Filmografie / Autogrammkarten
Asta Nielsen erblickte am 11. September 1881 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen1) das Licht der Welt. Ihre dominant-strenge Mutter Ida Frederikke Nielsen war eine einfache Waschfrau, der eher gutmütige Vater Jens Christian Nielsen hielt die Familie mehr schlecht als recht als Arbeiter bzw. Schmied über Wasser, Asta wuchs daher gemeinsam mit der viereinhalb Jahre älteren Schwester Johanne in ärmlichen Verhältnissen auf. Mitte 1882 hatte sich die Familie in Schweden niedergelassen, da der Vater in Malmö1) eine Stelle als Geselle in einer Dampfmühle erhalten hatte. Als der Betrieb 1890 geschlossen wurde, kehrten die Nielsens nach Kopenhagen zurück, der schon seit längeren Jahren kränkelnde Vater verstarb fünf Jahre später.
Auf der Schule gehörte Asta Nielsen zum Chors des "Königlichen Theaters"1) in Kopenhagen, kam so mit der Welt des Theaters in Berührung, von der sie fasziniert war. Nach dem Tod des Vaters ging die erst 14-Jährige von der Schule ab, entschied sich für die Schauspielerei und nahm privaten Unterricht bei dem befreundeten Schauspieler Peter Jernsdorff (1842 – 1926), der sie auch finanziell unterstützte. Über den Vater ihrer unehelichen Tochter Jesta, die 1901 geboren wurde, schwieg sie sich immer aus. Jesta nahm sich 1964 nach dem Tod ihres Ehemannes, dem dänischen Maler, Graphiker und Sänger Paul Vermehren (1904 – 1964) Vermehren, das Leben.
1902 erhielt Asta Nielsen ihr erstes Engagement am Kopenhagener "Dagmar-Theater", wo sie drei Jahre unter Vertrag stand, jedoch lediglich kleine Nebenrollen spielen durfte. Daher verließ sie das Theater, tourte zwischen 1905 und 1908 mit einem Wanderbühne durch ganz Skandinavien, spielte anschließend drei Jahre lang am "Neuen Theater" in Kopenhagen.

Foto: Asta Nielsen als Nelly Panburne in "Die Suffragette"1),
einem stummen Drama aus dem Jahre 1913 
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Asta Nielsen als Nelly Panburne in "Die Suffragette", einem stummen Drama aus dem Jahre 1913; Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Asta Nielsen vor 1929; Urheberr: Alexander Binder (1888 – 1929); Quelle: www.cyranos.ch; Lizenz: gemeinfrei Bereits 1910 war sie mit der aufstrebenden Kinematographie1) in Berührung gekommen, gab unter der Regie des Dänen Urban Gad1) (1879 – 1947) ihr Leinwanddebüt als Klavierlehrerin Magda Vang in dem als Zwei-Akter angelegten stummen Drama "Abgründe"1) ("Afgrunden"), welches auf Anhieb ein riesiger, weltweiter Erfolg wurde. Kurz darauf erhielt die Nielsen von der "Deutschen Bioscop"2) einen Exklusiv-Vertrag, der sie nach Deutschland verpflichtete, was zugleich den Beginn einer einzigartigen Karriere bedeutete. Sie beendete zunächst ihre Bühnenlaufbahn, konzentrierte sich ausschließlich auf die Arbeit vor der Kamera, ließ sich gemeinsam mit Urban Gad, den sie am 11. Mai 1912 geheiratet hatte, in Berlin nieder und drehte anfangs ausschließlich unter dessen Regie.
Die schlanke und attraktive Nielsen, die mit eher zurückhaltender Gestik und einer enormen Ausdruckskraft beeindruckte, stieg zu einer der ersten und größten weiblichen Filmstars überhaupt auf; nicht zu Unrecht trug sie den Ehrennamen "Duse des Films". In Rollen von Frauen, die durch nicht standesgemäße Beziehungen, aus Liebe oder vom Mann mit Gewalt erzwungen, in Teufels Küche gerieten, beispielsweise in "Nachtfalter"1), "Der fremde Vogel"1) (beide 1911), "Die arme Jenny"1) (1911/12) oder "Der Totentanz"1) (1912), aber auch in komischen Rollen war sie zu sehen, wie in "Jugend und Tollheit"1) (1912) oder "Engelein"1) (1914) sowie der Fortsetzung "Engeleins Hochzeit" (1914).

