Theater / Filmografie / Hörspiel
Portrait der Schauspielein Maria Wimmer 1948 mit der Titelrolle in "Iphigenie auf  Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe am Hamburger "Deutschen Schauspielhaus", fotografiert von Gerd Mingram1) (1910–2001), genannt Germin; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_ger-pos_0000749); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Germin; Datierung: 1948; Quelle: www.deutschefotothek.de Maria Wimmer wurde am 27. Januar 1911 als Tochter des Baurats Max Wimmer und dessen Frau Helene in Dresden1) geboren. Sie besuchte das Gymnasium und noch vor ihrem Schulabschluss bewarb sie sich an der Schauspielschule in Leipzig1). Ihre Eltern gaben die Einwilligung zu einem Beruf als Schauspielerin jedoch erst, als Maria Wimmer ihr Abitur gemacht hatte und Anfang der 1930er Jahre schloss sie die Ausbildung in Leipzig erfolgreich ab. Ihr Bühnendebüt gab die junge Schauspielerin zur Spielzeit 1930/31 am "Alten Theater" in Leipzig, ging dann an das "Stadttheater" in Stettin1), wo sie unter anderem mit der Rolle der Marei in dem Drama "Florian Geyer"1) von Gerhart Hauptmann1) Aufmerksamkeit erregte. Ein weiteres Engagement führte sie zur Spielzeit 1933/34 an das "Schauspielhaus"1) in Frankfurt am Main, wo sie bis 1937 wirkte. Anschließend ging sie für zehn Jahre nach Hamburg an das "Deutsche Schauspielhaus"1), wechselte 1947 nach München zunächst an das "Bayerische Staatsschauspiel" und wirkte dann ab der Spielzeit 1948/49 an den dortigen "Kammerspielen"1). Seit 1957 arbeitete Maria Wimmer als freischaffende Schauspielerin, gab beispielsweise Gastspiele am "Schauspielhaus Zürich"1), am "Düsseldorfer Schauspielhaus"1), am Wiener "Burgtheater"1) sowie in Berlin am "Theater am Kurfürstendamm"1), am "Schillertheater"1) oder am "Renaissance-Theater"1).
Während ihrer Laufbahn als Theaterschauspielerin hatte sie sich schnell einen Namen als eine der herausragendsten Heroinen des deutschen Theaters und Meisterin im dämonischen Fach gemacht und noch heute gilt Maria Wimmer als begnadetste Tragödin der vergangenen Jahrzehnte.
   
Portrait der Schauspielein Maria Wimmer 1948 mit der Titelrolle der
der Iphigenie1) in
"Iphigenie auf Tauris"1) von Johann Wolfgang von Goethe1)
am Hamburger "Deutschen Schauspielhaus" (Regie: Gerhard Bünte),
fotografiert von Gerd Mingram1) (1910–2001), genannt Germin
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_ger-pos_0000749)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Germin; Datierung: 1948;
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Zu Beginn ihrer Karriere brillierte die wandlungsfähige Schauspielerin überwiegend mit klassischen Rollen, begeisterte beispielsweise als Gretchen in Goethes "Faust"1), mit den Titelrollen in dessen "Stella"1) sowie "Iphigenie auf Tauris"1). Die "Iphigenie" zählt zu einer ihrer "Lebensrollen", die sie mehr als 20 Jahre lang in 12 verschiedenen Inszenierungen, unter anderem in Hamburg, München, bei den "Ruhrfestspielen"1) in Recklinghausen (1956, 1957), in Düsseldorf oder bei zahlreichen Gastengagements überwältigend darstellte. Sie war die Titelheldin in Schillers "Maria Stuart"1), in Sophokles' "Antigone"1) oder in der antiken Medea-Tragödie1) des Euripides, beeindruckte als Elisabeth von Valois in Schillers "Don Karlos"1) ebenso wie als Lady Macbeth in der Shakespeare-Tragödie "Macbeth"1).
Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte Maria Wimmer ihr Repertoire auch um Rollen in Stücken der Moderne bzw. zeitgenössischer Autoren, glänzte beispielsweise als Elizabeth Proctor in der deutschen Erstaufführung des Stücks "Hexenjagd"1) von Arthur Miller1), als Lavinia in T. S. Eliots1) "Die Cocktail Party" oder als Helena ;Marowa, Geliebte des Kammersängers Gerardo, in "Der Kammersänger"1) von Frank Wedekind1)
 

