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Die Sopranistin Lilli (Elisabeth Maria) Lehmann wurde am 24. Februar 1848 in
Würzburg1) geboren.
Ihre Mutter, Maria-Theresia Lehmann-Löw1) (1809 1885),
war eine bekannte Sängerin und Harfenistin, der Vater, Karl-August Lehmann
(1811 1867),
ein bekannter Heldentenor am "Würzburger Stadt-Theater"
(heute "Mainfranken Theater Würzburg"1)) sowie Gesangspädagoge
und auch die jüngere Schwester, Marie Lehmann1)
(1851 1931), machte sich als Sängerin einen Namen.
Nachdem sich die Eltern um 1853 getrennt hatten, wuchs Lilli Lehmann
bei ihrer Mutter in Prag1) auf,
erhielt von
ihr eine Gesangsausbildung sowie von Cölestin Müller2) (1827 904) Unterricht im Klavierspiel und in Musiktheorie.
Erstmals stand Lilli Lehmann 1865 am "Deutschen Landestheater"
(heute " Staatsoper Prag"1)) als
Erster Knabe
in dem Mozart1)-Werk "Die Zauberflöte"1) auf der Bühne,
wurde dort nachfolgend in Opern, Operetten und Schauspielen eingesetzt,.
Nach einem kurzen Engagement am "Stadttheater Danzig"1) (1868/69)
wechselte sie zur Spielzeit 1869/70 nach Leipzig1) an das "Neue Theater"1).
(heute "Oper Leipzig"1)), das zu der Zeit unter der Leitung
von Heinrich Laube1) stand. Im Jahr darauf folgte sie einer
Einladung der "Berliner Hofoper" (heute "Staatsoper Unter den Linden"1))
und erregte mit ihrer
Interpretation der Königin Marguerite de Valois1) in
"Les Huguenots"1)
("Die Hugenotten")
von Giacomo Meyerbeer1) erstes Aufsehen. Man bot ihr einen festen
Vertrag an und in den folgenden Jahren feierte Lilli Lehmann einen
Triumph nach dem anderen.
Lilli Lehmann etwa 1883
Urheber: Julius
Cornelius Schaarwächter1) (1847 1904)
Quelle: Wikimedia Commons
von
"National Collections of Music, Theatre and Dance"
Inventarnummer: Musikverket image: H5_105
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei)
siehe hier
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Der Komponist Richard Wagner1)
zeigte sich begeistert von der Sängerin, lud sie 1876 nach Bayreuth1)
ein, wo sie bei der Uraufführung der monumentalen Opern-Tetralogie "Der Ring des Nibelungen"1) als
Woglinde, als Helmwige sowie mit der Stimme des Waldvogels
in der gesamten Aufführung brillierte; zwanzig Jahre späterm, inzwischen zur führenden, hochdramatischen Sopranistin
avanciert, sang sie dort im Ring-Zyklus die Sagenfigur Brünnhilde.
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Ihr grandioser Auftritt in Bayreuth hatte eine für damalige Verhältnisse außergewöhnliche, internationale
Karriere zur Folge: Lilli Lehmann gab wiederholt Gastspiele in London
("Her Majesty’s Theatre"1)
/ "Royal Opera House"1)), Paris, Prag,
Stockholm ("Kungliga Operan"1)) und an der "Wiener Hofoper"
(heute "Wiener Staatsoper"1)) wurde
sie ebenfalls wie eine Königin gefeiert. Ihr Wiener Debüt gab sie
am 23. April 1882 als Katharine, älteste Tochter des reichen
Edelmanns in Padua Baptista (Karl Mayerhofer1)),
in "Der
Widerspenstigen Zähmung"1)
von Hermann Goetz1)
(Musik)
mit dem Libretto von Joseph Viktor Widmann1),
basierend auf der Komödie "The
Taming of the Shrew"1) von William Shakespeare1)
unter anderem erlebte man Berta Dillner von Dillnersdorf1)
als Katharines jüngere Schwester Bianka und Karl Sommer (1855 1900) als den Edelmann
Petruchio → Besetzung.