 
Foto: Asta Nielsen vor 1929
Urheber: Alexander Binder1) (1888 – 1929)
Quelle: www.cyranos.ch bzw. Wikimedia Commons
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier

So schreibt der Filmhistoriker und Filmproduzent. Dr. Oskar Kalbus1) in seinem Werk "Vom Werden deutscher Filmkunst" (1. Teil: Der stumme Film)"3) unter anderem: "Es gibt wohl keinen Erdenwinkel, in den noch kein Nielsen-Film hingekommen ist. Ihr Name war einst im Munde von Leuten, die außer der Bibel gewiß kein Buch in der Hand gehabt haben. Ihr Bild hing im Unterstand der Weltkrieger sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite, und war für alle irgendwie Brücke zur Heimat  … Noch heute gibt es in allen Ecken der Welt Asta-Nielsen-Theater, in Melbourne, in San Franzisko, in Nagasaki, in Saigon, in Paris – und in Düsseldorf. Es liegt schon ein Geheimnis um diese ungewöhnlich schlanke, großäugige, verträumte Frau in Schwarz-Weiß-Wirkung, um jene Frau, deren Augen und Hände ebenso beredsam sind wie der Mund. Es komm wirklich gar nicht darauf an zu wissen, in welchen Filmen sie gespielt hat. Das erzählen uns nur Biographie-Pedanten oder Lexika, wohl aber muss man wissen, daß ein Journalist einmal im Auftrag seiner Zeitung ein Zuchthaus besuchte und daß im Verlauf eines Gespräches ihm einer der Gefangenen erzählte, daß er von allen lebenden Köpfen unserer Zeit nur einen einzigen klar in Erinnerung habe: Asta Nielsen. Wenn alles still und er allein sei, sehe er ihr Gesicht in der Decke. (…) Die Idee, der Filmkunst eine allegorische Statue zu widmen, tauchte nach dem Krieg immer wieder auf. Kein Geringerer wie Altmeister Eberlein1) hat 1920 die Aufgabe übernommen: Asta Nielsen soll in meinem Monument aus schwedischem Granit und Bronze die Filmkunst verkörpern, und die unerforschlichen, schönen und tiefen Augen der Asta-Nielsen-Statue werden die Lichter des Frühlings, die heißen Strahlen des Sommers und die grauen Schatten der Wolken des Herbstes und Winters auffangen. Diese großen, allem Schönen und Edlen weit geöffneten Augen, die sich die ganze Welt erobert haben, werden dann ewig im Denkmal sein." (Anm.: Es kam wohl nur zu einem Entwurf "Siegessäule des Films", gekrönt von Asta Nielsen.)

