Filmografie
Donald Sutherland anlässlich der Gala zur Verleihung des Fernsehpreises "Romy" am 16. April 2011 in der Wiener Hofburg; Quelle: Ausschnitt eines Foto bei Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Urheber: Manfred Werner – Tsui;  Lizenz CC-BY-SA 3.0. Donald Sutherland (Donald McNichol Sutherland) wurde am 17. Juli 1935 als Sohn eines Arbeiters – der Vater Frederick McLea Sutherland war unter anderem als Elektriker oder Busfahrer tätig – in der kanadischen Stadt St. John1) (Provinz New Brunswick1)) geboren. Seine Kindheit verbrachte er größtenteils in der Kleinstadt Hampton1) (New Brunswick), besuchte später die Public School in Bridgewater1) (Provinz Novia Scota1)) und betätigte sich bereits als Teenager bei einem kanadischen Radiosender erfolgreich als Ansager und Diskjockey. "Sein schauspielerisches Talent konnte er erstmals im Alter von fünfzehn Jahren unter Beweis stellen, als er im Hörspiel "A Christmas Carol"1) nach Charles Dickens1) die Rolle des Scrooge sprach. Nebenbei war er zu dieser Zeit auch als Stand-up-Comedian1) tätig." notiert Wikipedia. Nach einem abgebrochenen Studium an der Ingenieur-Fakultät der "Universität von Toronto"1) ging er 1956 auf Anraten des bekannten Kritikers Herbert Whitaker, der Sutherland bei der Studenten-Aufführung des Shakespeare-Dramas "Der Sturm"1) gesehen hatte, nach London und besuchte dort die "Royal Academy of Dramatic Art"1). Anschließend wirkte er bei verschiedenen Sommertheatern mit, erregte dann in London erste Aufmerksamkeit in dem satirischen Bühnenstück "August for the People" nach dem gleichnamigen Buch von Nigel Dennis (1912 – 1989) an der Seite von Rex Harrison; parallel arbeitete er auch schon für das Fernsehen. 
 
Donald Sutherland anlässlich der Gala zur Verleihung des
Fernsehpreises "Romy"1) am 16. April 2011 in der Wiener "Hofburg"1)
Quelle: Ausschnitt eines Foto bei Wikipedia bzw. Wikimedia Commons;
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Bei einer Theateraufführung fiel der Darsteller mit dem markanten Gesicht auch dem britischen Produzenten Paul Maslansky1) auf, der ihn 1964 für den italienischen Horrorfilm "Das Schloss der lebenden Toten" ("Il castello dei morti vivi") engagierte, wo Sutherland gleich drei Figuren mimte. Trotz vielfältiger Tätigkeit in britischen und amerikanischen Produktionen wie beispielsweise in dem Gruselstreifen "Die Todeskarten des Dr. Schreck"1) (1964, "Dr. Terror's House of Horrors") erlangte der Schauspieler aber erst 1970 internationale Popularität mit der Rolle des chaotischen Chirurgen Captain Benjamin Franklin "Hawkeye" Pierce in Robert Altmanns1) anti-militaristischen Groteske "M.A.S.H"1), ein Jahr später übernahm er neben Jane Fonda1),  mit der er sich zu du dieser Zeit vehement gegen den Vietnamkrieg1) engagierte, die Titelrolle des Provinzpolizisten Klute in Alan J. Pakulas1) gleichnamigem Polit-Thriller1) (1971). In den folgenden Jahren wirkte Sutherland beiderseits des Atlantiks erfolgreich sowohl in Produktionen mit alltäglichen Gegenwartsstoffen als auch in Kostümfilmen mit, verlieh dramatischen wie komischen, positiven wie negativen Rollen mit seiner ironischen Lockerheit eine gewisse menschliche Note. Im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielerkollegen scheute sich Sutherland auch nie unattraktive oder abstoßende Charaktere zu verkörpern.