Portrait der Schauspielein Maria Wimmer 1947 als Beatrice
in der Komödie "Viel Lärm um nichts"1) von William Shakespeare1)
am Hamburger "Deutschen Schauspielhaus" (Regie: Paul Mundorf1)),
fotografiert von Gerd Mingram1) (1910–2001), genannt Germin
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_ger-pos_0000769)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Germin; Datierung: 1947;
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Portrait der Schauspielein Maria Wimmer 1947 als Beatrice in der Komödie "Viel Lärm um nichts" von William Shakespeare am Hamburger "Deutschen Schauspielhaus" (Regie: Paul Mundorf), fotografiert von Gerd Mingram (1910–2001), genannt Germin; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_ger-pos_0000769); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Germin; Datierung: 1947; Quelle: www.deutschefotothek.de
Sie gab die Alice "Totentanz"2) von August Strindberg1) (1958, "Düsseldorfer Schauspielhaus", Regie: Leo Mittler1)), mehrfach die Christine (Klytämnestra1)) in "Trauer muss Elektra tragen"1) von Eugene O'Neill1) oder die Agnes in "Empfindliches Gleichgewicht"2) von Edward Albee1) – um nur einige ihrer herausragenden Bühneninterpretationen zu nennen.
Maria Wimmer 1981; Copyright Werner Bethsold

Umjubelt wurde Maria Wimmer in Düsseldorf als Winnie in dem Schauspiel "Glückliche Tage"1) (1962/63) von Samuel Beckett1) und als Frau John in der Tragikomödie "Die Ratten"1) (1962(63( von Gerhart Hauptmann1) oder in Hamburg als die morphiumsüchtige Mutter Mary Tyrone in dem von Rudolf Noelte1) in Szene gesetzten Drama "Eines langen Tages Reise in die Nacht"1) (1975) von Eugene O'Neill1) mit Will Quadflieg als der geizige Vater James Tyrone, Uwe Friedrichsen als der trinkende Sohn Jamie und Gerd Böckmann als der kranke Sohn Edmund. Am Berliner "Renaissance-Theater"1) begeisterte sie als die Frau von Stein1) in "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe"1) (1977/78) von Peter Hacks1) in einer Inszenierung von Klaus Emmerich1) oder ab 1984 in München an den "Kammerspielen" in der deutschen Erstaufführung von Marty Martins Monolog "Gertrude Stein, Gertrude Stein, Gertrude Stein", ebenfalls unter der Regie von Klaus Emmerich.
 
Foto zur Verfügung gestellt von Werner Bethsold1) (1925 – 2019)
Das Foto entstand 1981 während einer Hörspielproduktion.
 © Werner Bethsold

