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Anschließend begann er ein Studium
an der "American Academy of Dramatic Arts"1) in New York. Nach seiner Ausbildung
schlug er sich zunächst mit Gelegenheitsarbeiten durch, spielte kleinere Theaterrollen an New Yorker Bühnen, auch
bei Fernsehen und Radio konnte er nicht so recht Fuß fassen. Der Durchbruch
als anerkannter Charakterdarsteller gelang ihm dann mit der tragenden Rolle
des Handlungsreisenden Theodore "Hickey" Hickman in dem Drama "The Iceman Cometh"
("Der Eismann kommt") von Eugene O'Neill1),
in einem weiteren O'Neill-Stück, "Long Day's Journey Into Night"1)
("Eines langen Tages Reise in die Nacht") verzeichnete er am dann Broadway als
Alkoholiker Jamie Tyrone Jr. einen weiteren Erfolg.
Nun meldete sich auch der Film und bot ihm interessante Rollen an: Sein
Leinwanddebüt gab Robards relativ spät in Anatole Litvaks1)
Abenteuer- und Liebesfilm "The Journey"1) (1959,
"Die Reise") an der Seite von Yul Brynner und
Deborah Kerr.
Innerhalb weniger Jahre avancierte der Schauspieler zu einem Star der amerikanischen
Filmszene, auch wenn er anfangs nur sporadisch vor der Kamera stand, da ihm
seine Theaterarbeit wichtiger war. "Das Theater ist meine künstlerische Heimat und dorthin zieht es mich immer wieder
zurück" bekannte er einmal.
Jason Robards ca. 1975 in "Lago Mar", Fort Lauderdale (Florida)
Quelle: Florida Memory The State Archives of Florida
(Florida Photographic
Collection, Bild-Nr.: PR21627)
bzw. www.flickr.com
/ Wikimedia Commons;
Urheber: Roy Erickson/
State
Library and Archives of Florida Angaben zur Lizenz: www.floridamemory.com/disclaimer;
bzw. www.flickr.com/commons/usage
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Robards übernahm nun prägnante Haupt- und Nebenrollen in Filmen
unterschiedlichen Genres, unter der Regie
namhafter Filmemacher und an der Seite vieler berühmter Kollegen. John Sturges1)
besetzte ihn neben Lana Turner und
Efrem Zimbalist jr.
als Julius Penrose in dem Melodram "By Love Possessed"2)
(1961, "Und die Nacht wird schweigen"), gedreht nach dem
Roman von James Gould Cozzens1),
Henry King1) als
Psychiater Dr. Richard "Dick" Diver in
"Tender Is the Night"1) (1962, "Zärtlich ist die
Nacht") nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald1), mit seiner Bühnenrolle
des alkoholsüchtigen Sohnes Jamie
überzeugte er auch in Sidney Lumets1) Kinoversion "Long
Day's Journey into Night"1) (1962) neben den Stars Katharine Hepburn (Mary Tyrone) und
Ralph Richardson (James Tyrone Sr.);
noch im gleichen Jahr wurde das gesamte Ensemble bei den "Internationalen
Filmfestspielen von Cannes 1962"1)
in den Kategorien "Bester
Darsteller"1) bzw. "Beste
Darstellerin"1) geehrt.
Robards verkörperte unter anderem in dem Biopic "Act One" (1963) über den erfolgreichen,
von George Hamilton1) dargestellten Broadway-Autor
Moss Hart1)
den Bühnen- und Drehbuchautor George S. Kaufman1) oder in "A Thousand Clowns"1) (1965,
"Tausend Clowns"), der Hollywood-Version von Herb Gardners1)
Bühnenkomödie "Tausend Clowns", den arbeitslosen TV-Drehbuchschreiber Murray Burns,
eine Rolle, mit der er zuvor am Broadway Triumphe gefeiert hatte. Bis Ende der 1960er Jahre folgten unter anderem der
melodramatische Western "A Big Hand for the Little Lady"1)
(1966, "Höchster Einsatz in Laredo"),
die Komödie "Divorce
American Style"1) (1967, "Scheidung auf
amerikanisch") oder mit "Hour of the Gun"1)
(1967, "Die fünf Geächteten") ein psychologischer Western von John Sturges
über die berühmt-berüchtigte Schießerei
am O. K. Corral1) im Jahre 1881 zwischen der Clanton-Bande und
Wyatt Earp1)
(James Garner), wo er die Rolle des tuberkulosekranken Spielers Doc Holliday1)
gestaltete, der dem Protagonisten Wyatt Earp im Kampf gegen den Outlaw Ike Clanton und dessen Spießgesellen unerschütterlich zur
Seite stand.
