Repertoire / Filmografie
Beniamino Gigli01 Der italienische Tenor Beniamino Gigli wurde am 20. März 1890 als Sohn eines nicht grade begüterten Schuhmachers in Recanati1) in der Nähe von Ancona1) geboren. Aufgewachsen mit fünf älteren Geschwistern, sang er bereits mit sieben Jahren im örtlichen Kirchenchor und seine Stimme erregte so großes Aufsehen, dass seine Eltern ihm ersten Gesangunterricht von dem Komponisten/Musikpädagogen Quirino Lazzarini (1863 – ?) geben ließen. Mit zwölf Jahren verließ Gigli die Schule und musste als Ladengehilfe zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, 1907 ging er nach Rom, wo er ein Stipendium an der "Accademia Nazionale di Santa Cecilia"1) erhielt und von dem Bariton Antonio Cotogni1) (1831 – 1918) sowie anschließend von Enrico Rosati1) (1874 – 1963), der später auch sein Manager wurde, Unterricht erhielt; um seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können, arbeitete Gigli als Aushilfe in verschiedensten Berufen. Nach sieben Jahren beendete er seine Ausbildung mit Auszeichnung, gewann 1914 mit 24 Jahren einen internationalen Gesangwettbewerb des Konservatoriums von Parma1). Am 15. Oktober 1914 debütierte er am "Teatro Sociale"1) in Rovigo1) mit der Partie des Fürsten Enzo Grimaldo in der Oper "La Gioconda"1) von Amilcare Ponchielli1).
  
Beniamino Gigli um 1922
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Der berühmte Dirigent Tullio Serafin1) (1878 – 1968) erkannte das enorme Talent des jungen Tenors und engagierte ihn kurze Zeit später an die Oper von Genua1), wo Gigli am "Teatro Carlo Felice"1) den Studenten Chevalier Renato Des Grieux in dem Puccini1)-Werk "Manon Lescaut"1) an der Seite der renommierten Sopranistin Rosina Storchio1) (1876 – 1945) interpretierte. Zur Spielzeit 1915/16 brillierte Gigli am "Teatro Massimo"1) in Palermo1), aber auch am "Teatro Comunale"1) in Bologna1) unter anderem als Maler Mario Cavaradossi in Puccinis "Tosca"1), der Komponist Pietro Mascagni1) selbst lud ihn ein, am "Teatro di San Carlo"1) in Neapel1) den jungen Bauern Turiddu in seiner Oper "Cavalleria Rusticana"1) zu singen. Der Durchbruch als international umjubelter Tenor gelang Gigli dann im selben Jahr in Neapel mit der Partie des Faust in der Oper "Mefistofele"1) von Arrigo Boito1). Über Rom1) (1916, "Teatro Costanzi di Roma"1)) kam er dann nach Mailand1) zunächst an das "Teatro Lirico", wo er in der Aufführung der Oper "Lodoletta" (→ Wikipedia (englisch) von Pietro Mascagni1) begeisterte. 
Am 19. November 1918 gab er dann, erneut in Boitos "Mefistofele", sein Debüt am "Teatro alla Scala"1) –  mit Arturo Toscanini1) (1867 – 1957) am Dirigentenpult – spielte im selben Jahr schon seine ersten Schallplatten mit Arien aus "Mefistofele" und "Tosca" ein. Im darauffolgenden Jahr begeisterte er während einer fünfmonatigen Tournee durch Südamerika auch in Buenos Aires1) am "Teatro Colón"1), am 26. November 1920 trat Gigli erstmals an der New Yorker "Metropolitan Opera"1) auf. Zunächst war die Fachwelt nicht so recht überzeugt von dem, wie es damals hieß "unbegabten Sänger" gewesen, doch das Publikum feierte ihn sofort als würdigen Nachfolger des legendären Enrico Caruso (1873 – 1921), der am Weihnachtsabend 1920 seine letzte Vorstellung an der "Met" gegeben hatte und kurze Zeit später am 2. August 1921 in Neapel verstarb. Dennoch stand Gigli eine Zeit lang in Carusos Schatten, doch es gelang ihm, seine eigene Sänger-Persönlichkeit zu demonstrieren und sich mit seinem einzigartigen lyrischen Tenor als Opernstar zu etablieren.

