Tom Mix in den in den frühen 1920er Jahren; Urheber: Albert Witzel (1879 – 1929; "Witzel Studios", Los Angeles); Quelle: www.cyranos.ch Tom Mix (Thomas Hezikiah Mix) wurde am 6. Januar 1880 in Mix Run (Pennsylvania) als Sohn eines Holzfällers geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Als junger Mann ging er zur Armee und nahm am Spanisch-Amerikanischen Krieg teil. Nach seiner Entlassung und diversen Jobs wie Barmixer und Hilfssheriff tourte er zwischen 1906 und 1909 als Cowboy in Wild-West-Shows durch Amerika. Dann wurde er als Berater für Western-Produktionen beim Film sowie als Stuntman von der "Selig Polyscope Company"1) angeheuert, gab 1909 sein Stummfilmdebüt in dem Kurzfilm "Ranch Life in the Great Southwest", wo er erstmals seine Talente als Cowboy auch auf der Leinwand unter Beweis stellen konnte. Bis 1917 folgten Auftritte in zahlreichen stummen Ein- und Zweiaktern, bei denen Tom Mix teilweise auch Regie führte. Nach dem Wechsel zum Studio von William Fox1) ("Fox Film Corporation"1)), wo er bis 1928 unter Vertrag stand und im Schnitt fünf Filme pro Jahr drehte, entwickelte er sich rasch zu einem der populärsten amerikanischen Western-Darsteller.

Tom Mix in den in den frühen 1920er Jahren
Urheber: Albert Witzel (1879 – 1929; "Witzel Studios", Los Angeles)
Quelle: www.cyranos.ch; Angaben zur Lizenz siehe hier

Seine Filme waren häufig der erfolgreiche Versuch einer romantischen Beschreibung des Cowboy-Lebens in Verbindung mit moderner Technik, Abenteuern in fremden Ländern, der Welt des Zirkus und der Rodeo-Shows. Mit seinem Pferd "Tony the Wonderhorse" war der "König der Cowboys" zeitweise der erfolgreichste, populärste und glamouröseste Westernheld, wurde zum Vorbild aller nachfolgenden Western-Ikonen, die auf der Leinwand Furore machten. Die Gagen, die er während jener Jahre verdiente, waren enorm, erreichten zeitweise die schwindelerregende Höhe von über 17.000 Dollar die Woche. Dies steigerte er noch während seiner Filmkarriere, als er zwischen 1929 und 1931 beim "Sells-Floto"-Zirkus2) seine Künste zeigte und dafür mit 20.000 Dollar pro Woche entlohnt wurde. Das meiste Geld verlor Tom Mix jedoch dann nicht nur durch seinen luxuriösen Lebenswandel sondern auch durch die schwere Wirtschaftskrise in den USA, die am 24. Oktober 1929 mit dem "Schwarzen Donnerstag" begann und die 1930er Jahre dominierte.
 

Foto (Historische Beschreibung): Tom Mix, der König der Cowboys,
der augenblicklich höchstbezahlte Filmschauspieler der Welt,
befindet sich zu Vergnügungszwecken in Berlin (April 1925). 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-00053;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: April 1925 / Lizenz CC-BY-SA 3.0
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb
dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv Bild 102-00053  
bzw. Wikimedia Commons

Foto (Historische Beschreibung): Tom Mix, der König der Cowboys, der augenblicklich höchstbezahlte Filmschauspieler der Welt, befindet sich zu Vergnügungszwecken in Berlin (April 1925). Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-00053; Fotograf: Unbekannt / Datierung: April 1925 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
In den Zeiten des Tonfilms wechselte Mix zu den "Universal Studios"1), konnte aber nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. Insgesamt soll er an mehr als 300 Filmproduktionen beteiligt gewesen sein, von denen jedoch nur 9 Tonfilme waren. Mitte der 1930er Jahre zog sich Tom Mix vom Filmgeschäft zurück, kaufte den "Sam B. Dill"-Zirkus und tourte zwischen 1936 und 1938 mit seinem eigenen Unternehmen durch die USA und Europa.
  
Tom Mix, der im Film mit seinem Pferd verwachsen zu sein schien, starb im wahren Leben keinen Heldentod sondern erlag am 12. November 1940 in Florence (Arizona) im Alter von 60 Jahren den schweren Verletzungen nach einem tragischen Autounfall. Mit seinem Sportwagen, einem 1937er Cord 812 Phaeton, war er ins Schleudern geraten, kam von der Straße ab und landete Kopfüber im Graben. Er soll dabei von einem im Wagen befindlichen schweren Metallkoffer erschlagen worden und sofort tot gewesen sein.3) Die letzte Ruhe fand er auf dem "Forest Lawn Memorial Park Cemetery" in Glendale (Kalifornien) → www.findagrave.com.
Er war mehrfach verheiratet, seine erste, im Juli 1902 geschlossene kurze Ehe mit Grace I. Allin wurde im darauffolgenden Jahr annulliert, der nachfolgenden Verbindung mit Kitty Jewel Perinne, die er 1905 ehelichte, war ebenfalls keine lange Dauer beschieden, 1906 erfolgte die Scheidung. Aus seiner 1907 geschlossenen Ehe mit der Stummfilmdarstellerin Olive Stokes (1887 – 1972) stammte die 1912 geborene Tochter Ruth († 1977), die später ebenfalls zum Film ging; zehn Jahre später trennte sich das Paar offiziell. Eine weitere Tochter, die 1922 geborene Thomasina, stammte aus Tom Mix' nächsten Ehe mit der Schauspielerin Victoria Forde2) (1896 – 1964), mit der er 1918 vor den Traualtar getreten war. 1930 zerbrach auch diese Beziehung. Seine fünfte und letzte Ehefrau Mabel Hubbard Ward (Heirat 1932) war bis zu seinem plötzlichen Tod an seiner Seite.

Noch Jahrzehnte nach seinem Tod lebte der legendäre Western-Held der Stummfilm-Ära in Comic-Heften und Groschenromanen weiter, ebenso wie in dem "Tom-Mix-Museum" in seinem Geburtsort Mix Run. An Tom Mix, bis heute Synonym für vergangene Cowboy-Seligkeit,  erinnert zudem ein "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame" (1708 Vine Street).
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch 
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie Wikipedia (englisch)
Fotos bei www.virtual-history.com
Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Wikipedia (englisch) 
3) Quelle: Wikipedia
Lizenz Foto Tom Mix (Urheber Albert Witzel): Die Schutzdauer (von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers) für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei.
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