An den "Münchner Kammerspielen" trat sie zur Spielzeit 1989/90 unter der Regie von Christian Pade1) als die alte Mutter Regina in "Regina Madre"3) ("Königin Mutter") von Manlio Santanelli auf, gestaltete die Figur der "Sie" in der Uraufführung des Stücks in "Nur wir"3) von Ulla Berkéwicz1) (Regie: Urs Troller1), Premiere: 19.04.1991). Bei den "Salzburger Festspielen"1) feierte sie 1993 Triumphe als Volumnia, Mutter des von Bruno Ganz dargestellten Titelhelden Gnaeus Marcius Coriolanus1), in Deborah Warners1) Inszenierung der Shakespeare-Tragödie "Coriolanus"1) – zugleich eine ihrer letzten großen Bühnenauftritte → Übersicht (Auszug) Wirken am Theater.
Maria Wimmer arbeitete mit so bedeutenden Regisseuren wie Fritz Kortner (1892 – 1970), Oscar Fritz Schuh1) (1904 – 1984), Giorgio Strehler1) (1921 – 1997), Karl Heinz Stroux1) (1908 – 1985) oder Hans Schweikart1) (1895 – 1975) zusammen und wurde für ihre herausragenden darstellerischen Leistungen mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.
So beispielsweise im Mai 1961 mit dem "Louise Dumont Topas"1) durch den damaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. h.c. Fritz Vomfelde1), 1967 mit dem "Tilla-Durieux-Schmuck"1), der ihr für zehn Jahre als hervorragendste Vertreterin der deutschen Schauspielkunst von Schauspielerin Tilla Durieux (1880 – 1971) selbst übergeben wurde. Gemeinsam mit dem großen Schauspieler Bernhard Minetti (1905 – 1998) erhielt sie 1970 den "Kulturpreis des Deutschen Gewerkschafts-Bundes"1), 1973 wurde sie mit dem Orden "Pour le mérite für Wissenschaft und Künste"1) gehrt sowie ein Jahr später mit dem "Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern"1). Seit 1984 war Maria Wimmer Mitglied der Berliner "Akademie der Künste"1) sowie Trägerin des "Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst"1).
Der Theaterkritiker Curt Bernd Sucher1) schrieb 1994 in einem Geburtstagsartikel unter anderem: "Die Menschen, die sie spielt, erwachen zu Leben durch ihre Hände und durch ihre Stimme. Sie wird die "Callas des Wortes" genannt, weil sie in einer Aufführung von kalter Brillanz, einer sehr äußerlichen Präzision, sekundenschnell wechseln kann zu den innigsten, den zärtlichsten Tönen: Maria Wimmer ist ein Orchester! Ihre Monolog-Abende, ihre Lesungen sind Sternstunden des deutschsprachigen Theaters." (Süddeutsche Zeitung1), 27.01.1994)*)