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"Die fünf Geächteten" ("Hour of the Gun"): Szenenfoto
mit Jason Robards:
als Doc Holliday1)
sowie Abbildung DVD-Cover
Mit freundlicher Genehmigung
von Pidax Film, welche den Western
am 23. April 2026 auf DVD herausbrachte
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In dem Gangsterfilm "The St. Valentine's Day Massacre"1)
(1967, "Chikago-Massaker") mimte er den berühmt-berüchtigten Gangster
Al Capone1),
für Sergio Leone1)
spielte er den geheimnisvollen Outlaw Cheyenne in dem Western-Klassiker "C'era una volta il
West"1) (1968, "Spiel mir das Lied vom
Tod"), für William Friedkin1)
den Raymond Paine in der Komödie "The Night They Raided Minsky's"3) (1968, "Die Nacht, als Minsky
aufflog") und für Karel Reisz1)
in dem aufwendigen Biopic "Isodora"1) (1968) über die Lebensgeschichte der
von Vanessa Redgrave
verkörperten Tänzerin Isadora Duncan1)
(1878 1927) den reichen Fabrikanten und Nähmaschinen-Erben Paris Singer (1867 1932),
der von 1910 bis 1913 der Lebensgefährte von Isadora Duncan war.
Auch in den 1970er Jahren blieb Robards ein vielgefragter Leinwanddarsteller,
obwohl seine Karriere 1972 fast beendet schien: Schwer verletzt überlebte
er einen Autounfall, zu dem es aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums
gekommen sein soll. Der Schauspieler erholte sich nur langsam und musste
auch einige Gesichtsoperationen über sich ergehen lassen. Oft
verlieh er amerikanischen Patriarchen, Personen der Zeitgeschichte
oder Western-Helden Kontur, so überzeugte er in Sam Peckinpahs1) tiefgründigem
Spätwestern "The Ballad of Cable Hogue"1)
(1970, "Abgerechnet wird zum Schluss")
mit der Rolle des vitalen Tramps und Goldsuchers Cable Hogue, der in
der Wüste eine Wasserstation baut. In Peckinpahs Spätwestern
"Pat
Garrett and Billy the Kid" (1973, "Pat Garrett jagt Billy the
Kid" mit James
Coburn als Sheriff Pat
Garrett1) und Kris
Kristofferson1) als Billy
the Kid1) war er der Rechtsanwalt,
General, Politiker und Schriftsteller Lew Wallace1), verkörperte
den Herausgeber der "Washington Post"1)
Ben Bradlee1) in
dem mehrfach ausgezeichneten Thriller "All the President's Men"1) (1976, "Die
Unbestechlichen"), gedreht von Alan J. Pakula1)
nach dem Buch "All the President's Men" über die Watergate-Affäre"1)
von Carl Bernstein1), dargestellt
von Dustin Hoffman,
und Bob Woodward1), dargestellt
von Robert Redford.
Bei der "Oscar"-Verleihung1)
am 28. März 1977 erhielt Robards die begehrte Trophäe in der Kategorie
"Bester Nebendarsteller", weiterhin William Goldman1)
für das "Beste adaptierte Drehbuch",
George Gaines1)
und George Jenkins1) für das "Beste
Szenenbild" sowie Rick Alexander1),
Les Fresholtz1),
Arthur Piantadosi1)
und James E. Webb1) in der Kategorie "Bester
Ton". Ein Jahr konnte er erneut einen "Nebendarsteller-Oscar"
entgegennehmen, diesmal für seine eindrucksvolle
Interpretation des Schriftstellers Dashiell Hammett1) in
Fred Zinnemanns1)
Drama "Julia"1) (1977) nach der autobiografischen Erzählung von
Lillian Hellman1)
mit Jane
Fonda1) als Lillian Hellman und
Vanessa
Redgrave als Julia. Für seine Rolle des spleenigen Erfinders, Produzenten und Millionärs
Howard Hughes1)
in der auf einer wahren Begebenheit basierenden Tragikomödie "Melvin and Howard"1) (1980)
erhielt er eine weitere Oscar-Nominierung als "Bester Nebendarsteller",
unterlag jedoch Timothy Hutton1) in "Eine
ganz normale Familie"1).