Beniamino Gigli (ca. 1920–1925) als Krieger Mylio in der Oper
"Le roi d’Ys"1) ("Der König von Ys") von Édouard Lalo1)
Dieses Foto ist Bestandteil der "George Grantham Bain collection"
der US-amerikanischen Library of Congress1),  abrufbar unter
der digitalen ID ggbain.33677 in der Abteilung für Drucke und Fotografien.
Gemäß der Bibliothek gibt es keine Copyright-Restriktionen → www.loc.gov
→ Rights and Restrictions Information; Quelle: Wikimedia Commons

Beniamino Gigli (ca. 1920–1925) als Krieger Mylio in der Oper "Le roi d’Ys" ("Der König von Ys") von Édouard Lalo; Dieses Foto ist Bestandteil der "George Grantham Bain collection" der US-amerikanischen Library of Congress1), abrufbar unter der digitalen ID ggbain.33677 in der Abteilung für Drucke und Fotografien.Gemäß der Bibliothek gibt es keine Copyright-Restriktionen.
Bis 1932 gehörte er zum Ensemble des berühmten Opernhauses, wirkte dort in 375 Aufführungen bzw. in 29 Opern; seinen Abschied gab er dort im Frühjahr 1932 mit der Partie des Rodolfo in Puccinis "La Bohème"1), verließ dann die "Met", angeblich wegen finanzieller Differenzen bzw. Unstimmigkeiten über Gehaltskürzungen während der Weltwirtschaftskrise1), und kehrte nach Europa bzw. Italien zurück. 
Bereits in den 1930er Jahren begeisterte Gigli in London mit Gastauftritten das Publikum, seit 1933 gab er beispielsweise in der "Royal Albert Hall"1) – mit Ausnahme der Zeit des 2. Weltkrieges – mehr als zwanzig Jahre lang Liederabende. "Dass Benito Mussolini1) ihn als Sänger besonders schätzte, rief zwar Kritik hervor, fügte seinem Ruhm jedoch keinen dauerhaften Schaden zu." vermerkt Wikipedia. Nach 1939 setzte Gigli seine Karriere vornehmlich in Italien und London fort, trat jedoch 1955 im Rahmen einer weltweiten Tournee auch noch einmal in den USA auf.
Beniamino Gigli (Datum ungenannt); dieses Foto ist Bestandteil der "George Grantham Bain collection" der US-amerikanischen Library of Congress,  abrufbar unter der digitalen ID ggbain.50486 in der Abteilung für Drucke und Fotografien. Gemäß der Bibliothek gibt es keine Copyright-Restriktionen. Als Verdi1)-Interpret glänzte er unter anderem als Alfredo Germont in "La traviata"1), als Graf Richard in "Ein Maskenball"1) oder als ägyptischer Feldherr Radames in "Aida"1). Er sang die großen Puccini1)-Partien, wie erwähnt den Des Grieux in "Manon Lescaut"1), den Rodolfo in "La Bohème"1), den Maler Mario Cavaradoss in "Tosca"1) oder den Marineleutnant Pinkerton in "Madame Butterfly"1). Gigli glänzte als Sergeant Don José in "Carmen"1) von Georges Bizet1) ebenso wie als Canio/Bajazzo in "Pagliacci"1) ("Der Bajazzo") von Ruggero Leoncavallo1) oder mit der Titelpartie in "Andrea Chénier"1) von Umberto Giordano1). Mit seinen Liedern, Romanzen und auch konzertanten Darbietungen erreichte Gigli darüber hinaus ein Millionenpublikum. Darunter natürlich, wie kann es für einen Italiener anders sein, etliche populäre, neapolitanische Volkslieder wie "Torna a Surriento"1), "Santa Lucia"1), "Mamma"1), "Funiculì, Funiculà"1), "La danza"1) oder " Non ti scordar di me" ("Vergiss mein nicht") – so hieß dann übrigens auch der entsprechende deutsche Spielfilm → Übersicht Repertoire.
 
