Fritz Wepper; Copyrigt Markus Tedeskino Fritz Wepper wurde am 17. August 1941 als Sohn des Juristen Friedrich Karl Wepper, der der seit Anfang 1945 als in Polen vermisst galt, in München geboren; er ist der ältere Bruder des ebenfalls beliebten und renommierten Schauspielers Elmar Wepper.
Schon mit neun Jahren wirkte Fritz Wepper in Kindersendungen des "Bayerischen Rundfunks"1) mit, verkörperte mit elf Jahren auf der Bühne des "Münchner Staatstheaters" den "Peter Pan"1). Später nahm er privaten Schauspielunterricht, spielte ab 1960 unter anderem an der "Kleinen Komödie"1) in München und steht seit 1984 wieder erfolgreich –  überwiegend mit Boulevard-Stücken – auf der Bühne.
1954 gab Wepper sein Leinwanddebüt mit einer kleinen Nebenrolle in dem Biopic "Sauerbruch – Das war sein Leben" an der Seite von Ewald Balser in der Titelrolle, im Verlaufe der Jahre folgten Auftritte in Kinderfilmen wie "Tischlein, deck dich"1) (1956) und "Rübezahl, der Herr der Berge"1) (1957) oder in Unterhaltungsstreifen wie "Heute blau und morgen blau"1) (1957) und "Der Pauker"1) (1958).
 
Foto mir freundlicher Genehmigung von Markus Tedeskino
© Markus Tedeskino (www.tedeskino.com)
Mit seiner Rolle des Jungen Mutz in Bernhard Wickis berühmtem und preisgekrönten Antikriegsfilm "Die Brücke"1) gelang dem damals 18-jährigen Fritz Wepper dann 1959 auch international der Durchbruch als Filmschauspieler. In den 1960ern agierte er in Filmen wie dem Drama "Question 7"1) (1961, "Frage Sieben"), Franz Peter Wirths Shakespeare-Adaption "Was Ihr wollt" (1962, TV) oder Rainer Erlers "Sonderurlaub" (1963, TV), wurde für seine Darstellung in dem Kriegsfilm "Kennwort… Reiher"1) (1964) mit dem " Filmband in Gold"1) als "Bester Nachwuchsschauspieler" ausgezeichnet. 1968 beispielsweise sah man ihn als Matrosen Hein Jungermann in "Der Arzt von St. Pauli"1) an der Seite von Curd Jürgens, in dem Wallace-Streifen "Der Mann mit dem Glasauge"1) mimte er ein Jahr später den reichen drogenabhängigen Bruce Sharringham sowie in "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins"1) den Till Schippmann. Er stand für internationale Kinoproduktionen wie Bob Fosses1) berühmtem Kino-Musical "Cabaret"1) (1972) vor der Kamera und mimte neben Liza Minelli, Michael York und Helmut Griem den jugendlichen Liebhaber Fritz Wendel, der aus Angst vor den Nazis seine jüdische Abstammung verleugnet. Weitere prägnante Leinwandrollen spielte Wepper unter anderem in den Produktionen "Nachbarn sind zum Ärgern da"1) (1970), "Schmetterlinge weinen nicht"1) (1970), "Wir hau'n die Pauker in die Pfanne"1) (1970) und "Sie nannten ihn Krambambuli"1) (1972). In Luc Bessons1) hochgelobtem französischen Kinofilm "Le dernier combat"1) ("Der letzte Kampf"), einer apokalyptischen Gangster- und Liebesgeschichte, übernahm er zuletzt 1983 als "Herrscher des Autofriedhofs" eine Leinwandrolle → Übersicht Kinofilme.

Seit Ende der 1960er Jahre ist Fritz Wepper in vielen Serien und Fernsehspielen auf dem Bildschirm präsent. Populär wurde er ab 1968 mit der Rolle des Kriminalhauptmeisters Harry Klein und Assistenten von Kommissar Keller alias Erik Ode in der legendären Serie "Der Kommissar". 1974 verließ Wepper das Ermittlerteam um Kommissar Keller, wechselte zu Oberinspektor "Derrick"1) ins Morddezernat und spielte fortan den "ewig Zweiten" an der Seite von Horst Tappert, bis dieser 1998 mit der Folge "Das Abschiedsgeschenk" in den wohlverdienten Ruhestand ging. Mit der Rolle des Derrick-Assistenten Harry Klein wurde auch Wepper zum "Kult", Sätze wie "Harry fahr schon mal den Wagen vor" (in Wirklichkeit nie in der Serie gesagt) wurden zum geflügelten Wort.

