Filmografie
Margaret Rutherford wurde am 11. Mai 1892 als Tochter von William Rutherford Benn († 04.08.1921) und dessen Ehefrau Florence († 1895) in der britischen Hauptstadt London geboren. "Ihre Geburtsurkunde weist ihren Vater als im Indienhandel tätigen Kaufmann aus. Ihre Eltern wanderten wenige Monate nach ihrer Geburt nach Indien aus. Nach den Angaben von Tony Benn1), einem bekannten britischen Politiker und Enkel von William Benns ältestem Bruder, arbeitete William Benn dort als Expedient und Gelegenheitsjournalist. Gegen Ende des Jahres 1894 nahm sich Margarets Mutter Florence, die mit einem zweiten Kind schwanger war, das Leben. Im Frühjahr 1895 kehrte William Rutherford mit seiner verwaisten kleinen Tochter nach Großbritannien zurück und vertraute ihre Erziehung Bessie Nicholson, der Schwester von Florence, an. William Rutherford kehrte zunächst nach Indien zurück, lebte dann für einige Zeit in Paris und wurde 1904, nach seiner Rückkehr nach Großbritannien, erneut in das "Broadmoor Hospital" eingewiesen. Es ist nicht mehr klärbar, was zu dieser zweiten Einweisung führte" notiert Wikipedia; mehr zum familiären Hintergrund, der Kindheit bzw. Rückkehr nach London ebenfalls bei Wikipedia.
Schon auf der "Wimbledon Hill School" interessierte sich Margaret Rutherford für das Theater und ihre Tante ermöglichte ihr Privatstunden bei einem Schauspiellehrer. Als die Tante 1923 starb, hinterließ sie ihrer Nichte ein wenig Geld und so konnte Margaret Rutherford Sprach- und Pianounterricht nehmen und ihre Studien fortsetzen. 1925 wurde sie als Studentin an der am "Old Vic Theatre"1) angeschlossenen Schauspielschule aufgenommen, trat auch schon in einigen kleinen Rollen auf und verdiente sich ihren ersten Lebensunterhalt als Sprech- und Klavierlehrerin.
Bereits Ende der 1920er Jahre gab Margaret Rutherford ihr professionelles Bühnendebüt mit kleineren Parts, ihr Talent wurde jedoch erst relativ spät erkannt, bis sie im Januar 1939 am Londoner "Globe Theatre"1) unter der Regie von John Gielgud mit der Figur der Gouvernante Miss Prism in der Komödie "The Importance of Being Earnest"1) von Oscar Wilde1) Furore machte, an der Seite unter anderem von Jack Hawkins (Algernon Moncrieff), John Gielgud (Jack Worthing) und Edith Evans1) (Lady Bracknell). Weitere erfolgreiche Auftritte an Londoner Bühnen schlossen sich an, so folgte ab April 1940 am "Queens Theatre" die Figur der Hausdame Mrs. Danvers in "Rebecca" nach dem gleichnamigen Roman1) von Daphne du Maurier1), ab Juli 1941 die der Madame Arcati in Komödie "Blithe Spirit" (dt. Fröhliche Geister) von Noël Coward1) am "Picadilly Theatre"; einige dieser Stücke wurden später mit Margaret Rutherford verfilmt → Theatrografie (Auswahl) bei Wikipedia.
1936 trat Margaret Rutherford erstmalig auf der Leinwand in dem Krimi "Dusty Ermine" in Erscheinung und ab Ende der 1930er Jahre wuchs ihre Popularität. Die Komödiantin überzeugte durch unnachahmliches Timing und große Selbstsicherheit. Mit ihrem bemerkenswerten zerfurchtem Gesicht verkörperte sie häufig die exzentrische englische alte Jungfer, so etwa in der amüsanten Geschichte "Passport to Pimlico"1) (1949, "Blockade in London"). 
Sie spielte hier einfach hinreißend die enthusiastische Mittelalter-Expertin Prof. Hatton-Jones, die den Nachweis führen will, dass der Londoner Stadtteil Pimlico eigentlich zu Frankreich gehört.
Das doppelte College: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung  von Pidax-Film,  welche die Komödie Anfang August 2019 auf DVD herausbrachte Das doppelte College: Szenenfoto mit (v.l.n.r.) Margaret Rutherford als Schulleiterin Muriel Whitchurch , Joyce Grenfell als Miss Gossage und Alastair Sim als Schuldirektor Pond; mit freundlicher Genehmigung  von Pidax-Film,  welche die Komödie Anfang August 2019 auf DVD herausbrachte

Mehrfach verkörperte die Rutherford auch ihre Theaterrollen auf der Leinwand, wie die Madame Arcati in David Leans1) Film-Version von "Blithe Spirit"1) (1944, "Geisterkomödie") oder die Schulleiterin Miss Witchurch in "The Happiest Days of Your Life"2) (1950, "Das doppelte College") nach dem Theaterstück von John Dighton1).
 
