Musäus, und seiner Familie. Regie führte Claus Peter Witt1), die Drehbücher stammten von verschiedenen Autoren, unter anderem "Seekadetten" (Folge 6) von Helga Feddersen, die zudem in der zweiten Episode "Das Wrack" als Silke mitspielte.
Der manchmal etwas grantige Seebär Harmsen verzichtete seiner Familie zuliebe auf die ganz große Karriere und verdient den Lebensunterhalt als Schlepperkapitän auf der Elbe. Zusammen mit seiner Familie wohnt er in Hamburgs vornehmem Stadtteil Blankenese1) in einer Villa, die ihm eine alte Dame vererbt hat und gleich zu Beginn der Serie muss sich der bodenständige Mann mit dieser neuen Lebenssituation erst einmal anfreunden. Verheiratet ist er mit Anna (Marianne Lindner), die erwachsenen Kinder Ulla (Brigitte Rohkohl) und Karl, genannt "Kuddel" (Gerhard Borman) sowie "Nesthäkchen" Fiete (Hartmut Bordel) sorgen für mancherlei Aufregung.
 
Abbildung DVD-Cover mit freundlicher
Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie
am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte
Auch Opa Harmsen (Rudolf Beiswanger), der als ehemaliger Elb-Lotse viel Erfahrung mit der Schifffahrt hat, verursacht oft ungewollt manch turbulente Situation. In weiteren Rollen sah man unter anderem den dänischen Schauspieler Folmer Rubæk (1940 – 2016) als Karls Freund Olaf Torkilsen sowie den Hamburger Schauspieler und Regisseur Friedrich-Wilhelm Timpe1) als Werner, Freund von Harmsen-Tochter Ulla.
Jede Folge begann noch vor dem Vorspann mit einem kurzen Dialog zwischen Kapitän Harmsen und seinem Decksmann Puttfarken (Jürgen Wulf1)), der jeweils in einem Kalauer endete.
  
"Kapitän Harmsen": Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte
Die Familie Harmse: Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film,
welche die Serie am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte

Die vergnügliche Familienserie mit zum Teil abenteuerlich-melodramatischen Ansätzen kam beim Publikum – bezogen auf die Einschaltquoten – gut an, wurde jedoch von der Kritik nicht immer freundlich beurteilt. So schrieb die Programmzeitschrift "Funk Uhr"1) (6/1970, S. 17) beispielsweise nach Beginn der 2. Staffel: "'Kapitän Harmsen soll – vor allem in Süddeutschland – viele Freunde haben. An der Waterkant jedoch betrachtet man dies fernsehgerecht gesponnene Seemannsgarn eher kritisch."
Die kurzen Episodenbeschreibungen findet man bei www.bamby.de.

Siehe auch Wikipedia, fernsehserien.de
Weitere Links bei wunschliste.de;
Vollständige Besetzungsliste bei der Internet Movie Database

   
Die Familie Harmsen:
(Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Hans Musäus  
   
"Kapitän Harmsen": Hans Musäus als Kapitän Harmsen; Foto mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte
Hans Musäus als
Kapitän Harmsen
Foto mit freundlicher
Genehmigung von Pidax Film;
DVD-Veröffentlichung der
Serie am 30.03.2018
… spielte den Kapitän Wilhelm Harmsen.
 
Geboren am 28. November 1910 in Bielefeld,
gestorben am 9. Juli 1981 im Alter von 70 Jahren in München.
 