Beniamino Gigli (Datum ungenannt)
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Unzählige Plattenaufnahmen zeugen noch heute von der enormen sängerischen Dominanz, aber auch Popularität Giglis: Über 40 Jahre lang machte er Aufnahmen mit Opernarien sowohl als Solist als auch im Duett mit namhaften Partnerinnen seiner Zeit. Rund 350 Einzelplatten entstanden während seiner Karriere als umjubelter Tenor und er verkaufte die Tonträger wie ein heutiger Popstar. Von vielen Kritikern als "die vielleicht goldenste Stimme des 20. Jahrhunderts" bezeichnet, spiegeln Giglis Platten, klarer und unverstellter als die von Schipa1), Pertile1), Stabile (Mariano Stabile (1888–1968; → Wikipedia (englisch))), dalla Rizza1) oder Giannini1), den Wandel des musikalischen Geschmacks und der sängerischen Technik, und nicht zuletzt sind sie ein Barometer des ästhetischen und politischen Klimas, das aus dem endlich gefundenen Tenor den Sänger des Volkes machte.2)
Neben seiner Arbeit für Oper, Konzerte und Schallplatte trat Gigli seit Mitte der 1930er Gigli in zahlreichen, meist ganz auf ihn  zugeschnittenen Kinofilmen auf, was ihm von manchen Kritikern negativ ausgelegt wird. Eine blendende Stimme, so heißt es immer wieder, aber ein unerträglicher Kitschier, der in zahlreichen Filmen der dreißiger und vierziger Jahre alles mögliche sang, was mit Kategorien des guten Geschmacks nicht mehr zu bezeichnen war, der mit Schluchzern und Drückern die Musik sentimental auflud, der direkte Vorgänger von Mario Lanza. Schlimmeres wirft ihm Jürgen Kesting1) vor, seinen Blick auf den Gigli der dreißiger und vierziger Jahre richtend: Vulgarität und Unaufrichtigkeit, demagogischer Vortrag durch den Arien zu wahren Volksreden werden, und manipulierte Anpassung an den Massengeschmack – Kesting zielt damit sehr deutlich auf die unbestreitbare Tatsache, dass sich Gigli willig vor den politischen Karren Mussolinis1) spannen ließ (…) und auch nichts dabei fand, seine Popularität im Hitler-Deutschland1) voll auszukosten.3)
     