Regelmäßig konnte das Wiener Publikum sie an der "Hofoper"
in ihren Glanzrollen bewundern,
zuletzt am 18. Dezember 1910 als Donna Anna, Tochter des Il Commendatore
(Alexander Haydter1))
sowie Braut des Don Ottavio (Georg Maikl1)), in der Mozart-Oper
"Don Giovanni"1) mit
Friedrich Weidemann1) in der Titelpartie
→ Übersicht Wirken an der "Wiener Hofoper".
Lilli Lehmann 1903
Urheber: Julius
Cornelius Schaarwächter1) (1847 1904)
Quelle: Wikimedia Commons
Teil der Porträtsammlung Friedrich Nicolas Manskopf
der "Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main"1)
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei)
siehe hier
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Ein Höhepunkt ihrer
sängerischen Laufbahn war sicherlich ihr Debüt an der New Yorker
"Metropolitan Opera"1), wo sie
am 25. November 1885 mit der Titelpartie in der Oper "Carmen"1)
von Georges Bizet1) (Musik)
an der Seite von Max Alvary1) als Don José
erstmals Aufsehen erregte.
Wenig später trat sie ab Ende November 1885 als
Brünnhilde1)
in dem Wagner-Werk "Die
Walküre"1) auf, gefolgt,
seit der Premiere am 2. Dezember 1885, als Sulamith.
Tochter des Hohepriesters (Emil Fischer1)) und Verlobte des Assad
(Albert Stritt1)), in der von
Karl Goldmark1),
basierend auf dem "1. Buch der Könige"1)
komponierten Oper "Die Königin von Saba"1)
und sorgte auch hier für Furore Anton Seidl1)
stand am Dirigentenpult, Marie Krämer-Widl (1860 1926) sang die Königin von Saba1) → archives.metopera.org. Aufgrund
dieser Erfolge löste Lilli Lehmann den Vertrag mit der "Hofoper Berlin" und blieb an der "Met",
trat dort in rund vierzehn Jahren
bis Mitte April 1899 in über 260 Vorstellungen sowohl im Koloratur-, als auch im
Wagner-Fach und avancierte zum "Superstar" ihrer Zeit → Auftritte an
der "Metropolitan Opera"siehe hier.
Zu ihrem
herausragenden, breit gefächerten Repertoire zählten neben ihren
Mozart- und Wagner-Partien unter anderem die
Titelpartie in "Norma"1)
von Vincenzo Bellin1), sie gestaltete ausdrucksstark
Verdi1)-Heroinen wie die Gilda in "Rigoletto "1) oder die
Violetta in "La
Traviata"1), feierte als Lucia in "Lucia di Lammermoore"1)
von Gaetano Donizetti1) oder als "Carmen"1)
von Georges Bizet1) ungeheure Erfolge, ebenso wie mit
Koloratur-Partien wie der Donna Anna in Mozarts "Don Giovanni"1).
Durch die
Protektion Kaiser Wilhelms II.1), der ein großer Verehrer ihrer
Sangeskunst war,
erhielt sie erneut einen Vertrag an der "Berliner Hofoper" und glänzte
auch dort
weiterhin mit ihrem beachtlichen Repertoire.
Als Mittsechzigerin zog sich Lilli Lehmann vermehrt von der Opernbühne zurück, gab jedoch als
70-Jährige noch regelmäßig Liederabende. In Salzburg1) förderte sie die
"Internationale Stiftung Mozarteum"1), inszenierte und sang bei den
"Mozartfesten", die 1901 auf ihre Anregung hin ins Leben gerufen
wurden. Die bis 1910 mit ihr
als Sängerin und Regisseurin jährlichen Veranstaltungen gelten als Vorläufer der "Salzburger Festspiele"1). Ab 1916 unterrichtete
sie (Lehrstuhl für Stilgesang) am
"Mozarteum"1) in Salzburg und
hielt Meisterkurse ab.
Lilli Lehmann 1913
Foto mit freundlicher Genehmigung der
Österreichischen Nationalbibliothek1)
(ÖNB)
Urheber: Atelier Madame d'Ora1)
(18811963); Datierung: 23.03.1913
© ÖNB/Wien, Bildarchiv (Inventarnummer
203658-D)
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Bereits seit den 1890er Jahren betätigte sich Lilli Lehmann verstärkt als Gesangspädagogin
und bildete eine unübersehbare Anzahl von
Schülern und Schülerinnen aus, zu nennen sind beispielsweise
Franz Egenieff1),
Geraldine Farrar1),
Res Fischer1),
Olive Fremstad1),
Paul Hansen,
Walter Kirchhoff1),
Emmy Krüger1),
Rudolf Laubenthal1),
Lula Mysz-Gmeiner1),
Viorica Ursuleac1),
Marion Weed1)
oder Gustav Zeitzschel1).
