So kann man bei deutsche-biographie.de3)
lesen: "Ihre Stimme, überliefert auf Schallplatten aus den Jahren 19051907, war nicht
besonders voluminös, aber von außergewöhnlicher Schönheit und hervorragend geschult,
was ihren Einsatz sowohl im Koloraturfach wie auch als dramatischer Sopran und Mezzosopran ermöglichte.
Dazu kamen große künstlerische und darstellerische Intelligenz sowie ein
bestechendes Stilbewußtsein. Sie trat während ihrer langen Karriere in ca. 170 verschiedenen
Partien auf und gilt noch heute als universalste deutsche Sängerin."
Seit 1914 war sie die erste Trägerin der "Mozart-Medaille"1),
verliehen von der "Stiftung Mozarteum Salzburg"1),
1920 wurde mit Lilli Lehmann erstmals eine Frau zur Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg1)
ernannt. Ebenfalls 1914 pflanzte
man ihr zu Ehren im so genannten Bastionsgarten des "Mozarteums"1) die
"Lehmann-Linde" und errichtete zudem eine Gedenktafel. 1924 schuf die
"Stiftung Mozarteum" die "Lilli-Lehmann-Medaille", die für hervorragende künstlerische Leistungen an
Absolventen/Absolventinnen des Gesangsstudiums an der "Universität Mozarteums" verliehen wird.
Kaiser Franz Joseph I.1) zeichnete sie etwa 1906 mit dem
"Zivil-Verdienstkreuz"1) ("Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone")
sowie mit dem Titel "k.k. Kammersängerin"1)
aus. Noch kurz vor ihrem Tod verlieh
ihr 1928 der damalige österreichische Bundespräsident Michael Hainisch1)
den Ehrentitel "Professor".
Im "Großen Saal" des "Mozarteums" befindet sich ein von
dem deutschen Bildhauer und Medailleur Prof. Heinrich Waderé1)
gestaltetes
Reliefportrait aus dem Jahre 1910 → Foto bei Wikimedia Commons.
Darüber hinaus existieren auch historische Postkarten und Plaketten, die dieses
Abbild von Lilli Lehmann
nach Prof. Heinrich Waderé zeigen.
Seit 1935 erinnert im Salzburger Stadtteil Parsch1) die "Lilli-Lehmann-Gasse"
an sie. (Quelle: stadt-salzburg.at)
Der Nachlass von Lilli Lehmann befindet sich in den "Staatlichen Museen zu Berlin"1)
und "ist sowohl biographisch als auch musik- und kulturgeschichtlich eine wertvolle Quelle.
Er umfasst einundzwanzig Kästen mit Briefen, Zeitungsausschnitten und Werken, darunter die
Manuskripte zu Lehmanns Autobiographie
"Mein Weg" und ihrem gesangspädagogischen Werk "Meine
Gesangskunst". Der Nachlass ist vollständig in der Nachlass-Datenbank
"Kalliope"1) verzeichnet
und recherchierbar.
Lehmanns Anziehungskraft auf ihre Zeitgenossen ist durch ihren Nachlass ebenso spürbar wie ihre
große Energie. Zahlreiche, oft in herzlichem Ton gehaltene Korrespondenzen mit
berühmten und nicht-berühmten Menschen machen deutlich, wie beliebt und
vielseitig aktiv die Sängerin war, die sich unter anderem auch im Tierschutz engagierte."
notiert staatsbibliothek-berlin.de.
Lilli Lehmann um 1880
Urheber ungenannt
Qielle: "Staatliche Museen zu Berlin"/
Kunstbibliothek
Lizenz: Public Domain (Gemeinfreiheit)
CC0
1.0 (Verzicht auf das Copyright)
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Wirken an der "Wiener Hofoper"
(heute "Wiener Staatsoper")
(Quelle: archiv.wiener-staatsoper.at;
Fremde Links:
Wikipedia, geschichtewiki.wien.gv.at, musiklexikon.ac.at)
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- 23.04.1882: Katharine, älteste Tochter des reichen Edelmanns in Padua Baptista,
in "Der Widerspenstigen Zähmung"
von Hermann
Goetz (Musik) mit dem Libretto von Joseph Viktor
Widmann,
basierend auf der Komödie
"The Taming of the Shrew"
von William Shakespeare
(mit u. a.