Asta Nielsen um 1915
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2006-a_0000916) aus
"Vom Werden deutscher Filmkunst/1. Teil: Der stumme Film" von Dr. Oskar Kalbus1)
 (Berlin 1935, S. 15) bzw. Ross-Verlag um 1915
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Unbekannter Fotograf
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Asta Nielsen um 1915; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2006-a_0000916) aus "Vom Werden deutscher Filmkunst/1. Teil: Der stumme Film" von Dr. Oskar Kalbus (Berlin 1935, S. 15) bzw. Ross-Verlag um 1915; Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Unbekannter Fotograf; Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Mit den oft einfachen, teils kitschigen Handlungen dieser Vorkriegsfilme war Asta Nielsen künstlerisch zwar unzufrieden, sah sich aber immerhin dadurch getröstet, daß die damaligen Drehbücher und Manuskripte ihr als Schauspielerin viel freien Raum zur individuellen Darstellung offen ließen, wobei es sich, wie zur damaligen Zeit üblich, in der Regel um ausgespielte Szenen, das heißt ungeschnittene Szenen, handelte. (Quelle: ehemalige Website asta-nielsen.de) 
Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde die Filmkarriere der Nielsen kurzzeitig unterbrochen, 1916 ging sie vorübergehend zurück in ihre Heimat Dänemark, nach Kriegsende kam sie 1918 erneut nach Deutschland. Von nun an erlebte man sie als Hauptdarstellerin in meist aufsehenerregenden Literatur- und Bühnenadaptionen, so beispielsweise als Henriette, Ehefrau des Malers Adolph (Carl Meinhard1)), dem Freund des Schriftstellers Gaston (Alfred Abel), in der von Ernst Lubitsch1) in Szene gesetzten, heute als verschollen geltenden Dreiecksgeschichte "Rausch"1) (1919) nach dem Schauspiel von August Strindberg1) oder unter der Regie von Carl Froelich1) als Nastassja Baraschkowa in "Irrende Seelen"1) (1921) nach Motiven des Romans "Der Idiot"1) von Fjodor Dostojewski1) mit Walter Janssen als Fürst Myschkin. Felix Basch drehte mit ihr in der Titelrolle "Fräulein Julie"1) (EA: 02.02.1922) nach dem gleichnamigen Trauerspiel1) von August Strindberg, für Leopold Jessner1) gab sie die "männernordende" Lulu in "Erdgeist"1) (1923) nach der gleichnamigen Tragödie1) von Frank Wedekind1) mit Albert Bassermann  als Dr. Schön und Rudolf Forster als dessen Sohn Alwa oder für Franz Eckstein1) die Protagonistin in "Hedda Gabler"1) (1925) nach dem gleichnamigen Drama1) von Henrik Ibsen1).
Asta Nielsen in ihrer Berliner Wohnung, 1925; Urheber: Waldemar Titzenthaler (1869–1937); Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Scan (Bildausschnitt) aus dem Buch: Enno Kaufhold: Berliner Interieurs, Photographien von Waldemar Titzenthaler, Berlin: Nicolai, (1999, S. 111); Lizenz: gemeinfrtei Drei Filme realisierte Asta Nielsen mit ihrer eigenen Produktionsfirma: Ihre ungewöhnliche Version von "Hamlet"1) (1920), in der sich der Dänenprinz am Ende als verkleidete Frau entpuppt, die Strindberg-Adaption "Fräulein Julie" (1921) und das von Ludwig Wolff1) inszenierte Drama "Der Absturz"1) (1923). Zwei ihrer wichtigsten Rollen hatte sie als das zur Mörderin werdende Straßenmädchen Marie Leschner in G. W. Pabsts1) Meisterwerk "Die freudlose Gasse"1) (1925) und als die alternde Prostituierte Auguste, die sich in Bruno Rahns1) Drama "Dirnentragödie"1) (1927) an ihren um vieles jüngeren Geliebten (Werner Pittschau) klammert. Insgesamt spielte Asta Nielsen in mehr als 70 stummen Melodramen, viele dieser Produktionen gelten als verschollen, nur rund dreißig sind erhalten geblieben. Die größte Sammlung befindet sich im "Dänischen Filmmuseum"1) in Kopenhagen. Ihre letzte Filmrolle und zugleich ihr einziger Tonfilm blieb die Figur der verwitweten Mutter Vera Holgk in Erich Waschnecks1) Adaption "Unmögliche Liebe"1) (1932) nach dem Roman "Die unmögliche Liebe" von Alfred Schirokauer1). Obwohl ihre Stimme durchaus für den Tonfilm geeignet war, kam ihre theatralische Gestik und Mimik jedoch weniger an → Übersicht Filmografie.
  
Foto: Asta Nielsen in ihrer Berliner Wohnung, 1925
Urheber: Waldemar Titzenthaler1) (1869 – 1937); Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Scan (Bildausschnitt) aus dem Buch: Enno Kaufhold: Berliner Interieurs, Photographien von Waldemar Titzenthaler,
Berlin: Nicolai, 1999, S. 111; Angaben zur Lizenz siehe (gemeinfreihier
Asta Nielsen besann sich auf ihre Wurzeln und ging zum Theater zurück, feierte vor allem mit Bühnentourneen große Erfolge. Mit den Nazis, die 1933 an die Macht kamen, konnte sie sich ganz und gar nicht anfreunden, sie schlug auch ein Angebot von Propagandaminister Joseph Goebbels1) aus, der ihr die Gründung einer eigenen Produktionsgesellschaft angetragen hatte.
  