Horst Tappert und Fritz Wepper
Foto: © Rainer Binder
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Rainer Binder zur Verfügung gestellt. 
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Horst Tappert und Fritz wepper
In der animierten Persiflage "Derrick – Die Pflicht ruft"1), die am 1. April 2004 in die Kinos kam, spricht Wepper selbstverständlich die Rolle des Harry Klein. Der Film ist ein Comicstreifen, der den berühmten Kommissar wieder auferstehen lässt.
Fritz Wepper 01; Copyright Edmond Frederik Dass Fritz Wepper mehr als nur den ewigen Assistenten von "Derrick" zu bieten hatte, bewies und beweist der Schauspieler mit Rollen in zahllosen erfolgreichen TV-Spielen. Ab Mitte der 1990er Jahre trat er zusammen mit seinem Bruder Elmar für die beliebten Krimi-Reihe "Zwei Brüder"1) vor die Fernsehkamera: Fritz Wepper spielte den karrierebewussten, erfolgreichen Oberstaatsanwalt Christoph Thaler, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder und draufgängerischen Kriminalhauptkommissar Peter auf unkonventionelle Weise 16 Folgen lang so manchen kniffligen Fall löste. Man sah ihn in Fernsehkomödien wie "Drei in fremden Kissen" (1995) oder der Fortsetzung "Drei in fremden Betten" (1996), in der TV-Serie "Wir Königskinder" (1996) war er ebenso präsent wie in einigen "Traumschiff"-Folgen1). In der Krimikomödie "Die blaue Kanone" mimte er 1999 den "Chaos-Bullen" Harry Groß an der Seite von Ottfried Fischer1), in Hark Bohms zweiteiligem Doku-Drama "Vera Brühne"1) über die von Corinna Harfouch1) dargestellte Vera Brühne sah man ihn 2001 als Verteidiger Dr. Wallner sowie als Franz Krause in der Komödie "Zum Glück verrückt – Eine unschlagbare Familie".
  