Zwischen 1935 und 1943 drehte Gigli allein für die UFA1) elf Filme, stand in den deutsch-italienischen Produktionen mit Leinwandstars jener Ära wie Magda Schneider, Käthe von Nagy, Kirsten Heiberg und Marte Harell oder Kolleginnen wie Maria Cebotari und Erna Berger vor der Kamera – etliche der in diesen Streifen von ihm präsentierten Liedern gerieten zu Gassenhauern. In der von Augusto Genina1) gedrehten Geschichte "Vergiss mein nicht"4) (1935) spielte er an der Seite von Magda Schneider die Rolle, die er am besten beherrschte – einen Tenor an der "Mailänder Scala"1). "Rührseliges Melodram voller Kitsch und Klischees. Der erste Film mit dem berühmten Opernsänger Benjamino Gigli." vermerkt filmdienst.de. Die von Zoltan Korda1) in Szene gesetzte englischsprachige Version bzw. das britische Remake hieß "Forget Me Not" (den Part von Magda Schneider übernahm Joan Gardner (1914 – 1999) gelangte im Dezember 1936 in die Lichtspielhäuser, wurde jedoch von der Kritik, trotz lobender Worte für Gigli, eher mäßig aufgenommen (→ Wikipedia (englisch). Ebenfalls 1936 trat er unter der Regie von Johannes Riemann als der gefeierte, verwitwete Tenor Tino Dossi in dem Streifen "Ave Maria"5) (1936) mit Käthe von Nagy als Partnerin in Erscheinung sowie mit Isa Miranda1) die sentimentale Liebesgeschichte "Du bist mein Glück"5). Es folgten die Produktionen "Stimme des Herzens"5) (1937; Regie: Karlheinz :Martin1)) mit Geraldine Katt und unter anderem Ferdinand Marian, "Mutterlied"5) (1937, "Solo per te"; Regie: Carmine Gallone1)) mit Maria Cebotari sowie, ebenfalls unter Carmine Gallones Regie, das heitere Liebesabenteuer "Dir gehört mein Herz"5) (1938) mit Carla Rust; die italienische Version dieser letztgenannten Komödie gelangte unter dem Titel "Marionette" Ende Januar 1939 in die Kinos. In dem einmal mehr von Gallone gedrehten Biopic"Drei Frauen um Verdi" (1938, "Giuseppe Verdi") mit Fosco Giachetti1) als Komponist Giuseppe Verdi1) war er lediglich mit der Nebenrolle des italienischen Tenors Raffaele Mirate (1815 – 1895; → Wikipedia (englisch)) vertreten  → Wikipedia (englisch)).  Man erlebte Gigli zusammen mit Kirsten Heiberg in dem Krimi "Der singende Tor"1) (1939, "La casa lontana") und mit Marte Harell in dem Musikfilm "Traummusik"5) (1940; Regie: Géza von Bolváry), von dem es mit "Ritorno" (1940) ebenfalls eine italienische Version in überwiegend anderer Besetzung gab. Anfang der 1940er folgten die von Guido Brignone1) gedrehten Rührstücke "Mutter"4) (1941, "Mamma") mit Emma Gramatica1) und (in der deutschsprachigen Fassung) mit Carola Höhn, sowie "Tragödie einer Liebe"4) (1942, "Vertigine"), in dem er sich erneut mit Emma Gramatica sowie Ruth Hellberg, Herbert Wilkm und Camilla Horn zeigte. Unter anderem nach Motiven aus der Oper "I pagliacci"1) von Ruggiero Leoncavallo1) entstand das von Leopold Hainisch1) (Regie) realisierte Drama "Lache Bajazzo"5) (1943) mit Gigli als Tenor Morelli, Monika Burg als Giulia Valmondi, Paul Hörbiger als deren Vater Canio, Dagny Servaes als Giulias Mutter Gräfin Valmondi, Heinz Moog als Komponist Ruggero Leoncavallo und Karl Martell als Giulias Verlobter Leutnant Graf Lanzoni. Auch hierzu gab es mit "I pagliacci" (1943; Regie: Giuseppe Fatigati1)) eine italienische Fassung mit teils anderer Besetzung, so gab Alida Valli1) die Giulia Valmondi und Carlo Romano1) den Komponisten Leoncavallo → Wikipedia (englisch). Danach stand er für die Komödie "Achtung, Aufnahme"1) (1943, "Silenzio, si gira!") (Regie: Carlo Campogalliani1)) vor der Kamera und mimte in einer Doppelrolle den Tenor Massimo Giuliani sowie dessen Doppelgänger, den Taschendieb Antonio.
Erst nach Kriegsende beteiligte sich Gigli noch an drei Kinoproduktionen, einen letzten großen Leinwandauftritt hatte er mit der Hauptrolle des "
singenden Taxifahrers" Nello Spadoni in dem musikalischen Streifen "Nachttaxi"6) (1950, "Taxi di notte"), inszeniert von Carmine Gallone1). "Nette, anspruchslose musikalische Unterhaltung zwischen Rührung und Heiterkeit. Im Mittelpunkt Benjamino Gigli und sein schmelzender Tenor." urteilt filmdienst.de → Übersicht Kinofilme
Die dadurch erreichte Popularität nutzte Gigli für Star-Konzerte, schon 1932 sang er vor 12 000 Zuschauern im Berliner "Sportpalast"1) und entzündete eine Stimmung, wie man sie nur von okkulten Begebenheiten an derselben Stelle in Erinnerung hat. Gigli hat in seiner Autobiographie ein aufschlussreiches Bekenntnis abgelegt: "Am glücklichsten war ich dann, wenn sich mein Konzert zu einer Art Familienfest entwickelt, bei dem die Zuhörer aus sich herausgingen, in eine gelöste Hochstimmung gerieten und unter Zurufen nach ihren Lieblingsstücken verlangten".2)
Beniamino Gigli ca. 1950; Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Urheber/Autor: Alfred Cermak; ©ÖB/Wien / Alfred Cermak; Bildarchiv Austria (Inventarnummer CE 116/22) Nach Ende des 2. Weltkrieges gab Gigli bis Mitte der 1950er weiterhin weltweit zahlreiche Konzerte in stets ausverkauften Häusern, trat auch mit seiner Tochter Rina, die sich als erfolgreiche Sopranistin einen Namen gemacht hatte, vor das Publikum. Auch wenn seine Stimme inzwischen etwas nachgelassen und nicht mehr die Brillanz der frühen Jahre erreichte, blieb sein Erfolg dennoch – trotz Anfeindungen wegen seiner politischen Unterstützung des faschistischen Regimes1) von Benito  Mussolini1) – ungebrochen; 1955 zog er sich ganz zurück und schrieb seine Memoiren, die er schlicht "Memorie" nannte, noch kurz vor seinem Tod veröffentlicht wurden und unter dem deutschen Titel "Und es blitzten die Sterne. Die Geschichte meines Lebens" erschienen.
Der berühmte Tenor Beniamino Gigli starb am 3. November 1957 mit nur 67 Jahren in seinem Domizil in Rom1) an einem Herzstillstand infolge einer Lungenentzündung. Nach einer bewegenden Trauerfeier in der Kirche "Santa Maria Addolorata"1), fand er unter größter Anteilnahme des italienischen Volkes die letzte Ruhe in einer Familiengruft auf dem Friedhof seiner Geburtsstadt Recanati1) ("Civico cimitero di Recanati").
 