Musäus, der aus einer Künstlerfamilie stammte, verbrachte seine Kindheit in Hamburg und erhielt dort auch seine künstlerische Ausbildung. Zum Theater stieß er Ende der 1920er Jahre, zu seinen frühen Bühnenstationen gehörten Neuss, Frankfurt/Oder und Schneidemühl (heute: Piła, Polen). Am Theater der letztgenannten Stadt lernte er seine spätere zweite Ehefrau, die Schauspielerin Maria Singer (1914 – 2003), kennen, die er 1936 heiratete. Der 1939 geborene Sohn Peter Musäus machte sich ebenfalls einen Namen als erfolgreicher Schauspieler sowie als Sprecher.
Seine ersten wichtigen Bühnenerfahrungen sammelte Musäus, aus Memel (heute: Klaipėda, Liauen) kommend, ab der zweiten Hälfte der 1930er Jahre im preußischen Königsberg (heute: Kaliningrad, Russland), wo man ihn im Fach des Charakterhelden einsetzte, ließ ihn dort bis Kriegsbeginn 1939 gelegentlich auch Regie führen. Obwohl während des 2. Weltkrieg als Soldat eingezogen, blieb Musäus den "Städtischen Bühnen" der ostpreußischen Landeshauptstadt bis 1945 nominell verbunden.
Als Soldat war Musäus auf dem Balkan stationiert und geriet bei Kriegsende in jugoslawische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung vier Jahre später folgte der Bielefelder 1950 einem Ruf an das "Tiroler Landestheater" in Innsbruck. Drei Jahre später wechselte er 1953 an das "Landestheater" in Tübingen und gestaltete dort viele tragende Rollen sowohl in Klassikern als auch Stücken der Moderne. So brillierte er beispielsweise als Kreon, Berater der Titelfigur Ödipus, in dem Drama "König Ödipus" des Sophokles, als Capulet, Vater von Julia, in der Shakespeare-Tragödie "Romeo und Julia" oder als Herzog von Alba in dem Schauspiel "Don Karlos" von Friedrich Schiller. Er gab die Titelfigur des Fliegergenerals Harras in dem Drama "Des Teufels General" von Carl Zuckmayer oder den Bauer John Proctor in dem Stück "Hexenjagd" von Arthur Miller, wusste auch in Komödien wie beispielsweise als Verleger Quilling in  "Sturm im Wasserglas" von Bruno Frank zu überzeugen.
Seit den 1960er Jahren wirkte Hans Musäus an Theatern in Essen, Kassel, Braunschweig und Frankfurt am Main, 1966 ging er nach München und bereicherte bis 1979 das Ensemble der "Kammerspiele". "Er war ein eindringlicher Charakterspieler, verlieh jeder Rolle ein unverwechselbares Gesicht" hieß es einem Nachruf.*) Einem breiteren Publikum wurde erstmals 1964 bekannt, als im Fernsehen eine von Intendant William Dieterle bei den "Bad Hersfelder Festspielen" inszenierte Aufführung der Shakespeare-Tragödie "Macbeth" gesendet wurde, in der er neben Hanns Otto Ball in der Titelrolle des Feldherrn Macbeth den schottischen König Duncan gestaltete → IMDb.
    
Seit Mitte der 1960er Jahre wandte sich Musäus, dessen Leidenschaft vornehmlich dem Theater galt, der Arbeit vor der Kamera zu und trat überwiegend in in verschiedenen TV-Produktionen in Erscheinung. Zu einer seiner ersten Bildschirmauftritte zählte unter der Regie von Gerhard Klingenberg der Part des Streifenpolizisten Magruder in "Brooklyn-Ballade"1) (EA: 23.12.1965) nach dem Schauspiel "The Gentle People" von Irwin Shaw und ebenfalls unter Klingenbergs Regie die TV-Fassung (1965) des Shakespeare-Schauspiels "Das Wintermärchen" mit Peter Lühr als König Leontes und Agnes Fink als dessen Gattin Hermione, in der er den Lord Antigonus darstellte → IMDb. In dem von Dieter Lemmel2) (auch Regie) verfassten Dokumentarspiel "Die letzte Reise des Kapitän Scott"1) (EA; 14.01.1966) zeigte er neben Werner Uschkurat (Polarforscher Robert Falcon Scott) als Lieutenant Henry Bowers, bei "Guten Abend, Mrs. Sunshine"1) (EA: 07.08.1966) handelte es sich um ein an der Münchener "Kleinen Komödie" mit Ursula Herking gezeigtes Lustspiel nach der Vorlage "Goodnight Mrs. Puffin"3) von Arthur Lovegrove (1913 – 1981) und seiner Rolle des Stephen Parker, Vater von Victor (Bruno Dietrich), dessen Hochzeit mit der ältesten Tochter der Fordyces, Jacqueline (Carine Christian), kurz bevorsteht (Regie: Jochen Blume).
Vor allem mit der Figur des Kapitän Harmsen in der gleichnamigen Serie (1969/70 ist er dem älteren Fernsehpublikum wohl in nachhaltigster Erinnerung geblieben, den titelgebenden Schiffsführer legte der stämmige, bullige Künstler als kantig-knorrigen Seebär aus ganzem Schrot und Korn an. An weiteren Auftritten in den 1960ern sind Episodenrollen in beliebten Serien wie unter anderem "Die Tintenfische" (Inspektor Knieriemen in"Nasse Spuren"4)) "Kommissar Freytag" (Dr. Wenauer in "Fahrerwechsel"1)), "Hafenpolizei" (Beißel in "Die Pokerpartie"1)), "Das Kriminalmuseum" – hier als Kriminalbeamter Seifert in "Die Briefmarke" (EA: 26.05.1967) und als Dr. Fuchs in "Die Kamera" (EA: 07.07.1967)  – oder die mit Götz George und Karin Baal als Ehepaar Sonntag gedrehten Geschichten "Ein Jahr ohne Sonntag" zu nennen, wo er in der Episode "Gerüchte"4) (EA: 05.03.1970) als Manfred Kürten auftauchte.  Eine schöne Rolle war der Schuhmachermeister Bengler in der Posse "Der Datterich"1) (EA: 06.02.1972) nach der Darmstädter Lokalposse "Datterich" von Ernst Elias Niebergall mit Johannes Schauer als Particulier Datterich, als Beamter gehörte er zur Besetzung der Krimi-Komödie "Blüten der Gesellschaft"1) (EA: 06.05.1972) aus der Feder des Autorenduos Rolf und Alexandra Becker (Regie: Werner Schlechte5)). einer seiner letzten Arbeiten/Rollen vor der TV-Kamera war der von Karl Fruchtmann mit Tilo Prückner als der Archäologe Heinrich Schliemann gedrehte Zweiteiler "Der Schatz des Priamos" (EA: 27.05.1981). in dem er als Kaufmann Lyschina auftrat, Vater von Schliemanns ersten Ehefrau Jekaterina Petrowna (1826 – –1896), dargestellt von Angela Schmid.
Auf der Leinwand war Musäus selten präsent, zu nennen ist die von May Spils gedrehte, amüsante Geschichte "Hau drauf, Kleiner" (1974), in der er sich als Oberst zeigte, und  das von Werner Herzog in Szene gesetzte Drama "Jeder für sich und Gott gegen alle" (1974) über das von Bruno S. verkörperte rätselhafte Findelkind Kaspar Hauser, in dem er einen "unbekannten Mann" mimte.
Sporadisch beteiligte sich Musäus an Hörspielen, sprach unter anderem Richards Gefolgsmann Sir William Catesby in "König Richard III."6) nach dem Drama "Richard III." von William Shakespeare (EA: 03.02.1973; Regie: Hans Hausmann) mit Helmuth Lohner als Richard, Herzog von Gloucester (später Richard III.), oder den Wachtmeister Braubecke in dem Krimi "Tödlicher Sand"6) nach dem gleichnamigen Werk von Bernhard Horstmann alias Stefan Murr (EA: 04.11.1978; Regie: Heinz Wilhelm Schwarz).
 