Abbildung DVD-Cover sowie Szenenfoto mit (v.l.n.r.)
Margaret Rutherford als Schulleiterin Muriel Whitchurch,
Joyce Grenfell3) als Miss Gossage und
Alastair Sim1) als Schuldirektor Pond
Mit freundlicher Genehmigung  von Pidax-Film, welche die
Komödie Anfang August 2019 auf  DVD herausbrachte.

1952 mimte sie dann auch noch einmal in Anthony Asquiths1) Kino-Version "The Importance of Being Earnest"1) ("Ernst sein ist alles") die Figur der Miss Prism, Gouvernante von Cecily Cardew (Dorothy Tutin1)), dem schönen Mündel von Jack Worthing (Michael Redgrave). In der herrlichen Komödie "On the Double"1) (1961, "General Pfeifendeckel") tauchte sie neben Protagonist Danny Kaye als Lady Vivian auf.

bbildung DVD-Cover sowie Szenenfoto mit 
Margaret Rutherford  als Cecilys Gouvernante
Miss Letitia Prism und Miles Malleson1) als
Pastor Dr. Chasuble
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die
Komödie Ende Juni 2020 auf  DVD herausbrachte.

Ernst sein ist alles: Szenenfoto mit Margaret Rutherford als  Cecilys Gouvernante Miss Letitia Prism  und Miles Malleson1) als Pastor Dr. Chasuble; mit freundlicher Genehmigung  von Pidax-Film,  welche die Komödie Ende Juni 2020 auf DVD herausbrachte Ernst sein ist alles: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung  von Pidax-Film,  welche die Komödie Ende Juni 2020 auf DVD herausbrachte
1964 erhielt Margaret Rutherford unter anderem einen "Oscar"1) als "Beste Nebendarstellerin"1) für ihre Rolle der verarmten Herzogin von Brighton in dem ebenfalls von Anthony Asquith inszenierten Melodram "The V.I.P.s"1) (1963, "Hotel International"), einem Film über Passagiere, die wegen Nebels auf dem Londoner Flughafen eine Nacht im Hotel verbringen müssen. Weitere Auszeichnungen für diese brillante Darstellung waren ein "Golden Globe"1), ein "Laurel Award"1) und der Preis des amerikanischen "National Board of Review"1). "Metro-Goldwyn-Mayer"1) (MGM) nutzte zwischen 1961 und 1964 ihre internationale Bekanntheit und drehte mit der fast 70-jährigen Britin vier Agatha-Christie-Filme mit der Rutherford als scharfsinnige Ermittlerin Miss Marple1), die besonders in Europa überaus erfolgreich wurden und ihren Namen mit "Miss Marple" gleichsetzten. 1961 erschien die schrullige Amateurdetektivin erstmals in "16 Uhr 50 ab Paddington"1) ("Murder, She Said") auf der Leinwand, 1963 folgte "Der Wachsblumenstrauß"1) ("Murder At The Gallop") und 1964 die beiden Filme "Vier Frauen und ein Mord"1) ("Murder Most Foul") sowie "Mörder Ahoi"1) ("Murder Ahoy"). In allen vier Streifen war ihr Ehemann Stringer Davis1) (1899 – 1973), den sie 1945 nach 15-jähriger Beziehung geheiratet hatte, als liebenswerter Assistent "Mr. Stringer" ihr hilfreicher Partner.
   