Überzeugend war auch seine Verkörperung des US-Präsidenten Ulysses S. Grant1) in
dem Western "The Legend of the Lone Ranger"1)
(1981, "Die Legende vom einsamen Ranger"), der allerdings
sowohl an den Kinokasse als auch bei den Kritikern floppte.
Ebenfalls nicht ganz so erfolgreich wie gedacht verlief seine anfängliche Besetzung
als exzentrischer Abenteurer und Opernliebhaber Brian Sweeney Fitzgerald in
Werner Herzogs1)
Abenteuer "Fitzgeraldo"1) (1982),
nach verschiedenen
Produktionskatastrophen gab Robards die Titelrolle an Klaus Kinski
ab. Bei Wikipedia kann man lesen: "Ursprünglich war Jack
Nicholson für die Titelrolle vorgesehen, der auch sehr interessiert
war, jedoch mit 5 Mio. US-Dollar eine für die Produktion viel zu hohe
Gagenforderung stellte. Schließlich wurde Jason Robards für die Rolle des
Fitzcarraldo verpflichtet, während Mick
Jagger1) dessen Gehilfen und Mario
Adorf den Kapitän spielen sollten. Der halbe Film wurde mit diesen drei
Schauspielern gedreht. Nachdem Robards die Dreharbeiten wegen einer
Krankheit hatte abbrechen müssen, über die viel spekuliert wurde, überlegte
Werner Herzog kurzzeitig, die Hauptrolle selbst zu spielen. Vorübergehend
stand der völlige Abbruch des Films zur Diskussion, auch die Finanziers
waren skeptisch. Jagger, der zuvor in Begleitung von Jerry
Hall1) in Südamerika gedreht hatte,
wollte zunächst weitermachen, musste dann aber wegen einer anstehenden
Welttournee der "Rolling
Stones"1) absagen. Adorf kehrte
angesichts der Unterbrechung der Dreharbeiten nach Europa zurück. Nachdem
er wochenlang nichts mehr von Herzog gehört hatte, hielt er das Projekt für
erledigt und ließ sich von Rainer
Werner Fassbinder1) für dessen Film
"Lola"1)
gewinnen. Schließlich wurde Kinski für die Hauptrolle engagiert, wobei die
Erstellung eines detaillierten Vertrags erforderlich war. Auch das Drehbuch
musste umgeschrieben werden, unter anderem wurde die für Jagger vorgesehene
Rolle des Gehilfen entfernt. Die Rolle des Kapitäns übernahm anstelle von
Adorf der Laiendarsteller Paul Hittscher, der sich als gebürtiger Hamburger
mit einem Restaurant in Peru niedergelassen hatte und zuvor lange Seemann
gewesen war." In dem Dokumentarfilm "Mein
liebster Feind" aus dem Jahre 1999 zeigte Herzog Szenen sowohl mit
Kinski als auch mit Robards als Fitzcarraldo.
Bis Ende der
1980er Jahre übernahm
Robards weitere interessante Rollen in Kinoproduktionen,
konzentrierte sich jedoch verstärkt auf die Arbeit vor der
Fernseh-Kamera und
stand vor allem wieder auf der Theaterbühne, wo er beispielsweise in
Stücken von Eugene O'Neill wie "Ah, Wilderness!" ("O Wildnis!"1)) brillierte. Dem
Kinopublikum blieb er jedoch mit altergerechten Figuren wie meist Vätern
oder Großvätern erhalten, in der Komödie "Max Dugan Returns"3)
(1983, "Max Dugans Moneten") beispielsweise
erfreute er das Publikum als der ehemalige Gauner Max, der nach 25 Jahren zu seiner Tochter Nora (Marsha Mason1))
zurückkehrte und für allerlei Turbulenzen sorgte. In dem spannenden Thriller
"Black
Rainbow"1) (1989, "Black Rainbow Schwarzer
Regenbogen") zeigte
Robards sich mit der Hauptrolle des Walter Travis, der mit Tochter Martha (Rosanna
Arquette1))
als Medium durch Amerikas Kleinstädte tingelte. In "Reunion"1)
(1989, "Der wiedergefundene Freund"), nach der
gleichnamigen Erzählung1) von Fred Uhlman1),
spielte er den älteren US-Anwalt Henry Strauss, der sich nach fast 60 Jahren in
Stuttgart auf die Suche nach einer verlorenen Freundschaft machte, in "Parenthood"1)
(1989, "Eine Wahnsinnsfamilie"), der chaotisch-witzigen Geschichte über eine
amerikanische Durchschnittsfamilie, mimte er das mürrische
Familienoberhaupt Frank Buckman, dem die ganze Sippschaft einschließlich
Sohn Gil (Steve Martin1)) plus Anhang ziemlich auf die Nerven
ging.