Quelle (teilweise): Wikipedia (Stand September 2015) 
 
Weitere Filme*) mit Hans Musäus
 
*) "Deutsches Bühnenjahrbuch 1982" (S. 768)
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) filmportal.de, 3) theatertexte.de,
4) fernsehserien.de, 5) deutsches-filmhaus.de, 6) ARD Hörspieldatenbank
Marianne Lindner … spielte Harmsens Ehefrau Anna.
 
Geboren am 11. Dezember 1922 als Marianne Lang in Bad Blankenburg (Thüringen),
gestorben am 24. November 2016 im Alter von 93 Jahren in Gmund am Tegernsee (Bayern).

Die Tochter eines Schuhhändlers wuchs bis zu ihrem 18. Lebensjahr in Thüringen auf, absolvierte nach der so genannten "Mittleren Reife" eine dreijährige kaufmännische Lehre. Als Sekretärin kam sie nach Bayern, nahm dann Schauspielunterricht in Salzburg bei Fritz Haneke (1906 – 1989) und in München bei Nestor Lampert (1882 – 1950),  gab ihr Bühnendebüt 1946 am "Oberstdorfer Bauerntheater". Von 1948 bis 1968 leitete sie gemeinsam mit Siegfried Lindner die "Siegfried-Lindner-Bühne"; Lindner, den sie 1951 heiratete, war ihr zweiter Ehemann.
Mit Beginn der 1960er betraute sie Olf Fischer in dem im Rahmen des "Komödienstadel" aufgeführten Bauernschwank "Die drei Eisbären" (EA: 12.08.1961) von Maximilian Vitus an der Seite der Protagonisten Franz Fröhlich, Michl Lang und Maxl Graf mit dem Part der tyrannischen  "Heiratsvermittlerin" Haslocherin, womit sie schlagartig zum Publikumsliebling avancierte → br.de. Bis 2007 sollten etwa zwanzig weitere "Komödienstadel"-Klassiker folgten, in denen Lindner meist die temperamentvolle "Beißzange" mit der spitzen Zunge gab. Zu nennen ist beispielsweise die

Neben ihren zahlreichen Gastspielen auf den Theaterbühnen oder den Auftritten beim "Komödienstadel"  erlebte man die Volksschauspielerin in etlichen Fernsejspielen und -serien. Auß:er ihrem Part der Ehefrau des "Kapitän Hansen" zeigte sie sich beispielsweise in der Serie "Familie Meier" (1981–1983) ebenfalls als Mutter bzw. Ehefrau, diesmal des Taxifahrers Alois Meier (Karl Obermayr). Sie trat in den legendären Geschichten "Königlich Bayerisches Amtsgericht" (Frau Held in Folge "Das Damenkränzchen"1), EA: 04.12.1070)) in Erscheinung, tauchte 1979 drei Mal in der Krimiserie "Der Alte" auf (Verkäuferin in "Der Abgrund"1), Trauergast in "Nach Kanada"1) und Hausbesitzerin in "Alte Kameraden"1)), als Mutter von Sepp (Elmar Wepper) in der Episode "Eine von uns" (EA: 11.12.1986) aus der mit Ottfried Fischer gedrehten Serie "Irgendwie und Sowieso" oder als resolute Großmutter in der Folge "Fasanenjagd" (1991) aus der Kultserie "Löwengrube". Zwischen 1992 und 1994 mimte sie in der Seifenoper "Marienhof" 29 Episoden lang die Jüdin Rosa Sievenich, in der Miniserie "Zur Sache, Lena!"1) (2008) die Ehefrau des Brauereibesitzers Leopold Raitmeier (Erich Hallhuber sen.) bzw. Mutter der Protagonistin Lena Raitmeier (Uschi Glas) – um nur einiges zu nennen.
    