16 Uhr 50 ab Paddington
Originaltitel: Murder She Said
Großbritannien, 1961
Regie: George Pollock
Drehbuch: David D. Osborn, David Pursall, Jack Seddon
nach dem gleichnamigen Roman von Agatha Christie
Musik: Ron Goodwin
Kamera: Geoffrey Faithfull
Schnitt: Ernest Walter
Darsteller/-innen:
Margaret Rutherford: Miss Marple, StringerDavis: Mr. Jim Stringer,
James Robertson Justice: Luther Ackenthorpe, Muriel Pavlow: Emma Ackenthorpe,
Charles Tingwell: Inspektor Craddock, Arthur Kennedy: Dr. Paul Quimper,
Thorley Walters: Cedric Ackenthorpe, Joan Hickson: Mrs. Kidder,
und andere
(Fremde Links: Wikipedia)
Kurzinhalt:
Während einer Zugfahrt beobachtet Miss Marple (Margaret Rutherford), wie in einem Abteil eines in gleicher Richtung überholenden Zuges eine männliche Person eine Frau erwürgt. Inspektor Craddock (Charles Tingwell) muss Miss Marple jedoch mitteilen, dass nirgendwo eine Leiche zu finden ist, und hält ihre Beobachtung für ein Hirngespinst. So beschließt Miss Marple, selbst zu recherchieren mit Unterstützung des Bibliothekars Mr. Stringer (Stringer Davis).
Tatsächlich findet sie entlang der Eisenbahnlinie Spuren, die an einer Mauer des Landsitzes "Ackenthorpe Hall" enden. Um bei der vermögenden Familie Ackenthorpe unauffällig nach weiteren Spuren suchen zu können, lässt sie sich dort über eine Arbeitsvermittlung als Hauswirtschafterin anstellen.
Schon bald findet sie in einer nächtlichen Suchaktion in einem Raum mit Altertümern aus Ägypten eine Frauenleiche in einem Sarkophag. Miss Marple verständigt Mr. Stringer, der anonym Inspektor Craddock über die Leiche informiert. Nach der Untersuchung der Leiche weist der Arzt Dr. Quimper (Arthur Kennedy) darauf hin, dass die Kleidung der Toten aus Frankreich zu stammen scheint. Emma Ackenthorpe (Muriel Pavlow) hatte zuvor auch einen Brief von einer gewissen Martine aus Frankreich erhalten, die behauptete, mit Emmas im Krieg gefallenen Bruder verheiratet gewesen zu sein. Im Brief kündigte sie auch eine Reise nach England an, um die Angehörigen zu treffen. Emma vermutet deshalb, dass es sich bei der Toten um die Französin Martine aus dem Brief handelt, was sie der Polizei auch mitteilt. Der Verdacht fällt somit auf die erbberechtigten Familienmitglieder der Ackenthorpes.
Albert Ackenthorpe stirbt kurze Zeit später nach einem Abendessen an einer Vergiftung durch Arsen. Harold Ackenthorpe (Conrad Phillips) wird erschossen auf einem Weg aufgefunden. Miss Marple hat inzwischen genug Indizien gesammelt und meint den Mörder nun zu kennen. Sie stellt sich als Lockvogel zur Verfügung und überführt so den Mörder Dr. Quimper.
 
Quelle: Wikipedia

Wie in allen Filmen der "Miss Marple" Reihe erfährt der Zuschauer auch etwas aus dem Leben der alten Dame. Hier bekommt er die Information, dass Miss Marple 1921 die Golfmeisterschaft der Frauen gewonnen hat.
Eine nette Anspielung ist auch der Roman, den sie am Anfang im Zug liest; er trägt den Titel "Death has Windows".
 
Lexikon des internationalen Films → filmdienst.de:
Ein sympathischer Kriminalfilm mit vielen amüsanten und auch spannenden Details und kleinen satirischen Seitenhieben.