Karl Mayerhofer als Baptista,
Berta Dillner von Dillnersdorf
als Katharines jüngere Schwester Bianka, Karl Sommer (18551900)
als der Edelmann Petruchio) → Besetzung
- 25.04.188229.08.1888 (7 Vorstellungen): Frau Fluth in "Die lustigen Weiber von Windsor"
von Otto
Nicolai (Musik)
mit dem Libretto
von Salomon
Hermann Mosenthal, basierend auf der Shakespeare-Komödie "The Merry Wives of Windsor"
- 26.04./23.05.1882: Isabelle, Prinzessin von Sizilien in
"Robert le
diable" ("Robert der Teufel") von Giacomo
Meyerbeer
- 28.04.188230.04.1888 (8 Vorstellungen):
Schauspielerin Philine in
"Mignon"
von Ambroise
Thomas
- 02.05.188218.12.1910: "Don Giovanni"
von Wolfgang
Amadeus Mozart
- 02.05.188228.09.1884 (4 Vorstellungen): als
Donna Elvira, Don Giovannis verlassene Geliebte
- 20.05.(27.05.1883: als Bäuerin Zerlina, Braut des Bauern Masetto
- 03.02.188518.12.1910 (12 Vorstellungen) als Donna Anna, Tochter des Il Commendatore (Der Komtur)
und Braut des Don Ottavio
- 04.05.188215.12.1910: "Fidelio"von Ludwig
van Beethoven
- 04.05.188210.02.1889 (10 Vorstellungen): Marzelline,
Tochter des Kerkermeisters Rocco
- 21.01.188515.12.1910 (18 Vorstellungen): Leonore alias Fidelio, Ehefrau des Gefangenen Florestan
- 07.05./09.06.1882: Titelpartie in "Carmen"
von Georges
Bizet
- 15.05.188226.11.1909: "Norma"
von Vincenzo Bellin (Musik)
mit dem Libretto von Felice
Romani, basierend auf
der Tragödie "Norma ou l’infanticide" von Alexandre
Soumetf
- 15.05.188222.04.1883: Adalgisa, Novizin im Tempeldienst
Irminsuls
- 06.02.188526.11.1909 (23 Vorstellungen):
Titelpartie der Norma, Geliebte des römischen Prokonsulss Pollione
- 15.05.188217.10.1887: Violetta Valéry in "La traviata"
von Giuseppe
Verdi (Musik) mit dem Libretto
von Francesco
Maria Piave, basierend auf dem Roman "La
dame aux camélias" von Alexandre
Dumas d. J.
- 22.05.1882: "Il barbiere di Siviglia" ("Der
Barbier von Sevilla") von Gioachino
Rossini
(mit Willibald Horwitz als Barbier
Figaro)
- 04.06.188219.04.1896: "Die Zauberflöte"
von Wolfgang
Amadeus Mozart
- 04.06.188219.04.1896 (31 Vorstellungen) als Königin der Nacht
- 04.04./18.04.1883: Erste Dame
- 04.04.1883: mit u. a. Hans von Rokitansky
(Fürst Sarastro), Marie Wilt
(Königin der Nacht),
Georg Müller
(Tamino),
Mila Kupfer-Berger (Pamina), Karl Mayerhofer
(Papageno),
Bianca Bianchi (Papagena) → Besetzung
- 18.04.1883: mit u. a. Hans von Rokitansky
(Fürst Sarastro), Marie Wilt (Königin der
Nacht),
Gustav Walter
(Tamino),
Mila Kupfer-Berger (Pamina), Karl Mayerhofer (Papageno),
Hermine
Braga-Jaff (Papagena)) → Besetzung
- 05.06.188201.01.1896 (31 Vorstellungen): Venus in
"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg"
von Richard Wagner
- 15.06./04.09.1882: Marguerite von Valois,
Königin von Navarra, in "Les Huguenots"
("Die Hugenotten")
von Giacomo
Meyerbeer
- 12.12.188205.02.1895: "Das