Im Februar 1888 heiratete Lilli Lehmann in New York den rund sieben
Jahre jüngeren Tenor Paul Kalisch1) (1855 1946),
Sohn des deutschen Schriftstellers David Kalisch1), mit dem sie
des öfteren gemeinsam auf der Bühne stand und nach
ihrer Zeit an der "Met" mit diesem nach Berlin zurückkehrte und
in der gerade neu gegründete Villenkolonie Berlin-Grunewald1)
(→ berlin.de) wohnte; zudem
besaßen sie ab 1899 einen Sommersitz im oberösterreichischen Scharfling am
Mondsee1)
(heute Ortsteil von St. Lorenz1))). Die Ehe blieb
kinderlos, nach Kalischs Verhältnis mit Lehmanns Nichte Hedwig
(1869 1951), der Tochter von
Marie Lehmann1) aus deren Beziehung zu dem Leipziger Kaufmann Georg Friedrich Helbig,
trennte sich das Paar um 1915. Hedwig Helbig war als Konzertsängerin aktiv und fungierte
zeitweise als Assistentin von Lilli Lehmann. Zunächst in Leipzig
wohnhaft, übersiedelte sie 1943 nach Scharfling, wo sie zusammen mit Paul Kalisch bis zu dessen
Tod (27.01.1946) lebte → musiklexikon.ac
Lilli Lehmann und Paul Kalisch1)
etwa 1891
Urheber: Benjamin Joseph Falk (18531925)
Quelle: Wikimedia
Commons von
"Newberry Library"/Digital Collections
(Unique
Identifier NL1Z7LW)
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe
hier
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So kann man bei deutsche-biographie.de3)
lesen: "Ihre Stimme, überliefert auf Schallplatten aus den Jahren 19051907, war nicht
besonders voluminös, aber von außergewöhnlicher Schönheit und hervorragend geschult,
was ihren Einsatz sowohl im Koloraturfach wie auch als dramatischer Sopran und Mezzosopran ermöglichte.
Dazu kamen große künstlerische und darstellerische Intelligenz sowie ein
bestechendes Stilbewußtsein. Sie trat während ihrer langen Karriere in ca. 170 verschiedenen
Partien auf und gilt noch heute als universalste deutsche Sängerin."
Seit 1914 war sie die erste Trägerin der "Mozart-Medaille"1),
verliehen von der "Stiftung Mozarteum Salzburg"1),
1920 wurde mit Lilli Lehmann erstmals eine Frau zur Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg1)
ernannt. Ebenfalls 1914 pflanzte
man ihr zu Ehren im so genannten Bastionsgarten des "Mozarteums"1) die
"Lehmann-Linde" und errichtete zudem eine Gedenktafel. 1924 schuf die
"Stiftung Mozarteum" die "Lilli-Lehmann-Medaille", die für hervorragende künstlerische Leistungen an
Absolventen/Absolventinnen des Gesangsstudiums an der "Universität Mozarteums" verliehen wird.
Kaiser Franz Joseph I.1) zeichnete sie etwa 1906 mit dem
"Zivil-Verdienstkreuz"1) ("Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone")
sowie mit dem Titel "k.k. Kammersängerin"1)
aus. Noch kurz vor ihrem Tod verlieh
ihr 1928 der damalige österreichische Bundespräsident Michael Hainisch1)
den Ehrentitel "Professor".
Im "Großen Saal" des "Mozarteums" befindet sich ein von
dem deutschen Bildhauer und Medailleur Prof. Heinrich Waderé1)
gestaltetes
Reliefportrait aus dem Jahre 1910 → Foto bei Wikimedia Commons.
Darüber hinaus existieren auch historische Postkarten und Plaketten, die dieses
Abbild von Lilli Lehmann
nach Prof. Heinrich Waderé zeigen.