1936 verließ die Nielsen endgültig Deutschland und kehrte in ihre Heimat Dänemark zurück, wo sie bis 1940 Theater spielte. Nach dem Krieg arbeitete sie mit Textil-Collagen aus ihren alten Filmkostümen als bildende Künstlerin und war auch im Hörfunk tätig. 1945/46 brachte die damals 65-Jährige ihre Memoiren heraus, die sie "Den Tiende Muse" nannte, die deutsche Übersetzung erschien 1961 unter dem Titel "Die schweigende Muse". Das Werk wurde von der Kritik als "literarisches Meisterwerk" bezeichnet, unter anderem sagte der dänische Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Johannes Vilhelm Jensen1) über ihre Erinnerungen: "Wären Sie nicht eine große Schauspielerin – dann wären Sie eine große Schriftstellerin geworden." Es entstanden weitere Erzählungen, Artikel für Zeitungen und später auch eine Rundfunk-Vortragsreihe "Alt werden – ein neues Leben."
1963 wurde Asta Nielsen mit dem "Filmband in Gold1) für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film" bzw. für ihr Lebenswerk geehrt. Ende der 1960er Jahre realisierte sie als Regisseurin und Produzentin die auch 1968 bei den "Internationalen Filmfestspielen Berlin"1) gezeigte autobiographische Dokumentation "Asta Nielsen", für die sie ebenfalls ausgezeichnet wurde sowie den "FIPRESCI1)-Ehrenpreis" für ihr Lebenswerk erhielt.

Foto: Asta Nielsen vor 1929
Urheber: Alexander Binder1) (1888 – 1929)
Quelle: www.flickr.com; Ross-Karte Nr. 1140/1
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier

Asta Nielsen vor 1929; Urheberr: Alexander Binder (1888–1929); Quelle: www.flickr.com; Ross-Karte Nr. 1140/1; Lizenz: gemeinfrtei
Asta Nielsen starb am 25. Mai 1972 im Alter von 91 Jahren in Frederiksberg1) im Großraum Kopenhagen an den Folgen eines schweren Unfalls. Wikipedia notiert: "Beim Versuch, eine Straßenbahn in Innsbruck durch die vordere Tür, die nur von aussteigenden Fahrgästen genutzt werden durfte, zu besteigen, kam Nielsen im Februar 1951 zu Sturz, nachdem sie vom Lenker der Straßenbahn gestoßen worden war. Sie kam daraufhin mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Später gab sie an, den Lenker, der sie auf die Gefahr der sich automatisch schließenden Türen aufmerksam machen wollte, aufgrund einer Schwerhörigkeit nicht gehört zu haben." Die letzte Ruhe fand der Stummfilmstar auf dem "Vestre Kirkegård"1) (Westfriedhof) in Kopenhagen in einem anonymen Gemeinschaftsgrab → Foto der Grabstelle bei knerger.de.  
Asta Nielsen 1936 in "Kriminalsketch Zimmer 16" im "Kabarett der Komiker"; Urheber: Willy Pragher; Lizenz: CC BY 3.0; Rechteinhaber: Landesarchiv Baden-Württemberg; Quelle: Deutsche Digitale Bibliothek bzw. Wikimedia Commons Ihre 1912 geschlossene Ehe mit Urban Gad, der über dreißig stumme Streifen mit ihr realisierte, war nach drei Jahren bereits 1915 in die Brüche gegangen, am 16. Dezember 1918 erfolgte offiziell die Scheidung. Ein Jahr später ehelichte Asta Nielsen am 31. Dezember 1919 den schwedischen Oberleutnant und Sohn eines Reeders, Freddy Wingaardh; auch diese Verbindung endete 1923 vor dem Scheidungsrichter. "Über eine angebliche Heirat mit dem Regisseur Sven Gade1) konnte bislang kein Nachweis erbracht werden. Mit dem Schauspieler Grigori Chmara1) war sie von 1921 bis 1933 liiert, ohne mit ihm verheiratet zu sein." kann man bei Wikipedia lesen. Im Alter von 89 Jahren fand Asta Nielsen ein privates Glück mit dem knapp zwanzig Jahre jüngeren Kunsthändler Christian Theede (1899 – 1988), mit dem sie am 21. Januar 1970 vor den Traualtar trat. Der Briefwechsel zwischen dem ungleichen Liebespaar wurde 1997 vom "Filmmuseum Potsdam"1) und Allan O. Hagedorff in dem Buch "Liebe mit Achtzig" veröffentlicht.
"Senkt die Fahnen vor ihr, denn sie ist unerreicht und niemand kann sich mit ihr vergleichen" würdigte der Filmhistoriker Béla Bálazs1) (1884 – 1949) die darstellerischen Leistungen der Stummfilm-Ikone Asta Nielsen. Der Schauspieler und Regisseur Paul Wegener sagte unter anderem über seine Kollegin: "Asta Nielsen ist … die einzige Künstlerin im Film, die schlechtweg als Genie anzusprechen ist und deren Kunstleistungen die Selbstverständlichkeit von Naturereignissen haben. Daß sie – wie alle ganz Großen in der Kunst – nebenher auch ein bedeutender Mensch ist, deren überlegener Humor und tiefe Lebensweisheit einzig ist, weiß jeder, der das Glück ihrer Freundschaft genießt." (Quelle: www.fembio.org)
    