"Familie Meier": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie Ende Juli 2019 auf DVD herausbrachte.

"Familie Meier": Szenenfoto mit Karl Obermayr und Marianne Lindner; mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie Ende Juli 2019 auf DVD herausbrachte.
"Familie Meier": Abbildung DVD-Cover sowie Szenenfoto mit Karl Obermayr und Marianne Lindner
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie Ende Juli 2019 auf DVD herausbrachte.

Marianne Linder wirkte in etlichen Einzelproduktionen, oftmals, heiteren, bayerischen Kolorits aber auch anderen Genres mit, präsentierte sich unter anderem als Frau des Schlossermeisters Hallberger (Karl Tischlinger) in der von Karlheinz Bieber nach der gleichnamigen Erzählung von Ludwig Thoma mit Michl Lang (Bürgermeister Natterer) und Beppo Brem (Postwirt Blenninger) in Szene gesetzten Adaption "Altaich"2) (EA: 09.11.1968) oder als Maria Strobel in in dem von Rainer Erler gedrehten, mit dem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichneten Dokumentarspiel "Der Attentäter"2) (EA: 09.11.1969) mit Fritz Hollenbeck als Georg Elser, dessen Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler am 8. November 1939 im Münchener "Bürgerbräukeller" scheiterte. In der amüsanten Story "Fettaugen – Eine Idylle aus der deutschen Provinz"2) (EA: 03.05.1972) aus der Feder von Leopold Ahlsen kam sie als Anna Breitnagel daher, deren geschäftstüchtiger Ehemann Josef (Gustl Bayrhammer) sich dank ihrer Mitgift eine erfolgreiche Baufirma aufbaute, als Moarin in "Das Familienfest"2) (EA: 23.06.1973) nach dem Volksstück von Georg Lohmeier oder als Hebamme in "Kreuzwege"1) (1998).
Dass sie auch in Krimis mit Nebenrollen ihren Platz fand, zeigte sich mit ihrem viermaligen Auftreten in dem Dauerbrenner "Tatort": So sah man sie neben Gustl Bayrhammer (Kriminaloberinspektor Veigl) als Elsa, Frau des entlassenen Kaufhaus-Abteilungsleiters Karl Rothermund (Alexander May), in "Schluß:verkauf" (EA: 21.05.1978) und als altjüngferliche Nachbarin Fräulein Seufzger in "Usambaraveilchen" (EA: 20.04.1981) sowie als Kostümverleiherin in "Die chinesische Methode" (EA: 10.11.1991) und als Nachbarin in "Häschen in der Grube" (EA: 23.11.2008), jeweils mit dem Ermittler-Duo Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec/Udo Wachtveitl). Zwei Mal gehörte sie als Magda Bachmaier, Halbschwester des Polizeihauptmeisters Anton Pfeiffer (Udo Thomer), zur Besetzung der mit Ottfried Fischer (Hauptkommissar Benno Berghammer) gedrehten Krimireihe "Der Bulle von Tölz", so in "Tod im Internat" (EA: 21.01.1996) und "Tod in der Brauerei" (EA: 16.02.1997).
Zudem glänzte sie auch auf dem Bildschirm mehrfach in den aus dem "Chiemgauer Volkstheater" geendeten Lustspielen, so als pfiffige Oma Sofie Hartinger in "Renn Oma, renn!" (1998 → br.de), als "Dorfratscherin" Babett Graunzer in "A lästiger Bettg’sell’"1) (EA: 24.04.1998  → br.de), als die mit Freundin Paula (Amsi Kern) zusammenlebende alte Jungfer Emmi Engel in "…und oben wohnen die Engel"1) (EA: 11.12.1998), als Erni Ferstl, Schwester von Anni (Amsi Kern), in "Die Gangsterfalle"1) (EA: 06.10.2000 → br.de) und als Nanni, Schwester von Burgl (Amsi Kern) in "A sauberne Welt"1) (EA: 04.05.2001  → br.de). Bei dem von Peter Steiner gegründeen "Peter Steiners Theaterstadl" trat sie ebenfalls auf, spielte als Babett die Frau des Wirts/Bürgermeisters Alois Filzer (Steiner) in "Die Lügenglocke" (EA: 05.01.1989). Zu ihren letzten Arbeiten vor der TV-Kamera gehörte die bayerische Daily Soap "Dahoam is Dahoam", in der sie in den Episoden "Die falsche Braut"1) (EA; 16.06.2009) und "Lansinger Nächte sind lang"1) (EA; 17.06.2009) die Emilie Bamberger, Großmutter von Roland (Horst Kummeth) darstellte.
    