Neben Julie Christie überzeugte er 1973 als trauernder Vater John Baxter in Nicholas Roegs1) okkultem Thriller "Wenn die Gondeln Trauer tragen"1) ("Don't Look Now") nach der Erzählung von Daphne du Maurier, 1975 gestaltete er eindrucksvoll den einfältigen, früher als Buchhalter tätigen Homer Simpson in dem von John Schlesinger1) in Szene gesetzten Drama "Der Tag der Heuschrecke"1) ("The Day Of The Locust") nach dem gleichnamigen Roman1) von Nathanael West1). Weitere Höhepunkte seiner Karriere waren 1976 die Rolle des faschistischen Gutsverwalters Attila in Bernardo Bertoluccis1) insgesamt über fünf Stunden dauerndem Monumentalfilm "1900"1) ("Novecento") sowie im gleichen Jahr die Titelrolle des Giacomo Casanova1) in Federico Fellinis1) Drama "Fellinis Casanova"1) (1976, "Il Casanova di Federico Fellini"), gedreht nach Casanovas Autobiografie "Geschichte meines Lebens"1). 1978 präsentierte such Sutherland als Inspektor der Gesundheitsbehörde von San Francisco Dr. Matthew Bennell in dem Gruselthriller "Die Körperfresser kommen"1) ("Invasion of the Body Snatchers") nach dem Roman "The Body Snatchers"1) von Jack Finney1), in Robert Redfords Regiedebüt "Eine ganz normal Familie"1) (1980, "Ordinary People") stellte Sutherland den besorgten Familienvater Calvin 'Cal' Jarrett ebenso realistisch dar, wie den Nazi-Agenten Henry Faber in dem Spionage-Thriller "Die Nadel"1) (1981, "Eye of the Needle"), inszeniert von Richard Marquand1) nach dem gleichnamigen Roman1) von Ken Follett1).
Sein Porträt des Protagonisten in "Herzchirurg Dr. Vrain"2) (1981, "Threshold") brachte ihm 1983 einen "Genie Award"1), den kanadischen "Oscar", als "Bester Darsteller" ein, sehenswert ist auch die Krimikomödie "Crackers"3) (1984, "Fünf Gauner machen Bruch") von Starregisseur Louis Malle1).
In den 1980er Jahren wirkte Sutherland in einer Reihe eher unbedeutenderer Filme mit, war dann aber 1989 wieder in einer vielbeachteten Produktion zu sehen: Neben Marlon Brando als Anwalt Ian McKenzie spielte er den südafrikanischen Lehrer Ben du Toit in Euzhan Palcys1) Anti-Apartheid1)-Film "Weiße Zeit der Dürre"1) ("A Dry White Season") nach dem gleichnamigen Buch von André Brink1). 1991 zeigte er sich dann mit der Schlüsselfigur des Colonel "X" in Oliver Stones1) umstrittenem Verschwörungsdrama "JFK – Tatort Dallas"1) ("J.F.K."): Thematisiert wurde der Versuch des von Kevin Costner1) dargestellten Bezirksstaatsanwalts von New Orleans1), Jim Garrison1), die genauen Umstände der Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy1) am 22. November 1963 aufzudecken. Dabei stützte sich der Film auf die Bücher von Jim Garrison und Jim Marrs1), nach denen der Attentäter Lee Harvey Oswald1) kein Einzeltäter war, sondern nur das Rädchen einer weitverzweigten Verschwörung des tiefen Staats gegenüber dem Präsidenten. Ein filmisches Highlight mit Sutherland war auch das TV-Justizdrama nach der wahren Geschichte des sowjetischen Serienmörders Andrei Romanowitsch Tschikatilo1) mit dem Titel "Citizen X"1) (1995), wo er neben Max von Sydow (Psychiater Dr. Alexander Buchanowski) als Oberst Michail Fetisow auftrat und für seine Darstellung einen "Golden Globe"1) als "Bester Nebendarsteller"1) in der Kategorie "Serie, Mini-Serie oder TV-Film" erhielt. 1998 folgte eine "Golden Globe"-Nominierung als "Bester Nebendarsteller" für seine Rolle des Leichtathletiktrainers Bill Bowerman1) (1911 – 1999) in "Without Limits"4) ("Grenzenlos"), Robert Townes1) vielbeachtetem Film über den legendären Marathonläufer Steve Prefontaine1) (1951 – 1975); Sutherland unterlag jedoch Ed Harris1) in "Die Truman Show"1) ("The Truman Show").
