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Der von dem schottischen Autor Robert Louis Stevenson
(1850 1894) veröffentlichte Roman "Treasure Island" (dt.
"Die Schatzinsel") zählt zu den Klassikern der Abenteuerromane
schlechthin. Es ist das bekannteste Werk des Schriftstellers und machte diesen
weltweit berühmt. Stevenson publizierte die spannende Geschichte erstmals am 1. Oktober 1881 als
Fortsetzungsroman mit dem Titel "The Sea-Cook" in der Zeitschrift
"Young Folks", eine Buchausgabe, diesmal als "Treasure Island" folgte 1893 in London. Die deutsche
Übersetzung ließ nicht lange auf sich warten und kam 1887 auf den Markt. Wie
es zu der Entstehung des Romans kam,
wird bei Wikipedia
ausgeführt: Während einer Schlechtwetterperiode im schottischen Braemar
litt Stevenson unter einer starken Erkältung, musste seine
Wanderungen aufgeben und widmete sich seinem Stiefsohn Lloyd Osbourne. Er half ihm beim Malen:
"Bei dieser Gelegenheit fertigte ich die Landkarte einer Insel an. (
) Die Gestalt dieser
Insel befruchtete meine Phantasie außerordentlich. Da waren Hafenplätze,
die mich entzückten wie Sonette, und im Bewußstsein einer
Schicksalsbestimmung nannte ich mein Erzeugnis
'Die Schatzinsel'"1). Die Zeichnung der
Schatzkarte war die Inspiration für Stevensons ersten Roman "Die Schatzinsel", den er für Lloyd
schrieb und ihm widmete. Die Angaben, wer mit dem Zeichnen der Schatzkarte begann,
sind widersprüchlich, da Lloyd Osbourne beschreibt, dass er mit dem Zeichnen
der Karte begonnen hätte, sein Stiefvater diese optimiert und den Namen gegeben hätte.
Buchcover "Treasure Island" aus dem Jahre 1911
(Verlag "Charles
Scribner's Sons"2)),
illustriert von dem berühmten US-amerikanischen Maler Newell
Convers Wyeth2) (1882 1945)
Quelle: Wikimedia
Commons; Angaben zur Lizenz siehe hier |
Erzählt wird das Abenteuer des 18-jährigen Gastwirtssohn Jim Hawkins, der bei einem toten
Kapitän eine geheimnisvolle Landkarte findet. Hawkins begibt sich mit einem Dreimaster
auf die
Reise zu der auf der Karte verzeichneten Südseeinsel, auf der
der Schatz des berüchtigten Piraten Flint vergraben sein soll.
Mit ihm reisen Doktor Livesey und der Friedensrichter Squire Trelawney sowie eine wenig vertrauenswürdige Mannschaft,
allen voran der zwielichtige einbeinige Schiffskoch Long John Silver. Bald
stellt sich heraus, dass auf dem Expeditionsschiffs "Hispaniola",
gesteuert von dem griesgrämigen Kapitän Smollett, einige ehemalige Crew-Mitglieder
des grausamen Piratenkapitäns Flint mit angeheuert haben.
Schon fast am Ziel, bedroht eine Meuterei nicht nur das Gelingen des Unternehmens, sondern auch das Leben aller
Beteiligten
Der Stoff diente schon früh etlichen Filmemachern als Vorlage für eine
szenische Umsetzung, bereits 1912 entstand in den USA die erste stumme Version
"Treasure Island" mit einem gewissen Addison Rothermel (1892 1958)
als Jimmy Hawkins,
1918 folgte ein weiterer Streifen für die noch stumme Leinwand mit Francis Carpenter
(1910 1973) als Jim Hawkins sowie dem späteren "Tarzan"-Star
Elmo Lincoln2)
(1889 1952) als "Erzähler" (Prologue Player). Zwei Jahre
später drehte Maurice Tourneur seine stumme Version mit der
Schauspielerin Shirley Mason2) (1900 1979) als
Jim Hawkins und Lon Chaney sen.2)
(1883 1930) als blindem Pew. Der
erste Tonfilm "Treasure Island" (Die Schatzinsel) kam 1934 in die
Lichtspielhäuser, von Victor Fleming mit
Jackie Cooper2)
(1922 2011) als Jim Hawkins,
Wallace Beery2)
(1849 1949) als Long John Silver,
Lionel Barrymore3)
(1878 1954) als Kapitän Billy "Bill" Bones,
Nigel Bruce2)
(1895 1953) als Squire Trelawney und
Otto Kruger2)
(1895 1974) als Doktor Livesey in Szene gesetzt.
Danach dauerte es eine geraume Zeit, bis sich das Walt Disney Studio des
Abenteuers erneut annahm und "Treasure Island"2) 1950 mit
Robert Newton2)
(1905 1956) als Long John Silver und dem
Kinderstar Bobby Driscoll2)
(1937 1968) als Jim Hawkins
verfilmte. Newton übernahm die Rolle dann noch einmal in "Return to
Treasure Island" (1954), Regisseur Byron Haskin adaptierte Stevensons
Figuren und brachte 1954 den Film "Long John Silver"2)
(Der Schatz der Korsaren) erneut
mit Robert Newton in der Titelrolle in die Kinos.
Mitte der 1960er Jahre entstand mit "Die Schatzinsel" in Deutschland
die bisher werkgetreueste Verfilmung des Jugendbuchklassikers als
Vierteiler für das Fernsehen.
Keinen geringeren als Wolfgang Liebeneiner2)
(1905 1987) hatte das ZDF als Regisseur gewinnen können, das Drehbuch
stammte von Walter Ulbrich1)
(1910 1991), der später unter anderem auch noch
das Script zu "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer"3) (1968),
"Der Seewolf"3) (1971) und "Lockruf des Goldes"3) (1975)
schrieb und sich damit einen Namen als "Vater der Adventsvierteiler"
machte.
Die Rolle des jungen Jim Hawkins übernahm Michael Ande, der
bereits mit seinen Auftritten in Liebeneiners "Die Trapp-Familie"2) (1956)
bzw. "Die Trapp-Familie in Amerika"2) (1958) zum Kinderstar
geworden war und auch durch die Titelrolle in der TV-Verfilmung von
"Peter Pan" (1962) reichlich Kamera-Erfahrung mitbrachte. Den einbeinigen Schiffskoch Long John Silver
mimte der britische Theater- und Filmschauspieler Ivor Dean, der den
Fernsehzuschauern als Pastillen lutschenden Chef-Inspektor Claude Eustace Teal in der
Kult-Serie "Simon Templar"3)
(The Saint; ab 1962) neben dem Titelhelden Roger Moore bekannt geworden war.