Siehe auch Wikipedia, moviemaster.de, prisma.de

Der Wachsblumenstrauß
Originaltitel: Murder at the gallop
Großbritannien, 1963
Regie: George Pollock
Drehbuch: James P. Cavanagh, lose nach dem Roman
"After The Funeral" von Agatha Christie
Musik: Ron Goodwin
Kamera: Arthur Ibbetson
Schnitt: Bert Rule
Darsteller/-innen:
Margaret Rutherford: Miss Marple, StringerDavis: Mr. Stringer,
Robert Morley: Hector Enderby, Flora Robson: Miss Milchrest,
Charles Tingwell: Inspektor Craddock, Gordon Harris (1918–1965): Sergeant Bacon,
Robert Urquhart: George Crossfield, Katya Douglas: Rosamund Shane,
James Villiers: Michael Shane, Noel Howlett 1902–1984): Mr. Trundell,
Finlay Currie: Der alte Enderby, und andere
(Fremde Links: Wikipedia)
Kurzinhalt:
Miss Marple (Margaret Rutherford) und der Bibliothekar Mr. Stringer (Stringer Davis) treffen, als sie Geld für einen guten Zweck sammeln, auf den gerade sterbenden schwerreichen Mr. Enderby (Finlay Currie). Aufgrund der Tatsache, dass sich in der Nähe des Toten ein Lehmbrocken mit einem Schuhabdruck, sowie eine Katze befinden, vor denen Mr. Enderby, wie allseits bekannt war, eine Todesangst hatte, informiert sie Inspektor Craddock (Charles Tingwell) über die Möglichkeit, dass es sich vielleicht um Mord und nicht, wie durch den Arzt des Toten bestätigt wird, um einen natürlichen Todesfall handelte.
Inspektor Craddock schenkt jedoch den Vermutungen keinen Glauben und Miss Marple ermittelt nun selbst, unterstützt von Mr. Stringer. So kommt es, dass sie bei ihren Ermittlungen heimlich die Testamentseröffnung belauscht. Dort hört sie zum einen ein handfestes Mordmotiv, nämlich eine sehr große Erbschaft, die auf mehrere Hinterbliebene aufgeteilt werden soll, und zum anderen, dass die Schwester des Toten, Cora Lanscenet, ebenfalls einen Mord an dem Erblasser vermutet.

Nach weiteren Recherchen im örtlichen Umfeld besucht Miss Marple unter einem Vorwand die Schwester des Toten. Doch sie kommt zu spät und kann diese ebenfalls nur noch tot vorfinden. Diesmal war es jedoch einwandfrei Mord, und Inspektor Craddock schaltet sich verärgert über Miss Marples Einmischung in die Ermittlungen ein. Obwohl die Polizei nun offiziell ermittelt, bucht Jane Marple unter dem Vorwand, einen Reiturlaub machen zu wollen, ein Zimmer im Reithotel "Gallop", dessen Eigentümer Hector Enderby (Robert Morley) einer der Hinterbliebenen ist und wo sich aufgrund des ersten Todesfalles zur Zeit alle Erbberechtigten und damit die Verdächtigen aufhalten.
Dort geschieht ein weiterer Mord und tatsächlich kann Miss Marple Inspektor Craddock, der gegenüber den Hinterbliebenen ihre heimlichen Ermittlungen deckt, tatkräftig unterstützen und schließlich alle drei Morde, wenn auch unter Lebensgefahr, aufklären.
 
Quelle: Wikipedia

Auch in diesem Film erfährt der Zuschauer wieder etwas von Miss Marple, man weiß nun, dass die alte Dame 1910 ein bekanntes englisches Reitturnier gewonnen hat. Nicht umsonst macht ihr auch Hector Enderby (herrlich gespielt von Robert Morley) das Kompliment "Sportlich und weiblich zugleich", als er Miss Marple in ihrem Reitdress sieht. Außerdem wird erstmals der Vornamen von Mr. Stringer bekannt: er heißt Jim.

Lexikon des internationalen Films → filmdienst.de:
Die köstliche Margaret Rutherford und eine Reihe netter Details machen auch diesen Agatha-Christie-Krimi zu einem zwar nicht aufregenden, aber anregenden Filmvergnügen.
 
Prisma (prisma.de):  
Nette bis komische und oftmals auch spannende Krimi-Unterhaltung, die sich äußerst frei an Geschichten der Krimi-Autorin Agatha Christie anlehnt. "Der Wachsblumenstrauß" zeigt das wunderbare Darstellertrio mit Margaret Rutherford als schrullig-gewitzte Altdetektivin, Stringer Davies als ihren liebenswerten Assistenten und Charles Tingwell als Inspektor am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Siehe auch moviemaster.de, Wikipedia


Danach stand die Mimin nur noch für wenige Kinoproduktionen vor der Kamera, so als Wirtin Hurtig in der von Orson Welles nach eigenem Drehbuch in Szene gesetzten Shakespeare-Adaption "Falstaff"1) (1965), als die schrullige und leicht hypochondrisch veranlagte Miss Gaulswallow neben Marlon Brando und Sophia Loren in der von Charles Chaplin inszenierten Komödie "Die Gräfin von Hongkong"1) (1967, "A Countess from Hong Kong") und letztmalig als Prinzesssin Ilaria in der heiteren Geschichte "Arabella" (1967) mit Virna Lisi1) und James Fox1). In "Die Morde des Herrn ABC"4) (1966) nach dem gleichnamigen Roman1) von Agatha Christie mit Tony Randall als Meisterdetektiv Hercule Poirot1) hatte sie lediglich einen "augenzwinkernden" Gastauftritt als Miss Marple.