Seit 1935 erinnert im Salzburger Stadtteil Parsch1) die "Lilli-Lehmann-Gasse"
an sie. (Quelle: stadt-salzburg.at)
Der Nachlass von Lilli Lehmann befindet sich in den "Staatlichen Museen zu Berlin"1)
und "ist sowohl biographisch als auch musik- und kulturgeschichtlich eine wertvolle Quelle.
Er umfasst einundzwanzig Kästen mit Briefen, Zeitungsausschnitten und Werken, darunter die
Manuskripte zu Lehmanns Autobiographie
"Mein Weg" und ihrem gesangspädagogischen Werk "Meine
Gesangskunst". Der Nachlass ist vollständig in der Nachlass-Datenbank
"Kalliope"1) verzeichnet
und recherchierbar.
Lehmanns Anziehungskraft auf ihre Zeitgenossen ist durch ihren Nachlass ebenso spürbar wie ihre
große Energie. Zahlreiche, oft in herzlichem Ton gehaltene Korrespondenzen mit
berühmten und nicht-berühmten Menschen machen deutlich, wie beliebt und
vielseitig aktiv die Sängerin war, die sich unter anderem auch im Tierschutz engagierte."
notiert staatsbibliothek-berlin.de.
Lilli Lehmann um 1880
Urheber ungenannt
Qielle: "Staatliche Museen zu Berlin"/
Kunstbibliothek
Lizenz: Public Domain (Gemeinfreiheit)
CC0
1.0 (Verzicht auf das Copyright)
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Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch),
www.berlin.de,
Hochschule für Musik und Theater (Hamburg),
deutsche-biographie.de,
musiklexikon.ac.at
sowie
Ludwig
Eisenberg: Lilli Lehmann in
"Großes biographisches Lexikon der deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert" (1903),
(daten.digitale-sammlungen.de): Seite 587
/ 588
Fotos bei Wikimedia
Commons
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Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) musiklexikon.ac.at
3) Uwe
Harten: "Lehmann (-Kalisch), Lilli (Elisabeth Maria)" in:
"Neue Deutsche Biographie 14 (1985; S. 86 f.) → online-Version
deutsche-biographie.de
Lizenz/Genehmigung Foto Lilli Lehmann Urheber:
Julius
Cornelius Schaarwächter): Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei,
weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für
die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle
weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren
nach dem Tod des Urhebers.
Lizenz/Genehmigung Foto Lilli Lehmann und Paul Kalisch (Urheber: Benjamin Joseph Falk):
Der Urheber dieses Werks ist 1925 gestorben; es ist daher gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.
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| Lilli Lehmann als
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Urheber: Julius
Cornelius Schaarwächter (1847 1904)
Rechteinhaber © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
(Link: Wikipedia) |
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Wirken an der "Wiener Hofoper"
(heute "Wiener Staatsoper")
(Quelle: archiv.wiener-staatsoper.at;
Fremde Links:
Wikipedia, geschichtewiki.wien.gv.at, musiklexikon.ac.at)
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- 23.04.1882: Katharine, älteste Tochter des reichen Edelmanns in Padua Baptista,
in "Der Widerspenstigen Zähmung"
von Hermann
Goetz (Musik) mit dem Libretto von Joseph Viktor
Widmann,
basierend auf der Komödie
"The Taming of the Shrew"
von William Shakespeare
(mit u. a.