Die anderen Rollen des in Co-Produktion mit dem französischen Sender O.R.T.F.
gedrehten Mehrteilers waren überwiegend mit französischen Darstellern besetzt. Als
inzwischen gealterten Jim Hawkins, der die ganze abenteuerliche Geschichte
erzählt, ist in der deutschen Fassung die Stimme von "Lederstrumpf"-Darsteller
Hellmut Lange aus dem Off zu hören. In Frankreich wurde "Die
Schatzinsel" als 13-teilige Mini-Serie zu je 26 Minuten ausgestrahlt Titel: "L'Île au trésor".
Erwähnt werden sollte vielleicht, dass die Dreharbeiten für Michael Ande
fast in einem Fiasko geendet wären.
Bei der Verfolgungsjagd auf dem Schiff stürzte er
so unglücklich in sein Messer, dass ihm nur durch eine Notoperation das Leben gerettet werden konnte.
Abbildung DVD-Cover "Die Schatzinsel"
(erschienen Dezember 2005)
mit freundlicher Genehmigung von "Concorde Home Entertainment"
© Concorde Home Entertainment
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Die Handlung des Vierteilers (Quelle: Wikipedia):
Friedensrichter Trelawney, Dr. Livesey und die anderen Herren, die
an unserem Abenteuer teilnahmen, haben mich damit beauftragt, die
ganze Geschichte der Schatzinsel aufzuschreiben, mit allen Einzelheiten,
und nichts zu verschweigen als nur die Lage der Insel und auch das nur,
weil dort noch ungehobene Schätze liegen. So ergreife ich denn im Jahre des Heils 1781 die Feder
und wandere im Geist zurück bis zu der Zeit, da mein Vater noch Wirt in der Schenke
"Zum Admiral Benbow" war
. Mit diesen Worten beginnt Jim Hawkins
(Erzähler: Hellmut Lange) seinen Bericht über die abenteuerliche
Suche nach dem Schatz des berüchtigten Piratenkapitäns Joshua Flint.
Teil 1: Der alte Freibeuter (Erstausstrahlung: 25.12.1966; Länge rund 80 Minuten)
Im England des Jahres 1758 nimmt ein alter Seebär namens Billy Bones
(Dante Maggio) Quartier in dem einsam gelegenen Landgasthaus "Zum Admiral
Benbow". Der Sohn des Gastwirtes, Jim Hawkins (Michael Ande), findet bald
heraus, dass Bones ein ehemaliger Pirat unter dem berüchtigten Captain Flint war
und sich vor einem Einbeinigen fürchtet. Nachdem Bones eines Tages von einem unheimlichen Besucher einen
"Schwarzen Fleck" erhalten hat, bricht er nach einem Schlaganfall tot zusammen.
Jim Hawkins findet in der Seemannstruhe eine wasserfest verschnürtes Päckchen. Mit seiner Mutter
(Ilsemarie Schnering) kann er fliehen, als das Gasthaus in der Nacht
von Banditen unter der Führung des Blinden Pew
(Jean Mauvais) überfallen wird. Hawkins findet Hilfe bei Doktor Livesey (Georges Riquier)
und Squire Trelawney (Jacques Dacqmine), die entdecken, dass es
sich bei dem verschnürten Päckchen um eine Schatzkarte handelt.
Trelawney will ein Schiff chartern und Hawkins als Schiffsjunge auf der Schatzsuche mitnehmen.
Teil 2: Der Schiffskoch (Erstausstrahlung: 26.12.1966; Länge rund 88 Minuten)
In Bristol hat Squire Trelawney das Schiff "Hispaniola"
unter Kapitän Alexander Smollett
(Jacques Monod) gechartert. Der einbeinige Schiffskoch Long John Silver war ihm eine große Hilfe
bei der Rekrutierung der restlichen Mannschaft. Der Kapitän ist mit dessen Auswahl
jedoch nicht sehr zufrieden und beklagt sich zudem bei Trelawney,
dass anscheinend die Mannschaft mehr über den Reisezweck weiß, als er selbst.
Einige Zeit nach Beginn der Reise verschwindet plötzlich der
Steuermann Arrow und Jim Hawkins belauscht in einer Nacht ein Gespräch Silvers,
in dem ganz klar wird, dass sich fast die gesamte Besatzung der
"Hispaniola" aus ehemaligen Piraten von Flints Mannschaft
zusammensetzt und Silver deren Anführer ist, der, sobald der Schatz gefunden ist, eine Meuterei anzetteln will.
Teil 3: Das Blockhaus (Erstausstrahlung: 31.12.1966; Länge rund 91 Minuten)
Nach Ankunft bei der Schatzinsel erlaubt der Kapitän der
Mannschaft an Land zu gehen, wohl wissend, dass die Piraten sich sofort
selbst auf Schatzsuche machen werden. Dadurch wird aber deren Zahl an
Bord reduziert und die Schiffsführung, die in Unterzahl ist, kann die Zurückgebliebenen
erst einmal festsetzen. Hawkins hat sich, unerlaubterweise, mit dem Landetrupp auf
die Insel begeben und flieht in das Landesinnere, kurz verfolgt vom Bootsmann Israel Hands
(Jacques Godin). Dort trifft er auf einen ausgesetzten Seemann,
Ben Gunn (Jean Saudray), der ebenfalls einmal zu Flints Bande gehörte.
Er will Hawkins und der Schiffsführung helfen. Die hat sich mittlerweile an
Land begeben und ein altes von Flint gebautes Blockhaus ausfindig gemacht,
wo sie sich verschanzen können. Nach Eintreffen beim Blockhaus muss Jim Hawkins erst
einmal eine gehörige Standpauke über sich ergehen lassen. Doktor Livesey ist
jedoch sehr erfreut, als er von Ben Gunn hört.
Silver will die Schiffsführung zur Aufgabe überreden, wird
jedoch harsch zurückgewiesen. Bei einem anschließenden Überfall der
Piraten können einige von ihnen getötet werden, aber auch die Schiffsführung hat
Verluste. Als der Doktor die Insel erkunden will, folgt ihm Hawkins erneut ohne
Erlaubnis und hat sich bald darauf verlaufen. Er findet ein verstecktes Boot von Ben Gunn und macht sich zur ankernden
"Hispaniola" auf.