 
Vereinzelt übernahm Maria Wimmer auch Aufgaben für den Film, so sah man sie 1950 mir der Rolle der älteren Sozialarbeiterin Elisabeth Hollreiser in dem Drama "Der fallende Stern"1) an der Seite von Werner Krauß und Dieter Borsche und ein Jahr später als Baronin Hügener in der Literaturadaption "Der große Zapfenstreich"1) (1952) nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Franz Adam Beyerlein mit Johanna Matz und Jan Hendriks. In der Geschichte "Der Engel mit dem Flammenschwert"1) (1954) mimte sie als Künstlerin Gitta Binder die Mutter von Helga Marein (Gertrud Kückelmann, in dem Biopic "Sauerbruch – Das war mein Leben"1) (1954) die Ehefrau des von Ewald Balser verkörperten Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch1)
b Mitte der 1960er Jahre stand Maria Wimmer auch vor der Fernsehkamera, spielte unter anderem 1965 die Adelheid Türckheim in "Im Schlaraffenland" nach dem gleichnamigen Roman1) von Heinrich Mann1), 1977 die Marie de Médicis1) in dem 6-teiligen französischen Historiendrama "Richelieu"1) über den von Pierre Vernier1) dargestellten  Kirchenmann Kardinal Richelieu1) oder wirkte im gleichen Jahr unter der Regie von Claus Peter Witt als die vermögende Witwe Generalin Warwara Petrowna Stawrogina in dem Vierteiler "Die Dämonen"4) nach dem gleichnamigen Roman1) von Fjodor Dostojewski1) mit – unter anderem sah man Christoph Bantzer1) als Nikolai Stawrogin und Hannes Messemer als Stepan Trofimowitsch Werchowenski. 1969 präsentierte sie sich mit einem  Gastauftritt in dem Quotenrenner "Der Kommissar" und agierte in der Folge "Ein rätselhafter Mord"4) als Frau Bassmann. Bei dem nicht minder beliebten "Derrick"1) tauchte sie 1980 in der Episode "Unstillbarer Hunger"5) als Elisabeth Wichmann auf → Übersicht Filmografie.
Zudem stand der Schauspieler immer mal wieder im Hörspielstudio, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
Vereinzelt fand man sie auch im Synchronstudio, so lieh sie unter anderem ihren berühmten Kolleginnen  Bette Davis in "Vertauschtes Glück"1) (1946, "The Great Lie"), Olivia de Havilland in "Die Schlangengrube"1) (1948, "The Snake Pit") und Maureen O'Hara in "Mit Leib und Seele"6) (1955) ihre Stimme → mehr bei synchronkartei.de.
Die "Schauspiellegende" und große Charakterdarstellerin Maria Wimmer, die seit 1950 mit dem Juristen Dr.  Otto Seemüller1) (1911 – 1987) verheiratet war, starb, wenige Tage vor ihrem 85. Geburtstag, am 4. Januar 1996 nach kurzer Krankheit in einer Klinik in Bühlerhöhe bei Bühl1) im Nordschwarzwald. Die letzte Ruhe fand sie auf dem "Bogenhausener Friedhof"1) in München (Grab Nr. 1–7–1) an der Seite ihres Gatten → Foto bei knerger.de.
DER SPIEGEL (2/1996) notierte unter anderem anlässlich ihres Ablebens: "Sie wurde 'die Callas des Theaters' genannt, vor allem wegen der Virtuosität, mit der sie ihren Rollen Tragik und Ausweglosigkeit verlieh. (…) Wimmer lag besonders das dämonische Fach, schon vor dem Krieg avancierte sie zur "Stamm-Medea" des deutschen Theaters."
  

Foto: Maria Wimmer 1982
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild B 145 Bild-F063262-0001;
Fotograf: Engelbert Reineke / Datierung: 6. Juni 1982 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb
dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv B 145 Bild-F063262-0001 bzw. Wikimedia Commons

Maria Wimmer 1982; Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild B 145 Bild-F063262-0001; Fotograf: Engelbert Reineke / Datierung: 6. Juni 1982 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Originalfoto und Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv B 145 Bild-F063262-0001 bzw. Wikimedia Commons
Maria Wimmer lebte zeitweilig in Mezzegra1) am Comer See1). Dort erinnert eine von der Gemeinde Mezzegra gestiftete Gedenkplakette vor ihrem ehemaligen Haus an die Schauspielerin.7) Ihr gesamter schriftlicher Nachlass wird von der Berliner "Akademie der Künste"1) verwaltet; das "Maria Wimmer Archiv" umfasst unter anderem Rollen- und Szenenfotos, Programmhefte, Kritiken, Plakate, Rollenbücher und Arbeitsunterlagen zum Rollenstudium, Vorbereitungsmaterial zu ihren Lesungen, von 1931 bis 1994. Da die Ehe mit Otto Seemüller kinderlos blieb, verfügte sie, dass ein großer Teil ihres finanziellen Nachlasses in eine Stiftung geht. Die "Maria Wimmer Stiftung" hat ihren Sitz in München und fördert Kunst, Kultur und unterstützt finanziell in Not geratene Schauspieler.7)
Quelle (unter anderem): "Henschel Theaterlexikon"*)
Siehe auch Wikipedia
*) Henschel Theaterlexikon (Hrsg. C. Bernd Sucher; Henschel Verlag, 2010, S. 947/948)
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) theatertexte.de, 3) felix-bloch-erben.de, 4) fernsehserien.de, 5) Die Krimihomepage, 6) prisma.de
Quelle: 7) Wikipedia (abgerufen 16.09.2011)
   