In den letzten Jahrzehnten war Donald Sutherland unter anderem gemeinsam mit Anthony Hopkins als Ben Hillard in dem Psycho-Thriller "Instinkt"1) (1999, "Instinct") zu sehen sowie als ehemaliger US-Pilot Captain Jerry O'Neill in der Tragikomödie "Space Cowboys"1) (2000), an der Seite von Regisseur und Co-Star Clint Eastwood sowie den in Ehren ergrauten Kollegen James Garner und Tommy Lee Jones1)
Filmplakat: Der Fluch der Betsy Bell; Copyright Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH Zu seinen jüngeren Arbeiten für das Kino zählen beispielsweise der Gangsterstreifen "The Italian Job – Jagd auf Millionen"1) (2003, "The Italian Job"), der Thriller "Der Fluch der Betsy Bell"1) (2004, "An American Haunting") oder das Drama "Die Liebe in mir"1) (2007, "Reign Over Me"). In dem romantischen Abenteuer "Ein Schatz zum Verlieben"1) (2008, "Fool's Gold") tauchte Sutherland neben Matthew McConaughey1) und Kate Hudson1) als wohlhabender Nigel Honeycutt auf, zeigte sich in dem Actionthriller "The Mechanic"1) (2011, "The Mechanic"), einem Remake des Films "Kalter Hauch"1) aus dem Jahr 1972 mit Charles Bronson, als Harry McKenna, Freund und Mentor des Auftragmörders "Mechanic" Arthur Bishop (Jason Statham1)).
  
   
Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH
Am 3. März 2011 kam in Deutschland  das von Kevin Macdonald1) nach dem Jugend-Bestseller von Rosemary Sutcliff1) aufwendig gedrehte Historienabenteuer "Der Adler der neunten Legion"1) ("The Eagle") in die Kinos, in dem Sutherland ("souverän und altersweise"5) den Onkel des jungen römischen Centurios1) Marcus Flavius Aquila (Channing Tatum1)) spielt, der "eine Reise ins Herz der Finsternis, in diesem Fall ins eigene Ich" antritt. "Es geht um Herren und Diener, um Leben und Leben lassen, um das Unterwerfen von Völkern und deren Recht auf Selbstbestimmung."5).
Danach stand Sutherland unter anderem als Senior-Chef Jack Pellit für die Geschichte "Kill the Boss"1) ("Horrible Bosses") neben Jennifer Aniston1), Jason Bateman1) und Colin Farrell1) vor der Kamera, eine Komödie, die am 1. September 2011 in Deutschland an den Start ging. Mit "Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele"1) ("The Hunger Games") wurde der erste Teil der Fantasy-Romantrilogie1) der US-amerikanischen Schriftstellerin Suzanne Collins1) verfilmt, die Adaption feierte am 23. März 2012 in den USA und am 22. März 2012 in Deutschland Kinopremiere. Donald Sutherland hatte die Rolle des mächtigen Präsidenten Coriolanus Snow übernommen, der seit 25 Jahren über Panem herrscht und im Buch als grausamer und unnachgiebiger Autokrat beschrieben wird – erneut eine Paraderolle für den versierten Mimen, mit der er sich auch in den Fortsetzungen "Die Tribute von Panem – Catching Fire"1) (2013, "The Hunger Games: Catching Fire") und "Die Tribute von Panem 3 – Mockingjay: Teil 1"1) (2014, "The Hunger Games – Mockingjay: Part 1") präsentierte. Der vierte Teil der "Die Tribute von Panem"-Reihe, "Mockingjay: Teil 2"1) lief am 19. November 2015 in den deutschen Kinos an. Der kanadisch-US-amerikanische Western "Forsaken"1) feierte ebenfalls 2015 seine Premiere auf dem "Toronto International Film Festival"1). Donald Sutherland zeigte sich hier an der Seite seines Sohnes Kiefer Sutherland1), der den Protagonisten und Revolverhelden John Henry Clayton mimte, als dessen Vater Reverend William Clayton.