Teil 4: Die Entscheidung (Erstausstrahlung: 01.01.1967; Länge rund 84 Minuten)
Auf der "Hispaniola" kann Hawkins unbemerkt
das Ankertau durchtrennen. Allerdings ist er nicht allein an Bord. Israel Hands liegt anscheinend
schwer verletzt an Deck und fordert Hawkins auf, ihm zu helfen. Hawkins merkt allerdings,
dass Hands ein Messer hat und ist auf der Hut, als er diesem etwas zu trinken bringen will.
Als sich Hands auf Hawkins stürzen will, läuft die treibende
"Hispaniola" mit einem Ruck auf Grund und Hawkins kann sich als
erster aufrappeln und in die die Takelage fliehen. Den nachfolgenden Hands
befördert er mit einem Fußtritt ins Meer.
Glücklich dieser Gefahr entronnen macht sich Hawkins auf den Weg
zurück zum Blockhaus, wo er entsetzt feststellt, dass dieses von den
Piraten eingenommen wurde. Die Schiffsführung ist verschwunden. Noch
entsetzter ist Hawkins, als er feststellt, dass Silver auch noch die
originale Schatzkarte in Händen hält. Die Restpiraten wollen Hawkins töten,
doch Silver setzt sich durch und schleppt den gefesselten Hawkins hinter sich
her bei der Suche nach dem Schatzversteck. Dort angekommen erwartet die
Piraten eine Enttäuschung. Nur ein einziges Zwei-Guineen-Stück ist zu finden, sonst nichts.
Da fallen Schüsse die Schiffsführung hat im Hinterhalt gelegen.
Die überlebenden Piraten fliehen mit Ausnahme von Long John Silver.
Ben Gunn hatte in der langen Zeit, die er auf der Insel verbrachte,
den Lageort des Schatzes ausfindig gemacht und ihn geborgen und dies
dem Doktor mitgeteilt. So konnte dieser den Piraten auch einfach die Schatzkarte
überlassen. Der Schatz wird an Bord gebracht und die
"Hispaniola" legt, mit Silver an Bord, ab zur Heimreise.
Bei einem Zwischenstopp zur Auffüllung der Mannschaft verschwindet Silver
mit einem Teil des Schatzes. Es soll sich jedoch immer noch ein Teil des
Schatzes auf der Insel befinden doch Hawkins schwört sich, nie mehr dorthin zurückzukehren.
Der in Farbe realisierte Weihnachts-Vierteiler fand in Deutschland trotz seiner Ausstrahlung in
schwarz-weiß (das Farbfernsehen wurde erst am 25. August 1967 eingeführt) eine enorme Zuschauerakzeptanz.
Gedreht vor malerischen Kulissen in der Bretagne, auf Korsika und am Gardasee
sowie in historischen Kostümen, fing Regisseur Wolfgang Liebeneiner die abenteuerliche Stimmung gekonnt ein,
auch die musikalische Untermalung des tschechischen Komponisten Jan Hanuš
(1915 2004) trug zum Erfolg bei. Eingespielt wurde die Musik
vom Filmorchester Praha (FISYO) mit ca. 45 Personen unter Mitwirkung
eines gemischten Chores von Pavel Kühn. Allerdings waren die Sänger der
deutschen Sprache nicht mächtig und mussten den umfangreichen Text des Piratenliedes
"Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Kiste" phonetisch lernen. So passierte ihnen
der Fehler, dass sie im Titellied statt
"Fünfzehn Mann" "Siebzehn Mann auf des toten Mannes Kiste" sangen.
notiert Wikipedia.
Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten blieb der Reiz des von Stevenson
geschaffenen Abenteuers ungebrochen. 1972 entstand unter der Regie von Andrew White und John Hough
"Treasure Island"4) mit Orson Welles3)
(1915 1985) als hinterhältigem Oberschurken Long John Silver,
Rik Battaglia2) als Kapitän Smollett
und Walter Slezak3)
(1902 1983) als Squire Trelawney. 1985 schlüpfte Martin Landau2)
für Raoul Ruiz in das Kostüm des "Old Captain", wobei es sich bei
dieser Version von "Treasure Island" um eine eher moderne Adaption
des Klassiker handelte. Von der Figur des Piraten Silver war wohl auch
"Ben-Hur"-Legende Charlton Heston3)
(1924 2008) angetan, 1990 tauchte er in der prominent besetzten US-amerikanischen
TV-Version "Treasure Island" als durchtriebener Schiffskoch auf, an
seiner Seite sah man Leinwandstars wie Christopher Lee3)
als Blinder Pew,
Oliver Reed2)
(1938 1999) als Billy Bones sowie als Jim Hawkins Christian Bale2),
dessen Karriere gerade so richtig startete.
Ende der 1990er Jahre
inszenierte Peter Rowe das Stevenson-Abenteuer mit Western-Haudegen Jack Palance2)
(1919 2006) als Fiesling Silver. In jüngerer Zeit entstand von
Regisseur Alain Berbérian in
Frankreich der Kinostreifen "L'Île aux trésors" (2007) mit Gérard Jugnot2)
(John Silver) und Vincent Rottiers (Jim Hawkins), im gleichen Jahr
(26./27.11.2007) wurde die aufwendige zweiteilige "ProSieben"-Produktion
"Die Schatzinsel"2) von Hansjörg Thurn im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
Tobias Moretti2) als
brutaler, holzbeiniger Long John Silver,
Jürgen Vogel2) als
mordlüsterner Israel Hands und
Richy Müller2)
als undurchsichtiger "Black
Dog" waren Garanten für hohe Einschaltquoten.
Mit Christian Tramitz2) als
adligem Squire Trelawney,
Michael Gwisdek3)
als blindem Pew sowie
François Goeske2)
als schlauem Jim Hawkins hatte der Privatsender weitere beliebte
Akteure vor die Kamera gelockt. DER SPIEGEL schrieb in
seinem Kommentar
(26.11.2007) zwar "ProSieben versucht sich mit großem
Aufwand an einer zeitgemäßen Aufbereitung des Abenteuerklassikers "Die
Schatzinsel" und liefert doch nur hölzernes deutsches Sprech- und
Fechttheater.", dennoch fand das Piraten-Spektakel gerade bei jüngeren
Zuschauern großen Zuspruch. Bei prisma.de
kann man nachlesen: Gefilmt ist dies durchaus sehenswert, das
historische Ambiente (Kostüme, Kulissen und Drehorte) ist stimmig und die
darstellerischen Leistungen sind zum größten Teil in Ordnung. Fehlbesetzt
ist allerdings Comedian Christian Tramitz in der Rolle des John Trelawney.
