Filmografie |
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Hermann Leffler jr. wurde am 3. Oktober 1864 in der damaligen zu Preußen gehörenden Garnisonsstadt Quedlinburg1) (heute: Sachsen-Anhalt) als Sohn des Schauspielers Hermann Leffler sr., der noch 1872 kurz vor seinem Tod als Direktor des "Hoftheaters"1) in Gera1) fungierte, in eine Künstlerfamilie hineingeboren. Auch die Mutter war Schauspielerin und machte sich mit Heroinen-Rollen einen Namen, der jüngere Bruder Robert Leffler1) (1866 1940) ergriff ebenfalls eine künstlerische Laufbahn, trat anfangs als Sänger (Bass), später als Filmschauspieler und Regisseur in Erscheinung. | ||
Eisenberg hebt besonders Titelrollen in Shakespeares "Macbeth"1), Goethes "Götz von Berlichingen"1), Schillers "Wilhelm Tell" und Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende"1) hervor. Weiterhin nennt er den Pfarrer Hefterdingk in Hermann Sudermanns1) Schauspiel "Heimat" (→ gutenberg.spiegel.de), den Freiherrn von Röcknitz in Sudermanns Drama "Das Glück im Winkel" sowie die Titelrolle in dem Stück "Graf Waldemar" (→ zeno.org) von Gustav Freytag1) hervor. Zudem feierte Leffler 1899 bei den "Maifestspielen"1) in Wiesbaden Erfolge mit der Rolle des Berliner Bürgermeisters Bernd Ryke in dem historischen Drama "Der Eisenzahn" von Joseph von Lauff1) über den märkischen Landesherren Friedrich II. von Brandenburg1) (1413 1471), genannt "der Eiserne" oder "Eisenzahn", und die 1440 begonnene Auseinandersetzung der Alt-Berliner und Cöllner1) Stadtbürgerie → Berliner Unwille1). Nach seinen Erfolgen an der "Wiesbadener Hofbühne" ging Leffler erneut nach Berlin, wo er bis zu seinem Lebensende an den dortigen "Staatstheatern"1) wirkte. In seinen letzten Lebensjahren, die vor allem durch Krankheiten bestimmt waren, musste sich der Mime oftmals mit Chargenrollen im Fach der Heldenväter begnügen. Ende der 1910er Jahre wandte sich der Mittfünfziger kurz dem Film zu, schrieb zunächst das Drehbuch zu dem von seinem Bruder Robert in Szene gesetzten Streifen "Karlchen, das Dienstmädchen" (1919) mit dem beliebten Komiker Karl Victor Plagge1) als Titelheld. Ab 1920 sah man Leffler dann mit Nebenrollen in verschiedenen stummen Produktionen, unter anderem besetzte ihn Robert Dinesen1) in dem Melodram "Der Leidensweg der Inge Krafft"1) (1921) an der Seite von Protagonistin Mia May oder Harry Piel in dem mit sich selbst in der Hauptrolle in Szene gesetzten, zweiteiligen Abenteuer "Menschen und Masken"1) (1923). Leffler wirkte in Johannes Guters1) aufwendig gedrehten, melodramatischen Geschichte "Der Turm des Schweigens"1) (1925) über zwei Fliegern (Nigel Barrie1)/Fritz Delius) mit, die in der australischen Wüste bruchlanden, im selben Jahr war er in der Theodor Storm1)-Adaption "Zur Chronik von Grieshuus"1) (1925) zu sehen sowie als Maler Anselm Gutzewitt in der Komödie "Die Kleine aus Amerika"2) (1925). Nach der Rolle des alten Mac Farland in dem Stummfilm "Der goldene Schmetterling"1) (1926), gedreht von Mihály Kertész1), der später in den USA als Michael Curtiz Furore machen sollte, nach einer Vorlage von P. G. Wodehouse1), stand Leffler für den als "Marine-Grossfilm in 8 Akten" beworbenenen Ehedrama "In Treue stark"1) (1926) ein letztes Mal vor der Kamera uznd mimte neben den Hauptdarstellern Otto Gebühr und Claire Rommer als Krischan Hinrichs den Vater von Klaus Hinrichs (Paul Richter), dem Ordonnanzoffizier des Kapitäns → Übersicht Stummfilme. Als Hermann Leffler am 21. November 1929 im Alter von 65 Jahren in Berlin starb, hieß es in einem Nachruf: Leffler "blieb der aufrechte und gewissenhafte Künstler, der sich mit Vornehmheit den Forderungen der neuen Zeit fügte, ohne von seinem Wesen, das aus bester Tradition hervorging, etwas abzugeben. ( ) Ein Mensch voll innerer und äußerer Würde ging mit ihm dahin."3) Der Schauspieler war mit der am 16. Juni 1865 in Berlin geborenen Sopranistin bzw. Opernsängerin Martha Burckard4) verheiratet, die ihm nach ihrer ersten Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Hermann Werbke (1854 1922) in Bremen das Ja-Wort gegeben hatte; Martha Leffler-Burckard starb am 14. Mai 1954 in Wiesbaden1). |
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Quelle (unter anderem*)): Wikipedia, cyranos.ch | ||
*) Ludwig Eisenberg:
"Großes
biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert" (Verlag
von Paul List, Leipzig 1903); Digitalisiert: Hermann Leffler: S. 584 Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.d, 4) operissimo.com 3) Quelle: Deutsches Bühnen-Jahrbuch (Bd. 42, 1931, S. 94) Lizenz Foto Hermann Leffler (Urheber unbekannt): Dieses Werk ist älter als 70 Jahre und sein Erschaffer nicht bekannt. Nach der Berner Konvention und den Gesetzen vieler Länder gilt dieses Werk als gemeinfrei. |
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