Donald Sutherland im Juni 2012 in Paris
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0
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Donald Sutherland im Juni 2012 in Paris; Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Quelle:  Wikimedia Commons bzw. Wikipedia
Donald Sutherland am 22. Mai 2016 anlässlich der "Internationalen Filmfestspiele von Cannes"; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0; Quelle:  Wikimedia Commons; Ausschnitt des Originalfotos Nach der Rolle des Großvaters Howard in dem Familiendrama "Milton's Secret" (2016) nach dem Roman "Miltons Geheimnis" von Eckhart Tolle1) stand der inzwischen über 80-Jährige für das romantische Roadmovie "Das Leuchten der Erinnerung"1) ("The Leisure Seeker") vor der Kamera, das am 3. September 2017 im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig1) erstmals vorgestellt wurde. Sutherland und Helen Mirren1) spielen hier bravourös das alte Ehepaar Ella und John, das bei ihrem Trip entlang der amerikanischen Ostküste bis runter nach Florida ihr vielleicht letztes richtiges Abenteuer erlebt – John ist an Alzheimer erkrankt und bei Ella hat man einen Tumor entdeckt; in Deutschland erfolgte der Kinostart am 4. Januar 2018. "Donald Sutherland und Helen Mirren retten die Alzheimer-Tragikomödie "Das Leuchten der Erinnerung" vor der Belanglosigkeit." schrieb "Der Tagesspiegel". Es folgte die Komödie "Basmati Blues"4) (2018) mit der Rolle des Mr. Gurgon, Chef der Wissenschaftlerin Linda (Brie Larson1)) und deren Vater Eric (Scott Bakula1)), der exzentrische Dr. Kahn in der Literaturadaption "Measure of a Man – Ein fetter Sommer"4) (2018, " Measure of a Man") nach dem Roman "One Fat Summer" von Robert Lipsyte1) und der Colonel Thomas Pruitt, Verbindungsmann von Ingenieur Roy McBride (Brad Pitt1)) in dem Science-Fiction-Thriller "Ad Astra – Zu den Sternen" (2019, "Ad Astra").
    
  

Donald Sutherland am 22. Mai 2016
anlässlich der "Internationalen Filmfestspiele von Cannes"1) 
Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0;
Quelle:  Wikimedia Commons; Ausschnitt des Originalfotos
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 In "The Burnt Orange Heresy"1) (2019) nach dem Roman von Charles Willeford1) trat Sutherland als der zurückgezogen lebende "J. D. Salinger1) der Kunstwelt" Jerome Debney in Erscheinung, als Richter Straight in dem Thriller "American Hangman"2) (2019) und als der ehemalige Pyromane1) Ronald Bartel in "Backdraft 2"4) (2019), eine Figur, die er bereits in "Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen" (1991, "Backdraft") gespielt hatte. Der Horrorstreifen "Stay Alive – Überleben um jeden Preis"4) ("Alone") ging in Großbritannien am 20. Oktober 2020 an den Start, hier war Sutherland als Edward der mysteriöse Nachbar des Zombie jagenden Protagonisten Aidan (Tyler Posey). In dem Science-Fiction-Katastrophenfilm "Moonfall"1) (2022) von Regisseur Roland Emmerich1) wirkte der damals über 85-Jährige als ehemaliger ehemaliger NASA1)-Beamter Holdenfield mit, in "Mr. Harrigan’s Phone"1) (2022), gedreht nach der gleichnamigen Novelle1) von Stephen King1), war er der alte Milliardär John Harrigan, der sich mit dem anfangs 12-jährigen  Craig (Jaeden Martell1)) anfreundet. Mit dem Biopic "Miranda’s Victim"1) (2023) wurde die Geschichte der 18-jährigen Trish Weir (Abigail Breslin1)) erzählt, die 1963 von Ernesto Miranda (1941 – 1976) entführt und brutal vergewaltigt wurde und deren Versuch, den Täter vor Gericht zu bringen, welches die "Miranda Rights"1) im US-amerikanischen Justizsystem zur Folge hatte; Sutherland stellte den Richter Laurance T. Wren dar → Übersicht Kinofilme.