Entscheidender ist jedoch, dass Thurn, der auch das Drehbuch verfasste, an der
Vorlage einfach zuviel geändert hat. So fragt man sich etwa, was die Einführung
von Flints im Original nicht vorhandener Tochter (Diane Willems) soll. Zumal
es mehr als unwahrscheinlich ist, dass ein junges Mädchen an Bord eines
ausschließlich von Männern besetzten Schiffes unerkannt bleibt. Zu wünschen
übrig lassen die Dialoge, die stellenweise reichlich aufgesetzt und holprig
wirken.
Nicht nur als Real-Verfilmung machte "Die Schatzinsel" Furore,
mehrere animierte Versionen rund um John Silver und seine Mannen entstanden im
Laufe der Jahre. Zu nennen sind japanische Zeichentrickfilme
(1971 und 1978), 1992 kam eine britische Adaption des Klassikers mit zusätzlichen Figuren und
Handlungssträngen auf den Bildschirm, die sich auf 26 Episoden verteilte.
"Der Schatzplanet"2) (2002, Treasure Planet) ist ein Disney-Zeichentrickfilm,
der die Geschichte in den Weltraum verlegt und Long John Silver als
Mischung aus Lebewesen und Maschine (Cyborg) darstellt.
Auch die berühmten "Muppet"-Figuren begaben sich auf die
"Schatzinsel", Brian Hensons "Muppet Treasure Island" (1996, Die Muppets Schatzinsel)
mit Tim Curry2) als Long John Silver wurde
ebenfalls in den Disney-Studios produziert und bot ein Piratenabenteuer der
besonderen Art. Kermit der Frosch als mutiger Kapitän Smollet oder Miss Piggy
als Benjamina Gunn, Insel-Königin der Warzenschweine, ist ein umwerfend
witziges Vergnügen nicht nur für Kinder.
Verschiedentlich wurde die Geschichte um "Die Schatzinsel"
weitergesponnen, der Mehrteiler in Spielfilmlänge "Return to Treasure
Island" (Die Rückkehr zur Schatzinsel) mit dem Neuseeländer
Dean O'Gorman2) als Jim Hawkins
und Stig Eldred als Long John Silver lief 1997 im Nachmittagsprogramm der ARD.
Die siebenteilige Science-Fiction-Fernsehserie "Der Schatz im All"2) (1986/87,
Treasure Island in Outer Space) mit Hollywood-Legende Anthony Quinn3) als Long John Silver hatte
nur noch am Rande etwas mit der Original-Vorlage von Stevenson zu tun.
Andere Streifen wie "The Secret of Treasure Island" (1938), "Charlie
Chan at Treasure Island" (1939, Charlie
Chan auf der Schatzinsel) oder das Horror-Machwerk "Pirates of Treasure
Island"2) (2006) mit Tom Nagel nutzen lediglich den berühmten Titel zwecks besserer
Vermarktung.
Mit bisher mehr als 30 Kino- und Fernsehproduktionen gehört "Die
Schatzinsel" zu den Jugendbuch-Klassikern, die wohl am meisten verfilmt
wurden und reiht sich damit in die Tradition alter Piraten- und Abenteuerfilme
ein → Auswahl bei Wikipedia. Liebeneiners Inszenierung der 1960er Jahre wird dabei immer ein Highlight
bleiben. Im Verhältnis zu heutigen Kino- und Fernsehproduktionen scheint der Aufwand, der für
"Die Schatzinsel" betrieben wurde, gering.
Doch dem ist nicht so. Die Ausstattung u.a. des
"Admiral Benbow", der "Hispaniola", aber auch der
Kulisse für Bristol, und die Kostüme all das war von auch heute
noch beeindruckender Sorgfalt gekennzeichnet, all das zauberte eine Stimmung herbei,
die von wirklicher Piraten- und Seemannsherrlichkeit zeugte, wie man sie aus den
entsprechenden Romanvorlagen kannte.
Vor allem aber war "Die Schatzinsel" ein Spiel der Charaktere.
Michael Ande als junger, unbedarfter, aber äußerst mutiger junger Jim Hawkins war
eine Identifikationsfigur für alle Jugendlichen, nicht nur für männliche Teenager.
Ivor Dean als alter gerissener, hoch intelligenter, aber eben auch
skrupelloser Pirat mit Holzbein und schwarzem Hut war ein überzeugender
Gegenpart zu Jim Hawkins. Daneben brillieren Georges Riquier als schlauer Dr. Livesey,
der sich als ein einem John Silver durchaus gewachsener Gegenspieler erweist,
Jacques Dacqmine als anfangs ziemlich einfältiger Gutsherr Trelawney
und vor allem Jacques Monod als rauer, strenger Kapitän mit dem Herz auf dem
richtigen Fleck. Jacques Godin als hinterhältiger Israel Hands und Jean Saudray als Ben Gunn,
der aufgrund der jahrelangen Einsamkeit auf der Schatzinsel etwas wirr geworden ist,
aber dennoch seinen Verstand nicht ganz verloren hat, ergänzen die auch aus heutiger
Sicht glänzende Crew dieses spannenden Spiels zwischen Verrat, Intrige, Geldgier und Treue.
(Quelle: www.filmzentrale.com)
Seit Anfang Dezember 2005 ist der legendäre Vierteiler "Die
Schatzinsel" auf DVD erhältlich (veröffentlicht von "Concorde Home Entertainment").
Die Box enthält ein Booklet mit 16 Seiten.
Darin befindet sich ein kurzes Vorwort von Michael Ande, ein längeres Interview mit
dem Schauspieler, eine ausführliche Inhaltsangabe sowie
"Auf der Suche nach der 'Hispaniola'. Eine spannende Recherche" von Jürgen Seibert,
der den Spuren des Schiffs auf dem Gardasee folgt, wo ein Teil des Films gedreht wurde.