Zur Kino-Filmografie der 1990er Jahre gehörten unter anderem "The Adventures of Huck Finn" (1993, "Die Abenteuer von Huck Finn")
nach dem gleichnamigen Roman1)
von Mark Twain1) mit der Rolle des "Königs" und die dramatische Satire über das Leben im hektischen News-Geschäft
mit dem Titel "The Paper"1)
(1994, "Schlagzeilen"). Er zeigte sich in der Sportlerkomödie "Little Big League"1)
(1994, "Little Big Boss") und in der König-Lear-Variante "A Thousand Acres"1)
(1997, "Tausend Morgen"), weiterhin in dem melodramatischen Kleinstadt- und Naturdrama
"Heartwood"1) (1998, "Der Baumflüsterer"),
dem Action-Thriller "Enemy
of the State"1) (1998, "Der Staatsfeind Nr. 1") sowie
in dem Episodenfilm "Magnolia"1) (1999) mit
dem Part des todkranken Medienmoguls Earl Partridge zugleich Jason Robards letzter
Leinwandauftritt und "eine Rolle, die Parallelen zu seiner eigenen
schweren Erkrankung aufzeigte." vermerkt Wikipedia → Übersicht Kinofilme
(Auszug).
Das Fernsehen bot dem Charakterdarsteller vor allem seit Ende der 1970er Jahre
ein breites Betätigungsfeld, auch hier verkörperte er oft Patriarchen und
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. In dem Sechsteiler "Washington: Behind Closed
Doors"1) (1977, "Washington:
Hinter verschlossenen Türen") beispielsweise gab er als machthungriger
Präsident Richard Monckton
eine beeindruckende Charakterstudie des US-Präsidenten Richard Nixon1)
ab, in "F.D.R.: The Last Year" (1980) verkörperte er den schwer
kranken Präsidenten Franklin D. Roosevelt1), in "The Perfect Tribute" (1991,
"Im Schatten des Todes")
war er als US-Präsident Abraham Lincoln1) auf dem Bildschirm zu sehen, eine
Persönlichkeit, die er bereits 1964 in dem TV-Film "Abé Lincoln in Illinois"
nach dem Theaterstück von Robert E. Sherwood1) verkörpert hatte. In
der Dokumentations-Reihe "The
Civil War" (1990, "Civil War: Der amerikanische Bürgerkrieg"
stand er erneut als US-Präsident Ulysses S. Grant1)
vor der Kamera, in nachhaltiger Erinnerung bleibt auch seine Rolle des
vom Tode gezeichneten Dr. Oates, der sich in dem spektakulären, erfolgreichen
Anti-Kriegsfilm "The Day After"1)
(1983, "The Day After Der Tag danach") nach einer nuklearen Katastrophe in den Trümmern seiner Heimatstadt
wiederfindet.
1988 wurde Robards für seine Interpretation des Anwalts Henry Drummond
in dem Gerichtsfilm "Inherit the
Wind" ("Wer den Wind sät") nach dem Bühnenstück von Jerome Lawrence
und Robert E. Lee mit dem
"Emmy-Award"1)
als "Bester Schauspieler in einer Serie" ausgezeichnet; das Stück war bereits 1960 von
Stanley Kramer1) mit
Spencer Tracy
als Drummond verfilmt worden → "Wer den Wind sät" 1960).
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"Wer den Wind sät": Abbildung DVD-Cover sowie Szenenfoto
mit Jason Robards als Anwalt Henry Drummond, Kirk Douglas
spielte den Fundamentalisten Matthew Harrison Brady
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die
Produktion am 23.04.2021 auf DVD herausbrachte → fernsehserien.de.