Theater-Wirken (Auszug)
Quelle: Maria Wimmer Archiv sowie "Henschel Theaterlexikon"*)
 
(Fremde Links: Wikipedia, fischer-theater.de, tls.theaterwissenschaft.ch, felix-bloch-erben.de, theatertexte.de, filmdienst.de;  suhrkamptheater.de;
R = Regie, UA = Uraufführung, P = Premiere, WA =  Wiederaufnahme, DSE = Deutschsprachige Erstaufführung)
"Altes Theater", Leipzig, zur Spielzeit … "Stadttheater Stettin" zur Spielzeit … "Schauspielhaus", Frankfurt am Main,  zur Spielzeit … "Neues Theater", Frankfurt am Main,  zur Spielzeit … "Deutsche Schauspielhaus", Hamburg (während des Nazi-Regimes "Staatliches Schauspielhaus"),  zur Spielzeit … "Deutsches Theater", Berlin, zur Spielzeit … "Bayerisches Staatsschauspiel", München, zur Spielzeit … "Münchner Kammerspiele" zur Spielzeit … "Schauspielhaus Zürich" zur Spielzeit … "Schlosspark Theater", Berlin, zur Spielzeit … "Theater am Kurfürstendamm", Berlin, zur Spielzeit … "Düsseldorfer Schauspielhaus" zur Spielzeit … "Burgtheater", Wien, zur Spielzeit … "Schillertheater", Berlin, zur Spielzeit … "Hessisches Staatstheater Wiesbaden" zur Spielzeit … "Theater der Stadt Schweinfurt" zur Spielzeit … "Renaissance-Theater", Berlin, zur Spielzeit … "Schauspielhaus Bad Godesberg" (vormals "Kammerspiele Bad Godesberg") zur Spielzeit … "Ruhrfestspiele", Recklinghausen
  • 1956, 1957: Titelrolle der Iphigenie in "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe (R: Gustav Rudolf Sellner;
    P: 15.06.1956 / 04.09.1957; Albert Schulze Vellinghausen: "Was (…) Frau Wimmer damals so heraushob und allen,
    die es hören durften, gleichsam propädeutisch machte, war das Sprechen in Kadenzen. Nicht in weicher, nur eben melodiöser
    Musikalität; sondern in einer untadelig objektivierten, so klaren wie intelligenten Stufung, die uns Modernen auf einmal auch
    das Element von Konstruktion greifbar machte, um nicht zu sagen: Konstruktivismus – wie er in aller großen Kunst (…) als
    kompositorisches Grundelement bereit, je nachdem auch verborgen liegt –, wartend gleichsam, daß ein klarer Geist durch
    anrufende Evokation dieses Sachverhältnis zutage fördere, indem er zugleich es in Klang verwandele. Nicht in die Subjektivität
    des Ausbruchs, sondern in die Objektivität einer sonoren Partitur. (…) ich kann mir auf der Bühne keinen legitimen Kunstvollzug
    vorstellen ohne ein gewisses Maß von Intellektualität. Dieses Grundmaß so zu verwandeln, daß es noch spürbar -und gleichwohl
    schon in die Geste, die Gebärde, die Magie einer "Figur" übergegangen  ist: Mir scheint, etwa in diesen Bezirken liegen die
    Wurzeln der Bedeutung, der Unmittelbarkeit, der außerordentlichen "Präsenz", von welchen Frau Wimmer begnadet ist."
    (Laudatio, gehalten bei der Verleihung des "Louise-Dumont-Goldtopas" 1961; zitiert. nach "Theater heute", Heft 6,1961))
    *)
"Bad Hersfelder Festspiele" "Salzburger Festspiele"
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, Die Krimihomepage, filmportal.de, fernsehserien.de, deutsche-filmhaus.de)
Kinofilme Fernsehen
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia)
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