Geschmückt ist das Booklet natürlich mit Bildern aus dem Film. Die DVDs selbst enthalten
noch Produktionsnotizen sowie eine Bildergalerie mit Fotos von einigen Schauplätzen des Films damals und heute.
(Quelle: www.filmzentrale.com)
Von Oliver Kellner und Ulf Marek stammt der umfassende Bild-Textband
"Seewolf & Co. Robinson Crusoe, Lederstrumpf, David Balfour,
Mathias Sandorf, Tom Sawyer die großen
Abenteuer-Vierteiler des ZDF". Die erweiterte Neuausgabe ist 2005
im Verlag "Schwarzkopf und Schwarzkopf" erschienen.
Siehe auch Wikipedia,
www.bamby.de,
www.tv-nostalgie.de,
www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de
1) Mein erstes Buch, in: Die Schatzinsel, Zürich 1979, S. 314 f
Link: 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz, 4)
prisma.de
Lizenz Buchcover "Treasure Island" von Newell
Convers Wyeth (1882 1945): Der Urheber dieses
Werks ist 1945 gestorben; es ist daher gemeinfrei, weil seine
urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer
gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Die einzelnen Figuren und ihre Darsteller des Vierteilers
(1966):
(weitere Akteure bei der Internet Movie Database)
|
| Michael Ande
|
spielte den jungen
Gastwirtssohn Jim Hawkins, der ein außergewöhnliches Abenteuer
erlebt.
Geboren am 5. Oktober 1944 in Bad Wiessee.
Kurzportrait
zu Michael Ande innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit
Michael Ande
|
| Ilsemarie Schnering
|
spielte Jim Hawkins' Mutter, Mrs. Hawkins.
Geboren am 28. April 1909 in Genthin
(heute: Sachsen-Anhalt),
gestorben am 3. April 1995 im Alter von 78 Jahren in Gernsbach
(Baden-Württemberg).
Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Sopranistin und
Schauspielerin. Nach ihrem Bühnendebüt (1932) am "Theater
Gotha" (heute "Ekhof-Theater")
folgten Engagements am "Oldenburgischen Staatstheater" (1933/34), an den "Bühnen der Hansestadt Lübeck"
(19341937), dann für eine Spielzeit am "Staatstheater
Karlsruhe" sowie am "Stadttheater Magdeburg".
Zwischen 1940 und 1943 gehörte sie dem "Stadttheater Königsberg"
(Ostpreußen;
heute: Kaliningrad (Russland)) an,
eine weitere Station war 1943/44 das Theater
von Breslau
(heute: Wrocław, Polen). Nach Ende des 2. Weltkrieges wirkte
sie am "Staatstheater Stuttgart",
trat vor allem in lyrischen und Soubrettenpartien auf Zu
nennen sind unter anderem das Ännchen in "Der Freischütz"
von Carl Maria von Weber,
die Marzelline in "Fidelio" von
Ludwig van Beethoven
und
die Gretel in "Hänsel und
Gretel" von Engelbert Humperdinck.
Im Operettenfach glänzte sie als Kammerzofe Adele in "Die Fledermaus"
von Johann Strauss und als Valencienne in
"Die lstige Witwe" von
Franz Lehár; seit 1957
arbeitete sie als freischaffende Künstlerin.
Ilsemarie Schnering begann in dieser Zeit ihre intensive Arbeit vor
der TV-Kamera und bewies sich als hervorragende Charakterdarstellerin.
Ihr Fernsehdebüt gab sie bereits am 19. Juli 1955 unter der Regie ihres zeitweiligen
Ehemannes Peter Beauvais in
"Die falschen Nasen", einer Komödie aus einem Märchenland nach einer
Vorlage von Jean-Paul Sartre, neben unter anderem
Werner Finck (Der König)
mit dem Part der Spülmagd Hedwig → filmportal.de. Sie brillierte beispielsweise unter der Regie von Imo Moszkowicz
als Émilie, rundlich-gemütliche Frau
des Lunapark-Fotografen/Casanovas Fabien (Martin Benrath), in
"Die Frau des Fotografen"1) (EA: 31.05.1958) nach der Komödie
"La belle amour" von Marcel Pagnol.
Die Programmzeitschrift "Hörzu" (24/1958, S. 42) urteilte: "Die Entlarvung eines
liebelosen Angebers steht im Mittelpunkt der Handlung, die in Ilsemarie Schnering einen auffallenden
Aktivposten hat. Die Künstlerin, bisher nur als Soubrette bekannt, hat eine erstaunliche
Entwicklung zur Charakterschauspielerin hinter sich gebracht, und es war ein guter Griff des
SWF, sie
mit dieser Rolle zu betrauen." In dem von Peter Beauvais nach dem amüsanten Bühnenwerk
"The Male Animal"
von James Thurber in Szene gesetzten Konversationsstück
"Der Mann im Manne"1) (EA: 05.09.1959)
gab sie als Ellen die Gattin des
Hochschulprofessors Tommy Turner (Friedrich Schoenfelder), die auf ihre
Jugendliebe Joe Ferguson (Volker von Collande) trifft,
in "Geisterkomödie"1) (EA: 04.02.1962) nach der von
Curt Goetz bearbeiteten Vorlage
"Blithe Spirit" von Noël Coward
(→ Kinofilm 1945) unter der Regie von
Otto Tausig die Frau von Dr. Bradman
(Peter Martin Urtel),
die von Schriftsteller Charles Condomine (Max Mairich) zur Teilnahme an einer Séance eingeladen
werden. In "Der Maulkorb"1) (EA; 26.02.1963; Regie:
Hans Quest) nach dem
humorigen, gleichnamigen Roman/Theaterstück von
Heinrich Spoerl mit
Werner Hinz als Staatsanwalt von Treskow
trat sie als Frau Tigges, Betreiberin von
"Tigges Weinstube" auf. Mehrfach wirkte sie in den von Peter Beauvais
inszenierten TV-Spielen mit, als Friseurin Lieselotte Wohlfahrt, welche in der Geschichte
"Schönes Wochenende"1) (EA: 0.12.1962) aus der Feder von
Horst Lommer endlich
einen netten Mann zu treffen möchte, in der ebenfalls von Horst Lommer verfassten,
heiteren Story "Ich fahre Patschold"1) (EA: 08.12.1964) mit
Walter Jokisch als der geplagte
Bauunternehmer Rainer Patschold und Uwe Friedrichsen als dessen gewiefter Chauffeur Göhrke
kam sie als Postsekretärswitwe Frau Reiser daher, in "Spätsommer" (EA: 13.09.1964)
nach dem Schauspiel "Late Summer Affair" von Leo Lehman mit
Erik Ode
als der in die Jahre gekommene Antiquitätenhändler Frank Hacklow mimte sie die Frau von Mr. Brill
(Dirk Dautzenberg),
stellte in dem mit Paul Verhoeven als Berliner Dompropst/Priester
Bernhard Lichtenberg gedrehten,
viel beachteten Drama
"Bernhard Lichtenberg" (EA: 20.07.1965) die Nonne Schwester Stephana
dar oder gehörte als Frau Neutze zur Besetzung des Krimis "Der Unfall" (EA: 07.11.1968).