Karl Mayerhofer als Baptista,
Berta Dillner von Dillnersdorf
als Katharines jüngere Schwester Bianka, Karl Sommer (18551900)
als der Edelmann Petruchio) → Besetzung
- 25.04.188229.08.1888 (7 Vorstellungen): Frau Fluth in "Die lustigen Weiber von Windsor"
von Otto
Nicolai (Musik)
mit dem Libretto
von Salomon
Hermann Mosenthal, basierend auf der Shakespeare-Komödie "The Merry Wives of Windsor"
- 26.04./23.05.1882: Isabelle, Prinzessin von Sizilien in
"Robert le
diable" ("Robert der Teufel") von Giacomo
Meyerbeer
- 28.04.188230.04.1888 (8 Vorstellungen):
Schauspielerin Philine in
"Mignon"
von Ambroise
Thomas
- 02.05.188218.12.1910: "Don Giovanni"
von Wolfgang
Amadeus Mozart
- 02.05.188228.09.1884 (4 Vorstellungen): als
Donna Elvira, Don Giovannis verlassene Geliebte
- 20.05.(27.05.1883: als Bäuerin Zerlina, Braut des Bauern Masetto
- 03.02.188518.12.1910 (12 Vorstellungen) als Donna Anna, Tochter des Il Commendatore (Der Komtur)
und Braut des Don Ottavio
- 04.05.188215.12.1910: "Fidelio"von Ludwig
van Beethoven
- 04.05.188210.02.1889 (10 Vorstellungen): Marzelline,
Tochter des Kerkermeisters Rocco
- 21.01.188515.12.1910 (18 Vorstellungen): Leonore alias Fidelio, Ehefrau des Gefangenen Florestan
- 07.05./09.06.1882: Titelpartie in "Carmen"
von Georges
Bizet
- 15.05.188226.11.1909: "Norma"
von Vincenzo Bellin (Musik)
mit dem Libretto von Felice
Romani, basierend auf
der Tragödie "Norma ou l’infanticide" von Alexandre
Soumet
- 15.05.188222.04.1883: Adalgisa, Novizin im Tempeldienst
Irminsuls
- 06.02.188526.11.1909 (23 Vorstellungen):
Titelpartie der Norma, Geliebte des römischen Prokonsulss Pollione
- 15.05.188217.10.1887: Violetta Valéry in "La traviata"
von Giuseppe
Verdi (Musik) mit dem Libretto
von Francesco
Maria Piave, basierend auf dem Roman "La
dame aux camélias" von Alexandre
Dumas d. J.
- 22.05.1882: "Il barbiere di Siviglia" ("Der
Barbier von Sevilla") von Gioachino
Rossini
(mit Willibald Horwitz als Barbier
Figaro)
- 04.06.188219.04.1896: "Die Zauberflöte"
von Wolfgang
Amadeus Mozart
- 04.06.188219.04.1896 (31 Vorstellungen) als Königin der Nacht
- 04.04./18.04.1883: Erste Dame
- 04.04.1883: mit u. a. Hans von Rokitansky
(Fürst Sarastro), Marie Wilt
(Königin der Nacht),
Georg Müller
(Tamino),
Mila Kupfer-Berger (Pamina), Karl Mayerhofer
(Papageno),
Bianca Bianchi (Papagena) → Besetzung
- 18.04.1883: mit u. a. Hans von Rokitansky
(Fürst Sarastro), Marie Wilt (Königin der
Nacht),
Gustav Walter
(Tamino),
Mila Kupfer-Berger (Pamina), Karl Mayerhofer (Papageno),
Hermine
Braga-Jaff (Papagena)) → Besetzung
- 05.06.188201.01.1896 (31 Vorstellungen): Venus in
"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg"
von Richard Wagner
- 15.06./04.09.1882: Marguerite von Valois,
Königin von Navarra, in "Les Huguenots"
("Die Hugenotten")
von Giacomo
Meyerbeer
- 12.12.188205.02.1895: "Das
Rheingold" von Richard
Wagner
- 12.12.1882: als Göttin Freia → Besetzung
- 12.12.188305.06.1885 (4 Vorstellungen): als Rheintochter
Woglinde
- 11.12.188805.02.1895 (6 Vorstellungen): als
Göttin Fricka (Frigga)
- 06.12.188312.08.1889 (8 Vorstellungen):
Christine, Schwester des Wirts Nicolas Pariset,in "Das goldene Kreuz"
von Ignaz Brüll
(Musik) mit dem Libretto
von Salomon Hermann Mosenthal,
basierend auf dem Werk