  
Neben der umfangreichen Arbeit für den Kinofilm stand Sutherland auch immer wieder auf der Theaterbühne und wirkt seit Jahren in zahlreichen TV-Produktionen mit. Außer Episodenrollen in verschiedenen Serien ist beispielsweise der Part des General Pierre Beauregard in dem Stück "Hunley – Tauchfahrt in den Tod"1) (1999, "The Hunley") basierend auf der Geschichte des U-Boots "H. L. Hunley"1) während der Belagerung von Charleston1) im Jahre 1864 zu nennen oder der US-amerikanische Mobster1) James Burke alias Jimmy Burke, Jimmy the Gent oder auch "The Big Irishman" in "The Big Heist" (2001), einer Dokumentation über den Lufthansa-Raub1) am 11. Dezember 1978 auf dem "John F. Kennedy International Airport" in New York City1). In "Uprising – Der Aufstand" (2001, "Uprising") über den jüdischen Aufstand im Warschauer Ghetto1) während des 2. Weltkriegs ab April 1943 verkörperte er den Vorsitzenden des Judenrates1) Adam Czerniaków1), in "Path to War – Entscheidung im Weißen Haus"2) (2002, Path to War") mit Alec Baldwin1) als Verteidigungsminister Robert McNamara1) und Michael Gambon1) als US-Präsident Lyndon B. Johnson1) dessen Berater Clark M. Clifford1)- Sutherland war der dubiose Richard Straker in "Salem's Lot – Brennen muss Salem" (2004, "Salem’s Lot") nach dem gleichnamigen Roman1) von Stephen King1), der Schiffskapitän Captain Walton in dem Zweiteiler "Die Kreatur – Gehasst und gejagt"2) (2004, "Frankenstein") nach dem Roman "Frankenstein oder Der moderne Prometheus"1) von Mary Shelley1) und der Agent Bill Meehan in dem Mehrteiler "Human Trafficking – Menschenhandel"1) (2005, "Human Trafficking"). Hier sensibilisierte auch er das TV-Publikum für den Kampf gegen den weltweiten Menschenhandel und erhielt 2006 für seine Darstellung des Agenten Bill Meehan eine "Golden Globe"-Nominierung als "Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehminiserie", musste den Preis jedoch Jonathan Rhys-Meyers1) in dem Biopic "Elvis"1) überlassen. Nach dem Part des Nathan Templeton, Vorsitzender des Repräsentantenhauses1), in der Serie "Welcome Mrs. President"1) (2005/2006) schlüpfte er in der erfolgreichen ABC1)-Serie "Dirty Sexy Money"1) (2007–2009) in die Rolle des Tripp Darling, wohlhabendes Oberhaupt der Darling-Familie. In dem vielbeachteten vierteiligen Historienepos "Die Säulen der Erde"1) (2010, "The Pillars of the Earth") nach dem gleichnamigen Bestseller1) von Ken Follett1) gehörte er als umsichtiger, aufrechter Graf Bartholomäus von Shiring zur Besetzung; erstmals ausgestrahlt wurde die deutsch-kanadische Co-Produktion am 15. November 2010 bei Sat.1. Eine dankbare Aufgabe war auch die des Prediger der Kirche von New Bedford Father Mapple in der zweiteiligen Verfilmung "Moby Dick"3) (2011) nach dem gleichnamigen Roman1) von Herman Melville1) mit William Hurt1) als rachsüchtigem Kapitän Ahab, ebenso wie die Figur des Captain Flint1) in dem Zweiteiler "Die Schatzinsel"2) (2012, "Treasure Island") nach dem gleichnamigen Roman1) von Robert Louis Stevenson1). Als Michel Dorn, der am "Internationalen Strafgerichtshof"1) (ICC) tätig ist und seit Kriegsende sein Leben damit verbringt, Kriegsverbrecher zu jagen, tauchte er zwischen 2013 und 2015 in der Action-Krimiserie "Crossing Lines"1) auf, als skrupelloser Diamantenhändler Pieter Van De Bruin in sechs Folgen (Staffel 1) der Serie "Ice"1) (2016/17) um kriminelle Diamantengeschäfte. Eine weitere Serie war "Trust"1) (2018) über die Entführung des von Harris Dickinson dargestellten Erben des Getty-Ölvermögens John Paul Getty III1), hier mimte Sutherland dessen reichen Großvater, den Öl-Tycoon John Paul Getty1). Jüngst stand Sutherland  als Franklin Reinhardt, Vater der Psychologin  Grace Fraser (Nicole Kidman1)), für den Sechsteiler "The Undoing"1) (2020) vor der TV-Kamera, gedreht nach dem Roman "You Should Have Known" (dt. "Du hättest es wissen können") von Jean Hanff Korelitz6). Zu seinen bisher letzten Arbeiten vor der TV-Kamera zählt die Rolle des berüchtigten Richters Isaac Parker1) (1838 – 1896) in der Serie "Lawmen: Bass Reeves"1) (2023) über den von David Oyelowo1) dargestellten Bass Reeves1) (1838 – 1910), den ersten afro-amerikanischen Deputy U.S. Marshal1) westlich des Mississippi River1) → Übersicht TV-Produktionen (Auszug).