Auf der Leinwand war Marianne Lindner eher selten vertreten, bereits in der von Werner Jacobs gedrehten Kinoversion des Schwanks "Das sündige Dorf" (1966) mimte sie als Therese die Frau des Bauern Thomas Stangassinger (Michl Lang), Eltern von Herbert (Hans-Jürgen Bäumler) und Sepp (Thomas Alder). Als Sophie von Behring wirkte sie unter der Regie von Markus Bräutigam in dem Streifen "Love unlimited" (1982 → hff-muenchen.de, filmportal.de) mit, als Elfriede Deutlmoser in der ganz auf Gerhard Polt zugeschnittenen Komödie "Kehraus" (1983 → filmportal.de), inszeniert von Hanns Christian Müller, und als Tandlerin in Percy Adlons Familienchronik "Die Schaukel" (1983(, basierend auf dem autobiografische Roman von Annette Kolb. Danach sind noch kleine Auftritte zu nennen, die Vermieterin in "Moving"3) (1991 → filmportal.de), die Mutter von Heinz (Thomas Kögel) in dem Kurzfilm "Götterfunke" (1991  → filmportal.de) von Steffi Kammermeier, die Mutter in der Science-Fiction-Story "Harald  – Der Chaot aus dem Weltall" (1997 → fernsehserien.de) sowie der Kurzfilm "Tango Americano" (2001) von Frank Wiedemeier → IMDb.
   
Zudem beteiligte sich Marianne Linder beim "Bayerischen Rundfunk"an Hörspielproduktionen, die "ARD Hörspieldatenbank" weist seit Mitte der 1960er rund 50 Sendungen mit ihr aus, zu denen unter der Regie von Olf Fischer etliche heitere "Komödienstadel" Volksstücke zählten. So hörte man sie unter anderem auch hier als Nanni, Frau des reichen Bauern Haslinger (Alfred Pongratz), in "Der verkaufte Großvater"4) nach den gleichnamigen Shwank von Anton Hamik alias Franz Streicher mit Michl Lang als Großvater (EA: 24.04.1965), als Mühlenwirtin in "Alles für die Katz"4) nach dem gleichnamigen Lustspiel von August Hinrichs (EA: 26.09.1970), als Haushälterin Kuni Meier in "Spätlese oder Auch der Herbst hat schöne Tage"4) nach der Vorlage "Spätlese" von Willy Stock (EA: 05.04.1981) oder als Frau des Straßhoferbauern Bartl (Max Griesser) in "Schneesturm"4) von Anton Maly (EA: 07.02.1982 → siehe auch TV-Version 1985). In der Reihe "Bayerische Szene" sprach sie beispielsweise die Sophie Solseder in "Die Heimkehr der Afra Birmbeck"4) (EA: 19.06.1978; Regie: Hans Eichleiter) von Fritz Meingast (1904 – 1990) mit Rosl Mayr in der Titelrolle, die Hebamme Frau Gruber in "Der starke Stamm"4) nach dem gleichnamigen Theaterstück5) von Marieluise Fleißer (EA: 15.07.1979; Regie: Edmund Steinberger) oder die Frau des Hauserbauern zu Öd (Egon Biscan) in "Die Rumplhanni"4) nach dem gleichnamigen Roman von Lena Christ (EA: 26.10.1981; Regie: Michael Peter) mit Lisa Fitz (Magd Hanni). Zu ihren letzten Arbeiten als Sprecherin zählte der Part der Olga Wolz in "Letzter Wille"4) nach dem gleichnamigen Bühnenwerk5) von Fitzgerald Kusz (EA: 02.11.1997; Regie: Michael Peter) sowie der Maria (alt) in dem zweiteiligen Krimi "Der Nibelungen Mord"4) von Bernd Grashoff (EA: 16./23.11.2000; Regie: Martina Boette-Sonner) → Hörspiele bei Wikipedia.

Nach ihrem 80. Geburtstag im Jahr 2002 zog sich die beliebte Volksschauspielerin immer mehr ins Privatleben zurück. 
Marianne Lindner, Mutter von zwei Töchtern, war seit 1971 von ihrem zweiten Ehemann Siegfried Lindner geschieden. Die Künstlerin lebte zuletzt in der kleinen oberbayerischen Gemeinde Gmund am Tegernsee, wo sie am 24. November 2016, wenige Wochen vor ihrem 94. Geburtstag, an den Folgen eines Sturzes starb. Die letzte Ruhe fand sie auf dem "Bergfriedhof" in Gmund am Tegernsee → Foto der Grabstelle bei knerger.de.