Eine schöne Rolle war unter der Regie von Hermann Leitner die der Mathilde,
Haushälterin des Antiquitätenhändlers Friedrich Roeder
(Heinz Rühmann), in
"Kein Abend wie jeder andere" (EA: 24.12. 1976) mit
Peter Ustinov
als Roeders Konkurrent, der Inhaber von "Billy's Kunstshop".
Sehenswert war, einmal mehr unter Beauvais' Regie, das
Alkoholiker-Drama "Rückfälle" (EA: 13.12.1977), in dem sie
gemeinsam mit Ulrich Matschoss die Schwiegereltern des Protagonisten Manfred Burger
(Günter Lamprecht) spielte.
Immer wieder bewies die Schauspielerin ihre darstellerische Vielseitigkeit, in
Fritz Umgelters Adaption
"Die Weber" (EA: 27.01.1980) nach dem sozialkritischen,
gleichnamigen Theaterstück von
Gerhart Hauptmann gab sie die Ehefrau des Pastors Kittelhaus
(Hans Söhnker)
→ deutsches-filmhaus.de.
Mit ihren Auftritten bereicherte
Ilsemarie Schnering etliche legendäre Mehrteiler, so
als die Mutter von Jim Hawkins (Michael Ande)
in dem Vierteiler
"Die Schatzinsel" (1966) nach
dem gleichnamigen Roman von
Robert Louis Stevenson,
als Mrs. Green (1 Folge) in dem dreiteiligen Durbridge-Straßenfeger "Ein Mann namens Harry Brent" (1968)
mit Günther Ungeheuer in der Titelrolle,
als Frau des Baurats Emmanuel Knipfel (Wolfgang Büttner) in dem
Fünfteiler "Die Powenzbande" (1973) nach dem
Roman von Ernst Penzoldt, als Klavierlehrerin in dem Zweiteiler "Tadellöser & Wolff" (1975) nach dem
gleichnamigen Roman von
Walter Kempowski,
als Ms. Maloney in dem zweiteiligen Krimi "Lady Audleys Geheimnis" (1978)
nach dem Roman
"Lady Audley’s Secret" von Mary Elizabeth Braddon,
als Anna Riepe in "Jauche und Levkojen"/"Nirgendwo ist Poenichen" (1978/1980)
nach der Vorlage von Christine Brückner
und als Kindermädchen in dem zweiteiligen "Plüschkrimi"
"Lucilla" (1980) nach dem Roman "Poor Miss Finch" von
Wilkie Collins mit
Gertraud Jesserer als die in ihrem ersten Lebensjahr blinde
und willensstarke Pfarrerstochter Lucilla.
Sie zeigte sich zudem in beliebten Krimiserien wie unter anderem als Frau Spranger
in der Episode "Die Zündschnur" (EA: 04.08.1967) aus der Reihe
"Das Kriminalmuseum",
als Hotelbesitzerin Frau Bleibtrau in der Folge "Mit 100 Karat durch die
Wand"1) (EA: 28.01.1970) aus "Polizeifunk
ruft", tauchte bei "Hamburg Transit"
als Frau Vogel in der Folge "Die Postlady"1) (EA: 29.01.1974) auf oder als die Rentnerin
Frau Keller in der Story "Schwind passt auf"
(EA: 02.05.1986) aus "Ein Fall für Zwei".
Wiederholt war Ilsemarie Schnering bei dem Dauerbrenner
"Tatort" mit dabei, als Krankenschwester Berta in "Wenn Steine sprechen" (EA: 13.02.1972)
sowie als stets "Mutti" genannte Ehefrau des Baden-Badener Kommissars Gerber
(Heinz Schimmelpfennig) in
"Playback oder die Show geht weiter" (EA; 17.03.1974),
"Tod eines Einbrechers" (EA: 16.03.1975),
"Kassensturz" (EA: 15.02.1976)
und "Finderlohn" (EA: 24.04.1977).
Letztmalig zeigte sie sich nach rund 75 TV-Produktionen in der rabenschwarzen Komödie "Das Tier"
(EA: 02.06.1993; Regie: Gert Steinheimer2)) neben
Adolf Laimböck in der Rolle des knurrigen, passionierten Tierhassers
Paul Ratzeburger als Nachbarin Magdalena Ruprecht auf dem Bildschirm
→ tvspielfilm.de,
taz.de.
Sporadisch beteiligte sie sich seit Ende der 1950er Jahre an Hörspielen,
sprach unter anderem die Müllerin in "Das kalte Herz"3) nach dem
gleichnamigen
Märchen von
Wilhelm Hauff (EA: 22.04.1979; Regie: Hermann Naber) mit
Christian Brückner als
Kohlenmunk-Peter, die Frau von Kommissar Benk (Walter Richter) in dem Krimi
"Der letzte Fall"3) von
Hans van Ooyen
(EA: 20.11.1979; Regie: Bernd Lau) oder die Großmutter in
"Leonores letzter Wille"3)
der finnischen Autorin Anneli Pukema
(1929 2008; EA: 13.11.1984; Regie: Arturo Möller).
Ilsemarie Schnering war seit Anfang der 1950er kurzzeitig die
erste Ehefrau des Regisseurs Peter Beauvais
(1916 – 1986).