 
Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik (Lizensiert)
Seit 2002 verkörperte Fritz Wepper in dem Quotenrenner "Um Himmels willen"1) hinreißend den machthungrigen, schlitzohrigen Bürgermeister Wolfgang Wöller, der den Nonnen in der beliebten ARD-Serie rund um das Kloster Kaltenthal und deren Bewohnerinnen das Leben schwer machte, anfangs mit Ordensschwester Lotte alias Jutta Speidel so manchen erbitterten, aber auch amüsanten "Strauß" ausfocht und dabei immer wieder ins Hintertreffen geriet – ganz in der Tradition von "Don Camillo und Peppone"1). Seit der sechsten Staffel1) muss er sich nun (nach dem Ausstieg von Jutta Speidel aus der Serie) mit der Nachfolgerin von Schwester Lotte, Schwester Hanna (Janina Hartwig1)) herumärgern, die dem Bürgermeister Wöller nicht minder Paroli bot. 2003 wurde Fritz Wepper mit dem "Deutschen Fernsehpreis"1) als "Bester Seriendarsteller" für diese glänzend gespielte Rolle in "Um Himmels Willen" ausgezeichnet. Kaum ging am 8. April 2008 die 7. Staffel1) der erfolgreichen ARD-Hauptabendserie in die letzte Runde, fiel zeitgleich die erste Klappe zu den Dreharbeiten 13 weiterer Folgen, die seit 17.2.2009 ausgestrahlt wurden. Am 23. Dezember 2008 ging überdies das schwungvolle Special in Spielfilmlänge "Weihnachten in Kaltenthal"1) auf Sendung; die 9. Staffel1) startete am 26. Januar 2010. Im Dezember 2009 begannen dann die Dreharbeiten für ein neues 90-minütiges Highlight der beliebten Serie "Um Himmels Willen" mit dem Titel "Weihnachten unter Palmen"1) (EA: 25.12.2010). Für dieses Special schipperte die Filmcrew auf dem Kreuzfahrtschiff "MSC Fantasia" durch sonnige Gefilde, gedreht wurde bis zum 8. Februar 2010 im Mittelmeer und im Atlantik zwischen Casablanca, Teneriffa und Genua – so manche vergnügliche Verwicklung trug auch diesmal zur Unterhaltung bei; seit 15. Februar 2011 lief die 10. Staffel1) dieses publikumswirksamen Dauerbrenners. Dass die Serie zu den Publikumsrennern zählte, zeigte sich bei der "Bambi"1)-Verleihung am 11. November 2010 in Potsdam: "Um Himmels Willen" wurde von den Zuschauern als "Beliebteste Fernsehserie" ausgewählt; Janina Hartwig und Fritz Wepper nahmen den Preis stellvertretend für das gesamte Filmteam in Empfang. Die Folgen einer 11. Staffel1) gelangte ab 10. Januar 2012 immer am Dienstags um 20.15 Uhr in der ARD zur Ausstrahlung und auch 2013 ging es mit dem Schlagabtausch zwischen dem geschäftstüchtigen Bürgermeister Wöller und der resolut-herzlichen Nonne Hanna weiter; die 12. Staffel1) startet am 8. Januar 2013. Zuvor hatte das ungleiche Paar in dem dritten Weihnachts-Special "Mission unmöglich"1) am 20. Dezember 2012 Turbulenzen unter Afrikas Sonne zu überstehen. Die etwas abstruse, in Nigeria spielende Geschichte ging jedoch wie immer für alle Beteiligten gut aus, zudem gab es ein Wiedersehen mit Wöllers ehemaligen Kontrahentin Schwester Lotte (Jutta Speidel), die ja bekanntermaßen nach der fünften Staffel die Serie verlassen hatte, um als Missionsschwester in Afrika Gutes zu tun.
Auch 2014 mussten die Zuschauer nicht auf die unterhaltsamen Geschichten aus Kaltenthal verzichten, am 4. März 2014 ging die 13. Staffel1) mit der Episode "Feuer unterm Dach" an den Start. Seit Jahren stand die Reihe in der Publikumsgunst ganz oben, gehörte 2012 zu den meistgesehenen TV-Serien in Deutschland. 2014 gab es zudem ein neuerliches Weihnachts-Special, "Das Wunder von Fatima"1) hieß die Geschichte, welche am 25. Dezember 2014 gesendet wurde → tittelbach.tv. Am 6. Januar 2015 begann dann die 14. Staffel1) mit der Episode "Schwein gehabt" bzw. weiteren Folgen. Die Akzeptanz der Serie blieb ungebrochen, 2016 gingen Geschichten in bewährter Manier in eine neue Runde bzw. der turbulente Kleinkrieg zwischen Ordensschwestern und Bürgermeister Wöller weiter. Die erste Episode der 15. Staffel1) mit dem Titel "Ein Mann zu viel" konnten sich die Zuschauer am 19. Januar 2016 zu Gemüte führen, am 2. Mai 2017 startete die 16. Staffel1) mit 13 Folgen, am 9. Januar 2018 Staffel 171), am 26. März 2019 Staffel 181) und am 7. Januar 2020 die inzwischen 19. Staffel1). Bereits Ende November 2020 gab die ARD bekannt, dass die beliebte Serie mit der 20. Staffel1) beendet werde. So mussten die Zuschauer/-innen nach 19 Jahren ab 30. März 2021 von dem im Dauerclinch mit den Nonnen liegenden Bürgermeister Wöller aber auch den anderen liebgewonnenen Serienfiguren Abschied nehmen   → www.daserste.de sowie Episodenliste bei fernsehserien.de.
  
Außerdem übernahm Wepper die Rolle des Bürgermeisters Oskar Lindner in der turbulenten Komödie "Hochwürden wird Papa" (2002) mit Hans Clarin in der Titelrolle und glänzte Anfang 2004 als der in die Jahre gekommene "Berufs-Knacki" Henry Malek in dem heiteren Liebesfilm "Männer im gefährlichen Alter"1), an der Seite von Jörg Schüttauf1) und Friedrich von Thun. Im Sommer des gleichen Jahr mimte er hinreißend den "Gauner Gottes"1), hier konnte er in der Verkleidung eines Mönches als "Bruder Johannes" neben Saskia Vester1) und Peter Sattmann einmal mehr alle Facetten seines komödiantischen Talents unter Beweis stellen. Ebenso überzeugend spielte er Ende 2004 in der Weihnachtskomödie "Ein Engel namens Hans-Dieter"1) den Inhaber einer Scherzartikelfabrik Hans-Dieter Anhäuser, der anfangs ein rechtes Ekel ist. Durch einen Unfall fällt er ins Koma und erfährt im Traum, was alle wirklich von ihm halten. Ein geläuterter Hans-Dieter wacht im Krankenhaus auf und beginnt fieberhaft, seiner Familie Gutes zu tun – oder was er dafür hält…
Eine Paraderolle, ganz in bewährter Wepper-Manier, war Ende 2005 die Rolle des grantigen Richters Heinrich Grievenbeck, der in der kurzweiligen Komödie "Nicht ohne meinen Schwiegervater"1) als eifersüchtiger Vater auftrat und für mancherlei Turbulenzen sorgte, bis seine Tochter Sarah (Julia Stinshoff1)) endlich ihrem Ulf (Janek Rieke1)) das Ja-Wort geben konnte. Mitte Dezember 2006 fand die Geschichte mit "Nicht ohne meine Schwiegereltern"1) eine nicht minder chaotische Fortsetzung.