Quelle (teilweise): Wikipedia;
siehe auch den Nachruf bei www.br.de

Weitere Filme*) mit Marianne Lindner;
siehe auch Wikipedia (Auszug), fernsehserien.de (Auszug)
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) Die Krimihomepage,
3) filmdienst.de, 4) ARD Hörspieldaten bank, 5) theatertexte.de

Gerhard Borman … spielte den Sohn Karl Harmsen.
 
Geboren am 24. Mai 1940 als Gerhard Borrmann in Bonn.
 
Nach seiner Schauspielerausbildung in Lübeck gab Borman am Hamburger "Deutschen Schauspielhaus" sein Bühnendebüt. Es folgten Engagements unter anderem bei verschiedenen Tourneetheatern sowie ab Anfang der 1960er Jahre Aufgaben bei Film und Fernsehen. Auf dem Bildschirm sah man den Schauspieler, der neben seiner schauspielerischen Tätigkeit noch Betriebswirtschaft studierte, erstmals in der Episode "Licht im Wasser"1) (EA: :23.12.1963) aus der populären Krimiserie "Hafenpolizei". Neben der Rolle des Philip Rathmann in der mit Viktoria Brahms und Michael Hinz gedrehten Serie "Hauptstraße Glück"2) (1968) oder der des Sohnes Karl in "Kapitän Harmsen" (1969/70) wurde er ab Mitte der 1970er Jahre auch durch die Figur des Kriminalassistenten Echterding in 20 Episoden des Quotenrenner "Derrick" bekannt – zuletzt in Folge 38 "Inkasso"2) (EA: 18.09.1977). Überwiegend blieb er jedoch auf Nebenrollen reduziert, beispielsweise als Taxifahrer in der "Tatort"-Folge "Kressin und der tote Mann im Fleet" (1971) oder als Kronprinz in dem Dreiteiler "Sachrang" (1978). Zu Bormans letzten Fernsehauftritten zählte die Geschichte "Straßenpaganini"2) (EA: 25.04.1989) aus der einst beliebten Serie "Forsthaus Falkenau", wo er sich als Herr Weißhaupt zeigte.
Verschiedentlich übernahm der Schauspieler auch kleinere (ungenannte) Aufgaben in einigen internationalen Kinoproduktionen, so in dem prominent besetzten Kriegsfilm "Brennt Paris?" (1966, "Paris brûle-t-il?"), in dem Spionagestreifen "Der Grausame Job"3) (1968, "Peau d'espion" → filmportal.de) und in dem Thriller "Jenseits der Angst"3) (1975, "Au-delà de la peur"). In dem von Wolfgang Staudte gedrehten Krimi "Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache" (1971) gehörte er als Kriminalassistent Löffler zur Besetzung, in dem zu vernachlässigenden Erotikfilmchen "Sonne, Sylt und kesse Krabben" (1971) trat er als Markus, Chauffeur des Konservenfabrikanten Hugo Weber (Achim Strietzel), in Erscheinung. In jüngerer Zeit wirkte Borman in dem von Thilo und Simon Gosejohann realisierten, auf DVD erschienen, anarchischen Action-Film "Operation Dance Sensation" (2003) mit.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Gerhard Borman
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) fernsehserien.de, 3) filmdienst.de
Brigitte Rohkohl
 
Brigitte Rohkohl; Copyright Virginia Shue
Foto zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
… spielte die Tochter Ulla Harmsen.
 
Geboren am 11. Februar 1946 in Hamburg.
 
Die Tochter des Schriftstellers, TV-Drehbuchautor und -regisseurs Dieter Rohkohl (1919 – 1971), dem zeitweiligen Chef der Unterhaltungsabteilung von "Radio Bremen", absolvierte in den ausgehenden 1960er Jahren in ihrer Geburtsstadt eine Schauspielausbildung an der von Eduard Marks und dessen Ehefrau Annemarie :Marks-Rocke gegründeten "Staatlichen Schauspielschule" (heute "Hochschule für Musik und Theater Hamburg"). Anschließend erhielt sie eine Anstellung als Sprecherin beim Rundfunksprecherin sowie zudem zudem Ende der 1960er durchgehende Rollen in den Fernsehserien "Junger Herr auf altem Hof" (1969/70) und "Kapitän Harmsen" (1969/70).
Bald entwickelte Brigitte Rohkohl mehr und mehr Interesse für Rundfunkmoderation und -journalismus, wirkte zunächst als Reporterin bei "Radio Bremen". Bekannt wurde sie im norddeutschen Raum vor allem dank ihrer Moderationen von Musiksendungen auf "NDR 2". Im Fernsehen trat sie als Moderatorin in den ARD-Reihen "Video & Co"1) (1984) und "Leute mit Verhältnissen" (1986/87) auf.
Brigitte Rohkohl trat auch als Buchautorin (1979, "Rock-Frauen") in Erscheinung. Zu ihren späteren, wenigen Rollen in TV-Produktionen zählt der Part einer Reporterin in der Folge "Das vierte Gebot" (EA: 21.12.2002) aus der Krimireihe "Stubbe – Von Fall zu Fall" mit Wolfgang Stumph als Kommissar Stubbe.
Brigitte Rohkohl war bis zu dessen Tod am 13. Dezember 2019 mit dem Schauspieler Gerd Baltus verheiratet und lebt weiterhin in ihrer Geburtsstadt Hamburg.
 
Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Brigitte Rohkohl
 
Link: 1) fernsehserien.de
Hartmut Bordel
    
"Kapitän Harmsen": Hartmut Bordel als Sohn "Fiete" Harmsen; Foto mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte
… spielte den Sohn "Fiete" Harmsen.
 
Weitere Filme*) mit
Hartmut Bordel
 
Foto: Hartmut Bordel als Sohn "Fiete" Harmsen
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film.
welche die Serie am am 30.03.2018 auf DVD
veröffentlichte
Rudolf Beiswanger 
   
"Kapitän Harmsen":Rudolf Beiswanger als Opa Harmsen; Foto mit freundlicher Genehmigung von Pidax Film, welche die Serie am 30.03.2018 auf DVD veröffentlichte
Rudolf Beiswanger als
Opa Harmsen
Foto mit freundlicher
Genehmigung von Pidax Film;
DVD-Veröffentlichung der
Serie am 30.03.2018
… spielte den Opa Harmsen.
 
Geboren am 22. Februar 1903 Altona (heute Stadtbezirk von Hamburg),
gestorben am 12. Oktober 1984 in Hamburg.
 
Nach einer privaten Ausbildung zum Schauspieler sammelte Beiswanger erste Erfahrungen als Darsteller bei einer Wanderbühne, war dann an verschiedenen Theatern, unter anderem am "Kurtheater Helgoland" engagiert. In Hamburg wirkte er zunächst am "St. Pauli Theater", kam dann in den 1930er Jahren an die "Niederdeutsche Bühne", dem späteren "Ohnsorg-Theater". Nach Kriegsende übernahm er ab 1945 bis zur Spielzeit 1949/50 die Intendanz des berühmten Theaters und trat damit die Nachfolge des Gründers Richard Ohnsorg (1876 – 1947) an. Rudolf Beiswanger schrieb zahlreiche niederdeutsche Stücke, die an der Hamburger Volksbühne, aber auch im Hörfunk aufgeführt wurden. Oft fungierte er als Regisseur und Darsteller in Personalunion, fand später auch beim Fernsehen ein weiteres Betätigungsfeld in Produktionen mit typisch norddeutschem Kolorit.
Sein Debüt vor der Kamera gab er mit einem ungenannten Part in der Episode "Die Party"1) (EA: 25.11.1963), erste größere Beachtung fand der inzwischen über 65-Jährige in dem von Eberhard Itzenplitz nach dem Drehbuch von Wolfgang Menge in Szene gesetzten, mehrfach preisgekrönter Fernsehfilm "Die Dubrow-Krise" (EA: 09.01.1969) mit der Rolle des LPG-Vorsitzenden Bruno Roggenbrodt. Es folgten weitere Auftritte, unter anderem auch in zwei Kinofilmen – als Herr Zapp in der Komödie "Charley's Onkel" (1969) und als Opa Jensen in dem amüsanten Episodenstreifen um "Klein Erna auf dem Jungfernstieg" (1969) mit Heidi Kabel (Tante Frieda Pumeier) und Heinz Erhardt (Onkel Fritz) – sowie etliche Serie. Neben seinem durchgehenden Part des Opas in "Kapitän Harmsen" sah man Beiswanger unter anderem auch im drei Folgen des Dauerbrenners "Tatort", so als Gärtner Walter Schindler in "Blechschaden" (EA: 13.06-1971), als Kioskbesitzer Miesbach in "Nachtfrost" (EA: 20.04.1974) und zuletzt als Baustellenwärter Paul Kalupka in "Wenn alle Brünnlein fließen" (EA: 26.06.1983). Als der alte Kaufherr Laffarde trat er in zwei Folgen der Historienserie "Die Melchiors" (1972/73 in Erscheinung, mimte einmal mehr einen Opa, den Heinrich Petermann, in der ersten Staffel (1979) der Familienserie "Kümo Henriette" (→ fernseserien.de) nach einem Drehbuch von Helga Feddersen, die zudem als Marta Mewes mitwirkte, oder den Altbürgermeister Sick in "Landluft"2) (1981) nach dem Roman "Das Dorf" Hans Peter Renfranz (1941 – 1990). Mit der Figur des Heinrich Brockmüller in der Episode "Vom Himmel hoch" aus der mit Jürgen von Manger realisierten Comedy-Serie "Tegtmeier" verabschiedete sich Beiswanger vom Fernsehpublikum – die Ausstrahlung am 21. Dezember 1984 erlebte er nicht mehr.
Zwischen seinen Arbeiten vor der TV-Kamera machte Beiswanger immer mal wieder mit kleinen Nebenrollen Ausflüge auf die Leinwand. Außer den bereits erwähnten beiden Kinofilmen zeigte er sich als Schäfer in  dem unter anderem mit Roy Black: gedrehten Heimat/-Schlagerstreifen "Grün ist die Heide" (1972), als Nachbar Tischler neben Protagonist Dieter Laser in "John Glückstadt" (1975) frei nach der Novelle "Ein Doppelgänger" von Theodor Storm und als Leuchtturmwärter Süchtig in "Panische Zeiten" (1980) von (Co-Regie/Co-Drehbuch/Musik/Produktion) und mit Udo Lindenberg. In der Komödie "Jagger und Spaghetti" (UA: 19.01.1984) mit den Drehbuch-Autoren Stephan Schwartz (Jagger) und Peter Buchholz ("Spaghetti") gehörte er unter der Regie von Karsten Wichniarz als Rentner zur Besetzung.
  