1967 wurde Margaret Rutherford von der britischen Königin Elisabeth II.1) zur "Dame Commander" des "Order of the British Empire"1) (DBE) geadelt. 1972 veröffentlichte die Schauspielerin ihre Biografie "Margaret Rutherford". "Mein Erfolg kam spät, aber –  wenn ich so sagen darf – in recht sensationeller Art", fasste Margaret Rutherford ihre Karriere zusammen.
Margaret Rutherford, im deutschsprachigen Raum oft als die "englische Adele Sandrock" bezeichnet, war in über 40 Kinofilmen auf der Leinwand präsent, nicht alle waren unbedingte Highlights, aber allein durch ihre Mitwirkung wurden sie sehenswert wie beispielsweise Richard Lesters Komödie "The Mouse on the Moon"1) (1962, "Auch die Kleinen wollen nach oben"). Margaret Rutherford war eine der beliebtesten Nachkriegs-Schauspielerinnen und als einzigartige "Miss Marple" wird sie immer Erinnerung bleiben. Wikipedia vermerkt: "Bis heute hat sie insbesondere in Deutschland eine große Fangemeinde, die sie vor allem der Darstellung der "Miss Marple" in vier populären Filmen verdankt. Agatha Christie1) war enttäuscht von den Verfilmungen, weil Rutherfords burschikos-freche Darstellung weit entfernt von der von Christie erfundenen gutmütig-bedachten Detektivin war. Bei Dreharbeiten lernten sich beide Damen jedoch persönlich kennen und wurden enge Freundinnen. Christie widmete ihr 1963 den Roman "Mord im Spiegel"1), der 1980 mit Angela Lansbury1) in der Rolle der Miss Marple verfilmt wurde."
  
Die großartige Schauspielerin, die in ihren letzten Jahren an der Alzheimer-Erkrankung litt, starb am 22. Mai 1972 in Chalfont St. Peter (Grafschaft Buckinghamshire1)) elf Tage nach ihrem 80. Geburtstag an Komplikationen, die sich aus einem zahnärztlichen Eingriff ergeben hatten. 15 Monate nach dem Tod seiner Frau starb auch Stringer Davis am 29. August 1973 im Alter von 77 Jahren. Beide fanden ihre letzte Ruhe auf dem "Churchyard of Saint James" von Gerrards Cross (Buckinghamshire) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
2012 strahle die ARD den 90-minütigen Film "Die wahre Miss Marple – Der Fall Margaret Rutherford" aus: "Die Dokumentation begibt sich abseits des Krimi- und Leinwandglamours auf die Spurensuche dieser unverwechselbaren Schauspielerin. Filmemacher Rieke Brendel und Andrew Davies erkunden die Tatorte des realen Geschehens, sammeln Beweismaterial und sprechen mit Familienmitgliedern – wie Rutherfords Cousin, dem Labour-Politiker Tony Benn – Schauspielerkollegen sowie weiteren Zeitgenossen. (…) Jenseits der Marke Miss Marple offenbart der Dokumentarfilm eine gleichzeitig nachdenkliche wie großzügige, vor allem aber erstaunliche mutige Lady, die ihrer berühmtesten Rolle in nichts nachstand. Rutherfords Traum war es stets, Shakespeares feminin-zerbrechliche Julia zu spielen. Die Rolle ihres Lebens hingegen sollte sie im Alter von 70 Jahren mit vollem Einsatz und fern jeder Zartheit verkörpern. Die Komik der frechen und anpackenden Miss Marple steht dabei im Kontrast zu der tragischen Vergangenheit von Miss Rutherford – und wurde zu ihrem späten Triumph." (Quelle: programm.ard.de)
Siehe auch prisma.de,Wikipedia sowie
die Fanseiten zu "Miss Marple" miss-jane-marple.de und margaretrutherford.com
Fremde Links: 1) Wikipedia (deutsch), 2) film-rezensionen.de, 3) Wikipedia (englisch), 4) prisma.de
    
Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der  Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia, prisma.de (Originaltitel), fernsehserien.de)
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de