Asta Nielsen 1936 im "Kabarett der Komiker"1) in "Kriminalsketch Zimmer 16"
Urheber: Willy Pragher1); Lizenz: CC BY 3.0; Rechteinhaber: Landesarchiv Baden-Württemberg
Quelle: Deutsche Digitale Bibliothek bzw. Wikimedia Commons
Eine Gedenktafel für Asta Nielsen befindet sich in Berlin-Charlottenburg1) in der Fasanenstraße 69, wo die Schauspielerin zwischen 1931 und 1937 gelebt hatte.
Auf dem am 10. September 2010 eingeweihten Berliner "Boulevard der Stars"1) hat dort auch der legendäre Stummfilmstar einen "Stern", in prominenter Lage, mitten in Berlin auf der Potsdamer Straße, wurde sie neben berühmten Filmschaffenden wie Marlene Dietrich, Hildegard Knef und Romy Schneider bzw. herausragenden Schauspielern wie Mario Adorf, Armin Mueller-Stahl, Bruno Ganz oder Götz George "verewigt" → Foto bei Wikimedia Commons.
Auf der Ostsee-Insel Hiddensee1), wo Asta Nielsen bis Mitte der 1930er Jahre ihre Sommermonate verbrachte bzw. am Norderende in Vitte1) seit 1929 ein kleines Haus, das "Karusel", besaß, ist seit Mai 2015 das denkmalgeschützte "Asta Nielsen Haus"1) nach der Restaurierung für die Öffentlichkeit zugänglich → asta-nielsen-haus.de. Eine Ausstellung im Erdgeschoss erinnert an das Leben der Stummfilm-Ikone auf Hiddensee, eine weitere Ausstellung informiert über den Bauhaus-Architekten Max Taut1) (1884 – 1967), der dieses und drei weitere Häuser auf Hiddensee errichtet hatte. Asta Nielsen empfing in ihrem Haus etliche Künstler, beispielsweise zählten Heinrich George, Joachim Ringelnatz1) oder Gerhart Hauptmann1) zu ihren Gästen; letzterer erwarb auf Hiddensee 1930 das ehemalige Haus "Seedorn" (seit Mitte der 1950er Jahre Gedenkstätte bzw. später "Gerhart-Hauptmann-Museum"1)).

Foto-Quelle: Wikipedia; Urheber des Fotos: Axel Mauruszat, Berlin
Lizenz zur Nutzung bzw. Veröffentlichung siehe hier.