"Cathérine ou La croix d’or" von Mélesville
Anmerkung: Bereits in der Uraufführung (22.12.1875) am
"Königlichen Opernhaus zu Berlin" (heute "Staatsoper
Unter den Linden"
erschien Lilli Lehmann als Christine)
- 1. Vorstellung 06.12.1883: mit Willibald Horwitz
als Nicolaus Pariset, Adolf Peschier als der
Edelmann Gontran de l’Ancre) → Besetzung
- Letzte Vorstellung 12.08.1889: mit Willibald Horwitz als Nicolaus Pariset, Fritz Schrödter
als der
Edelmann Gontran de l’Ancre) → Besetzung
- 18.01.188514.04.1910 (8 Vorstellungen): Isolde
in "Tristan und Isolde"
von Richard
Wagner
- 17.08.1888: Susanna, Verlobte des Figaro (Carl Grengg), dem
Kammerdiener des Grafen Almaviva (Willibald Horwitzz),
sowie Kammerzofe und Mündel
der Gräfin Almaviva (Rosa
Papier-Paumgartner), in "Le nozze di Figaro"
("Die Hochzeit des Figaro") von Wolfgang
Amadeus Mozart → Besetzung
- 03.11.1885: Lucia, Schwester des Lord Enrico Ashton (Karl
Sommer; 18551900) sowie Geliebte des
Sir Edgardo di Ravenswood (Georg Müller), in "Lucia di Lammermoor"
von Gaetano
Donizetti (Musik) mit dem Libretto
von Salvadore
Cammarano, basieend auf dem Roman "The Bride of
Lammermoor" von Walter Scott
→ Besetzung
- 22.03.189123.12.1902 (6 Vorstellungen): Brünnhilde
in "Götterdämmerung"
von Richard
Wagner
- 27.01.1895: Elvira, Nichte und Verlobte des spanischen Grande Don Ruy Gómez de Silva,
in "Ernani" von Giuseppe
Verdi
(mit Ernest van Dyck als Bandit Ernani; mit u. a.
Franz Neidl als Don Carlos, Köig von Spanien und späterer
Kaiser Karl V.,
Carl Grengg
als Don Ruy Gómez)
→ Besetzung
- 08.02.188507.05.1907: Konstanze, Geliebte/Verlobte des Belmonte,
in "Die Entführung aus dem Serail"
von Wolfgang
Amadeus Mozart
- 14.03.1891: Titelpartie der Lucrezia
Borgia, Gemahlin von Alfonso
I. d’Este, Herzog von Ferrara (Karl Sommer; 18551900),
in "Lucrezia Borgia"
von Gaetano
Donizetti (Musik) mit dem Liretto von Felice
Romani, basierend auf dem Drama
""Lucrèce Borgia" von Victor
Hugo → Besetzung
- 08.12.1895: Brünnhilde in "Die
Walküre" von Richard Wagner
(mit u. a. Hermann Winkelmann
(Siegmund),
Ludwig Weiglein (Hunding),
Theodor Reichmann
(Wotan))
→ Besetzung
- 11.12.189521.12.1902: Brünnhilde
in "Siegfried"
von Richard
Wagner
- 26.04.1900: Titelpartie in "Aida"
von Giuseppe
Verdi (Musikalische Leitung: Gustav
Mahler; mit u. a. Hermann Winkelmann
als ägyptischer Feldherr Radamès) → Besetzung
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Wirken an der New Yorker "Metropolitan Opera"
Die "Met" weist über 260 Vorstellungen/Auftritte mit
Lilli Lehmann aus → archives.metopera.org.
(Fremde Links: Wikipedia; R = Inszenierung/Regie)
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- 25.11.188529.12.1885 (4 Vorstellungen):
Titelpartie der Carmen in "Carmen"
von Georges
Bizet (Musik),
mit dem Libretto von Henri
Meilhac und Ludovic
Halévy,
basierend auf der gleichnamigen
Novelle von Prosper
Mérimée
- 30.11.188519.04.1899 (34 Vorstelungen): Brünnhilde
in "Die
Walküre", zweiter Teil des Zyklus (4 Teile)
"Der
Ring des Nibelungen" von Richard
Wagner
- 02.12.188529.01.1890 (21 Vorstellungen): "Die Königin von Saba"
von Karl Goldmark (Musik), mit dem Libretto
von
Salomon Hermann von
Mosenthal, basierend auf dem
1. Buch der Könige (Kapitel 10)