Quelle (unter anderem): Wikipedia
(Stand Februar 2009) sowie
Geburts- bzw. Sterbedaten von
Volker
Wachter ("Staatsarchiv
Meiningen")
Siehe auch operissimo.com
Weitere
Filme*) mit Ilsemarie Schnering
Fremde Links: Wikipedia, 1) Die Krimihomepage, 2) filmportal.de, 3) ARD Hörpieldatenbsnk
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| François Darbon
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spielte Jim Hawkins' Vater,
der Mitte des 18. Jahrhunderts in der einsamen Küstenregion Black Hill Cove in der Nähe der großen Hafenstadt Bristol
das Seemannsgasthaus "Admiral Benbow" betreibt.
Geboren am 15. August 1915 als Jean-François Darbon in Paris (Frankreich),
gestorben am 9. Juli 1998 ebenda.
Weitere Filme*) mit
François Darbon
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| Dante Maggio
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spielte den sonderbaren
alten Seemann Bill Bones, der im "Admiral Benbow"
Schauergeschichten von Piratenraubzügen erzählt und den Song "Fünfzehn Mann auf
des toten Manns
Kiste
" schmettert.
Geboren am 2. März 1909 in Neapel (Italien),
gestorben am 3. März 1992 in Rom (Italien).
Der Sohn des Schauspielers und Sängers Domenico Maggio, genannt "Mimì" Maggio (1879 1943)
und dessen Ehefrau, der erfolgreichen Komödiantin und Erbin eines
italienischen Zirkusunternehmens Antonietta Gravante (1880 1940), stammte aus einer traditionsreichen
Künstlerfamilie. Von den insgesamt 16 Kindern des Paares1) traten
sieben in die Fußstapfen ihrer Eltern, wie seine Geschwister Icario,
Enzo (1902 1978),
Beniamino2) (1907 1990),
Pupella3) (1910 1999),
Rosalia2) (1921 1995)
und Margherita begann auch Dante in den 1930er Jahren mit neapolitanischen Farcen und Komödien auf den Bühnen und Straßen seiner Heimatstadt.
Seit Mitte der 1940er Jahre stand er regelmäßig vor der Kamera, oft war er
neben seinem Kollegen Totò4) zu sehen.
Später übernahm er ihn zahlreichen Genrefilmen Rollen, die ihn als kauzigen
Alten, Barmann oder Totengräber zeigten, so zum Beispiel als Zellengenosse
von El Indio (Gian Maria Volonté) in
Sergio Leones Italo-Western "Für ein paar Dollar mehr"3) (1965, Per qualche dollaro in
più).
Im deutschsprachigen Raum kennt man ihn vor allem
mit der Figur des alten Piraten Bill Bones aus dem 1. Teil des ZDF-Abenteuervierteilers
"Die Schatzinsel" (1966). Insgesamt spielte Maggio bis Mitte
der 1970er Jahre in über 110 Film- und Fernsehproduktionen mit, in einigen Filmen benutzte er das Pseudonym
"Dan May". Zu einem seiner letzten Leinwandauftritte zählt
der Italo-Western "Dicke
Luft in Sacramento"3) (1974,
Di Tresette ce n'è uno, tutti gli altri son nessuno).
Der Schauspieler starb am Tag nach seinem 83. Geburtstag.
Sein Neffe Vincenzo Maggio ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf,
spielte unter anderem in den
Bud Spencer-Streifen "Sie
nannten ihn Mücke"3) (1978, Lo chiamavano Bulldozer),
"Der Große mit seinem
außerirdischen Kleinen"3) (1979, Uno sceriffo extraterrestre
poco extra e molto
terrestre)
und "Der Bomber"3) (1982, Bomber) mit.
Quelle (vorwiegend): Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Dante Maggio
1) Quelle: Wikipedia (italienisch): Artikel zu Mimì Maggio
Link: 2) Wikipedia (englisch) , 3) Wikipedia (deutsch), 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP
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| Georges Riquier
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spielte den Dr. David Livesey.
Geboren am 10. Januar 1918 in Crest (Drôme),
gestorben am 12. Februar 1998 in Créteil.
Der französische Schauspieler war zwischen 1972 und 1984 Mitglied der
"Comédie-Française"1).
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Georges Riquier
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| Jacques Dacqmine
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spielte den Gutsherrn und
Friedensrichter Squire John Trelawney.
Geboren am 30. November 1923 in La Madeleine (Kanton Lille-Nord,
Frankreich),
gestorben am 29. März 2010 in Périers-en-Auge (Calvados,
Frankreich).
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*)
mit Jacques Dacqmine
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| Jacques Monod
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spielte den Kapitän des
Dreimasters "Hispaniola", den griesgrämigen, aber gutherzigen Alexander Smollet.
Geboren am 21. August 1918 in Casablanca (Marokko),
gestorben am 25. Dezember 1985 in Paris (Frankreich).
Jacques Monod wuchs in seiner Geburtstadt Casablanca sowie in
Frankreich in Paris und Poitiers auf. Nach dem
Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Schauspieler, seine Karriere
geriet jedoch ins Stocken, als er im Zweiten Weltkrieg als Soldat
seinen Dienst versehen musste.
Nach Kriegsende schloss er sich 1945 der Schauspieltruppe von Louis Jouvet1)
(1887 – 1951) an. 1952 bis 1957 fungierte er als
Regieassistent bei Jean Mercure2)
(1909 – 1998). Erst ab Ende der 1950er Jahre wurde Monod regelmäßig in Filmrollen eingesetzt. Der stattliche
Schauspieler erwies sich als Idealbesetzung für Respektspersonen
aller Art wie Generäle, Direktoren, Richter, Staatsanwälte und
andere hohe Würdenträger, wie beispielsweise auch als Kardinal La
Balue in der Serie "Quentin
Durward"3) (1971).
Quelle: Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Jacques Monod
Link: 1) Wikipedia, 2) IMDb, 3) Beschreibung innerhalb
dieser HP
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| Ivor Dean
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spielte den hinterhältigen
Schiffskoch Long John Silver. Als Vaterlandsheld hat er angeblich im Dienste seiner
Majestät unter Admiral Hawke ein Bein verloren
und betreibt jetzt die Kneipe "Zum Fernrohr". Der anfangs
sympathisch wirkende glatzköpfige Silver stellt die Mannschaft für
die "Hispaniola" zusammen
Geboren am 21. Dezember 1917 in London,
gestorben am 10. August 1974 in Truro (Cornwall, England).