 
Außer den erwähnten Auszeichnungen bzw. Preisen wurde Sutherland in seinem Geburtsland 1978 zum "Officer of the Order of Canada"1) (OC) ernannt, die Ehrendoktorwürde ("Honorary Doctor of Arts") verlieh ihn das angesehene "Middlebury College"1) in Vermont1) im Jahre 2005. Seit dem 26. Januar 2011 hat auch er einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr. 7024 Hollywood Blvd.), gleich neben dem "Stern" seines Sohnes Kiefer Sutherland, der diesen schon im Dezember 2008 erhalten hatte; auf dem "Canada's Walk of Fame" in Toronto1) ist er bereits seit 2000 ebenfalls mit einem "Stern verewigt. Am 6. Juni 2012 konnte er im Rahmen des Pariser "Champs Elysees Film Festival"6) die "Medal of Commander of Arts and Letters" entgegennehmen. Den Titel Commandeur des "Ordre des Arts et des Lettres"1) trägt er seit 2012, den "Ehrenoscar"1) für sein Lebenswerk als Schauspieler erhielt er am 11. November 2017 vor der eigentlichen "Oscar-Verleihung 2018"1), den "Lifetime Achievement Award" überreichte man ihm 2018 anlässlich des " Zurich Film Festival"1). Im November 2019 wurde der Charakterdarsteller einmal mehr in seinem Heimatland geehrt und als "Companions of the Order of Canada" (CC) mit der höchsten Ordensklasse des "Order of Canada" ausgezeichnet. Erwähnt werden sollte, dass der Schauspieler 2016 in die Wettbewerbsjury der "69. Internationalen Filmfestspiele von Cannes"1) berufen wurde → Übersicht der Auszeichnungen (Auszug) bei Wikipedia sowie bei der "Internet Movie Database".
  
Donald Sutherland war von 1959 bis 1966 mit der Schauspielerin Lois Hardwick verheiratet. Nach seiner Scheidung heiratete er 1966 seine kanadische Kollegin Shirley Douglas1), aus der 1971 geschiedenen Ehe gingen die 1966 geborenen Zwillinge Kiefer und Rachel Sutherlandt hervor; Kiefer Sutherland1) hat sich inzwischen ebenfalls einen Namen als Schauspieler gemacht. Seit 1972 ist Donald Sutherland in dritter Ehe mit der kanadischen Schauspielerin Francine Racette1) verheiratet, die ihm drei Söhne schenkte: Roeg Sutherland wurde 1974 geboren, am 25. September 1978 folgte Rossif Sutherland1), der auch den Beruf des Schauspielers ergriff, Angus Redford Sutherland1) erblickte am 3. September 1979 das Licht der Welt, auch er stand seit Mitte der 2000er Jahre als Schauspieler sporadisch vor der Kamera.
Siehe auch prisma.de, Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons, virtual-history.com
Fremde Links: 1) Wikipedia (deutsch), 2) wunschliste.de, 3) prisma.de, 4) filmdienst.de, 6) Wikipedia (englisch)
Quelle: 5) br-online.de (Seite nicht mehr abrufbar)
Stand Mai 2024
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