Im November 2006 gab Wepper in Peter Sämanns modernem Märchen "Kurhotel Alpenglück"2) vor einer traumhaften Kulisse den eiskalten und berechnenden Wirtschaftsanwalt Richard Steiner, der aufgrund einer ungewöhnlichen Erbschaft zum netten und menschlichen Direktor eines Alpenhotels mutierte. Wieder mal eine Rolle, die Wepper auf den Leib geschneidert war, ebenso wie die Figur des schrulligen, egozentrischen Zynikers Robert Lahnstein, der in Joseph Vilsmaiers1), Mitte Dezember 2006 in der ARD ausgestrahlten tragikomischen Geschichte "Das Weihnachts-Ekel"1) durch die schicksalhafte Begegnung mit anderen Menschen in einer Scheune zu sich selbst und zu seiner Familie zurückfindet → tittelbach.tv.
 

Szenenfoto "Kurhotel Alpenglück" mit Michaela May1)
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© Ziegler Film GmbH & Co. KG

Szenenfoto "Kurhotel Alpenglück" mit Michaela May
Fritz Wepper gehört zu den quotenträchtigen Schauspielern, die den Zuschauer immer wieder vor den Fernseher locken und als Garant für unterhaltsame 90 Minuten stehen. So auch im beginnenden Jahr 2007, wo Wepper als erfahrener Polizei-Psychiater Wendelin Winter in dem humorigen, nicht ganz ernst zu nehmenden Krimi "Mord in bester Gesellschaft"1) Ende Februar vor der Kulisse Gran Canarias ein neues Abenteuer bestehen musste. Unterstützt wurde er hierbei von Tochter Sophie1), die als Filmtochter Alexandra gemeinsam mit Filmvater Winter in einen Mordkomplott verwickelt wurde. Mitte Februar 2008 wechselte das Vater-Tochter-Duo in der Episode "Der Tote im Elchwald"2) die Kulisse, diesmal gingen beide auf dem schwedischen Landgut des Werftbesitzers Gunnar Larson (Miguel Herz-Kestranek1)) auf Mörderjagd. Fortgesetzt wurden die humorigen Krimis um das pfiffige Gespann Fritz und Sophie Wepper am 25. Oktober 2008 mit "Die Nächte des Herrn Senators", angesiedelt in der "feinen" Gesellschaft Hamburgs. Am 15. Januar 2009 folgte "Der süße Duft des Bösen", in dem es um den Tod eines ungetreuen Feinkosthändlers bzw. Lebemanns der Münchner Schickeria ging. In der fünften Folge blickten Fritz und Sophie Wepper am 4. Januar 2010 in "Das eitle Gesicht des Todes"2) und hatten den Mord an zwei betuchten Damen der Starnberger Schickimicki-Gesellschaft im Umfeld eines Schönheitschirurgen (Erol Sander1)) aufzuklären. Die spannende Story "Alles Böse zum Hochzeitstag"1) folgte am 14. Januar 2010, in der siebten Episode suchten Fritz und Sophie Wepper am 6. Januar 2011 diesmal in Berlin "Die Lüge hinter der Wahrheit". In "Das Ende vom Lied" (EA: 31.03.2011) ging es erneut um zwei brisante Morde im Dunstkreis eines abgehalfterten Schlagerstars (Max Volkert Martens1)), in "Der Fluch der bösen Tat" (EA: 24.09.2011) wurde Wendelin Winter mit dem mysteriösen Ableben bzw. der dunklen Vergangenheit seines einstigen Doktorvaters Prof. Silberberg (Dietrich Mattausch) konfrontiert. Die Dreharbeiten zu der 10. Geschichte "Der Tod der Sünde"1) begannen am 18. August 2011, zur Ausstrahlung gelangte der Film am 25. Februar 2012 → mehr bei presseportal.de. Mit "In Teufels Küche"2) (EA: 12.12.2013) wurde ein weiterer Fall ausgestrahlt, in dem es um den in Schwierigkeiten steckenden prominenten, zwielichtigen Gastronom bzw. Fernsehkoch Max Loderer (Hans Sigl1)) ging, der schließlich in seiner Küche erschlagen aufgefunden wird → tittelbach.tv.
Fritz Wepper 02; Copyright Edmond Frederik In der 12. Geschichte mit dem Titel "Die Täuschung" (EA: 15.01.2015) kümmerte sich Dr. Winter um den introvertierten Josef Stürzelmeyer (Anian Zollner1)), dessen wesentlich ältere, wohlhabende Lebensgefährtin ermordet aufgefunden wurde. Schon einmal wurde er als Frauenmörder zu 13 Jahren Haft verurteilt, lediglich Winter bezweifelte damals in seinem Gutachten dessen Schuld. Bei der Suche der Polizei nach dem Mörder waren Dr. Winter und Tochter Alexandra Kommissar Becker (Wayne Carpendale1)) immer einen Schritt voraus … "Dank des Zusammenspiels aus Bildern und Musik ist der Film mitunter sogar eher Thriller als Krimi; nie war die Reihe so spannend wie zum fesselnden Finale, als Winter und Becker den Mörder in der Kanalisation jagen." vermerkt tittelbach.tv. Weiter ging es mit der spannenden Episode "Das Scheusal" (EA: 11.06.2015), in der Wendelins Tochter Alexandra ein Porträt über den im Hochsicherheitsgefängnis rund um die Uhr bewachten unberechenbaren Psychopathen und Serienmörder Gerd Granitzka (Felix Vörtler1)), genannt "das Scheusal", schreiben sollte. "Mit der heiteren Leichtigkeit der früheren Fälle, als "Mord in bester Gesellschaft" bestenfalls amüsanter Zeitvertreib war, hat der raffiniert konstruierte Krimi "Das Scheusal" nichts mehr zu tun: Als er die Taten eines verurteilten Serienmörders rekonstruiert, stößt Psychiater Wendelin Winter (Fritz Wepper) auf Ungereimtheiten und landet selbst in der Psychiatrie." notiert Tilmann P. Gangloff1) bei tittelbach.tv
  