Deutsche Fernsehzuschauer wurden erstmals mit dem Shakespeare-Schauspieler Dean bekannt in der Fernsehserie
"Simon Templar"1) (The Saint) (ab 1962), in der er neben Roger Moore
den Pastillen lutschenden Chef-Inspektor Claude Eustace Teal spielte. Daneben trat er
auch in zahlreichen anderen Serien als Gaststar auf, so bei
"Mit Schirm, Charme und Melone" (The Avengers), "Jason
King" oder "Die Zwei" (The Persuaders).
Seinen größten Erfolg hatte Dean in Deutschland jedoch mit
der Figur des Long John Silver in dem ZDF-Abenteuervierteiler
"Die Schatzinsel" (1966). Der Vierteiler bekam 1967 den
"Perla-Fernsehpreis" bei der Film- und Fernsehmesse in Mailand.
Den Cockney-Akzent von Dean interpretierte in der deutschen Fassung der Schauspieler
Alf Marholm1).
Dean trug sich nach dem Erfolg des Vierteilers mit dem Gedanken, eine Fortsetzung
zu drehen und entwickelte mit dem englischen Regisseur Robert S. Baker einen Drehbuchentwurf.
Durch seinen Tod 1974 musste das Projekt jedoch erst einmal zu den Akten
gelegt werden. Erst 1996 wurde unter dem Titel
"Die Rückkehr zur Schatzinsel" (Return to Treasure Island) der Drehbuchentwurf wieder
ausgegraben und als 10-teilige Serie verfilmt. Doch die Atmosphäre
des alten Vierteilers konnte durch das Fehlen Ivor Deans nicht wieder erreicht
werden.
Quelle: Wikipedia
Ivor Dean war mit der kanadischen Schauspielerin Patricia Hamilton2)
verheiratet und Vater von drei Töchtern.
Weitere
Filme*) mit Ivor Dean
Link: 1) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb
dieser HP, 2) Wikipedia (englisch)
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| Jacques Godin
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spielte den hinterhältigen Bootsmann Israel Hands.
Geboren am 14. September 1930 in in Montreal1)
(Quebec1)),
gestorben am 26. Oktober 2020 ebenda.
Der gebürtige Frankokanadier trat im Laufe seines Berufslebens
in mehr als 60 Theaterstücken auf. Außerdem spielte er in rund 90 Film- und Fernsehprojekten,
vorwiegend französischsprachigen
Produktionen, mit. Eine seiner im deutschen Sprachraum bekanntesten
Rollen ist die des Piraten Israel Hands1) in dem Mehrteiler "Die
Schatzinsel" (1966). 1973 wurde er für seine Hauptrolle in der
Tragikomödie "O.K.
Laliberté"2) mit dem "Canadian Film Award" als
"Bester Hauptdarsteller" ausgezeichnet. 1992 war Godin für
seine Co-Hauptrolle als Polizei-Inspektor in dem kanadischen Filmdrama
"Being at Home with Claude"2) für einen
"Genie
Award" nominiert.
Im Juni 2017 wurde Godin als "Ritter" des "Ordre
national du Québec"1) ausgezeichnet.
Godin starb am 26. Oktober 2020 in seiner Heimatstadt Montreal
im Alter von 90 Jahren an den Folgen eines Herzanfalls.
Quelle: Wikipedia
(abggerufen Juni 2022)
Weitere Filme*) mit
Jacques Godin
Fremde Links: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Wikipedia
(englisch)
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| Sylvain Lévignac
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spielte den Piraten mit der
verstümmelten Hand, der sich "Schwarzer Hund" nennt.
Geboren am 12. Oktober 1929 in Paris (Frankreich),
gestorben am 18. März 1994 in Château-Thierry (Aisne, Picardie, Frankreich).
Weitere Filme*) mit
Sylvain Lévignac
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| Jean Mauvais |
spielte im ersten Teil den
blinden Schurken Pew, im zweiten Teil den Pirat Brandon.
Geboren am 1. Mai 1924 als Jean André Philippe Mauvais in Courbevoie (Frankreich),
gestorben am 10. Juli 1979 in Paris (Frankreich).
Weitere Filme*) mit Jean Mauvais
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Jean Saudray
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spielte den Ben Gunn, der aufgrund
der jahrelangen Einsamkeit auf der Schatzinsel etwas wirr geworden
ist.
Geboren am 17. Juli 1928 in Bordeaux ( Frankreich),
gestorben am 31. August 2002 in Roquebrune-Cap-Martin ( Frankreich).
Der französische Schauspieler machte sich seit Ende der 1940er Jahre
am Theater als Charakterdarsteller einen Namen, spielte zudem in
zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.
Er war in erster Ehe mit Eliane Panaud, in zweiter Ehe mit seiner
Kollegin Marie-Claire Achard; aus beiden Verbindungen stammten jeweils
ein Sohn.
Foto bei Wikipedia
(französisch)
Weitere Filme*) mit
Jean Saudray |
| Hellmut Lange
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fungierte als Erzähler.
Geboren am 19. Januar 1923 in Berlin,
gestorben am am 13. Januar 2011.
Kurzbiografie
zu Hellmut Lange innerhalb dieser Homepage.
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Hellmut Lange
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*) Link: Internet Movie Database
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Der Autor Robert Louis Stevenson
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Robert Louis (Balfour) Stevenson, geboren am 13. November 1850 in
Edinburgh, war ein schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters.
Stevenson, der an Tuberkulose litt, wurde nur 44 Jahre
alt und starb am 3. Dezember 1894 in Vailima (nahe Apia, Samoa). Er hinterließ
jedoch ein umfangreiches Werk aus Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur und
historischen Romanen sowie aus Lyrik und Essays. Bekannt geworden sind vor allem der Jugendbuchklassiker
"Treasure Island" (1883, Die Schatzinsel) sowie die Schauernovelle
"The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde" (1886, Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde),
die sich dem Phänomen der Persönlichkeitsspaltung widmet und als psychologischer Horrorroman
gelesen werden kann. Eine Reihe seiner Romane sind heute noch populär und zum Teil verfilmt worden.
Das umfangreiche Portrait findet man bei Wikipedia. Foto:
Robert Louis Stevenson fotografiert 1893
von dem australischen Fotografen Henry
Walter Barnett1) (1862 – 1934)
Quelle: State Library of New South Wales
bzw.
Wikimedia
Commons
Lizenz: Dieses Bild ist gemeinfrei, weil sein Urheberrecht in Australien abgelaufen ist;
mehr dazu auf der Wikimedia Commons-Seite.
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1) Wikipedia (englisch)
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