Beniamino Gigli ca. 1950 bei
einem Liederabend in Wien
Foto mit freundlicher Genehmigung der
Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB)1)
Urheber/Autor: Alfred Cermak
©ÖB/Wien / Alfred Cermak
Bildarchiv Austria (Inventarnummer CE 116/22)
Auf seinem Grabmal sind die Worte von seiner bevorzugten Opern-Partie des "Andrea Chénier"1) eingraviert: "Con la mia voce ho cantato la patria" – "Mit meiner Stimme sang ich für das Vaterland" → findagrave.com, Wikimeia Commons sowie Innenansicht.
Gigli hinterließ seine Geliebte Lucia Vigarani, mit der er seit Mitte der 1930er Jahre 22 Jahre lang zusammengelebt und drei Kinder hatte, Giovanni (* 1940), Gloria (* 1942) und Maria Pia (* 1944). Aus der in jungen Jahren, am 15. Oktober 1915 geschlossenen Ehe mit Costanza Cerroni stammten die am 31. Januar 1916 in Neapel geborene Tochter Rina Gigli und der 1919 geborene Sohn Enzo Gigli. Rina Gigli, die sich als Opernsängerin (Sopran) einen Namen machte, starb am 22. August 2000 84-jährig in der Nähe von Ancona  → findagrave.com. Sie war mit dem italienischen Opernsänger (Bass) Plinio Clabassi (1919 – 1984) verheiratet → Wikipedia (englisch). 1986 veröffentlichte sie eine Biografie ihres Vaters unter dem Titel "Beniamino Gigli, mio padre".
 
Beniamino Gigli wurde mehrfach für seine künstlerischen Leistungen geehrt, unter anderem verlieh man ihm am 30. Dezember 1952 den "Verdienstorden der Italienischen Republik"1) ("Ordine al merito della Repubblica Italiana – OMRI") in der Ordensklasse "Großoffizier"1) ("Grande ufficiale"). Er war Träger des französischen Verdienstordens ""L'ordre national de la Légion d'Honneur"1) ("Ehrenlegion") im Range eines "Chevalier" ("Ritter"1)), posthum würdigte man ihn 1958 in Deutschland mit dem "Großen Bundesverdienstkreuz"1).
Beniamino Gigli (ca. 1915–1920) in Venedig; dieses Foto ist Bestandteil der "George Grantham Bain collection" der US-amerikanischen Library of Congress, abrufbar unter der digitalen ID ggbain.31270 in der Abteilung für Drucke und Fotografien. Gemäß der Bibliothek gibt es keine Copyright-Restriktionen. Seit 8. Februar 1960 ist Gigli mit einem "Stern" (Adr.:6901 Hollywood Blvd.) auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording") vertreten.
1993 wurde in Finnland vom "Beniamino-Gigli-Club" der "Beniamino-Gigli-Preis"1) ins Leben gerufen, der an Künstler verliehen wird, die Forschungen und musikalische Studien über Beniamino Gigli durchführen.
Das im "Teatro Persiani" untergebrachte  "Museo Beniamino Gigli" befindet sich in seinem Geburtsort Recanati1), gezeigt werden unter anderem auch Bühnenkostüme, Partituren und etliche Auszeichnungen, außerdem gibt es einen audio-visuellen Bereich. Zudem erinnert in Recanati eine auf einem Steinsockel angebrachte Büste an den international gefeierten Sänger, der zu Lebzeiten für seine Stimme und sein Wirken als einer der größten Tenöre des 20. Jahrhunderts gerühmt wurde → Foto bei Wikimedia Commons.
 
Beniamino Gigli (ca. 1915–1920) in Venedig
Dieses Foto ist Bestandteil der "George Grantham Bain collection"
der US-amerikanischen Library of Congress1),  abrufbar unter
der digitalen ID ggbain.31270 in der Abteilung für Drucke und Fotografien.
Gemäß der Bibliothek gibt es keine Copyright-Restriktionen → www.loc.gov
→ Rights and Restrictions Information; Quelle: Wikimedia Commons
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei virtual-history.com, Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 4) filmdienst.de, 5) filmportal.de, 6) fernsehserien.de
Quelle:
2) Jürgen Kesting: "Die Großen Sänger des 20. Jahrhunderts" (Sonderausgabe für "Cormoran Verlag" München, 1993, S. 185 ff)
3) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer ( Verlag J. B. Metzeler, Stuttgart 1993, S. 143 ff)
       
Repertoire (Auszug)
(Quelle u. a.: www.esdf-opera.de; Fremde Links: Wikipedi, filmdienst.dea)
Oper Konzertantes (Tenor-Partien) Interpret von Liedern (Auszug)
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de; R = Regie)
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