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik (Lizensiert)
Der vorletzte 14. Fall hieß dann "Bitteres Erbe" (EA: 10.12.2015) und handelte von der Suche nach dem Mörder eines Unternehmers. Hier waren "Dr. Wendelin Winters psychologische Erfahrung und sein untrüglicher Instinkt einmal mehr der Schlüssel für einen schwierigen Fall. Während die Hauptverdächtige selbst ohne Erinnerung ist, kann Winter alias Fritz Wepper durch die genaue Beobachtung seiner labilen Patientin deren Unschuld beweisen. Sinja Dieks1) verkörpert die tablettensüchtige Tochter des Ermordeten mit einer Mischung aus zarter Verletzlichkeit und Eiseskälte." schrieb unter anderem die ARD →  tittelbach.tv. Nach 10 Jahren und 15 Folgen verabschiedete sich der kriminalisierende Psychiater Wendelin Winter, aber auch dessen Tochter Alexandra vom Publikum, "Winters letzter Fall" hieß die Story, welche am 20. April 2017 über die Bildschirme flimmerte. Diesmal stand ein kleiner, traumatisierter Junge im Mittelpunkt des Geschehens, der den Mord an seinem, Vater beobachtet hat → tittelbach.tv sowie alle Folgen bei fernsehserien.de.
  