- Partie der Sulamith, Tochter des Hohepriesters (17
Vorstellungen)
- Partie der Königin von Sabs (4 Vorstellungen)
- 1. Vorstellung: 29.11.1889: Dirigent: Anton Seidl
(mit u. a. Joseph Beck als König Salomon,
Sophie Wiesner als Sulamith) → Besetzung
- Letzte Vorstellung 19.01.1890: Dirigent: Anton Seidl (mit
u. a. Joseph Beck als König Salomon,
Sophie Wiesner als Sulamith) → Besetzung
- 09.12.188517.05.1899 (14 Vorstellungen): Die Leibeigene Berthe, Braut des
Jean de Leyde,
in "Le prophète"
von Giacomo
Meyerbeer (Musik), mit dem
Libretto von Eugène
Scribe und Émile
Deschamps, basierend auf Geschichte des
"Täuferreichs
von Münster" und des
von den "Täufern"
zum König gekönten Jan van Leiden (Jean de Leyde)
- 20.01.188611.02.1888 (12 Vorstellungen):
Marguerite (Margarethe) in "Faust"
(auch "Margaret(h)e")
von Charles
Gounod (Musik), mit dem Libretto von Jules
Barbier und Michel
Carré, basierend auf der
Tragödie "Faust I
von Johann
Wolfgang von Goethe (Aufführung in deutscher Sprache)
- 05.02.188626.02.1887 (11 Vorstellungen): Irene, Schwester des päpstlichen Notars Cola
Rienzi (Cola di Rienzo),
in "Rienzi"von
Richard
Wagner (Musik/Libretto), basierend auf dem Roman "Rienzi,
the Last of the Roman Tribunes"
von Edward
Bulwer-Lytton
- 25.02.1886: Großes Konzert (Mitwirkung) → Programm
- 27.02.1886: Konzert (Mitwirkung: Prelude und "Isoldes Liebestod"
aus der Wagner-Oper "Tristan und Isolde") → Programm
- 03.03.188622.03.1899 (24 Vorstellungen): Venus in
"Tannhäuser
und der Sängerkrieg auf Wartburg" von Richard
Wagner
- 01.12.188603.04.1899 (19 Vorstellungen): Isolde
in "Tristan und Isolde"
von Richard
Wagner (Musik/Libretto)
→ siehe auch Erzählung von "Tristan
und Isolde"
- 03.01.188711.02.1887 (5 Vorstellungen): Fee Viviane in
"Merlin" von
Carl Goldmark (Musik), mit dem Libretto
von Siegfried
Lipiner, inspiriert von der Sage um den Zauberer/Barden Merlin;
Dirigent: Walter Damrosch
(mit Max Alvary
als Merlin; u. a. Adolf Robinson
als König Artus, Wilhelm Basch als Ritter
Lancelot)
- 19.01.188716.01.1892: (11 Vorstellungen):
Leonore alias "Fidelio", Ehefrau des Gefangenen Florestan,
in "Fidelio"
von Ludwig
van Beethoven (Musik), mit dem Libretto von Joseph
Sonnleithner, Stephan
von Breuning
und Georg
Friedrich Treitschke, basierend auf der Oper "Léonore,
ou L’amour conjugal" von Pierre
Gaveaux (Musik,
Libretto: Jean
Nicolas Bouilly)
- 09.11.188716.03.1899 (26 Vorstellungen): Brünnhilde
in "Siegfried",
dritter Teil des Zyklus (4 Teile)
"Der
Ring des Nibelungen"
von Richard
Wagner (Musik/Libretto)
- 07.12.188724.04.1890 (9 Vorstellungen): Rachel,
Tochter des reichen jüdischen Juweliers Éléazar und
Geliebte des Reichsfürsten Léopold,
in "La
Juive" ("Die Jüdin") von Fromental
Halévy (Musik) mit dem
Libretto von Eugène
Scribe
- 23.12.188727.01.1888 (4 Vorstellungen): Euryanthe
von Savoyen. Braut des Adolar, Graf von Nevers, in "Euryanthe"
von Carl
Maria von Weber (Musik), mit dem Libretto von Helmina
von Chézy; Dirigent: Anton Seidl
(mit Max Alvary
als Adolar)
- 25.01.188820.03.1899 (25 Vorstellungen): Brünnhilde in "Götterdämmerung",
vierter Teil des Zyklus (4 Teile)
"Der
Ring des Nibelungen" von Richard
Wagner
- 28.01.188925.03.1899 (5 Vorstellungen): Valentine, Tochter des katholischen Edelmanns Graf de Saint-Bris,