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Vor allem Dokumentar- und Literaturverfilmungen schienen in den letzten
Jahren Robards Domäne zu sein, so übernahm er auch die Hauptrolle
des Schriftstellers Mark Twain1) in
"Mark Twain and Me" (1991, "Mein Freund Mark Twain"), der
liebevollen Verfilmung des autobiografischen Romans "Enchantment. A Little Girl's Friendship With Mark Twain" von
Dorothy Quick Mayer (1896 1962),
in der Johanna Spyri-Verfilmung "Heidi"1) (1993) mimte er den den griesgrämigen
"Alm-Öhi". Zu den letzten Fernseharbeiten des
Schauspielers zählten die Literaturverfilmung "My Antonia" (1995, "Wege der
Liebe") nach dem Roman "My Ántonia"1)
von Willa Cather1) mit der Rolle des
Großvaters Josea Burden, der Großvater
Marcus in "Journey"3)
(1995, "Journey Verlorene Erinnerungen" sowie
der kranke Vater Charles Barton in dem Drama "Going Home" (2000) → Übersicht TV-Produktionen
(Auszug).
Vielen unterschiedlichen, oft gegensätzlichen Figuren verlieh der
Schauspieler im Verlaufe seiner Karriere Kontur, das Spektrum seiner
Charakterrollen reicht von Komödien wie "Scheidung auf amerikanisch"1) (1967) über
Western wie Sergio Leones1)
Klassiker "Spiel mir das Lied vom Tod"1) (1968) bis hin zu Kriegsfilmen wie "Tora! Tora! Tora!"1) (1970); er
interpretierte den Brutus1) in
der Shakespeare-Adaption "Julius Caesar" (1970)
ebenso facettenreich wie den träumerischen Westernhelden in "Abgerechnet
wird zum Schluss"1) (1970)
oder den Gouverneur Lew Wallace in Sam Peckinpahs1) "Pat Garrett and Billy the Kid"1) (1973).
Der mehrfach ausgezeichnete Jason Robards erlag am 26. Dezember 2000 in
Bridgeport1) (Connecticut) im
Alter von 78 Jahren in einem Krankenhaus seinem langjährigen
Lungenkrebsleiden; die letzte Ruhe fand er auf dem "Oak Lawn Cemetery"
in Fairfield1).
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DER SPIEGEL schrieb unter anderem in einem kurzen Nachruf: "(
) in einem halben Hundert Filmen spielte er,
mit harten Gesichtszügen, die Männer, die innerlich zerrissen sind. (
) Mit seinem lässigen Flair machte er Nebenrollen
zu Hauptrollen und die Diva Lauren Bacall zu einer seiner vier Gattinnen."
Der Schauspieler hinterließ seine vierte Ehefrau Lois O'Connor (1936 2012), die er
1969 geheiratet und mit der er zwei gemeinsame Kinder hatte. In erster Ehe
war der Schauspieler von 1948 bis 1958 mit
Eleanor Pittman verheiratet gewesen; aus der Verbindung gingen drei Kinder
hervor, unter anderem der 1949 geborene Sohn Jason Robards III, der
ebenfalls Schauspieler wurde. 1959 ehelichte er die Schauspielerin
Rachel Taylor, diese Verbindung ging jedoch nach zwei Jahren in die
Brüche. Robards dritte Ehefrau wurde 1961 für acht Jahre die Hollywood-Schönheit und
Bogart-Witwe Lauren Bacall
(1924 2014), die ihm im gleichen Jahr Sohn Sam schenkte; auch
Sam Robards1) trat in die Fußstapfen seines Vaters bzw.
seiner Mutter und ergriff den Schauspielerberuf.
Jason Robards Anfang Dezember 1999 im
"John
F. Kennedy Center for the Performing Arts"1)
in Washington D.C.1) als Preisträger des
"Lifetime Contribution to Arts and Culture"
Urheber: John
Mathew Smith & celebrity-photos.com
Lizenz: CC
BY-SA 2.0 Deed
Quelle: Wikimedia
Commons von www.flickr.com
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Von Stephen Black erschien 2002 das Buch "Jason Robards Remembered"
mit Interviews und Essays des Schauspielers sowie dessen Erinnerungen an
sein bewegtes Leben. Seit 2002 wird zudem hm zu Ehren der "Jason Robards Award" verliehen, ein Theaterpreis
der "Roundabout Theatre Company" in New York; erster Preisträger war der Schauspieler
Christopher Plummer.
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