Unterhaltsam war auch die Ende Mai 2007 ganz auf den Protagonisten Wepper zugeschnittene Komödie "Ein unverbesserlicher Dickkopf"1), in der er als verwitweter Balthasar Pelkofer brillierte, der sich wegen der übermächtigen Konkurrenz schweren Herzens von seinem Gartencenter trennen und sein Leben nach dem Konkurs des Betriebes ganz neu ordnen muss. Wieder einmal wandelte sich Wepper im Verlauf der Geschichte mit dieser Figur vom grantigen, egozentrischen Ekel zum liebenswürdigen Mann mit Herz, der durch die persönliche Niederlage auch wieder seiner viele Jahre vernachlässigten Tochter (Jasmin Schwiers1)) emotional näher kommt.
Seit 9. Oktober 2008 war Fritz Wepper "Unser Mann im Süden" und zeigte sich in der vorerst auf vier Folgen ausgelegten humorigen ZDF-Mini-Serie als unkonventioneller Honorarkonsul Heinrich Hammerstein, der deutschen Urlaubern auf der Ferieninsel Gran Canaria bei ihren größeren und kleineren Problemen zur Seite steht. Eigentlich wollte Hammerstein ja an der Seite seiner charmanten Ehefrau Karin (Michaela May1)) nach einem arbeitsreichen Leben mehr seine Freizeit genießen, doch der nette Plan geht nicht auf und so wird der "Unruheständler" jedes Mal in kriminelle Machenschaften verwickelt → fernsehserien.de.
Ein turbulenter Spaß rund um den Jugendwahn war Mitte Dezember 2008 die ZDF-Komödie "Alter vor Schönheit"1) mit einem blendend aufgelegten Wepper als Reinhard Waltz, Chef einer finanziell angeschlagenen Werbeagentur, der sich trotz des fortgeschrittenen Alters gerne mit attraktiven jungen Models umgibt – ganz im Stil von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner1). Als dann eine reifere Frau in Gestalt der scharfsinnigen Journalistin Vera Lichtenberg (Rita Russek1)) in sein Leben tritt, entdeckt der alternde Weiberheld eine bisher unbekannte Seite an sich und erliegt dem Charme der bodenständigen Reporterin, die dem "Ekelpaket" Waltz herrlich bissig die Stirn bietet. Regisseur Thomas Nennstiel1) ("Die Masche mit der Liebe") nimmt hier gekonnt die Werbebranche und deren Jugendwahn auf den Arm, präsentiert von seinem brillant aufgelegten Hauptdarsteller Fritz Wepper, der hier endlich einmal zeigen kann, welch großes schauspielerisches Potential in ihm brach liegt, wenn er in 08/15-Serienrollen zu sehen ist. Drehbuchautor Stefan Rogall1) ("Copacabana"2)) hatte offensichtlich eine Menge Spaß beim Schreiben. Rogall war es auch, der Wepper bereits die dankbare Rolle in der Komödie "Nicht ohne meinen Schwiegervater"2) auf den Leib schrieb. (Quelle: prisma.de)
 