Gedenktafel für Asta Nielsen. Fasanenstraße 69, Berlin-Charlottenburg; Quelle: Wikipedia; Urheber des Fotos: Axel Mauruszat, Berlin; Lizenz Foto der Gedenktafel: Der Urheber gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft. Weiterverbreitung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung sind gestattet.
Wikipedia vermerkt: "2000 gründete sich in Frankfurt am Main1) durch eine Initiative von Filmemacherinnen, Kuratorinnen, Kritikerinnen, Studierenden, Historikerinnen und Filmliebhaberinnen die "Kinothek Asta Nielsen"1). Die "Kinothek" ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Filmarbeit von Frauen zu dokumentieren und wieder in die Kinos zu bringen und schließt mit ihrer Arbeit an die feministische Filmarbeit der 1970er und 1980er Jahre an. Von 2006 bis 2018 war die Filmwissenschaftlerin und -kuratorin Karola Gramann1) die künstlerische Leitung der "Kinothek Asta Nielsen". Ab 2018 leitete sie die "Kinothek" zusammen mit der Film- und Kulturwissenschaftlerin Gaby Babić. Seit 2020 ist Babić alleinige Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin. Die "Kinothek" widmete ihrer Namensgeberin mehrere Retrospektiven." → kinothek-asta-nielsen.de
Siehe auch Wikipedia, fembio.org,
www.dhm.de, cyranos.ch, filmportal.de
Fotos bei virtual-history.com
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) cinegraph.de
3)
"Vom Werden deutscher Filmkunst/1. Teil: Der stumme Film" von Dr. Oskar Kalbus (Berlin 1935, S. 13/14) 
Lizenz Foto der Gedenktafel: Der Urheber gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft. Weiterverbreitung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung sind gestattet.
Lizenz Fotos Asta Nielsen (Urheber
Waldemar Titzenthaler/Alexander Binder): Die Schutzdauer (von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers) für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei.
Lizenz Portrait Asta Nielsen (Urheber Hans Rewald): Der Urheber dieses Werks ist 1944 gestorben; es ist daher gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 75 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Portrait der Asta Nielsen von Hans Rewald (1886 – 1944), veröffentlicht in "Jugend" – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben (Ausgabe Nr. 20/1929 (Mai 1929)); Quelle: Wikimedia Commons von "Heidelberger historische Bestände" (digital); Lizenz: gemeinfrei Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database
sowie filmportal.de
Stummfilme / Tonfilme

(Fremde Links: Wikipedia, Murnau Stiftung,
filmportal.de, cyranos.ch, stummfilm.at; R = Regie)
   
Portrait der Asta Nielsen
von Hans Rewald (1886 – 1944),
veröffentlicht in "Jugend" –
Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben
(Ausgabe Nr. 20/1929 (Mai 1929))
Quelle: Wikimedia Commons
von "Heidelberger historische Bestände" (digital)
Angaben zur Lizenz siehe hier
Stummfilme Tonfilme
… und noch zwei Autogrammkarten
Porträt Asta Nielsen in einem Filmkostüm (Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm, datiert 1933) von "Atelier Mahrenholz". Berlin, um 1925; Ross-Karte 7473/2; Quelle: www.deutschefotothek.de; (file: df_pos-2009-a_0000043); Eigentümer: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 Asta Nielsen: Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm, bezeichnet Leipzig, 05.04.1929) von Alexander Binder (1888–1929); Ross-Karte 1140/2; Quelle: www.deutschefotothek.de (file: df_pos-2019-a_0000184_001); Eigentümer: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Porträt Asta Nielsen in einem Filmkostöm
(Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm,
datiert 1933) von
"Atelier Mahrenholz". Berlin, um 1925
Ross-Karte 7473/2
Quelle: www.deutschefotothek.de
(file: df_pos-2009-a_0000043)
Eigentümer: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm,
bezeichnet Leipzig, 05.04.1929) von
Alexander Binder (1888–1929);
Ross-Karte 1140/2
Quelle: www.deutschefotothek.de
(file: df_pos-2019-a_0000184_001)
Eigentümer: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Lizenz Standfotos/Szenenfotos aus "Dirnentragödie" (1927)/"Der Reigen" (1920): Dieses Bild ist gemeinfrei, da das Urheberrecht abgelaufen und der Autor anonym ist. Das gilt in der EU und solchen Ländern, in denen das Urheberrecht 70 Jahre nach anonymer Veröffentlichung erlischt.
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