in "Les
Huguenots" ("Die Hugenotten") von Giacomo
Meyerbeer (Musik) mit dem Libretto von Eugène
Scribe
und Émile Deschamps
- 04.12.188908.04.1899 (13 Vorstellungen): Donna
Anna, Verlobte des Don Ottavio"Don
Giovanni"
von Wolfgang
Amadeus Mozart (Musik), mit dem Libretto von Lorenzo
Da Ponte, basierend auf dem Werk
"Don Giovanni Tenorio" von Giovanni
Bertati
- 11.12.188928.04.1890 (5 Vorstellungen): Amelia, Gemahlin von Graf René/Renato Ankarström, dem Sekretär des
Schwedenkönigs Gustaf
III., in "Un
ballo in maschera" ("Ein Maskenball") von Giuseppe
Verdi (Musik),
mit dem Libretto von Antonio
Somma, basierend auf der Oper "Gustave
III. ou Le bal masqué" von
Daniel-François-Esprit
Auber, mit dem Libretto von Eugène
Scribe (Aufführungen in deutscher Sprache)
- 15.01.189030.01.1892 (4 Vorstellungen):
Titelpartie der Aida in "Aida"
von Giuseppe
Verdi (Musik), mit dem
Libretto von Antonio
Ghislanzoni, verfasst nach einem Szenarium des Ägyptologen Auguste
Mariette
- 27.02.189003.02.1892 (6 Vorstellungen):
Oberpriesterin Norma, Tochter des obersten Druiden Oroveso
und Geliebte des römischen Prokonsuls Pollione, in "Norma"
von Vincenzo
Bellini (Musik) mit dem Libretto von
Felice
Romani, basierend auf der Tragööie "Norma ou l’infanticide"
von Alexandre
Soumet
- 30.11.1891:05.02.1892: Schauspielerin Philine in "Mignon"
von Ambroise
Thomas (Musik), mit dem Libretto
von Jules
Barbier und Michel
Carré, basierend (ein kleiner Teil) auf dem zweiten Buch des
Romans
"Wilhelm
Meisters Lehrjahre" von Johann
Wolfgang von Goethe (Aufführungen in italienischer Sprache;
mit Marie
van Zandt als Mignon, Fernando Valero (1854/18551914) als Student Wilhelm Meister)
- 30.11.1891: Dirigent: Louis Saar (18341910)
→ Besetzung
- 05.01.1892: Dirigent: Louis Saar → Besetzung
- 05.02.1892: Dirigent: Auguste Vianesi (18371908 → Wikipedia (engl.))
→ Besetzung
- 16./26.12.1891:Leonora, Hofdame der Prinzessin von
Aragón, in "Il
trovatore" ("Der Troubadour")
von Giuseppe
Verdi (Musik), mit dem Libretto von Salvadore
Cammarano, Leone Emanuele Bardare (c. 1820nach
1874; Endfaassung), basierend auf dem Schauspiel "El
trovador" von Antonio
García Gutiérrez;
Dirigent: Auguste Vianesi (18371908 → Wikipedia (engl.))
(mit Paul Kalisch
als Offizier Manrico (der Troubadour))
- 16.12.1891: → Besetzung
- 26.12.1891: → Besetzung
- auch 09.12.1891: Gala-Vorstellung/Konzert (Mitwirkung: 4. Akt aus der Oper
"Il trovatore") → Programm
- 15.02.1892: Sklavin Sélika in "L'Africaine"
("Die Afrikanerin") von Giacomo
Meyerbeer (Musik), mit dem
Libretto von Eugène
Scribe; Dirigent. Auguste Vianesi (18371908 → Wikipedia (engl.))
(mit Jean de Reszke
als
Marineoffizier/Seefahrer
Vasco da Gama,
einst Geliebter von Inès (Maria Pettigiani; 18641954) → Besetzung
- 01.01.1899: 5. Großes Sonntagabend-Konzert (Mitwirkung: Arie der
Rezia/Reiza "Ozean! du Ungeheuer" aus
dem 2. Akt der Oper "Oberon"
von Carl Maria von Weber
(Musik), sowie das Lied "Die Allmacht" von Franz
Schubert,
Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Johann Ladislaus Pyrker
→ schubertlied.de) → Programm
- 23.03.1899: Konzert mit Werken von Richard Wagner im Gedenken an
Anton Seidl
(† 28.03.1898)
(Mitwirkung) → Programm
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