Szenenfoto aus "Alter vor Schönheit"
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
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Fritz Wepper: Szenenfoto aus "Alter vor Schönheit"; Copyright Edmond Frederik
Freuen durfte man sich sicherlich auf die amüsante Geschichte "Baby frei Haus"2), welche die ARD am 23.12.2009 mit Wepper in der Hauptrolle ausstrahlte. Diesmal war er der Bademeister Kurt Schollwer, einst ein gefeierter und erfolgreicher Schwimmer. Als seinem (ungeliebten) Freund und Nachbarn, dem attraktiven Starfotografen Christoph Baumgartner (Francis Fulton-Smith1)), eines Tages ein Baby vor die Tür gelegt wird, ist auch Schollwer plötzlich als Ersatzpapa gefragt und muss sich mit seinem Intimfeind Baumgartner zusammenraufen. Ein herrliches Vergnügen war am 25. Mai 2010 die Gesellschaftskomödie "Gräfliches Roulette"2), in der Wepper als bankrotter, menschenscheuer Graf Emanuel und Leonard Lansink1) als Selfmade-Millionär Otto Meier ein ungleiches Gespann abgaben – für beide Mimen waren es Paraderollen: Der ehrwürdige Emanuel Bernau von Roth, Graf zu Trips, lebt zwar auf einem herrschaftlichen Schloss, ist aber hoffnungslos verarmt. Um seinen gediegenen Lebensstil aufrecht erhalten zu können, lässt er sich von einer guten Freundin (Anja Schüte1)) dazu überreden, den neureichen Selfmade-Millionär Otto Meier und dessen Familie zu adoptieren. Von dem ungewöhnlichen Geschäft würden beide Seiten profitieren: Mit einem Adelstitel kämen Otto und seine Familie endlich zu der ersehnten gesellschaftlichen Anerkennung, während Emanuel sich über die Deckung seines Bankkontos keine Sorgen mehr machen müsste. Zunächst prallen in dem menschenscheuen Grafen und dem schrillen Meier-Clan Welten aufeinander – bis ein gemeinsamer Gegner die ungleiche "Adoptiv-Familie" fest zusammenschweißt … (Quelle: prisma.de; siehe auch tittelbach.tv
An weiterer Arbeit für das Fernsehen ist die für das ZDF produzierte humorige Geschichte "Vater aus heiterem Himmel"2) mit Wepper in der Hauptrolle des selbstgerechten, ungeliebten Staatsanwalts Dr. Martin Rogalla zu nennen. Der eingefleischte Junggeselle wird plötzlich mit einer ihm unbekannten 15-jährigen Tochter konfrontiert, die sein geordnetes Leben völlig auf den Kopf stellt und den pedantischen Mann von einer Katastrophe in die andere schlittern lässt: Keiner kann ihn leiden. Wenn er durch den Flur des Amtsgerichts geht, fliegen die Türen zu. Dr. Martin Rogalla (Fritz Wepper), Staatsanwalt in Potsdam, ist "Das lächelnde Fallbeil". Selbstgerecht, listig, penetrant, aber auch kompetent bis zur Unerbittlichkeit. Rogalla ist überzeugter Junggeselle, Kinder sind ihm ein Gräuel.3) Mitte Juli 2010 hatten die Dreharbeiten zu der ZDF-Komödie in Potsdam begonnen, gesendet wurde die Story mit den für den Protagonisten mitunter tragischen Zügen am 24. Oktober 2010 → mehr bei presseportal.de.
Danach stand Wepper für die Krimikomödie "Lindburgs Fall"4) vor der Kamera. Die erste Klappe zu dem unter anderem mit Francis Fulton-Smith, Barbara Schöneberger1), Saskia Vester1), Elisabeth Lanz1) und Bernd Michael Lade1) prominent besetzten ARD-Produktion fiel am 17. Februar 2011, Wepper spielte einen ausrangierten, überheblichen TV-Kommissar, der Zeuge eines Mordfalls wird und daraufhin auf eigene Faust ermittelt. Zwei Tage nach Weppers 70. Geburtstag kamen die Zuschauer dann am 19. August 2011 in den Genuss dieser ironisch-witzigen Geschichte, "Regisseurin Franziska Meyer Price1) zeigt in ihrer spaßigen Krimikomödie mit guter Besetzung einen Fritz Wepper, der gekonnt das eigene Image persifliert." meint prisma.de.
In den weißen Kittel des galanten Wiener Promi-Arztes Dr. Anton "Toni" Bucher schlüpfte Wepper in der (vorhersehbaren) ARD-Komödie "Alles außer Liebe"2) (EA: 06.12.2012), der über Umwege und so manche turbulente Eifersüchteleien sein Glück mit der attraktiven, selbstbewussten Kochbuchautorin Julia Langer (Gila von Weitershausen) fand, nachdem er seine Romanze mit der wesentlich jüngeren Emma (Eva-Maria Grein von Friedl) beendete → Übersicht TV-Produktionen.
 
Im Laufe seiner langen Film-Karriere kann Fritz Wepper auf zahlreiche Auszeichnungen zurückblicken: Neben dem erwähnten "Filmband in Gold"1) erhielt er insgesamt sechs "Bambis"1): 1970, 1971, 1972 und 1975 gemeinsam mit seinen Kollegen für "Der Kommissar" in der Kategorie "Beliebteste/Beste Fernsehserie", 1990 einen so genannten "Mini-Bambi" und 2010 gemeinsam mit Janina Hartwig1) den "Publikums-Bambi" für "Um Himmels Willen".
Fritz Wepper, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Copyright Christian Behring Eine "Goldene Kamera"1) (1980) konnte Wepper in der Kategorie "Teamkamera" für seine 157 Assistentenrollen in "Derrick" entgegennehmen, 1990 wurde er mit der "Romy"1) als "Beliebtester Nebendarsteller" geehrt, 2002 mit der "Goldenen Europa"1) und 2003 mit dem "Deutschen Fernsehpreis"1) als "Bester Schauspieler in einer Hauptrolle" – Serie für "Um Himmels Willen". Am 16. Januar 2004 erhielt er aus den Händen seines Bruders Elmar den "Karl-Valentin-Orden"1), der von der Münchner Faschingsgesellschaft "Narhalla" gestiftet wird; Wepper ist der 32. Ordensträger und Nachfolger von Alfred Biolek1). Zur Begründung der Ehrung hieß es, dass Wepper in der ARD-Fernsehserie "Um Himmels Willen" sein ganzes komödiantisches Können als Bürgermeister Wöller entfaltet habe.
 