Rheingold" von Richard
Wagner
- 12.12.1882: als Göttin Freia → Besetzung
- 12.12.188305.06.1885 (4 Vorstellungen): als Rheintochter
Woglinde
- 11.12.188805.02.1895 (6 Vorstellungen): als
Göttin Fricka (Frigga)
- 06.12.188312.08.1889 (8 Vorstellungen):
Christine, Schwester des Wirts Nicolas Pariset,in "Das goldene Kreuz"
von Ignaz Brüll
(Musik) mit dem Libretto
von Salomon Hermann Mosenthal,
basierend auf dem Werk
"Cathérine ou La croix d’or" von Mélesville
Anmerkung: Bereits in der Uraufführung (22.12.1875) am
"Königlichen Opernhaus zu Berlin" (heute "Staatsoper
Unter den Linden"
erschien Lilli Lehmann als Christine)
- 1. Vorstellung 06.12.1883: mit Willibald Horwitz
als Nicolaus Pariset, Adolf Peschier als der
Edelmann Gontran de l’Ancre) → Besetzung
- Letzte Vorstellung 12.08.1889: mit Willibald Horwitz als Nicolaus Pariset, Fritz Schrödter
als der
Edelmann Gontran de l’Ancre) → Besetzung
- 18.01.188514.04.1910 (8 Vorstellungen): Isolde
in "Tristan und Isolde"
von Richard
Wagner
- 17.08.1888: Susanna, Verlobte des Figaro (Carl Grengg), dem
Kammerdiener des Grafen Almaviva (Willibald Horwitzz),
sowie Kammerzofe und Mündel
der Gräfin Almaviva (Rosa
Papier-Paumgartner), in "Le nozze di Figaro"
("Die Hochzeit des Figaro") von Wolfgang
Amadeus Mozart → Besetzung
- 03.11.1885: Lucia, Schwester des Lord Enrico Ashton (Karl
Sommer; 18551900) sowie Geliebte des
Sir Edgardo di Ravenswood (Georg Müller), in "Lucia di Lammermoor"
von Gaetano
Donizetti (Musik) mit dem Libretto
von Salvadore
Cammarano, basieend auf dem Roman "The Bride of
Lammermoor" von Walter Scott
→ Besetzung
- 22.03.189123.12.1902 (6 Vorstellungen): Brünnhilde
in "Götterdämmerung"
von Richard
Wagner
- 27.01.1895: Elvira, Nichte und Verlobte des spanischen Grande Don Ruy Gómez de Silva,
in "Ernani" von Giuseppe
Verdi
(mit Ernest van Dyck als Bandit Ernani; mit u. a.
Franz Neidl als Don Carlos, Köig von Spanien und späterer
Kaiser Karl V.,
Carl Grengg
als Don Ruy Gómez)
→ Besetzung
- 08.02.188507.05.1907: Konstanze, Geliebte/Verlobte des Belmonte,
in "Die Entführung aus dem Serail"
von Wolfgang
Amadeus Mozart
- 14.03.1891: Titelpartie der Lucrezia
Borgia, Gemahlin von Alfonso
I. d’Este, Herzog von Ferrara (Karl Sommer; 18551900),
in "Lucrezia Borgia"
von Gaetano
Donizetti (Musik) mit dem Liretto von Felice
Romani, basierend auf dem Drama
""Lucrèce Borgia" von Victor
Hugo → Besetzung
- 08.12.1895: Brünnhilde in "Die
Walküre" von Richard Wagner
(mit u. a. Hermann Winkelmann
(Siegmund),
Ludwig Weiglein (Hunding),
Theodor Reichmann
(Wotan))
→ Besetzung
- 11.12.189521.12.1902: Brünnhilde
in "Siegfried"
von Richard
Wagner
- 26.04.1900: Titelpartie in "Aida"
von Giuseppe
Verdi (Musikalische Leitung: Gustav
Mahler; mit u. a. Hermann Winkelmann
als ägyptischer Feldherr Radamès) → Besetzung
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