Ausgesprochen umfangreich war Beiswangers Arbeit für das Hörspiel, die "ARD Hörspieldatenbank" listet über 40 Produktionen mit ihm als Regisseur sowie über 180 als Sprecher. Bereits vor dem 2. Weltkrieg beteiligte er sich mehrere Jahre an Sendungen, vorwiegend in niederdeutscher/plattdeutscher Mundart der "Nordischen Rundfunk AG" (NORAG) – noch Livesendungen ohne Aufzeichnung – und deren Nachfolger, dem "Reichssender Hamburg". So sprach er beispielsweise den Schlossermeister Boldt in "Peter Pink"3) nach dem Schwank von Wilfried Wroost (EA: 08.08.1929; Regie: Richard Ohnsorg) mit Bruno Wolberts (1885 – 1964) in der Titelrolle, Anfang der 1930er folgten Stücke wie "Hein Godenwind"3) nach dem Roman von Gorch Fock (EA: 27.03.1930) mit Richard Ohnsorg als Titelheld oder "Pott will heiraten" nach dem Bühnenwerk "Pott will heiraden" von Paul Schurek (EA: 10.10.1932).
Nach dem Krieg bzw. ab Ende der 1940er wurde das Ensemble des "Ohnsorg-Theaters" für den Hörfunk "entdeckt" und Beiswanger präsentierte sich auch im Radio sowohl als Sprecher als auch Regisseur  in etlichen Mundarthörspielen. Zudem gehörte Beiswanger, wie seine "Ohnsorg"-Kollegen, ab 1955 zu den Darstellern der Kurzhörspielreihe "Neues aus Waldhagen", die im Rahmen des Schulfunkprogramms des "NWDR Hamburg" und später des "NDR" ausgestrahlt wurden. Mehr als drei Jahrzehnte fungierte Heinz Reincke als Erzähler,  Beiswanger sprach die Hauptfigur, den Bauer Paul Piepenbrink, Heidi Kabel die Emma Piepenbrink. Weitere Mitwirkende waren unter anderem Otto Lüthje (Dorfschuster Emil Ziesemann), Aline BußGmann (Käthe Ziesemann), Henry Vahl (Opa Negenborn), Ernst Grabbe (Krämer Schnack), Heinz Lanker und Hilde Sicks (Herr und Frau Grothe), Karl-Heinz Kreienbaum (Landarzt Dr. Kraus) oder Carl Voscherau (Bürgermeister Kienappel). Aus der Vielzahl der Sendungen mit Beiswanger seien beispielhaft genannt:
(Link: ARD Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung; R = Regie)

1982 wurden Rudolf Beiswangers Verdienste um die plattdeutsche Sprache in der Kultur mit dem "Fritz-Stavenhagen-Preis" der gemeinnützigen Hamburger "Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S." gewürdigt. Sein 1940 entstandenes Zwei-Personenstück "Du…!", welches Ende des "Dreißigjährigen Krieges" (1618–1648) angesiedelt ist und sich mit dem Krieg und seinen Folgen beschäftigt, zählt bis heute zu den gelungensten Stücken der niederdeutschen Theaterliteratur. "Zehn Jahre später wurde das Werk unter der Regie von Hans Freundt für den Hörfunk adaptiert und vom NWDR Hamburg am 30. September 1950 erstmals ausgestrahlt; die Sprecher waren Beiswanger selbst und Heidi Kabel." vermerkt Wikipedia
  
Der Schauspieler, Hörfunk- und Hörspielsprecher, Hörspielregisseur, Theaterintendant und Autor Rudolf Beiswanger war mit Ehefrau Erna (1905 – 1977) verheiratet. Das Urnengrab des Paares befand sich bis zum Ablauf der Ruhezeit auf dem "Hauptfriedhof Altona" → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Rudolf Beiswanger
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) deutsches-filmhaus.de, 3) ARD Hörspieldatenbank

*) Link: Internet Movie Database
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