Fritz Wepper, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008
(Deutscher Filmpreis 20081)) am 25. April 2008 in Berlin
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Eine weitere Ehrung für seinen Dauereinsatz in "Um Himmels Willen" war 2006 der "Bayerische Fernsehpreis"1) in der Kategorie "Bester Seriendarsteller" sowie 2010 erneut zusammen mit Janina Hartwig die "Goldene Henne"1) in der Sparte "Leserpreis Schauspiel". Als am 24. Mai 2019 die 31. Verleihung des "Bayerischen Fernsehpreises" im Münchner "Prinzregententheater" vom "BR Fernsehen"1) ausgestrahlt wurde, konnten auch die Fernsehzuschauer/innen erleben, wie die Brüder Fritz und Elmar Wepper im Rahmen einer festlichen TV-Gala mit dem "Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden. Ministerpräsident Dr.  Markus Söder1) würdigte die prägenden Leistungen der Gebrüder Wepper in Film- und Fernsehen. "Fritz und Elmar Wepper stehen seit über 60 Jahren für den deutschen Film wie kein anderes Brüderpaar", sagte der Ministerpräsident. "Viele von uns sind mit den Krimiserien "Der Kommissar", "Derrick" und "Polizeiinspektion 1" aufgewachsen, die heute Kultstatus haben. Mit der Serie "Um Himmels Willen" und Doris Dörries Film "Kirschblüten – Hanami"1) begeistern sie Millionen und beweisen ihre Vielseitigkeit. Bei ihren Auftritten haben Fritz und Elmar Wepper immer wieder ihrer bayerischen Heimat ein liebevolles Denkmal gesetzt. Als authentische Botschafter Bayerns sind sie ihren Wurzeln immer treu verbunden und verkörpern die enorme Bandbreite unseres Freistaats", so Söder weiter. (Quelle: www.bayern.de) Bereits am 5. Februar 2019 hatte Fritz Wepper einen "Lebenswerk"-Preis erhalten und war kurz vor Eröffnung der "Berlinale 2019"1) im "Wintergarten"1) anlässlich der Verleihung der jährlichen "Askania Awards"1) mit dem "Askania Lebenswerk Award" geehrt worden → Auszeichnungen bei Wikipedia.
 
Der beliebte Schauspieler Fritz Wepper war seit 1979 mit der Prinzessin Angela von Hohenzollern verheiratet und lebte in München; aus der Verbindung ging die 1981 geborene Tochter Sophie Wepper1) hervor, die sich inzwischen auch einen Namen als erfolgreiche Schauspielerin gemacht hat. Weppers Ehefrau Angela stammte aus der ostpreußischen Familie von Morgen und war in erster Ehe (1968 – 1973) mit Prinz Ferfried von Hohenzollern1) verheiratet gewesen und brachte aus dieser Verbindung zwei Kinder, Valerie Alexandra (geb. 1969) und Stephanie (geb. 1971), mit in die Ehe.
Seit Sommer 2009 sah man die wesentlich jüngere Kamerafrau, Regisseurin, Produzentin und Schauspielerin Susanne Kellermann1) vermehrt an Weppers Seite, am 30. Dezember 2011 erblickte die gemeinsame Tochter Filippa das Licht der Welt. Anfang Mai 2012 ging durch die Medien, dass Susanne Kellermann und Fritz Wepper ihre Beziehung beendet hätten, inzwischen sei er zu seiner Ehefrau zurückgekehrt. Wie die Presse berichtete starb Angela Wepper überraschend am 11. Januar 2019 im Alter von 76 Jahren an einer Hirnblutung → focus.de.
Wie die Presse im Mai 2021 meldete, sei Wepper inzwischen mit Susanne Kellermann verheiratet und lebe mit ihr und der gemeinsamen Tochter in Gmund am Tegernsee1). Weiterhin wurde im Februar 2021 bekannt, dass der Schauspieler an Hautkrebs, der Metastasen gebildet hatte, erkrankt sei. Im März 2021 unterzog er sich einer Not-OP wegen eines Tumors im Bauchraum.
Textbausteine des Kurzportraits von prisma.de
Siehe auch Wikipedia
Fremde Links: 1)  Wikipedia, 2) prisma.de, 4) tittelbach.tv
3) Quelle: prisma.de
Stand: Mai 2021
   
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Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, Die Krimihomepage, fernsehserien.de,
deutsches-filmhaus.de,  prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
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